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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


SSRI und Bewusstseinsveränderung

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Seroxatuserin
Beiträge: 51
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Bewusstseinsverschiebung -Achtsamkeit

Beitrag von Seroxatuserin »

Bei diesem Beitrag bin ich ein bisschen bewusster. (nicht wie vorher)

Zum Thema Bewusstseinsverschiebung...

Sehr spannend ist auch das Thema "Achtsamkeit"... Ich hab gesehen dass es ganz viel dazu gibt bei Wikipedia. Im Buddhismus wird eine Bewusstseinsveränderung ganz absichtlich ausgelöst...

Diese"Achtsamkeit" hab ich auch schon oft bei mir gemerkt im letzten Jahr... Deshalb sagte ich ja auch, dass es manchmal sein Gutes hat, wenn man eine leichte Bewusstseinserweiterung hat. Weil einem dann auch wichtig ist, was die anderen fühlen. Man ist sensibler gegenüber Bösartigkeit, bewusster Verletzung, Gewalt und so. Bloß wenn man mehr hat als Achtsamkeit, dann ist man ist man ÜBERSENSIBEL. Das tut nicht gut. Wenn man dann noch extrem REIZEMPFINDLICH ist, kann es sein, dass man dabei ist, eine PSYCHOSE zu kriegen. Würde ich so sagen.
Zuletzt geändert von Seroxatuserin am 18.03.2009 11:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Seroxatuserin
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Kliniken

Beitrag von Seroxatuserin »

Hat jemand vielleicht einen Tip für Kliniken, die mit einem ganzheitlichem Ansatz arbeiten (das heißt nicht sofort Medikamente)..... alternative Methoden zusammen mit Schulmedizin ("Integrative Medizin") Es darf keine Privatklinik sein.
Zuletzt geändert von Seroxatuserin am 18.03.2009 11:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Seroxatuserin
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Re: SSRI und Psychosen... Was wisst ihr darüber? ...Arzt

Beitrag von Seroxatuserin »

.......
Zuletzt geändert von Seroxatuserin am 18.03.2009 11:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Angst-Therapie mit ätherischen Ölen

Beitrag von Seroxatuserin »

Hier meine Kombination von ätherischen Ölen, die ich gegen Überreizung nehme:

-Rosmarin (damit das Herz schlägt und der Kopf nicht zu leicht wird)
-Lemongrass (für die Konzentration, weil die dann öfters nicht so gut ist)
-Vanille (zentriert und "muntert auf", auch gut gegen Ängstlichkeit.)
-Neroli (gut gegen Depression, gut gegen Angst und Schockzustände, hilft, dass man nicht wegkippt oder so)
Zuletzt geändert von Seroxatuserin am 18.03.2009 11:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Marsupilami

Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung

Beitrag von Marsupilami »

Hallo,

was Du bisher so geschrieben hast, klang für mich schon besorgniserregend. Wie geht es Dir denn jetzt? Hast Du jetzt eine nachvollziehbare Diagnose und einen festen Therapieplatz? Bleibst Du jetzt fest bei diesem Arzt in Behandlung?
antianti
Beiträge: 217
Registriert: 06.03.2009 08:43

Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung

Beitrag von antianti »

Hallo Seroxatuserin,

bei dir geht ja in der Tat einiges ab. Ich hoffe, dass du bald Linderung findest.

Vielleicht würden dir Ansätze wie Kunst- und Bewegungstherapie gut tun. Bei der Sporttherapie lernt man zum Beispiel, seinen eigenen Körper wieder wahrzunehmen. Die Kunsttherapie war für mich ein gutes Mittel, um innere Spannungen freizulassen.

In der Klinik, in der ich war, wird außerdem viel Wert auf Genusstraining gelegt. Das kann helfen, die eigenen Sinne wieder zu ordnen. Ein wenig hast du damit ja selber schon angefangen, mit deinen Duftölen. Für Patienten, die total überreizt sind, gibt es in der Klinik einen Snoezelraum, in den man sich zurückziehen kann. Das könnte etwas für dich sein: In diesem Raum gibt es für alle Sinne Reize, die du annehmen oder abschalten kannst. Ein großes warmes Wasserbett, ein Bällchenbad, Entspannungsmusik, Lichtsäulen, Sitzsäcke, Fühlkisten, jeder kann selbst ausprobieren, was für ihn am besten ist. Ich fand es darin sehr entspannend und fühlte mich sehr geborgen.

Ich denke, dass dein Entzug bessere Erfolgsaussichten hat, wenn dein Umfeld in der Lage ist, dich aufzufangen. Ich hoffe, dass du schnell eine gute Klinik findest und wünsche dir ganz viel Mut und Hoffnung!

Antje
Seit März 2009: Trevilor/Venlafaxin abgesetzt! (Akuter Entzug: 3 Tage, danach schrittweise Besserung. Bis zwei Monate später noch selten leichte Stromschläge.)
26.05.09: 25µg L-Thyrox
20.07.09: 50µg L-Thyrox
09.09.09: 75µg L-Thyrox
13.01.10: 75µg L-Thyrox + 150µg Jodid
21.01.10: 100µg L-Thyrox + 150µg Jodid

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

"Ein Antidepressivum runterzudosieren ist wie mit einem 500PS starken Sportwagen durch eine verkehrsberuhigte Zone zu fahren."
Seroxatuserin
Beiträge: 51
Registriert: 10.08.2007 15:39

Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung

Beitrag von Seroxatuserin »

Danke für deine Wünsche. Im Moment geht es mir schon ziemlich viel besser. Ich habe weiterreduziert. Ich glaube jetzt (endgültig), dass die Symptome von der hohen Dosis kommen, das heißt ein Serotoninsyndrom sind. Leider hat der Arzt (wo ich gerade bin) darauf (und zur Frage der Psychose) nur gesagt "Wie jemand wirklich ist, (d.h. ob er eine Psychose hat), merkt man erst, wenn er gar keine Medikamente mehr nimmt." Er will, dass ich das Seroxat innerhalb von 2 (!) Wochen absetze... :lol: :lol: Haha... Und wenn ichs dann weg hab (und natürlich depressiv bin) ist es natürlich so, dass er sich überhaupt nicht mehr dafür interessiert, ob das ein "Serotoninsyndrom" war. :( Ich weiß es schon... -Ja, ich denke ein bisschen negativ.

...Er wird sich nicht mehr drum kümmern, was es war.
Für mich ist es aber wichtig... Ich hab auch Angst, dass es mich hinterher nicht mehr interessiert, was es nun gewesen ist, obwohl es doch eigentlich WICHTIG ist... dass das raus kommt. Und dass die Ärzte da nicht einfach so drüber hinweggehen... In der Psychiatrie, wo ich 3 Tage war (weil die Reize so viel waren und ich keine Lust mehr hatte noch ewig zu warten), wollten sie mir ne Psychose diagnostizieren... Zum Glück bin ich nochmal entkommen. (-Leute, lasst euch niemals überreden, freiwillig auf eine geschlossene Station zu gehen!!!)

Übrigens nochmal zum Thema Diagnose, dieser Psychiater hat gesagt, dass ich insgesamt eine histrionische Persönlichkeitsstruktur habe wahrscheinlich (jetzt unabhängig von den anderen Störungen)

Noch eine Frage:
Bezahlt die Krankenkasse eigentlich nur Behandlungen (in Kliniken) in meinem Bundesland (Niedersachsen), oder kann ich überall hingehen? In welcher Klinik warst du denn, Antje?

Hat jemand Erfahrungen mit einem stationären Antidepressiva-Entzug? (Oder mit Entgiftung, damit der Spiegel schneller sinkt im Blut?)
Zuletzt geändert von Seroxatuserin am 18.03.2009 12:29, insgesamt 4-mal geändert.
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Seroxatuserin
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Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung

Beitrag von Seroxatuserin »

Ich hab es tatsächlich von 80 auf 40 geschafft! Das ist doch echt der Wahnsinn! Vor zwei Monaten war ich noch total verzweifelt, dachte ich müsste in der Psychose versinken...und jetzt??? :D :D :D :D
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Seroxatuserin
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Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung

Beitrag von Seroxatuserin »

Das hab ich nur durch den Zickzack-Kurs geschafft!!!
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antianti
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Re: SSRI und Bewusstseinsveränderung

Beitrag von antianti »

Hallo Seroxatuserin,

fein, dass es dir wieder besser geht. Falls dein Arzt sich wirklich nicht mehr darum kümmert, ob du ein Serotoninsyndrom hattest, es dir aber wichtig ist, dies herauszufinden, solltest du mal überlegen, den Arzt zu wechseln. Es ist ja auch wichtig, dass zwischen euch ein gutes Vertrauensverhältnis herrscht, und den Eindruck habe ich ehrlich gesagt nicht so sehr. Davon abgesehen kannst du dir angewöhnen, Tagebuch über deine Beschwerden zu schreiben; vielleicht ergeben sich daraus ja schon Hinweise. Dann findest du zumindest raus, was dir gut tut und was nicht.

Ich war im Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier in Behandlung. Ein ganz normales (aber katholisches) Lehrkrankenhaus. Ich nehme an, dass es der Krankenkasse grundsätzlich egal ist, in welchem Bundesland du behandelt wirst, so lange die Klinik oder der Arzt eine Kassenzulassung besitzt und keine zusätzlichen Kosten wie z.B. Unterbringung o.ä. entstehen. Was bei einem stationären Aufenthalt ja sowieso egal ist. Jedenfalls waren bei uns auch viele Patienten aus dem Saarland.

Es macht aber sicher Sinn, sich dort behandeln zu lassen, wo man auch eine gewisse soziale Bindung hat. Vorausgesetzt man fühlt sich dort wohl...

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute!

LG, Antje
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