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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 19.05.18, 21:37

Danke Dir, liebe Lila!

und alles Liebe und Gute für Dich.
Liebe Grüße Beate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Li-la022 » Samstag, 19.05.18, 21:43

Vielen Dank liebe Beate.

Es wäre schön wenn du dich ab und an mal meldest.

Liebe Grüße
Lila
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März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
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Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!


Heute : 45 Wochen opipramol 0 , 44 Wochen ohne Escitalopram


26.12.18 Aktuelle Symptome :
Ab und an inneres zittern, Verspannungen im nackenbereich ( darauß kopfschmerzen/schwindel)
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 19.05.18, 21:49

das mache ich gerne!
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Samstag, 19.05.18, 22:32

Liebe Beate,

endlich mal etwas was dich nicht gleich verzweifeln lässt.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Aufarbeitung von deinen Erlebnissen in der Vergangenheit.

Hoffentlich kann man dir dort helfen und die kannst gestärkt ins Leben zurück und dein Leben meistern.

Muss man dort selbst bezahlen?

Liebe Grüße
Renate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Sonntag, 20.05.18, 7:04

Liebe Renate,

Danke Dir!

Ja, ich muss hier selbst bezahlen, da ich nicht privat versichert bin. Aber sie arbeiten daran, Kassenzulassungen zu bekommen. Dauert halt noch.

Heute bin ich um halb 5 mit Beschwerden und heftigen Existenzängsten aufgewacht, nachdem ich bis 2 Uhr wach gelegen habe mit Verzweiflung. Die ist eben einfach da,

Nachher um 9 ist Visite. Weiss gar nicht, was ich sagen soll. Aber wird sich schon irgendwie ergeben.

Es ist einfach auch hier jeder Tag eine Qual. Wann hört das endlich auf?

Das Verlassenheitsgefühl habe ich auch hier . Ich bekomme keinen Besuch wie die anderen beiden. Das macht mich so fertig.

Naja. Zumindest habe ich hier Ansprache. Die eine Schwester will mlt mir heute eine Traumreise Meditation machen.

Und irgendwie wird auch dieser Tag vorbei gehen wie alle anderen auch.

Ich drück Dich
Alles Liebe Beate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anikke » Sonntag, 20.05.18, 8:14

liebe beate,
wie schön, dass es gut anläuft für dich in dieser Klinik. Und svhön, dass du dich meldest :).
es klingt sehr angenehm, diese klosterathmosphäre und wie du hier angenommen wirst.
ein guter Ort erst einmal, das ist soviel wert!!
dieses verlassenheitsgefühl darf dort vielleicht Raum bekommen und aufgearbeitet werden?
liebe grüße anikke
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Sonntag, 20.05.18, 9:00

Liebe Beate,

es tut mir sehr leid, dass du auch dort von dieser schlimmen Verzweiflung geplagt wirst !
Dieses Einsamkeitsgefühl ist so grauenvoll und man ist dem wehrlos ausgeliefert.
Und selbst unter Menschen ist es nie ganz verschwunden.

Und da es sich wohl um Neuroemotionen handelt, kann man so wenig daran arbeiten.
Es will einfach ausgehalten werden.

Aber ich freue mich sehr für dich, dass die Atmosphäre dort so gut ist und du dich aufgehoben fühlst !
Du hast ja schon sehr schlimme Erfahrungen mit Kliniken hinter dir !
Und eine Schwester kümmert sich um dich ganz allein und macht mit dir eine Traumreise - das finde ich sehr schön.

Liebe Beate, melde dich doch einfach, hier sind soviele in Gedanken bei dir.

Zusammen schaffen wir es !

Ganz liebe Grüsse an dich - drück dich ! :hug:
Ilse
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Sonntag, 20.05.18, 10:24

Liebe Beate,

es freut mich zu lesen, dass Du Dich in der Klinik gut aufgehoben fühlst. :D

Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute.

Muryell
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Sonntag, 20.05.18, 11:18

Liebe Beate, :hug:

oh Mann, selbst bezahlen das ist schon mal eine Hausnummer und da kann ich dich so gut verstehen, dass dich Existenzängste plagen.

Genau in der Zeit heute, die du beschreibst ging es auch bei mir los und ich war so verzweifelt und hoffnungslos, dass ich hier geschrieben habe.

Ich habe mich so über die Antworten gefreut und ich muss sagen, es ist schon ein großer Trost und Hilfe, dass man hier verstanden wird.

Liebe Beate ich wünsche dir viel Erfolg und Hilfe von dort wo du jetzt bist.
Ich habe auch festgestellt, dass auch andere Mitpatienten eine große Hilfe sind, genau wie hier im Forum, denn wir halten zusammen und tragen uns gegenseitig.

Bitte berichte uns weiterhin wie es dir geht und unsere guten Wünsche begleiten dich auf deinen harten Weg.

Ich glaube viele würden dich dort besuchen, wenn es nur möglich wäre, doch im Gedanken sind wir bei dir.

Viel Kraft und Durchhaltevermögen und vor allem die Hoffnung das alles wieder gut werden wird.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 22.05.18, 19:40

Hallo Ihr Lieben,

Ich hoffe, Ihr seid gut über die Feiertage gekommen.

Die Tage waren schwer, so ohne Besuch und ohne auch nur einen Anruf. Das ist einfach sehr hart für mich.

Aber hier kümmern sich wirklich alle sehr lieb und empathisch um mich. Das Therapeutenteam ist außergewöhnlich, wie überhaupt alle, die hier arbeiten. natürlich haben sie auch alle viel Zeit, weil wir bis jetzt nur so wenig Patienten sind. bis Ende der Woche werden wir zu siebt sein.

Trotzdem geht's mir so schlecht. Es ist einfach ein Wahnsinn. Heute konnte ich wirklich kaum sitzen, so schlimm ist es. Inzwischen liege auf einem heissen Gelpack. Lieber würde ich mit den anderen beiden spazierengehen. Es ist so frustrierend, bei nichts richtig mitmachen zu können.

Im Yoga heute hatte ich wieder die Vollkrise. Body Scan und Atemübungen gehen ja, aber die Übungen kann ich nicht. könnte schon beim Zuschauen schreien, wenn die Sonnengruß etc. machen. Ich bekomme Panik beim reinen Gedanken, das zu machen.

Aber ich muss ja nicht . Ich bekomme nur trotzdem so eine irre Wut, weil nichts geht. Und die anderen sind fröhlich und lechzen nach Sport und Bewegung. Die können alles machen und ich nicht.

Durch die Gesprächstherapien arbeite ich mich durch. Die sind wirklich richtig gut, die will ich nicht verpassen. Und, wie gesagt, ich werde hier sehr gut angenommen und begleitet. Und mein Thema, Einsamkeit, Verlassen werden, ausgegrenzt sein, gehen wir an. Sie haben versichert, dass ich nicht gehen muss, wenn ich nicht alles mitmachen kann.

Immer wieder ermutigen die Schwestern mich, mich bei ihnen zu melden, wenn ich reden will oder was brauche. Sie haben ja ganz viel Zeit. Ich versuche das zu nutzen. Muss mich daran erst gewöhnen, weil ich ja eher alles allein getragen habe in all den Monaten.

Ach , ginge es mir doch nur wenigstens ein bisschen besser! Das wäre mal so wichtig für mich.
Heute bin ich wirklich durchgehend verzweifelt.

Wenn das kein Entzug wäre, würde ich mich angesichts der liebevollen Atmosphäre hier doch besser fühlen, wie die anderen auch, oder?

Es bleibt nichts als Tag für Tag weiter durchzuhalten. Jedenfalls bin ich froh, nicht in der Wohnung sein zu müssen. Und ich bleibe auf jeden Fall noch 5 Wochen hier. Vielleicht bessert sich in dieser Zeit ja doch noch was. Und wenn nicht, dann hatte ich zumindest mal 6 Wochen lang echte Entlastung in diesem Zustand. Und viele sehr gute Gespräche.

Wir haben jeder ein schönes Notizbuch bekommen, in das wir jeden Abend genau eine Viertelstunde unsere Gedanken reinschreiben sollen. Das mache ich jetzt.

Ich umarme Euch und wünsche Euch alles Liebe.

Ganz liebe Grüße Beate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Li-la022 » Dienstag, 22.05.18, 22:29

Beate,

Gib nicht auf! Du bist gerade erst 1 woche in der klinik. Du schreibst die Gespräche tun dir gut... nutze sie... ich denke du musst erst wieder vertrauen fassen... das du nicht alleine bist... das dir jemand helfen möchte... lass dich ein auf den Klinikaufenthalt.

Ich wünsche dir so sehr das sich dein Zustand verbessert...

Alles liebe
Lila
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ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 23.05.18, 1:00

Liebe Beate,
es ist meiner Erfahrung nach gar nicht so ungewöhnlich, dass es einem anfangs teils sogar noch schlechter geht in der Klinik. Zuhause hat man teilweise noch versucht zu funktionieren und da das jetzt weg fällt und man gleichzeitig durch Therapien und Gespräche ganz stark mit seinen Problemen beschäftigt ist, kann sich das alles noch Mal schlimmer anfühlen. Und dazu noch die Umstellung mit neuer Umgebung, neuen Menschen und Abläufen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das zusätzliche Anstrengung bedeutet.

Aber ich finde es hört sich gut an, wie man dort auf Dich eingeht. Nutze es, dass so viel Zeit und Ruhe für den Einzel da ist! Du schreibst ja hier auch sehr deutlich, was Dich beschäftigt. Berichte das einfach so auch den Schwestern und Therapeuten.

Ich wünsch Dir, dass die Behandlungen dort Dir helfen werden,
viele liebe Grüße Gwen
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarice » Mittwoch, 23.05.18, 9:04

Liebe Beate,
auch wenn es noch sehr schwer für dich ist, ich bin begeistert was du von der Klinik schreibst. Das scheint ja endlich ein Haus zu sein, wo man eben nicht die krasse Schiene (mitmachen oder gehen) fährt. Das ist sicher auch ungewohnt, weil du vermutlich mit den ERfahrungen des letzten Jahres mit einer ganz anderen Erwartung da hingehst und die muss erstmal widerlegt werden!

Geh nicht zu hart mit dir selbst ins Gericht, wenn noch nicht alles gleich so ist, wie du möchtest.

Alles Gute für dich! :hug:
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06.01.2019 0,8 mg E. - nach ca. einem halben Jahr ziemlich beschwerdefreiem Reduzieren setzen die bekannten Probleme (Schlaflosigkeit, starkes Herzpochen, verstärkung der eh vorhandenen Muskelverhärtungen/Schmerzen) nun wieder ein.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Mittwoch, 23.05.18, 11:51

Liebe Beate,

ganz lieben Gruß an dich, ich denke oft an dich und ich wünsche dir von Herzen, dass du dort gestärkt herausgehst und auch für deine Zukunft deine Erfahrungen weitergeben kannst, denn du weißt von dieser Hölle in die man geraten kann, wie auch immer die Umstände dort hinein führen können.

Nur wer selbst erlebt hat, was es bedeutet in eine solche Situation zukommen, kann andere dabei unterstützen sich daraus zubefreien.

Du bist eine sehr starke Frau und kämpfst so sehr für dein überleben, ich wünsche dir nur das Beste.

Liebe Grüße
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 23.05.18, 15:49

Hallo!

Diese Klinik klingt super!

Vielleicht geht es dir ja in 1-2 Wochen etwas besser wenn ein wenige Anspannung abfällt!

Machen die dort eigentlich auch Diagnostik, dass man auch drauf schaut ob deine Beschwerden nicht doch auch eine kröperliche Ursache haben können?

GLG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 23.05.18, 18:02

ihr Lieben,

ganz lieben Dank Euch!

Diagnostik wird hier leider nicht gemacht. Sie denken eh, dass ich komplett somatisiere. Hat sich heute im Einzelgespräch herausgestellt. Aber kein Wunder, wenn sie hören, was mir alles passiert ist.

mein Tag heute begann um 4 Uhr früh mit höllischen Beschwerden. Es war schrecklich. Ich musste so weinen, und das hat die Nachtschwester gehört bei ihrem Rundgang gehört und ein Ibu gebracht. Hat aber nichts geholfen. Kurz vor halb 8 bin ich dann aufgelöst zur Schwester zum Gespräch. Mein Blutdruck war trotz Beta Blocker bei 150:100. Sie sagte natürlich, dass es ja kein Wunder sei, wie es mir geht, weil die Gespräche ja aufwühlen, dass ich aber doch in der Woche Riesenfortschritte gemacht hätte. Und dass das alles sein dürfe. Dann hat sie mich zum Frühstück begleitet.

Um 9 dann Kunsttherapie. ich wollte nicht hin, aber im Zimmer bleiben auch nicht . Tränenüberströmt saß ich dann da und pantschte mit Todesverachtung mit Fingerfarben herum. Fanden alle toll, dass ich trotzdem gekommen war und blabla. Es war mir so egal, ich war nur mit Durchhalten beschäftigt.

So in der Art schaffte ich noch Einzeltherapie, Mittagessen, Körpertherapie und PMR. Danach Kaffee und Kuchen und dann saß ich noch mit meinen beiden Mitpatienten der ersten Stunde draussen auf der Bank.

Mein Hirn ist wirklich am Anschlag kurz vorm Overload, RR aber wieder normal. Ich muss unbedingt weniger machen. Ich lasse mich zu sehr überreden und bin aber auch neugierig.

Jetzt liege ich im Zimmer und sammle mich fürs Abendessen. Bin irrsinnig geräusch- und lichtempfindlich jetzt.

Ich fühle mich so unnormal im Verhältnis zu den anderen Patienten.
Eine hat Mirta falsch entzogen und kam mit schlimmsten Entzugssymptomen und Tavor. Da haben sie einen Spezialisten hinzugezogen und der hat Lyrica zum Deckeln verordnet für drei Wochen und Tavor wird langsam wieder ausgeschlichen. Sie ist nach den ersten zwei Tabletten wie ausgewechselt. Fühlt sich wieder wie ein Mensch.

dieser Spezialist hat ihr auch gesagt, dass sie, wenn sie sich ausreichend stabilisiert hat, auch das Escitalopram ausschleichen solle, aber dafür auf jeden Fall zwei Jahre brauche! Das habe ich aus dem Mund eines Psychiaters noch niemals gehört.

tja, Pech für mich, dass ich nicht an so jemanden geraten bin.

Ich liege hier und zittere vor Schwäche.
Mist.

Ich drück Euch!
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 23.05.18, 18:28

Liebe Beate,

kann ich dir nachfühlen, dass du dich einsam gefühlt hast über die Feiertage.
Aber zum Glück bist du nicht allein in deiner Wohnung damit.

Du hast es mit dieser Klinik wirklich gut getroffen - was du schreibst, klingt so positiv.
Vor allem, dass man dich lässt !

Ich bewundere, was du alles aushälst ! Du hast wirklich eine unglaubliche Stärke.
Und das es dir möglich ist, wenigstens teilzunehmen und nicht im Bett bleibst.

Das finde ich sehr gut. Auch - wenn es erstmal nur um Durchhalten geht.
Die Schwester sagt ja auch, dass du Riesenfortschritte gemacht hast. Dazu tragen sicherlich die Gespräche bei !
Und dann kannst du auch hoffen !

Drück dich :hug:

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 23.05.18, 19:52

Hallo!

Wahnsinn wie stark du bist und sooo viel mitmachst an Therapien! Vielleicht ist es sogar ZU viel....

Gäbe es auch die Möglichkeit dass bei dir dieser Spezialist zugezogen wird? Vielleicht wäre es in deinem Fall ja auch angebracht, dass du für eine zeitlang ein Medikament zum Überbrücken bekommst?.... Ich bin auf keinne Fall FÜR PP, aber manchmal ist es vielleicht eine gewisse Weile eine Hilfe....

Wünsche dir alles Liebe! GLG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anikke » Donnerstag, 24.05.18, 8:35

Liebe beate,
wie schön dass sie alle so lieb mit dir sind.
dein Tagesprogramm klingt mur etwas viel. könntest du absprechen, das eine oder andere wegzulassen?
ich freue mich immer wenn du dich meldest und erzählst, wie es dir ergeht!
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 25.05.18, 6:56

Hallo Ihr Lieben,

Es geht mir sehr schlecht. ich kann nicht aufstehen. habe heute Nacht eine Novalgin Spritze bekommen. schlafen ging nicht die Missenpfindungen sind unerträglich.

nichts hilft
Ich warte auf den Chefarzt, dann wird entschieden, was weiter mit mir passiert

Ich fasse das alles nicht mehr. Therapien kann ich so keine mehr machen.

bin völlig verzweifelt und hilflos.

Liebe Grüße Beate
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