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Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo nochmals.

Nach all meinen Erfahrungen bringt in Deinem Fall der Wechsel auf ein anderes Medikament nichts außer weitere Probleme. Schlimmer geht immer.

In ein Heim? Freiwillig? Ich bin entsetzt. Dort geben sie Dir auch PP, vermute ich mal.

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung.

VG Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Liebe Clarissa,
Ich habe jetzt 1 mg Dia genommen, komisches Gefühl. Aber helfen Tutsi auch nicht. Man möchte mich auf Trimipramin einstellen. Beginend mit 2 mg. Ob das ne gute Idee ist?

L.G Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo.

Wie gesagt, wir geben hier keine Medikamentenratschläge.
Ich schon gar nicht: ohne PP seit 6 Jahren! Ich bin negativ eingestellt gegenüber PP über eine Akuttherapie hinaus.

Ich hätte gehofft, Du könntest durchhalten und Dich ohne Medikamente allmählich stabilisieren. So wie es mir möglich war.

Alles Gute und VG von Clarissa.
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Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Liebe Clarissa, ich merke das Dia macht genau das Gegenteil. So wird's mit den anderen Medis auch sein.

Ohne wird's wohl am besten sein.

Nur wie gesagt, ich weiß nicht wie daheim und hier bleiben ist auch keine Option.

L.G. Norman
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Sabs
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Sabs »

Hey Norman,

Was heißt Dia macht das Gegenteil? Puscht Es dich auf?
Das ist schlimm :-( dann bist du so empfindlich, dass eventuell jeder Eingriff alles verschlimmert.
Vielleicht geht es dir in ein paar Wochen etwas besser..
Tut mir leid :-(

Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo Sabs,

Erstmal muß ich raus und wieder nach Hause, wo ich nix gebacken Kriege, aber hier ist es die Hölle und mit Medis geht hier ja alles den falschen weg. Besser zuhause vergammelt als hier zerstört werden.
Dann hoffe ich auch irgendwie auf Besserung. Aber mal ehrlich das geht nicht mehr lange gut mit mir in diesem Zustand.

L.G. Norman
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Liebe Sabs,
Ja es putscht auf.

L.G. Norman
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Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Ich frage nochmals: was mußt Du denn zu Hause gebacken kriegen?
Bist Du finanziell abgesichert für einen längeren Krankenstand? Mit Essen versorgt? Es gibt Lieferdienste, habe ich teils genutzt.
Man muß zu Hause nicht zwangsläufig vergammeln, auch wenn man vorübergehend alles runterfährt.

VG Clarissa
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Michael808
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Michael808 »

Hallo Norman,

kennst du die ABC-Theorie? Wenn nicht, lies dir das mal durch: https://de.wikipedia.org/wiki/ABC-Theorie. Das hat mir aus meiner Depression geholfen. Aber ich empfehle es dir auch deswegen, weil du lernen musst, das Elend durch PP zu akzeptieren – du kannst nichts aktiv dagegen machen, außer abwarten. Mir hat er sehr geholfen, mich nun als (hoffentlich vorübergehend) behindert zu betrachten. Ich war vorher ein Mensch, für den es einfach laufen musste, damit er zufrieden war.

Seit Mirtazapin ist meine sportliche Leistung dramatisch eingebrochen und mir blieb keine andere Wahl, als zu akzeptieren, dass ich einfach nicht mehr so kann. Ich gönne mir jetzt einfach, dass ich nichts mehr MUSS. Das hilft enorm weiter, glaub mir. Es ist nicht leicht, diese Denkweise zu erlernen, aber es geht. Und du hast beim Versuch damit nichts zu verlieren. Es hat keine Nebenwirkungen, wie es ein fieses PP hat.

Sorry, falls das blöd klingen sollte, ich bin gerade etwas betrunken, aber ich denke schon, dass es was bringt.

LG
Michael
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Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo Liebe Clarissa,

Ich muß den Haushalt schmeißen, einkaufen, kochen, den Tag herumbringen und der hat 24 h.

Ich bin nicht mehr in der lage das zu leisten.
Ich bin extrem depressiv, schlafen kann ich nicht, ich habe Phobien vor Menschenmassen, in engen Räumen,
kann nicht mehr alleinesein, ich bin seit über 8 Jahren völlig alleine. Mir macht meine Wohnung Angst, sie ist so winzig. Ich fürchte mich non stop vor allem was mein Leben ausmacht. Ich habe mich jahrelang mit Bier und Fernseher über wasser gehalten. Auch während der Mirtazeit. Das war mein Lebensinhalt. Ich habe den Alkohol suxessive bis auf 4 Bier heruntergefahren. Da hatte ich noch alles im Griff. Aber seit dem Cortison ist irgendwie alles nur noch schwarz und ich bin in Depression,Furcht und Schlaflos.

L.G. Norman
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Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Das klingt ja traurig!

Meine Wohnung ist auch klein, doch ich liebe meinen Rückzugsort.

Jahrelang Bier plus AD haben Deinem ZNS ordentlich zugesetzt, das läßt sich nicht von jetzt auf gleich mit einem weiteren Medikament ausbügeln. Was jahrelang schief gelaufen ist, wird nicht von heute auf morgen wundervoll.

Du bräuchtest dringend einen (neuen) Lebensinhalt. Ich habe meinen Hund, aber ein Haustier setzt natürlich eine gewisse Stabilität voraus.

Was schwebt Dir denn selbst so vor? Als eine Art Minimalprogramm?
Wovon lebst Du?

Samstagsgrüße von Clarissa.
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo liebe Clarissa,
ich bekomme EM Rente plus Sozialhilfeaufstockung.

Mein Kühlschrank ist kaputt, es tritt Wasser aus und er steht neben meinem Bett. Das brummen macht mich verrückt, seit ich so durch bin.

Gestern der Versuch mit der Dia in der Klappse hat mich vollständig in Angst und Depression geworfen. Das war ein weiterer Fehler. Bevor ich noch mehr kaputt mache muß ich wohl irgendwie schnellstmöglich wieder in meine Angsthöhle. Wie ich es drehe und wende es ist immer falsch. Ich könnte den ganzen Tag heulen und schreien, warum ich alles verbockt habe, mit der Einnahme von chemischen Substanzen.

PS:vlt verstehst du jetzt warum ich in ein Heim möchte. Ich habe nix mehr vom Leben. Von welchem Leben?

L.G. Norman
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padma
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von padma »

hallo Norman, :)

du hast einen Anspruch auf Unterstützung zuhause, z.B. "Ambulant Betreutes Wohnen". Die können sich auch um die Organisation einer Haushaltshilfe kümmern. Und ihr könntet zusammen schauen, was es ansonsten noch für Angebote für dich vor Ort gibt.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo liebe Padma,

als Alkoholkranker komme ich nur in den genus Betreutes Wohnen für Suchtkranke. Die Leistungen sind mit 2 x 1h Besuch pro Woche sehr begrenzt. Die Leistungen bestehen darin den Betreuten anzuleiten oder zum Einkauf zu fahren.
Haushaltshilfe ist nicht möglich, nicht vom Bezirk, Sozialamt, Krankenkasse. All das habe ich schon ausgelotet. Dort wo ich wohne ist nur die Carritas.
Andere Anbieter aus München fallen leider nicht in den Bereich wo ich wohne. Deren Angebot fällt da schon besser aus. Auch dort habe ich schon alles abgefragt. Es ist einfach zum weinen, überall geht's nur bei mir is immer ein Haken.

Psychiatrie,Untersuchungen,Behandlungen,Therapeutische Wohngruppen, Sozialtherapeutische Einrichtungen, überall sollte die Möglichkeit der Einnahme von Medikamenten gegeben sein. Da ich aber keinem Medikament mehr traue, weil alles triggert. Muss ich wohl alles sausen lassen, und komme nicht aus der beklemmenden Wohnung und kann mich nicht auf Heilung einlassen. Das massive Schlafproblem sollte mindestens verschwunden sein um irgendwie Weiterentwicklung zulassen zu können.

Die Psychiatrie lässt mir bis morgen Zeit ihr Imipramin mit 2 mg zu probieren, oder ich muß gehen. Ich habe so einen bammel, das mein ZNS völlig abdreht. Hat schon mit dem 1 mg. Dia einen Treffer erlitten. Ich fühle mich noch aufgekrazter und Realitätsferner als davor.

L.G. Norman
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Genau wie padma es vorschlägt: nach Möglichkeiten der Unterstützung suchen. Das machen ja andere hier auch.

Laß die Vergangenheit ruhen, daran ist nichts mehr zu ändern. (Vor der "Klappse" haben wir Dich hier übrigens eindringlich gewarnt, aber ist nun mal passiert, Häkchen dran. Ich bin auch paarmal rein in der Hoffnung auf Hilfe.)
Selbstvorwürfe bringen auch nichts.

Glaub uns, daß er besser werden kann, und bis dahin: ganz kleine Schrittchen. Es gibt doch auch sozialpsychiatrischen Dienst, oder (hatte ich nicht)?
Vielleicht zwischendurch mal Pause einlegen beim Heulen und Schreien?

Bist Du noch in der Klinik und nimmst Du dort ein PP?

Abendgrüße von Clarissa.

P.S.: Ein brummender Kühli würde mich auch fertig machen.

Edit: überschnitten mit Deiner Antwort an padma.
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Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, noch ein P.S.:

Mich haben sie irgendwann mal in Ruhe gelassen mit Medikamenten. Sie sahen wohl selbst, daß weitere PP nichts brachten, jedenfalls nichts Gutes. Ich habe dann entschieden verkündet, daß ich es nun ohne PP versuchen will - habe allerdings auch aufgehört, mir von der Psychiatrie-Seite Hilfe einzufordern. Das ging ganz gut, wurde akzeptiert.

Betreutes Wohnen für Suchtkranke klingt doch gar nicht sooo schlecht, besser als gar keine Unterstützung. Und wenn man rückfallfrei ist, kommt man da doch auch wieder raus, oder?

Ich seh das alles gar nicht so schwarz, kannst Du Dich nicht drauf einlassen?

VG Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Liebe Clarrissa, ich habe nix davon, mich weiter an meine Wohnung zu fesseln. Mit dem betreuten Wohnen wird das schon wieder so gefestigt. Ich möchte dort weg, die Stadt in der ich lebe ist kein Ort des zusammenkommens. Ich brauche die Möglichkeit wieder mit Menschen und der Natur und Freude und Zuversicht in Kontakt zu kommen. Das geht hier nicht. Und dazu muß ich mein überreiztes Schadhirn irgendwie zur Ruhe bringen.

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Schön und gut - aber leider läßt sich das nicht ERZWINGEN mit der Beruhigung des ZNS. Erst mußt Du ja stabiler sein, um Deine Pläne umzusetzen - meine unmaßgebliche Meinung.

Grüße Clarissa.
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los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Sabs
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Sabs »

Hi psy,
Wenn das Dia schon so getriggert hat (als benzo, dass ja normalerweise gut vertragen wird), würde ich kein Trimi probieren.
Wie Clarissa sagt, denke ich auch, du wirst in deiner jetzigen Lage sicher kein Umzug organisieren können, also musst du dich irgendwie mit deiner Wohnung anfreunden.
Das Problem ist auch nicht die Wohnung, sondern der Entzug, er lässt alles fürchterlich erscheinen.
Vielleicht kriegst du es geregelt einen anderen Kühlschrank zu organisieren (vielleicht schnell online bestellen?), so dass du etwas Ruhe hast.

Du warst schon symptomfrei, das wirst du auch wieder!

Alles Liebe sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo ihr Lieben,

Meine beiden Füße sind taub geworden an den Fußsohlen von den Zehen bis zur Fußmitte. Schmerzen aber beim laufen, sind das auch Absetzsymptome?

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
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