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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Ist das der richtige Weg?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Soeren
Beiträge: 3
Registriert: 24.09.2004 14:21

Ist das der richtige Weg?

Beitrag von Soeren »

Hallo liebe Leute!

Gestern war ich bei meinem Psychologen, zum 2. Mal, dem ich meine gesamte Lebensgeschichte erzählte.
Zu meiner Person, ich bin 25 und studiere BWL. Da ich mich mehr und mehr zurückgezogen habe, teilweise depressive Stimmungen hatte, musste ich endlich etwas unternehmen. Im Moment habe ich keinen Kontakt mehr zu früheren Freunden/ Kollegen und ich habe kaum die Motivation etwas für mein Studium zu tun, in dem ich sowieso sehr schlecht stehe.

Der Arzt hörte sich alles in Ruhe an und hinterfrage meine Äußerungen. Zum Ende des Gespräches war sich der Arzt nicht sicher, ob es Depressionen sind, die mich plagen, oder eine evtl. soziale Phobie.

Er meinte zu mir, das wir hier nun erstmal einen Schlußpunkt setzten können, da ich ihm mein Vorhaben geschildert habe, wie ich meine Situation verbessern könnte (Sport, neue Freunde, etc.)

Das Ende vom Lied war, das er mir ein Medikament aufgeschrieben hat, welches ich sofort im Internet überprüfte.
Es sind 20 Filmtabletten Seroxat, die ich täglich mit einer Tablette einnehmen muss.

Nun habe ich Angst, das so ein Medikament eine Form von Abhängigkeit an den Tag legt.

Ich soll in drei Wochen zu meinem Arzt und er wird dann weiter sehen.

Könnt ihr mir sagen wie Gefährlich das für mich ist, bzw. 20 Tabletten in drei Wochen.

Wie ist das mit der Gewichtszunahme? Ich bin eigentlich ein Mensch, der nur sehr schwer Gewicht zunimmt. Habe nämlich in irgendeinem Forum gelesen, das Seroxat dafür verantwortlich ist.


Danke für Eure Antworten!!!!
CloneX
Gründer
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Registriert: 10.10.2003 17:01
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Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Hi Sören,

Einen genauen Vorschlag kann ich dir natürlich nicht geben - dafür ist jeder Mensch zu verschieden.

Wie du in diesem Forum sehen kannst geht es hier hauptsächlich um die negativen Wirkungen dieser Medikamente. Denn diese Antidepressiva sind alles andere als Zuckerpillen. Generell würde ich sagen, sollten besonders die SSRI Antidepressiva wie Seroxat ein letzter Ausweg sein.

Wie du auf das Medikament reagierst kann die keiner vorhersagen. Möglicherweise verträgst du es sehr gut mit ein paar kleinen Nebenwirkungen oder aber es wird dir schlechter damit gehen.

Wenn du alle Möglichkeiten ausgeschöpft hast (Sport wie Joggen, Fischöl, Johanneskraut, Therapie - gute wohlgemerkt, usw.) und es besser sich nciht, dann kann dir Seroxat einen Ausweg bietet. Aber gerade bei Ängsten "heilt" es nicht, es gibt dir aber neue Kraft um an deinen Problemen zu arbeiten.

3 Wochen Seroxat bringt wahrscheinlich noch nicht viel außer Nebenwirkungen, da die positive Wirkungen meist erst nach ein paar Wochen einsetzt.

Die SSRI wie Seroxat KÖNNEN abhängig machen - schau dich hier im Forum um. Allerdings gibt es auch Leute die haben gar keine Probleme mit dem Absetzen.

Um es kurz zu machen. Jeder reagiert unterschiedlich. So ein Medikament zu nehmen ist schon ein Schritt - auch wenn es die Ärzte gerne anders darstellen. Wenn es aber wirklich zu viel wird, dann sollte man die Medikamente als Ausweg sehen - vorher würde ich aber alles erdenkliche probieren.

Und wie oben gesagt: Dieses Forum zeigt vor allem die negativen Seiten dieser medikamente. Du darfst das also nicht als representativen Schnitt sehen - wohl aber als gewisse Warnung.

Ich weiß nicht wie schlecht/gut es dir geht. Mein Rat wäre aber erstmal die Alternativen auszuprobieren. An deinen Problemen zu arbeiten, wenn möglich. Die Sachen wie Sport, Fischöl, Johanneskraut ausprobieren. Therapie. Einen Komplettcheck beim Arzt (einfach um Sachen auszuschließen wie Schilddrüse, MÄngel, etc.). Kauf dir ein gutes Buch über Ängste - vielleicht erkennst du dich da wieder. Wichtig ist dass DU dich über das Thema informierst. Denn letztendlich bist du derjenige der am besten entscheiden kann was gut für ihn ist - Wissen vorrausgesetzt.

Viel Erfolg.
Gesperrt