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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von carlotta » Dienstag, 16.01.18, 21:10

Liebe Ilse,

ich wollte nur kurz etwas anmerken, evtl. hilft Dir das ja, diese sich auch körperlich anfühlende Angst (und körperlich ist sie schließlich) besser einzuordnen.

Die Botenstoffe (allen voran Cortisol), die frühmorgens ausgeschüttet werden, um den Körper auf den Tag (mitsamt seinen Herausforderungen) vorzubereiten, werden im Entzug nicht in gewöhnlichen Mengen ausgeschüttet, sondern völlig "übertrieben" hoch. Deswegen reagiert man so fertig, verängstigt, panisch. Und wenn der Spiegel gegen Abend sinkt, kommt man ggf. etwas zur Ruhe.

Diese völlig überzogene Ausschüttung von Stresshormonen rührt daher, dass der Körper sich entzugsbedingt häufig im Alarmzustand befindet, auch hervorgerufen durch das extrem hohe Stresslevel, das Dosisveränderungen oder gar Kaltabsetzen mitsamt den dadurch angestoßenen Kettenreaktionen auslösen können. Alles geht drunter und drüber im Nervensystem, allein durch die Großbaustelle, die da für den Körper überraschenderweise eröffnet wurde.

Dieser sog. "Fight-or-Flight"-Modus ist ein Zustand, den man normalerweise nur in Zeiten sehr großer Gefahr erlebt - also bspw. bei unseren Vorfahren, wenn der Säbelzahntiger um die Ecke kam. Dann schüttet der Körper verstärkt diese Unmengen an anregenden Botenstoffen aus, um gewappnet zu sein für Kampf oder Flucht. Und wenn die Gefahr vorüber ist, ist es dann auch wieder gut, der Spiegel sinkt.

Im akuten Entzug ist quasi während eines Großteils des Tages "Säbelzahntiger-Zeit". So verhält sich jedenfalls der Körper, obwohl im Außen keine reale Bedrohung lauert, die solch eine heftige Reaktion erklären könnte. Wohl aber im Innen, wo alles gar nicht mehr rund läuft im ZNS. Das lässt sich leider kaum steuern, da fährt der Körper seine Eigendynamik.

Leider powern sich die Nebennieren in diesem ganzen Prozess auch ziemlich aus. Aber auch das sollte sich, wie so vieles andere durch dem Entzug hervorgerufene auch, früher oder später wieder regulieren.

Man kann es nicht ausschließen, dass die Reduktion (zumindest vorübergehend) zusätzlich Symptome hervorruft; trotz langer HWZ evtl. auch schneller, denn die körperlichen Reaktionen sind gerade im Entzug oft so unberechenbar und ungewöhnlich. Ich selbst habe auch schon Reaktionen auf Minireduktionen kurze Zeit später erlebt, obwohl sie erst nach einigen Tagen hätten spürbar werden dürfen. Und ein anderes Mal kamen die Reaktionen tatsächlich erst später; es kann phasenweise recht unterschiedlich sein. Man verstoffwechselt auch nicht immer gleich.

Derartige auch frühere Reaktionen auf eine Reduktion, sei sie noch so klein, können passieren, selbst wenn man ein Mittel eigentlich nicht mehr so gut verträgt. Eben weil trotz allem wieder eine neue Herausforderung für ein bereits sehr angeschlagenes ZNS entsteht. - Ob Du es gar nicht mehr verträgst, darüber kann man aktuell nur spekulieren. Ich wollte Dir das als Überblick nur mal darlegen. Ich denke, ich hätte auch eine Reduktion versucht an Deiner Stelle.

Man braucht halt leider nur immer Unmengen an Geduld, um all das durchzustehen. :hug:

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Zuletzt geändert von carlotta am Dienstag, 16.01.18, 22:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Dienstag, 16.01.18, 21:46

Liebe Foris,

heute ging es mir total schlimm den ganzen Tag. Deutlich schlechter. Total zittrig - nicht nur innerlich.
Habe ja vor 3 Tagen reduziert von 0,9 mg auf 0,87 mg. Aber bei Fluox. ist es doch unmöglich, dass sich jetzt schon eine
solche Wirkung zeigt !
Jetzt weiss ich nicht, ob ich dabei bleiben soll.

Ausserdem habe ich das Magnesium vor ca. 14 Tagen gewechselt. Bislang nahm ich (380 mg) Magnesium+ (640 mg) Calcium
von Kneipp.
Und seit ca. 3 Wochen Magnesium (St.Bernhard -Magnesiumoxid ), zuerst 1x 400 mg, dann oft auch 800 mg.

Und unregelmässig von St.Bernhard Acerola - Kapseln ( 400 mg Acerola + 70 mg Viamin C )

Fischölkapseln musste ich schon absetzen, nicht vertragen, seitdem juckende Stellen am Körper verschwunden.
Eigentlich habe ich ja gar nichts mehr vertragen können.

Vielleicht habe ich aus Unwissenheit wieder etwas Falsches genommen oder zuviel - keine Ahnung.
Eventuell gibt es Erfahrungen dazu. In dem entsprechenden Themenbereich hier im Forum habe ich nichts gefunden.
Hatte mich dort eigentlich vorher informiert.

Ich überlege, alles wegzulassen. Mein Gott - ich habe das Gefühl, ich mach nur noch Drama !
Es tut mir sehr leid, euch schon wieder mit sowas zu nerven. Aber der grosse Fehler mit dem Kalt - Absetzen steckt mir
noch tief in den Knochen !

Liebe Grüsse
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Dienstag, 16.01.18, 22:17

Liebe Carlotta,

ich habe deine Antwort nicht gesehen, weil ich selbst nochmal geschrieben habe. Danke, dass du dir soviel Zeit genommen hast,
mir die Vorgänge im Körper noch einmal so genau zu erkären.

Dann scheint es nicht ausgeschlossen zu sein, dass doch die Reduzierung dafür verantwortlich ist. Das ist schon mal
beruhigend. Das kann ich einordnen.
Was mich so furchtbar erschreckt ist, dass es immer schlimmer wird. Ich dachte, es beruhigt sich so langsam.
Gegen Abend kehrte oft ein bischen Ruhe ein und wenn ich mal eingeschlafen bin, war nichts.
Beobachte schon länger, dass sich das veränderte, auch abends Cortisol nach dem Aufwachen. Aber nicht so extrem wie heute.
Mein ZNS muss ja völlig durcheinander sein

Nochmals vielen Dank

Liebe Grüsse
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von gelblack » Mittwoch, 17.01.18, 7:04

Guten Morgen Ilse

Ich hatte im Entzug immer das Gefühl, dass für meinen angeschlagenen Organismus NUR Wasser am besten wäre. Ich hatte eine Histaminintoleranz und hatte erst garnicht angefangen NEMs auszuprobieren.
Erst nach Null dachte ich daran meinen Körper zu entgiften und startete ein Algenpräparat. Spirulina bio in kleinster Dosis eingenommen hatte verheerende Auswirkungen bei mir. Ich hatte wieder alle Symptome des Absetzens und es ging mir echt schlecht. Einnahme gestoppt und der Spuk war 2 Tage später vorbei.
Ich denke das Nervensystem ist so überreizt durch das Ausschleichen, dass alle Zusatzstoffe unangenehme Reaktionen hervorrufen können.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dir die Magnesium Umstellung zu schaffen macht. Hier die Dosisänderung und Änderung der Verabreichung über die Haut. Ich würde das Magnesium mal komplett weglassen und schauen, ob sich eine Linderung deiner Symptome einstellt. Vielleicht liegt es an der Menge, oder es hat sich eine Unverträglichkeit entwickelt. Auch das wäre möglich … ich wünsche dir alsbaldige Entspannung!!

Take Care :hug:
gelblack
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von gioia » Mittwoch, 17.01.18, 12:37

Liebe Ilse

es tut mir sehr leid zu lesen, dass es dir schlechter geht!!

Ich möchte den Tipp von gelblack mit dem reinen Wasser unterstützen! Kein, Tee, kein Saft, kein Mineralwasser, sondern nur reines Wasser und möglichst viel davon. (Wasser ist bester elektrischer Leiter im Körper)

Was mir auch teilweise hilft, sind die Passionsblumendragees von Dr. Böhm (425mg), nicht die Tropfen!
Bin auch sehr vorsichtig mit allem jetzt!

Hast du schon das Kokosöl probiert?

Ich weiß, klingt alles etwas hilflos bei den Megasymptomen, aber es gibt ja nicht viel was wir probieren könnten!?

Wünsche dir ganz baldige Besserung :hug:
Gioia
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2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 17.01.18, 12:58

Liebe Goia,
liebe Ilse,

das mit dem Wasser ist wirklich wichtig, das sehe ich genauso (möglichst stilles).

Auch Kokosöl ist super, auch fürs Immunsystem, sofern man es verträgt (bio und nativ ohne irgendwelche Zusätze).

Auch von Passionsblume halte ich viel, meine mich aber zu erinnern, dass Du, Ilse, solche Präparate nicht gut vertragen hast. Oder verwechsle ich Dich jetzt? Dann tut es mir leid.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 18.01.18, 9:14

Hallo gelback,

vielen Dank, das du dich gemeldet und von deinen Erfahrungen berichtest hast. Ich hätte dir gern gleich geantwortet,
aber es ging gestern gar nicht. Bitte entschuldige.
Das hört sich ja sehr schlimm an - welch eine bittere Erfahrung nach 0 ! Gut, dass es wenigstens schnell vorbei ging.

Ich lasse alles weg, denke aber doch, dass es vor allem an der Dosisändung liegt.
Ich habe nur nicht verstanden, was du meinst mit "Änderung der Verabreichung über die Haut" ?
Meinst du damit, ich sollte es mit Magnesiumöl versuchen ?

Ich habe aber auch schon gemerkt, dass Wasser mir am besten bekommt.

Ganz liebe Grüsse
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 18.01.18, 9:47

Liebe gioa, liebe Carlotta,

auch euch beiden vielen Dank !
Das ich alle Säfte und Tees weglassen sollte, war mir auch nicht so klar. Ich trinke gern einfach Leitungswasser, das ist doch auch
in Ordnung, oder muss es unbedingt stilles Mineralwasser sein ?

gioia, was meinst du mit " leitet am besten" ? Ich bin im Moment total begriffsstutzig ! Was soll es leiten ?
Deinen Rat mit mit dem Koksöl hatte ich gleich befolgt. Ich reibe es auf den Solar Plexus und esse ein bischen davon.
Wie oft machst du das denn ? Oder benutzt du es anders ?

Carlotta hat leider recht - Passionsblume vertrage ich nicht.
Mich erschreckt nur, wie heftig sich alles bemerkbar macht. Mal sehen, ob es sich wieder beruhigt.
Ich hoffe es so sehr.

Vielleicht könnte mir jemand die Zitierfuktion erklären ? Ich kriegs immer noch nicht hin.

Liebe Güsse
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 18.01.18, 11:03

Hallo Ilse,
zitieren funktioniert wie folgt: entweder, du klickst bei dem Den Du zitieren willst oben auf die Gänsefüßchen, dann wird er komplett übernommen. Du kannst ihn im Antwortformular dann aber bearbeiten und zB auch Teile löschen, wenn du nur einen Satz zitieren willst.

Oder du kopierst Dir einen Satz raus, den du zitieren willst, öffnest das Antwortformular und fügst ihn im Antwortformular ein. Dann den Satz mit der Maus markieren und auf das Zeichen mit dem Text in Gänsefüßchen klicken. Dann steht quote in eckigen Klammern vor und unter dem Text und es wird in deiner Antwort dann in so einem "Zitierkästchen" angezeigt.

Liebe Grüße Gwen
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von gelblack » Donnerstag, 18.01.18, 12:17

Liebe Ilse

Ja, da hast du Recht. Da hatte ich Fischöl mit Magnesium verwechselt. Obwohl der Ansatz Magnesium Öl anzuwenden eventuell schonender für dich wäre, als Tabletten einzunehmen. Magnesium Öl gibt es hier in Bayern beim dm Drogeriemarkt.
In Sachen Wasser trinke ich Leitungswasser. Kommt auf die Leitungen an. Ich wohne in einem Neubau und die Wasserqualität wird regelmäßig geprüft. Bei Altbauten würde ich stilles Wasser vom Supermarkt verwenden. Ich mag beispielsweise gerne 0,5l warmes Wasser in der Früh. Das tut meinem Bauch gut.

Ja, es ist ein steter Kampf mit den erneuten Entzügen bei jeder Absetzrunde. Da hilft nur die Zeit mit viel Geduld und Ruhe. Aber die Zeit verfliegt und ich kann für mich sagen, dass es mir schon richtig gut geht und der größer werdende Abstand zur Null zeigt wie sich mehr und mehr eine Erholung des ZNS einstellt.

Pass gut auf dich auf ... :hug:

Liebe Grüße
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 18.01.18, 14:38

Hallo Ilse,

dritte Zitiermöglichkeit:
Wenn Du bereits ein neues Textfeld zum Antworten geöffnet hast, kann Du weiter unten die vorherigen Beiträge sehen.

Dort markierst Du dann die Passage, die Du zitieren willst und klickst auf das Symbol mit den Anführungszeichen rechts oben im zugehörigen Beitrag. Dann wird nur die markierte Passage in Deinen neuen Beitrag übernommen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Zuletzt geändert von carlotta am Donnerstag, 18.01.18, 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 18.01.18, 14:50

Hallo Ilse,

noch zu Deiner Frage an Goia :) , ich antworte einfach mal:
Jofab hat geschrieben:
Donnerstag, 18.01.18, 9:47
gioia, was meinst du mit " leitet am besten" ? Ich bin im Moment total begriffsstutzig ! Was soll es leiten ?
Ich denke, sie meint die elektrische Leitfähigkeit im Körper, als "Kommunikation" zwischen Zellen etc. Dort spielen ja nicht nur biochemische Prozesse eine Rolle, sondern auch elektrische Impulse.
Jofab hat geschrieben:
Donnerstag, 18.01.18, 9:47
Das ich alle Säfte und Tees weglassen sollte, war mir auch nicht so klar.
Ich trinke übrigens häufiger Tee, aber muss schon schauen, was ich vertrage. Diverse Sorten, die früher gingen, gehen jetzt im Entzug nicht mehr. Stark verdünnte Säfte trinke ich auch mal, mittlerweile aber sehr selten. All das ist wie immer auch eine individuelle Geschichte.

Liebe Grüße :group:
Carlotta

P. S.: Ich benutze Kokosöl äußerlich und innerlich. Innerlich u. a., weil es mein Immunsystem gut unterstützt.
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 18.01.18, 18:50

Hallo gelblack,
nochmal danke ! Ich freue mich sehr für dich, dass es sich stetig verbessert bei dir. Davon bin ich leider im Moment noch weit
entfernt. Mir macht das Alleinsein plötzlich sehr zu schaffen, weil ich innerlich so furchtbar unruhig bin und mich dadurch sehr
schlecht ablenken kann.
Vielen vielen Dank auch nochmal, Gwen und Carlotta, für eure Hilfe

Kommt wieder ziemlich dürr rüber - ist aber sehr herzlich gemeint

Alles Gute für euch

Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von gelblack » Donnerstag, 18.01.18, 20:20

Hallo Ilse

Ich wünsche dir, dass sich bei dir baldige Besserung zeigt. Ich wollte dir mit meinem Weg nur aufzeigen, dass es auch bergauf gehen kann. Um dir Hoffnung zu machen.
Ich dachte auch längere Zeit, dass es bei mir nicht mehr wird und während der Zeit des Ausschleichens fand ich meine Gedanken sehr belastend. Wirklich ruhiger im Kopf wurde es nach Null. Das zeigte mir auch, dass meine Gedanken von Neuroemotionen eingefärbt waren. Trotzdem ist es schwer damit umzugehen, sich immer wieder klar zu machen, dass das nicht deine echten Gefühle sind, sondern welche, die das Nervensystem hervorbringt. Unglaublich, was es alles gibt …

Liebe Grüße :hug:
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 19.01.18, 19:42

Hallo gelblack,

ich finde es sehr lieb von dir, dass du mir Hoffnung machst.
Daran mangelt es mir leider im Moment total. Bislang ist es kontinuierich nur schlimmer geworden.
Gestern war ich bei einem anderen Neurologen, der meinte, ich solle das Fluoxetin hochsetzen : 2 Tage 20 mg, ab dann 30 mg.
Als ich ihn fragte, was denn wäre, wenn ich da Fluox. nicht mehr vertrage, meinte er nur : "warum sollten sie es nicht mehr
vertragen ?"
Bei solchen Empfehlungen stehen mir dank des Forums die Haare zu Berge !
Allerdings habe ich immer noch im Hinterkopf, ob ich nicht doch mit der Zeit ganz vorsichtig hochdosieren könnte.
Bei mir fing es ja 3 Monate nach 0 erst richtig an. Aber das war nach dem Kaltentzug.
Das ist sicher ein Unterschied.

Ich hoffe sehr für dich, dass es Tag für Tag ein bischen besser wird und Wellen und Fenster kein Thema mehr sind !
Halt uns auf dem Laufenden !
Liebe Grüsse und alles Gute :group:
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von gelblack » Samstag, 20.01.18, 10:02

Hallo Ilse,

Ich glaube auch, dass dir der Kaltentzug sehr zusetzt. Ob eine Änderung der Dosis hilft, würde ich bezweifeln.

Um mit Unsicherheit und Verzweiflung besser umgehen zu können, hatte mir geholfen zu verstehen warum es mir schlecht ging. Welche Prozesse laufen in meinem Körper ab, was kam da ausser Takt.

Es ist das vegetative Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) das massive Probleme hat. Wenn der Körper im Einklang ist, ist das dem vegetativen Nervensystem zu verdanken. Alle vegetativen Körperprozesse laufen dann im Hintergrund und dir geht es blendend. Im Entzug ist das vegetative Nervensystem aufgerieben. Sympathikusfunktionen sind so stark gestört, dass der Gegenspieler Parasympathikus keine Chance mehr hat entsprechend gegen zu regeln, damit der Körper frei von Symptomen läuft. Das sind dann die Entzugssymptome, die zum Großteil echt abstrus sind. Gerade das Gedankengut solltest du skeptisch betrachten. Ich bin kein Mediziner, aber so hatte ich das verstanden, als ich im Buch von Claire Weekes, Hope and Help for your Nerves, quergelesen hatte.

Wie sind deine Englischkenntnisse? ... Falls du gute Grundkenntnisse haben solltest, kann ich dir dieses Buch empfehlen. Ich habe es auf Kindle und kann somit das hinterlegte Englischwörterbuch nutzen, wenn ich mal ein Wort nicht verstehen sollte.

Die Umstände zu akzeptieren und den Glauben an eine Heilung nicht zu verlieren ist schwer, aber der einzige Weg der bleibt. Bei SA in der Rubrik Success Stories hat DizzyGirl den Kaltentzug von Paxil überstanden. Sie berichtet sehr anschaulich über die Zeit des Entzugs und wie sie sich immer wieder Ziele setzte um diese grausame Zeit zu überstehen. Sie hat es geschafft. Als Deutsche ist ihr Englisch einfach und gut verständlich. Auch die Reaktion von vielen Betroffenen in ihrem Thread finde ich sehr informativ.

Alles Gute !! :hug:
gelblack
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Monalinde » Samstag, 20.01.18, 17:59

Hallo ihr Lieben,

ich klinge mich jetzt einmal hier ein, weil ich einen Bezug herstellen möchte, zu dem was Gelblack über das vegetative Nervensystem im Entzug schreibt.
In einem Psychiatrie- und Psychologieforum, das von einem Experten betreut wird, habe ich viele meiner Symptome geschildert, z.B. dieses panikartige Aufwachen am frühen Morgen, Unruhezustände, die bis zu zwei Stunden und länger dauern können, Angstgedanken, Reizüberflutung durch Musik, wechselnde Emotionen, Besserung oftmals gegen Abend, manchmal auch das Gegenteil, wechselnden Tinnitus und vieles andere.
Ich habe dann die Frage gestellt, ob es evtl. doch eine Unregelmäßigkeit im vegetativen Nervensystem sein könnte, nachdem ich triftige psychische Gründe dafür nicht mehr hahaerkennen könne.

Viele Betroffene haben auf die Psyche verwiesen. Um so verwunderter war ich als der Experte, ein Psychiater mir folgendes dazu mitgeteilt hat.
"Ihre Beschreibung erinnert tatsächlich an eine sog. zirkardiane Rhythmusstörung, d.h die Umschaltung vom parasympathischen Nachttonus auf den sympathischen Tagtonus klappt nicht immer- wie auch umgekehrt."
Dann die Frage: Können Sie tageszeitliche Häufungen oder Abhängigkeiten im Tagesrhythmus feststellen. Wie effektiv ist Ihr Schlaf?

Ich kann genau das alles feststellen und noch vieles mehr, seit ich die Antidepressiva genommen, wie auch abgesetzt habe und bin mir sehr sicher, dass es nur der Entzug sein kann, leider auch noch nach so vielen Jahren. Denn bei einer früheren Depression, bei der ich keine Antidepressiva eingenommen hatte, war das alles ganz anders. Weder Schlafstörungen danach, noch diese vielen körperlichen Symptome, wie Albträume und dgl.

Ich glaube zwar nicht, dass mir der Psychiater meine Symptome als Absetzerscheinungen durchgehen lassen wird, aber immerhin wird das bestätigt, was Gelblack beschrieben hat und auch ich immer so gefühlt habe. Ich werde weiter berichten.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, auch wenn ich manchmal am Verzweifeln bin, so wie viele hier auch. Ich habe auch heute noch neue Symptome wie jetzt z.B. Muskelkrämpfe und kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, dass das alles auch einmal ein Ende haben kann.

Um so erfreulicher ist es, wenn ich die mutmachenden Berichte von Gelblack lese, der unverzagt diesem schrecklichen Entzugsgeschehen trotzt und mich mit seinem Wissen und Erfahrungen immer wieder beruhigt.

Danke dir lieber Gelblack, und auch allen anderen ! Auf das es stetig besser werde, so Gott es will

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Samstag, 20.01.18, 18:23

hallo Gelblack :) , hallo Mona :) ,

danke für eure hilfreiche Beiträge. Ich habe für das Thema jetzt einen extra thread erstellt und eure Beiträge rüberkopiert. viewtopic.php?f=50&t=14327

lg padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.01.2019: 0,1 mg :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 20.01.18, 20:03

Hallo gelblack und liebe Mona,

vielen Dank für eure Infos !
Allerdings habe ich die Hoffnung noch nicht aufgeben, dass die geringe Eindosierung vielleicht doch etwas abgefangen
hat von dem Kaltentzug. Und es ist für mich auch besser, wenn mir diese Hoffnung erstmal bleibt.

Ich habe soviele schreckliche Geschichten gelesen, dass es mich ganz verrückt gemacht hat und das hat mir
gar nicht gut getan. Kämpfe immer noch damit und mag mir nicht vorstellen, dass dieser Zustand jetzt jahrelang
andauert.
Ja, mein Gedankengut bzw. dieses schreckliche Verzweiflungsgefühl macht mir sehr zu schaffen. Es mag ja durch den Entzug erzeugt werden - ich kann mir das auch immer wieder klarmachen - der Tag ist zu lang und ich fühle es fast körperlich.

Das allein ist schon schwer genug auszuhalten. Ich bemühe mich, wenigstens nicht auch noch zu denken, dass das
jahrelang so bleibt. Einen Tag nach dem anderen - so ist es besser.

Lieber gelblack -
mein Englisch ist glaub ich nicht gut genug und ich fürchte mich auch, es zu lesen. Ich kämpfe im Moment, den Kopf
über Wasser zu halten. Ich danke dir trotzdem sehr für den Hinweis. Das ist lieb gemeint.

Liebe Grüsse
Ilse
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Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 28.01.18, 9:54

Liebe Foris,

Ich bitte um Verzeihung !
Habe immer noch das Gefühl, dass ich in meiner Antwort an gelblack und mona zu schroff geklungen habe. Möchte
mich bei euch beiden entschuldigen, wenn es so angekommen ist.

Mir ist bewusst, dass es sehr lieb und hilfreich gemeint war !

Ich habe nur schreckliche Angst bekommen bei dem Wort Kaltentzug und befürchtet, das es so schlimm werden könnte und ich völlig zusammenbrechen und bettlägrig werden könnte, wie ich es hier im Forum so oft gelesen habe.
Ich lebe fast allein und bin darauf angewiesen, ein bischen dazu zu verdienen, weil meine Rente nicht reicht.

Ich habe überreagiert und es tut mir sehr, sehr leid, wenn ich zu unfreundlich geklungen habe.
Ich bin allen hier im Forum unendlich dankbar, weil ihr mich immer unterstützt und mir in den dunkelsten Momenten
Trost und Hoffnung gegeben habt. Sonst hätte ich es nicht bis heute geschafft.

Vielleicht mag ich mich der Realität noch nicht stellen. Aber ich bemühe mich Schritt für Schritt darum.
Ich versuche, ein bischen Hoffnung zu bewahren, um es ertragen zu können.

Im Moment geht es mir schlechter als vorher. Morgens Herzrasen wieder schlimmer.
Habe ja vor 14 Tagen von 0,9 mg auf 0,87 m reduziert. Ich zweifle schon wieder, ob das ein Fehler war.
Vielleicht ist es nur die Dosisveränderung, die sich bemerkbar macht. Aber ich denke, ich sollte dabei bleiben.

Ich weiss noch immer nicht, was richtiger ist - aufdosieren oder abdosieren. Aber da wird mir auch wohl niemand raten können.
Viele hier im Forum stehen ja vor dem gleichen Problem.
Bin immer noch verzweifelt und voller Angst, dass es immer schlimmer wird.

Bitte nehmt meine Entschuldigung an.

Ich wünsche allen ein möglichst schönes Wochenende.

Liebe Grüsse
Ilse
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