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gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

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gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 08.06.18, 13:28

Moin Zusammen,

ich bin weiblich, 30 Jahre alt.

ich habe eine komplexe PTBS. Zum glück seit ca einem Jahr nach ordentlicher Diagnostik richtig erkannt worden. Nie irgendwelche Medikamente genommen, ausser 2011 für ein Jahr Venlafaxin (damals diagnostizierte man mir eine bi polare Störung, was aber quatsch war, ich habe nach 2 kurzen klinikaufenthalten so einige Diagnosen...). 75er ein Jahr lang genommen, null Wirkung feststellen können- von heute auf gleich abgesetzt- ca 2 Wochen grippegefühl und zaps. Dann war der Spuk vorbei.

seit 2 Jahren bin ich in Traumatherapie, doch leider hab ich mich immer selbst so gepusht und unter druck gesetzt mit Aufarbeitung das ich nie wirklich stabil wurde.

Vor ca 8 Wochen hatte ich viel Stress und Druck, das endete in Panikattacken nicht gekannten ausmaßes, sowie flashbacks und Wahnvorstellungen die akut ca 4 Tage anhielten. Ergo- Ich wurde eingesammelt, in die Psychiatrie gebracht per Beschluss, musste mehrmals fixiert werden. Medikamente: erstmal Tavor und Risperidon. Da ich mich nicht wirklich mitteilen konnte wurde erstmal eine wahnhafte Störung attestiert. Später aber umgeändert in die Ptbs.
Nach 2 Wochen gings mir besser. Medis wurden ausgeschlichen.

Dann zuhause starker Rückfall mit Panikattacken und wahnvorstellungen wie vor dem Aufenthalt (zum Glück aber ohne flashbacks)... dazu heftige suizidgedanken sowie ein fall in ein tiefes loch. wie schön: das musste dann also eine depression sein. ich also wieder zurück in die Klinik, dort gab man mir paroxetin und Tavor. Das Risperidon (habe ich zuhause aus angst erstmal wieder höher dosiert) wurde noch langsamer ausgeschlichen- gleichzeitig Paroxetin eingeschlichen.

Dieses Paroxetin ist ja heftig. als der Wirkspiegel nach 4 Wochen aufgebaut war Totale Wesensveränderung. Null Gefühle mehr, Scheiss egal Stimmung, total depressiv, suizidgedanken, Zunahme und noch ein paar andere lustige Nebenwirkungen. hab die hälfte des Beipackzettels gelb markieren können.

Daraufhin beschloss ich das ganze auszuschleichen.

Dosis am Anfang: 20mg
hab pro Woche um 5mg reduziert. Somit 4 Wochen gebraucht. ich habe es gemerkt, aber es ging trotzdem sehr gut. ich fühlte mich besser nach jeder Reduktion, mein körpergefühl kam wieder, merkte aber ganz leichtes grippegefühlt und matschig sein. seit Mittwoch bin ich von 5mg auf 0 und gestern gings los:

grippegefühl, zaps, verwirrtheit, Unruhe,null konzentration, blitze im Augenwinkel beim hin und her schauen, dabei ein watteartiges Gefühl im kopf und ein zischen im kopf beim Augen bewegen, tinnitus. dennoch, es ist aushaltbar. ich versuche, es zu akzeptieren und zu beobachten, aber nicht in Panik zu verfallen. ich denke leider immer sehr schnell: Hilfe, das geht nie wieder weg und dann entsteht ein Kreislauf...


mein plan ist jetzt folgender: ich sitze es aus. wie beim venlafaxin damals. ich gebe mir ca 2 Wochen um zu sehen ob es besser wird. Falls nicht, die 5mg wieder rein und dann erstmal auf 2,5 und dann auf 0. das alles dann aber langsamer. ich unterstütze mit gemmokomplex 1, aminosäuren, Kaffee einläufen.
bin mir der Sache aber dennoch unsicher und habe mich vorsorglich schon mal hier angemeldet, falls es schlimmer wird ( dann ist meine konzentraion und die Geduld für so eine Anmeldung nämlich im Eimer)

ich muss sagen, das zeug ist abartig und ich bin richtig ange :censored: st, habe einen hass auf diese Medikamente und die Ärzte entwickelt. venlafaxin war ein sch :censored: s dagegen. Ich bin schockiert, was ich über den Entzug bei einigen gelesen habe. diese Unverantwortlichkeit und Ignoranz seitens der Ärzte macht mich hilflos, ratlos, wütend und sehr traurig.
Durch den Entzug entstehen echte kämpfer- Hut ab für das, was ihr teilweise über Jahre durchmacht.

tut mir leid für die Rechtschreibfehler. bin matschig im kopf.

ich bin wirklich über jede Hilfestellung und jeden mutzuspruch dankbar!

Gemuesemuffin
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 22.06.18, 13:04, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 08.06.18, 13:45

Hallo Gemüsemuffin,

herzlich willkommen hier im Forum.

Du hast schon einiges durchmachen müssen und gehörst für mich ganz sicher auch zu den Kämpferinnen.

Das Absetzen des Paroxetins war viel zu schnell, so viel kann ich dir schonmal sagen.
Die Entzugserscheinungen aussitzen zu wollen, kann eine ganz schlechte Idee sein. Das kann zu einem sehr quälenden und lang anhaltenden Absetzsyndrom führen.

Ich lasse dir mal Grundsatzinformationen da. Dort kannst du dich einlesen und anschließend bitte noch eine Signatur erstellen. Das wird auch in dem Link erklärt.

Ich wünsche dir einen guten Austausch.

LG Ute
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Jamie » Freitag, 08.06.18, 13:49

Hallo Muffin :),

hier die Grundsatzinfos, die Ute vergessen hat zu verlinken:

viewtopic.php?f=18&t=12880


Es könnte ein Kompromiss sein, wenn sich dein Zustand nicht rasch bessert, mit 1mg wieder einzudosieren. Oft reichen schon so klitzekleine Mengen um den Entzug abzufangen.
Leider ist Paroxetin nicht gut wasserlöslich, das heißt für 1mg müsstest du dich evtl. auf Tropfen umstellen lassen oder dir eine Feinwaage kaufen und die Dosis zurechtbröseln.

Aussitzen klappt nicht jedes mal, das zur Info.

Beobachte es bitte gut.

Grüße und willkommen im Forum
Jamie
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 08.06.18, 14:11

Vielen Dank für die Antworten!! Das ging flott :) Sorry fürs fluchen...

Ja, mir ist es jetzt bewusst: das war zu schnell. Zumindest der letzte Schritt. Dennoch habe ich Hoffnung das ich das ganze schnell hinter mich bringe, denn ich habe das Paroxetin nur 4 Wochen genommen.

Ich kann kein Mathe (wurde mir als Kind eingeprügelt), daher hab ich null Ahnung wie ich auf 1mg kommen soll mit einer Feinwaage... Das überfordert mich und endet darin das ich heulend vor den Tabletten zusammenbreche. Meine übliche Reaktion auf mathematische Aufgaben.

Ich habe hier 20mg liegen die man gut teilen kann (die 10mg haben eine andere Form, man kann sie nicht teilen)
die 20er kann ich mit den Fingern in 8 Stücke teilen, somit habe ich 2,5mg als kleinste Dosierung. Dann hörts bei mir mit dem rechnen auf.

Ich warte jetzt mal ein paar Tage. Mir geht es heute schon leicht besser... Gestern Abend/ Nacht war einfach der Horror. Ich habe diese Tabletten von Anfang an nicht vertragen und mal wieder hat man mir nicht geglaubt.

Dennoch werde ich auch heute zum Training gehen, mein einziger Hoffnungsschimmer seit einiger Zeit. Ich lass mir weder von meiner Vergangenheit, noch von Ärzten mit Tabletten und deren Nebenwirkungen mein Leben wegnehmen. Ich glaub es hackt
Diagnose: Komplexe PTBS, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg

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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 08.06.18, 15:45

so, wie gestern wurden heute am Nachmittag die Entzugssymptome wieder schlimmer... Ich habe jetzt eben 2,5mg eingeworfen. Das wird mir alles zu heikel. Es war zu schnell.

Der Plan ist also wie folgt:

die nächsten 2 Wochen 2,5mg
dann runter auf 1,25mg (hole mir dazu eine Feinwaage)
dann nach 2 Wochen auf 0

Klingt entspannter.

Was sagt ihr dazu?
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2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

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Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

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daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

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Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
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1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

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1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
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11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 08.06.18, 16:17

Hallo Gemüsemuffin, :)

du kannst das so versuchen.

Ich würde aber auf jeden Fall danach entscheiden, wie dein Befinden ist.
Ein fixer Plan kann schon mal zu Enttäuschungen führen, wenn man sich dann letztendlich nicht daran halten kann, weil es einem nicht gut geht.

Ich drücke dir die Daumen, dass es so klappt.

LG Ute
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 08.06.18, 16:40

Hallo Ute,

ja, da hast du sicherlich recht. Leider kann ich ja erst einen oder zwei Tage nach Reduzierung wissen wie es mir damit geht... und viel Dosierungsspielraum habe ich ja nicht mehr. Ich wüsste nicht, wie man 1,25 nochmal kleiner dosieren soll...

Das flüssige Zeug zu nehmen kommt für mich erstmal nicht in Frage. Ich reagiere sehr sensibel, schon allein bei einem Wechsel von einem Hersteller zum anderen Hersteller. Hatte da mal einige Zeit mit L Thyroxin zu kämpfen.

jetzt gerade bin ich sehr enttäuscht und frustriert das ich den chemiemist wieder nehmen muss, aber es ist doch Hoffnung da, alles in ein paar Wochen deutlich sanfter überstanden zu haben, ohne heftige Absetzerscheinungen.

Evtl. unterstütze ich auch noch mit Kräutern meines TCM Chinesen, aber der ist sehr teuer.


Ich möchte einfach nur wieder ich sein, egal ob mit Traumafolgen. Damit komme ich klar.... denn da weiss ich das es von mir, aus meinem inneren Kern kommt und nicht ein Chemiegemachtes Kuddelmuddel ist
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nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


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starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
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dort Risperidon wieder eindosiert
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ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg

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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 08.06.18, 17:22

Ich muss gestehen, ich habe auch ein Problem damit wenn das absetzen länger dauert als die eigentliche Einnahme... ist das nicht eher kontraproduktiv?

Hätte es jetzt geklappt mit dem absetzen hätte ich paroxetin 4wo genommen und 4wo zum absetzen gebraucht...

nun mit meinem neuen plan würde ich 8Wochen zum absetzen brauchen
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nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
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6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
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12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


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ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
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18.10.18 2,5mg
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1.11.18 2,125mg
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8.11.18 1,875mg
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 08.06.18, 17:52

Hallo Gemüsemuffin, :)

das verstehe ich gut. :?
Aber es hilft ja nichts, wenn ein schnelleres Vorgehen auch nicht funktioniert.

Ich habe noch eine Bitte. Hier im Forum herrscht eine gewisse Netiquette, an die wir uns alle gewöhnt haben und die un auch sehr wichtig ist.
Wir setzen an Anfang und Ende unserer Beiträge einen kurzen Gruß. Das klingt einfach netter. :)

Für hilfreiche Antworten bedanken wir uns mit dem Daumen hoch Symbol rechts oben in der Ecke.
Dann weiß der Schreiber auch gleichzeitig, dass du seinen Post gelesen hast.

Vielen Dank und LG Ute
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 08.06.18, 18:28

Hallo Ute,

alles klar, danke für die Hinweise. Ich bin nicht sonderlich Forenerfahren und hab auch ehrlich gesagt die FAQs nur überflogen wegen meinem Gehirnbrei momentan XD

ja. Du hast Recht mit dem langsamen Vorgehen... Ich habe nur Angst vor dem nächsten Mal auf 0...

Diese Brainzaps sind aktuell am schlimmsten... Weiss man eigentlich, was genau das hervorruft?

Der Entzug vom Risperidon war auch nicht ohne, da denke ich aber das es vorbei ist.
Ich muss gestehen, mir hilft es nach dem Training Abends ein(!) Bier zu trinken. Das macht irgendwie das man sich nicht mehr so reinsteigert. Des weiteren hilft mir Ablenkung durch Anstrengung. Ich habe nun in ca 6Wochen 1mg Tavor sowie 6mg Risperidon ausgeschlichen. Wäre ich nicht zum Training (Kampfsport, zum Teil 3Std lang) gegangen hätte ich nicht ausschließen können das ich irgendwo runtergesprungen wäre. Das war und ist das Einzige was mir Kraft und Durchhaltevermögen gibt. Es ist der einzige Grund für mich weiter zu kämpfen, mich um mich zu kümmern bzw das zu lernen.

Ich will irgendwann mal auf einem Wettkampf kämpfen. das ist mein Ziel.
Und ich will wieder arbeiten. das geht leider schon seit 2,5 J nicht mehr.

(Auch wenn in der Triggerliste steht das Alkohol und große Anstrengung kontraproduktiv sind)
(Ja, ich weiss das mit dem Alkohol als selbstmedikation, der begleitet mich dennoch seit Jahren mal mehr mal weniger und häufig auch gar nicht, je nachdem in welcher Phase ich gerade bin. Und es ist für mich ok so, für mich um einiges besser zu kontrollieren als Medikamente)

Zwischenzeitlich war durch diese Erlebnisse und sicher auch durch die Medis mein Glaube und meine Hoffnung weg. Ich habe tatsächlich aufgegeben. Wollte sterben. das sieht mir eigentlich nicht ähnlich. Ich glaubte nicht mehr, das alles irgendwann wieder gut wird. Das war das schlimmste. Denn egal wie sche :censored: e es mir in meinem Leben ging, ich hatte immer Hoffnung. das jemand kommt der mir hilft selbst dahinter zu kommen wie ich mir helfen kann. solche menschen habe ich jetzt seit einiger zeit in meinem Umfeld. ich weiss nur noch nicht wie ich mit soviel liebe umgehen soll.

Je mehr ich abgesetzt habe, desto mehr kam die Hoffnung und die Gefühle aber wieder. Ich kann jetzt sogar wieder von Herzen weinen, das konnte ich unter Paroxetin nicht.
Die Herzgefühle waren weg. Es gab quasi keine Ventile mehr und ein Schulterzucken war schon echt viel Gefühlsregung... Absolut widerlicher Zustand.

Liebe Grüße,
Gemuesemuffin
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 09.06.18, 14:35

Hallo Gemüsemuffin, :)

Brainzaps sind sehr typische Absetzerscheinungen.
Meist sind sie ein Zeichen für ein zu schnelles Vorgehen.
Durch den Entzug des Medikamentes gerät die Gehirnchemie durcheinander und es kommt quasi zu "Kurzschlüssen" in der Reizüberleitung der Nerven.

Ich denke, die Gefahren des Alkohols kennst du selbst. :)

Bei Sport ist es sehr unterschiedlich. Er kann triggern, wie auch jede andere große Anstrengung.
Wir haben aber in der Tat auch andere Teilnehmer hier, denen es hilft sich regelmäßig auszupowern.

Mach das so wie es sich für dich gut anfühlt. :)

Gefühlsverflachung ist eine der häufigsten Wirkungen von Psychopharmaka, auch ich kann so gut wie überhaupt nicht mehr weinen.

LG Ute
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Samstag, 09.06.18, 21:16

Hallo Ute,

zu dem Gehirnnebel und den brain zaps hat sich jetzt auch noch ein grippegefühl dazugesellt... obwohl ich seit gestern wieder 2,5mg nehme... ich war nur 2 tage auf 0... dauert das echt so lange bis sich das wieder einpendelt? naja, reduziert ist ja trotzdem... bin ja von 5mg direkt auf 0 gegangen....

bin etwas ratlos

lg, gemuesemuffin
Diagnose: Komplexe PTBS, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
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13.12.18 0,75mg

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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Mittwoch, 13.06.18, 13:55

Hallo,
mir geht es noch immer bescheiden. bin ja Freitag von 0 auf die 2,5mg paroxetin hoch. nehme jetzt also seit 6 tagen 2,5mg. davor 2 tage auf null und davor 1 Woche auf 5mg.
die schlimmen absetzerscheinungen haben sich deutlich gebessert, aber das wars dann schon. ich hab immer noch gehirnnebel, bin matschig, kaputt, rauschen im kopf sowie komisches Gefühl im Gehirn wenn man die augen bewegt... ich kann es nicht beschreiben. ich hab so angst davor das es bleibt... meint ihr, es pendelt sich ein? bitte schreibt mir ein bisschen was zum mut machen.

des weiteren bin ich null stresstolerant.
gestern hatte ich ein Gespräch beim Amt (muss jetzt leider hartz4 beantragen) und sobald ich mit jemandem reden !!muss!! was ich eigentlich nicht will, habe ich das Gefühl ich bin krank. also stress pur. das hatte ich früher schon, ist aber momentan sehr schlimm. ich komme mit menschen, die potenziell macht ausüben könnten wenn ich nicht funktioniere, nicht klar. ich werde innerlich aggressiv, verzweifelt... mein Körper fängt an zu schmerzen. wie als wenn mich jemand festhält, quetscht.

gerade eben war ich bei der Therapeutin die mich auch in der Psychiatrie begleitet hat. mir war klar, das das Gespräch nicht gut ausgehen bzw verlaufen wird, denn ich sagte ihr das ich mmn falsch behandelt wurde und erzählte ihr wie ich auf die Tabletten reagiere und auf das absetzen.

es ging hin nd her und jedes mal wenn ich sie vor Tatsachen gestellt habe, ist sie im Gespräch in ihre kleine rettungskapsel gesprungen und hat dicht gemacht. es kamen dann nur noch Floskeln:

sie geben mir gerade die schuld (nein. ich sage momentan ungeschönt wie es mir mit der Behandlung von ihnen geht... nicht mehr, und nicht weniger. und das ich eine Meinung habe und diese respektvoll äussere, ist mein gutes recht. nicht mehr nur ja und amen... ich sage wenn ich mich ungerecht und nicht gut behandelt fühle. ich fühle mich im stich gelassen, ich habe kein vertrauen in Ärzte).

sie wollten ja Medikamente. wir haben sie nicht falsch behandelt. (stimmt, nur ne Psychose diagnostiziert die eigentlich Flashbacks sowie dissoziative Probleme und panikattacken waren, gegen sowas helfen Medikamente nicht!!! und schon gar keine Psychose Medis. ich hab 3 nächte nicht geschlafen... da wird jeder bekloppt und wenn man mir mit Zwangseinweisung droht sage ich nicht alles klar, danke sondern denke nur wie komme ich schnellstmöglich von diesen menschen weg die mir nicht gut tun)

was wollen sie jetzt von mir (äh... kompetente Hilfe? Mitgefühl? das Gefühl, dass sie auf meiner Seite stehen und das ich ihnen vertrauen kann? einfach, das sie ihren verkackten job machen)

nach so kurzer zeit kann das gar nicht durch das paroxetin kommen.....durch das absetzen kommt ihre alte kernsymtomatik wieder hoch. das war der schlüsselsatz.
daraufhin bin ich gegangen. so einen Unsinn brauche ich mir in meinem jetzigen zustand nicht auch noch antun, das zieht mich noch mehr runter.

ich war nicht ungehalten. ich war nicht unfair. ich war kontrolliert. ja, ich war wütend, hilflos, traurig und enttäuscht und das habe ich sachlich geäussert. als psychologe sollte man damit umgehen können und ein Gespräch empathiereich, in jede Richtung kritisch und für beide Seiten befriedigend führen können. wenn man dazu nicht in der Lage ist und sich wie ein Kleinkind benimmt, sich mit Floskeln über Wasser hält und wenn es eng wird beleidigt schmollt, nicht über den eigenen Tellerrand schauen kann und nur im sinne des Arbeitgebers argumentiert, der eigentlich nur am geld verdienen interessiert ist, dann hat man den beruf verfehlt. ich wünsche ihr, sie wird niemals krank. sie setzt sich so für ein system ein, das sie im Ernstfall auch fallen lassen würde...

momentan bin ich am überlegen welches Möbelstück ich zerstören kann...
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23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Mittwoch, 13.06.18, 14:12

aber wisst ihr, was gut war?

mir war das erste mal in meinem leben sche :censored: segal was jemand in einem Gespräch von mir denkt. ich hab das erste mal in einem Gespräch mit einer person, der ich in der Hierarchie eigentlich den Platz über mir gebe (ich mache mich also direkt klein), meine Meinung gesagt und war wirklich sauer, aber ohne das ich unfair war. es hat mich null beeindruckt, wie sie versucht hat sich zu rechtfertigen, oder sich tatsächlich zum ende hin über mich zu setzen. ich bin präsent geblieben (so gut es ging mit der konzentration), hab meinen Standpunkt geäussert, hab mich nicht einschüchtern lassen. mit ihren suggestivfragen hab ich sie 2 mal auflaufen lassen. sowas hab ich noch nie gemacht und das zeigt glaube ich, wie aufgebracht ich bin. :sports:
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 15.06.18, 18:06

sry wegen der Kraftausdrücke... läuft bei mir irgendwie automatisiert

Momentaner Zustand: ich bin viel ruhiger. brauche abends keinen Alkohol mehr. gestern starkes grippegefühl, noch immer komisch im kopf wenn ich die Augen bewege aber das lässt langsam nach. heute schon wieder besser. momentane Nahrungsergänzung bzw Unterstützung: Bachblüten, Glycin, VitC, B12, Eiweisspulver, Wala ovaria Globulis (mein Zyklus ist völlig durcheinander durch die Tabl), Kalium, gemmokomplex, CBD Tropfen, Schwarzkümmelöl, Kaffeeeinläufe

von den CBD Tropfen bin ich absolut begeistert. es bringt mich runter und durchbricht den angstkreislauf/ negative gedanken.
Kaffeeeinläufe helfen auch richtig gut (Leber)

ich freu mich aufs Wochenende. Freunde kommen zu besuch, es wird gegrillt, morgen ist training und Sonntag fahre ich nach Berlin auf ein Konzert. ich bin froh, das es mir momentan einigermaßen geht, so das ich ein paar schöne dinge im leben genießen und mich von dem mist ablenken oder vielleicht sogar erholen kann
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Jamie » Samstag, 16.06.18, 13:37

Hallo, :)

das sind sehr viele Nahrungsergänzungsmittel. Es kann sein, dass das dein ZNS womöglich überfordert.
Viel hilft viel - ist weder bei Medikamenten noch NEM ein wahrer Spruch.

Bitte schau doch mal bei deinem Eiweißpulver, ob da Tryptophan oder andere Aminosäuren zugesetzt sind: das wäre nicht gut.
Vit B12 kann anregend und nervös machend wirken; das Glycin würde ich auch kritisch beäugen.

Es freut mich aber, dass du dich aufs Wochenende freust und schon ein paar kleine positive Dinge bemerkst.

Grüße
Jamie
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Montag, 18.06.18, 21:02

Hallo Jamie,

die Nem sind mit meiner Heilpraktikerin abgesprochen. Ich nehme Reisprotein von Maskelmän, da sind so ziemlich alle Aminosäuren von Natur aus drin, auch Glycin und Tryptophan- also nix zugesetzt. Wieso ist das denn nicht gut?

Liebe Grüße,
Steffi
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Jamie » Montag, 18.06.18, 21:08

Hallo,

L-Tryptophan soll man nicht mit SSRI-AD kombinieren, Gefahr des Serotoninsyndroms.

https://de.wikipedia.org/wiki/Serotoninsyndrom Bitte in die Tabelle schauen

Wenn es dir soweit bekommt, kannst du es beibehalten, die Menge ist hoffentlich gering.

Schade, dass es die Heilpraktikerin nicht wusste. Man sollte sie für die Zukunft darauf hinweisen.

Wir hatten übrigens mal jemanden hier unter SSRI-AD, die Eisweißshakes trank und tatsächlich ein Serotoninsyndrom bekam. Gott sei Dank nur ein leichtes.

Grüße
Jamie
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Dienstag, 19.06.18, 11:23

Moin,
das wusste ich nicht... ist interessant.

ich komme auf eine Menge von ca 1g pro tag und habe damit keinerlei Probleme.

ich schätze, bei einem serotoninsyndrom kommen noch andere einige andere faktoren zusammen...

wenn das so wäre, wie du beschreibst, dann gäbe es doch reihenweise Probleme bei fleischlastiger Ernährung und ssri, oder mache ich da einen Denkfehler?

ein ei zb hat um die 0,2g l tryptophan. 2 eier haben ungefähr das gleiche aminosäureprofil wie ein eiweissshake.


also bei Ssri nur noch vegan?


LG,
gemuesemuffin
Diagnose: Komplexe PTBS, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg

carlotta
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von carlotta » Dienstag, 19.06.18, 12:30

Hallo Steffi,

wenn das Tryptophan Bestandteil eines Lebensmittels ist, wie in Deinem Fall, sehe ich da erst mal kein Problem (oder zumindest kein gravierendes). Evtl. wenn man unverhältnismäßig riesige Mengen davon zu sich nimmt, was Du ja nicht tust.

Es geht dabei eher um Tryptophan, was man isoliert einnimmt bzw. tatsächlich irgendwo zugesetzt ist. Wobei mir bei Proteinshakes so eine isolierte Zusetzung auch nicht bekannt ist, da diese ja im Regelfall entweder auf tierischem oder pflanzlichem Eiweißpulver basieren, in dem, wie Du richtig sagst, die Aminosäuren natürlicherweise enthalten sind.

Ich hatte hier schon mal was dazu geschrieben:
in den Shakes ist nicht unbedingt Tryptophan künstlich zugesetzt, im Normalfall ist es das nicht, da es sich häufig um Molkenproteinshakes handelt oder - in der veganen Variante - um pflanzliche Proteinpulver, etwa Soja, Erbse oder Reis. (Das ist vergleichbar bei Bioprodukten.) Die Produkte sind einfach aufgrund der Pulverform konzentrierter im Bezug auf die Aminosäuren. Teilweise handelt es sich auch (bei tierischen Produkten) um isolierte Proteine, wo andere Lebensmittelbestandteile entfernt wurden; dann ist die Konzentration höher (um die 90 Prozent), bei den anderen Varianten bei ca. 50 bis 70 Prozent Proteinanteil. Aber - wie gesagt - im Regelfall nicht zugesetzt, sondern natürlich im jeweiligen Lebensmittel, das Basis für das Pulver bietet, enthalten.

Wenn man einige Löffel für einen Shake zu sich nimmt, kommt es notgedrungen zu einer höheren Aufnahme von Aminosäuren als gemeinhin durch ein nicht auf diese Weise verarbeitetes Lebensmittel. Das ist ja im Grunde auch gewünscht, um einen bestimmten Effekt zu erzielen.

Man kann die Aufnahme verringern bzw. sich vorsichtig herantasten, indem man mit wesentlich kleineren Dosierungen als den auf der Packung vorgegebenen einsteigt. Dann lässt sich durch einen solchen Shake allerdings nicht unbedingt eine komplette Mahlzeit ersetzen (falls das gewünscht wird).

Es gibt durchaus Betroffene im AD-Entzug, die solche Proteinpulver als Entzugshilfe nutzen (siehe das sehr empfehlenswerte US-Absetzforum survivingantidepressants.org), allerdings ist die Resonanz sehr unterschiedlich, von absoluter Unverträglichkeit bis hin zu Symptomverbesserungen. (Wie hoch zudem das Risiko eines Serotoninsyndroms durch Kombination mit serotonerg wirkenden Substanzen ist, lässt sich schwer einschätzen; alles eine Frage der individuellen körperlichen Gegebenheiten.)

Bioprodukte sollten schon wegen der schwächeren Belastung mit Giftstoffen bevorzugt werden, auch ungünstige Zusatzstoffe sollten vermieden werden. Aufs Kleingedruckte achten.

Man kann es nur individuell ganz vorsichtig ausprobieren, was geht und was nicht.
Link: viewtopic.php?f=18&t=14843&p=241258&hil ... 50#p241258

Insgesamt ist es allerdings so, dass HP sich nicht unbedingt mit PP-Entzug auskennen. Daher sollte man sich grundsätzlich breit und unabhängig informieren.

Bei NEM ist es sehr individuell. Wenn sie Dir bekommen und Du das Gefühl hast, dass sie Dir guttun, ist sicher nichts dagegen zu sagen. Es kommt allerdings auch häufiger vor, dass NEM im Entzug nicht gut vertragen werden, das sollte man einfach wissen und grundsätzlich vorsichtig damit umgehen, also bei neuen Einnahmen ganz kleine Mengen antesten, ggf. vorsichtig steigern, möglichst Monopräparate wählen etc. Es kann auch sein, dass man Mittel, die man mal vertragen hat, plötzlich nicht mehr gut verträgt, aber auch das Gegenteil, dass der Körper NEM, die lange Zeit nicht gingen, plötzlich wieder annimmt. Nur als Hinweis. :)

Liebe Grüße
Carlotta
Zuletzt geändert von carlotta am Dienstag, 19.06.18, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
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gemuesemuffin
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

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