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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu » Samstag, 24.11.18, 19:54

Hallo Lolla,

ich wollte dir zuerst mal einen Trost-Drücker da lassen.
:hug:
Ich glaube schon, dass der Haarausfall hirmonell bedingt ist. Nach der Geburt meines zweiten Kindes habe ich büschelweise Haare verloren. :o
Zeitweise waren sogar meine Locken weg.

Das Amisulpirid scheint bei dir sehr heftig auf die Hormone zu gehen. Ständiger Milchfluss ist ja sicher auch belastend.
Es wundert mich dann ehrlich gesagt nicht, dass du sehr schnell und heftig auf eine Reduktion reagierst.

Vielleicht könntest du versuchen, noch etwas langsamer, z.B. in 5 % Schritten vorzugehen.
Das würde die Absetzzeit zwar noch weiter verlängern aber vielleicht pendeln sich deine Hormone ja auch mit niedrigerer Dosis schon weit vor 0 ein.
Ich habe das bei anderen schon gelesen.

Wenn ich an die Zeit des Hormonchaos z.B. nach den Geburten meiner Kinder denke, kann ich mir gut vorstellen, dass deine Stimmung zumindest zum Teil auch auf die Hormone zurückzuführen ist..
:x

LG Ute
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 24.11.18, 20:14

Liebe Ute :)
würde dir gerne einen Doppeldaumen gebe, aber ist ja nur einer da...

ich glaube auch, dass die Hormone weitaus mehr machen mit mir, als ich manchmal denke und damit in Verbindung bringe. Habe momentan auch wieder Panik, dass sich wieder Schleimhaut aufgebaut hat, da ich leichtes Ziehen habe immer wieder und etwas stärker in der letzten Zeit.

Habe jetzt auch seit über nem halben Jahr wieder nicht geblutet.

Würde es in meinem Fall unter Umständen Sinn machen tatsächlich die Pille zu nehmen, damit meinetwegen erstmal ein künstliches Geichgewicht reinkommt? Vielleicht würden die Hormone imEntzug dann nicht ganz so durchdrehen, weil sie ein künstliches vorgegebenes "Gleichgewicht" haben..?

Nur Gedanken, weiss ja, dass man sagt, dass das eher kontraproduktiv ist. Bin nur wirklich soviel am Überlegen und Verzweifeln.

Schönen Abend dir, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 26.11.18, 10:07

Guten Morgen :?

ich erneut.. Es ist leider nicht besser geworden. Ich drifte total ab und keiner kann wirklich verstehen, was in mir vorgeht. Ich unterhalte mich mit Menschen und die reden über normale Dinge und ich habe das Gefühl, ich bin in ganz anderen Sphären unterwegs.

Ihr könnt das vielleicht verstehen. :cry:

Ich hadere selbst mit mir und auch wenn es jetzt erst ne Woche ist, wo dieses Stimmungsbild anhät, so wäge ich trotzdem schon ab, ob ich dieses Vorhaben auf Eis lege und wieder auf die alte Dosis zurück kehre, denn es gesellen sich leider auch Suizidgedanken hinzu, zwar ohne Handlungsimpuls, aber schon massiv.

Für mich ist klar, dass ich diesen Zustand unter dem Amisulprid auf gekannter, alter Dosis nicht länger in dem Maße tolerieren kann und das etwas passieren muss. Ich möchte wieder mehr Frau sein und halte den Schmerz nicht aus, dass mir das so sehr genommen wird.

In der Klinik, wo ich das Medi verschrieben bekommen habe, sind im Nachhinein betrachtet viele uncoole Dinge passiert. Zum einen natürlich die Verordnung von Amisulprid, zum anderen auch, dass ich dort auf Rat einer Bezugspflegerin angefangen habe zu rauchen und das erst mit 24...
Sie meinte damals, dass ich vielleicht entspannter wäre, wenn ich rauchen würde. Damals war ich so, dass ich nach jedem Strohhalm gegriffen habe... Ich habe die Klinik früher immer sehr idealisiert und romantisiert und jetzt finde ich das alles nur noch zum KO...!

Dadurch, dass ich soviel rauche, tue ich mir natürich nichts gutes und es würde mir auch den Zugang zu Hormonen erschweren, da ich immer jemand bin, der auf Nr sicher gehen will, dass nichts passiert.

Wenn ich denn auf der altbekannten Dosis bleiben "muss", dann muss sicher etwas anderes passieren, sodass ich nicht mehr dieses hormonelle Chaos habe, dass mich so fertig macht.


Es ist wahrscheinlich nicht fair von mir euch gegenüber, dass ich nach so kurzer Zeit ans aufgeben denke, aber ich habe zuviel Angst gerade und möchte mir nicht mein Umfeld kaputt machen, dass jetzt schon überfordert ist.

Ich vermute hinter meinem Zustand 3 Dinge, zum einen Neuroemotionen, zum anderen Hormone und als dritte Ursache sicherlich meinen traumatischen Hintergrund.

Ich danke euch fürs Lesen und bitte verurteilt mich nicht, egal, wie ich mich jetzt entscheide.

Wäre sehr sehr dankbar für Ratschläge, auch für welche, die ich vieleicht anwenden kann, wenn ich resigniere.

Danke, dass es euch gibt, liebe Grüße, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Anikke » Montag, 26.11.18, 13:30

liebe lolla,
ufff ich kann gut verstehen dass du gerade in einem total unangenehmen zustand bist.
was du von dieser Klinik erzählst, ist ja wirklich zum gruseln!! dass die Schwester die patient*innen zum rauchen ermuntert ist echt der Oberhammer, dann noch dieses amisulpirid *schüttel*
ich hab mir grad nochmal deine Signatur angeschaut, du bist seit 09.10. vom Venlafaxin weg (Klasse!!!) und am 21.10. hast du amisulpirid auf 180/mg reduziert, richtig?
dass du gerade so abdriftest könnte damit zusammen hängen, dass die Zeit zwischen 0 venla und der Reduktion des ami so kurz war,du hattest wenig Möglichkeit, dich vom Venlafaxin ganz zu stabilisieren und schon das ami reduziert, nächste Baustelle.
deshalb will ich dich ermutigen: wenn du dir mehr Zeit gibst wird es auf jeden Fall klappen mit dem ami!
ich würde an deiner stelle auf dosieren, aber erstmal nur 5mg, auch aufdosieren soll man ja langsam. und vllt stabilisierst du dich schon auf diese weise und musst nicht ganz von vorne anfangen.
ich bin mir sicher dass du das schaffst., auch wenn du gerade so verzweifelt bist, schau, das venla hast du auch geschafft und den kaltentzug escitalopram, du bist sehr stark, auch wenn du es gerade nicht merkst..
liebe grüße anikke
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Montag, 26.11.18, 15:12

Liebe Annike :)

danke für deine wohltuenden Worte!! :hug:

Ich habe eher nicht das Gefühl, dass ich noch Nachwehen vom Venlaflaxin habe. Die letzten Schritte haben wirklich gut geklappt, auch wenn du natürlich Recht hast, dass das schon recht zügig abgelaufen ist und ich etwas zu motiviert war. :wink:

Ich habe keine Ahnung, was das gerade für ein Zustand ist, aber er ist zum Schreien und Weglaufen.

Ich habe ja bereits einen Kaltentzug des Amisulprids hinter mir, weil ich damals gar nicht wusste, wie so etwas abläuft. Da hätte ich gut mit eurer Empfehlung zu einer niedrigeren Dosis ansetzen können, aber so weit war ich nicht und hatte keine Unterstützung, sodass ich nach 2 Monaten die volle Dosis wieder genommen habe...

Habe sehr große Sorge, dass ich durch die vielen Medis in meiner Laufbahn und die zahlreichen Absetzversuche und auch Kaltentzüge einfach extrem sensibel geworden bin..

Bin gerade nicht wirklich im Stande eine Entscheidung zu treffen, würde eigentich gerne erstmal "aufgeben", wobei dass sich dann nach einem Resignieren für immer für mich anfühlt....

Alleine das Escitalopram hat mich gefühlt ein Jahr Lebenszeit gekostet,die mir niemand wieder geben kann, ganz zu schweigen von den vielen anderen Verzweiflungszuständen, die ich durch Medikamente bereits hatte.

Ich habe nicht das Gefühl momentan, dass ich weiterhin stark genug dafür bin, aber die Entscheidung für leichtes Höherdosieren, oder wieder volle Einnahme kann ich gerade nicht treffen.

Ich wünschte nur, es gäbe in dem Falle der vollen Einnahme wieder Hoffnung für mich, dass ich mich als Frau spüren und erleben kann, das würde mir etwas Hoffnung schenken und mir Kraft geben weiterzumachen. <3 :cry:

Sende dir und alen anderen liebe Grüße,LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Montag, 26.11.18, 18:21

liebe Lolla, :)

ich finde Anikke´s :) Vorschlag sehr gut.
Ich habe eher nicht das Gefühl, dass ich noch Nachwehen vom Venlaflaxin habe. Die letzten Schritte haben wirklich gut geklappt, auch wenn du natürlich Recht hast, dass das schon recht zügig abgelaufen ist und ich etwas zu motiviert war. :wink:
Dein ZNS ist sicherlich noch mit dem Enzug vom Venlafaxin beschäftigt. Es kann schon sein, dass es das gut bewältigt, aber der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Jetzt bereits der nächste Entzug ist dann das, was zuviel ist.

Ich würde daher, genau wie Anikke vorschlägt, zunächst um 5 mg hochgehen. Das hat nichts mit Resignieren zu tun, du gibst deinem ZNS einfach nur die Zeit, die es braucht.

liebe Grüsse, :hug:
padma
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Katja » Mittwoch, 28.11.18, 8:12

Guten Morgen LOLLA,

das klingt ja gar nicht gut bei dir. Ich kenne diese starken Gefühle noch aus der Zeit, als Absetzen das Einzige war, was mich noch irgendwie interessiert hat.
Bitte gib nicht auf, es können wieder bessere Zeiten kommen!

Vielleicht hilft es dir auch eine Psychotherapie zu beginnen? Ich gehe gern zu meiner und sie stärkt auch mein Selbstvertrauen etwas.

Also jetzt, wo ich nach dem Amisulprid meine Tage wieder habe, empfinde ich die als ganz schön nervig.
Fand es auch komisch vorher, die über 2 Jahre gar nicht gehabt zu haben, aber für mein Gefühl als Frau fand ich das nicht so schlimm. Milchfluss und starken Haarausfall hatte ich aber Gott sei Dank nie,dass sich das so stört, kann ich gut verstehen. Aber über solche Gefühle würde ich echt mit meiner Psychotherapeutin reden wollen.
Oder vielleicht könnte dir auch eine Reha helfen um mal aus deinem Umfeld rauszukommen? Von Psychiatrie halte ich ja nichts und mein Rehaantrag wurde damals schnell bewilligt.

Wie sieht es denn bei dir im Moment jobtechnisch aus - zwecks Ablenkung von solch starken Gefühlen?

Liebe Grüße
Katja
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 04.12.18, 9:20

Guten Morgen :schnecke:

Ich wollte kurz berichten und natürlich euch allen für die lieben antworten danken.

Habe seit letzten Freitag um 5 MG aufdosiert, ab da ging nix mehr und auch die letzten Tage waren eine Tortur.

Ich habe etwas verstanden, dass, auch wenn es nur wenige MG wären, meine Ursprungssymptomatik wieder hochkommt.

Ich habe trotz der vielen Therapie, die ich in meinem Leben gemacht habe nie gelernt mich selbst zu halten, mich selbst auszuhalten, mit alldem was da ist.

Immer wenn jemand da ist, dann geht es mir besser und sobald die Person das haus verlässt, bin ich in einem höchst verzweifelten Zustand und kann mich nicht mehr ertragen.

Es ist etwas sehr kindliches und das ploppt anscheinend wieder hoch und das mit voller Wucht.

Wenn jemand 24 h da wäre, dann würde ich es wahrscheinlich schaffen runter zu kommen von der dosis, gleichzeitig aber vermutlich immer mehr kindliche Anteile entwickeln. Klingt vielleicht verrückt, aber ich glaube, genauso würde es sein.

Leider gibt es hier vor Ort nicht wirklich passende Therapeuten, ich habe das schon jahrelang versucht.

Es ist natürlich auch schwer in so einer Situation jmd. Zu finden, der mit einem arbeitet und Rücksicht auf medi Reduktion nimmt, sodass man nicht überfordert ist.

Ich sitze hier tagelang schon mit starken Suizidgedanken, die aber keinen Handlungsimpuls haben.

Ich bin überzeugt davon, dass traumatisches hochkommt und mir das mein Vorhaben sehr erschwert und weiss nicht genau, wie ich damit umgehen soll.

Vor mehr als 10 Jahren wurde diese Symptomatik mit diesem medi überschüttet und verdeckt.

Ich suche nach Ansätzen und weiss nicht nicht genau, wie es funktionieren könnte...

Bin für den Moment ganz froh, dass ich das ganze reflektieren kann, auch wenn noch keine Lösung da ist.

Sende euch allen liebe Grüße. Eure LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 04.12.18, 9:38

Ach, liebe Lolla,

ich glaube ja, die einzige Lösung ist: Akzeptanz, daß es ist, wie es ist, und dann das Beste drauszumachen!

VG von Clarissa
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Kaenguru » Dienstag, 04.12.18, 9:51

Guten Morgen Lolla,

Ich kenne das Gefühl nicht alleine sein zu können sehr gut.
Manchmal halte ich aber auch andere Menschen nicht aus, weil ich das Gefühl habe, immer für sie da sein zu müssen.

Beide Gefühle wurden für mich verständlich, als ich zufällig über die Theorie des inneren Kindes gestolpert bin.

https://www.safety-energetics.de/blog/w ... r-braucht/


Zitate daraus:
"Das innere Kind ist jener Anteil in uns, der wir in der Kindheit einmal waren.
Es ist unser ursprüngliches Wesen, unsere authentische, kreative Persönlichkeit , die Schlüsselfigur unserer Gefühlswelt. Im inneren Kind sind alle prägenden Erfahrungen, positiv wie negative, Gefühle, Kränkungen und Glaubensmuster gespeichert. Meist wurden wir als Kind verletzt. Jeder, der eine schwierige Kindheit hat, kann davon ausgehen, ein verletztes inneres Kind zu haben.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Vergebung an die Vergangenheit, der erst möglich ist, wenn die Wunden der Vergangenheit Raum bekommen haben, betrauert zu werden, und sich das innere Kind angenommen fühlt."

Weitere Zitate:
"Ich wusste von da an, dass niemand mir da draußen das geben konnte, was mir all die Jahre gefehlt hat und wonach ich immer wieder in anderen Menschen gesucht hatte. Das Urvertrauen und die Liebe."

"Fühlt sich ein Kind in seiner Sicherheit bedroht, entwickelt es Überlebensstrategien, z.B. Anpassung an die Umwelt, manchmal bis zur Selbstaufgabe, Verdrängung von Gefühlen."

Diese Überlebensstrategien habe ich erkennen können und kann jetzt versuchen anders zu leben.
Sie haben maßgeblich zu meiner depressiven Erkrankung und Ängsten beigetragen.

Mir hat das Buch von Stefanie Stahl "Das Kind in dir muss Heimat finden" die Augen für Verletzungen geöffnet.

Ich habe es als Hörbuch und da sind zwei Meditationen dabei, ich finde sie hilfreich.
Es gibt genug zu dem Thema im Internet und auf youtube.

Vlt ist es dir auch ohne Therapeut schon mal eine Hilfe.

Liebe Grüße
Sarah
Zuletzt geändert von Kaenguru am Dienstag, 04.12.18, 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Rechtschreibung
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Dienstag, 04.12.18, 12:28

Liebe Clarissa, liebe Sarah :)

Akzeptanz ist ein Schlüssel und ich finde ihn nicht richtig, weil ich ein Wegdrücker bin...

Es gibt schon wirklich tiefe krasse Gefühle, die wahrgenommen werden wollen, aber wie geht man damit um ... Ich auf jeden Fall nicht gut.


Von Stefanie stahl habe ich glaube das Buch und werde versuchen mich etwas zu zwingen daraus zu lesen.

Zwingen klingt nicht gut, aber ich muss glaube ich eine gewisse Strenge mir gegenüber walten lassen, sonst zerfließe ich immer so und bin ein Fass ohne Boden.

Es ist wirklich abgefahren, dass bei so nem Mini Schritt schon so viel ans Tageslicht kommt.

Danke, dass ihr da seid!! LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 04.12.18, 14:42

Also ehrlich, liebe Lolla:

was ich nicht akzeptieren kann, drücke ich auch weg und fahre damit ganz gut :roll: :wink: .

Ich möchte mir nicht von der Vergangenheit meine Gegenwart und Zukunft verderben lassen, läßt sich ja eh nichts mehr ändern.

VG von Clarissa
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Donnerstag, 06.12.18, 11:30

Guten Morgen :roll:

Ich melde mich nochmal bei euch. Ich denke, ich muss jetzt bald eine Entscheidung treffen.

Ich bin momentan sehr am Ende meiner Kräfte. Habe mich stark verändert und habe unglaubliche psychische Schmerzen, die mich quälen.

Ich komme so nicht vor und nicht zurück.

Ich werde das Vorhaben ggf. Auf eis legen fürs erste und wieder 200 MG nehmen. Das fühlt sich in meiner Vorstellung entsetzlich an, aber ich muss abwägen, weil ich sonst zuviel gefährde.

Ich hätte nicht damit gerechnet, dass bei einer so kleinen Menge so starke psychische Symptome, bzw. So ein starker rebound kommt.

Ich bin damals in sehr jungen Jahren (19) mit borderline diagnostiziert worden und habe dieses medi bekommen. Dies sehe ich als grössten Fehler meines Lebens an und kann ihn zumindest momentan nicht wieder gut machen.

Trotzdem muss iwas passieren, weil das so für mich nicht tragbar ist. Ich habe im Januar einen Frauenarzt Termin und hoffe, dass ich hormonelle Hilfe bekomme. Mein Wunsch ist es, dass ich iwie wieder (auch wenn künstlich erzeugten) als Frau funktionieren kann, physiologisch.

Wenn ihr für mich Tipps habt, vielleicht auch Ahnung von Pille, Wechseljahrspräparaten und Prolaktinhemmern, dann würde ich diese sehr sehr dankend annehmen.

Aktuell nehme ich uterogest und dies durchgängig, sodass ich durch das Progesteron nie in die abblutende Phase komme.

Ich habe es letztes Jahr in Verbindung mit escitalopram tlw. Geschafft meine Tage zu bekommen, durch Frauenmanteltee und Agnus castus. Dies war trotzdem riskant, weil ich nie wusste, baut sich Schleimhaut auf und wenn, schafft es mein Körper denn auch abzubluten.

Ich wäre euch überaus dankbar, wenn ihr Tipps für mich habt, bin leider wie beschrieben auch Raucherin und muss mir auch da etwas überlegen.

Bitte denkt nicht, dass ich zu schnell aufgebe. Ich hatte jetzt 3 extrem harte Wochen mit starken Suizidgedanken und bin sehr in alte kindliche Muster gerutscht, die sich einfach nur anfühlen wie eine riesige klaffende Wunde.

Sobald jemand da ist und ich Nähe und Wärme bekomme, ist alles okay, nicht gut, aber okay. Dies ist natürlich nicht zu gewährleisten und ich fordere mein soziales Umfeld immens.

Sicherlich habe ich zu wenig Strategien, aber ich schaffe es momentan nicht diese zu entwickeln, weil diese Muster wirklich tief gehen.

Nichtsdestotrotz möchte ich einfach Mal danke sagen, dass ihr mich hier so gut und liebevoll begleitet habt und mich aus meiner escitalopram Geschichte befreit habt und das ohne ein weiteres Antidepressivum!!!


Ich sende ganz liebe Grüße und versuche jetzt wieder etwas hoffnungsvoller zu werden und mehr am Leben teilzunehmen!

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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Donnerstag, 06.12.18, 18:48

liebe Lolla, :)

wenn es mit der Reduzierung derzeit noch nicht geht, dann ist es eben so. Man kann nichts erzwingen und der Zeitpunkt passt vielleicht einfach nicht.

Es ist ja kein Aufgeben du übernimmst Verantwortung für dich. Zu einem späteren Zeitpunkt kannst du es ja erneut ganz langsam versuchen.

Und du hast ja durchaus was erreicht, du hast Escitalopram erfolgreich abgesetzt. :party2:

Wenn du dich wieder stabilisiert hast, ist es dir ja vielleicht auch möglich an den alten Mustern zu arbeiten.

Was de hormonelle Situation anbelangt, damit kenne ich mich leider nicht aus.
versuche jetzt wieder etwas hoffnungsvoller zu werden und mehr am Leben teilzunehmen!
Ja, genau, das ist doch ein guter Weg :D

ganz liebe Grüsse, :)
padma
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Freitag, 14.12.18, 17:17

Guten Abend :schnecke:

Wollte mich Mal eben melden. Habe am Freitag wieder aufdosiert auf die normale Dosis, weil meine Realität einem Albtraum glich.

Ich merke noch nicht so viel, ausser,dass mein System sehr irritiert ist.
Mir ist dauerschlecht und es kommt vor, dass ich mich mehrmals am Tag übergeben muss...

Es fühlt sich alles so sehr künstlich an und ich bin die Lethargie in Person, starre Löcher in die Luft und bin wie "abgeschossen".

Weiterhin pure Verzweiflung, darüber, dass ich das nicht ausgehalten habe und darüber, wie es weitergehen kann ..

Fiebere auf meinen Frauenarzt Termin und bin doch negativ voreingenommen, weil ich denke, dass sie mir, oder niemand mir helfen kann.
Habe mich in ein sehr negatives Loch zurück gezogen.

Viele klagen erneut, die Verzweiflung spricht aus mir :zombie:

Ich will nicht mehr so leiden, meinethalber nehme ich die Tablette mein Leben lang, aber es muss iwie eine Perspektive geben, vor allem für mich als Frau.

Danke für s lesen dieser Zeilen!

Alles Liebe, LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von padma » Freitag, 14.12.18, 18:47

liebe Lollo, :)

es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht. :hug:

Wenn deine Realität nicht mehr ertäglich war, war es sinnvoll hochzudosieren. Ein langsameres Vorgehen wäre natürlich schonender gewesen.

Mach dir bitte keine Vorwürfe wegen der Hochdosierung. Die Situation muss für dich erträglich sein und das war sie nicht mehr.

Ich hoffe sehr, dass du dich jetzt bald stabilisieren kannst.

liebe Grüsse,
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Flummi

Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Flummi » Samstag, 12.01.19, 9:06

Hey,
wie geht es Dir?
Frohes neues Jahr!
Claudia

lollarossa
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Samstag, 12.01.19, 18:07

Hallo Claudia :wink:

Dir auch ein schönes neues Jahr!!
Bei mir ist gerade alles sehr mau. Hoffe, dir geht es besser.

Schöne Grüße, LOLLA
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lollarossa
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von lollarossa » Sonntag, 20.01.19, 10:21

Guten Morgen :schnecke:

Ich wollte mich nochmal melden. Das Amisulprid Thema geht leider nicht aus meinem Kopf..

Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht und mache sie mir immer noch.

Hauptgrund weshalb ich aktuell nicht absetzen kann, sind wirklich schlimme psychische Schmerzen, die sich im Bauchraum äußeren. Es ist so, als wäre da eine tiefe Wunde und ständig giesst da jemand Säure rein.

Ich konnte in der Reduktionszeit nicht mehr alleine sein , dass einzige was half, war Nähe, Aufmerksamkeit, oder Tavor.

Ich habe mir Gedanken darum gemacht, inwieweit das Medikament in meine Persönlichkeitsstruktur eingreift, da ich es schon mit 19 Jahren bekam (jetzt bin ich 30).
Körperlich kann ich vieles aushalten und verschmerzen, aber wenn das psychische System kippt, dann geht nichts mehr.

Ich werde mir eine Klinik ansehen, die in der Neuroleptika Broschüre erwähnt worden ist, es ist auch die einzige, die ich zu dem Thema aufgetan habe.
Ich brauche einen Schutzraum denke ich, auch wenn es mir eine Heidenangst macht in die Klinik zu gehen.

Ich denke auch, dass ich ggf. In der Zeit eine Deckelung brauche, denn diese psychischen Schmerzen sind so massiv, dass ich zu nichts mehr in der Lage bin.

Ich Frage mich immer noch, was da genau letztes Jahr passiert ist und komme nicht wirklich zu einem Ergebnis.
Da sind mit Sicherheit viele nicht verarbeitete Dinge hochgekommen und haben mich überfallen.

Knackpunkt ist sicher die innere Kind Thematik, die schon immer mein größtes "Problem" war.

Ich war schonmal auf 0 mit Amisulprid, nachdem ich unwissend alle paar Wochen mit einem Tablettenschneider 50 MG wegliess. Der Versuch endete im psychiatrischen Krankenhaus und ich habe ca 6 Wochen durchgehalten. Kein Schlaf mehr, Erbrechen und starke Gewichtsabnahme, Derealisierung usw. Trotz der Tatsache, dass es mir sehr sehr schlecht ging, habe ich in der Klinik vieles hinbekommen. Habe da einen guten Freund kennengelernt, mit dem ich Kindheit nachholen durfte und konnte in Maẞen auf mich aufpassen.

Zu Hause bin ich dann eingeknickt und nahm die volle Dosis wieder ein. Das ist meine Geschichte, die ich schon hatte mit Amisulprid.

Ich schaue mir nächste Woche noch einen neuen Therapeuten an, der etwas weiter weg ist..

Ich brauche Strategien gegen diese entsetzlichen Schmerzen, dann würde es bestimmt klappen. Habe das Gefühl, ich werde wieder zum Kleinkind, wenn ich an der Dosis schraube. Kann man das etwas verstehen?

Ich danke euch fürs lesen und freue mich über jeden Impuls zu dem Thema.
Grüße euch alle und wünsche verspätet (sehr verspätet) noch ein gutes neues Jahr!!

LOLLA
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Ululu » Sonntag, 20.01.19, 11:11

Hallo Lolla, :)

du warst noch sehr jung, als du mit dem Amisulpirid begonnen hast. Dein Gehirn war noch gar nicht richtig ausgereift. Ich denke, umso fester ist das Medikament k deinen Hirnstoffwechsel eingebaut.

Zudem nimmst du es schon sehr lange. All das macht das Absetzen schwierig aber nicht unmöglich.
Ich denke, du wirst extrem behutsam vorgehen müssen. Es wäre natürlich perfekt, wenn du dabei Unterstützung hättest. Ob ein Krankenhaus das so unterstützt, weiß ich nicht, würde es dir aber wünschen.

Ich selbst kann übrigens körperliche Symptome auch viel eher ertragen als psychische und weiß dass auch von vielen Anderen.
Ich verstehe also durchaus, was du meinst.
:hug:

LG und auch diese noch alles Gute fürs neue Jahr.

Ute
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