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Moselaner: Zopiclon absetzen

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Moselaner
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von Moselaner » Donnerstag, 23.11.17, 13:04

LinLina hat geschrieben:
weg hat geschrieben:ich habe im moment schwierigkeiten zu fühlen, ob ich für meinen nächsten schritt gut genug stabilisiert bin,
bist du, glaub mir, der Körper merkt nicht den unterschied, von 0,15 mg , meine Erfahrung, meine Meinung ,mein wissen .
Da muss ich dir vehement widersprechen. Dein Körper mag vielleicht nicht den Unterschied von 0,15 mg merken, aber das gilt nicht für meinen Körper oder den vieler anderer hier. Ich bemerke Unterschiede von derzeit 0,1 mg mit starken Symptomen. Deine Meinung und Erfahrung kann ich so stehenlassen, aber finde es absolut nicht in Ordnung dass du es auf alle anderen beziehst und ihnen ihre Erfahrung abspricht. Woher willst du das wissen? Dieses Forum hier gibt es, weil eben viele nicht einfach mal eben absetzen können, sondern sich teils jahrelang quälen. Wenn das so einfach wäre, hätten wir nicht so viele tausend Mitglieder, fast täglich mehrere neue und zehntausende die jeden Monat anonym mitlesen :o

Nein, da hast du wirklich unrecht wenn du deine Erfahrung auf alle anderen ausdehnst.
Moselaner hat geschrieben:. hierbei möchte ich impliziert erwähnen, das ist meine Meinung u meine Erfahrung .


, meine Erfahrung, meine Meinung ,mein wissen .

liebe Lina,
dann hab ich mich immer noch nicht deutlich genug ausgedrückt und entschuldige mich dafür.

ich wollte dies, nicht auf die Allgemeinheit beziehen oder gar auf das ganze Forum , ich habe versucht zu sagen, das es meine Erfahrung ist, meine Meinung, mein wissen. (wissen, welches ich durch die Tatsache an sich, mir angeeignet habe)

ich könnte jetzt noch zu allen anderen punkten Stellung beziehen, aber das ist mir dann doch zu nervig.
ich sage es nochmal in aller Deutlichkeit, das alles was ich geschrieben habe, ist meine Erfahrung , und mit jedem tag, den ich mehr auf 0 bin, bestätigt mir dies.
Entzug ist bei mir eine willensfrage, ich wollte mich einfach nicht dahinter verstecken, es so langsam wie möglich auszuschleichen, um es so lange wie möglich zu nehmen. nein .
ich wollte davon loskommen. nicht im kalten Entzug, aber auch nicht 9 Monate lang.
der Gedanke, das ich es jetzt noch immer nehmen würde bei 10% alle 4 Wochen, erschrickt mich noch immer und beängstigt mich sehr.

ich habe nie bestritten, dass es einfach war, aber wenn dein Nervensystem, deine Gedanken, dein Gehirn komplett sich verändert, du es aber erst bemerkst, wenn du auf 0 bist, weisst du, wie schlimm es ist, das zeug zu schlucken.

ich persönlich, für meinen teil, hätte es nicht langsamer machen dürfen, ich glaub dann hätte ich sogar meinen sohn(den bezug zu ihm) verloren.

jeden tag, an dem ich zop geschuckt habe, war nicht nur ein verschenkter tag, nein, jeder tag hat mich mehr ins Unheil geworfen.
das merke ich jetzt erst, auch durch die Rückmeldungen :
m. du bist wieder wie früher.
m. du bist ja wieder normal
m.was war los mit dir.
m.du warst echt komisch
ich kann nun mal nur meine Erfahrung mitteilen, wäre ich in einer Testreihe, könnte ich auch nur so schreiben, von mir aus bin ich einer von 10.000 bei denen es so ist, wie bei mir, aber trotzdem ist es so bei mir.

ich wollte keinem auf die füße treten, mit meiner Meinung, das ein entzug nun mal ein entzug ist, vllt bin ich auch vom wesen her etwas anders, ich gehe dinge direkt zielorientiert an, baue zwischenschritte ein. vergeude keine zeit.
hin oder her, letztendlich haben wir alle das gleiche ziel.
weg mit dem zeugs, der eine so der andere so.

ich für meinen teil kann nur sagen, das es nicht zu schnell geschehen sollte, aber auch nicht zu langsam .
jedes suchtmittel ist anders, und jeder reagiert anders.
bei der nikotinentwöhnung ( ich habe am 28.08.16 aufgehört zu rauchen) gibt es nach meiner persönlichen Erfahrung nur einen weg : von heute auf morgen, aufzuhören)

so, ende für mich, ganz liebe grüße m.
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von weg » Donnerstag, 23.11.17, 13:25

hallo moselaner und linlina,

ich habe moselaners wirklich als seine erfahrungen wahrgenommen und habe jedoch dann bemerkt, dass es da zwischen mir, dem forum und ihm andere ansichten gibt. das hat mich verunsichert und darum habe ich am schluss hingeschrieben, dass vielleicht jemand vom team mir hier auch noch eine antwort geben kann. ich wollte euch auf keine weise gegeneinander ausspielen, das würde mir leid tun.

moselaner, du machst und spürst es gut für dich und du bist so originell.

linlina, danke für deine argumente. ich sehe nun etwas klarer.

mir ist es nun gut so und ich möchte keine grosse diskussion anzetteln.

ich habe euch beide :hug:

danke
weg
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von Moselaner » Donnerstag, 23.11.17, 13:34

weg hat geschrieben:moselaner, und du bist so originell.
hallöchen,
was meinst du damit?
lg m.
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von weg » Donnerstag, 23.11.17, 13:40

hallo moselaner
hallöchen,
was meinst du damit?
:D

im positiven sinn. hoffe du verstehst es nicht falsch. einfach auf lustige art ernst.

herzlich
weg
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 23.11.17, 13:44

Hallo moselaner :-)

Ist gut :hug: es ist nicht nötig, auf alle Punkte einzugehen. Für mich klangen einfach viele Sätze sehr allgemeingültig, da du sie nicht in ich-form geschrieben hattest, deswegen habe ich mich angesprochen gefühlt bzw. klang es so, also ob du deine vorgehensweise generell für alle anderen empfiehlst. Du hast es jetzt nochmal deutlich gemacht dass dies deine persönliche Erfahrung ist, und das ist für mich in Ordnung.

Ich habe ja selbst das Benzo vergleichsweise zügig abgesetzt,und das hat letztlich auch gut geklappt, ein längerer Entzug mit Lorazepam hätte für mich nicht funktioniert wegen der starken minientzüge, und ich hatte Glück dass meine Entzugssymptome vom Benzo sehr schnell besser wurden.

Nur verallgemeinern kann man das nicht, das zweite Medikament muss ich eben ganz langsam absetzen, egal wie sehr ich unter den Nebenwirkungen leide :evil: ich wünschte so sehr, es wäre anders.

Ich kann so gut nachvollziehen wie wichtig es für dich war, das Zopiclon zügig weg zu bekommen.

Liebe Weg :-)

keine Sorge - ich hatte meinen Beitrag schon geschrieben, bevor ich deine antwort gesehen habe, ich habe also nicht wegen dir geschrieben, sondern weil ich mich angesprochen gefühlt habe mit meiner notwendigen langsamen Vorgehensweise und auch für andere, die den Beitrag lesen war mir wichtig zu schreiben, dass viele eben das ganz langsame Abdosieren brauchen um gut von den Medikamenten weg zu kommen.

Es ist ja gut, verschiedene Meinungen und Erfahrungen zu lesen, schau einfach was auf dich zutreffen könnte und passt. Ein Entzug ist ja auch eine große Chance, das eigene Bauchgefühl und Achtsamkeit für den eigenen Weg zu entwickeln :)

Liebe Grüße :group:
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Eva
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von Eva » Donnerstag, 23.11.17, 14:12

Hallo,
der psychische Faktor spielte hier eine rolle, ich brauchte das Gefühl, etwas zu nehmen, den bitteren Geschmack. der hat mir ein Gefühl der Sicherheit gegeben.
Das kenne ich nur zu gut von jeglichem Benzogebrauch und sogar von Schmerzmitteln etc., darin sehe ich für mich glasklar eine psychische Abhängigkeit - die sich natürlich mit der körperlichen vermischen kann.

Um zur häufigen Anwesenheit im Forum noch mein kleines Scherflein beizutragen: Ich habe vergleichsweise wenig Ablenkung in meinem nicht ganz problemfreien Alltag, wir sind zu zweit allein ... Da bleibt mir einiges an Zeit übrig. Wer viel um die Ohren oder jede Menge Familie, Freunde, Aktion um sich hat, braucht das Forum halt nicht so. Zum Glück hat jeder die Freiheit, die Forumszeit so knapp oder reichlich zu gestalten, wie es zu ihm passt.

Ich selbst freue mich immer wieder, teilzunehmen, und hier ist eigentlich auch immer jemand da; ich finde das tröstlich. Ja, mir ist das Forum Information und Hilfe, aber abgesehen vom Entzug auch Trost.

LG Eva
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von Moselaner » Freitag, 22.12.17, 22:56

:bettzeit:
Zuletzt geändert von Moselaner am Freitag, 22.12.17, 23:02, insgesamt 1-mal geändert.
Hier die Krankengeschichte
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Seit 01.07.17: 1,875 mg Zopiclon
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Seit 01.08.17: 1,125 mg Zopiclon
Seit 07.08.17: 0.9375 mg Zopiclon
14.8.17: 0,7 mg Zopiclon
21.8.17: 0,5 mg Zopiclon
28.8.17: 0,25mg Zopiclon
01.09.17: 0,1 mg Zopiclon
04.09.17: 0mg Zopiclon

Hier der Verlauf meines Entzugs:
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von Moselaner » Freitag, 22.12.17, 23:00

Hallo ,

Mal wieder ein kurzer Bericht von mir .
Diesmal von meinem morphium Entzug.
Der ist nicht so einfach . Ich bin seit einer Woche wieder stationär in der Psychiatrie zum Entzug.
Aktuell bei
1 mg morgens Und
2 mg abends
Somit auf einem guten Weg.
Morgen geht es auf 1 mg abends .
Kämpfe mit absolut heftigen Entzugs Symptome.

Wenn es jemand interessiert können wir einen extra Thread aufmachen u ich Berichte haar genau mit der dosierung des morphium u vor allem mit den medis zur Unterstützung.
Hatte
Schüttelfrost Krämpfe juckreiz

Wünsche euch von Herzen ein schönes Weihnachtsfest.
LG aus Frankenalbkliniik engelthal m.
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von Murmeline » Samstag, 23.12.17, 9:43

Hallo Moselaner,

es gibt ja den Forumsbereich Erfahrungsberichte. Hier könntest du einen Bericht dieses Entzuges einstellen.

Grüße, Murmeline
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von Moselaner » Mittwoch, 07.11.18, 8:41

Hallo ihr lieben mitlesenden ,
es ist jetzt fast genau 1 jahr her ( sogar etwas mehr ) seit ich auf 0 mg Zopiclon bin.

ich dachte, ich melde mich mal kurz.
mein schlaf ist soweit ok. ich schlafe zwar nie durch, bin aber zufrieden mit insgesamt 6 bis 7 stunden u mittags 1 stunde.

was mir aufgefallen ist, seit meiner Abhängigkeit bzw seit ich auf 0 bin :
der Alkohol wirk anders, und zwar vertrage ich deutlich mehr, werde gar nicht betrunken, und habe auch fast keine lust mehr auf Alkohol( dieses jahr vllt 6 mal was getrunken )
das versteh ich nicht . hab früher immer gern im fussballstadion (davor u danach) was getrunken. derzeit überhaupt nicht.
es schmeckt auch nicht. als hätte sich mein Gehirn mein Körper umprogrammiert. voll blöd.
lg m.
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Seit 07.08.17: 0.9375 mg Zopiclon
14.8.17: 0,7 mg Zopiclon
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Re: Zopiclon absetzen

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 07.11.18, 9:23

Hallo Moselaner, :)

danke für dein Update und klasse, dass die Benzos immer noch der Vergangenheit angehören. :party2:

Das mit dem Alkohol kann ich bestätigen, wenngleich ich nie viel getrunken habe.
Ich vertrage ihn nicht mehr und er schmeckt auch nicht mehr und vor allem wirkt er auch nicht mehr so wie früher; da konnte ich mich ein wenig anschuckern.

Jetzt macht er mich müde, deprimiert und niedergeschlagen und alleine das ist völlig ausreichend, ihn überhaupt nicht trinken zu wollen.
Manchmal bedauere ich das, ich habe gerne mal ein gutes Glas Rotwein genossen, aber es ist ja nicht zu ändern.

Dir weiterhin alles Gute :)
Jamie
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