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 ! Nachricht von: Oliver

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Eure Meinung ist gefragt! 18 Jahre und auf Paroxetin.

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
5-HT
Beiträge: 5
Registriert: 17.08.2004 16:53

Eure Meinung ist gefragt! 18 Jahre und auf Paroxetin.

Beitrag von 5-HT »

Hallo erstmal!

Ich hoffe ihr nehmt euch die Zeit diesen Text von mir durchzulesen, mir liegt sehr viel an der Meinung anderer "Betroffener".

Erstmal zu mir: Bin jetzt 18 Jahre alt und bekomme von meinem Psychiater seit dem 29.6 Paroxetin gegen Depression/Angst-/Panikstörungen.
Ich weiß dass SSRI in diesem alter umstritten sind, darum geht es mir in diesem Thread allerdings nicht. :wink:

Ich weiß nicht wo ich mit meiner Geschichte anfangen soll, aber ich werde einfach mal eine kurzfassung schreiben:
Habe seit längerer Zeit (min. 2 Jahre) schon eine durchweg getrübte Stimmung, bin nachdenklich und eigentlich nie wirklich Glücklich und zufrieden. Ich dachte allerdings immer dass sei die Pubertät, in der sich ja einiges an und in den jungen Menschen ändert.
Jedenfalls wurde ich letztes Jahr Opfer einer Straftat, hatte Probleme im partnerschaftlichen Bereich und auch mein "soziales Netz" wieß große Lücken auf. Alles hatte mehr oder weniger viel miteinander zu tun.
Ich belasse es dann hierbei, eine ausführliche Version kann ich später noch schreiben sofern jemand es wünscht.

Anfangs hatte ich in manchen Situationen einen stark erhöhten Ruhepuls, irgendwann kamen Schlafstörungen und Ängste. Ich hatte Angst im dunkeln, bekam keine Luft, hatte Atemnot.
Meine Gedanken kreisten den ganzen Tag in meinem Kopf herum, meine Stimmung war im Keller, ich litt an Depersonalisation (einmal als ich in den Spiegel sah) und häufig an Derealisation.
Ich war unglaublich antriebslos, keine Hausaufgaben, keine Lust zu lernen - selbst wenn ich es getan habe wurde ich von jeder Kleinigkeit abgelenkt und gab es auf.
Hatte 2 mal einen Panikanfall (einer sehr Heftig im vollen Zug).
Mit meinen besten Freunden war ich verstritten und wenn ich dann mal (mit Ausnahme der Schule) aus dem Haus kam, dann kam mir alles unreal und irgendwie außergewöhnlich Dreidimensional vor.
Ich litt an unglaublichen Prüfungsängsten, konnte vor Arbeiten noch weniger Schlafen als sonst schon.
Ach ja, ich habe schlagartig Gewicht verloren, praktisch nichts mehr gegessen.
Ich war permanent verzweifelt, redete aber praktisch mit niemandem darüber.
Durch die Sache mit dem hohen Puls aber bin ich über meine Eltern dann bei meinem Hausarzt gelandet. Ich bekam Johanniskraut-Tabletten.
Geholfen haben sie mir nicht, ich habe nur Durchfall von ihnen bekommen.
Schließlich wurde ich von oben bis unten durchgecheckt, aber nichts wurde gefunden. Ich bekam Insidon®-Tropfen von der Kollegin meines Hausarztes, diese sollte ich im Bedarfsfall zu mir nehmen (12 Tropfen, d.h. 50mg Opipramol).
Bedarfsfall hieß bei mir mittlerweile jeden Tag, zumindest fast.
Anfangs half es gut beim Einschlafen, das legte sich mit der Zeit schnell.

Nach etlichen Untersuchungen und der Erkenntnis dass ich nicht an Schildrüsen-Überfunktion ( :arrow: hoher Puls, kein Hunger) leide wurde ich zur Abklärung zum Neurologen überwiesen...
Mein sehr netter Neurologe hatte gleich die Vermutung einer Depression, untersuchte mich trozdem gründlich und ließ noch ein MRT vom Schädel machen. Er gab mir Herphonal®-Tabletten mit (Trimipramin), 25mg sollte ich Abends nehmen, sie sollten meinen Schlaf anstoßen damit ich in der Schule Leistung bringen kann. Anfangs haben die auch wunderbar gegen die Schlafstörungen geholfen.
Mein Neurologe schickte mich mit der Diagnose "Insomnie im Rahmen einer depressiven Erkrankung" wieder zum Hausarzt. Nachdem ich ihn schon halb angebettelt habe gab er mir eine Packung Zopiclon (3,5mg) die ich immer Abends vor Kursarbeiten nahm um Schlafen zu können.
Nach einem Langzeit-EKG und einer Untersuchung beim Angiologen bekam ich meine Überweisung zum Kinder- und Jungendpsychologen.

Mittlerweile war es Januar oder Februar, von Tag zu Tag ging es mir schlechter. Habe dann einen Termin für den Juni bekommen, nachdem mein Hausarzt meinen Fall beim Psychologen dringlich machte, sonst hätte ich noch ein Paar Monate länger warten können.

Ich bin jetzt seit dem 29.6. auf Paroxetin und kann nicht von großen Verbesserungen reden.
Was sich wirklich gebessert hat sind meine kleinen "Ticks" von denen ich schon manchmal dachte dass ich sogar Zwangskrank sein könnte. Ich musste z.B. so gründlich Deodorieren dass ich 5 Minuten vor dem Spiegel stand. Die Zeiten sind seit Paroxetin vorbei.
Auch Panikanfälle hatte ich bisher keine mehr, was aber nicht heißen muss dass sie weg sind.
Stimmungsaufhellende Eigenschaften konnte ich komischerweise keine feststellen, bei anderen Betroffenen las ich sogar von Hypomanie.

Kurz vor dem Urlaub meinte mein Arzt dass die Wirkung noch ein bisschen auf sich warten lassen könnte, andernfalls würden wir Absetzen oder auf ein anderes Medikament umsteigen.
Ich weiß nun nicht wie ich das handhaben soll.
Soll ich umsteigen? Soll ich Absetzen?
Meine Antriebslosigkeit ist immernoch vorhanden, allerdings sind gerade Sommerferien, das könnte ein Grund sein.

Eine ausführliche Diagnose habe ich noch nie zu hören bekommen, auf einer Überweisung stand nur einmal etwas von einer "mitterlschweren, depressiven Episode". So bezeichnet es scheinbar mein Hausarzt.

Ich weiß nicht so recht was ich machen soll und bitte um euren Rat und eure Kommentare allgemein.
Ich hoffe der Text ist euch nicht zu lange und ich hoffe es ist einigermaßen verständlich geschrieben.

Falls ich im falschen Forum gelandet bin verschiebt den Thread bitte in den Wilkommens-Bereich. :)

Schonmal vielen, vielen Dank!
5-HT :roll:
Oliver
Gründer
Beiträge: 11072
Registriert: 10.10.2003 23:58
Hat sich bedankt: 713 Mal
Danksagung erhalten: 420 Mal

Beitrag von Oliver »

Hallo 5-HT.

Willkommen im Forum :)
Ich weiß dass SSRI in diesem alter umstritten sind, darum geht es mir in diesem Thread allerdings nicht.
In zwei bis drei Jahren werden SSRI nicht nur in Deiner Altersgruppe umstritten sein, sondern in allen Altersgruppen.
Soll ich umsteigen? Soll ich Absetzen?
Langsam ausschleichen. Ich denke, dass SSRI die letzte Behandlungsalternative bei Störungen wie Deinen sein sollten und nicht die erste.

Alles Gute
Oliver
Ich sag jetzt auch einfach mal in meiner Signatur Hallo und Tschüss :)

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Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo, :)
herzlich willkommen hier im Forum.
Ich weiss jetzt erst gar nicht was soll ich Dir antworten.
Dir scheint es ja wirklich sehr schlecht zu gehn, vieles was Du schilderst erinnert mich an meine schlimme Zeit. Dass Du jedoch schon Medikamente sprich SSRIs nimmst ist nicht so gut. Dein Arzt weiss wohl nicht, dass Sie in Deinem Alter sehr umstritten sind!
Ich kann mich aber auch nur Oliver anschließen, mit 18 solltest Du noch nicht mit diesen Mitteln anfangen ich finde es auch nicht gut, dass Du sie verschrieben kriegst.
Hast Du auch mal andere Alternativen ausprobiert, wie sieht es bei dir sportlich aus? Auch solltest Du eine Therapie machen, das geht allerdings auch nicht in ein paar Wochen.
Karin hat da gestern erst einen Artikel reingesetzt, der lesenswert ist!
Ich würde Dir raten, schleiche das Paroxetin aus und lass Dich nicht gleich wieder mit Medikamenten abspeisen. Die ständige ausprobiererei macht vieles dann auch nicht besser.
Da im übrigen die Medikamente diese Erkrankung, Depression/ Angst usw. sowieso nicht heilen. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, schließlich habe ich diese Erkrankung ja schon seit fast zwanzig Jahren.
Ich habe auch vieles an Medikamenten ausprobiert und mir gings manchmal genauso dreckig wie Dir. Die Medikamente haben mir jedoch nie richtig geholfen sie haben meine Beschwerden nur für eine Zeit überdeckt! Und jetzt mit dem Paroxetin habe ich noch ein zusätzliches Problem am Halse. Das einzige was mir geholfen hat, war die Auseinandersetzung sprich Konfrontation mit meinen Ängsten.
Und die Akzeptierung meiner Depression, wenn man das mal gelernt hat, sieht man auch vieles mit anderen Augen.
Ich habe z.B gelernt, wie und wann meine Depressionen auftauchen!
In bestimmten Situationen habe ich oft depressiv reagiert. Ich habe auch gelernt dass ich selbst sehr viel dazu beitragen kann dass ich mich wohl fühle( Ernährung, Sport,Und vieles mehr)Denn wenn ich mich wohl fühle und mit mir zufrieden bin, tauchen auch meine Depressionen nicht auf.
Letztes Jahr war ich in einer Reha Kur, dort erklärte uns der Psyschologe dass man immer darauf achten sollte dass die Waagschale im Gleichgewicht bleiben sollte, kippt sie einmal zur anderen Seite kommt irgendwann die Depression.Und kommt bei mir die Depression trotz allem mal, dann nehme ich sie an!
Ich nehm mir dann mehr Zeit für mich. Bleib auch mal etwas länger im Bett oder gehe früher zu Bett. Belaste mich auch nicht so trete einfach etwas kürzer. Meist ist sie dann auch bald wieder verflogen.
Ich sage mir dann, wenn ich die Grippe hätte oder mir den Fuß gebrochen muß ich mich auch schonen und erst wieder gesund werden.
Man kann sehr vieles selbst tun gegen die Depression, das könntest Du auch in einer Therapie gelernen. Die Kognitive Therapie wär da sicher ganz gut.

Nun ist meine Antwort an Dich auch sehr lang geworden, wenn Du noch irgendwelche Fragen hast, darfts Du mich gerne fragen.

ansonsten lass den Kopf nicht hängen , sicher findest auch Du Deinen Weg mit den Depressionen zu leben, es ist halt nur manchmal sehr mühsam.

Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Hallo und willkommen im Forum.
Jedenfalls wurde ich letztes Jahr Opfer einer Straftat
Das hört sich nicht gut an. Das heißt, nach diesem Vorfall ist es bei Dir schlimmer geworden, oder? Was ist passiert?
hatte Probleme im partnerschaftlichen Bereich
Ich gehe davon aus, dass Du männlich bist - das heißt, Du hattest Probleme mit Deiner Freundin. War das wegen dieses Vorfalls?
und auch mein "soziales Netz" wieß große Lücken auf.
Mit meinen besten Freunden war ich verstritten
Wie hing das denn alles miteinander zusammen?

Du scheinst ein helles Köpfchen zu sein. Welche Zusammenhänge siehst Du zwischen diesen ganzen Ereignissen und die Verschlimmerung Deiner Symptome?

Linda
5-HT
Beiträge: 5
Registriert: 17.08.2004 16:53

Beitrag von 5-HT »

Hey!

Erstmal vielen Dank für eure Antworten und die Willkommensgrüße! :)

Dass Du jedoch schon Medikamente sprich SSRIs nimmst ist nicht so gut. Dein Arzt weiss wohl nicht, dass Sie in Deinem Alter sehr umstritten sind!
Ich darf meinen Arzt zitieren: "Ähm Moment, 18 sind sie ja schon, sonst hätte ich das mit ihren Eltern ausklabustern müssen". Ging dabei natürlich um das Paroxetin.
Hast Du auch mal andere Alternativen ausprobiert, wie sieht es bei dir sportlich aus?
Ich gehe ins Fitnessstudio und betreibe dort Kraftsport. Durch meine schlimme Antriebslosigkeit entsteht da aber ein Teufelskreis...
Ich war teilweise so fertig (auch z.B. nach langem Schlaf) dass ich beim Training kaum Leistung bringen konnte, total enttäuscht bin ich dann wieder heimgegangen. Ihr könnt euch ja vorstellen dass das meiner Stimmung nicht gut getan hat, im Gegenteil.
Ansonsten mach ich eigentlich fast nichts, ich weiß dass ich daran etwas ändern müsste, aber das ist leichter gesagt als getan.
Mit Ausnahme von der Schule und dem Training gehe ich unter der Woche eigentlich nie vor die Tür, wenn dann am Wochenende nichts läuft siehts richtig düster aus.
Gerade weil ich in letzter Zeit einen "eingeschränkten Freundeskreis" habe ist das für mich problematisch.

Beispielsweise jetzt in den Sommerferien sitze ich meißtens den ganzen Tag vorm Pc und hoffe darauf dass sich etwas für Abends ergibt. Trainieren kann ich im Moment nicht, ich bin erkältet. :x
Ich würde Dir raten, schleiche das Paroxetin aus und lass Dich nicht gleich wieder mit Medikamenten abspeisen.
Ja was heißt abspeisen. Ich war froh dass ich mein Tablettchen nehmen kann, so seltsam sich das auch anhört.
Ich war (oder bin!?) der Meinung dass mir Gespräche nicht weiterhelfen können.
Schlechte Laune oder eine Tiefphase war ich gewöhnt, das hat jeder Mensch. Aber das was ich in den letzten Monaten erlebt habe war einfach die Hölle für mich. Im Winter 2002 hatte ich das erste mal Gedanken darüber, dass ich nicht vielleicht unter "Winterdepression" leide, man liest in der Zeit immer soviel darüber und irgendwie haben alle Anzeichen gepasst.
Es sind so viele Dinge das mir z.B. jetzt schonwieder Dinge einfallen die ich gestern im Text vergessen habe. Beispielsweise habe ich Abends/Nachts mein Fenster angeschaut (und gesehen!) und kurz darauf gemerkt , dass meine Augenlieder geschlossen sind. Ich habe mir auf die Lieder gefasst weil ich es nicht glauben konnte. Ein Traum war es nicht, das passierte teilweise 4 Nächte hintereinander, oder mehrmals die Nacht.
Genauso wie mein Erlebnis mit der Depersonalisation: war die 2. Nacht nachdem meine Freundin (ja bin männlich btw :wink: ) schlussmachte, war total am Ende mit den Nerven. Ich sah in den Spiegel, erkannte mich nicht selbst, mein Gesicht schien deformiert, ein Auge irgendwie größer...
Je länger diese Geschehnisse zurücklagen desto weniger war ich nach und nach davon überzeugt dass sie geschehen sind. Ich war mir plötzlich nichtmehr sicher, obwohl ich es genau wusste.
In dieser Zeit dachte ich wirklich dass ich ein harter Fall bin, daher auch mein Wunsch nach Medikamenten.
Die Medikamente haben mir jedoch nie richtig geholfen sie haben meine Beschwerden nur für eine Zeit überdeckt!
Ich wünsche mir heute noch ab und an mal Tranquilizer o.ä. damit ich mal ordentlich schlafe oder einfach zufrieden dasitze. Ja, ich weiß selbst dass das verantwortungslos und dumm ist. Aber ich glaube dass mir Gleichgesinnte nachfühlen können dass man mal eine "Auszeit" möchte. Hoffe ihr versteht was ich meine!
Bleib auch mal etwas länger im Bett oder gehe früher zu Bett. Belaste mich auch nicht so trete einfach etwas kürzer.
Ich bleibe ja jetzt schon immer eine Ewigkeit im Bett liegen und gebe mich meinen Tagträumen hin. :)
Ich glaube dass mein Problem das Zukurztreten ist. Beispiel Schule:
Ich bin besser als die meißten andern, dafür tue ich aber praktisch nichts bzw muss fast nichts dafür tun. Bin zwar nicht der Beste, aber ich ruhe mich auf meiner faulen Haut permanent aus.
nun ist meine Antwort an Dich auch sehr lang geworden
Das freut mich aber, danke für die Mühe. :D

Das hört sich nicht gut an. Das heißt, nach diesem Vorfall ist es bei Dir schlimmer geworden, oder? Was ist passiert?
War mit einigen Freunden unterwegs als eine Gruppe Jugendlicher zu uns kamen und meinten wir sollten unsere Taschen ausleeren. Das Endete in einer Schlägerei.
Daraus ergaben sich die Probleme mit den besten Freunden. Plötzlich hieß es der eine hat dem nicht geholfen und und und, so ein Kinderkram. Einer hatte dann plötzlich Angst, hat bei der Polizei nur die hälfte ausgesagt usw.
Durch diese Sache und die Sache mit meiner damaligen Freundin (Story kommt gleich noch :P ) ist mein Freundeskreis jetzt sozusagen auf 0 geschrumpft. Eine Clique fehlt mir schon seit Jahren.

Ich gehe davon aus, dass Du männlich bist - das heißt, Du hattest Probleme mit Deiner Freundin. War das wegen dieses Vorfalls?
Nein war nicht wegen dem Vorfall.
Das Problem war dass ich mich in diese (extrem kurze) Beziehung zusehr reingesteigert habe und dann tief gefallen bin. Bin liebesbedürftig. :cry:

Du scheinst ein helles Köpfchen zu sein. Welche Zusammenhänge siehst Du zwischen diesen ganzen Ereignissen und die Verschlimmerung Deiner Symptome?
Ach das geht runter wie Öl, dankeschön. :lol:
Die Straftat schränkt(e) mich in meiner Freizeit stark ein, ich nehme keine öffentl. Verkehrsmittel mehr alleine und bin auch so sehr vorsichtig geworden. Es war nicht die erste Straftat dieser Art die mir passierte, ich kenne die Leute selbst und weiß wie sie "so drauf sind".
Wenn sie alleine sind habe ich nichts zu befürchen, wenn sie in einer Gruppe sind habe ich aber ein Problem.
Angst und Hass wechseln sich bei mir ab.(Stimmungsschwankungen sind bei mir übrigens ganz normal)

Durch die ganzen Ereignisse bin ich viel alleine, sitze zuviel in der Bude herum, habe nichts zu tun bzw. kann mich zu nichts aufraffen.
Die Sache mit meiner Ex-Freundin hat mir wieder gezeigt wie sehr ich mir doch eine schöne Beziehung wünsche.


Ihr ratet mir alle das Paroxetin abzusetzen, aber was ist mit den (kleinen) Erfolgen die ich bisher verzeichnen konnte?

Liebe Grüße!
5-HT
Beiträge: 5
Registriert: 17.08.2004 16:53

Beitrag von 5-HT »

Antwortet bitte :(
Tina
Beiträge: 23
Registriert: 28.03.2004 19:00

Beitrag von Tina »

Hallo 5 HT,

Ich habe dir eine PN geschickt. :)

Grüße Vera
5-HT
Beiträge: 5
Registriert: 17.08.2004 16:53

Beitrag von 5-HT »

So noch einmal für alle: Ich habe nun mit meinem Arzt abgesprochen dass ich vorerst das Paroxetin absetze. Auf meinen Wunsch hin mit ziemlich kleinen Schritten, möchte Absetzsymptome möglichst vermeiden.

gruß
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo 5 - HT, :)
find ich ne gute Entscheidung.
Gehe dabei jedoch langsam vor, hör einfach auf Deinen Körper.
Wie geht es Dir sonst so?
Wünsch Dir viel Erfolg Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
5-HT
Beiträge: 5
Registriert: 17.08.2004 16:53

Beitrag von 5-HT »

Uschi hat geschrieben:Hallo 5 - HT, :)
find ich ne gute Entscheidung.
Gehe dabei jedoch langsam vor, hör einfach auf Deinen Körper.
Wie geht es Dir sonst so?
Wünsch Dir viel Erfolg Uschi
Hallo!
Ja ich gehe schon langsamer vor als sich das mein behandelnder Arzt so vorgestellt hat. Er wollte mich direkt von 20 auf 10mg Paroxetin herabsetzen, das wollte ich aber nicht.
Ich bat ihn um eine Packung Seroxat® Suspension, weil ich damit in 2mg Schritten dosieren kann. Er hatte keine Einwände und verschrieb es mir.

Ansonsten geht es mir ganz gut, ich sollte lieber "normal" sagen. Wirklich gut geht es mir nicht, ging mir aber auch schon schlechter.
Mein Arzt meinte zu mir dass ich von dem Paroxetin so enttäuscht sein könnte da ich kein Extremfall bin (er nahm das Beispiel von jemandem der den ganzen Tag nicht hochkommt und zu Hause bleibt).
Naja, mal sehen wie es jetzt ohne klappt, dann schaue ich weiter.

Hier einmal vielen Dank :)

LG
Gesperrt