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zu schnelles Absetzen (Escitalopram) - Schilddrüsenunterfunktion

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Alanisss
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zu schnelles Absetzen (Escitalopram) - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von Alanisss »

Hallo liebe Leidensgenossen,

ich freue mich sehr, dieses Forum gefunden zu haben!

Ich nehme seit 2 Jahren (nachdem ich davor immer mal wieder ADs genommen und abgesetzt habe) wegen Depressionen Escitalopram. Ich nehme "nur" 10mg, will aber am liebsten gar nichts mehr einnehmen. Nebenbei bekomme ich momentan Akupunktur, die mir ganz gut hilft und seit 4 Jahren eine Psychotherapie. Ich will endlich von der Therapie weg kommen und versuchen mein Leben unabhängiger hinzubekommen!

Letztes Jahr habe ich leider zu schnell versucht, Escitalopram abzusetzen, also bin direkt von 10mg auf 5mg gegangen und bin einige Monate dabei geblieben. Leider litt ich daraufhin zunehmend an starker Erschöpfung, was damit endete, dass ich jeden Mittag so müde wurde, dass ich 1-2 Std schlafen musste. Ich habe zu der Zeit ohnehin sehr viel geschlafen! Meine Arbeit konnte ich auch nur noch bis mittags machen und habe mit meinen Arbeitsstunden sehr stark gemogelt, was zum Glück keiner mitbekommen hat.

Ich ging zu meiner Hausärztin, ließ mein Blut checken und sie stellte eine Schilddrüsenunterfunktion fest. Ich bin davon überzeugt, dass das vom zu schnellen Absetzen kam. Ich nehme nun seit 1 Jahr L-Thyroxin für die Schilddrüse ein, erst 25, nun 50 Mikrogramm. Ich fühle mich nun wieder besser, also fitter und auch psychisch wieder etwas besser.

Jetzt will ich gern Escitalopram absetzen. Ich will es mit der Wasserlösemethode probieren und bin sooo dankbar, dass ich hier viel von den Erfahrungen anderer lesen kann! :)

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Escitalopram und einer Schilddrüsenunterfunktion? Und wurde die Schilddrüse bei euch wieder besser nach dem Absetzen? Und wie ist es mit der Gewichtszunahme bei euch? Ich habe mittlerweile 8 kg zugenommen, obwohl ich meine Ernährung nicht verändert habe. Verliert man womöglich das Übergewicht wieder? Das würde mir Hoffnung geben!

Liebe Grüße aus Berlin!
Alaniss
Zuletzt geändert von padma am 16.05.2018 13:57, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Wirkstoffnamen ergänzt
Escitalopram 10mg seit 2016
Grund: Depressionen, Soziale Phobie mit starkem Grübeln, Selbstzweifeln,...
Absetzversuch Anfang 2017, bei Escitalopram 5mg, mit starkem Erschöpfungssyndrom, Schilddrüsenunterfunktion
Seit April 2017 wieder Escitalopram 10mg
L-Thyroxin 25 Mikrogramm seit April 2017
L-Thyroxin 50 Mikrogramm seit März 2018
Mai 2018 Versuch gestartet Escitalopram abzusetzen. 3 Tage 9 mg. Dann Absetzstopp wegen Stress und Selbstzweifeln.

Davor
1999 - 2014 immer mal wieder zeitweise Trevilor, Citalopram, Fluoxetin, Sertralin, Elontril
Diagnosen: Depression, soziale Phobie, Dysthymie

Alternative Heilmethoden, die ich versucht habe: Yoga, Mediation, Homöopathie, Akupunktur, Einnahme von Mineralien (Calcium, Magnesium), Inka Spirit (Amaranth und Quinoa-Kapseln, die den Serotonin-Haushalt erhöhen sollen), Spirulina, Rhosea, Kava Kava, Curcuma,... <immer wieder neue Dinge ausprobiert, mit mehr oder weniger Erfolg, aber noch nichts war von Dauer>
Shonah
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Re: zu schnelles Absetzen - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von Shonah »

Hallo Alanisss,

Willkommen im Forum, du wirst hier gewiss Hilfe finden.

Ich kenne mich mit deinem Medikament und der Schilddrüse nicht aus, aber ich wollte dich erstmal willkommen heissen.

Eine Signatur hast du schon erstellt, das ist super.

Es werden sicher noch mehr Antworten kommen, bis dahin kannst du dich ja ein wenig im Forum quer lesen.


Ich wünsche dir einen guten Austausch.


LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

NEM: VitD3/K2 Öl (600iE/ 20mykrogr)
150 mg Magnesiumcitrat
padma
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Re: zu schnelles Absetzen - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von padma »

hallo Alaniss, :)

auch von mir willkommen.
Leider litt ich daraufhin zunehmend an starker Erschöpfung, was damit endete, dass ich jeden Mittag so müde wurde, dass ich 1-2 Std schlafen musste.
Erschöpfung ist ein typisches Absetzsymptom. Eine Reduktion von 50 % ist in der Tat viel zu viel.
Ich ging zu meiner Hausärztin, ließ mein Blut checken und sie stellte eine Schilddrüsenunterfunktion fest. Ich bin davon überzeugt, dass das vom zu schnellen Absetzen kam.
Das ist durchaus möglich. Im Entzug können die SD Werte durcheinanderkommen. Wenn du zuvor keine SD Problematik hattest, ist ein Zusammenhang sehr wahrscheinlich.
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Escitalopram und einer Schilddrüsenunterfunktion? Und wurde die Schilddrüse bei euch wieder besser nach dem Absetzen?
Es gibt diesbezügliche Erfahrungen im Zusammenhang mit Antidepressiva. Ob nun speziell mit Escitalopram kann ich dir nicht sagen, aber auf jeden Fall in Zusammenhang mit SSRI/SNRI.
Es gibt auch Berichte, dass es sich nach dem Absetzen wieder normalisiert hat. Ob das immer so ist, weiss ich natürlich nicht.
Und wie ist es mit der Gewichtszunahme bei euch? Ich habe mittlerweile 8 kg zugenommen, obwohl ich meine Ernährung nicht verändert habe. Verliert man womöglich das Übergewicht wieder? Das würde mir Hoffnung geben!
Gewichtszunahme ist eine sehr typische NW bei AD. Es liegt daran, dass AD den Stoffwechsel verändern. Nach dem Absetzen normalisiert sich das Gewicht (zumindest grösstenteils) wieder. Evtl. schon während des Reduzieren, manchmal aber auch erst einige Monate nach dem kompletten Absetzen.
Jetzt will ich gern Escitalopram absetzen. Ich will es mit der Wasserlösemethode probieren und bin sooo dankbar, dass ich hier viel von den Erfahrungen anderer lesen kann! :)
Die Wasserlösemethode funktioniert bei Escitalopram sehr gut. Klasse, dass du dich schon eingelesen hast. :D

liebe Grüsse und alles Gute für den Ausschleichstart,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

lollarossa
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Re: zu schnelles Absetzen (Escitalopram) - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von lollarossa »

Hallo Alaniss :)

Ich musste aufgrund einer Fehlmedikation Escitalopram kalt entziehen.
Bei mir vermute ich wieder aufgetretene Probleme einer Schilddrüsenfehlfunktion.

Hatte bereits einen Hashimoto diagnostiziert bekommen, der aber wieder verschwunden sein sollte.

Mein Kaltentzug liegt jetzt ein halbes Jahr zurück und ich lasse meine Schilddrüse nächste Woche überprüfen.

Habe schon einige Anzeichen, dass die wieder quer Schießt. (Haarausfall, Wärmeregulation, etc.)

Lese Mal bei dir mit und drücke beim Entziehen die Daumen!!

Gruss, LOLLA
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Entzug: Escitalopram
► Text zeigen
Entzugsversuch Amisulprid:
► Text zeigen

1.04.20: 199 mg Amisulprid (Waage)-> auf 4, 50 mg Tabletten aufgeteilt
7.05.: 198 mg
4.06.: 198 *
23.06: 197,5 *
27.08: 197
04.09: 196,5
11.09: 196
18.09: 195,5
23.09: 195,25
Alanisss
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Re: zu schnelles Absetzen (Escitalopram) - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von Alanisss »

Hallo Shonah, Padma und Lolla,

ich danke euch für eure Antworten!

Ich bin nun etwas zuversichtlich gestimmt, dass das mit der Schilddrüse sich wieder einpendeln könnte!

Heute habe ich mit der Reduktion auf 9 mg angefangen. Ich will diese Dosis 14 Tage so beibehalten und dann auf 8 mg gehen. Was meint ihr, sind 14 Tage okay? Oder besser 1 Monat? Ich habe gerade zusätzlich das Problem, dass ich niedrigen Blutdruck habe. Daher muss ich da wohl gerade sehr vorsichtig sein...

Lolla, viel Glück bei der Schilddrüsen-Überprüfung!

LG
Alaniss
Escitalopram 10mg seit 2016
Grund: Depressionen, Soziale Phobie mit starkem Grübeln, Selbstzweifeln,...
Absetzversuch Anfang 2017, bei Escitalopram 5mg, mit starkem Erschöpfungssyndrom, Schilddrüsenunterfunktion
Seit April 2017 wieder Escitalopram 10mg
L-Thyroxin 25 Mikrogramm seit April 2017
L-Thyroxin 50 Mikrogramm seit März 2018
Mai 2018 Versuch gestartet Escitalopram abzusetzen. 3 Tage 9 mg. Dann Absetzstopp wegen Stress und Selbstzweifeln.

Davor
1999 - 2014 immer mal wieder zeitweise Trevilor, Citalopram, Fluoxetin, Sertralin, Elontril
Diagnosen: Depression, soziale Phobie, Dysthymie

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Murmeline
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Re: zu schnelles Absetzen (Escitalopram) - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von Murmeline »

Hallo Alaniss,

Bitte lies die Grundlageninfos und dann die weiterführenden Links, beispielsweise die häufig gestellten Fragen. http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

Wir empfehlen hier längere Stabilisierungsphasen, vier Wochen sind da beispielsweise genannt. Manchmal können Symptome auch mit zeitverzögerung auftreten.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
StefanKremer377
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Re: zu schnelles Absetzen (Escitalopram) - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von StefanKremer377 »

Hallo Alanisss!

Da gibt es af jeden Fall Zusammenhänge. Sehr Große sogar. In meiner Zeit der AD Einnahme nahm ich unterschiedliche Medikamente. Mein TSH, speziell der FT3 waren imer in Richtung UF. Zeitweise sogar über 8.

Ich habe seid 2008 eine Komplettentfernung der SD. Daher bin ich komplett auf L-Tyroxin angewiesen.
Seid sieben Monaten im Entzug bin ich von 200 L-Tyroxin auf mittlerweile 175 runter. Daran sehe ich wie krass diese Medikamente dort eingreifen.

Lg Stefan
2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik
Camilla
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Re: zu schnelles Absetzen (Escitalopram) - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von Camilla »

Hallo Alaniss,

ich bin zwar noch ganz neu hier, aber kenne das Problem "Schilddrüse und Depressionen". Allerdings war es bei mir andersherum. Ich habe mich anfangs so gegen AD (Sertralin) gewehrt, dass ich erst meine Schilddrüse habe checken lassen. In der Tat hatte ich eine Unterfunktion, was auch Depressionen auslösen kann. Also erhielt ich L-Thyroxin, das auch half, aber nach einer Weile nicht mehr aussreichte. Zur Zeit nehme ich noch beides, mchte aber auch demnächst vorsichtig das Sertralin absetzen.

Was ich sagen will: Ich habe also erst L-Thyroxin, dann zusätzlich Setralin genommen. Es kann durchaus sein, dass du unerkannt bereits Schilddrüsenprobleme hattest, es also nicht unbedingt erst durch einen Entzug ausgelöst wurde. Aber einen Zusammenhang der Erkrankungen gibt es ganz sicher... Eine Schilddrüsennterfunktion begünstigt Depressionen. Auf jeden Fall ist es immer eine gute Idee, die Werte parallel zu beobachten! Danke für deinen Beitrag, das wird auch für mich interessant werden!

LG, Camilla
* * ** * ** * ** * ** * ** * ** * *

Haupt-Diagnose: Depression, mit sozialphobischen Anteilen.
Medikament (Wirkstoff): Sertralin.

Und hier das Drumherum:

[spoil]Symptome:
Niedergeschlagenheit, Heul-Attacken, geringe Frustrationstoleranz auf Arbeit, Menschenscheu, antriebslos, sich "verstecken"

Diagnose:
Depression, mit sozialphobischen Anteilen
Sucht-Problematik im Vorfeld (vermutlich bereits depressive Phasen, aber nicht als solche erkannt)
Übergewicht (Adipositas)

Medikation:
Sertral (Sertralin) 50 mg, seit 12/10
Eingeschlichen. Zunächst 25 mg, dann 50. Mit Unterbrechung 2015 durch Absetz-Versuch
Levaxin (L-Thyroxin) seit 04/09 (schon vor Sertralin):
Über Monate gesteigert, jetzt stabil 100 µg, gegen Schilddrüsenunterfunktion. Half anfangs auch gegen Depression, war aber auf Dauer nicht ausreichend.

Bisheriger Absetzversuch (bis 07/15):
Sertralin 50 mg ausgeschlichen. Ich weiß die genauen Zeiteinheiten nicht mehr, aber immer in 12,5 mg-Schritten über insgesamt mehrere Monate. Absetzen verlief problemlos, aber nach weiteren 6 Monaten erneute heftige depressive Krise, die ich für einen Rückfall in die Grunderkrankung hielt.

Von 12/15 bis 12/18:
Wieder Sertralin 50 mg, eingeschlichen.
Weiterhin Levaxin (L-Thyroxin) 100 µg.
____________________________________________________

NEUER ABSETZVERLAUF AB 2019
Ausgangsdosis: 50 mg Sertralin, 100 µg L-Thyroxin (Levaxin)
Zusätzlich ab 04.10.2019: Losartan Kalium / Hydrochlorothiazid 50 mg / 12,5 mg (Presmin Combo) gegen hohen Blutdruck

01.01.19: 45 mg Sertralin
01.02.19: 40 mg Sertralin
03.03.19: 36 mg Sertralin
25.03.19: 33 mg Sertralin
17.04.19: 30 mg Sertralin
26.04.19: 31,5 mg Sertralin - aufdosiert nach plötzlicher Krise auf/wegen der Arbeit
01.07.19: 30 mg Sertralin - nach bewusst verlängerter Stabilisierungszeit
01.08.19: 27 mg Sertralin - depressive Phase, sehr starke Periode (Wechseljahre)
08.10.19: 25 mg Sertralin - seit Reha viiiel besser. Wechseljahre NICHT bestätigt
08.10.19: 25 mg Sertralin - seit Mitte Januar Keto-Ernährung. Weiterhin Absetz-Pause.
01.05.20: 22 mg Sertralin
08.06.20: 19 mg Sertralin
15.07.20: 17 mg Sertralin - recht langanhaltende gute Phase. Keine Keto-Ernährung mehr.
[/spoil]
Alanisss
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Re: zu schnelles Absetzen (Escitalopram) - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von Alanisss »

Hallo,
ein kleines Update:

Da ich zur Zeit wieder an extremen Selbstzweifeln, sozialen Ängsten und Stimmungsschwankungen leide, habe ich meinen Absetzversuch auf Eis gelegt.
Ich befürchte, dass ich nach dem Absetzen wieder stärker mit diesen Symptomen zu kämpfen habe. Ich habe schon einen guten Weg geschafft, im Vergleich zu der Zeit bevor ich Escitalopram anfing zu nehmen. Davor war ich so sehr ängstlich in Gegenwart von Menschen, dass ich kaum etwas sagen konnte und immer damit beschäftigt war, wie ich ankomme und ob man mich akzeptiert... daran habe ich mich nun wieder erinnert.

Ich bin gedanklich immernoch sehr am zweifeln, ob die Menschen in meinem Umfeld mich akzeptieren, aber es ist weniger geworden.
Alles nicht so einfach...

Wie ging es euch nach dem Absetzen? Ging es euch psychisch, wie vor der Einnahme oder besser?
Escitalopram 10mg seit 2016
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Seit April 2017 wieder Escitalopram 10mg
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Re: zu schnelles Absetzen (Escitalopram) - Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von Jamie »

Hallo Alaniss, :)

würdest du bitte deine Signatur aktualisieren und einen Ist-Stand eintragen, zB. Mai 2018: xy mg Escitalopram, Absetzstopp wegen.. ... so in der Art? Danke :)

Ich denke es ist vernünftig zu pausieren, wenn du dich nicht stabil fühlst und auch alte Themen zuschlagen.
Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um dich zu fangen und um Kraft und Mut für neue Schritte zu sammeln, egal wie diese aussehen.

Ich weiß von Angsterkrankten, dass Psychopharmaka ihnen oft ein wenig mehr Ruhe und Stabilität geben sich all den Einflüssen und Situationen auszusetzen, die ihnen ansonsten zusetzen.
Leider ist diese "Hilfe" trügerisch, denn sie ist chemisch erzwungen und resultiert nicht daraus gelernt zu haben, mit der Angst umzugehen und sie zu kanalisieren. bzw. nach der Ursache zu schauen, woher sie eigentlich kommt.
Wie ging es euch nach dem Absetzen? Ging es euch psychisch, wie vor der Einnahme oder besser?
Ich kann nur für mich sprechen, aber unter Psychopharmaka, insbesondere dem pushenden Sertralin, war ich ein panisches, aufgeschrecktes Huhn. Nervös, erregt, ruhelos, schlaflos.
Ich hatte Probleme, das ist wahr, aber dieses Mittel hat mir etwas genommen, was eigentlich unantastbar sein sollte - meinen inneren Frieden. Nie habe ich mich so unwohl mit mir selbst gefühlt, so labil und unfokussiert, so rastlos, getrieben und verzweifelt.
Das Absetzen war die Hölle, da ich es falsch gemacht habe (in 6 Tagen auf Null), danach 3 Monate Hölle und 2 Jahre bettlägerig / couchlägerig (chronifizierter Entzug) - aber dann kam mein altes Ich wieder und damit mehr Ruhe, Zentriertheit, Freundlichkeit, Gelassenheit.

Es geht mir um Welten besser.

Ich werde nie mehr in meinem Leben ein SSRI anrühren. Ich nehme zZt noch etwas Dämpfendes sehr niedrig (Amitriptylin 2 Tropfen), aber auch dem sage ich vielleicht irgendwann tschüss.

Alles Gute, melde dich wieder, wenn du Unterstützung brauchst :group:

Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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