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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Neu, verunsichert mit Persönlichkeitsstörung u. Depris?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Maria
Beiträge: 2
Registriert: 11.09.2004 12:40

Neu, verunsichert mit Persönlichkeitsstörung u. Depris?

Beitrag von Maria »

Hallo zusammen,

mein Name ist Maria und ich bin 32 Jahre alt.

Vor einem Jahr bekam ich meine erste Panikattacke und von da an begann meine bewusster Angstweg.

Ich litt zuerst stark an den Attacken und hatte ständig hypochondrische Gedanken. Hinzu kam eine starke Verspannung im Nackenbereich.

Ich hatte alle typischen Symptome und habe auch den ganz normalen Ärztewahnsinn mitgemacht. Schliesslich stellte sich zum Glück schnell heraus, dass meine Problemer psychischer Natur sein müssten.

Ich mache seit 3 Monaten eine Verhaltenstherapie und meine erste Diagnose lautete Panikattacken, generalisierte Angststörung und Depression.

Mittlerweile habe ich so viel über mein Leben geredet, dass ich merkte, immer perfekt sein zu müssen, um keine Kritik zu bekommen. Ich habe meine Schüchternheit schon als Kind extrem ausgeprägt besessen und bin vor vielen Dingen geflüchtet oder habe sie vermieden.

Die Therapie, die mich aber nicht weiter bringt, da ich für Übungen zu schüchtern bin, mache ich trotzdem gerne.

Nun meinte mein Therapeut, dass ich mal ADs nehmen sollte, um lockerer zu werden....damit ich mich auch mal auf etwas einlassen könnte.

Ich weiß aber nicht, ob es wirklich Depressionen sind, unter denen ich auch leide. Eine Zeitlang hatte ich keine Lust, mich anzuziehen und habe wirklich nur abgehangen. Irgendwann kamen Selbstmordgedanken hinzu, aber ich will doch Leben!
Diese extreme Zeit ist aber vorbei. Als es so schlimm war, habe ich angefangen, Jarsin, ein Johanniskrautprodukt zu nehmen. Nehme ich immer noch.

Mein Nacken war absolut verspannt und ist es jetzt noch mal ab und zu. Manchmal denke ich, jemand legt seine Hände ganz fest auf meine Schultern und der "Schmerz" zieht bis in meinen Kopf, wo ich dann wieder denke, ich bekomme gleich einen Schlaganfall.
Aber es ist nicht mehr andauernd.

Ich habe jetzt Citalopram bekommen, aber ich kann es auch Angst davor einfach nicht nehmen. Manchmal denke ich, wenn ich es nehme, dann geht es vielleicht noch besser, als wie es mir jetzt schon geht.

Allerdings habe ich die Nebenwirkungen gelesen und die sind der Hammer.
Wenn man Johanniskraut genommen hat, sollen sie noch schlimmer sein.
Warum sollte ich Citalopram also nehmen, wenn es mir dann schlechter geht?

Meine Blutgerinnung ist außerdem nicht in Ordnung. Zu wenig. Sonst ist alles ok, aber auch deswegen habe ich Angst, auch wenn der Arzt meinte, ich bräuchte keine zu haben. Ich glaube, er hat mir gar nicht richtig zugehört.

Ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll. Ich will, dass es mir besser geht...an den meisten Tagen fühle ich mich aber jetzt gesund.
Was kann man machen? Nochmal einen anderen Psychiater aufsuchen?
Lieber Johanniskraut weiternehmen? Der Psychiater hat das total belächelt.

Wer kann mir seine Meinung dazu sagen???

Maria


Hallo nochmal...

jetzt ist wieder meine Anspannung im HWS Bereich da. Ich habe gerade autogenes Training gemacht, um mich zu entspannen, aber kaum bewege ich mich mehr, beginnt es wieder.

Es hat aber nichts mit dem Rücken zu tun, obwohl auch mein Rücken leicht im rechten Schulterblattbereich kribbelt.

gehört das doch zu einer Depression oder ist es eher doch eine unendeckte Krankheit??? Mist, ich bin gerade wieder total verunsichert.
Jetzt genau ist der Moment, wo ich am liebsten Tabletten schlucken würde, aber ich traue mich nicht. Nicht ohne andauernd unter ärztl. Aufsicht zu stehen.

Ich glaube eine Therapiestunde bringt auch nichts. Ob ich doch in eine Tagesklinik gehen sollte?

Warum dieses Tief :evil: , nachdem es mir besser ging, warum ständig dieser Wechsel :? , manchmal in Tagen oder wochenweise...??? Wieso kann das nicht aufhören :x ...kann da wirklich nur ein Medikament noch helfen?
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Maria,
entschuldige erstmal dass Dich bisher noch keiner begrüßt hat. Also erstmal herzlich willkommen hier im Forum. :)
Zu Deiner Frage ob Du das Citalopram nehmen sollst, würde ich sagen warum?
Wenn es Dir ansonsten ganz gut geht, und Du es nur nehmen solltst damit Dein Therapeut besser mit Dir arbeiten kann, dann finde ich das nicht so gut. manche Menschen sind halt extrem schüchtern, so wie Du ja auch schon von Kindheit an. Aber das ist doch keine Krankheit, die man mit Medikamenten behandeln sollte.
Vor allem haben diese Mittel auch extreme Nebenwirkungen, und sind auch nicht so leicht abzusetzen.
Das muß wohl nicht sein, es kann aber sehr wohl.

lieben Gruß an dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
Maria
Beiträge: 2
Registriert: 11.09.2004 12:40

Beitrag von Maria »

Hallo Uschi,

ich sollte das Medi auch nehmen, damit meine Stimmumg mal dauerhaft besser wird.

Zuerst hatte ich vor 8 Wochen für 2 Wochen mal eine Art Dauerdepression.
Da habe ich mir dann selbst das Johanniskraut besorgt, weil ich vor dem chem. Zeug wahnsinnigen respekt habe, aber es ohne irgendwas auch nicht mehr aushalten konnte.

Seit 6 Wochen geht es mir sehr viel besser, jetzt habe ich nur noch diese einzelnen depressiven Tage. Die sind dann allerdings so schlimm, das ich mich am liebsten in die Klinik einweisen lassen würde. Samstag und Sonntag waren wieder solche Tage, heute geht es ganz ok.

Den Therapeuten verstehe ich nicht so ganz, denn wenn ich das nur für meine Schüchternheit nehmen sollte, dann würde es sicher nicht wirken.
Aber er meint, ich würde mich selber fertigmachen, indem ich immer wieder diese Zeit durchleide, was nicht sein müsste, da mich das immer wieder zurückwerfen würde.

Ich nehme halt weiter das Jarsin. Vielleicht könnte es auch helfen einfach die Dosis zu verstärken. Ich nehme ja nur 750 mg, 1 Tablette, und habe oft gelesen, dass man ab 900 mg etwas nehmen sollte, aber keiner hört mir da richtig zu, denn die belächeln das alle nur. Der Psychiater sowieso...

Am meisten Verständnis hat da noch mein Hausarzt.
Ich denke ich werde ihn darauf nochmal ansprechen.

Hat denn hier jemand im Forum auch Erfahrungen nur mit pflanzl. Präparaten?

LG Maria
tyra
Beiträge: 63
Registriert: 23.04.2004 12:43
Wohnort: Niederbayern

Beitrag von tyra »

hallo Maria,

erstmal herzlich willkommen im Forum.
Ich schreibe eigentlich selten jemandem, da ich von Psychopharmaka keine Ahnung habe.

Bei Deiner Geschichte sehe ich in vielen Dingen meine eigene.
Ich nehme auch keine Medikamente und komme sehr gut über die Runden. Aber an manchen Tagen geht garnichts mehr. Doch irgendwie geht es immer wieder weiter.
Wenn Dich Dein Kopf also von den Medikamenten abhält, so hör auf ihn. Viele Leute hier wären sicher froh, wenn sie keine Medikamente nehmen müssten.

Also weiterhin Kopf hoch, box Dich durch so lange es geht :sports: , es gibt viele gute Tage für die es sich zu leben lohnt.

Gruß tyra
Cabrio fahren ist meine Medizin

--------------------------------------

noch keine Medikamente und ich wünsche mir, dass das so bleibt!
eulalia
Beiträge: 42
Registriert: 24.03.2004 09:32

Beitrag von eulalia »

Hallo Maria,

deine körperliche Symptome (Starke Verspannungen in der HWS, Kopfschmerzen, Kribbeln im Ruecken...) habe ich während meiner Depression auch erlebt und es sind auch heute meine ersten Signale, wenn mal wieder etwas nicht so gut läuft.

Auch ich habe immer wieder an eine organische Krankheit gedacht. Zum Glueck ist mein Mann Arzt und kann genau einschätzen, ob es eine Krankheit mit dieser "Symptomkombination" gibt, und das tat es fuer mich nicht, so dass ich meine 20jährigen "Patientkarriere" vor 2 Jahren endgueltig beendet habe und die Symptome als Signale meiner Psyche akzeptiert habe.

Ich habe 2 Jahre Trevilor genommen und habe vorgestern begonnen auszuschleichen. Bin ziemlich nervös und hoffe, dass es klappt.
Zuletzt haben mich die Nebenwirkungen und vor allem die Absetzprobleme (wenn ich sie mal vergessen habe) so genervt, dass ich mich nun endlich traue (hatte ich hier vor einem Jahr schon mal angekunedigt!!!).

Aus meiner eigenen Erfahrung wuerde ich dir abraten , ADs zu nehmen, wenn du es selbst nicht fuer nötig erachtest. Es als Mittel gegen Schuechternheit einzusetzten finde ich nahezu kriminell, und solange du die kurzen depressiven Phasen so gut hantieren kannst, wuerde ich nicht anfangen.

Zu Johanniskraut kann ich nicht soviel sagen, aber ich kann nur Rosenrot oder Rosenwurz empfehlen. Ich nehme es selbst seit einem Jahr und es hat mich gut stabilisiert.
Du kannst ja mal danach googeln, mittlerweile gibt es ganz gute Informationen im Netz.
Die deutsche Bezugsadresse lautet www.greenscience.se
Es gibt ebenfalls ein Produkt in der Apotheke "Lentaya" welches aber zuwenig Rosenrot erhält.

Uebrigens finde ich die Idee mit der Tagesklinik nicht schlecht, gerade wenn du an Schuechternheit "leidest", ist vielleicht die Therapieform in der Gruppe nicht schlecht. Ich war damals fuer 12 Wochen in einer Klinik
und habe das Treffen und den Austausch mit anderen Betroffenen als therapiefördernd empfunden.

Ich wuensche dir viel Kraft Katja
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Hi Maria,

ADs sollten der letzte Ausweg sein. Ist doch schon toll, dass das Johanneskraut dir etwas hilft. Ich würde an deiner Stelle auf jedenfall noch andere Dinge ausprobieren - machst du Sport (Joggen!) ? Das ist gut für die Psyche und vielleicht kannst du da auch was für deinen Nacken machen.

Fischöl könntest du auch ausprobieren - das wirkt bei manchen Menschen Antidepressiv und hat sogar noch positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel.

Eine Sache ist wichtig: Du darfst Johanneskraut und ein SSRI Antidepressivum nicht zusammen nehmen !

Gegen Ängste und Schüchternheit hilft es eigentlich nur selber zu kämpfen.

Falls du irgendwann meinst es geht wirklich nicht weiter, dann kannst du dir das mit einem AD überlegen. Aber vorher würde ich wirklich alle Möglichkeiten ausschöpfen.
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Katja,

der von dir genannte Link zeigt leider keine Infos. Ist er evtl. falsch?
Wie viel Rosenwurz nimmst du täglich ein? Wie heißen deine Kapseln o. Tabletten genau? Wo bestellst du sie, was kosten sie? Kann man sie auch mit SSRI einnehmen, beim Ausschleichen?

Sehr viele Fragen......, ich würde mich sehr über Antworten freuen.

Viele Grüße
Sandra
eulalia
Beiträge: 42
Registriert: 24.03.2004 09:32

Beitrag von eulalia »

Hallo Sandra,

ich hatte zuerst deinen Beitrag in "was mir hilft" gelesen und dort geantwortet bevor ich das jetzt las.

Der Link ist richtig, greenscience vertreibt nur zwei Produkte, beides Adaptogene. Wenn du auf Produkte gehst, steht ein bisschen mehr zur Wirkung von Rosenrot.

Ich lebe in Schweden und hier kaufe ich Rosenrot in eine Art Gesundheitsladen (eine Mischung aus Reformhaus und Apotheke) und hier kosten 40 Tabletten ca. 16 Euro oder 80 Tabletten 27 Euro.

Du hörts mehr von mir morgen, dann antworte ich aber auf deinen anderen Beitrag!!

Viele Gruesse Katja
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Katja,

ich habe dir auch oben geantwortet. Ich finde unter greenscience. de allerdings nur 1 Rosenwurz-Präparat.

Herzliche Grüße
Sandra
Gesperrt