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Antidepressiva absetzen Entzugshölle (Duloxetin + Alprazolam)

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Cavani9
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Antidepressiva absetzen Entzugshölle (Duloxetin + Alprazolam)

Beitrag von Cavani9 » Freitag, 09.03.18, 19:39

Hallo erstmal ,
Ich (männlich in 2 wochen 22Jahre jung ) habe das Forum seit ca.10 Monaten gefunden und folge es täglich mehrmals . Ich habe heute mein Mut zusammen gepackt und habe ein Konto eröffnet und mein ersten Beitrag zusammengestellt.
Als erstes möchte ich erwähnen dass ihr eine GROSSARTIGE ARBEIT leistet . Wow :group:
Ich habe ein Anliegen ob mir jemand helfen könnte ..
Ich habe wegen Panikattacken Xanax verschrieben bekommen gleichzeitig mit Efexor ER ( Venlafaxin )
Das Xanax habe ich ununterbrochen täglich 2.5 Jahre genommen 0.25 -0.5 mg täglich.
Efexor 1.5 Jahre 75 mg das andere Jahr Duloxetin Cymbalta.
Ich war echt blöde und dumm ( sorry für die Wortfahl) und habe uninformiert gehandelt und habe das AD kalt abgesetzt und hatte danach so merkwürdige Blitzstromshläge durch den Kopf wen ich nach links oder rechts geschaut habe , durch diese Komishen Symptome habe ich dann wieder eindosiert , habe mich stabilisiert und nach diesen 2.5 Jahre einen gravierenden Fehler gemacht ich hab das Duloxetin kalt abgesetzt , als ob das nicht genug wäre zeitgleich auch das Xanax kalt abgesetzt also ich stecke in 2 Kaltentzüge hahaha :whistle: ich weiss blödmann trotzdem muss ich lachen ab meiner Dummheit.
Obwohl ich kein einzigen grund habe um zu lache hier:
0-3 Monate HÖLLE auf Erden :
Suizidgedanken , Derealisation Depersonalisation , Neuro Emotionen , Herzrasen Herklopfen , Benebelt , Motivationslos, Muskelzuckungen , Nervenschmerzen , Gelenkschmerzen, entfremdungserlbenisse , verzerrtes sehen , magen darm beschwerden , haarausfall , kompletter libidoverlust , stimmungsshwankungen , depressiv , hoffnungslosigkeit , verzweiflung, ANGST , psychotische Anfälle und vieles mehr .
3-6 Monate : Immernoch das gleiche mit abwechslender Symptome .
6-9 Monate : Ein bisschen gedämpfte Symptome typishe Wellen und Fenster schon täglich .
Ich bin nun im 10 Monat nach 0 .
Ich bekomm aus dem nichts so komische Zustände die sich sehr real anfühlen aber ich innerlich weiss dass es nicht zumir gehört dass mir das alles ein Streich spielen will.
obwohl ich mein Leben liebe Meine Freundin überalles Liebe meine Familie liebe noch sehr viel erleben möchte doch das macht mich alles sehr traurig :(
Nach ein paar minuten vershwindet das auch ein bisschen ..
Diverse unverträglichkeiten habe ich auch .

Habe starke angstgefühle alleine zusein im sinne von ich könnte die Kontrolle verlieren , das problem ist das ist ein gefühl aber im inneren Kern ist immernoch der freusige Mensch da der genau weiss dass das nicht stimmt.
Die ständige derealisation depersonalisation keine ahnung was das ist verstärkt die Symptome sowie : ich kann nicht so denken wie ich möchte ..
meine frage kann das noch der Entzug sein ?
Eins muss ich aber sagen dass sich vieles verbessert hat . Hab ich zumindest das Gefühl..
Was mich zu schaffen macht sind diese aufdringliche gedanken diese Fake Gedanken nenne ich sie ..

Ihr seit echt eine Stütze und Gott segne euch.
Tut mir leid wenn ich gleich soviel geschrieben habe ..
Liebe Grüsse Bes
Zuletzt geändert von Gwen am Sonntag, 29.04.18, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Wirkstoffe ergänzt
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von padma » Freitag, 09.03.18, 22:52

hallo Bes, :)

willkommen im ADFD.

Schlimm zu hören, wie schlecht es dir geht.

Was du beschreibst sind alles typische Entzugssymptome. Du steckst in einem protahierten Entzugssyndrom. Das kann besonders nach Kaltentzügen auftreten und kann leider sehr lange anhalten, in schweren Fällen mehrere Jahre. 10 Monate sind da noch nicht so lang.

Derealisation/Depersonalisation sind typische Entzugssymptome. Auch alle Arten von unechten Gedanken gehören mit dazu.

Es ist gut, dass du erkennst, dass diese Gedanken nicht echt sind, nicht wirklich deine.

Dass du eine Besserung verspürst ist gut. Leider kann man bei diesen Langzeitentzugssyndromen nicht viel machen. Heilen tut vor allem die Zeit.

Danke dir auch noch für dein Lob fürs Forum.
Ich wünsche dir einen guten Austausch.

liebe Grüsse,
padma

Dass du
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.01.2019: 0,1 mg :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Samstag, 10.03.18, 1:27

Hallo Padma ,
Danke für deine Antwort.
Dann bleibt mir halt nichts anders überig als zu hoffen dass ich nicht zu den schweren Fällen gehöre . :)
Mein Fehleer war echt der Kaltentzug von gerade 2 Medis.
Tritt aber eine Heilung statt oder werde ich jetzt mein Lebenlang so bleiben? Ist schon unheimlich ...
Danke dir dass mich ein bisschen beruhigt hast .
Es beeinträchtigt echt meinen Alltag .
Kommt das wieder gut ??
Das bedeuter aber nicht dass das in einer gleichstarken Intensität über Jahre bleibt oder ???
Liebe Grüsse

Clarissa
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Clarissa » Samstag, 10.03.18, 5:27

Guten Morgen, Bes.

Padma :) hat Dir dazu eigentlich schon alles geschrieben.

Auch im protrahierten schweren Entzug ist mit einer Besserung zu rechnen. Das ZNS, der Körper hat Selbstheilungskräfte, ist regenerationsfähig. Du bist jung, Deine Chancen sind sehr gut.

Es gibt allerdings keine Wundermittel, nur Zeit und Geduld helfen. Keine Panik!

Akzeptiere Deine jetzige schwierige Lage und kämpfe nicht zu sehr dagegen, das bringt Dich nicht weiter.

Versuche, Deinen Körper zu unterstützen mit viel Ruhe und Schonung, auch z.B. schonender Ernährung.
So mache ich es und denke, mir damit Gutes zu tun.

DR und DP sind bei mir übrigens ziemlich bald verschwunden, da war ich sehr froh.

Das wird auch bei Dir wieder. Dein ZNS ist jetzt noch mega gereizt. Gib ihm die Chance, sich zu beruhigen.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Samstag, 10.03.18, 21:33

Danke für eure Antworten.
Clarissa ja ich glaube an meine Selbstheilungskräfte sehr sogar doch so komische körperlich wie auch psychishe Symptome machen mir echt zu schaffen . Ich hoffe wirklich dass mein Hirn keinen Shaden erlitten hat . Wie lange hattesr du denn DP / DR wenn ich fragen darf ?
Ist es wirklich so dass der Entzug so massive Kopfshmerzen und Herzrasen und Klopfen und soooo starke psychishe Symptome auslösen kann?:O
Roxy : Danke für deine Antwort ich wünshe dir viel Glück und Kraft . Steckst du auch im Kaltentzug?
Mein Problem weil ich in 2 Kaltentzüge stecke weiss ich nicht welche Symptome von was kommen .
Ist schlussendlich ja auch relativ egal aber ja
Liebe Grüsse

Jamie
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Jamie » Samstag, 10.03.18, 21:49

Hallo Bes, :)

du bist in einem protrahierten Doppelentzug.
Erst einmal möchte ich dir schreiben, dass ich mir wirklich vorstellen kann, wie schwer das ist und was du da jeden Tag am Kämpfen bist :hug: .

Nun bist du schon 10 Monate auf Null, da raten wir normalerweise nicht mehr zur Wiedereinnahme einer kleinen Menge.
Vom Benzo würde ich auf jeden Fall die Finger lassen, da das ja auch eine massive Suchtkomponente hat und wenn du jetzt schon 10 Monate geschafft hast ohne rückfällig zu werden, dann ist das echt stark! :fly:

Man könnte überlegen, ob du vom AD noch mal probeweise 0,5mg eindosierst und schaust, was passiert und ob sich ggf. Linderung einstellt, aber das musst du selbst entscheiden; Versprechen können wir hier keine machen. Ich würde wohl auch eher weiter zuwarten.

Ich bin seit 5 Jahren Moderatorin hier und auch selbst betroffen (seit ca. 2004 ging das Drama los); ich kann auf jeden Fall sagen, dass das Gehirn sehr wohl in der Lage ist sich zu regenerieren.
Es braucht zwar viel Zeit und man kann nichts erzwingen, aber das ZNS / Gehirn kann heilen und ist neuroplastisch; das heißt es kann sich umbauen und remodellieren und auch Eingriffe durch Psychopharmaka kompensieren.

Meiner Erfahrung nach und für mich gesprochen ist eine hohe Sensibilität meines ZNS nach meinen Entzügen geblieben und für mich selbst glaube ich auch, dass ich nicht zu 100% heilen werde (auch aufgrund eines Traumas und anhaltender Insomnie), aber ich kann sagen, dass sich mein Zustand über die Jahre gesehen massiv verbessert hat! Es geht mir wirklich besser!
Es ist kein Vergleich wie zu den Zeiten, als auch ich fast kalt mein AD absetzte und sehr sehr litt.
Es geht mir um Welten besser!

Aber man braucht eben Geduld und Spucke und muss sehr sanft und verständig zu sich sein :)

willkommen im Forum :group:
alles Gute
Jamie
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Samstag, 10.03.18, 22:44

Danke Jamie für die schnelle sehr inforeiche Antwort .
Ja ich hab auch nicht im Sinn da wieder Experimente mit Ads zu probieren.
Wie ist deine Einschätzung denn von der Dauer her habe ich ja niixht alll zulange Medis genommen . Weshalb denksr du dass du nicht 100% heilen wirst ?
Ich hoff natürlich für dich dass du zu 110% heilen wirst .
Ich hoffe , dass alle die aus Verzweiflung auf dieses Forum zugestossen sind zu 100% heilen.
Ja ich habe wirklich Wellen und Fenster seit ca 3 Monate täglich mehrmals . Oft geht es mir sehr gut vorallem abends bis auf die DP DR .
Und diese Fake Gedanken hmmm
Liebe grüsse dir und an das ganze Team.

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Sonntag, 11.03.18, 5:30

Hallo :-)
Ich habe diese Woche bei einer Psychiaterin angerufen sehr zugällig gefunden weiteres folgt.

Nachdem ich seit 10 Monaten nicht mehr bei der Ex Psychiaterin gegangen bin .
Ich hab sicher um die 20 Psychiater / Spitäler / Sogar Chefärzte am Telefon gehabt mit alle dem gleichen Fazit : Es ist die Grunderkrankung , denn länger als max 4 Wochen sollte der Entzug nicht gehen,dann dachte ich mir ja okey aber meine Grunderkrankung war ein Paradies im gegesatz zudem was ich jetzt durchmache und somit konnte ich sie nicht ernst nehmen.
Jetzt zur neuen , nachdem ich ihr die ganze Geshichte erzählt habe und jedes Symptom sehr genau erklärt habe fragte sie mich am schluss , so Herr .... na was denken Sie denn? Wo liegt das Problem ?
Dann sagte ich : Vielleicht werden Sie nicht einverstanden sein aber ich tippe auf Entzug .
Ihre Antwort hat mich überrasht : Bravo Herr ..... Genau das ist es .
War echt froh darüber , habe einen Termin abgemacht und werde Euch informieren was sie mir so sagen wird . :)
Ich sende euch Viel Glück , Kraft ubd Durchhaltewillen.

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 11.03.18, 6:01

Hallo Bes,

wir führen intern eine kleine Liste mit verständnisvollen Ärzten. Diese Dame wäre eine Kandidatin! Adressen geben wir nur per PN raus mit dem strikten Hinweis, dass nicht kommuniziert werden darf, wie man an den Kontakt gekommen ist. Viele Ärzte möchten keine Empfehlung in online Foren sein. Jedenfalls, wenn du zufrieden bist zukünftig mit ihrer Betreuung dann sende mir ihre Daten gerne per PN.

Danke, Grüße und guten Austausch hier! Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Sonntag, 11.03.18, 12:17

Hallo murmeline .
Schön zu hören, dass ihr eine Liste führt .
Was ich vielleicht noch bemerken muss ist dass ich in der Schweiz lebe .
Aufjedenfall werde ich berichten und trotzdem die Kontaktdaten durchgeben.
Liebe Grüsse

MaggieSmalls
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von MaggieSmalls » Sonntag, 11.03.18, 16:48

Hallo Cavani,
habe gerade deinen Thread gesehen und dachte ich schreibe dir mal, da wir ungefähr im gleichen Alter und fast deckungsgleiche Symptome haben. Vor allem erinnerte mich der Satz, dass du dein Leben liebst, noch so viel vor hast etc aber die Symptome das alles "zu nichte" machen sehr stark an mich.

Ich habe gerade in den ersten Monaten das Gefühl gehabt mich selbst nicht mehr zu kennen und ich habe auch immer noch Angst, dass es alles nie aufhören wird. Dann versuche ich mir aber immer wieder einzureden, dass dieses typische Wellen / Fenster Muster ja eine klare Sprache spricht und eine Heilung stattfindet. Diese wird irgendwann beendet sein und wir können unser Leben wieder genießen. Während des Entzugs empfinde ich mein Leben auch nicht als "Leben" sondern eher ein durch den Tag kommen. Jeder morgen ist wie ein Überraschungspaket mit mal starken, mal weniger starken Symptomen. Manche Tage muss man einfach nur hinter sich bringen andere fühlen sich an wie pure Erholung von den ganzen Strapatzen.

Manchmal brauche ich dringend den Zuspruch hier im Forum weil ich vor lauter Verzweiflung nicht weiß wohin mit mir. In der "gesunden Welt" versteht einen auch wirklich niemand...und das kann auch niemand verstehen wie sich sowas anfühlt wenn man es nicht selbst durchlebt hat.
Ich bin heute ca 1 Jahr ohne SSRI und habe immer noch massive Symptome. Allerdings sind einige schon verschwunden...vor allem die Psyche wird mit der Zeit besser.

Gute Besserung!
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JamieCavani9padmaMurmeline
September 2015 starker Schwindel - erstmaliger Besuch beim psychologen + Aufarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse.
November 2015 - Nach anfänglicher psychischer Besserung plötzlich Talfahrt mit Beginn von Panik.
05.11.2015 1. Einnahme von Cipralex - Stimmung wurde besser allerdings nicht die Panik.Januar 2016 - völliger psychischer Zusammenbruch - kein Schlaf & nur Panik + Heulattacken, Aussichtslosigkeit, tiefe depressive Emotionen

2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

Stand 2018


Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
Rauschen im Kopf / auf den Ohren
Geringe Belastbarkeit / Kann Stresssituationen schlecht einordnen
Kann nicht zu lange am PC sitzen (verschlimmert Symptome)
Nächtliches schwitzen
Hitze triggert Symptome
Heiß / Kalt Gefühl
"Needles and Pins"
Starke Benommenheit
Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Brainzaps (sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)

Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (intensiv und viel)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Fatigue
Extrem Depressive Phasen
Kein Hunger
Depersonalisierungsgefühl
Halluzinationen (ganz selten noch Nachts)
Neuro Emotionen (stark)
Muskelkrämpfe
Heulattacken
Suizidgedanken

Cavani9
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Sonntag, 11.03.18, 17:18

Hallo Maggiesmalls
Als erstes muss ich lachen hahah dein Text könnte echt von mir stammen .
Bei mir verläuft es identisch es gibt Tage die sehr erholsam sind so als ob der Körper Energie und Ruhe tankt für die nächste anstehende Welle .
Ja ich habe mich auch nicht gekannt in den Momenten es gibt trotzdem noch so ich sage mal Anfälle bei denen ich komplett nebenmir stehe und wie in einer Hölle eingesperrt bin , ich probiere es gelassen zunehmen . Was ich noch ein Problem hab ist ich kann mich shlecht distanzieren : wenn jemandem etwas zustösst hab ich vollkommen das gefühl genau das gleiche wird mir jetzt such passieren hahah .
Das mit den Symptomen kann ich dir echt zustimmen die Psyche wird langsam besser dafür wandelt es sich beimir auf die körperlichen : Erhöhte Gasbildung Herzrasen Klopfen , Kopfshmerzen uvm.
Langsam lache ich exht darüber wie es mir geht langsam kann ich es nicht mehr ernst nehmen.
Gute Besserung
Liebe Grüsse Cavani
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Montag, 12.03.18, 18:52

:zombie: Danke für die Antwort Roxy .
Ich drücke dir die Daumen dass es schnellstmöglich vorbei geht .
Ich war heute mit meinen Eltern meine Schwester besuchen, Fahrtdauer Hin 2.5 Std zurück 2.5 Std .
Bei der Hinfahrt habe ich geschlafen oder zumindest versucht weil ich seit dem Entzug nicht in der Lage bin Auto zufahren ( mehr als Schutz für die mitfahrer)
Bei der Rpckfahrt wollte ich ein bisschen die Augen zumachen doch dann kamen so art keine Ahnung wie ich si beschreiben sollte wie psychotishe Symptome mit voller verwirrtheit und der Regen der auf die Scheiben fiel das Geräush machte mir sooo angst und war sooo gereizt dazu erhöhte gasbildung mit Herzschmerzen irgendwie .
Und wieder Komishe Suizidgedanken oder keine Ahnung was das für Gedanken sind so etwas in dieser Art und so merkwürdige Gedanken als wör ich in einem falshen film DP DR darf natürlich nicht fehlen.Und ich denke mir immer junge junge was das für sinnlose gedanken aber trotzdem machen sie mir angst .
Und was ich noch habe ist , meine Freundin ist krank hat ne Grippe odr so und es kommt ab und zu vor wenn sie mir sagt sie hätte Kopfshmerzen odr sonst was , dann geh ich immer vom schlimmsten aus sie würde sterben odr sonst ein Müll . Was könnte das sein?
Geht das alles irgendwann mal weg ?
Stecke ich in einer Psychose ? Shizophrenie ?
Ich halte es aus weil mein Verstand wirklich glasklar ist trotzdem nervt das .
Liebe grüsse und viel kraft euch allen.

Cavani9
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Montag, 12.03.18, 22:00

Hallo Roxy
Echt krass das so zu hören dann sollte das weggehen?
Hattest du auch derealisation wenn ich fragen darf? odr dass die umwelt gefühlslagig nicht bis zu dir ankommt ? Echt widerliches gefühl , geh raus und denke alter ich bin jetzt einfach draussen und ich fühl einfach nochts von dee umwelt alles sehr entfremdet .
Liebe Grüsse
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 13.03.18, 7:29

Hallo, ich möchte gerne nach dem ich nur Jamies Beitrag gelesen habe ergänzend anfügen, dass ich ihre Sicht bestätige. Wobei meine Ergänzung bezieht sich auf Antidepressiva. Es ist richtig, dass Benzodiazepine süchtig machen bzw. nicht gut sind. Meine Erfahrung mit all meinen Versuchen auf ein Antidepressiva zu Switchen sind kläglich gescheitert. Ich hatte noch mehr Nebenwirkungen und Probleme und ich habe doch sehr viele versucht.

Daher kann ich nur empfehlen den Weg der totalen Substanzlosigkeit zu versuchen, wie immer das aussehen mag. Mir persönlich helfen keinerlei andere Substanzgruppen. Ich versuche einen so gut als geht verantwortungsvollen Umgang mit den Benzodiazepinen, hoffe aber nach wie vor eines Tages auch wegzukommen.

Du hast einige Monate auf Null geschafft, das ist eine große Leistung, wobei es wird Verbesserungen geben im Laufe der Monate und Jahre, aber wie Jamie schon schrieb, ob sich je wieder ein ganz normales Leben einstellt mit Belastbarkeit bzw. halbwegs symptomfrei zu sein kann dir niemand garantieren.

Die Schulmedizin hat aus meiner Sicht keinerlei Hilfestellung, je früher man dies versteht desto eher kann man an sich selbst arbeiten und man spart sich unnütze Hoffnung in ein System, was einem nicht helfen kann. Nichts desto trotz wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg, mit dem was du alleine an dir arbeiten kannst, hast du sicher eine Chance auf größere Verbesserung, wobei Konsequenz und Geduld gefragt ist, alles Gute Kevin

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Neale » Dienstag, 13.03.18, 10:26

Moin Cavani, habe das auch ab und zu, dass ich rausgehe und alles wirkt wie im Traum. Ist auch richtig unangenehm im menschlichen Kontakt, da einfach weniger ankommt und man nicht richtig reagieren kann. Ist bei mir zum Glück aber nicht so schlimm, dass ich nur apathisch dastehe. Ich wünsche dir alles gute und halte dich wacker!

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Waehren eines Krankenhausaufenthaltes eingestellt auf Fluoxetin:

6. April 2017 Start mit 5mg Fluoxetin
11. April 2017 10mg Fluoxetin
20. April 2017 20mg Fluoxetin
5. Juli 2017 10mg Fluoxetin aufgrund Hypomanie, starker Unruhe und Bewegungsdrang und starker kuenstlicher Euphorie
12. November 2017 7,5 mg Fluoxetin
11. Dezember 2017 5mg Fluoxetin
1. Februar 2018 2,5 mg Fluoxetin (Aktuell 2,5mg)
15. Maerz 2018 1,5mg Fluoxetin
2. Mai 2018 1,7mg Fluoxetin Aufgrund starken Tiefs, persönlichem Trouble, Dissoziation und Anspannung
5.Mai 2018 1,55mg Fluoxetin aufgrund euphorisierung und erregungszuständen wieder runter. Mein Körper reagiert mega sensibel auf den Wirkstoff und die erhöhung war zu groß. Hoffe es passiert nichts allzuschlimmes mehr.
6.Mai 2018 1,56 mg war mit der Spritze einfacher einzunehmen. Also nun auf 1,56mg. Effekt ist immer noch stark.
3. August 2018 1,5mg Reduktion whop whop
12. September 2018 Wechsel auf 1,5mg Kapseln extra hergestellt von Apotheke
5.November 2018. 1,5mg Kapseln 1A Pharma.

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Dienstag, 13.03.18, 12:49

Hallo Kevin danke für deine Antwort.
Leider hat mich dein Beitrag sehr getriggert vorallem der letzte Teil .
Wie du shilderst dürfte das heissen dsss der Entzug lebenslange Schäden verursacht und das hat mit Entzug nichts zu tun .
Wenn es wirklih ein entzug mit entzugssymtomen ist dann sollten die auch weggehen weil es ein vorübergehender Zustand ist . Ist ja auch bei anderen entzügen dassselbe .... komme echt nicht mehr nach .
Viel Kraft
Liebe Grüsse

Cavani9
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Dienstag, 13.03.18, 17:31

Hallo Roxy,
Ja ich bin gerade noch 21,
Habe durch den Entzug meinen Job verloren , meine Identität mein selbstvertauen und das vertrauen in meinen körper und mein Hirn .
Habe dss Zeug 2.5 Jahre genommen .
Ich hab Therapie gemacht in diesen 2.5 Jahren , seit dem Entzug war ich nicht mehr in Therapie das bedeutet 10 Monate keine Therapie .
Liebe Grüsse

Cavani9
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Dienstag, 13.03.18, 17:36

Neale hat geschrieben:
Dienstag, 13.03.18, 10:26
Moin Cavani, habe das auch ab und zu, dass ich rausgehe und alles wirkt wie im Traum. Ist auch richtig unangenehm im menschlichen Kontakt, da einfach weniger ankommt und man nicht richtig reagieren kann. Ist bei mir zum Glück aber nicht so schlimm, dass ich nur apathisch dastehe. Ich wünsche dir alles gute und halte dich wacker!

Neale
Hallo Neale sorry für das spätere Antworte habe di übersicht verloren hmm...
Jaa genau das meine ich so eine art entfremdungsgefühl mit gefühlslosigkeit .
Genauso wünsche ich dir von Herzen alles gute und das dieser spuk bald sein Ende findet .
Liebe Grüsse

Clarissa
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 13.03.18, 17:47

Hallo, Bes.

Lies Dir die Antworten der Erfahrenen nochmal durch, die Du bisher bekommen hast. Die sind doch überwiegend positiv!

Du hast "das Zeug" nicht lange genommen und Du bist jung, hast also große Chancen, daß alles gut werden wird. Klar weiss man das nicht mit ganz 100 % Sicherheit.
Mach Dich nicht unnütz verrückt, es kommt, wie es kommt.
Werde erstmal gesund. Das geht nur, wenn Du Dir keinen Druck machst.
Versuche, mit Dir und Deinem Leben in's Reine zu kommen, ob nun mit oder ohne Therapie. Mir z.B.hat Therapie dabei nicht geholfen.

Dann wird sich auch alles andere wieder einhängen.

Zuversichtliche Grüße von Clarissa.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag (Insgesamt 3):
NealeCavani9Oliver
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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