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Exakte Dosierung dank Apotheke

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amanita
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Exakte Dosierung dank Apotheke

Beitrag von amanita » Montag, 15.11.04, 18:22

Liebe Leidensgenossen!

Nachdem ich Probleme habe mit dem Tablettenschneider mein Cipralex exakt zu teilen und ich weiß, dass viele von euch auch Probleme haben ihr Arzneimittel beim Absetzen genau zu dosieren ist mir noch eine andere Möglichkeit eingefallen.

Jede Apotheke muß laut Gesetz dazu in der Lage sein, Kapseln herzustellen.
Dieses geht mit einer Kapselmaschine denkbar einfach und auch sehr genau.....eine solche muß in jeder Apotheke vorhanden sein.
In der Zeit, als ich noch in einer Apotheke angestellt war, habe ich häufig Kapseln hergestellt....zum Beispiel Herzmedikamente für Säuglinge oder Frühchen, die in der gebrauchten schwachen Dosierung so nicht auf dem Markt waren.

Und genau dieses geht mit Antidepressiva in fester Form sicher auch. Dabei wird die Tablette (bzw. Tabletten) im Mörser zerrieben.....mit Füllstoff aufgefüllt, sehr gut vermischt und dann mit der Kapselmaschine in die einzelnen Dosen aufgeteilt.

Ich werde mir Kapseln zu 4mg und zu 2 mg anfertigen lassen, so kann ich mit List und Tücke Schritt für Schritt herunterreduzieren...von 10mg bis hinunter zu irgendwann einmal null:-)!

Im Einzelfall muß natürlich geprüft werden ob die Tabletten pulverisiert werden dürfen...bei Remergil zum Lutschen zum Beispiel.....aber ich meine, dass sich das bestimmt klären oder ausprobieren lässt.

edit Jamie1979 am 14.04.2015: siehe auch Video hier und Diskussionsthread: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=9501

Nun zu den Kosten:

Kapseln dürfen vom Arzt individuell verordnet werden, dieses übernimmt dann auch die Krankenkasse.....

der Arzt verschreibt dann die Menge und die gewünschte Stärke und darunter den Zusatz:

"misce fiat capsulae"

...damit die herstellende Apotheke weiß, was zu tun ist.

Nachdem ich mich noch einmal in einer Apotheke erkundigt habe ist es aber auch möglich, dass ihr mit euren Tabletten in die Apo geht und selber verlangt, dass sie für euch Kapseln anfertigen.

Preis:

bis 12 Kapseln 7,00 Euro
bis 24 " 10,50 "
bis 36 " 14,00 "
bis 48 " 17,50 "
bis 60 " 21,00 "


Solltet ihr noch Fragen haben, bitte eine PN an mich.


Alles Gute

Amanita
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Uschi
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Beitrag von Uschi » Montag, 15.11.04, 18:34

Hallo Amanita, :)

das werde ich vielleicht auch ausprobieren. Vielleicht verschreibt mir das auch meine Ärztin! Mal schaun!
Die Preise sind ja ganz schön happig. Wenn ich da ganz langsam über längere Zeit reduzieren will und ich die Kosten selbst trage, geht das ja ganz schön ins Geld. Kann man das nicht auch selbst mit etwas Geschick machen. Leere Kapseln kriegt man bestimmt, und eine Feinwaage hab ich auch. Fehlt nur noch das Füllmittel und die Gewißheit, dann richtig zu mischen.

Gruß Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
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amanita
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Beitrag von amanita » Montag, 15.11.04, 18:42

teuer ist das, da muß ich dir recht geben....aber ich hoffe für dich und die anderen, dass ihr einsichtige ärzte habt und das herstellen nicht selber zahlen müsst.

das herstellen von kapseln privat ist sicher sehr schwierig....wenn nicht unmöglich, du hast ja leider keine genauen angaben, welche menge gewicht oder volumen des jeweiligen füllmittels in eine kapsel passt....die frickelei würde ich trotz meiner entsprechenden vorkenntnisse daheim nicht in angriff nehmen...viel zu riskant!!

also, aus pharmazeutischer sicht ist davon abzuraten!

sprich bitte mit deinem arzt und good luck!!

dicker virtueller drücker

amanita
Symptome: Magenschmerzen, Übelkeit, starke Gewichtsabnahme, Durchfall, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Panikattacken, Angstzustände; Diagnose: Angst- und Panikstörung,
nach 2 Suizidversuchen: schwere Depressionen
Medikation: Escitalopram 10 mg, 10 Monate (vorher Sertralin, Mirtazapin, Clomipramin und Maprotilin wegen der Nebenwirkungen nach kurzer Zeit abgesetzt)
Zusätzlich: bei Bedarf 25-50mg Trimipramin zum Schlafen
3 gescheiterte Absetzversuche
Absetzverlauf:ca. 14 Tage, Escitalopram, 7,5mg >> 3 Tage Escitalopram 5mg >> jetzt wieder bei 7,5 mg Escitalopram>>seit dem 18.11. 5mg Escitalopram und 50mg Doxepin>>seit dem 26.11. 2,5mg Escitalopram und 50 mg Doxepin>>seit dem 2.12. ohne Escitalopram, abends 50 mg Doxepin

Uschi
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Beitrag von Uschi » Montag, 15.11.04, 18:48

Hallo Amanita,

alles klar. Wollte es halt nur mal Info halber wissen. Werde auf jeden Fall meinen Arzt fragen.

Uschi
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Re: Exakte Dosierung dank Apotheke

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 28.04.16, 18:11

Erfahtunsgbericht von Tumbler: :)
Am nächsten Tag war ich dann in der Apotheke meines Vertrauens und die Mag. dort sind etwas, nun ja, informierter und praktischer als der gute Doc. Normalerweise kann man für sehr niedrige Dosierungen entweder den Wirkstoff in Alkohol lösen und auf Kügelchen auftragen oder aber er ist wasserlöslich und man kann eine wässrige Lösung herstellen. Beides macht die Apotheke, wenn man ein Rezept hat! Bis zu 90 Kapseln/Dosierungsschritt übernimmt hier in Österreich die Krankenkasse, wusste die nette Frau Magistra auch. Sie war dann so freundlich und hat tasächlich beim Hersteller von Solian angerufen und sich erkundigt :hug: , mit dem Ergebnis, nein, der Wirkstoff ist weder in Alkohol noch in Wasser löslich, und nein, man hätte keine Ahnung von Absetzproblematik :frust: . Jedenfalls kann sie mir den Wirkstoff (fast) beliebig strecken, sodass ich hoffentlich in absehbarer Zeit, wenn alles gutgeht, eine Dosis finden werde, von der aus ich auf Null gehen kann, ohne auszuzucken.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46#p137046
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Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Exakte Dosierung dank Apotheke

Beitrag von padma » Freitag, 03.03.17, 18:54

hier ein weiterer thread zum Thema http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 73#p177573

lg padma

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Re: Exakte Dosierung dank Apotheke

Beitrag von padma » Montag, 07.05.18, 12:02

Bedenken bezüglich der exakten Herstellung:
Jamie schrieb
Ich selber würde nur im Notfall auf eine Kapsel-Individualrezeptur aus der Apotheke zurückgreifen [Ausnahme Salben, Cremes, Lösungen etc. die sind sehr sicher!], da ich in der Tat sämtliche Fallstricke kenne, wo man da beim Herstellen möglicherweise Probleme hat oder auch unsauber gearbeitet wird.
Ich nehme aber jeden verantwortungsvollen pharmazeutischen Mitarbeiter explizit von dieser Kritik aus, die wirklich bemüht sind, ein optimales Ergebnis zu bekommen.

Kapseln, die man herstellen kann, indem man den Wirkstoff mikronisiert beim Hersteller bezieht, sind noch halbwegs sicher, wie ich finde. Da liegt nämlich das zu verarbeitende Pulver gleichförmig und sehr fein vor.
Kapseln, bei denen man erst die Tabletten mühsam zermörsern muss, sind schon viel heikler, denn das ist eine (Verzeihung :roll: ) Sau-Arbeit und manche Tabletten sind so hart, zäh und körnig, dass man es rein mit Handarbeit in der Reibschale oft gar nicht fein genug hinbekommt.
Heterogenes Pulver verändert seine Fließeigenschaft, trennt sich unter Umständen von den anderen Pulvern, die als Hilfsstoffe (sog.Kapselfüllstoff) dazu gemischt werden und lässt sich entsprechend ungleich nur auf die Kapseln verteilen.
Und das ist nur ein Aspekt von vielen vielen anderen.

In der Tat hat der Apotheker recht gehabt, dass Apotheken (vor allem große) zu bevorzugen sind, die in Kliniknähe sind - oder noch besser, selbst Kliniken und Einrichtungen wie Heimen teilweise beliefern. (Das muss dann aber nicht unbedingt Kliniknähe sein).
Die haben in der Regel ein sehr gut ausgestattetes Labor und Rezeptur, machen solche Sachen entsprechend oft und sind daher routiniert.

Ich kann dir deine Entscheidung nicht abnehmen.
Weißt du, ich denk mir das so. Wenn das immer die gleichen Leute in der Apotheke machen, wo du bislang hin gehst, und die immer ihr gleiches System haben, ist ihr Bezugspunkt sozusagen valide. Dann kannst du da bleiben und zumindest damit rechnen, dass pro Kapsel, wo immer weniger Wirkstoff verordnet wird, auch weniger drin ist.
Herstellungsmängel hin oder her, denn die ist dein Körper jetzt auch schon gewöhnt.
Damit bliebe zumindest der Bezugspunkt gleich.
viewtopic.php?p=245877#p245877

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