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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Veilchenwien » Freitag, 09.02.18, 19:50

Hallo ihr alle!
Danke Jamie für deine Antwort. Ich werde Akupunktur einmal nicht machen, ist mir zu unsicher. Im Moment geht es mir ja auch ganz gut :)
Das mit der Lichttherapie hab ich nur interessant gefunden, weil ich es bei der Liste der Trigger nicht gesehen habe. Aber vielleicht hab ichs überlesen..Das mit dem Beenden von Citalopram bevor ich Trittico absetze scheint mir auch logischer. War auch die ursprüngliche Idee der Ärztin. Hab vergessen zu fragen, warum sie es jetzt anders sieht. Will halt möglichst wenig Absetzsymptome, deshalb überleg ich so viel im Vorfeld :D
Was haltet ihr vom Absetzen von Estrogel? Jetzt oder später? Ist ja echt blöd, dass alles miteinander ähnliche Symptome machen kann ..
Lieb eGrüße Veilchenwien
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Symptome 1: 2/ 1996: Schlafstörungen und Magenschmerzen, Erschöpfung bei Problemen am Arbeitsplatz; Diagnose: depressive Verstimmung
Medikation: 20 mg Seropram/Citalopram; ab ca 2008 Pram
Symptome 2: 2/2008 zur Vermeidung von Chronifizierung der starken Schmerzen bei einer Frozen Shoulder
Medikation: 25 mg Saroten/ Amytriptylin
Zusätzlich: seit 1999 Euthyrox (Hashimoto), zZt: abwechseln 75mg und 88 mg
seit Oktober 2014: Estradiol 1mg, seit 2/2017 Vit D 10000i.E./ Tag im Winter, Vit K1 und K2; seit 12/2017 Mentalfit, Ashwaganda und Omnibiotic Stress zwischendurch
Absetzgeschichte: Ab Herbst 1996 drei oder viermal Absetzen Seropram und wegen depressiver Symptome wieder Beginn (Psychiater: "Du brauchst das halt") - immer im Februar/ März! !
Aktuelles Absetzen: Auf Rat meiner neuen Psychiaterin im
Juli 2014 beide Medikamente für 2 Wochen auf die Hälfte reduziert und dann abgesetzt. Panikattacken, Hoffnungslosigkeit, Ängste, Kopfschmerzen, Durchfälle,Nebel im Kopf: wieder auf Normaldosis,
Dezember 2014 : Pram 10 mg für 14 Tage, dann 14 Tage jeden 2. Tag 10 mg, dann Ende; Saroten auf 10 mg, dann wie Pram, wieder starke Symptome; Hochdosieren auf täglich 10mg Pram und Saroten ;
Sommer 2015: wieder auf jeden 2. Tag , dann ganz abgesetzt
Bis November 2015 so starke Symptome (Angst, Panik, Durchfälle, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Weinerlichkeit, Reizbarkeit, Gelenkschmerzen...) dass ich mit neuer Psychiaterin mit wieder 20 mg Pram und 25 mg Trittico/ Tradozon weiter mache. Internetrecherchen führen mich zum ersten Mal zu "Absetzproblemen mit SSRI". Ernährungsumstellung wegen Sorbit und Laktoseunverträglichkeit
In Absprache mit Ärztin neuerlicher Absetzbeginn im
Mai 2016: Pram 14-tägig um 2mg reduzieren. Bei 10mg so starke Absetzprobleme (Durchfälle, Reizbarkeit, Ängste, ), dass ich auf dieser Dosis bleibe. Sympathikussyndrom diagnostiziert (Unruhe, Herzrasen)
Feber 2017: Pram 3 wöchig um 1mg bis auf 3 mg absenken; wieder Panik, Ängste, Reizbarkeit..
Sommer 2017: Hochdosieren auf 5 mg. Ich schlafe sehr gut (zum ersten mMal seit 30 Jahren), sehr stressanfällig und leicht reizbar. Zwischendurch Anfälle von totaler Hoffnungslosigkeit mit Weinkrämpfen und Suizidgedanken (wird seltener). Fühle mich häufig unter Strom.
Ich will Pram und dann Trittico ganz los werden.
20.1.2018 auf Anraten des Forums alle NEMs abgesetzt - Unruhe wird weniger, 5mg Pram mit Wasserlösemethode, nicht mehr nach Augenmaß
8.2.2018 nach ein paar Superguten Tagen zwei Katastrophentage (Angst, suizidale Gedanken). Jetzt wieder ziemlich gute Tage, aber immer wieder sehr unruhig, rastlos, getrieben mit Herzrasen.
Ab Mitte Feber engmaschige Psychotherapie
15.3.2018 nach Absprache mit Frauenärztin Estradiol wegen möglicher Mitursache für Unruhe abgesetzt. Statt dessen von ihr verordnetes NEM (Yamswurzel, Rotklee, Soja)

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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 10.02.18, 14:03

Hallo Veilchenwien,

ich würde eigentlich immer versuchen nur einen Stoff abzusetzen, wenn dann Symptome auftreten, weißt du noch am ehesten, was sie ausgelöst hat.
Das Estrogel nimmst du ja, wenn ich das in deiner Signatur richtig deute, bereits seit einem Jahr. Ich würde da auf jeden Fall noch abwarten, es sei denn, dass du deutliche Anzeichen eines Östrogenüberschusses zeigst.
Mit den Triggern ist das so eine Sache, da es eben individuell total verschieden ist. Die Erfahrung hier zeigt aber, dass man das ZNS am besten unterstützt, wenn man möglichst wenig Veränderungen vornimmt.
Wenn es dir im Moment also relativ gut geht, würde ich vorerst alles so lassen.

LG Ute
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Veilchenwien » Freitag, 23.02.18, 21:22

Hallo, bin noch da. Aber einfach sehr mutlos und sehr sehr sehr unruhig. Fühle mich als hätte ich zwanzig Kaffee getrunken. Mein Hausarzt hat mir die Wahl gelassen zwischen Beruhigungsmitteln und Beta Blockern. Pest oder Cholera. Naja. Meinte, er findet da fast nie eine Ursache. Ist halt so. Nur Symptombekämpfung möglich. :frust: Naja, ich versuche wirklich ganz ganz ruhig zu leben. was nicht geht. :frust: Atemübungen von Jamie sind auch gut und nehmen die Spitzen. Und nehme natürlich keine neuen Medikamente.
Okay, genug gejammert. Dankbar für alle Tipps. Liebe Grüße!
Veilchenwien
Symptome 1: 2/ 1996: Schlafstörungen und Magenschmerzen, Erschöpfung bei Problemen am Arbeitsplatz; Diagnose: depressive Verstimmung
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Symptome 2: 2/2008 zur Vermeidung von Chronifizierung der starken Schmerzen bei einer Frozen Shoulder
Medikation: 25 mg Saroten/ Amytriptylin
Zusätzlich: seit 1999 Euthyrox (Hashimoto), zZt: abwechseln 75mg und 88 mg
seit Oktober 2014: Estradiol 1mg, seit 2/2017 Vit D 10000i.E./ Tag im Winter, Vit K1 und K2; seit 12/2017 Mentalfit, Ashwaganda und Omnibiotic Stress zwischendurch
Absetzgeschichte: Ab Herbst 1996 drei oder viermal Absetzen Seropram und wegen depressiver Symptome wieder Beginn (Psychiater: "Du brauchst das halt") - immer im Februar/ März! !
Aktuelles Absetzen: Auf Rat meiner neuen Psychiaterin im
Juli 2014 beide Medikamente für 2 Wochen auf die Hälfte reduziert und dann abgesetzt. Panikattacken, Hoffnungslosigkeit, Ängste, Kopfschmerzen, Durchfälle,Nebel im Kopf: wieder auf Normaldosis,
Dezember 2014 : Pram 10 mg für 14 Tage, dann 14 Tage jeden 2. Tag 10 mg, dann Ende; Saroten auf 10 mg, dann wie Pram, wieder starke Symptome; Hochdosieren auf täglich 10mg Pram und Saroten ;
Sommer 2015: wieder auf jeden 2. Tag , dann ganz abgesetzt
Bis November 2015 so starke Symptome (Angst, Panik, Durchfälle, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Weinerlichkeit, Reizbarkeit, Gelenkschmerzen...) dass ich mit neuer Psychiaterin mit wieder 20 mg Pram und 25 mg Trittico/ Tradozon weiter mache. Internetrecherchen führen mich zum ersten Mal zu "Absetzproblemen mit SSRI". Ernährungsumstellung wegen Sorbit und Laktoseunverträglichkeit
In Absprache mit Ärztin neuerlicher Absetzbeginn im
Mai 2016: Pram 14-tägig um 2mg reduzieren. Bei 10mg so starke Absetzprobleme (Durchfälle, Reizbarkeit, Ängste, ), dass ich auf dieser Dosis bleibe. Sympathikussyndrom diagnostiziert (Unruhe, Herzrasen)
Feber 2017: Pram 3 wöchig um 1mg bis auf 3 mg absenken; wieder Panik, Ängste, Reizbarkeit..
Sommer 2017: Hochdosieren auf 5 mg. Ich schlafe sehr gut (zum ersten mMal seit 30 Jahren), sehr stressanfällig und leicht reizbar. Zwischendurch Anfälle von totaler Hoffnungslosigkeit mit Weinkrämpfen und Suizidgedanken (wird seltener). Fühle mich häufig unter Strom.
Ich will Pram und dann Trittico ganz los werden.
20.1.2018 auf Anraten des Forums alle NEMs abgesetzt - Unruhe wird weniger, 5mg Pram mit Wasserlösemethode, nicht mehr nach Augenmaß
8.2.2018 nach ein paar Superguten Tagen zwei Katastrophentage (Angst, suizidale Gedanken). Jetzt wieder ziemlich gute Tage, aber immer wieder sehr unruhig, rastlos, getrieben mit Herzrasen.
Ab Mitte Feber engmaschige Psychotherapie
15.3.2018 nach Absprache mit Frauenärztin Estradiol wegen möglicher Mitursache für Unruhe abgesetzt. Statt dessen von ihr verordnetes NEM (Yamswurzel, Rotklee, Soja)

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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Veilchenwien » Freitag, 23.02.18, 21:32

Hallo, besonders an LInLina, habe heute meine Schilddrüsenwerte bekommen:
freies T4: 1,43ng/dl (0,89-1,76)
T3: 101 ng/dl (60-181)
TSH: 0,63 (0,4 -4)
außerdem Vit D bei 27 und Eisen zu hoch 184 (40-145)
Kann wer was anfangen damit? ERklärt das die Unruhe?
Dankbar für Ideen!!
Eure Veilchenwien
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Clarissa » Freitag, 23.02.18, 22:08

Hallo, ist es Ferritin oder Serumeisen?

Nur Ferritin ist aussagekräftig, Serumeisen nicht, nur Momentwert.

M.E. erklären Dein Laborbefunde die Unruhe nicht.

Die SD Werte sind i.O., TSH etwas niedrig, aber häufig bei Kontrollen wieder höher, schwankt sehr. Veränderte Eisenwerte machen keine Unruhe. Muss andere Ursache haben.

VG von Clarissa.
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Veilchenwien » Freitag, 23.02.18, 22:56

Hallo, danke für deine schnelle Antwort: Ferritin ist bei 56,7 ng/ml (10-250)
Liebe Grüße Veilchenwien
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Clarissa » Samstag, 24.02.18, 7:05

Huhu.

Dann ist das gut.

Vit. D weiss ich jetzt die Normalwerte nicht, aber ich wüsste nicht, dass eine Abweichung Unruhe macht.

Nee nee, damit wirst Du leider nicht weiterkommen.

VG von Clarissa.
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Veilchenwien
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

Eva

Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Eva » Samstag, 24.02.18, 8:36

Hallo,

vom Vitamin D bräuchte es auch noch den Referenzwert, um den D-Wert wirklich beurteilen zu können - der steht in der Regel in Klammern dahinter.

LG Eva

Veilchenwien
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Veilchenwien » Dienstag, 27.02.18, 20:54

Hallihallo, Vitamin D ist etwas niedrig. Sollte 30 sein, habe 27. Jetzt ist Unruhe gerade wieder etwas besser, aber nicht weg. Also entstressen, entstreesen, entstressen.......:)
LG Veilchenwien
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von padma » Mittwoch, 28.02.18, 13:19

hallo Veilchenwien, :)

da Vit D Unruhe verstärken kann, würde ich jetzt erstmal nichts einnehmen. So schlecht ist der Wert ja nicht. Soweit möglich, könntest du dich öfters in der Sonne aufhalten, das kann auch helfen.

liebe Grüsse,
padma
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1.01.2019: 0,1 mg :D



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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Veilchenwien » Donnerstag, 01.03.18, 21:02

Hallo, liebe Padma, ja werde ich bleiben lassen:) Danke. Brauche keine weitere Unruhe.
Liebe Grüße Veilchenwien
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Sommer 2015: wieder auf jeden 2. Tag , dann ganz abgesetzt
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In Absprache mit Ärztin neuerlicher Absetzbeginn im
Mai 2016: Pram 14-tägig um 2mg reduzieren. Bei 10mg so starke Absetzprobleme (Durchfälle, Reizbarkeit, Ängste, ), dass ich auf dieser Dosis bleibe. Sympathikussyndrom diagnostiziert (Unruhe, Herzrasen)
Feber 2017: Pram 3 wöchig um 1mg bis auf 3 mg absenken; wieder Panik, Ängste, Reizbarkeit..
Sommer 2017: Hochdosieren auf 5 mg. Ich schlafe sehr gut (zum ersten mMal seit 30 Jahren), sehr stressanfällig und leicht reizbar. Zwischendurch Anfälle von totaler Hoffnungslosigkeit mit Weinkrämpfen und Suizidgedanken (wird seltener). Fühle mich häufig unter Strom.
Ich will Pram und dann Trittico ganz los werden.
20.1.2018 auf Anraten des Forums alle NEMs abgesetzt - Unruhe wird weniger, 5mg Pram mit Wasserlösemethode, nicht mehr nach Augenmaß
8.2.2018 nach ein paar Superguten Tagen zwei Katastrophentage (Angst, suizidale Gedanken). Jetzt wieder ziemlich gute Tage, aber immer wieder sehr unruhig, rastlos, getrieben mit Herzrasen.
Ab Mitte Feber engmaschige Psychotherapie
15.3.2018 nach Absprache mit Frauenärztin Estradiol wegen möglicher Mitursache für Unruhe abgesetzt. Statt dessen von ihr verordnetes NEM (Yamswurzel, Rotklee, Soja)

Veilchenwien
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Veilchenwien » Dienstag, 06.03.18, 20:24

Hallo, ihr Lieben! Ich war heute bei einer Endokrinologin. Und das war super. Sie hat mir ganz viele hormonelle Zusammenhänge erklärt und drei Bereiche zur Reduktion meiner Unruhe herausgearbeitet. Ich kann es hier gar nicht mehr so genau erklären, sage euch aber die Überschriften.
1) Zu viel Sympathikus, zu viel Stress und zu wenig Parasympathikus. Also Stress abbauen und mit neuem Stress besser umgehen lernen und Sport und Selbstfürsorge vermehren -bin ich eh stark dran. Bin sehr Stressanfällig.
2) An den Gefühlen arbeiten, die sich auch wieder in körperlichen Symptomen und Adrenalinausschüttung und Cortisolanstieg äußern (können) (Bin ich auch dran, weil ich wieder regelmäßig Psychotherapie mache)
3) mehr essen. Stress macht oft, dass wir zu wenig essen. Ich hatte dieses Problem NIE. Konnte immer essen. Habe aber selbst schon bemerkt, dass ich in letzter Zeit wirklich wenig gegessen habe. Hunger, bzw zu wenig Nahrung und ein niederer Grundumsatz und dann aber Belastungen und Sport sind wieder Stress für den Körper und machen wieder Adrenalin und Cortisolausschüttung und setzen auch Orexin frei, das Hungerhormon. Sie hat es recht anschaulich erklärt: Wenn wir in der Steinzeit in der Höhle sitzen, draußen 4 Meter Schnee und unsere Vorräte sind weg, dann sorgt Orexin dafür, dass wir uns noch aufraffen können raus zu gehen und zu jagen. Nimmt auch das Hungergefühl und Schmerzen weg. Da ich ja nicht jagen muss, habe ich wieder zu viel Unruhe in mir.
Sie hat mir geraten, nach dem Abendessen noch einmal eine Kohlehydratmahlzeit einzuführen.ZB ein Butterbrot. Eine Banane ist zu wenig, hat sie gemeint. Das soll auch bei manchen Schlafstörungen helfen, weil ja der Hungerstress in der Nacht wieder zu viel Cortisol ausschütten lässt und wir aufwachen/ nicht schlafen können. Ich hab in der Nacht keinen Hunger, ich hab überhaupt nicht so oft Hunger, aber der Mechanismus ist dennoch so.
Ich hoffe, ich hab das halbwegs richtig weiter gegeben. Ist halt sehr laienhaft, hat mir aber sehr viel Sinn gemacht. Ich hoffe, es ist auch für euch nachvollziehbar.
Ich werde jedenfalls darauf achten, mehr zu essen und die Spätmahlzeit (in etwas Abstand zum Schlafengehen) einzuführen.
Vitamin D hat sie gemeint, dass 2000 i.E. gehen könnten. Ich habe ja zuletzt 10000 verschrieben gehabt. (pro Tag)
Sie hat mir auch die Zusammenhänge mit der Schilddrüse erklärt, kann ich nur leider nicht mehr wieder geben. Die Medikation passt so.
Also noch weiter gearbeitet an mir und dann kommt der nächste Schritt zur weiteren Pram Reduktion. Das hat aber jetzt Mal Zeit, bis ich stabiler bin.
Nach der Kur vielleicht. Dann weiss ich auch was die Kur und was die Pramreduktion machen.
Guten Abend, dann und liebe Grüße - hab wieder einigen Mut :D und wünsche euch ganz vieleTage, wo etwas für euch Mutmachendes passiert.
Veilchenwien
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Symptome 1: 2/ 1996: Schlafstörungen und Magenschmerzen, Erschöpfung bei Problemen am Arbeitsplatz; Diagnose: depressive Verstimmung
Medikation: 20 mg Seropram/Citalopram; ab ca 2008 Pram
Symptome 2: 2/2008 zur Vermeidung von Chronifizierung der starken Schmerzen bei einer Frozen Shoulder
Medikation: 25 mg Saroten/ Amytriptylin
Zusätzlich: seit 1999 Euthyrox (Hashimoto), zZt: abwechseln 75mg und 88 mg
seit Oktober 2014: Estradiol 1mg, seit 2/2017 Vit D 10000i.E./ Tag im Winter, Vit K1 und K2; seit 12/2017 Mentalfit, Ashwaganda und Omnibiotic Stress zwischendurch
Absetzgeschichte: Ab Herbst 1996 drei oder viermal Absetzen Seropram und wegen depressiver Symptome wieder Beginn (Psychiater: "Du brauchst das halt") - immer im Februar/ März! !
Aktuelles Absetzen: Auf Rat meiner neuen Psychiaterin im
Juli 2014 beide Medikamente für 2 Wochen auf die Hälfte reduziert und dann abgesetzt. Panikattacken, Hoffnungslosigkeit, Ängste, Kopfschmerzen, Durchfälle,Nebel im Kopf: wieder auf Normaldosis,
Dezember 2014 : Pram 10 mg für 14 Tage, dann 14 Tage jeden 2. Tag 10 mg, dann Ende; Saroten auf 10 mg, dann wie Pram, wieder starke Symptome; Hochdosieren auf täglich 10mg Pram und Saroten ;
Sommer 2015: wieder auf jeden 2. Tag , dann ganz abgesetzt
Bis November 2015 so starke Symptome (Angst, Panik, Durchfälle, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Weinerlichkeit, Reizbarkeit, Gelenkschmerzen...) dass ich mit neuer Psychiaterin mit wieder 20 mg Pram und 25 mg Trittico/ Tradozon weiter mache. Internetrecherchen führen mich zum ersten Mal zu "Absetzproblemen mit SSRI". Ernährungsumstellung wegen Sorbit und Laktoseunverträglichkeit
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Gwen
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 07.03.18, 19:07

Hallo Veilchen,
das hört sich ja sehr spannend an, was die Ärztin Dir da alles erklärt hat. Werde ich mich noch Mal genauer mit auseinander setzen.
Und super, dass sie Zusammenhänge erklärt und Strategien gegen die Unruhe statt einfach den Rezeptblock zu zücken!!!
Vielen Dank für's berichten und viele Grüße Gwen
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Veilchenwien
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Veilchenwien » Freitag, 09.03.18, 20:52

Hallo Gwen, ja wirklich super, die Frau! sehr dankbar.
LG Veilchenwien
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Dezember 2014 : Pram 10 mg für 14 Tage, dann 14 Tage jeden 2. Tag 10 mg, dann Ende; Saroten auf 10 mg, dann wie Pram, wieder starke Symptome; Hochdosieren auf täglich 10mg Pram und Saroten ;
Sommer 2015: wieder auf jeden 2. Tag , dann ganz abgesetzt
Bis November 2015 so starke Symptome (Angst, Panik, Durchfälle, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Weinerlichkeit, Reizbarkeit, Gelenkschmerzen...) dass ich mit neuer Psychiaterin mit wieder 20 mg Pram und 25 mg Trittico/ Tradozon weiter mache. Internetrecherchen führen mich zum ersten Mal zu "Absetzproblemen mit SSRI". Ernährungsumstellung wegen Sorbit und Laktoseunverträglichkeit
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Veilchenwien
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Veilchenwien » Samstag, 14.04.18, 20:57

Hallo, ich melde mich wieder einmal. Bin jetzt kurz vor meiner Kur und stehe bei 5mg. Habe bessere und schlechtere Tage, aber IMMER "Nebel im Kopf". Und eine große Stressanfälligkeit. was mich plötzlich alles stresst!!!! Geht das je weg????? Habe manchmal große Angst, dass mein Gehirn auf Dauer geschädigt ist und ich nie wieder echt normal werde. Werde ab dem Sommer meine Tätigkeiten weiter reduzieren. Eigentlich wollte ich nach der Kur weiter reduzieren. Aber ich habe jetzt Angst, dass mein Nebel schlimmer wird. Auf Dauer nämlich. Huhu. Bin wieder einmal ratlos. Gibt es etwas, was hilft?
Bitte um eine Antwort. Danke Euch!
Alles Liebe Veilchenwien
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Re: Vorstellen / Citalopram und Trazodon

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 15.04.18, 18:47

Hallo Veilchenwien,

ich kann mir vorstellen, dass dieser andauernde Gehirnnebel sehr belastend für dich ist.
:hug:
Ein Geheimmittel dagegen kenne ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass es mit sinkender Dosierung besser wird.

Erhöhte Stressanfälligkeit ist typisch während des Absetzens. Die Medikamente haben vorher quasi einen Schutzwall aufgebaut und jetzt prasseln Reize wieder ungefiltert er auf dich ein. Daran musst du dich wohl erst wieder gewöhnen.

Ich kann mir vorstellen, dass du dieses Thema in der Reha angehen kannst. Oftmals werden dort Maßnahmen zur Stressbewältigung vermittelt.

Ich drücke dir die Daumen, dass du dich gut erholen kannst.

LG Ute
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