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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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grisu
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grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

ich konnte mich leider im Sommer nicht registrieren und bin deshalb schon einige Zeit auf verschiedenen Facebookgruppen etc. unterwegs, habe dort aber leider noch keine Antwort auf meine grade dringenden Fragen bekommen.

Zunächst mal kurz die Vorgeschichte:
Bin seit 2005 Panikpatient (bzw. ob es eine Angststörung oder eine depressive Erkrankung ist, war zuletzt nicht mehr so ganz klar ;-) ) mit einem Rückfall in 2009 und nahm seit 2011 Cymbalta (60 mg)(Vorher Cipralex und Venlafaxin).

Ungefähr seit dieser Zeit hatte ich erhebliche Schlafprobleme, bis ich 2015 mit Non-24 diagnostiziert wurde. Seitdem ich meinen 'natürlichen' Schlafrhythmus folgen konnte, gab es auch überhaupt keine Probleme mehr mit der Panik und ich habe sogar den Weg vom Jobverlust bis zur Erwerbsminderung ohne Paniksymptome durchgestanden.

Der Start in 2005 kam wohl dadurch, dass ich als extreme Eule seit 2001 ganz normal tagsüber gearbeitet habe, was mir mit dem Älterwerden alle Energie geraubt hat.
Auf der Suche nach den Ursachen für Non-24 blieb zuletzt noch der Versuch rauszufinden ob es durch mein Medi verursacht sein könnte. Notwendig schien es eh nicht mehr zu sein und ich wollte auch die Nebenwirkungen (wie Bluthochdruck etc.) langsam los werden.

Also hab ich letztes Jahr im Frühling angefangen bis Herbst auf 20mg zu reduzieren. Alles ohne größere Probleme und durch den Winter kam ich auch gut. In diesem Frühling ging es dann weiter mit der Reduzierung Kügelchen für Kügelchen jeden Tag, was nochmal über 3 Monate gedauert hat, aber wohl doch zu schnell war.

10 Tage nach dem letzten Kügelchen, kamen unvermittelt wieder Ängste hoch (bei mir machts einen kurzen Klick im Kopf und ich falle in aussichtslose Gedanken und der Körper fängt an zu kribbeln). Ich habe als Notfallmedi eine halbe Opipramol genommen, drei Tage lang irgendwas um 10mg Duloxetine und ab da (24.Juli) immer genau 5mg Duloxetin ausgezählt und genommen(in Rücksprache mit den Gruppen auf denen ich unterwegs bin).

Da ich zunächst sehr hilflos war, hab ich über Umwege eine Klinik aufgetan, die mich 5mg weiter nehmen lies um mich dort den Sommer über zu stabilisieren. Die Frage, ob es Absetzsymptome sind oder durch die Reduzierung doch einige aktuellen Probleme durchgeschlagen haben, konnte für mich nicht so klar beantwortet werden. Die gleichen Gedanken (Probleme) hatten mich vor dem Absetzen noch nicht verunsichert, obwohl die sicherlich noch anzugehen sind, was mir aber schon länger klar ist.

Hatte auch in der Klinik Phasen wo es tageweise schon wieder besser war, aber seit dem ich vor ca. 10 Tagen wieder raus bin ist es wieder unter dem Tag rhythmisch wechselnd, sprich die Hälfte des Tages kribbelnd mit schweren Gedanken und manchmal auf den Magen schlagend (Husten mit Klos im Hals), die andere Hälfte fast normal.

Es wird ja gerne der Ratschlag gegeben, die Dosis noch weiter zu halten da eine Erhöhung noch schlechter sein könnte. Die Gefahr des 'Kindling' wird ja in den englischen Gruppen gerne erwähnt. Andererseits sagt man aber auch das Gehirn ist sehr anpassungsfähig. Ich tu mich da grad schwer abzuschätzen was mir mehr schaden würde, Halten oder Höherdosieren?

Aber ich denke irgendwann muss ich mich entscheiden, doch wieder leicht hoch zu gehen in der Hoffnung dass es stabiler wird und ich von da einen neuen Versuch unternehmen kann, da ich es so nicht mehr lange aushalten werde.

Ich habe hier schon gelesen, dass man, wenn die Dosis nach ein paar Wochen stabil halten nicht reicht, leicht höher gehen sollte.
Wie seht ihr das in meinem Fall?
Sollte ich noch weiter durchhalten oder leicht höher gehen? Oder seht ihr sogar einen Hinweis, dass es doch noch die Grunderkrankung sein könnte?
Falls höher gehen, wie am besten?

Danke für eure Zeit und euren Rat!
Zuletzt geändert von padma am 06.10.2020 10:02, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen ergänzt
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

Medikation:
-Escitalopram seit 11/2005- 01/2010 Dosis weiss ich nicht mehr – Erwünschte Wirkung: Stabilisierung, obwohl mir die Erfahrung noch monatelang nachhing.

-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
Towanda
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Re: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Towanda »

Hallo Grisu,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit.

Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,

viele Grüße,

Towanda
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27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin
05.11.20 - 0,065 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Sonne27
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Re: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Grisu,

Willkommen hier im Forum! 🌼

Verstehe ich, das richtig das du Cipralex und Venlafaxin vor 2009 genommen hast? Von 2009 - 2011 dann ohne Medikamente - bis 2011 der Rückfall kam?

Seit 2011 nimmst du Duloxetin und hast seitdem Schlafstörungen hattest du die Schlafstörungen schon vor der ersten Einnahme vom Duloxetin oder nach der 1 Einnahme?

Schlafstörungen scheint ja eine sehr häufige Nebenwirkung zu sein bei Duloxetin, sodass dein gestörter Schlaf - Wach Rythmus auch mit der Einnahme vom Duloxetin in Verbindung stehen kann.

Wir im Forum empfehlen ja eine Reduzierung von höchstens 10% der zuvor zuletzt eingenommenen Dosis alle 4-6 Wochen (bei starken Absetzsymptomen noch länger) auf einer Dosis zu bleiben um sich ausreichend zu Stabilisieren und dem Zentralenervensystem schonend bei zubringen, das der zugeführte Wirkstoff sich verringert.

Wenn ich von Frühling bis Herbst 2019 gehe, hast du in ca. 4 - 5 Monaten 40mg ausgeschlichen, was nach den oben erwähnten Empfehlungen des Forum's viel viel zu schnell war. Absetzsymptome können kumulieren (anhäufen) und dann Zeitverzögert auftreten.

Nicht nur das deine Reduzierung von 20mg in 3 Monaten viel zu schnell war, wäre auch noch die Frage (ich kenne mich mit der KügelchenMethode nicht so gut aus, aber da wird sich sicherlich jemand hier äußern, der damit Erfahrung hat) ob du die Kügelchen mit Kapsel eingenommen hast und ob du Kapsel für Kapsel ausgezählt hast?

Die Einnahme des "NotfallMedikaments" Opipramol war denkbar ungünstig, denn zumeist kann es Absetzsymptome nicht auffangen, da dein Zentralenervensystem nach Duloxetin giert und nach keinem anderen Medikament.

Wenn ich es deinem Eingangstherad richtig entnehme, warst du 10 Tage auf 0 hast dann das Opipramol 3 Tage genommen und dann nochmals für 3 Tage 10mg um dich dann auf 5mg zu gehen?

Dieses Wechseln von Guten auf Schlechte Zeiten, nennen wir Wellen und Fenster, die du hast. Ich bin positiv überrascht, das die Klinik sich darauf eingelassen hat, dir lediglich 5mg über die gesamte Dauer des Aufenthalt's zu geben, hast du dort neben Duloxetin noch Vitamin Präparate oder ähnliches bekommen?

Du nimmst jetzt seit knapp 3 Monaten 5mg, ich würde vermutlich dir vermutlich auch eher raten nach 3 Monaten die Dosis beizubehalten, denn eine Höher Dosierung bedeutet zusätzlicher Stress für's Zentralenervensystem. Wichtig ist, das du dich dann auf den 5mg ausreichend Stabilisieren tust, was sicherlich noch einige Zeit braucht, da du aber auch Fenster zu haben scheinst, bist du da auf einem guten Weg.

Ich bin fest davon überzeugt, das es sich bei deinen Symtomen um Absetzsymptome handelt, zumal das typische Absetzsymptome sind.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]
grisu
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

danke schonmal. Ich kümmer mich die nächsten Tage noch um die Signatur, aber mir gehts grad nicht so gut, muss mir grad überlegen, wie ich jetzt weitermache.

Cipralex war bis Ende 2009 der Rückfall kam. Venlafaxin dann bis Ende 2011, aber damit kam ich nicht so zurecht (Aggressionen etc.), und dann danach gleich Cymbalta 60mg..
Das Ausschleichen letztes Jahr bis auf 20mg lief eigentlich recht gut, bis auf 10 Tage mal leicht nervösem Magen beim Einschlafen. Ich denke, dass ich mit 20mg noch nicht die kritische Linie in der Hyperbel unterschritten habe, bei der man das Absetzen deutlich zu spüren bekommt. Das passiert ja meist eher bei niederen Dosen. Sondern die erst dieses Jahr mit dem Kügelchen Absetzen gerissen habe.
Da würde ich grad gerne wieder drüber kommen um mich einfach wohler zu fühlen, bevor ich das ganze nochmal langsamer versuche, deswegen die Frage noch dem erhöhen um einfach den Zustand wieder zu erreichen an dem ich nicht täglich denke, es ist alles hoffnungslos.

PS: Opripamol war nur in der ersten schlimmen Woche insgesamt eine Tablette auf 3 Tage verteilt und seitdem nochmal eine 3/4 auf 2 unabhängige Tage.
Die 10mg waren Duloxetin für die ersten 3 Tage und danach konstant 5 mg bis jetzt.
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

Medikation:
-Escitalopram seit 11/2005- 01/2010 Dosis weiss ich nicht mehr – Erwünschte Wirkung: Stabilisierung, obwohl mir die Erfahrung noch monatelang nachhing.

-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von padma »

hallo Grisu :)

da dein ZNS ja bereits dabei ist sich auf die 5 mg anzupassen, würde ich wenn nur minimal erhöhen. Auf 5,5 höchstens 6 mg.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

Bin leider immer noch nicht fit genug für die Signatur. Und schreib grad nur vom Handy. Aber vielleicht schaff ich das ja noch grob mit dem. Ich hab aus Verzweiflung gestern und heute ein Kügelchen mehr probiert, also ungefähr 0,16 mg. Kann das schon den momentan labileren Zustand bewirken? Fühl mich Grad fast wieder so, wie ganz am Anfang des Wiedereindosierens.

Was mich zusätzlich gerade beschäftigt ist dieser täglich schwankende Zustand. Nach dem Aufstehen sehr anfällig und mit Körperkribbeln, das dann alles sehr spät besser wird und fast weg geht, wenn es ein guter Tag ist.
Ich hab in den Infos gelesen, dass hängt mit möglichen Cortisolspitzen zusammen die durch das Absetzen stärker ausfallen können? Hat das schonmal jemand bei sich nachmessen lassen?
Wenn der Körper stark kribbelt und schwitzt, kann ich ihn manchmal durch hinlegen und Atmen so weit beruhigen, dass ich kurz eindöse und ruhig bin. Danach kommt der Zustand aber wieder zurück.
Ist das dann einfach ein kurzes Hormontal am Tag oder bewirke ich die Entspannung dann aktiv?

Mir ist nämlich wieder Eingefallen, dass ich Ende 2009 bei dem Rückfall schonmal so schwankend reagiert habe. Nach 4 Jahren Cipralex. Kann dass sein, dass das damals gar kein Rückfall war, sondern dass einfach das Cipralex nicht mehr richtig gewirkt hat und das auch schon Absetzsymptome waren? Oder würde sich ein nicht mehr wirken anders äußern als das Absetzen?

Grüße
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

Medikation:
-Escitalopram seit 11/2005- 01/2010 Dosis weiss ich nicht mehr – Erwünschte Wirkung: Stabilisierung, obwohl mir die Erfahrung noch monatelang nachhing.

-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
simonb
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von simonb »

Hallo also ich denke, der Wirkverlust eines Ads wird sich doch etwas anders äußern als Absetzsymptome.
Denn du entziehst den Stoff ja nicht, sondern der Körper reguliert gegen diese Tabletten. Hattest du damals unter Esci einen Rückfall obwohl du nichts abgesetzt hast? das könnte ja echt für einen Wirkverlust sprechen.

Dein Körper erscheint sehr durcheinander, deswegen wahrscheinlich die ganzen Symptome. Das stabilsiert sich erfahrungsgemäß wieder, aber es kann dauern. Du hast jetzt etwas erhöht, wichtig wäre das du nicht jeden Tag wieder mit der Dosis schwankst. Deswegen überlege jetzt ob du erhöhen willst, und wähle dann eine Erhöhung die du dann auch für mind 2 Wochen beibehälst, sonst hat der Versuch keine Aussagekraft.

Padma hatte es ja auch schon gesagt, entweder du stabilisierst dich weiter auf den 5mg , oder du erhöhst zb auf 5,5 max. 6.

LG Simon
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grisu
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

Ich hab jetzt mal auf ca. 5,85 mg erhöht seit drei Tagen.
Am ersten Tag war die Unruhe nach dem Aufstehen besser aber da hab ich auch heiß geduscht, was vielleicht was ausgemacht haben könnte.
Die letzten zwei Tage dann wieder die erste Hälfte des Tags sehr kribbelig und empfindlich.

Es fällt mir schwer zu sagen, ob nur die Körperreaktion die schlechten Gedanken unterstützt und es ohne das Erstere besser wäre, was mich auch wieder über die Unterscheidung Absetzsymptome, Rückfall nachdenken lässt.
Ich würde das gerne besser aufschlüsseln können.

Hab hier gelesen, dass Absetzsymptome ja nur körperlich auftreten und alle Emotionen sogenannte Neuroemotionen sind, die unabhängig von den Gedanken auftreten.
Wenn ich aber in meiner empfindlichen Phase an was belastendes denke, kribbelt der Körper stärker wie bei einer Angstreaktion und fängt an zu schwitzen. Ich kann das quasi mit den Gedanken beeinflussen. Für was spricht dass dann?

Mir ist auch wieder eingefallen, dass in der 10tägigen Phase nachdem ich abgesetzt hatte und noch kein Klicken im Kopf hatte oder dachte das Absetzen löst was aus, schon davor empfindlicher bei meiner Höhenangst war und auch allgemein schreckhafter.

Würde das nicht dafür sprechen, dass es keine Absetzerscheinungen sind?

Grüße,
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

Medikation:
-Escitalopram seit 11/2005- 01/2010 Dosis weiss ich nicht mehr – Erwünschte Wirkung: Stabilisierung, obwohl mir die Erfahrung noch monatelang nachhing.

-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
simonb
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von simonb »

Hallo Grisu :)

Du machst dir viele Gedanken, und fragst dich, ob du Absetzsymptome hast oder eine andere Erkrankung zurückgekommen sei?
Bleib jetzt mal mindestens ein paar Wochen auf deiner aktuellen Dosis und verändere nichts mehr, und dann weiß man mehr.
Man kann diese ganze Dinge erst auf längere Sicht beobachten, von Tag zu Tag zu beurteilen hat keine Aussagekraft.

Wenn es Absetzsymptome sind (wovon ich ausgehe) wird mit der Zeit voraussichtlich eine Stabilisierung eintreten.
Es ist aber durchaus auch möglich das du noch eine andere Erkrankung im Hintergrund hast, wurde da mal etwas diagnostiziert?
Es kann durchaus auch beides da sein.

Versuch dir etwas Gutes zu tun.

LG Simon
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Straycat
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Straycat »

Hallo Grisu,
grisu hat geschrieben: 10.10.2020 20:16 Hab hier gelesen, dass Absetzsymptome ja nur körperlich auftreten und alle Emotionen sogenannte Neuroemotionen sind, die unabhängig von den Gedanken auftreten.
Man geht davon aus, dass die Absetzsymptome dadurch entstehen, dass sich das ZNS an eine neue Dosis der Psychopharmaka gewöhnt. Insofern sind sie "körperlich", als dass sie durch einen körperlichen Vorgang ausgelöst werden. Aber die Symptome selbst können auch den psychischen Bereich betreffen. Viele Betroffene berichten von gedrückter Stimmung, Angst oder anderen rein psychischen Empfindungen, die im Entzug verstärkt auftreten.

Neuroemotionen werden solche Emotionen genannt, die einem selbst irgendwie "anders" erscheinen und nicht zu dem passen, wie man sich sonst selbst kennt. Also wenn man sonst eigentlich ein eher ruhiger introvertierter Mensch ist und im Entzug auf einmal sehr aufbrausend wird, kann es sich um sogenannte Neuroemotionen handeln. Man geht davon aus, dass diese Emotionen dann nicht auf Basis der eigenen normalerweise empfundenen Gefühlswelt entstehen, sondern quasi "aus dem Körper heraus" durch die Reizung des ZNS auftreten.

Ich habe zB in der akuten Entzugszeit, direkt nach meinem Fast-Kaltentzug eine enorme Schreckhaftigkeit bei mir bemerkt. Dabei war es nicht so, dass mehr Situationen im Alltag waren, bei denen ich mich auch sonst erschrocken hätte, sondern ich schien einfach auf jedes minimale Ereignis (z.B. jemand kommt auf der Straße um die Ecke) mit einem starken Schreck zu reagieren. Das würde ich dann als Neuroemotion einordnen, denn diese Schreckhaftigkeit schien aus meinem Körper zu kommen bzw. aufgrund meines überreizten ZNS aufzutreten.

Ich denke wie Simon :), dass man vieles erst über längere Zeit besser beurteilen kann. Viele meiner Entzugssymptome wurden mir auch erst in der Rückschau so wirklich klar und ich begann sie einordnen zu können. Man lernt da mit der Zeit viel dazu und kann dann Symptome auch besser einordnen.

Wenn du Sorgen bezüglich irgendwelcher körperlichen Erkrankungen hast, habe ich es immer so gehandhabt, dass ich das, was mich besonders besorgte, ärztlich abklären ließ. Wenn sich dann keine zugrundeliegende Krankheit herausstellte, konnte ich es getrost den Absetzsymptomen zuordnen.

Alles Liebe,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo ihr beiden,

danke für die Erklärungen.
Eine andere Krankheit, die sich so auswirkt, weiß ich eigentlich nicht, würde aber trotzdem gerne nochmal einen Komplettcheck (auch endokrinologisch) machen lassen, sobald ich mich mal fit dafür fühlen würde. In der Klinik hat man nur einen Vitamin D Mangel festgestellt, für den ich nochwas einnehme und ein Leberwert war leicht zu hoch, wie ich jetzt im Entlassbericht gesehen habe.
Ich hab das mit dem Absetzversuch ja nur angefangen, um rauszufinden, ob Duloxetin für mein hypernychthermerales Syndrom (Schlafrhtyhmus) verantwortlich ist. Mit den anderen Nebenwirkungen konnte ich leben und hätte es mich wohl nicht getraut, wenn ich gewusst hätte, wie tief ich jetzt wieder drin stecke.

Was ich überhaupt nicht verstehe ist warum ich jetzt täglich diese Stimmungsteilung mit Kribbeln habe, obwohl das in der Klinik fast immer ohne Kribbeln und auch nur ein paar Stunden am Tag war.
Und jetzt tut sich seit 14 Tagen daran gar nichts.
Das ist ehrlich gesagt für mich so belastend und je länger das dauert um so länger hängt mir das nach (sowas brennt sich bei mir auf lange Sicht ein), dass ich das gerne so schnell wie möglich abstellen würde.
Hätte ich nicht noch das Ziel rauszufinden, ob das Duloxetin an meinem vorherigen Hauptproblem schuld ist, wäre ich sicherlich schon wieder langsam auf die 20mg hoch um einfach psychisch nicht mehr belastet zu sein.

Eine Alternative um beides zu erreichen, wäre mir ehrlich grad am liebsten, sprich ein Wechsel auf etwas anderes. Ich weiß, es kann diesmal auch nicht funktionieren, aber bei dem Wechsel von Venlafaxin auf Duloxetin hat das ja gut geklappt, sobald ich das Venla ein Kügelchen pro Tag ausgeschlichen habe, und hatte psychisch im Wechsel nie einen Einbruch.
Weil dieser Zustand jetzt noch für ein paar Wochen, das pack ich einfach nicht. Das bricht mich grad Schritt für Schritt.

Grüße,
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

Medikation:
-Escitalopram seit 11/2005- 01/2010 Dosis weiss ich nicht mehr – Erwünschte Wirkung: Stabilisierung, obwohl mir die Erfahrung noch monatelang nachhing.

-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

Ich habe langsam das Gefühl, dass die Situation bei meinen Eltern (zu lange dort zu bleiben) für alle zur Belastung werden könnte.

Welche Alternativen habe ich den sonst, wenn ich noch nicht nach Hause kann?

Gibt es nur die Möglichkeit einer Klinik oder kennt ihr noch andere Varianten?

Grüße
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

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-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
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Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von padma »

hallo Grisu, :)

es gibt diverse Unterstützungsmöglichkeiten für zuhause. Schau mal hier viewtopic.php?f=4&t=10823, ob davon was für dich in Frage kommt.

Ansonsten ist es schwierig. Sehr vereinzelt gibt es sogenannte "Weglaufhäuser", wo man unterkommen kann.

Warum meinst du, dass es zuhause nicht geht?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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grisu
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo Padma,

okay ich versuch mal, was ich auf die Entfernung raus finde.

Bei meinen Eltern, die schon recht alt sind, denke ich, dass sie sich mit der Zeit zuviel Sorgen machen und reinsteigern und mich dann mit Ihren Überlegungen wieder runterziehen, obwohl sie es gut meinen. Außerdem hab ich mich zuvor, bei einem Aufenthalt hier aus vergangenen Erfahrungen mit der Panik immer unwohl gefühlt. Das ist quasi jetzt eine paradoxe Situation und ich entfremde mich auch ein bischen von Zuhause durch diesen Gegensatz.

Zuhause ist nach wie vor, dass Problem der Eigenversorgung mit meiner Problematik. Der erste Versuch ging ja schon schief.
Ich fühl mich grad noch nicht ausreichend gefestigt und brauche erst noch mehr Stabilität, was sich aber noch ziehen kann,

Gruß
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Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
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Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von padma »

hallo Grisu, :)

was meinst du mit "Eigenversorgung"? Es gibt wirklich viele ambulante Hilfen.
Für die Versorgung mit z.B. Essen kann man auf Menuebringedienste zurückgreifen, oder vorgefertigte tiefgekühlte Menues online bestellen.

So wie du es beschreibst, ist der Aufenthalt bei deinen Eltern wirklich nicht so günstig.

liebe Grüsse,
padma
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Ajnevs
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Ajnevs »

Hallo Grisu,

ich kenne - nicht aus eigener Erfahrung - Häuser mit mittelfristiger psychiatrischer Rehabilitation.

Ob und wid dort allerdings mit ADs umgegangen wird kann ich nicht sagen.
Allerdings war dort ein Freund untergebracht und dieser hat die Einnahme von AD strikt verweigert. Es gab viele Gespräche- er hat sich durchgesetzt mit seiner Haltung.

Dort fand quasi eine Art Rehabilitation statt. Von dort ging es in eine betreute Wohngruppe und anschließend in die eigene Wohnung.

Schwebt dir so etwas vor?

Viele Grüße
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg
09.09.2020 26.5 mg
grisu
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo ihr zwei,

Mich triggert es in die Panik vor allen Dingen dann, wenn ich merke, dass ich nicht soviel essen/trinken kann und schwächer werde. Das löst dann alles mögliche aus.
Ich hab gesehen, dass jeder irgendwas anderes hat, dass ihn so triggert. Gibt es da irgendwelche Theorien dazu, warum das so ist und wie man rausfinden kann, warum einen gerade ein spezielles Symptom so verunsichert?

In dem Zustand kann ich dann nicht mal was vorbereitetes warm machen oder essen. Es beruhigt mich, wenn ich weiß, dass es jemand gäbe, den ich dem Moment darum bitten könnte, bzw. überhaupt hätte um auf mich aufzupassen. Das ist natürlich erschwert dadurch, dass ich auch oft nachts wach bin. Das mein ich quasi mit Eigenversorgung. Und das irgendwie gewährleistet zu bekommen, würde mir schon weiterhelfen.
Wie und wo das ginge hab ich noch nicht rausgefunden. Ich warte noch auf eine Rückmeldung der örtlichen psychischen Hilfsangebote.

Grüße
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

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-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
padma
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von padma »

hallo Grisu, :)
Ich warte noch auf eine Rückmeldung der örtlichen psychischen Hilfsangebote.
Das ist gut, dass du dich da erkundigst. Die Angebote sind regional sehr unterschiedlich.

Bzgl. der Mahlzeiten ginge evtl. ein Pflegedienst, der dazu kommt. Vielleicht wäre das über "ambulant psychiatrische Pflege" möglich, das müsste dir ein Facharzt, zur Vermeidung eines Klinikaufenthaltes verordnen.
Ich hab gesehen, dass jeder irgendwas anderes hat, dass ihn so triggert. Gibt es da irgendwelche Theorien dazu, warum das so ist und wie man rausfinden kann, warum einen gerade ein spezielles Symptom so verunsichert?
Ich nehme mal an, das hat mit Schwachstellen des Körpers und der "Psyche" zu tun, bzw. lebensgeschichtliche Vorerfahrungen. Ich weiss nicht, ob es aktuell so sinnvoll ist, da nachzuforschen.
Das könntest du dann machen, wenn es dir wieder besser geht.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

also alle Hilfsangebote machen keinen Sinn, solange ich nicht stabil genug dafür bin, hab ich jetzt rausbekommen.
Seit gestern werd ich wieder labiler.
Der Arzt aus dem Klinikum hätte mir jetzt Agomelatin verschrieben, aber ich denke das legt zuviel Augenmerk auf meine Schlafstörung und zu wenig auf meine Stimmung.
War irgendwie schwer ihm klarzumachen, auf was es mir ankommt.

Kann ich von dem auch einfach ein bestimmtes Rezept verlangen? Falls nicht, wie stell ich das am besten an?

Grüße,
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

Medikation:
-Escitalopram seit 11/2005- 01/2010 Dosis weiss ich nicht mehr – Erwünschte Wirkung: Stabilisierung, obwohl mir die Erfahrung noch monatelang nachhing.

-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
Ajnevs
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Ajnevs »

Hallo Grisu,

möchtest du tatsächlich ein Rezept für ein bestimmtes Medikament bekommen? Was ist denn dein Ansinnen? Die Medis, die du aktuell nimmst, da bekommst du doch Rezepte für, oder?

Ich bin irritiert, weil es in diesem Forum ums Absetzen geht - eine Beratung/Empfehlung/Diskussion zur Medikamentenverschreibung ist meines Wissens hier nicht gewünscht.

Grundsätzlich würde ich aber sagen: frag deinen Arzt doch einfach.

Mehr als Nein sagen kann er ja nicht.

Lg
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg
09.09.2020 26.5 mg
Antworten