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Schildkroete: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von padma » Dienstag, 13.02.18, 18:42

liebe Schildkröte, :)

es tut mir sehr leid, dass die NW von Tamoxifen nun doch so heftig sind. :hug:

Ich kann dir keinen Rat geben, nur meine Gedanken dazu schreiben.
Die Ärztin im Brustzentrum meint allerdings, ich soll mit sechs Monaten rechnen und diese Zeit abwarten.
Ich denke, sie wird die Erfahrung damit haben, dass es auch 6 Monate dauern kann.
Ich weiß nicht, ob mir das Arbeiten-Können wichtig genug ist, um doch wieder PP zu nehmen.
Ja, das ist wirklich die Frage. Natürlich ist Arbeit etwas Wichtiges, aber eben nicht das Wichtigste, oder?
Und du weisst nicht, wie es dir mit einem PP gehen würde, du würdest auf jeden Fall einen Preis dafür bezahlen.
- Wäre eine Bedarfsmedikation mit Benzodiazepinen (oder Promethazin) gegenüber einer Dauermedikation mit Antidepressiva das kleinere Übel? Oder wäre eine unregelmäßige Einnahme größerer Stress für das ZNS?
Eine Bedarfsmedikation mit einem Benzo würde ich einem AD vorziehen. Die Vorausetzung ist natürlich, dass du es nicht zu oft nimmst.
Promethazin ist so eine Sache. Es wird als Bedarf verordnet und zumindest einige kommen damit zurecht. Aber es ist eben ein NL und damit wäre ich persönlich sehr vorsichtig.
- Wären Trizyklika/andere ältere Antidepressiva gegenüber SSRI/SNRI das kleinere Übel?
Tja, schwer zu sagen. Sie sind besser erforscht und das NW Profil ist etwas anders. Aber wie du schreibst, können sie ebenfalls sehr schwer abzusetzen sein.
Wenn ich das Tamoxifen absetze, wäre das nicht für immer. Eine Einnahmepause war ohnehin geplant (allerdings noch nicht jetzt), weil wir noch Kinderwunsch haben.
Bzgl. eines Kinderwunsches ist es mit einem AD natürlich auch sehr problematisch.
Dazu habe ich mir überlegt, dass es nach dem, was ich hier im Forum gelernt habe, sinnvoll sein könnte, es einzuschleichen (z. B. die ersten drei Monate nur die halbe Dosis zu nehmen). Denn auch beim Östrogenentzug muss das Gehirn (wie beim Absetzen) ein neues Gleichgewicht herstellen, und vielleicht gelingt das leichter, wenn man ihm mehr Zeit für die Anpassung lässt. Was haltet ihr von dieser Überlegung? (Es ist völlig unüblich - niemand spricht im Zusammenhang mit Tamoxifen von Einschleichen.)
Ich finde deine Überlegung schlüssig, allerdings kenne ich mich damit nicht aus.
(Ich habe eine gewisse Hoffnung, dass die erneute Verschlechterung damit zu tun hat, dass mein Mann für mehrere Wochen verreist ist. Zeitlich würde es passen, und es war schon während des Absetzens so, dass die Anspannung - die ich damals auch hatte - in seiner Gegenwart viel besser war. Ich hoffe, dass es mir wieder besser geht, wenn er zurück ist.)
Ja, das ist doch wirklich möglich.

Da die Anspannung dein Hauptproblem ist, würde ich wohl zunächst versuchen damit zu arbeiten. Vielleicht gibt es noch Dinge, die deine Anspannung lindern können.
Und vielleicht ein Notfallbenzo, wenn es gar nicht geht.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von etlenia » Mittwoch, 14.02.18, 9:21

Liebe Schildkröte,

es tut mir sehr leid, dass Du an Brustkrebs erkrankt bist und das Tamoxifen nicht verträgst. Ich würde Dir abraten, ein Benzo einzunehmen. Ich bin mit meiner Brustkrebserkrankung auf einem Benzo gelandet und kämpfe mich langsam runter. Leider sind die Ärzte sehr schnell bereit, bei einer Krebserkrankung AD`s oder ein Benzo zu verschreiben... Vor allem, würde ich abraten, weil Du es geschafft hast, Dich aus einem Medikament heraus zu schleichen. Dazu gratuliere ich Dir!!!!!

Deine Idee mit dem Einschleichen in das Tamoxifen finde ich, vom Bauchgefühl her, plausibel. Ich selbst habe das Tamoxifen überhaupt nicht vertragen und mir im letzten Jahr auch schon die Gedanken gemacht, warum es keine Möglichkeit gibt, individuell eine Dosis zu finden, die die Patientin braucht. Mir leuchtet bis heute noch nicht ein, warum z. B. vom Gewicht her, keine Unterschiede gemacht werden. Ich denke auch, dass jeder Körper Medikamente unterschiedlich verstoffwechselt und wenn man gerade ein Medikament abgesetzt hat, reagiert der Körper, meiner Empfindung nach, sensibler auf Chemiekeulen.

Gerade die Krebserkrankung kann einen psychisch wieder nach unten ziehen und wenn Du Unterstützung bei einer Psychoonkologin suchst, geräts Du vielleicht nicht wieder in eine Medikamentenfalle. Gerade, weil Du/ihr noch gerne ein Kind haben möchtet.

Deinen Wunsch, arbeiten zu gehen, kann ich nachvollziehen. Die Frage ist, ob Du die Kraft dazu hast und Dir die Arbeit Kraft zurück gibt und Du somit nicht auf die Einnahme von Psychopharmaka angewiesen bist. Ich selbst merke einfach, wenn man keine Ablenkung hat, und nicht gefordert ist, dass das Gedankenkarusell anfängt, sich zu drehen...

Ich wünsche Dir, alles, alles Liebe!

Liebe Grüße, Claudia
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vor ca. 25 Jahren Stangyl 25mg abends (Angszustände und Panikattacken), Hirnanhangdrüse hat sich vergrößert nach absetzen wieder zurückgebildet, Einnahme 2 Jahre, einfach abgesetzt ohne Probleme

1997 Konisation (Krebsvorstufe)
2000 OP Endometriose
2002 Kaiserschnitt
2006 Pfeifferches Drüsenfieber (als Erwachsener richtig heftig, vor allem mit Kleinkind)
2007 Diagnose Dünndarmcrohn, Diagnose Histaminintoleranz
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)
seit 12.01.18 abends 6mg Diazepam (nach der Einnahme immer noch sehr wackelig auf den Beinen) keine Änderung des Zustands, körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach :-(, 1/4 Bisoprolol 1,25mg tgl.
seit 26.01.18 1mg Diazepam morgens, 4,5 mg abends
27.01.18 0,5 mg morgens, 5,5 mg abends
08.02.18 5mg abends, 1/2 Bisoprolol 1,25mg morgens
21.02.18 4,5 mg abends, Biso 1/2, bei Bedarf 3/4
09.03.18 4 mg abends, Biso 1/2
23.03.18 3,5 mg abends, Biso 1/2
06.04.18 3mg abends, Biso 1/2 seitdem keine Nacht mehr richtig geschlafen (fast auf die Minute genau, jede Stunde wach), nachts ständiges Schwitzen
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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von Schildkroete » Mittwoch, 14.02.18, 13:48

Liebe padma,
padma hat geschrieben:
Dienstag, 13.02.18, 18:42
Promethazin ist so eine Sache. Es wird als Bedarf verordnet und zumindest einige kommen damit zurecht. Aber es ist eben ein NL und damit wäre ich persönlich sehr vorsichtig.
Die Idee, dass Promethazin einem Benzo vorzuziehen wäre, stammt von meinem ehemaligen Psychiater (der, der das Absetzen begleitet hat und bereit war, mir die Entzugserscheinungen zu glauben). Argument: geringeres Abhängigkeitspotenzial (da habe ich meine Zweifel), individuellere Dosierung wegen der Tropfenform. Letzteres hat mir im ersten Moment eingeleuchtet, allerdings ist meine - viele Jahre zurückliegende - Erfahrung, dass ich auch von Mini-Dosierungen NL völlig außer Gefecht gesetzt werde. Deshalb ist das eigentlich, wenn ich es mir recht überlege, keine Option.
Meine Erfahrungen mit Benzodiazepinen liegen so lange zurück, dass ich mich an die Wirkung nur noch dunkel erinnern kann, aber einen Überhang hatte ich da definitv auch (auch bei kleinen Dosen).
padma hat geschrieben:
Dienstag, 13.02.18, 18:42
Ich weiß nicht, ob mir das Arbeiten-Können wichtig genug ist, um doch wieder PP zu nehmen.
Ja, das ist wirklich die Frage. Natürlich ist Arbeit etwas Wichtiges, aber eben nicht das Wichtigste, oder?
Und du weisst nicht, wie es dir mit einem PP gehen würde, du würdest auf jeden Fall einen Preis dafür bezahlen.
Nein, Arbeit ist nicht das Allerwichtigste, aber schon so weit oben auf meiner Prioritätenliste, dass ich es nicht vollständig ausschließe, dafür gewisse Kompromisse einzugehen.
padma hat geschrieben:
Dienstag, 13.02.18, 18:42
Bzgl. eines Kinderwunsches ist es mit einem AD natürlich auch sehr problematisch.
Das ist mir bewusst.
Ich würde mich ohnehin nur auf eine sehr kleine Dosis einlassen - weiter geht meine Kompromissbereitschaft (s. o.) nicht, und meine Intuition (gewonnen aus den Erfahrungen mit dem Absetzen des Venalafaxins) sagt, dass das auch ausreichen würde. Die könnte ich dann - hoffentlich - relativ schnell wieder absetzen. Ich würde auch die Einnahmedauer von vornherein begrenzen wollen. (Würde, weil ich noch nicht entschieden habe, ob ich diesen Kompromiss tatsächlich einzugehen bereit bin.)

Gruß
Schildkröte
Diagnose: Depression, in Remission seit 2014
Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

Mein Thread: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=9719

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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von Schildkroete » Mittwoch, 14.02.18, 14:31

Liebe Claudia,

vielen Dank für deine Erfahrungen und deine guten Wünsche. Du hast ja auch schon mehr als genug mitgemacht.

Darf ich fragen, wie es dir mit dem Abbruch der Tamoxifentherapie und der Angst vor einem möglichen Rezidiv geht?
Ich hätte nicht gedacht, dass mir die Entscheidung, es nicht mehr zu nehmen, so schwer fällt. Ursprünglich fühlte ich mich von meinem (sehr früh erkannten, sehr langsam wachsenden) Brustkrebs gar nicht bedroht. Ich habe auch psychisch alles gut bewältigen können - die Diagnose, die OP, die Entscheidungen, die im Zusammenhang damit zu fällen waren. Erst seit ich das Tamoxifen nehme, bin ich ein Nervenwrack voller Zukunftsängste (und traue mich vielleicht deshalb nicht, es abzusetzen?).
etlenia hat geschrieben:
Mittwoch, 14.02.18, 9:21
Ich denke auch, dass jeder Körper Medikamente unterschiedlich verstoffwechselt
Du weißt sicher, dass es einen Test für die Verstoffwechselung von Tamoxifen gibt, oder?
etlenia hat geschrieben:
Mittwoch, 14.02.18, 9:21
und wenn man gerade ein Medikament abgesetzt hat, reagiert der Körper, meiner Empfindung nach, sensibler auf Chemiekeulen.
So etwas mutmaße ich auch... und klammere mich deshalb auch an die Hoffnung, dass ich das Tamoxifen zu einem späteren Zeitpunkt besser tolerieren kann.

Gruß
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von etlenia » Mittwoch, 14.02.18, 18:20

Liebe Schildkröte,

Deine Gedanken bzgl. Tamoxifen kann ich verstehen. Mir geht es ähnlich. Es ist für mich sehr schlimm, dass ich es wegen massiver Nebenwirkungen nicht einnehmen kann. Gerade weil ich mein Kind habe, für das ich noch lange Zeit da sein möchte.

Dass es einen Test gibt, um die Verstoffwechslung zu testen, wusste ich nicht. Meine Frauenärztin oder der Onkologe wissen darüber offensichtlich nichts. :-( Weißt Du, welche Werte kontrolliert werden, um ein Ergebnis zu erhalten?

Ich wünsche Dir, dass Du auch ohne Tamoxifen gesund bleibst und ein Baby im Arm halten kannst, was für mich überhaupt das schönste Erlebnis in meinem Leben war.

Alles Liebe
Claudia
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vor ca. 25 Jahren Stangyl 25mg abends (Angszustände und Panikattacken), Hirnanhangdrüse hat sich vergrößert nach absetzen wieder zurückgebildet, Einnahme 2 Jahre, einfach abgesetzt ohne Probleme

1997 Konisation (Krebsvorstufe)
2000 OP Endometriose
2002 Kaiserschnitt
2006 Pfeifferches Drüsenfieber (als Erwachsener richtig heftig, vor allem mit Kleinkind)
2007 Diagnose Dünndarmcrohn, Diagnose Histaminintoleranz
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)
seit 12.01.18 abends 6mg Diazepam (nach der Einnahme immer noch sehr wackelig auf den Beinen) keine Änderung des Zustands, körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach :-(, 1/4 Bisoprolol 1,25mg tgl.
seit 26.01.18 1mg Diazepam morgens, 4,5 mg abends
27.01.18 0,5 mg morgens, 5,5 mg abends
08.02.18 5mg abends, 1/2 Bisoprolol 1,25mg morgens
21.02.18 4,5 mg abends, Biso 1/2, bei Bedarf 3/4
09.03.18 4 mg abends, Biso 1/2
23.03.18 3,5 mg abends, Biso 1/2
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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von Schildkroete » Mittwoch, 14.02.18, 22:39

Liebe Claudia,
etlenia hat geschrieben:
Mittwoch, 14.02.18, 18:20
Dass es einen Test gibt, um die Verstoffwechslung zu testen, wusste ich nicht. Meine Frauenärztin oder der Onkologe wissen darüber offensichtlich nichts. :-( Weißt Du, welche Werte kontrolliert werden, um ein Ergebnis zu erhalten?
Kennen tun sie ihn mit Sicherheit, aber der Test wird von Ärzten eher selten aktiv angesprochen. Viele raten ihren Patientinnen sogar davon ab, weil man ihn selbst bezahlen muss (einige hundert Euro) und der Erkenntnisgewinn in vielen Fällen nicht groß ist.

Der Test bestimmt die (genetisch festgelegte) Aktivität des Enzymsystems CYP2D6, mit dessen Hilfe Tamoxifen in den aktiven Wirkstoff Endoxifen umgewandelt wird. Es gibt schnelle Metabolisierer ("Normalfall", 50 % der Bevölkerung), intermediäre (40 %), schlechte (7 %) und ultraschnelle (3 %) Metabolisierer. Vor allem für die letzten beiden Gruppen ist der Test wichtig. Bei schlechten Metabolisierern wirkt Tamoxifen fast gar nicht, weshalb eine Umstellung auf Aromatasehemmer empfohlen wird (ich bin nicht sicher, was die Konsequenz bei ultraschnellen Metabolisieren ist - vielleicht eine Dosiserhöhung). Bei intermediären Metabolisierern wirkt Tamoxifen schlechter als bei schnellen Metabolisierern, aber die Wirkung ist nicht völlig aufgehoben, so dass Tamoxifen auch hier noch einen Nutzen hat.

Es gibt hier auch einen Thread zum Test, weil das Enzymsystem auch für viele Antidepressiva relevant ist (Achtung: die Aussage im ersten Post, dass die Kosten bei Brustkrebspatientinnen übernommen werden, ist nicht richtig!): http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=15&t=7754
etlenia hat geschrieben:
Mittwoch, 14.02.18, 18:20
Ich wünsche Dir, dass Du auch ohne Tamoxifen gesund bleibst und ein Baby im Arm halten kannst, was für mich überhaupt das schönste Erlebnis in meinem Leben war.
Vielen Dank! Das berührt mich sehr. Ich drücke dir ebenfalls sehr die Daumen, dass du ohne Tamoxifen gesund bleibst.

Gruß
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Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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weg

Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von weg » Donnerstag, 15.02.18, 9:59

hallo schildroete,

ich habe nicht deinen ganzen thread durchgelesen. ich möchte dir jedoch von mir berichten. ich bin auch brustkrebs-betroffene. ich hatte nach der brustentfernung eine chemotherapie und dann noch das tamoxifen. mir wurde es für 5 jahre verordnet. ich habe das tamoxifen überhaupt nicht vertragen. es löste mir despressionen aus. da ich ja fast von einem tag auf den anderen in die wechseljahre kam, führte man die nebenwirkungen auf die körperlichen umstellungen zurück.

ich habe mich dann nach 4 jahren entschlossen, dass tamoxifen nicht mehr zu nehmen. natürlich begleiteten mich zunächst grosse ängste wegen rückfallgefahr. ich habe begleitend während der ganzen krebstherapien PP genommen. als ich das tamoxifen absetzte ging es mir bedeutend viel besser und ich habe daraufhin die PP weggelassen. es war "wider besseres wissen" ein kaltentzug. ich habe damals diese symptome auf meine krebsbehandlung bezogen - und es ging mir ja auch besser. ich hatte auch nie irgendwie eine abhängigkeit oder sucht entwickelt.

leider wurde mir aber empfohlen, dass ich das zolpidem weiter einnehmen müsse, damit ich richtig schlafe. ohne schlaf wirst du nicht wirklich gesund, hiess es. so habe ich das nun etwa 20 jahre lang geschluckt. regelmässig 5 mg und in ganz seltenen fällen 10 mg.

mir ist in den letzten jahren immer wieder aufgefallen, dass ich in meinen gefühlen "verflache". ich führte das dann allmählich auf das zolpidem zurück und begann das nun auszuschleichen. ich habe auch beim zolpidem keine sucht entwickelt. zu meinem erstaunen konnte ich es jedoch wegen sehr starken körperlichen symptomen nicht weglassen. dank dem forum habe ich gelernt, wie ich vorgehen kann.

da ich ja eine sehr lange "medikamenten-drogen-geschichte" auch schon vor meiner krebserkrankung hatte, denke ich, dass halt irgendwie mal das "fass voll" ist und mein körper mehr sorgfalt verlangt. (siehe meinen thread)

manchmal denke ich, dass es bei mir während der krebsbehandlungen zu so starken anderen körperlichen und psychischen reaktionen kam, dass ich gar keine sucht entwicklen konnte oder mir die gar nicht bewusst war oder ist.

ich wünsche dir viel :fly: und durchhaltekräfte.

herzlich
weg

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Wie lange Nachwirkungen des Absetzens?

Beitrag von Schildkroete » Sonntag, 18.02.18, 22:16

Ihr Lieben,

ich muss noch mal etwas fragen. Hier ist ja öfter die Rede davon, dass das auch nach dem Absetzen noch eine Zeitlang besonders empfindlich ist (und ich frage mich, ob ich deshalb auf das Tamoxifen besonders heftig reagiere).

Aber gilt das auch, wenn man, wie ich, "nach allen Regeln der Kunst" sehr langsam abgesetzt hat? Eigentlich müsste das doch schonend fürs ZNS sein (und nennenswerte Absetzsymptome hatte ich dabei nicht). Könnte das Absetzen trotzdem noch eine Rolle spielen?

Gruß
Schildkröte
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von padma » Montag, 19.02.18, 23:06

liebe Schildkröte, :)

ja, das ist die Erfahrung, dass viele nach dem Absetzen noch sehr sensibel reagieren. Man kann so mit ca. 1 Jahr rechnen, wobei es individuell natürlich sehr verschieden ist.

Das kann auch bei langsamem Ausschleichen so sein, insbesonders natürlich dann, wenn das ZNS bereits durch vorherige Absetzversuche bereits sensiblisiert ist.

Ich kann mir gut vorstellen, dass das bei dir mit eine Rolle spielt.

liebe Grüsse,
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Beitrag von Schildkroete » Donnerstag, 01.03.18, 20:34

Ihr Lieben,

ich melde mich mal wieder mit ein paar Überlegungen und Neuigkeiten (endgültige Entscheidungen habe ich nach wie vor nicht gefällt, weder zu Tamoxifen noch zu PP).

- Es geht mir tatsächlich wesentlich besser, seit a) mein Mann wieder da ist und ich b) eine organisatorische Baustelle, die mir viel Stress bereitet hat, aus der Welt geschafft habe.

- Mit der Psychologin im Brustzentrum habe ich herausgearbeitet, dass es für mich psychologisch wichtig wäre, das Tamoxifen mindestens sechs Monate lang zu nehmen. Sonst hätte ich das Gefühl, zu früh das Handtuch geworfen und nicht alles getan zu haben.

- Ich habe vom Psychiater ein Rezept für Trimipramin bekommen.
Warum ein Rezept für ein AD? Ich habe danach gefragt, es wurde mir nicht aufgedrängt. Die letzten Wochen waren so schwer auszuhalten, dass ich das Gefühl brauchte, "etwas zu tun" und Vorsorge zu treffen (der Termin war noch, bevor die oben genannte Besserung eintrat). Es ging mir auch darum, schon einmal grundsätzlich zu klären, welches AD ich nehmen könnte, wenn ich mich dazu entscheide.
Womit wir bei der zweiten Frage wären: Warum Trimipramin? Das war gar nicht so einfach. Meine Vorgaben waren: kein SSRI/SNRI, kombinierbar mit Tamoxifen, Tropfenform (ich würde natürlich keine "normale" Dosierung nehmen). Der erste Punkt war schwierig durchzusetzen. Der Psychiater berief sich darauf, dass trizyklische Antidepressiva "auch problematisch" und nicht besser als SSRI/SNRI wären. Bemerkenswerterweise fiel in dem Zusammenhang der Satz "die machen genauso abhängig" (!). Er wollte mir vehement Citalopram andrehen, hat aber schließlich nachgegeben.
Im Nachhinein habe ich gesehen, dass Trimipramin das AD ist, zu dem hier im Forum im äußersten Notfall geraten wird. Dann ist es wohl das, womit ich am wenigsten falsch machen würde. Ich werde es trotzdem nicht leichtfertig einnehmen. Ich habe das Rezept bisher nicht eingelöst und habe das vorerst auch nicht vor.

- Wenn ich das Tamoxifen absetze (wegen bleibender Unverträglichkeit oder - wie ja ohnehin geplant - wegen Kinderwunsch), werde ich das auch nicht abrupt tun. Ich habe ja schon weiter oben über das "Einschleichen" nachgedacht, und je länger ich darüber nachdenke, desto plausibler erscheint es mir, dass auch ein plötzliches Absetzen problematisch sein könnte. Grundsätzlich ist es natürlich gut, wenn das Östrogen, unter dessen Entzug ich jetzt so leide, wieder zur Verfügung steht. Aber wenn sich das Gehirn in den Monaten der Einnahme tatsächlich schon etwas angepasst hat, braucht es wahrscheinlich Zeit, um diese Anpassung wieder rückgängig zu machen. (In einem Krebsforum hat eine Frau mit bipolarer Vorgeschichte berichtet, nach dem Absetzen von Tamoxifen eine manische Phase bekommen zu haben. Leider war sie überhaupt nicht auf psychiatrische Nebenwirkungen von Tamoxifen hingewiesen worden. Ich glaube nicht, dass es bei mir - ohne bipolare Vorgeschichte - so weit kommen würde, aber dass es Stress für das ZNS bedeutet, glaube ich schon.)
Wie ich das mache, muss ich mir natürlich mehr oder weniger aus den Fingern saugen ("Ein- bzw. "Ausschleichen" wird im Zusammenhang mit Tamoxifen überhaupt nicht diskutiert). Ich denke darüber nach, für einen Monat die halbe Dosis zu nehmen, bevor ich es ganz weglasse.

Gruß
Schildkröte
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Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von padma » Freitag, 02.03.18, 13:03

liebe Schildkröte, :)

ich finde es sehr gut, wie du die verschiedenen Optionen differenziert abwägst. Einige für dich wichtige Punkte hast du ja heraus gefunden.
- Es geht mir tatsächlich wesentlich besser, seit a) mein Mann wieder da ist und ich b) eine organisatorische Baustelle, die mir viel Stress bereitet hat, aus der Welt geschafft habe.
Das lässt doch hoffen.
. Die letzten Wochen waren so schwer auszuhalten, dass ich das Gefühl brauchte, "etwas zu tun" und Vorsorge zu treffen (der Termin war noch, bevor die oben genannte Besserung eintrat).
Vielleicht ist es ja wirklich schon ausreichend, zu wissen, du könntest das AD nehmen, wenn gar nichts mehr geht.

Ich drücke dir die Daumen, dass du weiter ohne ein AD zurecht kommst.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von Schildkroete » Freitag, 02.03.18, 14:27

Ihr Lieben,

ich habe noch einen Nachtrag zu dem Gespräch mit meinem Psychiater über Trizyklika versus SSRI/SNRI:
Schildkroete hat geschrieben:
Donnerstag, 01.03.18, 20:34
Ich habe vom Psychiater ein Rezept für Trimipramin bekommen.
... Warum Trimipramin? Das war gar nicht so einfach. Meine Vorgaben waren: kein SSRI/SNRI, kombinierbar mit Tamoxifen, Tropfenform (ich würde natürlich keine "normale" Dosierung nehmen). Der erste Punkt war schwierig durchzusetzen. Der Psychiater berief sich darauf, dass trizyklische Antidepressiva "auch problematisch" und nicht besser als SSRI/SNRI wären. Bemerkenswerterweise fiel in dem Zusammenhang der Satz "die machen genauso abhängig" (!). Er wollte mir vehement Citalopram andrehen, hat aber schließlich nachgegeben.
Im Nachhinein habe ich gesehen, dass Trimipramin das AD ist, zu dem hier im Forum im äußersten Notfall geraten wird. Dann ist es wohl das, womit ich am wenigsten falsch machen würde. Ich werde es trotzdem nicht leichtfertig einnehmen. Ich habe das Rezept bisher nicht eingelöst und habe das vorerst auch nicht vor.
Ein weiterer Satz meines Psychiaters (bezogen auf Trizyklika), den ich bemerkenswert fand, war: "Da können Sie keine große antidepressive Wirkung erwarten."
Nein, erwarte ich auch nicht (habe ich nicht gesagt), denn ich weiß ja um die sehr begrenzte Wirksamkeit von Antidepressiva (jeden Typs!). Tatsächlich hat keines der (zu) vielen Antidepressiva, die ich genommen habe (mehrere Trizyklika, Paroxetin, Venlafaxin), jemals meine Stimmung verbessert. Aber einige haben spannungslösend und schlaffördernd gewirkt. Das und nur das (wobei das nicht wenig ist) würde ich mir von einer Einnahme versprechen.

padma hat geschrieben:
Freitag, 02.03.18, 13:03
Ich drücke dir die Daumen, dass du weiter ohne ein AD zurecht kommst.
Liebe padma, vielen Dank!

Gruß
Schildkröte
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von Schildkroete » Freitag, 08.06.18, 19:05

Ihr Lieben,

nach langer Zeit möchte ich meinen Diskussionsfaden auf den neuesten Stand bringen.

Ich habe das Tamoxifen inzwischen abgesetzt. Die Besserung, von der ich Anfang März berichtet hatte, war nur vorübergehend, kurze Zeit später ging es mir psychisch noch einmal richtig schlecht, schlechter als zuvor. Kurzum, ich hatte überhaupt nicht das Gefühl, dass ich mich an das Tamoxifen gewöhne und die Nebenwirkungen nachlassen, sondern eher, dass sie sich aufsummieren (ich weiß nicht, ob es diesen Effekt gibt).

Bei der Brustkrebs-Nachsorge Mitte April (nach fünfeinhalb Monaten Einnahme) habe ich dann mit der Ärztin besprochen, das Tamoxifen abzusetzen. Sie meinte, wenn die Nebenwirkungen bis dahin nicht nachgelassen haben, sei keine weitere Gewöhnung zu erwarten.

Offiziell mache ich nun eine Pause, um zu sehen, ob es mir ohne Tamoxifen besser geht. Und das tut es! Bis ich die psychischen Nebenwirkungen losgeworden bin, hat es sechs Wochen gedauert, aber jetzt bin ich ein anderer Mensch, bzw. wieder ich selbst. (Neben den psychischen Nebenwirkungen hat Tamoxifen auch diverse Schleimhäute in Mitleidenschaft gezogen. Damit habe ich immer noch zu tun.)

Antidepressiva habe ich nicht genommen.

Ich habe noch nicht entschieden, ob und wann ich es noch einmal mit Tamoxifen versuche. Aber wenn, dann frühestens im Oktober, denn a) ist dann ein Jahr seit dem Absetzen des Venlafaxins vergangen, und vielleicht vertrage ich es dann besser, und b) wollen wir da kirchlich heiraten, und da soll es mir natürlich gut gehen!

Gruß
Schildkröte
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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von padma » Freitag, 08.06.18, 22:28

liebe Schildkröte, :)

danke dir fürs Berichten.
Gerade gestern habe ich noch an dich gedacht und mich gefragt, wie es dir wohl geht.

Schön, dass es dir ohne Tamoxifen pychisch wieder gut geht. :D
Vielleicht verträgst du es zu einem späteren Zeitpunkt wirklich besser.

alles Gute, :hug:
liebe Grüsse,
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Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.01.2019: 0,1 mg :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Schildkroete
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Re: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von Schildkroete » Samstag, 09.06.18, 12:14

Liebe padma,
padma hat geschrieben:
Freitag, 08.06.18, 22:28
Gerade gestern habe ich noch an dich gedacht und mich gefragt, wie es dir wohl geht.
Na, das passt doch :) . Gerade vorgestern (also am selben Tag) habe ich gedacht, jetzt muss ich mich doch endlich mal im Forum melden.

Ich werde bei gegebenem Anlass weiter berichten. Endgültige Entscheidungen habe ich noch nicht gefällt - nicht in Bezug auf das Tamoxifen und nicht einmal in Bezug auf Antidepressiva. Für den jetzigen Zeitpunkt ist die Entscheidung, das Tamoxifen abgesetzt zu haben, genau richtig, aber wie ich auf Dauer damit zurechtkomme, es statt der empfohlenen zehn Jahre nur fünf Monate genommen zu haben, weiß ich nicht.

Mittelfristig will ich versuchen, eine fundierte Einschätzung zu meinem Risiko bzw. dazu, wie wichtig das Tamoxifen für mich ist, zu bekommen (das ist gar nicht so einfach). Kurzfristig stehen jetzt erst einmal andere Dinge an, zum Beispiel der Wiedereinstieg in die Arbeit - und natürlich die Hochzeitsplanung :party2:.

Gruß
Schildkroete
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Schildkroete für den Beitrag (Insgesamt 3):
padmaUlulu 69LinLina
Diagnose: Depression, in Remission seit 2014
Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

Mein Thread: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=9719

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