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Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

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Susanne75
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Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Susanne75 » Donnerstag, 05.09.19, 15:13

Hallo und guten Tag liebes Forum,

zunächst möchte ich mich herzlich bedanken, dass ich hier sein darf. Ich bin 43 Jahre alt und war früher, eine lebenslustige (fast immer) gut gelaunte Frau. Mich hat so schnell nichts umgehauen. Bin z.T. auch krank auf die Arbeit gegangen. Alles kein Problem. Dies änderte sich im August 2009....

August 2009 - zunächst starke Durchschlafprobleme (bin im Dienst z.T. eingeschlafen), Stimmungstiefs, depressive Phasen, Freudlosigkeit. Wurde nicht behandelt (ein Jahr lang - hochdosiertes Johanniskraut auf eigene Initiative eingenommen).

August 2010 - Diagnose Hausarzt: Burnout, mittelschwere Depression. Wurde nicht krank geschrieben. Sertralin Dura 50 mg täglich verschrieben bekommen und eingeschlichen. Nach ca. 10 Tagen - Besserung der o.g. Symptome (insbesondere in den Abendstunden). Zwischendurch: Magen Darm Probleme, extrem trockener Mund, Kopfschmerzen, leichte Stimmungsschwankungen.
Nach ca. 4 Wochen durchgehend besser. Keine Angstzustände, keine depressiven Phasen mehr. Bis Anfang 2013 habe ich konstant 50 mg Sertralin Dura (ohne nennenswerte Probleme) eingenommen.

Mitte/Ende 2013 - stetige Erhöhungen von 50 mg bis auf 100 mg (da wieder Stimmungstiefs, Traurigkeit und Freudlosigkeit).

Anfang 2014 - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. von 125mg auf 150mg Sertralin Dura.

Anfang 2015 - erster Versuch das Medikament auszuschleichen. Immer in 25-mg-Schritten. Bis auf Null - nach einer Woche - Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, Lustlosigkeit, nicht aus dem Haus gehen wollen. Auf Anraten des Arztes - wieder 50mg Sertralin eingeschlichen. Dann langsam auf 75mg-100mg-125mg.

Anfang 2016 - zweiter Versuch das Medikament auszuschleichen. Wie folgt:

12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100 mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg - ging bis Ende Juni 2017 gut; dann wieder stetig schlechter
03.07.2017 von 50mg auf 75mg
25.07.2017 von 75mg auf 100 mg - bis Oktober 2017 alles gut
27.10.2017 von 100mg auf 125mg - da wieder schlechter; nach ca. drei Wochen wieder besser (bis Mai 2018)
27.05.2018 von 125mg auf 150mg - da wieder schlechter
13.06.2018 von 150mg auf 175mg
ab 08.11.2018 abwechselnd 150mg / 175mg eingenommen, zwischendurch immer mal wieder gedrückte Stimmung, ansonsten alles gut,
05.03.2019 auf 150mg konstant

03.04.2019 L-Thyroxin 50plus (nehme ich seit 10 Jahren wg. Unterfunktion Schilddrüse) auf abwechselnd 50/75 mg (da evtl. Besserung der Stimmung, Abnahme Übergewicht). Am 16.04.2019 wieder 50mg L-Tyroxin konstant (da Stimmung schlechter).

05.08.2019 bis 18.08.2019 anderer Hersteller - statt Sertralin DURA - auf Sertralin BASIC 150mg.
19.08.2019 wieder Sertralin DURA 150mg

Seit 28.08.2019 geht es mir wieder schlechter. Gedrückte Stimmung (besonders in den Morgenstunden, Abends etwas besser, Freudlosigkeit). Ich weiß nicht was ich tun soll. Mein Psychiater würde sagen: Erhöhung auf 175 mg Sertralin. Das möchte ich aber nicht. Ich will ja von den Antidepressiva los kommen. Ich hatte ihn gefragt, ob 25mg-Reduktions-Schritte vielleicht zu viel für mich wären und habe ihm vorgeschlagen, immer nur 10% zu reduzieren. Er meinte dann nur: "dass wäre Quatsch! Es gibt keine andere Möglichkeit"! Ich solle bei den 25mg-Schritten bleiben.

Meine Frage an Euch: Könnten die Stimmungsschwankungen/gedrückte Stimmung/Freudlosigkeit von der letzten Reduktion am 05.03.2019 auf 150mg kommen bzw. ich hatte ja zuvor (ab 08.11.2018 bis 05.03.2019) abwechselnd 150/175 mg Sertralin eingenommen.

Herzlichen Dank für ALLES!!
Susanne
Zuletzt geändert von Annanas am Donnerstag, 05.09.19, 15:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt/Absätze eingefügt
Ausgangssymptome ab August 2009: Stimmungsschwankungen, starke Durchschlafprobleme, depressive Phasen, Traurigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
August 2010: Burnout, mittelschwere Depression, Angstzustände, keine Lebensfreude mehr

Medikation:
Sertralin Dura 50 mg täglich ab Mitte August 2010 (nach ca. 10 Tagen Besserung der o.g. Symptome), nach ca. 4 Wochen - fast keine Beschwerden mehr, ab und an Stimmungsschwankungen, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme.
Bis Anfang Januar 2013 konstant 50 mg Sertralin
Mitte/Ende 2013 - Verschlechterung der Stimmung (Schwankungen, Traurigkeit, gedrückte Stimmung)
Erhöhung von 50mg auf 75mg - keine Besserung - Erhöhung von 75mg auf 100 mg Sertralin - Besserung bis Mitte April 2014
Mitte/Ende 2014 - Verschlechterung - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. dann auf 150mg Sertralin. Dann wieder besser.

Frühere Absetzversuche:
2015 - erster Absetzversuch - auf Null in 25mg-Schritten - alle 2-3 Monate reduziert, hat gut geklappt bis ich dann eine Zeit lang (ca. 1 Woche auf Null war), wieder Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, depressive Phase. Auf Anraten des Arztes wieder 50mg Sertralin eingeschlichen. Keine Besserung - Erhöhung auf 75mg -auf 100mg - auf 125mg Sertralin.

2016 - zweiter Absetzversuch - wie folgt:
12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg
ab Ende Juni 2017 - wieder schlechte Stimmung, gedrückte Stimmung, Traurigkeit
03.07.2017 von 50mg auf 75 mg (keine Besserung)
25.07.2017 von 75mg auf 100mg (Stimmung langsam besser, bis Ende Oktober 2017)
27.10.2017 von 100mg auf 125mg (da Stimmung wieder schlechter) nach ca. einer Woche wieder besser - bis Mitte Mai 2018 alles okay bis ab und an Schwankungen, Ende Mai 2018 langsam wieder schlechter,
27.05.2018 von 125mg auf 150mg (kaum Besserung)
13.06.2018 von 150mg auf 175mg (Besserung nach ca. einer Woche)
08.11.2018 Abwechselnd 150mg und 175mg Sertralin
05.03.2019 - 150mg Konstant
28.08.2019 - wieder gedrückte Stimmung (besonders Abends) Lustlosigkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme
seit 07.09.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern
seit 13.09.2019 Stimmung gleichbleibend besser
vom 23.09.2019 bis 26.09.2019 Stimmung wieder schlechter, Schwindel wie "Watte im Kopf", Freudlosigkeit, aggressiv
seit 27.09.2019 Stimmung wieder besser
seit 30.09.2019 Stimmung durchgehend gut bis sehr gut
seit 04.11.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern (gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit)
seit 09.11.2019 bis 11.09.2019 Einnahme von Vitamin D 5000 iE u. 200 K2
seit 10.11.2019 nur noch schlechte Stimmung
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 05.09.19, 15:49

Hallo Susanne :) ,

willkommen im ADFD.

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Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

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Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

padma
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von padma » Donnerstag, 05.09.19, 22:52

hallo Susanne, :)

auch von mir willkommen.

Ich lese bei dir heraus, dass Sertralin dir nicht nachhaltig geholfen hat. Eine gewisse Zeit, ja, dann Wirkverlust, dem mit Höherdosieren begegnet wurde.

Dann zu schnelle Reduktionen und daraufhin immer wieder hochdosieren.

Das ist ein recht typischer Verlauf, reizt das ZNS jedoch sehr. Antidepressiva können ja nicht heilen und sind keine nachhaltige Lösung.
ab 08.11.2018 abwechselnd 150mg / 175mg eingenommen, zwischendurch immer mal wieder gedrückte Stimmung, ansonsten alles gut,
Auch das ist sehr ungünstig, das ZNS braucht eine gleichbleibende Dosis.

Weitere ungünstige Faktoren, sind die wechselnde Dosen beim L Thyroxin und der Herstellerwechsel bei Sertralin.
Ich hatte ihn gefragt, ob 25mg-Reduktions-Schritte vielleicht zu viel für mich wären und habe ihm vorgeschlagen, immer nur 10% zu reduzieren. Er meinte dann nur: "dass wäre Quatsch! Es gibt keine andere Möglichkeit"! Ich solle bei den 25mg-Schritten bleiben.
Das ist leider eine häufige Psychiatermeinung. Sie kennen sich mit dem Absetzen zumeist nicht aus.
Meine Frage an Euch: Könnten die Stimmungsschwankungen/gedrückte Stimmung/Freudlosigkeit von der letzten Reduktion am 05.03.2019 auf 150mg kommen bzw. ich hatte ja zuvor (ab 08.11.2018 bis 05.03.2019) abwechselnd 150/175 mg Sertralin eingenommen.
Es ist vermutlich eine Kombination aus allen diesen Faktoren, zu grosse Reduktionen, abwechselnde Dosen, Herstellerwechsel.

Ich fände jetzt wichtig, dass Ruhe reinkommt und würde zunächst bei tgl. 150 mg bleiben.

Da dein Ursprungsproblem Burn out war, ist auch das ein wichtiger Punkt. Konntest du diesbezüglich was verändern?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Susanne75
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Susanne75 » Freitag, 06.09.19, 8:55

Guten Morgen liebe Padma,

herzlichen Dank für Deine Antwort.

Ich hatte seinerzeit (Anfang 2015) die Arbeitsstelle gewechselt. Habe also, noch fast fünf Jahre gebraucht, um die Stelle zu wechseln. In der Zwischenzeit (2010-2015) hatte ich arge Beziehungsprobleme, familiäre Probleme/Sorgen, hinzukam dass ich noch mal, drei Jahre zur Schule gegangen bin (Prüfungsstress) etc. Ich bin also nie so richtig zur Ruhe gekommen.

Du schreibst: "das mir Sertralin wohl nicht nachhaltig geholfen hätte". Ich nehme das Medikament nun schon neun Jahre. Von einem Medikamentenwechsel möchte ich absehen. Davor habe ich große Angst! Mein Psychiater hatte das auch mal angesprochen und gesagt: "wenn es nicht besser wird, würde er mir Venlafaxin verschreiben und das Sertralin absetzen".

Ich möchte mindestens noch 14 Tage auf 150mg bleiben und falls es nicht besser werden sollte, auf 175mg Sertralin erhöhen (leider). Wobei ich sagen muss, dass es Stunden gibt, wo es etwas besser geht (Stimmung besser).

Meinst Du - ich sollte noch länger (als die 14 Tage) warten?

Was könnte der kurzzeitige Wechsel des Herstellers bewirkt haben? und auch die kurzzeitige Erhöhung des L-Thyroxin?

Lieben Dank für Deine Unterstützung und Geduld!
Susanne
Ausgangssymptome ab August 2009: Stimmungsschwankungen, starke Durchschlafprobleme, depressive Phasen, Traurigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
August 2010: Burnout, mittelschwere Depression, Angstzustände, keine Lebensfreude mehr

Medikation:
Sertralin Dura 50 mg täglich ab Mitte August 2010 (nach ca. 10 Tagen Besserung der o.g. Symptome), nach ca. 4 Wochen - fast keine Beschwerden mehr, ab und an Stimmungsschwankungen, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme.
Bis Anfang Januar 2013 konstant 50 mg Sertralin
Mitte/Ende 2013 - Verschlechterung der Stimmung (Schwankungen, Traurigkeit, gedrückte Stimmung)
Erhöhung von 50mg auf 75mg - keine Besserung - Erhöhung von 75mg auf 100 mg Sertralin - Besserung bis Mitte April 2014
Mitte/Ende 2014 - Verschlechterung - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. dann auf 150mg Sertralin. Dann wieder besser.

Frühere Absetzversuche:
2015 - erster Absetzversuch - auf Null in 25mg-Schritten - alle 2-3 Monate reduziert, hat gut geklappt bis ich dann eine Zeit lang (ca. 1 Woche auf Null war), wieder Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, depressive Phase. Auf Anraten des Arztes wieder 50mg Sertralin eingeschlichen. Keine Besserung - Erhöhung auf 75mg -auf 100mg - auf 125mg Sertralin.

2016 - zweiter Absetzversuch - wie folgt:
12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg
ab Ende Juni 2017 - wieder schlechte Stimmung, gedrückte Stimmung, Traurigkeit
03.07.2017 von 50mg auf 75 mg (keine Besserung)
25.07.2017 von 75mg auf 100mg (Stimmung langsam besser, bis Ende Oktober 2017)
27.10.2017 von 100mg auf 125mg (da Stimmung wieder schlechter) nach ca. einer Woche wieder besser - bis Mitte Mai 2018 alles okay bis ab und an Schwankungen, Ende Mai 2018 langsam wieder schlechter,
27.05.2018 von 125mg auf 150mg (kaum Besserung)
13.06.2018 von 150mg auf 175mg (Besserung nach ca. einer Woche)
08.11.2018 Abwechselnd 150mg und 175mg Sertralin
05.03.2019 - 150mg Konstant
28.08.2019 - wieder gedrückte Stimmung (besonders Abends) Lustlosigkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme
seit 07.09.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern
seit 13.09.2019 Stimmung gleichbleibend besser
vom 23.09.2019 bis 26.09.2019 Stimmung wieder schlechter, Schwindel wie "Watte im Kopf", Freudlosigkeit, aggressiv
seit 27.09.2019 Stimmung wieder besser
seit 30.09.2019 Stimmung durchgehend gut bis sehr gut
seit 04.11.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern (gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit)
seit 09.11.2019 bis 11.09.2019 Einnahme von Vitamin D 5000 iE u. 200 K2
seit 10.11.2019 nur noch schlechte Stimmung
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padma
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von padma » Freitag, 06.09.19, 10:52

hallo Susanne, :)
Du schreibst: "das mir Sertralin wohl nicht nachhaltig geholfen hätte". Ich nehme das Medikament nun schon neun Jahre. Von einem Medikamentenwechsel möchte ich absehen.
Das ist ein Mißverständnis, ich wollte dir keinefalls vorschlagen, auf ein anderes AD zu wechseln. Ich wollte nur verdeutlichen, dass weder Sertalin noch ein anderes AD dir nachhaltig helfen wird.
Ich bin also nie so richtig zur Ruhe gekommen.
Wie sieht es jetzt aus? Kommst du jetzt zur Ruhe? Konnten die diversen Probleme gelöst werden?
Das halte ich für ganz zentral. Ein wirkliche Verbesserung deines Befindens ist nur möglich, wenn du an die Ursachen der Symptomatik rangehst.
Meinst Du - ich sollte noch länger (als die 14 Tage) warten?
Ja, ich würde länger warten. Zumal es ja bereits Stunden gibt, in denen es dir besser geht.
Was könnte der kurzzeitige Wechsel des Herstellers bewirkt haben?
Wir machen hier immer wieder die Erfahrung, dass manche Betroffene einen Herstellerwechsel nicht gut vertragen und es verstärkt zu Symptomen kommt. Es kann an den unterschiedlichen Hilfsstoffen liegen, oder auch an der Bioäquivalenz https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 14#p314214
und auch die kurzzeitige Erhöhung des L-Thyroxin?
L-Throxin greift in viele Stoffwechselvorgänge ein, eine Veränderung der Dosis kann gerade bei einem bereits gereizten ZNS zu Symptomen führen

liebe Grüsse,
padma
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Susanne75
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Susanne75 » Freitag, 06.09.19, 11:34

Hallo Padma,

vielen Dank! Alles gut. Ich weiß, dass Du das so nicht gemeint hattest. Das war von mir, ein wenig "blöd" geschrieben. :-) Mein Psychiater macht mir mit solchen Aussagen Angst (anderes AD)! Ich würde auch gerne, zu einem anderen Arzt wechseln...aber hier gibt es weit und breit keinen "Besseren".

Wegen der evtl. Erhöhung...hast Du Erfahrungswerte wie lang man höchstens bis zur Erhöhung der Dosis "warten" sollte? und weißt Du evtl., ob es Apotheken gibt, die Medikamente auf Wunsch in geringeren Dosen herstellen können also z.B. bei Sertralin gibt es nur 25mg-50mg-100mg ...wenn ich nun wieder erhöhen sollte, würde ich gerne nur 10% von der seinerzeit reduzierten Dosis (25mg, von 175auf150) erhöhen - sprich 2,5 mg mehr auf 152,5 mg Sertralin.

Herzlichst
Susanne
Ausgangssymptome ab August 2009: Stimmungsschwankungen, starke Durchschlafprobleme, depressive Phasen, Traurigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
August 2010: Burnout, mittelschwere Depression, Angstzustände, keine Lebensfreude mehr

Medikation:
Sertralin Dura 50 mg täglich ab Mitte August 2010 (nach ca. 10 Tagen Besserung der o.g. Symptome), nach ca. 4 Wochen - fast keine Beschwerden mehr, ab und an Stimmungsschwankungen, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme.
Bis Anfang Januar 2013 konstant 50 mg Sertralin
Mitte/Ende 2013 - Verschlechterung der Stimmung (Schwankungen, Traurigkeit, gedrückte Stimmung)
Erhöhung von 50mg auf 75mg - keine Besserung - Erhöhung von 75mg auf 100 mg Sertralin - Besserung bis Mitte April 2014
Mitte/Ende 2014 - Verschlechterung - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. dann auf 150mg Sertralin. Dann wieder besser.

Frühere Absetzversuche:
2015 - erster Absetzversuch - auf Null in 25mg-Schritten - alle 2-3 Monate reduziert, hat gut geklappt bis ich dann eine Zeit lang (ca. 1 Woche auf Null war), wieder Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, depressive Phase. Auf Anraten des Arztes wieder 50mg Sertralin eingeschlichen. Keine Besserung - Erhöhung auf 75mg -auf 100mg - auf 125mg Sertralin.

2016 - zweiter Absetzversuch - wie folgt:
12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg
ab Ende Juni 2017 - wieder schlechte Stimmung, gedrückte Stimmung, Traurigkeit
03.07.2017 von 50mg auf 75 mg (keine Besserung)
25.07.2017 von 75mg auf 100mg (Stimmung langsam besser, bis Ende Oktober 2017)
27.10.2017 von 100mg auf 125mg (da Stimmung wieder schlechter) nach ca. einer Woche wieder besser - bis Mitte Mai 2018 alles okay bis ab und an Schwankungen, Ende Mai 2018 langsam wieder schlechter,
27.05.2018 von 125mg auf 150mg (kaum Besserung)
13.06.2018 von 150mg auf 175mg (Besserung nach ca. einer Woche)
08.11.2018 Abwechselnd 150mg und 175mg Sertralin
05.03.2019 - 150mg Konstant
28.08.2019 - wieder gedrückte Stimmung (besonders Abends) Lustlosigkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme
seit 07.09.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern
seit 13.09.2019 Stimmung gleichbleibend besser
vom 23.09.2019 bis 26.09.2019 Stimmung wieder schlechter, Schwindel wie "Watte im Kopf", Freudlosigkeit, aggressiv
seit 27.09.2019 Stimmung wieder besser
seit 30.09.2019 Stimmung durchgehend gut bis sehr gut
seit 04.11.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern (gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit)
seit 09.11.2019 bis 11.09.2019 Einnahme von Vitamin D 5000 iE u. 200 K2
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von padma » Freitag, 06.09.19, 12:16

hallo Susanne, :)
Wegen der evtl. Erhöhung...hast Du Erfahrungswerte wie lang man höchstens bis zur Erhöhung der Dosis "warten" sollte?
Das muss man immer individuell sehen. Da du jetzt erst den Herstellerwechsel (und wieder zurück) hattest, würde ich möglichst 4 Wochen, also bis Ende September Zeit geben.
weißt Du evtl., ob es Apotheken gibt, die Medikamente auf Wunsch in geringeren Dosen herstellen können also z.B. bei Sertralin gibt es nur 25mg-50mg-100mg .
Es gibt die Möglichkeit der "Kapselherstellung in der Apotheke". Infos findest du unter "Hilfen zum Absetzen" und auch hier in den AD Infos https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 53#p257753
Welche Apotheke das vor Ort macht, müsstest du erfragen.

Die Wasserlösemethode funktioniert bei Sertralin ebenfalls.
Lies dich bitte nochmal in unsere Absetzinfos ein.

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



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Susanne75
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Susanne75 » Freitag, 06.09.19, 12:32

Super! Vielen Dank liebe Padma!

Darf ich fragen, wie es Dir geht? Wie kommst Du mit dem ausschleichen klar?

Herzlichst
Susanne
Ausgangssymptome ab August 2009: Stimmungsschwankungen, starke Durchschlafprobleme, depressive Phasen, Traurigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
August 2010: Burnout, mittelschwere Depression, Angstzustände, keine Lebensfreude mehr

Medikation:
Sertralin Dura 50 mg täglich ab Mitte August 2010 (nach ca. 10 Tagen Besserung der o.g. Symptome), nach ca. 4 Wochen - fast keine Beschwerden mehr, ab und an Stimmungsschwankungen, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme.
Bis Anfang Januar 2013 konstant 50 mg Sertralin
Mitte/Ende 2013 - Verschlechterung der Stimmung (Schwankungen, Traurigkeit, gedrückte Stimmung)
Erhöhung von 50mg auf 75mg - keine Besserung - Erhöhung von 75mg auf 100 mg Sertralin - Besserung bis Mitte April 2014
Mitte/Ende 2014 - Verschlechterung - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. dann auf 150mg Sertralin. Dann wieder besser.

Frühere Absetzversuche:
2015 - erster Absetzversuch - auf Null in 25mg-Schritten - alle 2-3 Monate reduziert, hat gut geklappt bis ich dann eine Zeit lang (ca. 1 Woche auf Null war), wieder Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, depressive Phase. Auf Anraten des Arztes wieder 50mg Sertralin eingeschlichen. Keine Besserung - Erhöhung auf 75mg -auf 100mg - auf 125mg Sertralin.

2016 - zweiter Absetzversuch - wie folgt:
12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg
ab Ende Juni 2017 - wieder schlechte Stimmung, gedrückte Stimmung, Traurigkeit
03.07.2017 von 50mg auf 75 mg (keine Besserung)
25.07.2017 von 75mg auf 100mg (Stimmung langsam besser, bis Ende Oktober 2017)
27.10.2017 von 100mg auf 125mg (da Stimmung wieder schlechter) nach ca. einer Woche wieder besser - bis Mitte Mai 2018 alles okay bis ab und an Schwankungen, Ende Mai 2018 langsam wieder schlechter,
27.05.2018 von 125mg auf 150mg (kaum Besserung)
13.06.2018 von 150mg auf 175mg (Besserung nach ca. einer Woche)
08.11.2018 Abwechselnd 150mg und 175mg Sertralin
05.03.2019 - 150mg Konstant
28.08.2019 - wieder gedrückte Stimmung (besonders Abends) Lustlosigkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme
seit 07.09.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern
seit 13.09.2019 Stimmung gleichbleibend besser
vom 23.09.2019 bis 26.09.2019 Stimmung wieder schlechter, Schwindel wie "Watte im Kopf", Freudlosigkeit, aggressiv
seit 27.09.2019 Stimmung wieder besser
seit 30.09.2019 Stimmung durchgehend gut bis sehr gut
seit 04.11.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern (gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit)
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von padma » Freitag, 06.09.19, 18:04

hallo Susanne, :)

danke der Nachfrage.
mir geht es so einigermaßen, das Ausschleichen gestaltet sich mühselig. Ich muss dringend in meinem thread updaten, aber komme einfach nicht dazu.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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Susanne75
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Susanne75 » Montag, 09.09.19, 7:20

Guten Morgen liebe Padma!

Sorry, für die späte Rückmeldung. Ja, ich sehe an Deinem Absetzverlauf - das Du in ganz kleinen Schritten ausschleichst. Hast Du viel um die "Ohren" (Stress etc.)?

Könntest Du mir bitte, noch eine Frage beantworten.... bei einer evtl. Dosiserhöhung - geht man da von der letzten Reduktion aus oder von der jetzigen Dosis die man einnimmt? Ich hatte ja im März 25mg reduziert. Sollte ich dann 10% von den 25mg abziehen (2,5 mg) oder von der Dosis die ich zur Zeit nehme - 150mg (15mg) ? Und wie lang sollte man warten, bis es einem - nach der Erhöhung - wieder besser geht?

Herzlichen Dank!
Susanne
Ausgangssymptome ab August 2009: Stimmungsschwankungen, starke Durchschlafprobleme, depressive Phasen, Traurigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
August 2010: Burnout, mittelschwere Depression, Angstzustände, keine Lebensfreude mehr

Medikation:
Sertralin Dura 50 mg täglich ab Mitte August 2010 (nach ca. 10 Tagen Besserung der o.g. Symptome), nach ca. 4 Wochen - fast keine Beschwerden mehr, ab und an Stimmungsschwankungen, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme.
Bis Anfang Januar 2013 konstant 50 mg Sertralin
Mitte/Ende 2013 - Verschlechterung der Stimmung (Schwankungen, Traurigkeit, gedrückte Stimmung)
Erhöhung von 50mg auf 75mg - keine Besserung - Erhöhung von 75mg auf 100 mg Sertralin - Besserung bis Mitte April 2014
Mitte/Ende 2014 - Verschlechterung - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. dann auf 150mg Sertralin. Dann wieder besser.

Frühere Absetzversuche:
2015 - erster Absetzversuch - auf Null in 25mg-Schritten - alle 2-3 Monate reduziert, hat gut geklappt bis ich dann eine Zeit lang (ca. 1 Woche auf Null war), wieder Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, depressive Phase. Auf Anraten des Arztes wieder 50mg Sertralin eingeschlichen. Keine Besserung - Erhöhung auf 75mg -auf 100mg - auf 125mg Sertralin.

2016 - zweiter Absetzversuch - wie folgt:
12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg
ab Ende Juni 2017 - wieder schlechte Stimmung, gedrückte Stimmung, Traurigkeit
03.07.2017 von 50mg auf 75 mg (keine Besserung)
25.07.2017 von 75mg auf 100mg (Stimmung langsam besser, bis Ende Oktober 2017)
27.10.2017 von 100mg auf 125mg (da Stimmung wieder schlechter) nach ca. einer Woche wieder besser - bis Mitte Mai 2018 alles okay bis ab und an Schwankungen, Ende Mai 2018 langsam wieder schlechter,
27.05.2018 von 125mg auf 150mg (kaum Besserung)
13.06.2018 von 150mg auf 175mg (Besserung nach ca. einer Woche)
08.11.2018 Abwechselnd 150mg und 175mg Sertralin
05.03.2019 - 150mg Konstant
28.08.2019 - wieder gedrückte Stimmung (besonders Abends) Lustlosigkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme
seit 07.09.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern
seit 13.09.2019 Stimmung gleichbleibend besser
vom 23.09.2019 bis 26.09.2019 Stimmung wieder schlechter, Schwindel wie "Watte im Kopf", Freudlosigkeit, aggressiv
seit 27.09.2019 Stimmung wieder besser
seit 30.09.2019 Stimmung durchgehend gut bis sehr gut
seit 04.11.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern (gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit)
seit 09.11.2019 bis 11.09.2019 Einnahme von Vitamin D 5000 iE u. 200 K2
seit 10.11.2019 nur noch schlechte Stimmung
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Annanas
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Annanas » Montag, 09.09.19, 7:57

Guten Morgen, Susanne :) ,
ich bin jetzt zwar nicht Padma :) , schreib' dir aber mal meine Gedanken.
Susanne75 hat geschrieben:
Montag, 09.09.19, 7:20
bei einer evtl. Dosiserhöhung - geht man da von der letzten Reduktion aus oder von der jetzigen Dosis die man einnimmt? Ich hatte ja im März 25mg reduziert. Sollte ich dann 10% von den 25mg abziehen (2,5 mg) oder von der Dosis die ich zur Zeit nehme - 150mg (15mg)
Bei einer Aufdosierung geht man im Allgemeinen nicht von den 10% aus, diese Empfehlung betrifft eher das Absetzen.

Ansonsten spielen für die Wahl der Aufdosierungsmenge noch andere Faktoren eine Rolle: wie hoch die derzeitige Dosis ist, wie lange die letzte Reduktion zurückliegt, welche Symptome derzeit auftreten usw.
Da muß jeder Verlauf individuell bewertet werden, dh es gibt hier keine allgemeingültigen Empfehlungen, außer vllt die, so kleinschrittig u vorsichtig, wie möglich, aufzudosieren.

Susanne, warum denkst du an eine Aufdosierung, welche Symptome hast du z.Zt. - sind die anfangs geschilderten schwerwiegender geworden?

ME wäre es besser, momentan gar nichts an der Dosierung zu ändern, es muß erst Stabilität einkehren, die vorher durch die Reduktion im März, Herstellerwechsel u durch die anschl wechselnden Dosierungen nicht gegeben war.

Ich würde versuchen, die 150 mg erstmal zwei o drei Monate zu halten.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Susanne75
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Susanne75 » Montag, 09.09.19, 8:28

Liebe Anna!

Herzlichen Dank für Deine Antwort. Nein, schlechter ist es nicht geworden. Eher ein ganz klein wenig besser (ist aber jeden Tag verschieden). Mir ist in letzter Zeit, oft schwindlig, trockener Mund, Stimmungsschwankungen Morgens/Mittags. Ich fühle mich irgendwie "stumpf", nicht glücklich aber auch nicht unglücklich - ist schwierig zu beschreiben -.

Warum ich evtl. wieder Aufdosieren möchte? Ich mache mir Gedanken, dass es wieder schlechter werden könnte oder einfach nicht besser wird! Mein Psychiater sagt dann immer: "wenn es in einer Woche nicht besser werden sollte - Erhöhung der Dosis oder gar, ein Wechsel des Medikaments - da ich ja auch schon, eine sehr hohe Dosis nehme (Grenze bei Sertralin sind 200mg)"! Und da es mir seit dem 28.08.2019 wieder schlechter geht - dachte ich über eine Erhöhung nach.....demnach auf 175mg Sertralin. :-(

Herzlichst
Susanne
Ausgangssymptome ab August 2009: Stimmungsschwankungen, starke Durchschlafprobleme, depressive Phasen, Traurigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
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Medikation:
Sertralin Dura 50 mg täglich ab Mitte August 2010 (nach ca. 10 Tagen Besserung der o.g. Symptome), nach ca. 4 Wochen - fast keine Beschwerden mehr, ab und an Stimmungsschwankungen, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme.
Bis Anfang Januar 2013 konstant 50 mg Sertralin
Mitte/Ende 2013 - Verschlechterung der Stimmung (Schwankungen, Traurigkeit, gedrückte Stimmung)
Erhöhung von 50mg auf 75mg - keine Besserung - Erhöhung von 75mg auf 100 mg Sertralin - Besserung bis Mitte April 2014
Mitte/Ende 2014 - Verschlechterung - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. dann auf 150mg Sertralin. Dann wieder besser.

Frühere Absetzversuche:
2015 - erster Absetzversuch - auf Null in 25mg-Schritten - alle 2-3 Monate reduziert, hat gut geklappt bis ich dann eine Zeit lang (ca. 1 Woche auf Null war), wieder Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, depressive Phase. Auf Anraten des Arztes wieder 50mg Sertralin eingeschlichen. Keine Besserung - Erhöhung auf 75mg -auf 100mg - auf 125mg Sertralin.

2016 - zweiter Absetzversuch - wie folgt:
12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg
ab Ende Juni 2017 - wieder schlechte Stimmung, gedrückte Stimmung, Traurigkeit
03.07.2017 von 50mg auf 75 mg (keine Besserung)
25.07.2017 von 75mg auf 100mg (Stimmung langsam besser, bis Ende Oktober 2017)
27.10.2017 von 100mg auf 125mg (da Stimmung wieder schlechter) nach ca. einer Woche wieder besser - bis Mitte Mai 2018 alles okay bis ab und an Schwankungen, Ende Mai 2018 langsam wieder schlechter,
27.05.2018 von 125mg auf 150mg (kaum Besserung)
13.06.2018 von 150mg auf 175mg (Besserung nach ca. einer Woche)
08.11.2018 Abwechselnd 150mg und 175mg Sertralin
05.03.2019 - 150mg Konstant
28.08.2019 - wieder gedrückte Stimmung (besonders Abends) Lustlosigkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme
seit 07.09.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern
seit 13.09.2019 Stimmung gleichbleibend besser
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Towanda » Montag, 09.09.19, 8:45

Hallo Susanne,

was machst Du denn außer Medikamente für/gegen Deine Symptome und die Ursprungserkrankung? Gehst Du zur Therapie? Hast Du Strategien, die man zur Verbesserung der Symptome tun kann?

Hast Du Dich hier im Forum schon umgeschaut nach Alternativen? Es gibt hier jede Menge Tips, Du kannst Dich im Frage- und Antwortkatalog oder unter "Was finde ich wo im Forum" mal auf die Suche machen, was wir alles an Hilfreichem zusammengetragen haben, damit man nicht immer gleich, wenn Schwierigkeiten auftreten, an eine Dosiserhöhung denken muß.

Gruß, Towanda
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Susanne75 » Dienstag, 10.09.19, 9:56

Hallo Towanda,

vielen Dank für deine Nachricht. Ich habe eine zweijährige Gesprächstherapie gemacht. Ich kann jedoch nicht sagen, dass diese Therapie, wirklich geholfen hat.

Herzlichst
Susanne
Ausgangssymptome ab August 2009: Stimmungsschwankungen, starke Durchschlafprobleme, depressive Phasen, Traurigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
August 2010: Burnout, mittelschwere Depression, Angstzustände, keine Lebensfreude mehr

Medikation:
Sertralin Dura 50 mg täglich ab Mitte August 2010 (nach ca. 10 Tagen Besserung der o.g. Symptome), nach ca. 4 Wochen - fast keine Beschwerden mehr, ab und an Stimmungsschwankungen, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme.
Bis Anfang Januar 2013 konstant 50 mg Sertralin
Mitte/Ende 2013 - Verschlechterung der Stimmung (Schwankungen, Traurigkeit, gedrückte Stimmung)
Erhöhung von 50mg auf 75mg - keine Besserung - Erhöhung von 75mg auf 100 mg Sertralin - Besserung bis Mitte April 2014
Mitte/Ende 2014 - Verschlechterung - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. dann auf 150mg Sertralin. Dann wieder besser.

Frühere Absetzversuche:
2015 - erster Absetzversuch - auf Null in 25mg-Schritten - alle 2-3 Monate reduziert, hat gut geklappt bis ich dann eine Zeit lang (ca. 1 Woche auf Null war), wieder Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, depressive Phase. Auf Anraten des Arztes wieder 50mg Sertralin eingeschlichen. Keine Besserung - Erhöhung auf 75mg -auf 100mg - auf 125mg Sertralin.

2016 - zweiter Absetzversuch - wie folgt:
12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg
ab Ende Juni 2017 - wieder schlechte Stimmung, gedrückte Stimmung, Traurigkeit
03.07.2017 von 50mg auf 75 mg (keine Besserung)
25.07.2017 von 75mg auf 100mg (Stimmung langsam besser, bis Ende Oktober 2017)
27.10.2017 von 100mg auf 125mg (da Stimmung wieder schlechter) nach ca. einer Woche wieder besser - bis Mitte Mai 2018 alles okay bis ab und an Schwankungen, Ende Mai 2018 langsam wieder schlechter,
27.05.2018 von 125mg auf 150mg (kaum Besserung)
13.06.2018 von 150mg auf 175mg (Besserung nach ca. einer Woche)
08.11.2018 Abwechselnd 150mg und 175mg Sertralin
05.03.2019 - 150mg Konstant
28.08.2019 - wieder gedrückte Stimmung (besonders Abends) Lustlosigkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme
seit 07.09.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern
seit 13.09.2019 Stimmung gleichbleibend besser
vom 23.09.2019 bis 26.09.2019 Stimmung wieder schlechter, Schwindel wie "Watte im Kopf", Freudlosigkeit, aggressiv
seit 27.09.2019 Stimmung wieder besser
seit 30.09.2019 Stimmung durchgehend gut bis sehr gut
seit 04.11.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern (gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit)
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Towanda » Dienstag, 10.09.19, 10:48

Hallo Susanne,

vielleicht war es nicht die richtige Art der Therapie, oder auch der falsche Therapeut - ich würde die Flinte nicht ins Korn werfen und nochmal einen neuen Versuch wagen.

LG Towanda
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Susanne75 » Mittwoch, 11.09.19, 9:09

Hallo liebe Towanda,

ich muss sagen, der Gang zur Therapie war immer mit einem Gefühl der "Angst/Unwohlsein" begleitet. Die Gespräche haben mich oft aufgewühlt. Vor anderen Menschen über belastende Probleme/Ereignisse zu sprechen oder vor Anderen zu weinen (selbst vor meinen Eltern) kann ich nicht od. nur bedingt. Nun bin ich seid vier Jahren in einer festen Beziehung. Ich kann meinem Freund alles sagen und ich glaube, dass hilft mir schon sehr. Ich bin jetzt 44 Jahre alt und ich hatte das in früheren Beziehungen NIE! Habe immer alles selbst mit mir ausgemacht!!

Ich lese an deinem Verlauf, dass Du 1983 eine erste mittelschwere Depression hattest. Darf ich fragen, wodurch das ausgelöst wurde? Und wie bist Du seinerzeit damit umgegangen und auch mit den depressiven Episoden zwischendurch...was hast Du dagegen gemacht?

Herzlichst
Susanne
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Bis Anfang Januar 2013 konstant 50 mg Sertralin
Mitte/Ende 2013 - Verschlechterung der Stimmung (Schwankungen, Traurigkeit, gedrückte Stimmung)
Erhöhung von 50mg auf 75mg - keine Besserung - Erhöhung von 75mg auf 100 mg Sertralin - Besserung bis Mitte April 2014
Mitte/Ende 2014 - Verschlechterung - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. dann auf 150mg Sertralin. Dann wieder besser.

Frühere Absetzversuche:
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2016 - zweiter Absetzversuch - wie folgt:
12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg
ab Ende Juni 2017 - wieder schlechte Stimmung, gedrückte Stimmung, Traurigkeit
03.07.2017 von 50mg auf 75 mg (keine Besserung)
25.07.2017 von 75mg auf 100mg (Stimmung langsam besser, bis Ende Oktober 2017)
27.10.2017 von 100mg auf 125mg (da Stimmung wieder schlechter) nach ca. einer Woche wieder besser - bis Mitte Mai 2018 alles okay bis ab und an Schwankungen, Ende Mai 2018 langsam wieder schlechter,
27.05.2018 von 125mg auf 150mg (kaum Besserung)
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08.11.2018 Abwechselnd 150mg und 175mg Sertralin
05.03.2019 - 150mg Konstant
28.08.2019 - wieder gedrückte Stimmung (besonders Abends) Lustlosigkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme
seit 07.09.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern
seit 13.09.2019 Stimmung gleichbleibend besser
vom 23.09.2019 bis 26.09.2019 Stimmung wieder schlechter, Schwindel wie "Watte im Kopf", Freudlosigkeit, aggressiv
seit 27.09.2019 Stimmung wieder besser
seit 30.09.2019 Stimmung durchgehend gut bis sehr gut
seit 04.11.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern (gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit)
seit 09.11.2019 bis 11.09.2019 Einnahme von Vitamin D 5000 iE u. 200 K2
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 11.09.19, 10:05

Hallo Susanne,

wahrscheinlich wurde die Depression damals wie auch vor 2 Jahren von einem Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone ausgelöst. Aber ich denke, daß ich auch eine erbliche Belastung zu Depressionen habe.

Ich habe immer wieder Therapie gemacht und das Glück gehabt, gute Therapeuten zu finden. Ich habe auch immer wieder mein Leben hinterfragt, habe meine Selbständigkeit aufgegeben und vor 6 Jahren auch die Berufstätigkeit. Ich bin für dieses "schneller, weiter, höher" einfach nicht geschaffen. Jetzt kümmere ich mich um Haus, Garten und Tiere und natürlich um meinen Mann. Für uns beide war es eine sehr gute Entscheidung.

Ich habe mir Dinge gesucht, die mir Freude machen, bin seit vielen Jahren in einer Malgruppe bei einer Kunsttherapeutin, fahre jedes Jahr für 2 Wochen alleine mit meinem Bus in Urlaub, und auch die Einsicht, daß ich nichts tun muß um geliebt und anerkannt zu werden, hat mir sehr geholfen.

Es war ein langer Weg bis heute, aber es lohnt sich!

LG Towanda
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3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Susanne75
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Registriert: Donnerstag, 05.09.19, 11:59

Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Susanne75 » Donnerstag, 12.09.19, 9:17

Hallo Towanda,

oh je! Durch Antibiotika! Das ist ja schrecklich. Wie hast Du das herausgefunden, dass deine Depression, dadurch ausgelöst wurde?

LG
Susanne
Ausgangssymptome ab August 2009: Stimmungsschwankungen, starke Durchschlafprobleme, depressive Phasen, Traurigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
August 2010: Burnout, mittelschwere Depression, Angstzustände, keine Lebensfreude mehr

Medikation:
Sertralin Dura 50 mg täglich ab Mitte August 2010 (nach ca. 10 Tagen Besserung der o.g. Symptome), nach ca. 4 Wochen - fast keine Beschwerden mehr, ab und an Stimmungsschwankungen, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme.
Bis Anfang Januar 2013 konstant 50 mg Sertralin
Mitte/Ende 2013 - Verschlechterung der Stimmung (Schwankungen, Traurigkeit, gedrückte Stimmung)
Erhöhung von 50mg auf 75mg - keine Besserung - Erhöhung von 75mg auf 100 mg Sertralin - Besserung bis Mitte April 2014
Mitte/Ende 2014 - Verschlechterung - Erhöhung von 100mg auf 125mg bzw. dann auf 150mg Sertralin. Dann wieder besser.

Frühere Absetzversuche:
2015 - erster Absetzversuch - auf Null in 25mg-Schritten - alle 2-3 Monate reduziert, hat gut geklappt bis ich dann eine Zeit lang (ca. 1 Woche auf Null war), wieder Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, depressive Phase. Auf Anraten des Arztes wieder 50mg Sertralin eingeschlichen. Keine Besserung - Erhöhung auf 75mg -auf 100mg - auf 125mg Sertralin.

2016 - zweiter Absetzversuch - wie folgt:
12.04.2016 von 125mg auf 100mg
28.07.2016 von 100mg auf 75mg
15.01.2017 von 75mg auf 50 mg
ab Ende Juni 2017 - wieder schlechte Stimmung, gedrückte Stimmung, Traurigkeit
03.07.2017 von 50mg auf 75 mg (keine Besserung)
25.07.2017 von 75mg auf 100mg (Stimmung langsam besser, bis Ende Oktober 2017)
27.10.2017 von 100mg auf 125mg (da Stimmung wieder schlechter) nach ca. einer Woche wieder besser - bis Mitte Mai 2018 alles okay bis ab und an Schwankungen, Ende Mai 2018 langsam wieder schlechter,
27.05.2018 von 125mg auf 150mg (kaum Besserung)
13.06.2018 von 150mg auf 175mg (Besserung nach ca. einer Woche)
08.11.2018 Abwechselnd 150mg und 175mg Sertralin
05.03.2019 - 150mg Konstant
28.08.2019 - wieder gedrückte Stimmung (besonders Abends) Lustlosigkeit, trockener Mund, Magen-Darm-Probleme
seit 07.09.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern
seit 13.09.2019 Stimmung gleichbleibend besser
vom 23.09.2019 bis 26.09.2019 Stimmung wieder schlechter, Schwindel wie "Watte im Kopf", Freudlosigkeit, aggressiv
seit 27.09.2019 Stimmung wieder besser
seit 30.09.2019 Stimmung durchgehend gut bis sehr gut
seit 04.11.2019 Stimmung in Wellen und Fenstern (gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit)
seit 09.11.2019 bis 11.09.2019 Einnahme von Vitamin D 5000 iE u. 200 K2
seit 10.11.2019 nur noch schlechte Stimmung
Weitere Erkrankung: seit 2002 Unterfunktion Schilddrüse

Towanda
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 12.09.19, 13:00

Hallo Susanne,

mein Lieblings-Online-Heilpraktiker René Gräber hat das in einem Newsletter thematisiert, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

Inzwischen giebt es ja in allen gängigen Medien immer wieder Warnungen davor und auch das Bfarm hat nun den 4. Rote Hand Brief rausgeschickt, aber noch immer werden Fluorchinolone verschrieben wie Smarties - kommt und irgendwie bekannt vor, oder?

Gruß, Towanda
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26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin
24.10.19 - 1,65 mg Mirtazapin

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lionel
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Re: Susanne75: Absetzschwierigkeiten Sertralin

Beitrag von lionel » Sonntag, 15.09.19, 20:06

Hi Susanne,

ich nehme ebenfalls Sertralin und habe mir deinen Thread durchgelesen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ab einer gewissen Dosis die Nebenwirkungen stärker werden, aber die positiven Effekte nicht mehr werden. Es gibt zwei Aussagen die mir aufgefallen sind:

"Ich möchte mindestens noch 14 Tage auf 150mg bleiben und falls es nicht besser werden sollte, auf 175mg Sertralin erhöhen (leider). Wobei ich sagen muss, dass es Stunden gibt, wo es etwas besser geht (Stimmung besser)." Wenn du sagst leider und dass sich deine Stimmung verbessert hat, warum würdest du dann erhöhen wollen. Ich würde eher schauen was du in deinem Alltag positiv verbessern kannst.

"Ich mache mir Gedanken, dass es wieder schlechter werden könnte oder einfach nicht besser wird! Mein Psychiater sagt dann immer: "wenn es in einer Woche nicht besser werden sollte - Erhöhung der Dosis oder gar, ein Wechsel des Medikaments - da ich ja auch schon, eine sehr hohe Dosis nehme (Grenze bei Sertralin sind 200mg)"! Und da es mir seit dem 28.08.2019 wieder schlechter geht - dachte ich über eine Erhöhung nach.....demnach auf 175mg Sertralin." Auch wenn dein Psychiater meint, dass du nach einer Woche erhöhen sollst, bedeutet es nicht, dass es für dich die passende Lösung ist. Du kannst ihm ja einfach sagen, dass du noch warten möchtest.


Nach so vielen Veränderungen an deiner Dosis würde ich dir davon abraten etwas zu verändern oder das Medikament zu wechseln.


Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche!
LG Nin
Anfang 2017:
Angstzustände, Schlafstörungen, Depression, Panikattacken.
März 2017:
Von meiner Psychiaterin verschrieben und genommen ab 10. März:
15mg Praxiten (Benzo) 2mal
25mg Sertralin für eine Woche...danach auch 50mg hochdosiert.
NW: große nicht aushaltbare Anspannung in der Nacht, Kopfschmerzen, starke Verspannung beim Genick und Hals, psychosomatische Symptome (Zuckendes Auge, Sprachstörungen, Verkrampfung der linken Gesichtshälfte, Muskeltonus links nicht kontrollierbar, Schwierigkeiten zu stehen.

Ab Ende März: Aufentahlt in der Psychiatrie, 6 Wochen. Benzo wird innerhalb von 2 Wochen abgesetzt und nur noch bei Bedarf, Lyrica wird eindosiert, täglich um 25mg mehr bis zu 200mg und etwas später auf 300mg.

Ab Mai: 50mg Sertralin und 300mg Lyrica und bei Bedarf 15mg Oxazepam

Ab November 2017: 75mg Sertralin und 300mg Lyrica
NW: Einschlafprobleme, lebhafte Träume und Nachtschweiß
Libido kaum vorhanden...

10.3.18: weniger 25mg Sertralin, nun 50mg
NW: sehr trockener Hals -> Halsschmerzen, trockene Lippen, Nase und Augen; Muskelschmerzen am Rücken, sehr lebhafte Träume, dazwischen Kopfschmerzen und Verspannungen beim Hals.

28.3.18: etwas mehr Angstzustände, aber noch im Rahmen, Halsschmerzen und Trockenheit viel besser, Nachtschweiß ubd lebhafte Träume weiterhin vorhanden...

Sertralin wird erstmals nicht weiter abgesetzt!

10.6.18: Lyrica 125-0-150 (25mg am Vm reduziert)
NW: Muskelschmerzen, Darmprobleme und Schmerzen, Verspannungen.

9.7.18: Lyrica 100-0-150 (25mg am Vm reduziert)

10.10.18: Lyrica 100-0-125 (25mg am Abend weniger)

28.12.18: Lyrica 100-0-100 (25mg am Abend weniger)

April und Mai 2019: Unruhe und funktional neurologische "Anfälle" mehrmals wöchentlich. Ab Ende April nehme ich ca. 3mal die Woche Oxazepam 15 mg.

Juni und Juli 2019: Für beide Monate nur insgesamt 45mg Oxazepam.

02.08.19: Sertralin 25mg (25mg weniger)

30.9-8.10.19: mehrmalige funktional neurologische "Anfälle" + 1×7,5mg Oxazepam.

Aktuell

Sertralin 25mg und Lyrica 100-0-100mg

Nahrungsergänzungsmittel
Mönchspfeffer 20mg/Tag, Magnesium 150mg/Tag

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