Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe ADFDler,


wir wünschen euch einen schönen Sommer. Achtet gut auf euch, überlastet euch nicht und denkt daran, dass die Hitze für den Körper nicht leicht ist, gerade im Entzug und/oder wenn man Medikamente nimmt.

Das Team ist weiterhin nur gering besetzt, die Neuanmeldungen nehmen aber weiter zu. Bitte schaut daher gegenseitig gut auf euch. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Timeout
Beiträge: 70
Registriert: Sonntag, 04.10.15, 16:10
Danksagung erhalten: 191 Mal

Durchhalten....??? Venlafaxin abgesetzt

Beitrag von Timeout » Sonntag, 04.10.15, 16:37

Hallo ins Forum und danke, dass es Euch gibt :)

Ich muss mich extrem zusammenreißen, um einen Text zu formulieren und bitte um Entschuldigung, wenn es lückenhaft und evtl. auch unverständlich ist. Mein Hirn hat Puddingkonsistenz...

Wie stellt man FÜNF Jahre Chaos, Elend, Leid und Hoffnung KURZ dar ?

Ich habe 2010 die Diagnose Depression erhalten, es erfolgten weitere Diagnosen und mittlerweile bin ich die bipolare Borderlinerin ;) Viele Medikamente wurden verabreicht (drei Klinikaufenthalte, etliche Ärzte konsultiert) und aufgrund meiner großen Not und hoffnungsgeschwängert schluckte ich etliche dieser Mittel ( Citalopram, Cipralex, Mirtazapin, Seroquel, Sertralin)

Zuletzt 225 mg Venlavaxin (seit Januar 2012) sowie 100 mg Quetiapin. Einen erfolglosen Absetzversuch von Venla habe ich bereits hinter mir. Seit Mitte Juli nehme ich nun kein Venla mehr und hatte mich auf 25 mg Quetiapin runterdosiert. Venla habe ich mittels abgezählter Kügelchen rausdosiert, habe diese Kügelchen aber ohne Kapsel geschluckt. Quetiapin in 25ziger Schritten. Da es mir grottenschlecht ging habe ich Queti nun seit einer Woche wieder auf 50 mg hochgesetzt. Mein Arzt will von Absetzsyndrom oder Entzug nicht wirklich was wissen, für Ihn ist Venla nach sechs Wochen raus aus meinem Körper und das Absetzten hat sich somit erledigt. Dann habe ich dieses Forum hier entdeckt und nur noch gestaunt....u.a. auch, da von mir benannte Nebenwirkungen von den Ärzten auch einfach abgetan wurden!!!, welche sich hier jedoch wiederfinden (dochnichtgänzlichballaballainderbirne)

Es geht mir richtig schlecht und ich weiß nicht, ob ich diesen Zustand noch lange aushalte. Depressionen, Weinerlichkeit, Erschöpfung und Angst sind meine ständigen Begleiter. Ein erneuter Klinikaufenthalt wurde mir angeraten, was ich aufgrund meiner gemachten Erfahrungen ablehne. Dort werde ich lediglich erneut in einem Affenzahn auf neue Pillen gesetzt.

Mein letztes kleines Hoffnungsschimmerchen stützt sich auf DURCHHALTEN….irgendwie Durchhalten. Wobei ich mehr oder minder verdränge, dass ich weiterhin auf 50 mg Quetiapin hänge.

Natürlich kommen mir oft auch die Gedanken, „einfach“ erneut ein Medikament zu nehmen, da mein Krankengeld und ALG I ausläuft und ich irgendwie wieder an die Schippe muss. Momentan geht es jedoch nur darum…jeden…einzelnen…Tag…irgendwie … zu überleben und an Besserung zu glauben.

Habt ihr einen Rat für mich? Ist es ratsam, sich weiter durchzubeißen, auszuhalten? Oder doch erneut Medikamente? Mein Arzt möchte mir Lithium verabreichen :cry:

Ich danke fürs Lesen und hoffe auf Antwort.

Sabri
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Timeout für den Beitrag:
Oliver

Lisamarie
Beiträge: 9434
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3528 Mal
Danksagung erhalten: 9375 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 04.10.15, 18:40

hallo Sabrina,

Willkommen im ADFD.

Kannst du beschreiben wie und seit wann du das Venlafixin runtergesetzt hast ? Hast du beides gleichzeitig reduziert ? Das Venlafixin und das Quetiapin ? In 25 mg Schritten war für das Quetiapin viel zu viel auf einmal, wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% ab. Und es ist gut das du mit dem Quetiapin wieder höher gegangen bist. Geht es dir denn schon etwas besser ? Ich denke du bist in zwei Entzügen einmal das Venlafixin und das Quetiapin. Kein Wunder das es dir so schlecht geht.

Und nein du bist nicht balabala, das sind eindeutig Entzugssymthome, leider haben die meisten Ärzte da keine Ahnung von , vielen von uns geht es ähnlich. Und bitte keinesfalls mit anderen Medikamenten versuchen den Entzug zu Deckeln das geht meistens schief weil der Körper die gewohnten Medikamente will und nicht mit neuem experimentiert werden sollte.

Und gut das du nicht in die Klinik gegangen bist das ist auch unsere Erfahrung das die mit vielen Substanzen arbeiten die alles noch mehr verschlimmern. Wir werden versuchen dir zu helfen so gut wir können , kannst auch gerne in unseren FAQ,s ( grüner Kasten oben drüber) dort werden viele wichtigen Fragen beantwortet . Was wir brauchen sind nähere Angaben von dir damit wir dir bestmöglichst helfen können.
Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaJamie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Kevin05

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 04.10.15, 19:08

Hallo Sabrina,

was du erzählst ist leider sehr häufig, nicht die Ausnahme sondern die Regel. Es mag schon sein, dass du am Beginn Probleme hattest bevor du die Medikamente bekamst, aber da hätte man eben wie du schreibst mit Durchhalten bzw. Gegenmaßnahmen abseits der Medikamente noch einiges verhindern können.

Aufgrund dessen was man "dir angetan" hat ist es schwieriger geworden und du wirst sicher Geduld brauchen. Weißt du ich bin ein wirklich alter Hase in jeder Richtung, aber ich habe es oft geschrieben, viele Dinge wüsste ich auch nicht ohne das Forum, was ich vor 10 Jahren entdeckte und für die Basisinformationen bin ich auch heute noch sehr dankbar, weil sie mir die Augen geöffnet haben und das was hier geschrieben wird stimmt leider.

Die Ärzte haben auch aus meiner Sicht leider keine Ahnung, das schreibe ich eigentlich fast pauschal, ich habe keine anderen kennengelernt, oder kaum, ganz wenige und einige davon waren keine Ärzte, die verstanden.

Leider geht der Trend immer mehr in Richtung, dass immer mehr und mehr verschrieben wird, jetzt auch den Kindern schon, wobei kaum welche ADHS wirklich haben usw. - auch was in Altersheimen so abgeht ist schlimm und die Medizin bewegt sich mehr und mehr in Richtung alles was sie nicht kennen mit ADs und Co. zu behandeln, darüber hab ich grad gestern meine Unmut kundgetan, weil die Patienten oft gar nicht wissen, was sie da kriegen, weil wenn jemand einen Unfall hat oder operiert wird und eine Infusion bekommt fragt der selten was ist da drinnen als Beispiel, aber auch wenn ich in Apotheken spreche, die Apotheker schütteln den Kopf was da in den letzten Jahren alles über den Ladentisch geht und schließlich kennen sie viele ihrer Patienten und die warnen wenigstens manchmal, bitte schauen sie mal was sie da aufgeschrieben bekamen.

Ich kann mich nur immer wiederholen, durch diese Strategien der Behandlungen durch Ärzte werden Menschen komplett aus dem Leben gerissen und das ist in vielen Fällen wirklich nicht notwendig. Ich habe dienstlich mittlerweile mit vielen solchen Menschen zu tun und ich bin echt schockiert, weil kaum jemand der solche Cocktails bei Burnout oder Depression verschrieben bekommt kommt wieder in die Arbeit zurück, das mein ich ernst, eine echte Katastrophe, daher bin ich wirklich total böse, wenn mir die Leute oft erzählen was sie alles verschrieben bekamen und die hocken dann monatelang zu Hause und starren auf die Decke und die Medikamente sollen es richten, was sie nicht tun natürlich, weil jeder sich vorstellen kann, dass das nur Depressionen und Angstzustände verstärkt. Also es ist wirklich ein Drama und nochmals, auch wenn ich oft vielleicht das nicht würdige, weil ich heute viel weiß, aber die Basis, dass ich das überhaupt weiß hat auch mir das Forum gegeben und da möchte ich wirklich meinen Dank an die Verantwortlichen aussprechen, wie gesagt, heute ist auch für mich vieles selbstverständlich und vergesse, dass es ohne dieses Forum vielleicht ähnlich wie bei dir von einer Klinik zur nächsten gegangen wäre und von einem Medikament zum nächsten.

Aber auf deine persönliche Geschichte, der Weg langfristig ist absetzen und ganz raus aus den Medikamenten, aber eben mit Geduld, es geht leider nicht anders. Auch ich würde gerne einfach aufhören, aber weißt du es gibt da wirklich Gesetze, ich denke mir oft, es ist auch mit aller Gewalt nicht möglich gewisse Regeln die diese Substanzen haben zu brechen, daher hör auf das was man dir sagt, klar der wichtigste Faktor ist das Absetzen aber auch Gegenmaßnahmen zu ergreifen und über dein Leben nachzudenken, was du alles ändern kannst, was du integrieren kannst, weil das Absetzen heilt dich nicht, das musst du selbst tun, alles Gute, Kevin

PS: Und ja vermutlich wirst du auch eine gewisse Leidensfähigkeit beweisen müssen, da will ich dir nichts vormachen, also dass es ganz einfach ist, da würde ich dich anlügen, aber die Kernbotschaft ist, dass du es schaffen kannst und bitte hör auf Ärzten zu vertrauen, sie wissen wirklich ganz selten was und richten fatale Schäden an - leider, ich würde gerne was besseres sagen, aber so ist meine Erfahrung und die ist grad auf Ärzte wirklich enorm groß.

Timeout
Beiträge: 70
Registriert: Sonntag, 04.10.15, 16:10

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Timeout » Sonntag, 04.10.15, 20:17

Danke für die schnelle Antwort Petra und Kevin, Merci!

@Petra, nein leider kann ich keine genaueren Angaben mehr machen (hatte sowieso totale Probleme mit der regelmäßigen Tabletteneinnahme....allzu oft bemerkte ich durch Schwindel und Kreislaufprobleme, dass ich die Venla vergessen hatte). Ich dachte vor ADFD jedoch ich hätte schon langsam abgesetzt, jedenfalls viel langsamer als mein Arzt mir vorgab. Ich habe Venla und Quetiapin gleichzeitig runtergefahren. Ich glaube von 225mg bin ich über 3 - 4 Monate runter auf Null.
Wir werden versuchen dir zu helfen so gut wir können
DANKE!!!

Ich bin am überlegen, ob ich auf 75 mg Quetiapin hochgehe, um etwas Erleichterung zu erlangen. Venlafaxin werde ich nicht wieder nehmen. Momentan versuche ich lediglich die einzelnen Tage zu überleben. Depression, Überforderung mit kleinsten Kleinigkeiten, Erschöpfung+Unruhe (bahhh!), Konzentrationsstörungen..... so sieht mein Restleben momentan aus. Weiß gar nicht mehr, was für eine Person ich einmal war. Muss mir immer wieder vor Augen führen, was ich früher alles gewuppt habe....war ich das wirklich?

@Kevin, ja ich bin auch schockiert, wie laissez-faire mit Medikamenten umgegangen wird. Ich habe aus Unzufriedenheit und Entsetzen oft den Arzt gewechselt (mittlerweile kann der Patient ja schon dankbar sein, wenn der Arzt einem überhaupt ins Gesicht guckt, in der Regel wird der Bericht ja gleich von Doc persönlich in den PC gehämmert....möchte gar nicht wissen, was da so "simultan" reingehackt wird... einen Bericht bekam ich zufällig zu lesen, ich musste mich vergewissern, das da mein Name drauf stand...ansonsten stimmte da nur noch mein Geb.Dat. !) und könnte ein Buch schreiben, über das, was mir da widerfahren ist. Ich wundere mich, warum die Kassen kommentarlos zahlen...

...weil kaum jemand der solche Cocktails bei Burnout oder Depression verschrieben bekommt kommt wieder in die Arbeit zurück, das mein ich ernst, eine echte Katastrophe,


In diesem Alptraum befinde ich mich auch. Mein sozialer Abstieg vollzieht sich anscheinend unaufhaltsam seit 5 Jahren....

Aber Punkt....jetzt konzentriere ich mich auf meine Gesundheit und versuche den Entzug zu überstehen!
die Kernbotschaft ist, dass du es schaffen kannst
DANKE!!!
2010 Diagnose Depression

Citalopram ---keine Ahnung mehr wie es mir damit ging
Sept. 2010 Klinik (Reha)

Sertr*lin 150 mg + Seroq*el 50 mg
Nov. 2010 anhaltende Durchfälle, eine Woche Isolierung im Krankenhaus, kein Befund
Medikamente eigenmächtig abgesetzt, keine Diarrhoe mehr

Erneut Depression, Versuch der Wiedereindosierung, 150 mg Sertr*lin…ich dachte ich überlebe die Nacht nicht!!!

Seroq*el Retard --- ohne Wirkung
April 2011

Citalo*ram und Mirtaz*pin ---starke Gelenkschmerzen ---Ansage des Arzte---„Kann nicht von den Medis kommen!!!“
Mirta abgesetzt---keine Schmerzen mehr

Citalo*ram ohne Wirkung
Cipra*ex ohne Wirkung
Citalo*ram höher dosiert- ohne Wirkung
Selbst abgesetzt

August 2011 Seroq*el 50 mg

Dez. 2011 erneut Klinik
225 mg Venlafa*in + 100 mg Quetia*in

Bis 2015 ein Auf – und Ab mit Venla / ein einmaliger Absetzversuch ---über 6 Wochen ohne, dann wieder eindosiert!

Seit Mitte Juli 2015 ohne Venla und auf 25 mg Quetiapin (3 – 4 Monate rausdosiert)

Nov. 2015 ----- 50 mg Queti
April 2016------25 mg Queti

Lisamarie
Beiträge: 9434
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3528 Mal
Danksagung erhalten: 9375 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 04.10.15, 21:41

Hallo Sabrina, das erstaunt mich nicht das es dir so schlecht geht. Schon alleine das Venlafixin rauschleichen wäre mindestens ein Jahresprojekt gewesen und dann gleich beide Medikamente in drei bis vier Monaten runter ist der helle Wahnsinn, wir sagen immer nur ein Medikament ausschleichen in allen vier bis sechs Wochen Schritten von höchstens 10%. Aber gut ist jetzt so passiert.

Du schreibst das du mit dem Venlafixin nicht mehr anfangen willst. Allerdings ist da meine Befürchtung das du dich mit dem Queatapin alleine nicht genügend stabilisieren kannst. Und du hast erst vor einer Woche wieder eindosierst hast würde ich jetzt das Queatapin noch nicht weiter erhöhen. Aber ich würde es mit einer geringen Menge Venlafixin wieder probieren, du bist viel zu schnell von der Wahnsinnsdosis von 225 mg auf 0 gegangen und ich denke genau da liegt der Hase begraben . Da du schon drei Monate ohne Venlafixin bist würde ich erstmal mit einem Minikrümmel antesten ob du es noch verträgst und dann reicht dir vielleicht schon eine kleine Menge um dich zu stabilisieren, mehr als 10 mg würde ich damit erstmal nicht anstreben.

Natürlich respektieren wir auch wenn du sagst du willst das Venlafixin nicht mehr nehmen, aber das wäre mein Rat an dich , erstmal mit beiden Medikamenten ne Stabilisierung wieder hinzubekommen und dann langsam eins nach dem anderen ausschleichen. Wir helfen dir dabei es vernünftig rauszubekommen. Aber wichtig wäre es erstmal das du dich wieder fängst. Und jetzt einfach durchhalten wäre nicht der beste Rat den wir dir geben können. Was denkst du ?
Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag:
Jamie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

ganz normal
Beiträge: 141
Registriert: Donnerstag, 29.01.15, 9:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 161 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von ganz normal » Montag, 05.10.15, 6:53

Hallo Sabrina,
wurde bei dir schon einmal die Schilddruese untersucht?
Aus eigener Erfahrung kann ich 1. sagen, dass eine Fehlfunktion der Sd immense psychische Probleme verursachen kann (himmelhoch jauchzend, zu tode betruebt, Zwangsgedanken). Und 2. sind vor allem Psychiater nicht in der Lage, diese Fehlfunktion zu diagnostizieren.

Momentan hast du durch das Absetzen wohl eine latente und voruebergehende Uberfunktion der Sd, daher die Unruhe und die Angst und die Ueberforderung bei kleinsten Anstrengungen. Es sind einfach zu viele Hormone in dir unterwegs und die suggerieren dir diese Gefuehle.
Die Depressionen koennten allerdings von einer echten Unterfunktion der Sd kommen.
Das klingt jetzt komisch, als wenn man beides gleichzeitig haben kann. Das geht natuerlich nicht, aber deine Sd pendelt durch das Absetzen zwischen beiden Extremen hin und her und versucht ein Gleichgewicht herzustellen.

LG gn
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor ganz normal für den Beitrag:
padma
Hashimoto Thyreoiditis und Erfahrungen mit Cipralex

Timeout
Beiträge: 70
Registriert: Sonntag, 04.10.15, 16:10

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Timeout » Montag, 05.10.15, 12:34

Hallo Foris,

danke für Eure Beiträge!

Ich habe einen weiteren schleppenden Tag eingeleitet. Heute morgen kostete es mich alle Kraft meinem Hund seinen verdienten LANGEN Spaziergang zu gewähren. Geschafft...!!! Danach war nicht mehr viel drin. Liege schon wieder, die Sonne lacht, wie ätzend. Letzte Woche habe ich mich täglich angepeitscht um Kleinigkeiten zu erledigen, nur nicht schlapp machen. Ich kann nicht mehr, ich mag nicht mehr, keine Energie, keinen Antrieb. Wollte mich gerade aufs Fahrrad peitsche, nur ne kleine Runde, evtl. den toten Punkt überwinden, einfach tun, nicht nachdenken! Aaaber ich muss ja dann wieder mit dem Hund... dazu brauche ich die "Restkraft". Schwer zu akzeptieren, nichts machen zu können. Schwer auszuhalten diese Erschöpfung mit der inneren Unruhe....

Hei Petra, ja ich bin unsicher, was die Wiedereindosierung anbelangt. Ich denke drüber nach! Da ich aber auch weiß, wie das nach Hinten losgehen kann, bin ich, glaube ich, zu "voreingenommen". Ich denke, wenn ich meinem Körper vertraue, ihm Zeit lasse :whistle: , ihm gutes Tue (auch Ruhe aushalte :wink: ) und langsam,langsam,langsam wieder mit Sport anfange ( solange ich denken kann war ich sehr aktiv und habe mich gerne bewegt....bis die Pillen kamen!!!!!!!), das Essen als wichtig erachte....etc. kann ich diese Phase überwinden.

Ich werde auch auf 50 mg Queti bleiben.

Ich vergegenwärtige mir mehrmals am Tag, dass da z.Zt. blankes Chaos im Oberstübchen herrscht und wie mein Körper verzweifelt versucht, es zu richten, es auszugleichen und klarzukommen. Ich werde ihn unterstützen indem ich ihm versuche Gutes zu tun und versuche alles wegzulassen was ihm schadet.

Hei GN, ja Schilddrüse wurde gecheckt....mit unklaren Ergebnissen...mal Hü...mal Ho...mal Hashimoto. Mal Ohjeeeohjeee...mal...wird schon... ICH HABE DIE SCH.... GESTRICHEN VOLL VON DIESEN SCH...ÄRZTEN!!! Und ich habe keine Lust mehr nach ellenlangen Monaten des Wartens und stundenlangem Warten im WZ mit flauen Floskeln abgefertigt zu werden. Nur noch auf ner Trag oder zur Obdu....

So das musste jetzt mal ...ungefiltert...und so!

Nee ernsthaft, meine Schildi spinnt natürlich auch. Meine Haut, meine Haare, Wallungen etc. Aber das nützt jetzt alles nix. Ich denke, jetzt muss erst mal Ruhe rein. Und ernsthaft, was ich die letzten Jahre mit Ärzten erlebt habe, da sach ich nur: NO, thank you! Ich kenne auch keinen Job, wo Du Kohle bekommst nur weil du die Tür öffnest und jemanden irgend ne Probepackung in die Hand drückst!

So jetzt aber ENDE! Bin heute unheimlich aggressiv, auch so ne angenehme Begleiterscheinung!

UND ICH GEH JETZT RAUS! ICH HOLE MEIN FAHRRAD :sports:
2010 Diagnose Depression

Citalopram ---keine Ahnung mehr wie es mir damit ging
Sept. 2010 Klinik (Reha)

Sertr*lin 150 mg + Seroq*el 50 mg
Nov. 2010 anhaltende Durchfälle, eine Woche Isolierung im Krankenhaus, kein Befund
Medikamente eigenmächtig abgesetzt, keine Diarrhoe mehr

Erneut Depression, Versuch der Wiedereindosierung, 150 mg Sertr*lin…ich dachte ich überlebe die Nacht nicht!!!

Seroq*el Retard --- ohne Wirkung
April 2011

Citalo*ram und Mirtaz*pin ---starke Gelenkschmerzen ---Ansage des Arzte---„Kann nicht von den Medis kommen!!!“
Mirta abgesetzt---keine Schmerzen mehr

Citalo*ram ohne Wirkung
Cipra*ex ohne Wirkung
Citalo*ram höher dosiert- ohne Wirkung
Selbst abgesetzt

August 2011 Seroq*el 50 mg

Dez. 2011 erneut Klinik
225 mg Venlafa*in + 100 mg Quetia*in

Bis 2015 ein Auf – und Ab mit Venla / ein einmaliger Absetzversuch ---über 6 Wochen ohne, dann wieder eindosiert!

Seit Mitte Juli 2015 ohne Venla und auf 25 mg Quetiapin (3 – 4 Monate rausdosiert)

Nov. 2015 ----- 50 mg Queti
April 2016------25 mg Queti

ganz normal
Beiträge: 141
Registriert: Donnerstag, 29.01.15, 9:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 161 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von ganz normal » Montag, 05.10.15, 15:40

Liebe Sabrina, ich bewundere deinen Kampfgeist und halte ihn fuer eine optimale Voraussetzung alles loszuwerden.
Damit ich dich unterstuetzen kann, muss ich noch wissen ob bei dir jemals Sd- Antikoerper ueber einem Wert von 100 getestet wurden (TPO-AK). Kannst du dich ueber die Symptome der Ueberfunktion und der Unterfunktion informieren?
Ist es dir moeglich ein Befindentagebuch zu fuehren?
Dieses Tagebuch hat es mir moeglich gemacht, mein AD schneller loszuwerden, da ich ploetzlich Zusammenhaenge erkannt habe.
Leider verstehen sehr viele Äerzte nichts von der SD weil gesunde SD-Werte so individuell sein koennen. Das musst du selbst in die Hand nehmen und das Tagebuch kann dir dabei sehr helfen.

LG gn
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor ganz normal für den Beitrag (Insgesamt 4):
MurmelinepadmasonneSiggi
Hashimoto Thyreoiditis und Erfahrungen mit Cipralex

Timeout
Beiträge: 70
Registriert: Sonntag, 04.10.15, 16:10

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Timeout » Montag, 05.10.15, 17:44

Hallo GN,
ob bei dir jemals Sd- Antikoerper ueber einem Wert von 100 getestet wurden (TPO-AK)
Nein, nicht das ich wüßte. Ha , doch was gefunden. Ein Bericht aus 2010, da findet sich ein TPO-AK-Wert von 68,5 IU/ml. Ich werde mich mit der Schildi mal befassen.

Befindentagebuch habe ich schon in Angriff genommen. Danke Dir!

So das Radfahren war okay. Jetzt Schmerzen die Gelenke, übrigens einer der Gründe, warum ich Venla abgesetzt habe....fand mich in einer Rheumaklinik wieder...konnte noch-nich-ma mehr Treppen laufen. Alle Gelenke waren am Schmerzen (Knie, Schulter, Hüfte, Finger, Füße, bow-wow!!!). Nach dem Absetzten waren diese Schmerzen dann weg. Werde versuchen täglich etwas Rentnersport zu betreiben und bei meinem Brennesseltee verweilen. Kaffeereduktion läuft erfolgreich, nur 1,5 Tässchen today und bin auf 4 Zigaretten runter. Wird alles rausdosiert :party:

Danke an Euch!

Gruß von
Sabri
2010 Diagnose Depression

Citalopram ---keine Ahnung mehr wie es mir damit ging
Sept. 2010 Klinik (Reha)

Sertr*lin 150 mg + Seroq*el 50 mg
Nov. 2010 anhaltende Durchfälle, eine Woche Isolierung im Krankenhaus, kein Befund
Medikamente eigenmächtig abgesetzt, keine Diarrhoe mehr

Erneut Depression, Versuch der Wiedereindosierung, 150 mg Sertr*lin…ich dachte ich überlebe die Nacht nicht!!!

Seroq*el Retard --- ohne Wirkung
April 2011

Citalo*ram und Mirtaz*pin ---starke Gelenkschmerzen ---Ansage des Arzte---„Kann nicht von den Medis kommen!!!“
Mirta abgesetzt---keine Schmerzen mehr

Citalo*ram ohne Wirkung
Cipra*ex ohne Wirkung
Citalo*ram höher dosiert- ohne Wirkung
Selbst abgesetzt

August 2011 Seroq*el 50 mg

Dez. 2011 erneut Klinik
225 mg Venlafa*in + 100 mg Quetia*in

Bis 2015 ein Auf – und Ab mit Venla / ein einmaliger Absetzversuch ---über 6 Wochen ohne, dann wieder eindosiert!

Seit Mitte Juli 2015 ohne Venla und auf 25 mg Quetiapin (3 – 4 Monate rausdosiert)

Nov. 2015 ----- 50 mg Queti
April 2016------25 mg Queti

ganz normal
Beiträge: 141
Registriert: Donnerstag, 29.01.15, 9:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 161 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von ganz normal » Montag, 05.10.15, 18:10

Hallo Sabrina, dein TPO -Wert ist gerade grenzwertig. Um keinen unnoetigen Aktionismus zu betreiben, ist es sicher erstmal sinnvoll, dass du dich in die Symptome von Schilddruesenfehlfunktionen einliest. Wenn du dich dann dort wiederfindest, dann macht es Sinn, mal einen Ultraschall deiner Sd zu machen und nach den derzeitigen Antikoerpern zu schauen.
Es gibt verschiedene Foren zur Schilddruese, die aber leider nicht so gut moderiert werden wie dieses hier. Dort musst du vorsichtig lesen, denn unter einer Sd-Fehlfunktion kann man sich sehr schnell in voellig irrationale Ängste steigern.

LG gn
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor ganz normal für den Beitrag (Insgesamt 3):
padmaMurmelineSiggi
Hashimoto Thyreoiditis und Erfahrungen mit Cipralex

Jamie
Beiträge: 15349
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18761 Mal
Danksagung erhalten: 24764 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Jamie » Dienstag, 06.10.15, 3:53

Hallo Sabrina,

willkommen im adfd :)

Ich ziehe gerade um und habe nur Internet über mein Smartphone, deswegen halte ich mich knapp.
Bitte nicht auch noch die Zigaretten reduzieren, das wäre dein dritter Entzug :o. Es sei denn du kannst glasklar zuordnen, dass die Zigaretten momentan deine Lage verschlechtern.
Mir ist bewusst, dass Rauchen nicht gesund ist, aber einen Nikotin- Entzug sollte man nicht unterschätzen und dein ZNS ist eh schon völlig angegriffen.
Womöglich könntest du das Projekt "Rauchstopp" auf später verschieben?

Zum Venlafaxin. Ich weiß nicht ob du dich nur mit dem Quetiapin ausreichend stabilisieren kannst. Womöglich wäre eine Wiedereinnahme einer *kleinen* Menge hilfreich; damit könnte man halt schauen, ob sich deine Lage nicht vielleicht verbessert. Bitte lasse dir die Kügelchen-Methode von den anderen verlinken, ich kann das mit dem Smartphone nicht, da fehlende Tabs / Fenster.


Grüße :group:
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
padma
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Lisamarie
Beiträge: 9434
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3528 Mal
Danksagung erhalten: 9375 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 06.10.15, 8:57

Hallo Sabrina,

Hier ist die von Jamie genannte Methode

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=8897

Und ich denke auch nicht das du es ohne eine geringe Menge Venlafixin hinbekommst. Denn dein Körper ist auch im Venlafixinentzug. Und das Gehirn hat sich unter den Medikamenten umgebaut um ein Gleichgewicht mit den Medikamenten zu finden , hat Rezeptoren runter oder rauf reguliert um im Gleichgewicht zu bleiben und plötzlich sind beide Medikamente weg und das Gehirn kommt durcheinander und reagiert mit Entzugssymthomen weil es sein Gleichgewicht nicht mehr so schnell finden kann. Und es kann wochenlang , monatelang im schlimmsten Fall sogar Jahrelang anhalten wie leider unsere Erfahrung zeigt.

Ich hab einen unwissentlichen Kaltentzug von drei Medikamenten hinter mir und das ist es bei dir beinah auch hinter mir und bin in der Absetzhölle gelandet. Ein halbes Jahr ging bei mir gar nichts mehr, hab meine Arbeit, meine Freunde und beinah mein Leben verloren. Ich hab 1.5 Jahre gebraucht um mich davon wieder zu erholen. Steht in meiner Signatur. Also Psychophamaka sind das heimtückischte was es gibt und leider unberechenbar. Deshalb empfehlen wir hier im Forum den langsamen Entzug, mein letztes Medikament schleiche ich langsam aus , auch nicht schön, aber um Löngen besser als der uninformierte Kaltentzug.
Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag:
padma
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Murmeline
Team
Beiträge: 12912
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14517 Mal
Danksagung erhalten: 13027 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 06.10.15, 9:10

Hallo Sabrina,

hier kannst Du was zum Eindosieren lessen, natürlich sind alle "häufig gestellten Fragen" interessant:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 15#p106315

Man muss beachten, dass ein erneutes Eindosieren dem einen hilft und dem anderen nicht so gut. Wenn man sich dafür entscheidet lässt man es sehr sehr langsam und vorsichtig angehen und muss lernen, gut auf seinen Körper zu hören, ohne sich nur um seine Symptome und Befindlichkeiten zu drehen. Das ist nicht immer eine leichte Gradwanderung, leider.

Ich hab übrigens auch Quetiapin und Venlafaxin abgesetzt 2011/2012. Quetiapin hatte ich allerdings nur mehrere Wochen dazugenommen, venlafaxin hatte ich in unterschiedlichen Dosierungen um die 6 Jahre. ich hab damals erst Quetiapin abgesetzt, weil es ja neu dazugekommen war, und ich es schnell wieder raus haben wollte, auch aufgrund der Nebenwirkungen. Venlafaxin hab ich auch in relativ großen Sprüngen abgesetzt, da ich es nicht besser wusste. Ich habe monatelang mit schlimmen psychischen und kognitiven Symptomen zu kämpfen gehabt, die ich allerdings auch der Stabilisierung nach meiner letzten Krise und meiner "Grundproblematik" zugeordnet habe. Im rückblick und mit viel wissen sehe ich die Entzugssymptome inzwischen klarer. Aggression war da übrigens ganz massiv dabei. ich kann Dir versichern, dass das wieder nachlässt.

Du kannst auch mal hier zu neuroemotionen reinlesen, dass ist vielleicht hilfreich: viewtopic.php?f=50&t=9778

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaJamie
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Timeout
Beiträge: 70
Registriert: Sonntag, 04.10.15, 16:10
Danksagung erhalten: 191 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Timeout » Dienstag, 06.10.15, 18:30

Hallo Foris,

ich danke Euch für Eure Anteilnahme und Eure Tipps, merci!

Ich setze weiterhin auf Durchhalten. Venla wieder , wenn auch *minimal*dosiert, einzuschleichen....nee..hee, geht nicht. Habe heute sehr lange gelesen, nachgedacht und in mich reingehört. Die Angst ist zu groß, dass das nach hinten losgeht. And remember---self-fulfilling prophecy :shock:

Die 50 mg Quetiapin fördern meinen Schlaf und das ist ja auch schon mal viel Wert.

Momentan sind die Symptome irgendwie auszuhalten. Ich lasse mich einfach hängen, gehe viel raus, erledige nur Kleinigkeiten. Heute wieder ne kleine Rentnersporteinlage. Mein Sofa ist mein Rückzugsort und ich muss momentan nicht funktionieren, basta! Morgen werde ich ein minimales To-Do-Programm einlegen, if possible!!!

Die vier Zigaretten pro Tag dampfe ich erstma weiter *hüstel*

Also so sieht das aus....heute!!!

Schaun´mer mal morgen :wink:

Es grüßt und dankt Euch
Sabri
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Timeout für den Beitrag:
Murmeline
2010 Diagnose Depression

Citalopram ---keine Ahnung mehr wie es mir damit ging
Sept. 2010 Klinik (Reha)

Sertr*lin 150 mg + Seroq*el 50 mg
Nov. 2010 anhaltende Durchfälle, eine Woche Isolierung im Krankenhaus, kein Befund
Medikamente eigenmächtig abgesetzt, keine Diarrhoe mehr

Erneut Depression, Versuch der Wiedereindosierung, 150 mg Sertr*lin…ich dachte ich überlebe die Nacht nicht!!!

Seroq*el Retard --- ohne Wirkung
April 2011

Citalo*ram und Mirtaz*pin ---starke Gelenkschmerzen ---Ansage des Arzte---„Kann nicht von den Medis kommen!!!“
Mirta abgesetzt---keine Schmerzen mehr

Citalo*ram ohne Wirkung
Cipra*ex ohne Wirkung
Citalo*ram höher dosiert- ohne Wirkung
Selbst abgesetzt

August 2011 Seroq*el 50 mg

Dez. 2011 erneut Klinik
225 mg Venlafa*in + 100 mg Quetia*in

Bis 2015 ein Auf – und Ab mit Venla / ein einmaliger Absetzversuch ---über 6 Wochen ohne, dann wieder eindosiert!

Seit Mitte Juli 2015 ohne Venla und auf 25 mg Quetiapin (3 – 4 Monate rausdosiert)

Nov. 2015 ----- 50 mg Queti
April 2016------25 mg Queti

Timeout
Beiträge: 70
Registriert: Sonntag, 04.10.15, 16:10

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Timeout » Mittwoch, 07.10.15, 14:17

Ist das der Vorhof zur Hölle? oder ist das bereits die Hölle?

Hallo zusammen,

morgens und vormittags ist es besonders schlimm :shock: ständige Unruhe, Angst, Weinerlichkeit und Hoffnungslosigkeit. Wie ein Mantra wiederhole ich "Du schaffst das" "DU schaffst das" um Minuten später wieder zusammenzuklappen. Vielleicht doch wieder eindosieren? Was wenn es schief geht? Wenn es das ganze noch schlimmer macht (geht das überhaupt? Aber schlimmer geht ja bekanntlich immer!) ? Waren dann die ganzen Wochen umsonst? Wie ich hier gelesen habe, sollen die "nackten" Kügelchen nicht wirken, was wiederum bedeuten würde, dass ich schon fast ein halbes Jahr ohne Venla rumeiere. Umsonst?

Morgens denke ich in meiner Not manchmal daran, in eine Klinik zu gehen. Das Gefühl, es hört nicht auf, es wird nie wieder aufhören. Was macht es für einen Sinn, Stunde um Stunde einfach nur zu überleben, versuchen zu atmen, der Versuch auszuhalten. Und dann wieder ....WEITER...einfach weiter, es wird irgendwann wieder besser werden, nichts bleibt so wie es ist. Was muss das,nach alle dem, für ein Gefühl sein, die Sonne wieder wahrzunehmen und sich an irgendetwas zu erfreuen.

Was soll in der Klinik passieren? Ein morgens, mittags, abends Döschen mit meinem Namen drauf...

Eigentlich müsste ich einkaufen, kann nicht!!! Ich kann nicht einkaufen gehen...wie soll man das jemanden erklären?
2010 Diagnose Depression

Citalopram ---keine Ahnung mehr wie es mir damit ging
Sept. 2010 Klinik (Reha)

Sertr*lin 150 mg + Seroq*el 50 mg
Nov. 2010 anhaltende Durchfälle, eine Woche Isolierung im Krankenhaus, kein Befund
Medikamente eigenmächtig abgesetzt, keine Diarrhoe mehr

Erneut Depression, Versuch der Wiedereindosierung, 150 mg Sertr*lin…ich dachte ich überlebe die Nacht nicht!!!

Seroq*el Retard --- ohne Wirkung
April 2011

Citalo*ram und Mirtaz*pin ---starke Gelenkschmerzen ---Ansage des Arzte---„Kann nicht von den Medis kommen!!!“
Mirta abgesetzt---keine Schmerzen mehr

Citalo*ram ohne Wirkung
Cipra*ex ohne Wirkung
Citalo*ram höher dosiert- ohne Wirkung
Selbst abgesetzt

August 2011 Seroq*el 50 mg

Dez. 2011 erneut Klinik
225 mg Venlafa*in + 100 mg Quetia*in

Bis 2015 ein Auf – und Ab mit Venla / ein einmaliger Absetzversuch ---über 6 Wochen ohne, dann wieder eindosiert!

Seit Mitte Juli 2015 ohne Venla und auf 25 mg Quetiapin (3 – 4 Monate rausdosiert)

Nov. 2015 ----- 50 mg Queti
April 2016------25 mg Queti

Murmeline
Team
Beiträge: 12912
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14517 Mal
Danksagung erhalten: 13027 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 07.10.15, 14:44

Hallo Sabrina,
Eigentlich müsste ich einkaufen, kann nicht!!! Ich kann nicht einkaufen gehen...wie soll man das jemanden erklären?
Das kann man leider wirklich niemanden erklären, der es nicht selber erlebt hat.

Es liest sich nicht gut, was heute bei Dir los ist.
Wie ich hier gelesen habe, sollen die "nackten" Kügelchen nicht wirken, was wiederum bedeuten würde, dass ich schon fast ein halbes Jahr ohne Venla rumeiere.
Ich bin mir nicht ganz sicher, wie gut da der Wirkstoff wie gewohnt angekommen ist wie sonst. Die Hülle ist dafür da, dass der Stoff erst später abgegeben wird uns sich nicht zersetzt vorher.
Das Gefühl, es hört nicht auf, es wird nie wieder aufhören. Was macht es für einen Sinn, Stunde um Stunde einfach nur zu überleben, versuchen zu atmen, der Versuch auszuhalten.
Es ist schlimm, wenn es sich so anfühlt. Die meistern erleben etwas, was man Wellen und Fenster nennt, also Zeiten mit vielen Symptomen und Hoffnungslosigkeit und bessere Momente. Geht es Dir denn am Nachmittag/Abend meist etwas besser?

Murmeline mit Grüßen

PS:
Es wäre gut, wenn Du noch eine Signatur anlegen könntest und Nutzername oben rechts > Persönlicher Bereich > Profil > Signatur ändern. Bitte angeben, welche Grundproblematik bestand, wann Du welche Medikamente genommen und abgesetzt hast (wenigstens ungefähr bzw. zusammenfassend) und dann eben die Venlafaxin-Geschichte etwas genauer und das Quetiapin, seit wann mit welchen Änderungen. Wichtigste Symptome kannst Du auch aufnehmen.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiepadma
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Jamie
Beiträge: 15349
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18761 Mal
Danksagung erhalten: 24764 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 07.10.15, 15:50

Hallo Sabrina,

ich würde dir anraten wieder einzudosieren.
Das ist eine Quälerei und keiner kann dir versprechen, dass es schnell besser wird. :oops:
Das kann ich dir auch beim Wiedereindosieren nicht versprechen, aber wenigstens hat man es probiert und tatsächlich auch eine reelle Chance auf Besserung!

Inwieweit die Kügelchen wirksam / unwirksam waren ohne Hülle ist schwer zu beurteilen. Vermutlich gab es noch etwas Wirkung, allerdings unabschäzbar für uns in welcher Höhe / Dosierung.
Solltest du dich für das Reinstate (Wiedereinnahme) entscheiden, nutze dieses Mal bitte die Kapselhülle.

Mein Vorschlag wäre das Antesten einer Menge von 5mg.

PS. Vielleicht magst du mal bei inge2 rein lesen, der geht es momentan auch so dreckig und sie muss auch die ich-überlebe-von-Stunde-zu-Stunde - Taktik anwenden.

Schicke dir und inge den ADFD-Mutmach-Hero vorbei
:fly:

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
padma
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

ganz normal
Beiträge: 141
Registriert: Donnerstag, 29.01.15, 9:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 161 Mal

Re: Durchhalten....???

Beitrag von ganz normal » Donnerstag, 08.10.15, 13:17

Hallo Sabrina, ich erkenne mich in deinem Bericht wieder. Es ist die Hoelle, die du gerade erlebst. Und das Bloede ist, wenn man sich gerade in der Hoelle befindet, kann man sich gar nicht vorstellen, dass die Hoelle auch ein Ende hat bzw. das man zwischendurch auch den Himmel sieht. Aber es wird besser. Auch ich konnte nicht einkaufen gehen, weil mich alles voellig ueberreizt und ueberfordert hat. Wenn du das dann trotzdem machst, setzt es dich noch mehr unter Stress. In diesen Momenten habe ich mir verboten, an die Zukunft zu denken und nur im Jetzt gelebt. Denn alles was du jetzt denkst und fuehlst, ist voellig ueberzogen. Es ist normal, dass es morgens und mittags schlimmer ist als abends.

Bitte probier doch mal reines L-Carnitin mit morgens und mittags je 2 gr. Es ist ein NEM und hilft sehr gut gegen starke Unruhe und Nervositaet und Panik.

Wenn das nichts hilft, dann ist es wirklich besser wieder etwas einzudosieren, einfach auch wegen der Lebensqualitaet.

LG gn
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor ganz normal für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiepadma
Hashimoto Thyreoiditis und Erfahrungen mit Cipralex

Timeout
Beiträge: 70
Registriert: Sonntag, 04.10.15, 16:10

Re: Durchhalten....???

Beitrag von Timeout » Freitag, 09.10.15, 17:40

Hallo Foris,

ich danke Euch!!!

Gestern war PLÖTZLICH ein fast normaler Tag, wow!!! Ohne Ängste aufgewacht, so was wie "Tatendrang" verspürt, Gedanken an eine Zukunft, und, und, und..... ich konnte es fast nicht glauben 8-) Also, gleich nutzen und ab vor die Tür. Einkaufen (wow,wow,wow!!!), Bücherei, Smaltalk, Erledigungen und gleich noch ein paar Telefonate mit Freunden....wer weiß wie lange es geht.

Ein kurzes Durchatmen, eine Ahnung davon, dass es wieder werden kann! DANKE!!!

Ja und es war nur ein kurzes Durchatmen. Heute gleich voll vorn Latz, Unruhe, Ängste, Müdigkeit, Meilen entfernt von der gestrigen Person, die smalgetalkt hat. War wieder schwer auszuhalten. Miese Gedanken, Hoffnungslosigkeit und im Hinterstübchen die Überlegung wieder auf Pille zu gehen, nur nicht länger aushalten diese Zustände. Habe dann in meiner Verzweiflung geputzt, nur stupide irgendetwas tun, leider reichte meine Kraft nicht und Gelenkschmerzen lie?en das Feudeln nicht weiter zu! Abgefahren. Habe mich dann rausgeschleppt und 5 Schritte eingeatmet und 7 Schritte ausgeatmet...einfach nur zählen und gehen...und immer schön beim Zählen bleiben....nicht in die Horrorgedanken abschweifen....eins, zwei, drei....

Dann den Film "Ein Milliarden Geschäft- Gefährliche Psychopharmaka" geschaut. Dazu finde ich jetzt keinen Text! Bin einfach nur erschüttert und komplett sprachlos. Das muss ich jetzt erstma gespult kriegen.

Ihr Lieben, Danke für Eure Anteilnahme. AaaaBbbbEeeeRrrr für ich ist Eindosieren nicht mehr denkbar. Ich baue darauf, dass mein Körper das schafft und sich reguliert. Ich war völlig irritiert, dass ich seit Wochen (Monate?) abends nicht ohne Nüsse (lecker Erdnüsse :wink: ) auskam, in meinem Schrank stehen mindestens 5 von diesen Blechbüchsen....auf Vorrat!!! Wo ich doch zuvor nur auf Schoki war. Aminosäuren! Ohne Karotten kam ich auch nicht mehr aus.... Ist das nicht erstaunlich, wie der Körper sich holt was er braucht. Das mit den Erdnüssen hat etwas nachgelassen...nur noch ne halbe Dose :wink: und komm mir jetzt niemand mit Salz :haha:

@gn
reines L-Carnitin
wird gecheckt

@murmel
eine Signatur anlegen
is in Arbeit

@Jamie
Wiedereindosieren
s.o. :)

So jetzt "hüpf" (haha) ich mal in die Brennessssseln (lenkt ab ;) und pflück meinen Tee!

Morgen wieder eins...zwei...drei....oder so!

Gruß
2010 Diagnose Depression

Citalopram ---keine Ahnung mehr wie es mir damit ging
Sept. 2010 Klinik (Reha)

Sertr*lin 150 mg + Seroq*el 50 mg
Nov. 2010 anhaltende Durchfälle, eine Woche Isolierung im Krankenhaus, kein Befund
Medikamente eigenmächtig abgesetzt, keine Diarrhoe mehr

Erneut Depression, Versuch der Wiedereindosierung, 150 mg Sertr*lin…ich dachte ich überlebe die Nacht nicht!!!

Seroq*el Retard --- ohne Wirkung
April 2011

Citalo*ram und Mirtaz*pin ---starke Gelenkschmerzen ---Ansage des Arzte---„Kann nicht von den Medis kommen!!!“
Mirta abgesetzt---keine Schmerzen mehr

Citalo*ram ohne Wirkung
Cipra*ex ohne Wirkung
Citalo*ram höher dosiert- ohne Wirkung
Selbst abgesetzt

August 2011 Seroq*el 50 mg

Dez. 2011 erneut Klinik
225 mg Venlafa*in + 100 mg Quetia*in

Bis 2015 ein Auf – und Ab mit Venla / ein einmaliger Absetzversuch ---über 6 Wochen ohne, dann wieder eindosiert!

Seit Mitte Juli 2015 ohne Venla und auf 25 mg Quetiapin (3 – 4 Monate rausdosiert)

Nov. 2015 ----- 50 mg Queti
April 2016------25 mg Queti

padma
Team
Beiträge: 14993
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Durchhalten....???

Beitrag von padma » Freitag, 09.10.15, 18:01

hallo Sabrina, :)

diese extremen Schwankungen im Befinden sind ganz typisch. Man spricht auch von Symptomwellen.

Die Gefahr besteht, dass man sich an einem "gutenTag" dann gleich übernimmt und sich das dann schnell rächt.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Antworten