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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Sonntag, 03.03.19, 19:32

Liebe alle, liebe Padma,
ich habe Dienstag einen Termin beim Rheumatologen, der auch Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin Ist. Das ist tatsächlich eine eigene Facharztrichtung. Ich war vor vielen jahren schon mal da und habe ihn in guter Erinnerung. Weiss gar nicht, warum ich damals nicht mehr hin bin.

Das habe ich jetzt vor die Schmerzärzte gesetzt. U.a. weil der Termin beim Rheumatologen vergleichsweise fix ging. Die Schmerzpraxis setzt die Hürde hoch: am Fon nur ein Anrufbeantworter, man möge bitte die Fragebögen aus dem Internet ausfüllen und mit Befunden schicken oder vorbeibringen und dann rufen die an, um einen Termin zu vergeben.

Von Fragebögen, die niemand liest, habe ich nach der Reha grad die Nase voll. Und ich will auch nicht bei zu vielen Ärzten gleichzeitig vorstellig werden. Glaube, das wäre nur blinder Aktionismus

Meine Psyche ist aber nun leider auch völlig im Keller...Freitag habe ich unvermittelt einen Heulkrampf auf der Arbeit gehabt. Seit dem bin ich ein Haufen Elend, hab viel geweint am WE und heftiges Herzrasen. :cry:

Viele Grüße
Clarice
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von padma » Montag, 04.03.19, 18:19

liebe Clarice, :)

ich drücke dir die Daumen, dass dieser Facharzt dir weiter helfen kann.
Von Fragebögen, die niemand liest, habe ich nach der Reha grad die Nase voll. Und ich will auch nicht bei zu vielen Ärzten gleichzeitig vorstellig werden. Glaube, das wäre nur blinder Aktionismus
Das verstehe ich gut.
Meine Psyche ist aber nun leider auch völlig im Keller...Freitag habe ich unvermittelt einen Heulkrampf auf der Arbeit gehabt. Seit dem bin ich ein Haufen Elend, hab viel geweint am WE und heftiges Herzrasen.
Das ist kein Wunder nach all dem. :hug:
Ich hoffe, es geht dir wieder etwas besser.

liebe Grüsse,
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Donnerstag, 07.03.19, 10:17

Liebe Padma, liebe alle!

Satz mit X: auch nichts Neues vom Rheumatologen. Jedenfalls keine Hilfe für die Schmerzen. Immerhin hat er Morbus Bechterew (hatte mein Papa, ist vererbbar) und Fibromyalgie ausgeschlossen. Das erleichtert mich durchaus, ich glaube selbst nicht an Fibro (bei mir) und halte es durchaus auch für eine "Verzweiflungsdiagnose".

Wegen der Schmerzen in der Beckengegend hat er noch mal den Oberschenkelkopf (Trochanter major) ins Rennen geworfen und mich zu einem MRT überwiesen.

Außerdem hat er das mit den Schmerzärzten sehr befürwortet und mir eine Adresse genannt und medizinisches Cannabis als Empfehlung (!) in seinen Bericht diktiert, weil die Standardmedikamente (Diclo, Ibu, Novalgin) keine Wirkung zeigen.

Also habe ich nun gestern meinen langen Fragebogen ausgefüllt und denen gemailt und warte auf die Terminvergabe... 6-12 Wochen.

Wie ich das bis dahin aushalten soll, weiß ich nicht. Die Schmerzen sind so schlimm und ich bin psychich so durch. Heute gehe ich zu meiner Hausärztin. Natürlich wird da wegen der Schmerzen nichts rauskommen (sie sagte mir ja schon ich müsse zu meinem Orthopäden) aber ich höre schon ihre Worte wg. der Psyche. Vermutlich wird sie mir empfehlen mein AD wieder hoch zu dosieren.

Einen Teufel werde ich tun. Die Psyche ist so im Keller, weil ich SChmerzen habe und nicht schlafe!

Ich habe Angst, dass das nie wieder aufhört mit den Schmerzen und fühle mich so verzweifelt, weil ich das Gefühl habe, niemand nimmt mich ernst. :cry:

LG Clarice
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von padma » Freitag, 08.03.19, 18:54

liebe Clarice, :)

es tut mir sehr leid, dass du solche Schmerzen hast. :hug: Ich kann deine Verzweiflung gut verstehen.

Dass der Rheumatologe schriftlich eine Empfehlung für med. Cannabis gegeben hat, könnte schon hilfreich sein, falls du dich für einen Versuch entscheiden solltest.
Die Psyche ist so im Keller, weil ich SChmerzen habe und nicht schlafe!
Das sehe ich auch so.
Dass immer alles auf die Psyche geschoben wird, ist wirklich schlimm. :frust:

liebe Grüsse,
padma
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Samstag, 09.03.19, 10:00

guten Morgen!
Clarice hat geschrieben:
Donnerstag, 07.03.19, 10:17
Heute gehe ich zu meiner Hausärztin. Natürlich wird da wegen der Schmerzen nichts rauskommen (sie sagte mir ja schon ich müsse zu meinem Orthopäden) aber ich höre schon ihre Worte wg. der Psyche. Vermutlich wird sie mir empfehlen mein AD wieder hoch zu dosieren.
Ich zitiere mich mal selbst:
Genauso war es.
"Gehen Sie doch wieder auf 5mg hoch...."
Ich habe dankend und vehemt abgelehnt, ihr erzählt wie lange ich gebraucht habe, runterzukommen, welche NW das AD hatte.Sie meinte halt die Schmerzen und die Psyche schaukeln sich hoch. Aber dabei hat sie es belassen.

Ich habe nochmal ein anderes SChmerzmittel bekommen (ein NSAR, das aber eigentlich für Rheuma und Gicht ist). Heute nacht die erste genommen, hat nicht wirklich geholfen. :(

Nächste Woche bin ich nochmal AU und habe zwei Arzt-Termine. Die Schmerzärzte haben sich wg. Terminvergabe noch nicht gemeldet.
Dass immer alles auf die Psyche geschoben wird, ist wirklich schlimm. :frust:
Vor allem wenn man eine psychische Vorgeschichte hat...man kommt davon nicht mehr weg und wird nur darauf reduziert. :x

Meine Hausärztin ist aber ansich trotzdem in Ordnung. Sie hat mir wirklich zugehört und meinen Frust über die Orthopäden verstanden (und sogar gesagt, dass sie selbst frustriert ist, weil sie das Gefühl hat, dass manche Ihrer Kollegen keinen Bock mehr haben). und immerhin gesagt, dass auch sie glaubt, dass ich die Schmerzen wieder loswerden kann. Manchmal tut auch einfach nur etwas Verständnis gut. :hug:

Liebe Grüße
Clarice
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Montag, 18.03.19, 9:38

Liebe Alle,
mal ein Update:
Das Schmerzmittel der Hausärztin (Etoricoxib) hat NULL Wirkung gezeigt. Da habe ich es nach 3 Einnahmen wieder weggelassen. Ich nehme aktuell auch keine anderen Schmerzmittel - was soll ich mich vollpumpen, wenn es eh nix bringt.

Inzwischen hatte ich dann einen Termin beim Chirurgen/Orthopäden wegen der Schulter und habe nun für die Entzündung einen 3-wöchigen Cortison-Stufenplan (orale Einnahme). :shock:
Der Schmerz treibt es trotz aller Sorge rein -und siehe da: Nach einer Woche geht es mir mit der Schulter deutlich besser, ich merke (Hallelujah!) außer Schlafproblemen (es putscht mich hoch) keine NW vom Cortison. Wenn die Entzündung hoffentlich dann weg ist, muss es weitergehen. Ich denke ich werde das Geld für Stoßwellen in die Hand nehmen, auch wenn die nachwievor nicht vollständig belegt sind. Aber um den Kalk aus der Schulter zu entfernen bleibt sonst nur OP.

Donnerstag war ich dann bei meinem üblichen Orthopäden wegen der Hüft/Becken-Schmerzen. Nuja, da natürlich nix Neues; er will das MRT abwarten (war ja klar), hatte eine Verdachtsdiagnose geäußert und meinte zum Schluss "ich wäre vielleicht auch etwas empfindlich" :shock: :censored:
Ich habe seit 9 JAhren Schmerzen... ich glaube ich habe lange genug gelitten. Arxxx....
Nun bin ich auf der Suche nach nem neuen Orthopäden :whistle:

Auch hier merkt man wieder unser krankes System: ich könnte bei einem Orthopäden als Selbstzahler HEUTE einen Termin bekomme, als KV-Patient im Mai... :frust:

Von den Schmerzärzten nach Telefonat folgende Antwort: die Sichtung des Bogens und anschließende Terminvergabe dauert 6-8 Wochen :o
Danach würde der Termin aber nur noch so 2 Wochen dauern. Wie beruhigend. :?

Euch allen eine schöne Woche,
Clarice
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Mittwoch, 20.03.19, 19:30

Hallö!
Abseits vom Absetzen...:

Es geschehen Zeichen und Wunder:
Gestern einen Anruf vom Schmerzzentrum, heute Termin!

Gut, dass ich den aktuellen MRT-Befund schon hatte, denn jetzt besteht die Möglichkeit mich in ein 3-monatiges Multi-Modales-Programm zur OP-Vermeidung (also Hüftgelenk) zu packen, dass meine KV doch tatsächlich genau mit dieser Klinik macht (und noch ein paar anderen in Deutschland).
Da kommen auch alternative Methoden (Blutegel, Eigenplasma,..) zu den konservativen (Physio, Medikamente,Bestrahlung...) dazu und den Großteil übernimmt die Kasse (die Blutegel muss ich für 12 Euro das Stück selbst kaufen :D )

Drückt mir die Daumen, dass die KV das durchwinkt - der Antrag wird nun von den Ärzten gestellt.

Das ganze findet größtenteils berufsbegleitend statt - das wird natürlich stramm; bei einzelnen Behandlung kann es je nachdem auch mal einen Tag AU geben. Aber ich habe zum Glück einen kulanten Arbeitgeber mit netten Chefs und Kollegen.

Mein Freund bremst meine Euphorie etwas - ihm ist meine herbe Enttäuschung mit der Reha noch in guter Erinnerung. Aber ich möchte Hoffnung haben! :sports: :fly:

LG Clarice
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Rosenrot » Mittwoch, 20.03.19, 19:57

Liebe Clarice,

das klingt ganz wunderbar. Ich freue mich für dich. :hug:

Die Daumen sind gedrückt. Schließlich kann das Glück ja auch mal bei uns vorbeischauen.

Ganz liebe Grüße
Rosenrot
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Donnerstag, 21.03.19, 6:58

Danke, liebe Rosenrot! ☺️
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Sonntag, 31.03.19, 10:54

Clarice hat geschrieben:
Mittwoch, 20.03.19, 19:30

Drückt mir die Daumen, dass die KV das durchwinkt - der Antrag wird nun von den Ärzten gestellt.

Hallo zusammen!
Ab 11.4. beginnt meine Schmerztherapie. Ganz schön straffer Plan, den ich da bekommen habe. :o
Aber ich kann es kaum abwarten, bis es endlich los geht. Ich gehe psychisch auf dem Zahnfleisch.

A) wg der Schmerzen und b) machen mir meine nach wie vor gestörten sexuellen Funktionsstörungen sehr zu schaffen. Ich habe das Gefühl, es wird mit der Reduzierung eher noch schlimmer als besser. Das macht mir Angst.
Scheixx Escitalopram, hätte ich es doch nur nie genommen (bei den anderen AD davor hatte ich keinerlei Probleme dadurch) :frust:

Liebe Grüsse,
Clarice
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Tapira » Donnerstag, 04.04.19, 8:32

Hallo Clarice,
ich schaue immer gerne in deinen Thread, weil wir ja ähnlich weit sind mit dem Absetzen.
Das mit deiner sexuellen Funktionsstörung tut mir sehr leid, ist ja nun auch ein wichtiger Teil im Leben. Aber ich würde es gelassen sehen, so weit es halt geht. Eventuell wird es erst nach dem kompletten Absetzen wieder besser, lass dich da nicht unterkriegen ja.
Alles Liebe,
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von suisse » Donnerstag, 04.04.19, 20:15

Hallo Clarice,

ich fühle mit dir! Auch ich leide sehr unter der gestörten Libido... und vom Gefühl hat es sich bei mir auch eher noch verschlechtert.
Das macht mir ebenfalls Sorgen denn innerhalb einer Beziehung ist das schwer auszuhalten... auch wenn ich einen sehr verständnisvollen Partner habe.

Lg Anna
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Sonntag, 14.04.19, 10:51

Liebe Anna, liebe Tapira!

Danke für Antworten. :hug:
Letztes Wochenende hatte ich "in Sachen Libido" ein kleines Erfolgserlebnis, dass mich etwas hoffen lässt :wink:

Ansonsten gibt es zum Entzug nicht viel zu berichten.

Die Cortison-Stoß-Therapie für die Schulter hab ich seit 2 Wochen hinter mir. Die Schulter ist besser (wenn auch nicht komplett schmerzfrei). Das Cortison hat mich sehr aufgeputscht, Schlaf war schwierig, und das hat auch noch eine Woche nach der letzten Tablette angehalten. Jetzt wird es langsam besser.

Donnerstag war endlich mein erster Termin für mein Schmerzprogramm, man war ich danach fertig. :zombie: :rotfl:
Fing an mit einer Elektromassage für den Rücken: ich lag auf einer Matte, durch die Strom in verschiedenen Modi und Intensitäten durch ist. Ähnlich wie bei einem Tensgeräte, was vielleicht manch einer kennt. Danach gab es eine Infusion von Orthoton (Muskelrelaxans) und Sympal (Schmerzmittel). Anschließend Stoßwelle für Po und Beine. Dann eine Massage der Oberschenkel (*jaul* - was Schmerzen) und zum Schluss ein paar Übungen für Hüfte.

Meine Ärztin hat im Gespräch auch diverse Medikamente angesprochen, die noch eingesetzt werden könnten, auch wenn sie bei mir erst andere Therapien versuchen will.

U.a. bei Lyrica wurde ich hellhörig. Das setzten hier doch auch einige ab. Mir ist ja klar, dass die Schmerztherapie nicht ohne Medikamente gehen wird, aber auf gewisse (AD u.ä., Opiate,...) möchte ich doch gerne verzichten. Ich habe ihr dann vom Absetzen meines AD erzählt, und dass ich aktuell keine AD oder ähnlichen Medikamente einnehmen möchte. Hat sie relativ verständnisvoll darauf reagiert ("gut, dass sie das sagen, da weiß ich entsprechend Bescheid").

Wünsche euch allen noch einen schönen Sonntag!
LG Clarice
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 14.04.19, 12:55

Hallo Clarice, :)

erst vor wenigen Tagen habe ich bei doccheck gelesen, dass Pregabalin in der Therapie bei neuropathischen Schmerzen und chronischen Schmerzen (oft zusammen mit Gabapentin) nicht wirklich evidenzbasiert hilfreich ist.

Mich wundert es nicht.
Man hat damit einfach ein neues Indikationsfeld geschaffen (--> und eine neue Einnahmequelle) und da man bei manchen Syndromen eh einfach wild draus los medikamentiert, auch off-label, in der Hoffnung, dass irgendwas hilft, ist es auch nicht so weit her mit der Wissenschaftlichkeit :roll: ...

https://www.doccheck.com/de/detail/arti ... en-gemahnt

Ich hoffe die Ärzte in der Klinik werfen auch mal einen Blick in doccheck oder die Studien... :whistle:
Jamie mit Grüßen
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Samstag, 20.04.19, 14:14

Jamie, du Gute! vielen Dank für den Link! <3

Sorry, dass ich mich jetzt erst melde. Aktuell bin ich leider im völligen Zeitstress. Ich muss zweimal die Woche zur Therapie nach Frankfurt (wohne/arbeite etwas außerhalb); meist gegen 12 oder 13 uhr. D.h. ich muss früher Feierabend machen (ist berufsbegleitend, gibt keine AU dafür). Meine Arbeit, die aktuell mehr als sonst ist - wir haben gerade einen "Peak" - muss ja auch gemacht werden, weshalb ich an den anderen Tagen schön Überstunden schrubbe. Seufz....
Jamie hat geschrieben:
Sonntag, 14.04.19, 12:55
Mich wundert es nicht.
Man hat damit einfach ein neues Indikationsfeld geschaffen (--> und eine neue Einnahmequelle) und da man bei manchen Syndromen eh einfach wild draus los medikamentiert, auch off-label, in der Hoffnung, dass irgendwas hilft, ist es auch nicht so weit her mit der Wissenschaftlichkeit :roll: ...
Ja, ist ja nicht das erste Medikament, wo das so ist. Meine Gyn hatte mir vor Jahren auch mal erzählt, dass Venlafaxin (oder war es Cymbalta? ich weiß es nicht mehr) auch für irgendwas in der Gynälkologie eingesetzt wird (und es waren nicht Wechseljahre).

Mit bestimmten Erkrankungen kann man sich sicher nicht immer aussuchen, ob man Medikamente nimmt oder nicht, und ich muss auch aufpassen, dass ich nicht auf jedes Medikament 'panisch' reagiere, aber ich denke eine gewisse Skepsis kann nicht schaden.

Liebe Grüße und schöne sonnige Ostern euch allen! :group:
Clarice
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Samstag, 11.05.19, 15:46

Liebe Alle,
ich habe wohl einen Fehler gemacht.... :cry: - aber ich bin grad so verzweifelt mit meinen Schmerzen.

ich hatte letzte Woche (also die mit dem ersten Mai) wieder mal Cortison bekommen. Eine Infusion und zwei Tage Tabletten (Dexamethason). Wie schon beim letzten Mal mit dem Cortison hat sich insbesondere auf den Schlaf ausgewirkt und ich hatte Herzrasen, war super aufgekratzt und gleichzeitig psychisch völlig angeknackst. Das hat war für die SChmerzen nicht wirklich zuträglich und ich habe das bei meiner Ärztin sehr deutlich gemacht. End vom Lied war, dass sie mir - "damit die Schmerzen mal unterbrochen werden " - Oxycodon verschrieben hat (5mg plus 2,5 Naloxon).

Ich habe nach langem Hin und Her und viel Angst (insbesondere Abhängigkeit) gestern abend die erste genommen und heute morgen die zweite.
Man gehts mir nun elend. Ich bin müde, habe Kopfweh, mir ist total übel, fühle mich schwächlich/zittrig. Und die gegen die Schmerzen hilft es nicht wirklich - dabei sollte der Wirkeintritt doch recht schnell sein oder?

Das nährt meinen Verdacht, dass es gar nicht bei meinen Schmerzen hilft.

Ich denke ich werde die Einnahme direkt wieder beenden.

Juna: wenn du das liest, sorry, dass ich deine Antwort per PN nicht abgewartet habe, bitte nicht falsch verstehen.

verzweifelte Grüße
Clarice
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von padma » Samstag, 11.05.19, 17:15

liebe Clarice, :)

da hat das Cortison wohl massiv getriggert. Dazu jetzt die NW von Oxycodon. Es ist gut möglich, dass es gegen deine Schmerzen nicht greift. Die schmerzstillende Wirkung tritt innerhalb einer Stunde ein. Oder hast du ein Retardmedikament? Dann dauert es etwas länger.

Wenn es dir nichts bringt, würde ich es auch nicht weiter nehmen. Höchstes noch ein, zwei Tage testen.

Ich hoffe, du erfährst bald Linderung.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Clarice » Sonntag, 12.05.19, 8:16

Liebe Padma,

Danke für deine rasche Antwort, die ich auch gestern recht bald gelesen hatte, aber ich konnte nicht mehr antworten.
Ich war gestern für ca. 2 Stunden völlig am Ar :censored: und danach einfach nur noch kaputt. :zombie:

Mein Oxy-Preparat ist retardiert. Ich hatte Freitag abend um 21 Uhr die erste genommen, Samstag morgen um 9 Uhr die zweite.
Nachts habe ich natürlich nicht so viel gemerkt. Ich hatte einen Alptraum und bin ein paar Mal aufgewacht.

Samstag mittag haben dann die NW vom Oxy voll zugeschlagen. Ich war kurz davor mich zum Notarzt fahren zu lassen. Mein Blutdruck war für mich recht hoch, denn ich habe normalerweise optimale Werte. Mir war schrecklich übel, Ich hatte starke Kopfweh und Sehstörungen, ich habe gefühlt gezittert (obwohl man es nicht gesehen hat), ich fühlte mich schwach und nur noch panisch.

Da ich keine wirkliche schmerzstillende Wirkung hatte, habe ich mich entschieden keine weitere Tablette zu nehmen. Ich denke, dass auch bei retardiert nach 12-18 Stunden eine Wirkungen eintreten sollte.

Juna meinte zwar (per PN), dass die Dosis ja sehr gering ist und mein Medikamentenplan sah tatsächlich auch 1-2 Tabletten pro Uhrzeit vor, aber mir waren die NW bei der kleinen Dosis schon zu hoch und ich hatte panische Angst, dass das wieder kommt.

Meine Schmerzärztin wird sicher auch irgendwann damit kommen, dass sie mir nicht helfen kann, wenn ich die Medikamente verweigere.... :?
Ich hoffe aber immer noch auf die Wirkung der anderen Therapien, die ich bekomme (z. B. ACP = Eigenblut, Blutegel - hatte ich Donnerstag, Qutenza-Pflaster, etc.).

Bezüglich Cortison: ja, das führt offenbar bei mir zu díesen NW. Schlafstörung, Herzrasen und Psyche, die auch nach Ende der Einnahme noch etwas andauern. Das die Schmerzen dadurch schlechter aushaltbar werden ist auch klar.

Das war jetzt zweimal der Fall. Sollte ich nochmal Cortison bekommen, weiß ich Bescheid und "muss" es aushalten, denn es geht vorbei. Wenn ich in dieser Zeit für guten Schlaf sorgen kann (ich hatte noch Zolpidem zu Hause, dass keine weiteren Probleme macht, Gott sei Dank), kann ich es auch besser aushalten.

Heute nacht habe ich einigermaßen geschlafen und heute morgen fühle ich mich recht gut (vergleichsweise :whistle: )

Ich wünsche dir und allen anderen einen schönen Sonntag,
LG Clarice
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Juna
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Juna » Sonntag, 12.05.19, 12:02

Liebe Clarice,






Clarice hat geschrieben:
Samstag, 11.05.19, 15:46


Juna: wenn du das liest, sorry, dass ich deine Antwort per PN nicht abgewartet habe, bitte nicht falsch verstehen.




Alles gut, mach Dir keinen Stress, Du musst mir nicht zeitnah antworten!!!
- Davon ab, gg, hast Du mir doch sogar schon geantwortet (also auf die Antwort von gestern :P )

Pass auf DICH auf, Du bist wichtig!!

GLG
Juna


(den Rest lese ich später, hatte das gerade nur beim überfliegen gesehen, muss mich so langsam ranhalten und aufhören zu trödeln)
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Juna
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Re: Clarice: Escitalopram absetzen (vorher Venlafaxin)

Beitrag von Juna » Sonntag, 12.05.19, 16:15

Liebe Clarice,

:shock: vermutlich recht gering, zum einschleichen und den - für mich grauenvollen NW´s die das Oxy beim einschleichen hatte, ist die nicht "gering", ich gehe nur davon aus, dass die tatsächlich als Therapie zu niedrig sein dürfte, sofern das Oxy bei Dir überhaupt eine Linderung haben würde.
Clarice hat geschrieben:
Sonntag, 12.05.19, 8:16

Juna meinte zwar (per PN), dass die Dosis ja sehr gering ist und mein Medikamentenplan sah tatsächlich auch 1-2 Tabletten pro Uhrzeit vor, aber mir waren die NW bei der kleinen Dosis schon zu hoch und ich hatte panische Angst, dass das wieder kommt.


Dadurch das die retardiert sind, hatte ich nicht sehr lange NW´s vom einschleichen, ich habe die aber jedes Mal, wenn ich das Akutzeug nehme (außerdem bin ich eh was die Dosierung betrifft kein "Maßstab", da Oxycodon leider auch über die CYP- Enzyme verstoffwechselt wird).
(Mir rauschen BD und HF in den Keller, mir wird übel, bis zum erbrechen und ich hasse das Gefühl des "High- Seins" einfach abgrundtief, ich bekomme, wenn ich nicht aufpasse ne Logorrhoe (Sprechdurchfall, nicht lachen, heißt im Rettungsdienst wirklich so und witzig finde ich das nicht) und fühle mich einfach nur bäh.


Hmm, sehr interessant @Kampfhasi2 aka Jamie, Danke, faszinierend finde ich dabei, dass mir das ... :censored: Zeug tatsächlich gegen die Nervenzicken geholfen hat, der Unterschied zu Wirkung und keine mehr, da zu vermutlich zu niedrig dosiert ist schon ... krass.
Allerdings ist es mir eine Manifestation meiner Angststörung, ständige massive Panikattacken (vor allem im Vgl zu vorher), das nichts mehr wissen- sich merken können - in der Birne haben und das sich gar nicht mehr konzentrieren können, echt nicht wert.
Von dem rumgefuchtel in meiner Hirnchemie ganz zu schweigen, grml.




Und bezüglich des med. Cannabis, ich nehme seit ein paar Wochen Sativex = Spray (würg) = THC + Cannabidiol (ohne "high") = med. Cannabis ein.
Ich würde sagen - weiß gerade nicht, ob ich Dir das per PN oder bei Jürgen im Thread getipselt habe -, dass mein Schmerzlevel tatsächlich von Dauer 7 auf Dauer 6 (-7) gesunken ist.

Bevor dieses Desaster letzte Woche mit dem Postboten passiert ist, waren meine Schmerzspitzen auch gefühlt etwas weniger und auch nicht ganz so massiv, da die "Hölle" aber seit letzter Woche Samstag .... höllisch ist... und ich in der vergangenen Woche viiiiiel hatte, was mich tierisch getriggert, angestrengt, wütend und gefordert hat (um ein paar Punkte zu umschreiben), weiß ich nicht mehr, ob das stimmt.
Seit dem ist es echt wieder blöde, zusätzlich habe ich das Gefühl, dass ich gar keine Tage mehr ohne Migräne und / oder Kopfschmerzen habe (heute dann mal wieder ziemlich heftig plus Stirnhöhle, argh, wie war das... Läuse und Flöhe...) habe (das bestätigt mein Kopfschmerz- TB leider auch noch).

Das Sativex soll angeblich auch Kopfschmerzen positiv beeinflussen und sogar als Migräneprophylaxe hilfreich sein, was ich entweder nicht bestätigen kann oder gar nicht wissen möchte, wie es wäre, wenn ich es nicht nehmen würde.
Zumindest habe ich seit dem nur einmal wegen der Kopfschmerzen über der Schüssel gehangen, ist auch was nettes :party2:


GLG
Juna


Edit:

Total vergessen, ich weiß, hatte ich Dir per PN geschickt und bei Jürgen reingeschrieben, ich mag es nur, wenn "alles" möglichst an einer Stelle zu finden ist, gerade wenn man die Suche nutzt und.... ist für andere aber bestimmt auch interessant ....


(aus Jürgen´s / Hasenhirn´s - Thread)
Ich hatte auch schon eine Qutenza- Anwendung, könnte auch sofort immer wieder eine haben, wenn ich denn wollen würde.
Gegen die Nervenschmerzen hat mir das Qutenza suuuuuupergut geholfen, allerdings ist das durch das Capsaicin bei mir noch um längen krasser, als mit Finalgon und/ oder ABC- Pflastern, argh, nee, das ist der Grund, warum ich mich bisher noch nicht dazu durchringen konnte, das zu wiederholen. Ich habe davon zwar keine Brandblasen bekommen (was ich in dem Moment noch viel schlimmer fand, da ich durch die Hölle gegangen bin und man davon noch nicht einmal irgendetwas gesehen hat, "weiße" Haut und ich bin verbrannt, vor allem wenn ich geschwitzt habe, was halt bei mir unabhängig von Wetter und Bewegung vorkommt, zumal es zu der Zeit noch echt warm war).


(aus einer PN an Clarice)
Ach so, bzgl des Qutenza - ich finde das toll!! Es gibt etwas, das gegen Nervenschmerzen hilft und "keine" (kaum, öhm... "kurze") Nebenwirkungen hat, ohne Chemie ist (wenn man die Infusion und den Versuch der Linderung während der ersten 24h außen vor lässt), nicht ins Hirn greift und trotzdem ca 4-6 Monate eine Linderung und Verbesserung ermöglicht.
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