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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Donnerstag, 19.10.17, 12:23

Hallo Ute,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Mit welchen Schwierigkeiten hast Du beim Reduzieren zu kämpfen?
Auch Dir alles Gute!

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Donnerstag, 19.10.17, 12:45

Hallo Micha,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag!

Du hast schon viel erreicht beim Reduzieren, dazu herzlichen Glückwunsch!

Das ist ja wirklich erfreulich, dass sich dein Diabetes bessert und Du weniger Insulin brauchst. Das macht Dir sicher Mut beim weiteren Reduzieren.
Ermutigend ist auch, dass Dein Partner Dich unterstützt, das ist nicht selbstverständlich. Danke für den Hinweis auf den Angehörigen Thread, momentan ist das noch zu früh für meine Partnerin, aber wenn die Zeit reif ist schon.

Vielen Dank auch fürs Mut machen!

Alles Gute für Dich und Deine Familie!

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Montag, 04.12.17, 14:07

Hallo,
ich habe eine Frage ans Forum. Wäre eine Umstellung von Amisulprid auf Sulpirid sinnvoll? Sulpirid ist ein schwächer wirksames NL, ich nüsste wohl erstmal deutlich mehr als 100mg nehmen. Aber vielleicht könnte ich später schonender reduzieren? Natürlich müsste mein Arzt einverstanden sein, daran könnte es scheitern.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 04.12.17, 22:13

Hallo Udo, :)

solche Umstellungen sind sehr riskant.
Wenn nicht eine absolute medizinische Notwendigkeit dafür besteht, würde ich es bleiben lassen.
Wir lesen hier so oft, dass solche Wechsel schief gehen, dass ich ein solches Vorgehen nicht empfehlen kann, es sei denn es liegen wirklich ungewöhnliche Umstände vor.

Es ist mir auch nicht ersichtlich, weswegen das Entwöhnen von Sulpirid problemloser / "einfacher" sein sollte als das vom Amisulprid; das ist ein wenig Äpfel mit Birnen vergleichen :roll: .

Möglicherweise ist die neuroleptische Potenz von Sulpirid tatsächlicher schwächer als die von Amisulprid, aber das löst den Umstand ja nicht auf, dass dein Gehirn nach Amisulprid geiert (und davon auch entwöhnt werden muss) und eben nicht vom Sulpirid, zumal da auch ein Wechsel zuvor bereits in die Hose gehen könnte und dich mit einem destabilisierten ZNS zurück lassen könnte, noch ehe du ans Ausschleichen denkst. Also ich würde das nicht tun.

Grüße
Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Neverthelessw11 » Dienstag, 05.12.17, 9:35

Guten Morgen,

Ich würde mich Jamie anschließen. Ein Medikamentenwechsel ist immer mit einem Risiko für Körper und Psyche verbunden - und damit Spiele ich nur auf die zusätzliche Reizung des eh schon Leid geplagten ZNS an und nicht auf eine mögliche Unverträglichkeit.
Wie ich dich verstehe möchtest du den Wechsel aufgrund der !hypothetischen! Chance, dass der Entzug !möglicherweise! ein !klein wenig! Einfacher wird. Also mir wäre das definitiv ein zu großes Risiko für eine viel zu unklare Chance. Außerdem müsstest du das umdosieren ja auch erstmal machen sprich Medikament A reduzieren und B einschleichen. Auch das könnte schon einen geringfügigen Entzug auslösen. Und wenn du das ZNS-schonend machen willst dauert auch das seine Zeit. Diese Zeit würde ich persönlich lieber darein investieren in aller kleinsten Schritten abzusetzen.

Liebe Grüße,
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Dienstag, 05.12.17, 11:57

Hallo Jamie, hallo Never,
vielen Dank für eure eindeutige Einschätzung! Ich werde bei Amisulprid bleiben und versuchen, ganz langsam weiter zu reduzieren.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 05.12.17, 20:48

Udo hat geschrieben:Hallo,
ich habe eine Frage ans Forum. Wäre eine Umstellung von Amisulprid auf Sulpirid sinnvoll? Sulpirid ist ein schwächer wirksames NL, ich nüsste wohl erstmal deutlich mehr als 100mg nehmen. Aber vielleicht könnte ich später schonender reduzieren? Natürlich müsste mein Arzt einverstanden sein, daran könnte es scheitern.

Viele Grüße Udo
Wäre nur sinnvoll, wenn es Sulpirid in kleineren Dosen gäbe als Amisulprid . Chemisch sind sie eng verwandt. Es gibt aber weder bei Dareichungsform noch bei den Lösungen einen Vorteil.)*

liebe Grüße Arian

)`Um retardiertes Oxycodon abzusetzen wurde ich auf Tilidin umgestellt, ein anderes retardiertes Opioid, das jedoch in kleineren Dosen erhältlich ist. Manchmal macht das Sinn.
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Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Dienstag, 05.12.17, 22:41

Hallo Arian,

meine Überlegung war, dass Sulpirid erstmal höher dosiert werden müsste, dann aber in grösseren Schritten reduziert werden könnte. Aber ich weiss natürlich auch nicht, wie ich Sulpirid vertragen würde.

Ein großes Problem ist nach wie vor, meine Frau und den Arzt von einer weiteren Reduzierung zu überzeugen. Wenn ich nicht den Diabetes bekommen hätte, könnte ich die Medikation akzeptieren. Aber so werde ich früher oder später insulinpflichtig. Das ist einfach eine Horrorvorstellung für mich.
Mir ist aber auch bewusst, dass ein weiteres Reduzieren Risiken birgt mit ungewissem Ausgang. Ich frage mich, wie stark mein Vertrauen ist, dass das gut geht. Ich weiss es einfach nicht.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.12.17, 22:58

Hallo Udo, :)

also dann sieh es doch als Langzeitprojekt und setze nur extrem langsam ab.
Ich glaube auf jeden Fall, dass du gesundheitlich davon profitieren könntest; Psychopharmaka greifen in den Stoffwechsel ein und lähmen diesen oft; die Folge sind Übergewicht, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte.
Dein Diabetes könnte ein ungewolltes Mitbringsel des Amisulprids sein :( .

Ich denke wenn du es sehr langsam angehst und sich dann erste Erfolge einstellen und auch dein Umfeld mitbekommt, dass es dir nicht schadet, ändert sich vielleicht die Haltung deiner Frau / deines Arztes.
Letztlich ist es dein Körper, deine Verantwortung und dein Leben!
Auf Insulinspritzen hätte ich persönlich auch keine Lust.. :oops:

Neuroleptika verursachen in der Langzeiteinnahme kognitive Störungen, Gefühlsabflachung, Gehirnschwund und möglicherweise irreversible Schäden in Form von Spätdyskinesien und extrapyramidal-motor. Störungen.
Ich finde es ein wenig egoistisch von deiner Frau, dich weiter diesen Risiken auszusetzen.
Das kann doch auch nicht in ihrem Interesse sein, wenn die Gesundheit so leidet?

Was hältst du denn davon in einem ersten Schritt auf 95mg zu gehen und das für 8 Wochen zu halten und einfach mal zu schauen, wie es sich anfühlt?
Das sind 5% weniger.

Schönen Abend
PS. Ich möchte dich keinesfalls bequatschen abzusetzen, das entscheidest nur du alleine.
Ich wollte nur auch die gesundheitlichen Vorteile nennen, die eine niedrigere Dosis mit sich bringt.
Wir sagen bei Neuroleptika immer, jedes mg weniger ist ein gesundheitlicher Gewinn!
Das Ziel muss ja viellicht auch gar nicht komplette Amisulprid-Freiheit sein, sondern vielleicht einfach erst einmal nur eine niedrigere, aber noch wirksame Dosis (?) (!)

Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Mittwoch, 06.12.17, 12:33

Hallo Jamie,

danke fürs Mutmachen! Ich habe nächste Woche einen Arzttermin. Mal sehen, wie der Arzt auf meinen Reduzierwunsch reagiert. Ich will auch noch das Gespräch mit meiner Frau suchen. Das wird sicher schwierig, da meine Frau einen langen Klinikaufenthalt in 2013 miterlebt hat. Das steht immer im Hintergrund und schreckt meine Frau natürlich ab. Sie will das nicht wieder erleben, mich so hilflos zu sehen. Ich kann das natürlich verstehen. Ja, es sind so viele Aspekte, die mir durch den Kopf gehen und die es nicht einfach machen, zu einer Entscheidung zu kommen. Im Gegenteil, es lähmt mich zusehends und macht mich fast unfähig zu entscheiden. So lange ich nicht innerlich die Gewissheit habe, dass ein weiteres Reduzieren gelingen kann, werde ich erst mal bei den 100mg bleiben.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Dienstag, 19.12.17, 11:40

Hallo ins Forum,

ich habe mit meiner Frau nochmals gesprochen und sie ist einverstanden, wenn ich ganz langsam weiter reduziere. Auch der Arzt ist einverstanden. Das ist wirklich sehr erfreulich für mich, da ich mir diese Zustimmungen sehr gewünscht habe. Ich werde jetzt wie Jamie es mir vorgeschlagen hat, um 5mg reduzieren, jedoch alle 12 Wochen. Das ist sehr, sehr langsam! Ich brauche für das Ausschleichen, falls es dauerhaft klappt, 5 Jahre! Das ist eine lange Zeit, allerdings besser langsam als zu schnell.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Dienstag, 19.12.17, 14:50

Hallo Udo,

Glückwunsch, dass du die beiden mit im Boot hast!
Deinen Plan extrem langsam auszuschleichen finde ich auch gut, ich wünschte, ich hätte die gleiche Geduld beim Absetzen meiner 200mg Amisulprid. Aber da ich noch Kinder will und die biologische Uhr bei mir tickt, werde ich etwas schneller reduzieren. Morgen ist der nächste Reduktionsschritt bei mir dran. Ich hoffe, du freust dich dann auch so sehr über deine Reduktionsschritte, und ich drücke dir die Daumen, dass sogar dein Diabetes auch wieder besser wird.

Liebe Grüße
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Mittwoch, 20.12.17, 11:34

Hallo Katja,

vielen Dank fürs Mutmachen! Ich wünsche Dir, dass Du schneller reduzieren kannst und auch dein Kinderwunsch noch in Erfüllung geht.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Freitag, 23.03.18, 17:22

Hallo,

das Reduzieren von 100mg auf 95mg mit flüssigem Amisulprid hat nur kurz funktioniert. Dann konnte ich nicht mehr gut schlafen und mein Psychiater hat mich auf 400mg erhöht. Ich bin etwas verzweifelt und ratlos. Ist 100mg einfach die absolute Untergrenze oder gibt es eventuell eine Lösung?
Mein Arzt und meine Frau wird da wahrscheinlich ein Veto einlegen. Was soll ich nur machen? Mein Diabetes als Folge der Neuroleptikas steht kurz vor der Insulinpflicht. Gibt es ein atypisches Neuroleptikum, das blutzuckerneutral ist? Dann könnte ich die Neuroleptikas akzeptieren, wenn ich keinen Zucker hätte. Aber so fällt mir die Akzeptanz sehr schwer bis fast unmöglich. Soll ich das Reduzieren aufgeben? Soll ich halt einfach Insulin spritzen? Ich habe einen Horror vorm Spritzen. Diese totale Abhängigkeit vom Insulin. Ich will das nicht. Gibt es wirklich keinen Ausweg?

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 23.03.18, 19:12

Hallo Udo,

es tut mir leid,dass die Reduktion nicht funktioniert hat.
Aber warum hat dein Psychiater gleich auf 400 mg erhöht ?
Hattest du psychotische Symptome ?

Leider wirken Neuroleptika auf den Stoffwechsel ein, ob das bei einem anderen Medikament besser wäre, kann dir vorher wohl niemand genau sagen. Allerdings kann eine Umstellung auf ein anderes Medikament auch schwere Probleme machen.
Damit wäre dir ja leider auch nicht geholfen.

LG Ute
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Flummi » Samstag, 24.03.18, 9:23

Hallo Udo,
es gibt vor allem einen Ausweg: Du darfst beim Arzt selbst entscheiden, ob Du etwas möchtest und Du darfst seine Empfehlung auch ablehnen. Du kannst eigene Meinungen einbringen und wenn Dir etwas nicht passt, musst Du gar nicht hingehen.Du kannst Dir auch Zweitmeinungen einholen, Du kannst Dir Meinungen von anderen Fachärzten einholen, etp pp.... Am Ende ist es Deine Krankenkasse, die seinen Job zahlt.

Es zwingt Dir doch niemand etwas auf, sondern es funktioniert subtil über dieses "Halbgötter in Weiss", wo man in alles einlenkt. Es ist völlig verständlich, dass du nicht Diabetes von Medikamenten bekommen möchtest. Wahrscheinlich möchte Deine Frau auch nicht, dass Dein Diabetes sich verschlechtert.

Vielleicht ist Deine Verzweiflung eine Antwort auf die Entscheidung, die Du mit mulmigem Gewissen Dir selbst gegenüber getroffen hast? Ich merke immer mehr, dass Selsbtfürsorge sehr, sehr wichtig ist...
Meine Ärztin will mich übrigens auch erhöhen, einfach nur zur Vorsorge für schlechtere Zeiten. Aber ich habe kein Interesse dran, ebenso wenig wie mein Mann.

Herzliche Grüße und alles Gute,
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Samstag, 24.03.18, 18:35

Hallo Ute,

ich hatte nur schlechteren Schlaf und habe dann etwas Panik bekommen. Daraufhin hat der Arzt meine Dosis stark erhöht. Psychotische Symptome hatte ich noch nicht.

Hallo Claudia,

es war einfach Angst da vor einer Verschlechterung. Und der Arzt geht halt auf Nummer sicher. Meine Frau beobachtet mich auch genau und merkt sofort wenn ich schlechter schlafe. Zudem bin ich nicht mehr allein. Ich habe Frau und Tochter und muss stabil bleiben. Klinik wäre der absolute Horror.
Vielleicht nehme ich einen neuen Anlauf.

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von padma » Montag, 26.03.18, 19:31

hallo Udo, :)

vielleicht hätte eine weniger starke Erhöhung ausgereicht.

Wenn es keine Frühwarnzeichen für eine Psychose gibt, kann man m.E.n. schrittweise erhöhen, bis der Schlaf wieder passt.
Möglicherweise könntest du, wenn du jetzt wieder gut schläfst einen grösseren Reduktionsschritt machen.
Aber du kennst dich da am besten.

liebe Grüsse,
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Montag, 26.03.18, 20:07

Hallo Padma,

vielen Dank für deine Antwort. Ich warte erstmal ab.

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