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Absetzsymptome nach dem Absetzen von Duloxetin

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Cyclist1975
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Absetzsymptome nach dem Absetzen von Duloxetin

Beitrag von Cyclist1975 » Freitag, 02.03.18, 22:20

Hallo Zusammen,

zuerst möchte ich an alle Beteiligten, die dieses Forum betreiben,meinen Respekt aussprechen! Weiter so...ihr seid für alle, die in der gleichen Situation stecken, eine große Hilfe.

Nun zu mir:

Ich habe ein Jahr lang Duloxetin 30 mg aufgrund psychischer & physischer Überlastung (Burnout/Übertraining/Angststörung/Schlafstörungen) bekommen. Das zeug hat mir sehr geholfen. Die anfänglichen Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit, verwirrte Träume und Übelkeit habe ich in Kauf genommen.
Nach ca. 6 Wochen ging es mir langsam besser. Danach war alles wieder im "Normalzustand" und ich hatte wieder ein sorgenfreies Leben geführt. Da alles gut lief und ich keine Angststörungen und Unruhegefühle mehr hatte, beschloss meine Ärztin und ich das Ganze mit ausschleichen abzusetzen.
Ab Januar 2018 bekam ich Duloxetin 20 mg. Dies habe ich 4 Wochen lang genommen und hatte keine Probleme. Nach diesen 4 Wochen sollte ich 2 Wochen lang jeden zweiten Tag eine Tablette einnehmen. Der Tag ohne Tablette war meistens gegen Mittag am Ar***, da ich immer Schwindel bekam. An den Tagen mit Tablette war alles bestens. Nach zwei Wochen habe ich dann keine Tabletten mehr eingenommen. Wie mit der Ärztin vereinbart.
Die ersten vier Tage waren sehr anstrengend, da ich mit Schwindel zu kämpfen hatte. Es kam etwas Tinnitus hinzu, was mich aber nicht weiter gestört hat. Nach einer Woche habe ich den Schwindel überstanden und dachte alles ist perfekt. Die nächste Woche war völlig ohne Symptome und ich dachte mir, dass ich es geschafft habe. Und dann kam ohne Vorwarnung und grundlos das unruhige und mit Angst behaftete Gefühl in meiner Brust-und Magengegend. Die Symptome, die ich im Moment hab, sind genau wie vor der Einnahme von Duloxetin. Ich habe Stimmungsschwankungen und bin gereizt. Aber am meisten nervt mich wieder dieses Gefühl (Angst, Unruhe, kurz vor einer Panickattacke), dass der Grund für meine Einnahme eines Antidepressivums war.
Nachdem ich mich hier intensiv durchgelesen habe, gehe ich davon aus, dass zu schnell abdosiert wurde.

Nächsten Mittwoch habe ich einen Termin bei meiner Ärztin.

Nun zu meinen Fragen:
Soll ich den ganzen Sch :censored: durchziehen und warten bis die Absetzsymptome verschwinden?
Soll ich wieder 20 mg Duloxetin einnehmen und langsamer ausschleichen?
Oder sind das keine Absetzsymptome und das Ganze liegt an meiner Grunderkrankung?
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 02.03.18, 22:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Editiert
Oktober 2016: Angstzustände, Panickattacken, Tinnitus, Burnout und Übertrainingssyndrom (Leistungssport)

Februar 2017 Duloxetin 30 mg, nach 6-8 Wochen wieder normales Leben
Januar 2018 Duloxetin 20 mg, ohne Probleme
Februar 2018 jeden zweiten Tag Duloxetin 20 mg, An Tagen ohne Tablette Schwindel
12. Februar 2018 keine Einnahme mehr. Anfangs Schwindel und Tinnitus. Nach 4 Tagen Schwindel weg.
27.Februar 2018, Angstzustände, Schlafstörungen, Beklemmungsgefühl, Unruhe.
04. März 2018, 3 mg = 16 Kügelchen. Innere Unruhe

mücke
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Re: Absetzsymptome nach dem Absetzen von Duloxetin

Beitrag von mücke » Samstag, 03.03.18, 7:21

Hallo Cyclist

Willkommen bei uns.

Hier findest du allgemeine Informationen: viewtopic.php?f=18&t=12880
wenn möglich, bitte lesen.
Ab Januar 2018 bekam ich Duloxetin 20 mg. Dies habe ich 4 Wochen lang genommen und hatte keine Probleme. Nach diesen 4 Wochen sollte ich 2 Wochen lang jeden zweiten Tag eine Tablette einnehmen. Der Tag ohne Tablette war meistens gegen Mittag am Ar***, da ich immer Schwindel bekam. An den Tagen mit Tablette war alles bestens. Nach zwei Wochen habe ich dann keine Tabletten mehr eingenommen.
Nur jeden 2. Tag eine Tablette zu nehmen ist ein Unding. Du hast das ja selber auch feststellen können.
Wenn reduzieren dann auch regelmäßige Einnahme.
Soll ich den ganzen Sch :censored: durchziehen und warten bis die Absetzsymptome verschwinden?
Das würde ich nicht machen.
Soll ich wieder 20 mg Duloxetin einnehmen und langsamer ausschleichen?

Ja, würde ich so machen.
Oder sind das keine Absetzsymptome und das Ganze liegt an meiner Grunderkrankung?
Da die Symptome mit dem Absetzen aufgetreten sind, tippe ich auf ein Absetzsyndrom.

Gruß Mücke
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Re: Absetzsymptome nach dem Absetzen von Duloxetin

Beitrag von Cyclist1975 » Samstag, 03.03.18, 17:51

Danke für die schnelle Antwort.

Ich bin gespannt was meine Ärztin dazu meint. Habe heute gleich die 20 mg Tablette wieder eingenommenen.

Ich gebe Bescheid wie sich die Situation entwickelt.
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Re: Absetzsymptome nach dem Absetzen von Duloxetin

Beitrag von Gwen » Samstag, 03.03.18, 17:58

Hallo Cyclist,
kannst Du bitte eine Signatur mit Deinem Medikamentenverlauf anlegen? (Geh dazu bitte auf Deinen Namen oben rechts, dann auf persönlicher Bereich, dort auf Profil und Signatur ändern)

Wenn Du jetzt schon eine längere Zeit auf Null warst, reicht vermutlich auch eine geringere Dosis aus um Dich wieder zu stabilisieren.
Viele Grüße Gwen
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Re: Absetzsymptome nach dem Absetzen von Duloxetin

Beitrag von Cyclist1975 » Samstag, 03.03.18, 18:22

So, hab die Signatur :-)

@Gwen: Soll ich mit 10 mg Duloxetin weiter machen? Was meinst? Bin ja quasi seit 3 Wochen „clean“.
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Re: Absetzsymptome nach dem Absetzen von Duloxetin

Beitrag von Gwen » Samstag, 03.03.18, 19:42

Hallo Cyclist,
wie gings Dir denn heute mit den 20mg?

Hier gibt's einen Thread zum Wiedereindosieren
viewtopic.php?f=18&t=13205
Und hier noch die Infos aus den FAQ http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 15#p106315

Da Du ja seit 3 Wochen schon nichts mehr genommen hast und davor auch die wechselnde Dosis, würde ich an Deiner Stelle jetzt erst Mal einige Tage mit deutlich weniger testen, wie Du reagierst. Ich hätte zu irgendwas um 2 oder 3mg tendiert, um vorerst zu schauen, ob Du es noch verträgst und eine Veränderung bemerkst. Daher auch die Frage, wie das jetzt mit den 20mg heute war. Das könnte nämlich nach dieser Zeit schon deutlich zu viel gewesen sein und damit heftigere Reaktionen hervorrufen.

Was die Reaktion Deiner Ärztin angeht, solltest Du damit rechnen, dass sie sich unter Umständen nicht mit dem Absetzen auskennt (wofür der Rat mit den wechselnden Dosen spricht) und Dir dann sagen wird, dass Deine Grunderkrankung zurück ist und Du das Duloxetin wieder in der ursprünglichen Dosis (oder sogar mehr) nehmen sollst. Das sind zumindest die Erfahrungen, die leider viele hier im Forum mit ihren Ärzten machen....

Viele Grüße Gwen
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Re: Absetzsymptome nach dem Absetzen von Duloxetin

Beitrag von Cyclist1975 » Samstag, 03.03.18, 22:58

Hallo Gwen,

ich habe die 20 mg heute morgen um 11:00 Uhr genommen. Das Angst- und Beklemmungsgefühl ist gefühlt etwas weniger aber noch spürbar. Körperlich geht es mir gut. Ich werde morgen 3 mg nehmen und schauen was sich tut.

Danke Gwen!!! :-)
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Re: Absetzsymptome nach dem Absetzen von Duloxetin

Beitrag von Cyclist1975 » Mittwoch, 07.03.18, 9:28

Hallo zusammen,

seit Sonntag nehme ich die 3mg Duloxetin mit der Kügelchenmethode. Bis jetzt geht es mir einigermaßen gut. Die Unruhe ist etwas da aber das Angstgefühl nicht. Heute morgen war ich bei meiner Ärztin. Sie sagt, dass beim absetzen einiges im Körper bzw Gehirn an Anpassungungsprozessen stattfindet. Eine Rückkehr der Grunderkrankung schließt sie erstmal aus. Ich soll doch die Kügelchenmethode weiter machen und schauen wie es mir dabei geht. Ich soll mir mit dem Absetzen Zeit nehmen. Sie meint, dass das Absetzen von Duloxetin bei jedem Patienten anders verläuft. Bin gespannt wie es bei mir verläuft.
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