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sissi: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von sissi » Freitag, 20.01.17, 12:13

Hallo alle,

ich versuche es jetzt schon seit einigen Tagen mit einer histaminarmen Ernährung...leider ohne Besserung. Die Symptome lassen nicht nach und heure morgen, zwei Panikattacken, Weinen, Schwäche, Blutdruck schwankungen, Herzklopfen im ganzen Körper ...

Ich habe auf Benzobuddies gelesen, dass eine Verschlimmerung der Symptome nach 18 Monaten nach dem Absetzen ein Zeichen ist, dass man zu den langzeitbetroffenen gehört. Und nun bin ich völlig verzweifelt !

Was mache ich falsch ?
Ich mache jedes Jahr von Oktober bis März täglich eine halbe Stunde Lichttherapie. Ist das der Symptomtrigger ? Oder vielleicht der Rooibos, den ich morgens zum Frühstück trinke ?

Ganz liebe Grüße
Sissi

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Murmeline » Freitag, 20.01.17, 12:30

Hallo Sissi,

Siggi hat vor einiger Zeit erst das Erlebnis gehabt, dass der Einsatz einer Höhensonne bei ihr stark Symptome getriggert hat:
viewtopic.php?p=174226#p174226
In diesem Thread gibt es ganz unterschiedliche Erfahrungen. Wahrscheinlich macht es aber Sinn,wenn Du erst einmal eine Pause machst und schaust, ob es Dir ohne Lichttherapie besser geht. Gleiches gilt für den Rooibos, wobei ich mir da nur an eine Person erinnere, die einen Zusammenhang mit Symptomverschlechterung sieht.

Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist, wenn man schon so viele Monate mit Symptomen zu kämpfen hat und Veränderungen stellen sich nicht so ein, wie man sich das wünscht, sondern man kämpft eher mit gleichbleibenden Problemen oder anhaltenden Wellen. Wir haben leider einige Mitglieder, die sich irgendwann zu den Langzeitbetroffenen zählen müssen, das erfordert schon sehr viel Akzeptanz - und Verzweiflung, wenn es einem so lange schlecht geht, ist da auch völlig verständlich :hug:

Liebe Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Jamie » Freitag, 20.01.17, 12:33

Hallo Sissi,

es tut mir leid, dass es dir nicht gut geht.
Wenn eine histaminarme Ernährung keine Erleichterung bringt, dann wechsele wieder zurück zu deiner normalen Ernährung und das, was dir schmeckt.

Wir wissen leider auch nicht, warum es viele Monate oder Jahre später nach Null auch noch zu Symptomwellen kommt, wir können da nur die Erfahrungen sammeln und versuchen zu lernen.
Ich weiß nicht sissi, aber es ist psychisch sicherlich nicht sinnvoll, dass du jetzt die Hoffnung verlierst, weil irgendwo eine Zeitangabe steht, dass man nach xyz Monaten mit Problemen zu den Langzeitbetroffenen gehört.

Ich versuche im Rahmen meiner Beratungstätigkeit nicht auf diesem Punkt herumzureiten, weil ich es für kontraproduktiv halte.
Menschen heilen in unterschiedlichen Zeitlängen und die meisten probieren wirklich alles. Schuld ist da keiner, wenn sich der Nachentzugszustand hinzieht. Man kann das selbst nur zu einem gewissen Teil beeinflussen, der Rest ist "Schicksal" :hug: .
Ich bin seit fast drei Jahren (Frühling 2014) clean und habe den Eindruck, immer noch im (Nach-)Entzug zu stecken.
Ich versuche aber, dem keine Gewalt über mein Leben zu geben. Ich akzeptiere meine Symptome so gut es geht und versuche mich damit zu arrangieren.

Ich weiß nicht, ob aktuell etwas deine Symptome triggert. Theoretisch kann alles ein Trigger sein. Selbst der Versuch histaminarm zu leben. Es war trotzdem richtig es mal zu testen, weil es wirklich hätte sein können, dass bestimmte Nahrungsmittel dir zusetzen.
Als erstes würde ich zu meiner gewohnten Ernährung zurückwechseln und dann würde ich mal die Lichttherapie-Lampe weglassen. Lichttherapie bekommt nicht jedem.
Roibush-Tee scheint mir eher unwahrscheinlich als Ursache, aber natürlich kannst du ihn auch mal weglassen.

Ich kann jetzt ja auch nur von mir sprechen, aber mir geht es fast immer schlechter und Symptome verschlimmern sich, wenn ich Stress oder Kummer oder Sorgen habe. Das ist für mich ein starker Trigger. Hattest du denn vielleicht Probleme in letzter Zeit, die dir zugesetzt haben?

Mitfühlende Grüße :group:
Jamie

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von LinLina » Freitag, 20.01.17, 12:39

Hallo Sissi,

Das tut mir sehr leid :hug: bitte lass dich nicht von solchen "prognosen" runter ziehen. Niemand kann sicher sagen was "Langzeitbetroffen" genau bedeutet, und was es für dich bedeutet. Es kann sein dass du trotzdem bald Besserung erfährst, oder auch nicht. Es kann sein dass du dieses Jahr etwas findest, dass dir bei der Heilung hilft, es kann sein dass es dir einfach so besser geht, oder es kann noch eine Zeit dauern, niemand weiß das und kann das vorher sagen.

"Langzeitbetroffen" ist eine Definition, die man sich selbst geben kann, wenn man schon lange mit den Symptomen des Absetzens kämpft, aber es ist keine Diagnose die bedeutet, du musst jetzt soundso lange leiden.

Lichttherapie kann ein Trigger sein, das ist möglich.

Rooibostee ist bei Histaminarmer Kost nicht unbedingt verträglich, glaube ich. Es ist gar nicht so leicht, histaminarm zu essen. Was isst(trinkst) du denn seit ein paar Tagen genau?

Ein paar Tage sagen auch noch nicht viel aus, du müsstest es mindestens 2-3 Wochen ganz konsequent machen, um feststellen zu können ob sich etwas bessert.

Oft sind es ja mehrere Faktoren. Z.b. kann sogar die Zahncreme ein Histamintrigger sein. Es braucht wirklich Geduld, um herauszufinden ob bei dir die Ernährung/Unverträglichkeiten eine Rolle spielen und was du da ggf. verändern könntest um zumindest teilweise Erleichterung zu erfahren.

Eine Ernährungsumstellung kann auch erstmal Stress bedeuten, daher könnte ich mir auch eine zeitweise Verschlechterung dadurch vorstellen.

Ich schicke dir viel Kraft und Geduld, nicht die Hoffnung aufgeben, die Heilung braucht Zeit :hug:

Liebe Grüße
Lina
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Berlin-2013 » Freitag, 20.01.17, 14:32

Hallo Sissi,

weil ich diese Gefühle leider nur zu gut kenne, hier meine Erfahrungen und ein paar Infos. Auch ich hatte öfter nach 12 oder 18 oder 24 Monaten immer wieder Symtome aber das wurde immer erträglicher weil ich ja wusste das der Weg der richtige ist und das gab mir Mut. Oft war ich sehr traurig und mit den Nerven am Ende aber dadurch das ich sehr beschäfigt war, konnte oder musste ich es Ausblenden auch wenn es mich beeinträchtigte. Es gab viele Momente wo ich dachte: das hört nie auf! dann bin ich zu benzobuddies und habe mir immer die ganzen Erfolgsgeschichten durchgelesen und wusste das wird gut gehen aber es dauert leider wesentlich länger als gedacht. Aber ich war ja schon soooooooo weit also gab es HOFFNUNG !!!

Ich habe für dich einen Auszug aus dem Forum benzobuddies übersetzen lassen (von meiner amerikanischen Freundin - translater) und setze den Text - der öffentlich zugänglich ist - hier rein. Sie hat ihn geschrieben als sie knapp 5 Jahre nach dem Entzug war und es klingt sehr hoffnungsvoll. Der großte Irrtum ist das der Entzug bei 0 mg endet. Erst ganz langsam wird klar, es dauert wesentlich länger als gedacht und man muss mit mindestens 2 Jahren nach 0 rechnen bis eine richtige Besserung eintritt. Das zeigt wie potent das Mittel ist, wie es in den gesamten Hormonhaushalt eingreift, was es alles betrifft wie stark der Einfluss auf das ZNS ist und was es mit einem Körper alles macht wenn man es dann wegzieht. Die Folgen sind, glaube ich mittlerweile, noch nicht absehbar und jeder Tag mit weniger oder noch besser ganz ohne, ist ein echter Gewinn, du bist also auf der Gewinnerseite auch wenn es sich so nicht, oder noch nicht, anfühlt. Ich schicke dir ganz viel Hoffnung und Kraft und hier nun der Text. LG Chrissi

Meine Haut krabbelt nicht. Mein Verstand ist nicht mehr besessen.
Mein Herz rast nicht. Ich bin nicht in einem Panic Zustand 24/7.
Jetzt kann ich mich entspannen und wieder Freude empfinden. Obwohl ich 60 bin, kommt mein Muskeltonus wieder. Ich weiss, ich hätte mich bewegen sollen aber ich konnte nicht weil ich jahrelang nicht geschlafen habe. Jetzt bekomme ich mein physische Ausdauer wieder und zwar schneller als ich für möglich gehalten habe. Ich hatte 50 Pfund verloren und jetzt habe ich 10 Pfund wieder zugenommen.
Meine Falten wirken weicher. Meine Haare fühlen sich nicht mehr wie Stroh an. Ich kann an die Vergangenheit klar erinnern und ohne Schuld Gefühle. Ich kann wieder Entscheidungen treffen ohne ängstlich zu sein. Jemand kann mir sagen dass sie beschäftigt sind ohne dass ich gleich das schlimmste annehme oder denke dass ich etwas falsch gemacht habe. Ich kann wieder denken und mich natürlich benehmen. Ich kann wieder fernsehen und geniessen es wieder Musik anzuhören. Ich kann über Benzoentzug und Genesung sprechen ohne zu zittern und ohne mich schlecht zu fühlen.
Das Leben ist wieder gut. Ich war unsicher dass ich das je wieder sagen wurde. Aber, es ist endlich passiert.
Bitte Mut fassen! Wenn Sie erkrankt sind, der Alptraum hat ein Ende!
Bei mir hat der Alptraum knapp 5 Jahre gedauert. Das letzte Jahr musste ich einsehen wie schlimm der Zustand meiner persönliche Beziehungen waren. Ich musste die Beziehung mit meiner erwachsene Kindern wieder aufbauen. Ich musste den Verlust meiner beste Freundin seit 25 Jahre acceptieren.
Jetzt kann ich wieder anfangen und ein normals Leben führen. Ich fühle mich wieder stark. Durch Schwierigkeiten habe ich soviel gelernt. Alles was ich gelernt habe wird mich gute Dienste leisten für den Rest meines Lebens. Aus der Not, lernte ich mit Wut umzugehen. Ich habe gelernt geduldig zu sein. Ich habe gelernt meine Mitmenschen nicht so streng zu beurteilen weil man nie weisst was ein andere Mensch durchmacht.Ich habe gelernt Abstand zu nehmen von meinen Gedanken---egal wie unablässig sie waren. Ich habe Vergeben gelernt und bin froh dass Menschen in meinem Leben mich vergeben konnten. Ich kann mit autistische Menschen mich identifizieren weil durch meine Emotionen war ich gefangen und konnte das nicht ausdrucken. Ich habe gelernt mich nie zu entschuldigen dass ich auf mich und meine Gesundheit aufpassen muss. Ich musste einige Menschen aus meinem Leben streichen weil sie mir Stress verursacht haben und dadurch meine Krankheit exacerbiert haben. Zuerst hatte ich deswegen Schuldgefühle aber lernte wer genau meine echt Freunde waren. Leider habe ich meine Tochter sehr verletzt. Ich war Unfähig sie zu verstehen und ihre Gefühle nachzuvollziehen. Ich habe Hoffnung dass diese Beziehung sich verbessern wird.
Besondere Anlässe in der Familie waren nervenaufreibend für mich. Ich habe mich und meinen Man unter Druck gesetzt: alle sollten glücklich sein. Dadurch habe ich die Freude und Spontanität keine Chance gegeben. Es war unmöglich für mich zu entspannen. Jetzt kann ich das!
Jetzt wo ich wieder mich selber bin, hoffe ich zu beweisen dass ich keine neurotische und unaufmerksame Mutter bin. Ich habe erfahren wie stark ich wirklich bin---ein unglaubliches Gefühl. Es ist kaum zu glauben dass diese Alptraum ein Ende nimmt. Ich bin echt mir selber wieder und brauche niemanden was vorzumachen.
Ich hatte schon viele Probleme als ich krank wurde. Aber endlich habe ich meine emotionale Schwierigkeiten aufgearbeitet und fühle mich richtig erleichtert und glücklich.

DER ORIGINALTEXT:

My skin’s not crawling. My mind’s not obsessing. My heart’s not pounding. I’m not in a 24/7 panic state. I can relax again and feel joy again. Even though I’m 60, my muscle tone is returning... I know I should have exercised, but just couldn’t bring myself to with zero to several hours of sleep for years. My physical stamina seems to be returning faster than I thought it would. I’d lost 50 pounds and have gained back 10. My wrinkles are lightening up. My hair doesn’t feel like straw anymore. I can remember the past in its correct context and without feeling guilty. I can make decisions again and not fear the worst of outcomes. Someone can tell me they’re busy, and I don’t assume the worst or that I’d done something wrong. I can think and behave naturally again. I can watch TV and enjoy listening to music again. I can talk about benzo withdrawal and recovery without shaking or getting nauseous.

Life is good again. I wasn’t sure that I’d ever be able to say that. But, it’s finally happened.

Please take heart. Even if you’re one of the protracted people, this nightmare will eventually be over. It took me two months short of 5 years, including the year-long taper, and the last year was just figuring out how bad things had gotten in my personal relationships, mitigating the relationships with my adult children, and accepting the loss of my best friend of 25 years.

I feel like I can pick up the pieces and start again. I feel strong again. The lessons I’ve learned will serve me well for the rest of my life. By necessity, I’ve learned to cope with anger. I’ve learned patience. I’ve learned to try really hard not to judge other people so harshly because you never know what someone else is going through. I’ve learned to distract from my own thoughts, no matter how relentless. I’ve learned forgiveness and am so glad that the people in my life have learned to forgive me. I’ve learned that I can relate with autistic people because I was trapped by my emotions in my own head and just couldn’t express it. I’ve learned to never apologize again for taking care of myself and my nervous system; and, out of sheer necessity for survival had to cut a couple people out of my life who were causing me stress and exacerbating my illness by treating me badly… I felt guilty at first, but learned who my real friends are, and true friends don’t kick you when you’re down. If it weren’t for the mishap of hurting my daughter with my inability to comprehend or relate, I’d say that I successfully survived and came out better off for the experience and know, with a healthy mind, that relationship will continue to improve. Special family events were just so unnerving to me and I put so much pressure on myself and my husband to make things happy that I took all the joy and spontaneity out of everything. I found it impossible to relax, and now I’m finally able to. Now that I’m back to being myself, I hope I can prove that I’m not just a neurotic or inattentive mother and that I got knocked down but can pick myself back up again. I found out how strong I really am, and that’s an incredible feeling. It almost seems too good to be true that this ordeal could finally be over, but I’m positive it is. I feel genuinely “myself” again and don’t have to talk and behave contrary to my feelings because I finally feel good again.

I came into this experience with plenty of problems, otherwise I wouldn’t have been seeing a doctor, right? But, I finally worked out a long lifetime of emotional issues out of sheer survival to make it through recovery. I completely railed against the injustice of having this happen and felt that it ruined my life. And, I can finally say that I do feel that I’m better off now than ever before. To whomever is experiencing the not-to-be said ideation, you’re stronger than you know. Try to avoid stress as much as you possibly can. Treat yourself well and know that you deserve it. If you feel desperate, seek help wherever you can. Distract with whatever means you can.
http://www.benzobuddies.org/forum/index ... c=166286.0
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Kevin05

Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Kevin05 » Freitag, 20.01.17, 16:23

Hallo Sissi,

ich dachte ehrlich gesagt auch, dass das Wort "Langzeitbetroffene/r" eher eine Selbstdefinition ist, aber keine objektive Wahrheit im Sinne eines Krankheitsbildes.

Ich denke effektiver als alles andere sind Maßnahmen, wo du Ruhe in dein Leben reinbekommst, eben alles eliminieren, was möglich ist was dir Stress macht und versuchen zu ersetzen durch Dinge, die dir Freude machen. Es sind eigentlich einfache Regeln, eben Spannung zu vermeiden und die Entspannung suchen, man kann glaub ich sehr viel selber machen, sanfte Bewegungsarten wie Nordic Walking oder wenn du Interesse hast auch asiatische Methoden wie Tai Chi, Chi Gong. Spaziergänge in der Natur, am Meer, in den Wälder oder was auch immer bei dir in der Gegend vorhanden ist.

Irgendjemand hat auch geschrieben, ob du vielleicht mehr zu tun hast oder ob dich was belastet, weil das sind die Faktoren, die Belastungen hervorrufen und die Symptome verstärken. Ich denke, das eine bewusste Ernährung sinnvoll ist, wobei man soll auch beachten, dass man durch Essen auch Freude erlangt, also sich zu sehr zu kasteien ist auch nicht gut.

Vielleicht geht es dir ja ähnlich wie mir, ich laufe irgendwie immer auf Hochtouren und das macht auch die Symptome bzw. Beschwerden, also dieses Hamsterrad zu verlassen wäre ein Ziel. Ruhe kannst nur du dir selber geben, eben in dem du dein Leben dahingehend lenkst.

Weißt du ein geregelter Tagesablauf ist gut und schön, aber kann auch Belastung sein, daher eben auch mal versuchen an diesen Strukturen zu arbeiten und Ruhephasen einlegen, wo du für dich was machst.

Eine Verbesserung deiner Situation wird eintreten durch eine Vielzahl an Maßnahmen und ja das kann auch dauern, aber je mehr Zeit du für die Dinge investierst, die dir gut tun, desto schneller werden sich Erfolge einstellen.

Man muss wirklich eine Art Hygiene in seinem Leben machen und Aussortieren, was einem nicht gut tut und das weiß man instinktiv ja meist. Was andere Menschen berichten ist ihre Erfahrung, aber nur weil sie ihre Erfahrung berichten muss das ja keine objektive Wahrheit sein. Ich denke, du solltest mehr auf dich selbst hören und vor allem nicht in Foren lesen, schon gar nicht Berichte, die negativ sind.

Ehrlich gesagt, ich habe auch keine Ahnung, wie sich mein Zustand weiterentwickelt, aber das Nachdenken darüber bringt mich nicht weiter, ich kann nur mein Bestes versuchen und das umsetzen, was ich weiß und dann sehen was kommt, weil es gibt nicht die Erfahrung oder den Verlauf, das ist ganz unterschiedlich, ich denke nur, dass alles was wirklich Verbesserung bringt durch persönlichen Einsatz möglich ist.

Foren sind gut für Grundinformationen, aber sie sind nicht repräsentativ, sie geben die Erfahrungen von einigen Menschen wieder, vielleicht von Tausenden, aber es gibt Millionen Betroffene, so gesehen sind da sicher viele die keine Probleme mehr haben, warum sollten die schreiben? Denen geht es gut, die haben andere Themen in ihrem Leben.

Versuch dein Leben zu leben und laß dich nicht geiseln von den ganzen Problemen, verzweifelt zu sein hilft auch nichts, weil es aufgeben bedeutet und es gibt keinen Grund aufzugeben, du bist individuell und wirst deinen Weg gehen. Ich bin zwar relativ oft im Forum lese aber mittlerweile selten mehr Berichte, deine Geschichte kenne ich noch und was mir da in Erinnerung ist, ist dass du sicher keinen Mißbrauch betrieben hast und viele, viele Jahre hochdosiert deine Medikamente genommen hast, auch das wird dir helfen, nämlich dass das nicht so war.

Sicher Garantie gibt es für niemanden von uns, aber ich bleibe bei der einfachen Botschaft, alles was du zu einer Verbesserung schaffen wirst und kannst liegt ausschließlich an dir bzw. in dir, ich bin nach wie vor ein großer Zweifler, dass alternative Maßnahmen helfen, nur du selbst kannst das, alles Gute Kevin

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Clarissa » Freitag, 20.01.17, 17:04

Hallo Sissi,

ich bin fast 2,5 Jahre frei von allen Psychopharmaka und oft haben mich (überwiegend körperliche) Symptome so im Griff, daß ich nicht nordic walken oder auch nur spazierengehen kann.

Was ich sagen will: für manchen ist es nicht möglich, selbst von außen die Symptome niederzuhalten/sein Leben zu lenken.

Manchmal, bei mir leider recht oft, ist einfach nur "aushalten" angesagt.

Ich habe Psychohygiene betrieben, soweit mir das möglich war, und bin der Meinung, aktuell nicht an einer psychischen Erkrankung zu leiden. (Na gut, die vorbestehenden Schlafstörungen...)

Damit der Kurzbericht hier nicht zu negativ endet: Ich zähle mich zu den Langzeitbetroffenen und habe trotz meines Lebensalters und überhaupt die Hoffnung auf Besserung nicht aufgegeben.

Aber im Moment ist es, wie es ist und ich muß es akzeptieren. Da gibt es leider nicht viel Schönzureden.

Durchhalten.

VG sendet sleepless.
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

Kevin05

Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 21.01.17, 8:01

Hallo Sissi,

eigentlich wollte ich das in meinem eigenen Beitrag schreiben, sich fremdes Wissen anzueignen oder auf Erfahrungen anderer zu hören ist eine Sache, aber weitaus wertvoller sind die eigenen Erfahrungen, die man macht.

Meine eigene Erfahrung mit Bromazepam war, dass ich geschafft habe es abzusetzen und danach ca. 1-2 Jahre keinerlei Probleme hatte. Bromazepam war mein erstes Benzodiazepin. Es ist richtig, dass es nicht nachhaltig war, weil ich danach falsch gehandelt habe und eben wieder etwas anderes nämlich Diazepam nahm, aber erst da passierte der entscheidende Fehler, dass ich heute da bin, wo ich bin. Ich war damals sehr jung und habe nichts aus meiner ersten Erfahrung gelernt, vielleicht auch deshalb nicht, weil zwar die Wirkung mir nicht gut getan hat, aber das Absetzen ohne Probleme verlief, ich hatte keine Symptome damals.

Ich möchte dir nur aufzeigen, dass es ganz anders auch geht, weil ich oft selbst verzweifelt war in Anbetracht dessen was ich las oder was mir andere Menschen erzählten. Mittlerweile kenne ich auch zwei Menschen persönlich, die es schafften nach Jahren Diazepam abzusetzen, auch denen geht es gut, beide haben danach wieder normal gelebt und gearbeitet.

Du machst gerade eine andere Erfahrung nämlich, dass du nach wie vor Probleme hast, aber wie bei anderen Leiden kann man nicht immer die genaue Ursache sagen, meist ist eine Kombination von verschiedenen Dingen, die Probleme macht. Wo ich mir allerdings sicher bin und da schreibe ich jetzt über Lösungen, ist, dass es auch eine Kombination von für dich passenden Maßnahmen benötigen wird um wieder ganz normal zu leben, an welchen "Schrauben" du drehen musst, das kannst nur du beantworten. Du hast genug Wissen mittlerweile gesammelt, du hast erfolgreich abgesetzt und damit eine Basis gelegt, ich bleibe dabei, alles ist abhängig von deiner Einstellung, von deinem Einsatz um wieder gesund zu werden.

Ich bin auch überzeugt davon, dass die meisten Menschen noch Potentiale haben, um positive Veränderungen in ihrem Leben zu finden und auch umzusetzen und das ist auch ein Entwicklungsprozess, dem man einerseits Zeit geben muss, andererseits aber auch tief in sich zu gehen und zu sehen, welche Dinge man verändern kann, wo man denkt, dass sie einem helfen. Das sehe ich als Chance und Aufgabe, es gibt auch keine Grenzen, Grenzen setzen sich Menschen selbst. Und das was ich da am Ende geschrieben habe, das sehe ich auch für Langzeitbetroffene und schwere Fälle so, niemand ist chancenlos, auch wenn man Jahre bereits in einem Zustand verharrt, alles Gute nochmals, LG Kevin

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von sissi » Samstag, 21.01.17, 16:50

Hallo!

DANKE Murmeline, Jamie, Lina, Kevin, Sleepless.

Ich war am Boden, ihr habt mich aufgehoben, ich habe geweint, ihr habt mich getröstet, ich war verzweifelt, ihr habt mit wieder Hoffnung und Mut gemacht.
Heute ist internationaler Hug-Day. :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug:

Wo ein Wille ist , ist auch ein Weg , lautet ein deutsches Sprichwort. Der Wille ist wieder da, also wird sich auch einWeg finden.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Ganz liebe Grüße
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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Sunnyrose » Montag, 23.01.17, 15:16

:hug:

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Berlin-2013 » Dienstag, 24.01.17, 11:54

Gern geschehen, liebe sissi!
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viele Grüße und 2019 wird ein erfolgreiches Jahr der Gesundheit
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Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser ZEIT UND GEDULD
13. September 4 Jahre nach 0 mg :party2: Heilung des ZNS leider noch nicht 100 Prozent aber 85 %

Zur Zeit EIN helles strahlendes Licht am Ende des Tunnels :party2:


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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von sissi » Donnerstag, 26.01.17, 11:03

Hallo alle,

ich hoffe , es geht euch alle so gut wie möglich in diesem langen und schwierigen Januar.

die Grippe hat sich bei mir eingeladen...und triggert die Symptome .Ich nehme an , dass es völlig normal ist , dass die Symptome sich verschlimmern , wenn ein Körper gegen ein Infektion kämpfen muss. Jetzt würde ein heißer Grog gut tun, aber dass kann ich vergessen... Wenn ihr andere "vernünftigere" Tipps habt...

Eine Frage plagt mich seit einiger Zeit: warum sind die Symptome immer so schlimm beim Aufstehen und vormittags ? Warum geht es abends immer besser ? Könnte das mit Hypoglykämie zu tun haben ,weilman fast mehr als 12 Stunden nichts mehr gegessen hat ?

Hat jemand hier auch schon plötzliches Bluten vom Zahnfleisch erlebt, so ganz spontan ohne das es mit Essen oder Zahnbürsten zusammenhängt ?

Ganz liebe Grüße
Sissi

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 26.01.17, 11:19

Liebe Sissi,

das tut mir leid, so einen Infekt noch zusätzlich braucht man wirklich nicht.
Hier haben wir erste Tipps gesammelt: viewtopic.php?f=57&t=12660
Ich nehme an , dass es völlig normal ist , dass die Symptome sich verschlimmern , wenn ein Körper gegen ein Infektion kämpfen muss.
Ja, wenn der Körper sowieso angeschlagen ist, ist es noch schwerer, den Infekt zu überstehen. Es kann auch länger dauern als gewohnt.
Eine Frage plagt mich seit einiger Zeit: warum sind die Symptome immer so schlimm beim Aufstehen und vormittags ? Warum geht es abends immer besser ? Könnte das mit Hypoglykämie zu tun haben ,weilman fast mehr als 12 Stunden nichts mehr gegessen hat ?
Das kann sein. Es kann auch mit der morgentlichen Cortisolausschüttung zusammenhängen. Ein hypersensibilisiertes zentrales Nervensystem scheint auf die Ausschüttung dieses Stresshormons besonders zu reagieren, was sich dann wieder abbaut.
Hat jemand hier auch schon plötzliches Bluten vom Zahnfleisch erlebt, so ganz spontan ohne das es mit Essen oder Zahnbürsten zusammenhängt ?
Es gibt zu Zahnfleischbluten einige Beiträge: search.php?keywords=zahnfleischbluten+
Oder nur Zahnfleisch: search.php?keywords=zahnfleisch

Gute Besserung! Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 26.01.17, 11:48

Hallo Sissi, das ist ja übel das du die Grippe jetzt als Untermieter hast. Darauf kann man gut und gerne verzichten.
Eine Frage plagt mich seit einiger Zeit: warum sind die Symptome immer so schlimm beim Aufstehen und vormittags ? Warum geht es abends immer besser ? Könnte das mit Hypoglykämie zu tun haben ,weilman fast mehr als 12 Stunden nichts mehr gegessen hat ?
Es hat eher was mit dem Cortisol zu tun , es geht den meisten abends besser, weil das die Tageszeit ist, an der der Cortisolspiegel organismusbedingt am niedrigsten ist.
Cortisol , ein Stresshormon ist morgens am höchsten und darum beschreiben auch viele Betroffene im ADFD, dass es ihnen morgens schlecht geht und es dann im Laufe des Tages besser geht. Es könnte helfen, das du etwas Süsses isst , z.B.einen Keks, da Insulin der Gegenspieler zu Cortisol ist.

Was du bei deiner Grippe versuchen könntest wäre kolloidales Silber, es tötet Bakterien und sogar Viren.

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Gute Besserung wünscht dir Petra
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Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von sissi » Freitag, 27.01.17, 15:28

Hallo alle,

die Grippe geht besser, Gott sei Dank,aber die Symptome sind hart, sehr hart...
schreckliches Brennen der Haut, Herzrasen, Blutdruckschwankungen, Kopfweh, ständige BlÄhungen, Schwäche (besonders die linke Seite), inneres Zittern usw... alle die Symptome hatte ich nie so akut wie jetzt. Soll das heißen, das kein Benzo mehr in meinem Körper ist und das mein KÖrper nach dem Gleichgewicht tastet ?

Aber wie dem auch sei, es gibt nur einen Weg, die Zähne zusammenbeißen , aushalten, hoffen ...

Wir haben einen sehr schlimmen Fall auf unserem Forum und wissen nicht mehr weiter mit ihm.
Ein junger Mann (31),dem nach einem Burn-out 2014 ein Benzo (Lysanxia) und ein AD (Seroplex) verschrieben wurden.
Einen Monat danach, hat er plöztlich alles aufgehört.(cold turkey !)
Natürlich ging es ihm danch sehr sehr schlecht. Der Arzt probierte dann wieder verschiedene Benzos : Xanax, Lexomil, Temesta (kurze Halbwertzeit), die er innerhalb 1 1/2 Jahre alle wieder absetzte.
Danch verschrieb ihm der Arzt wieder ein AD (Seroplex),das er wieder plötzlich aufhörte weil es ihm nicht gut ging. Er dachte, es wäre das AD.
Zurück zu 20 mg Lysanxia...und Internetrecherchen und Ahston ...
Er versuchte dann sein Lysanxia wieder abzusetzen: 1 Tropfen alle 3 Wochen. Das ging so ungefähr bis 7 mg, dann war die Hölle los . Der Arzt mint, er würde schlecht auf das Lysanxia reagieren und riet ihm schnell abzusetzen.
Er tat dies folgender Weise: in 3 Tage auf 3 mg, dann nochmal 3 Tage bei 1.5 mg , dann 2 Tge 0.5 mg , dann 0 mg.

Einige Wochen später landete er völlig verzweifelt auf unserem Forum. Er ist jetzt bei 28 Monaten nach dem letzten Absetzen , kann immer noch nicht arbeiten und in normales Leben führen . Er lebt wieder bei seinen Eltern , mit denen es nicht klappt, weiler sehr aggressiv ist. Nun fragt er uns, ob sein Fall hoffnungslos ist,und vor allem ob eine Wiedereinnahme einer Benzo seine Lage verbessern könnte . Wir wissen nicht mehr, wie wir ihm helfen können... Habt ihr ein Idee ?

Ganz liebe Grüße

Sissi

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Clarissa » Freitag, 27.01.17, 16:01

Hallo Sissi,

eine richtige Idee zu dem jungen Mann habe ich leider nicht. Ich bin auch 28 Monate nach dem Absetzen des letzten PP und mir geht es nicht gut. Berentet, kein normales Leben.
Aggressiv allerdings bin ich nicht und die Hoffnung habe ich auch nicht verloren.

Ich persönlich würde NIE WIEDER deswegen zu einem Benzo greifen. Ich bin überzeugt, ganz rasch in der Toleranz zu landen und dem Kindling-Effekt zu verfallen.
Ich kenne niemanden, dem es mgl. war, schlußendlich bei einer niedrigen Benzodosis (die vielleicht vertretbar wäre) auszuharren, sondern sie landeten rasch bei richtigen "Hausnummern" (hohen Dosen).

Andere Psychopharmaka zur Substitution halte ich persönlich ebenfalls für vollkommen ungeeignet. Benzos kann man nicht ersetzen.

Ich fürchte, medikamentenfreies Ausharren, Achtsamkeit und weiteres Hoffen (er ist ja erst 31 J.) sind die einzigen Möglichkeiten.

Viele Grüße von sleepless.
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leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von sissi » Sonntag, 29.01.17, 15:08

Hallo alle,

herzlichen Dank Sleepless, ich habe deine Antwort übersetzt und weitergeleitet...der junge Mann ist so verzweifelt, er sitzt den ganzen Tag am Computer und sucht Rat auf allen französischen une englischen Foren, er kann einfach nicht akzeptieren, dass er in diesem Zustand ist.
Ich habe versucht ihm zu erklären, dass es nicht gut ist, so ständig am Computer zu hocken, aber bis jetzt vergeblich...

Mir geht es immer noch miserabel,aber es geht nicht anders als Ausharren , Akzeptieren, Hoffen...

Einige auf unserem Forum möchten es mit Bioresonanz versuchen. In Frankreich hat man nicht viel Ahnung davon , es ist ein ziemlich neues Konzept...Aber ich glaube, ihr kennt das schon in Deutschland. Was meint ihr dazu als Hilfe beim Absetzen und in der Zeit nach dem Absetzen ? Oder könnte das ehe negative Folgen haben ?

Auf unserem Forum finden viele toll, dass ich mit einem deutschen Forum austauschen kann und dass wir voneinander lernen. Z.B. Histaminintoleranz haben wir bei euch gelernt ! Aber passt anscheinen nicht auf Detoxifikation auf. Einige unsererMitglied haben manchmanl Mangelsymptome, weil sie sich durch Tees, zuviel Zitrone usw... detoxifiert haben.

Wir tauschen weiter aus ! :hug:

Ganz liebe Grüße
Sissi

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von LinLina » Sonntag, 29.01.17, 15:13

Liebe Sissi :-)

ich finde es auch schön, dass wir uns austauschen können und voneinander lernen.

was meinst du denn genau damit:
Aber passt anscheinen nicht auf Detoxifikation auf. Einige unsererMitglied haben manchmanl Mangelsymptome, weil sie sich durch Tees, zuviel Zitrone usw... detoxifiert haben.
Ich habe noch nicht gehört dass man Mangelsymptome durch detoxifizierung (Entgiftung?) bekommen kann, es wäre interessant darüber mehr zu erfahren.

Mit Bio-Resonanz kenne ich mich nicht gut aus, da melden sich vielleicht noch andere dazu.

Oft ist es wirklich am schwersten den Zustand zu akzeptieren ohne viel tun zu können :hug:

Liebe Grüße
Lina
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 29.01.17, 15:58

Hi.

Ich könnte mir vorstellen, Detoxifikation, Bioresonanz, Ausleitung ... - das alles triggert. Das wenige, was ich ausprobiert habe (Nahrungsergänzungsmittel lt. Psychokinesiologie) tat mir zumindest nicht gut.

Im Moment und nach langem Widerstand versuche ich auf Anraten von Userin Luna in meiner Verzweiflung mal reizarme Schonkost, arm an Entzündungsliberatoren. Kann sicher keinen Schaden anrichten. Weil sich der Mist (pardon) im Kopf tatsächlich anfühlt wie Entzündung. Medikamente, also Schmerzmittel, die ich natürlich (charakterlos) auch versucht habe, nützen so gut wie nichts. Über Erfolg oder Mißerfolg der Ernährungsumstellung kann ich noch nichts sagen, mach das erst eine knappe Woche.

Ich bin momentan ebenfalls ziemlich verzweifelt. Ich glaube aber nicht mehr an ein Wundermittel oder eine Wundermethode, die mir irgendwie helfen könnten. Ich habe es aufgegeben, das Internet zu durchforsten.

Ich vermeide auch, zu Ärzten zu gehen. Nachdem ich zweimal notfallmäßig in der Uni-Neurologie landete und dort nicht für ernst genommen wurde und als Schmerztherapie Amitriptylin bekommen sollte. Abgelehnt, damit habe ich mich natürlich nicht beliebt gemacht. Ich hatte das Gefühl, ich störte und war sowieso selber schuld. Bei meiner ehrlich angegebenen Vorgeschichte wurde mir ein SCHMERZMITTELMISSBRAUCH als Ursache meiner unerklärlichen Beschwerden angedichtet. Und am liebsten gleich in die Psychiatrie. Von Entzug wollten sie nichts wissen.

Wie Lina schon schrieb: Zustand akzeptieren, ohne viel tun zu können. Sauschwer.

Wenigstens finde ich hier im Forum Leidensgenossen. Mir hilft das sehr. Darauf ein stilles Wasser und ein Schüsselchen Reis mit Rapsöl!

VG von sleepless.
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los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

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Re: 9 Monate nach Absetzen / Bromazepam

Beitrag von sissi » Donnerstag, 02.02.17, 8:43

Hallo alle,

wieder eine sehr schlechte Zeit...habe jetzt festgestellt, dass es mir immer schlechter geht, wenn ich histaminreiche Nahrung gegessen habe. Gestern waren es eine hausgemachte Suppe mit Zwiebeln usw... die Nacht war schrecklich !

Muss halt meine Nahrung umstellen...ich habe mich dokumentiert, das ist sehr restriktiv. Da enstehen doch bestimmt Mangel,oder ? z. B. wo holt man sich da das nötige Vitamin C (keine Zitrufrüchte !),den Magnesium (keine Nüsse...), das Vitamin D (keine Sardinen, Heringe, Thunfisch, Makrelen...)

Und wie man man das , wnn man eingeladen ist oder im Restaurant essen muss, in den Ferien... das ist schon zum Verzweifeln!

Beom Absetzen und in derZeit danach, leiden viele auf unserem Forum an einer Erhöhung der Darmdurchlässigkeit . Ist das der Grund ? Das heißt, der Darm ist undicht und lässt so Stoffe, die normalerweise diese Darmbarriere nicht überwinden können, aus dem Verdauungstrakt in den Körper. So können Vergiftungn oder Abwehrreaktionen auflösen. Dann müssteman diese Darmbarriere wieder aufbauen aber wie ??? oder Antihistaminika einnehmen? oder daosin ?

Habt ihr Erfahrung mit diesem Darmproblem ?

Was die Detoxifikation betrifft, haben wir festgestellt, dass einige unserer Mitglieder immer strake Entzugssymptome haben,wenn sie Tees (Grüntee, Kamille, Lindnblüte...) oder zuviel Gemüse (Chicoree, Brokkoli, ...) oder Obst (insbesonders Kirschen, Apfel ...), einfach alles was die Leber detoxifiert... Eine Modeeratorin hat Recherchen gemacht und herausgefunden, dass man bis zu zwei Jahren nach dem Entzug nicht detoxifieren soll, sonst enstehen schwere Entzugssymptome.

Ganz liebe Grüße
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