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Umgang mit Angst und Panik

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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 11.10.17, 2:50

Hallo :)

ich möchte nach den vielen schon sehr guten Tipps noch meine persönliche Erfahrung anmerken.

Ich habe an Beruhigungstropfen und Tees alles Zuhause was der Markt hergibt aber bei einer richtig argen PA kann das nicht helfen. Man drosselt die Symptome (Herzrasen, Hitze..) kurzfristig zwar, doch kommt die Panik kurz darauf wieder weil es einfach bis zu 30 Min dauert ehe der Körper das ausgestoßene Adrenalin abbaut.

Ich hatte jetzt länger keine mehr, das letzte mal dass ich spürte wie sich eine anbahnte war aber erst letzte Woche. Aber seit ich die Panikattacke nicht mehr als einschüchternde Panikattacke sondern banalen Adrenalinschub sehe, hat sie für mich den Reiz verloren. Und ich bin davon überzeugt, dass man so am besten damit klarkommt.

Wenn ich jetzt zB spüre dass mir der Nacken heiß kribbelt (so beginnen sie bei mir immer) läuft schon ein Gedankenprozess ab der diesen Empfindungen keinen Wert mehr beimisst. So quasi 'aha ja heißer Nacken, kommt noch mehr? Hab jetzt eigentlich keine Zeit dafür..' und zack ist der Schreck vorbei.

Uns Panikpatienten kann aber fast überall die Angst treffen und deshalb ist es wichtig, dem Körper in ruhigen Situationen ein Alternativverhalten zu lernen. Dazu übe ich regelmäßig eine bewusste, entspannende Atmung. Ich atme auch bur noch durch die Nase wenn ich Panik bekomme weil sich so alles am schnellsten beruhigt. Beim Kampfsport lernt man zb auch richtige Atmung. In einer Reportage hab ich gesehen, dass die Shaolinmönche mit geschlossenem Mund über Treppen laufen, sie sind sozusagen vollends Herr über ihren Körper.

Zusammenfassend: ab und an paar Tropfen sind ok aber man sollte sie nicht als Anker in der Not sehen, denn der sind wir für uns selbst.

Glg Anna
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Straycat » Montag, 23.10.17, 19:11

Hallo,
Jamie hat geschrieben:Viele Grüße, falls es bei dir vorkommen, berichte bitte, wie es war :)
Jamie
Also ich hatte letztens eine "heraufziehende Panikattacke" - sprich, sie war erst im Kommen, als ich sie bemerkt habe. Ich habe mir daraufhin intensiv kontrastreiche Muster (bunte Buchrücken am Bücherregal) angesehen und die Panikattacke ist tatsächlich wieder abgezogen.
Wie viel davon nun "Placeboeffekt" war, kann ich natürlich nicht sagen, aber es hat jedenfalls gut geklappt.

Alles Liebe,
Cat
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Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
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Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
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Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 24.10.17, 1:33

Straycat hat geschrieben:Hallo,
Jamie hat geschrieben:Viele Grüße, falls es bei dir vorkommen, berichte bitte, wie es war :)
Jamie
Also ich hatte letztens eine "heraufziehende Panikattacke" - sprich, sie war erst im Kommen, als ich sie bemerkt habe. Ich habe mir daraufhin intensiv kontrastreiche Muster (bunte Buchrücken am Bücherregal) angesehen und die Panikattacke ist tatsächlich wieder abgezogen.
Wie viel davon nun "Placeboeffekt" war, kann ich natürlich nicht sagen, aber es hat jedenfalls gut geklappt.

Alles Liebe,
Cat
Hallo Cat

glaube ich sofort, weil du in dem Moment keine Zeit mehr hattest, dich in deine Panikattacke reinzusteigern. Du warst sozusagen zu sehr abgelenkt.

Hatte erst heute gerade vorhin wieder meinen typischen heißen kribbeligen Nacken. Auch ein paar ängstliche Gedanken, aber ich kann das inzwischen wirklich wie von der Seite beobachten. Ich lasse es erst etwas geschehen und beobachte wie es sich entwickelt. Dann sage ich mir 'du kannst selbst entscheiden: willst du die panikattacke erleben oder ziehst du dich lieber in dein inneres zurück?'. Dann kehre ich ganz bewusst in mein Inneres und konzentriere mich auf Empfindungen, die die PA verstärken - zB schwache, zittrige Arme die ich dann ganz entspannt ausstreiche oder mit Muskelspannung schnell für Entspannung sorge. Oder angespannter Rücken - entspanne ich dann bewusst. Wenn 'äußerlich' mal alles entschärft ist, beginne ich mit der ruhigen Atmung und konzentriere mich so sehr darauf, dass ich so wie bei einem intensiven Muster keine 'Ressourcen' mehr für die PA habe. Und zu wissen, dass der eigene Körper eigentlich die beste Sicherheit gibt hilft enorm.

Glg Anna
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Angstmaus » Freitag, 22.12.17, 21:00

Hallo ihr Lieben,

Gerade gefunden und möchte dazu auch noch was beisteuern :)

Je nach Intensität meiner Angstgefühle oder Panikattacken helfen mir folgende Sachen:

Bei leichter Angst: so blöd es sich anhört, ich habe mir erst vor 3 Monaten eine Gamecube gekauft und Spiele dort MarioKart zur Ablenkung und es hilft größtenteils ;)

Bei starken Symptomen: Hilft mir die 5-4-3-2-1 Methode.
5 Sachen erspähen, die man sieht, 5 Sachen, die man hört und weiter mit 4.. Und so weiter. Hilft mir deswegen, da ich nicht mehr in mich hineinhöre, sondern auf die Umgebung fixiert bin.

Bei starken Attacken: Wenn das volle Programm eintrifft bleibt mir leider nur im Bett zu liegen und den momentanen Zustand so gut es geht anzunehmen und zu wissen, dass er wieder vorübergeht ( leider fühlt es sich immer so an als würde es nicht vorbeigehen)

Was mir außerdem noch hilft:
Mir hat mal ein Arzt erklärt, dass bei einer Hyperventilation "nichts schlimmes " passiert. ( ich hatte lange das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen und starken Druck auf der Brust). Im schlimmsten Fall fällt man in Ohnmacht und der Körper reguliert sich selbst und atmet ganz normal weiter. Dann steht man auf als wäre nichts gewesen.
Das hat mir insofern geholfen, dass ich wusste, mein Körper regelt das schon ;)

Liebe Grüße,
Angstmaus
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Diagnose: generalisierte Angststörung mit Panikattacken und Zwangsgedanken seit 2008.
Ersteinstellung 20mg Cipralex -> Wirkungslosigkeit nach ca. 2 Jahren
In einem Klinikaufenthalt Umstellung auf Venlafaxin 150 mg 1-1-0
-> Verbesserung aller Symptome
Ca. Ende 2014 leider zu schnelles Ausschleichen Venlafaxin in 37,5er Schritten bis 0
Februar 2015 nach 4 Monaten starker Rückfall mit Zwangsgedanken, Panikattacken schlimmer als die vorausgegangene Grunderkrankung
-> langsame Wiedereindosierung Venlafaxin bis 112,5 unter starken Nebenwirkungen ( es war die Hölle)
Dann wieder Stabilisierung
Wegen Kinderwunsch und Stabilität erneut zu schnelles Absetzen August 2017 von 112,5 Venlafaxin auf 75mg
Ab September 2 Wochen 37,5mg, dann seit Mitte September auf 0
-> 4 Wochen super gefühlt, dann schlimmer Rückfall mit Zwangsgedanken, Panikattacken auch zu Hause, Durchdrehgefühl, Verzweiflung,
-> Wiedereindosieren Venlafaxin 37,5 am 16.10
-> Verstärkung aller oben genannten Symptome
-> seit 23.10 75mg Venlafaxin morgens: immer noch Zwangsgedanken, depressive Symptome, Panikattacken , Verzweiflung, Weinkrämpfe, Hautbrennen, Schwitzen, Angst vor Psychose, Angst vor Schizophrenie
Bei Bedarf (im Notfall) Tavor 0,5
Werde auch regelmäßig mit homöopathischen Mitteln unterstützt :)
30.12.17: 1. Reduktion auf 70 mg Venla unretardiert
7.2.18: 2. Reduktion auf 63mg

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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von padma » Samstag, 23.12.17, 22:50

von LenaLena:

Man darf eines nie verwechseln: Angsterkrankung/-störung und Angst als Symptom beim Entzug!!!

Bei Angst im Entzug hilft keine Therapie - glaub mir, ich hab alles durch, da ich ja nicht wusste, dass das nicht die Grunderkrankung ist. Wie hier überall zu lesen ist: Im Entzug hilft einfach nur abwarten.
(Das ist auch ein Thema, das mir mittlerweile klar geworden ist nach Finden dieses Forums)

Wenn man die Absetzproblematik nicht kennt - als Patient, Therapeut, Arzt - dann ist das fatal in der Hinsicht Angst. Denn, wie ich oben schon geschrieben habe: Was man gegen Angststörungen, Panik, Phobien macht, ist gerade komplett falsch bei Angst als Symptom im Entzug!
Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass, wie du sagst, Konfrontationstherapie nicht nur fehlschlägt beim Entzug, sondern das Ganze sogar schlimmer macht. Oder wie ich oben geschrieben habe: Bei Angst kriegt man immer gesagt, man soll sich zwingen, das Haus zu verlassen, sonst wirds chronisch - bei Entzug ist genau das Gegenteil der Fall, es ist okay, sich zu schonen und nicht noch mehr Reizen auszusetzen, damit man heilen kann.

Ich habe meine Therapie jetzt stillgelegt, bis ich den Entzug durch habe. Meine Therapeutin hat wirklich versucht, mir zu helfen (hat sie auch mit ihren Aussagen), aber im Entzug muss man einfach abwarten, es gibt ganz wenig, was man dagegen machen kann, außer sich zu schonen. Ich habe über 3 Monate gesehen, dass die Therapie nicht hilft.
Therapie ist für eine andere Ebene gemacht als für die, die der Entzug aufreibt.

Das ist mittlerweile meine Meinung.

Klar kann Gesprächstherapie oder das Erlernen von Atemtechniken oder Beruhigung helfen, mit Entzugserscheinungen besser umzugehen. Aber das wirkliche Arbeiten an der Seele - das ist besser vorher oder nachher anzusetzen :)

LG Lena
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 35#p222835
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von padma » Dienstag, 16.01.18, 22:42

von Carlotta :) :
ich wollte nur kurz etwas anmerken, evtl. hilft Dir das ja, diese sich auch körperlich anfühlende Angst (und körperlich ist sie schließlich) besser einzuordnen.

Die Botenstoffe (allen voran Cortisol), die frühmorgens ausgeschüttet werden, um den Körper auf den Tag (mitsamt seinen Herausforderungen) vorzubereiten, werden im Entzug nicht in gewöhnlichen Mengen ausgeschüttet, sondern völlig "übertrieben" hoch. Deswegen reagiert man so fertig, verängstigt, panisch. Und wenn der Spiegel gegen Abend sinkt, kommt man ggf. etwas zur Ruhe.

Diese völlig überzogene Ausschüttung von Stresshormonen rührt daher, dass der Körper sich entzugsbedingt häufig im Alarmzustand befindet, auch hervorgerufen durch das extrem hohe Stresslevel, das Dosisveränderungen oder gar Kaltabsetzen mitsamt den dadurch angestoßenen Kettenreaktionen auslösen können. Alles geht drunter und drüber im Nervensystem, allein durch die Großbaustelle, die da für den Körper überraschenderweise eröffnet wurde.

Dieser sog. "Fight-or-Flight"-Modus ist ein Zustand, den man normalerweise nur in Zeiten sehr großer Gefahr erlebt - also bspw. bei unseren Vorfahren, wenn der Säbelzahntiger um die Ecke kam. Dann schüttet der Körper verstärkt diese Unmengen an anregenden Botenstoffen aus, um gewappnet zu sein für Kampf oder Flucht. Und wenn die Gefahr vorüber ist, ist es dann auch wieder gut, der Spiegel sinkt.

Im akuten Entzug ist quasi während eines Großteils des Tages "Säbelzahntiger-Zeit". So verhält sich jedenfalls der Körper, obwohl im Außen keine reale Bedrohung lauert, die solch eine heftige Reaktion erklären könnte. Wohl aber im Innen, wo alles gar nicht mehr rund läuft im ZNS. Das lässt sich leider kaum steuern, da fährt der Körper seine Eigendynamik.

Leider powern sich die Nebennieren in diesem ganzen Prozess auch ziemlich aus. Aber auch das sollte sich, wie so vieles andere durch dem Entzug hervorgerufene auch, früher oder später wieder regulieren.
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Anke13 » Mittwoch, 17.01.18, 14:39

Hallo :)

ich möchte gerne den interessanten Satz von LenaLena aufgreifen:
Nie verwechseln: Angsterkrankung/Störung und Angst als Symptom bei Entzug

Bei mir ist ja die Grunderkrankung Panikstörung/Angsterkrankung und bin aufgrund dessen nicht mehr arbeitsfähig. Seit Jahren bekomme ich jeden Morgen !!! Panikattacke und Hyperventilation und das wünsche ich Niemanden. Ich versuche es dann mit Atemübungen in den Griff zu bekommen.

Alprazolam hat mir damals meine Panikattacken genommen (zu Anfang) und ich war befreit und glücklich und mußte leider einen hohen Preis dafür bezahlen, ein schreckliches Leiden im Entzug.

Alprazolam Entzug habe ich ja vom Hochdosisbereich alleine geschafft und nun ist noch der Kampf mit dem Diazepam durchzustehen. Diese Panikattacken/Hyperventilation jeden Morgen sind noch schlimmer als vor Einnahme der Medikamente.

Will damit sagen, wenn man sowieso schon als Grunderkrankung Panikstörung hat verschlimmert sich dieses im Entzug.

Mit der Angst ist es leider so, wie mir eine Therapeutin mal erklärte, dass sie sich immer weiter ausweitet. Habe ich damals nicht geglaubt und gedacht, trifft vielleicht auf Andere zu. Aber es ist tatsächlich so, die Angst hat sich extrem ausgeweitet bei mir. Kann kein Telefonklingeln mehr ertragen (Panik), Türklingel (Panik), kann nicht mehr auf die Strasse gehen, kann keinen Besuch mehr empfangen, sobald etwas zwickt oder schmerzt sofort Panikattacke (muß ich ins Krankenhaus? Krankenhausphobie).

Nun habe ich heute den ersten Schritt getan, denn so kann es nicht weitergehen. Da ich viele Traumata habe (auch bezüglich Telefonaten) habe ich eben (auch wenn das Gespräch mir sehr schwer fiel) einen Trauma Therapeuten angerufen und habe am Dienstag einen Termin. Natürlich weiß ich nicht, ob er der Richtige ist und mir helfen kann aber zumindest habe ich den ersten kleinen Schritt getan und es fühlt sich gut an. :)

Liebe Grüsse :group:
Anke
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Burnout/Panikattacken /Angstzustände/Traumata /Hochdosisabhängigkeit Alprazolam/Diazepam

1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)
Absetz-Pause (zuviele Belastungen/Trigger derzeit)
Agoraphobie neu dazugekommen


Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jedenTag seit Jahren

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag ! 1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014. Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
"Es ist nicht schlimm, in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen" (unbekannt)

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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Rachael » Samstag, 17.02.18, 18:58

Hey,

Also hier ein paar Ideen die mir aufgefallen sind:

- für ausreichende Nahrungsaufnahme sorgen, genug trinken, auch auf genügend Nährstoffe wie Vitamine etc achten, regelmäßiger Schlafrythmus..bei mir lösen Unterzuckerung, Übelkeit, Müdigkeit,...also reale körperliche Symptome vermeidbare Panikattacken aus.

- wenn die Angst im Zusammenhang mit Menschen auftritt kann ein offenerer Umgang damit helfen. Ich habe mich wegen der Angst sehr befremdlich und zugegebenermaßen auch nicht immer korrekt verhalten, so dass in meinem Umfeld Wut und Verwirrung entstanden. Daraus entstanden unangenehme, prägende Reaktionen, die langfristig die Angst verstärkt haben.

Lg

Edit:
Noch etwas was mir einfallen ist.
Manchmal plane ich die Angst ein...ich rechne also mit ihr ...ich überlege dann wann sie kommt, zb weil sie immer dann und dann kommt, und stelle mich drauf ein dass es eben dann auch zur Panikattacke kommt,wie ein fester Termin. Oder zB dass ich früher aufstehe weil ich durch die 30 min Panik Zeit verliere. Wenn's dann soweit wäre kann ich die Angst nicht mehr ganz ernst nehmen so dass sie ausbleibt.

Wenn es aber um wirklich schwierige Situationen wie Arbeiten oder Menschen geht bin ich raus, dagegen kenne ich keinen funktionierenden Rat.

Edit 2:
Was mir noch einfällt ist dass ich mir oft in manchen Situationen Sprachnachrichten von einem Freund anhöre...einfach weil mich die Stimme beruhigt, ich fühle mich weniger alleine und es lenkt mich ab, vor allem wenn er wegen irgendwas lacht oder so.
Das könnte man beliebig variieren, zb jemanden bitten etwas bestimmtes zu sagen oder sich selbst was aufs Handy sprechen was man jederzeit mit Kopfhörern hören kann..also sich selbst beruhigen oder zum lachen bringen.

Auf der Arbeit habe ich mir jeden Tag vorgestellt es wäre der letzte Tag und dass ich abends die Kündigung per Mail rausschicke, hat die Angst vllt. minimal gelindert, aber eine richtige Lösung ist das auch nicht gewesen
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nichts

Reduktion Lorazepam:
Seit dem 17.06.2016

2mg - 6 Tage
1.5mg - 1 Tag
2mg - 1 Tag
1.5mg - 6 Tage
1.25mg - 6 Tage
1mg - 8 Tage
0.75mg - 10 Tage
0.5mg - 2 Tage
0.75mg - 1 Tag
0.5mg - 1 Tag
0.67mg - 6 Tage
0.5mg - 9 Tage
0.416mg - 6 Tage
0.33mg - 12 Tage
0.25mg - 10 Tage
0.16mg - 7 Tage
0.125mg - 4 Tage
0.1mg - 7 Tage
0.05mg - 1 Tag
0.075mg - 1 Tag
0.05mg - 4 Tage
0.025mg - 2 Tage
0.01mg - 1 Tag
0mg seit dem 06.10.2016

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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von padma » Samstag, 03.03.18, 18:10

gefunden von Nospie :) ,


Angst im Entzug ist ANDERS !

Quelle : SA (direkter link leider nicht bekannt)

Diejenigen unter uns mit einem Langzeitentzugssymptom haben festgestellt, daß Anspannung und Angst viel intensiver und andersartig sind als diejenige Anspannung und Ängst, die mit Therapietechniken in den Griff zu kriegen sind.
Die Schädigung des Nervensystems bewirkt, daß Hormone erzeugt werden, die Furcht, Angst und Anspannung eigenständig verursachen, OHNE jeglichen emotionalen Auslöser. Dein Nervensystem wird in „höchste Alarmstufe“ ver-
setzt.

Emotionen, die auf der Sorge um deinen Zustand beruhen, können zu der tiefer liegenden biochemisch verursachten Angst hinzutreten.

Die Sorge kann zwar ein übers andere mit den Techniken, die du in der Therapie gelernt hast, bewäl-
tigt werden, aber die Biochemie ist viel zu stark für dich, als daß du die Symptome mit „Positivem Denken“ ausschalten könntest.

Es ist sehr wichtig, Verantwortung für die Kontrolle der Sorge zu übernehmen, der Einzige, der das tun kann, bist du selbst.
Doch gib dir nicht selbst die Schuld dafür oder glaube, „Negatives Denken“ sei die Ursache für die Symptome deines Entzugssyndroms.
Es ist einzig und allein dein geschädigtes Nervensystem, nicht du selbst.
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von carlotta » Montag, 05.03.18, 22:36

Hallo Ihr,

hier ist der Link zum Beitrag, den Nospie :) dankenswerterweise aus survivingantidepressants.org zitiert hat:
http://survivingantidepressants.org/top ... omment=273

Danke Dir auch, Padma, fürs Einstellen hier. :)

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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Straycat » Dienstag, 08.05.18, 12:33

Hallo,
Angstmaus hat geschrieben:
Freitag, 22.12.17, 21:00

Bei starken Symptomen: Hilft mir die 5-4-3-2-1 Methode.
5 Sachen erspähen, die man sieht, 5 Sachen, die man hört und weiter mit 4.. Und so weiter. Hilft mir deswegen, da ich nicht mehr in mich hineinhöre, sondern auf die Umgebung fixiert bin.
Das klingt sehr interessant. Sollte ich wieder eine Panikattacke aufziehen spüren, werde ich das auch ausprobieren.
Danke für den Tipp!!

Liebe Grüße,
Cat
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08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
Seit 05.07.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6 mg) - derzeit 54,7 mg Venlafaxin
Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
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Dara77
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Dara77 » Freitag, 11.05.18, 10:37

Hallo Ihr,

ich finde Angst und Panik fast grausamer als die Depressionen, wobei das eine ja oft am anderen hängt usw.
Ich setze grade mit eurer Hilfe Diazepam nach fast einen Jahr ab und hatte nie eine stabile Dosis, die ich jetzt seit 10 Tagen erst etabliere.
Trotzdem sind meine Angstsymptome konstant da und mein absoluter Haupttrigger: Extrasystolen!! :o Also Herzstolpern.

Durch die Reizung des veg. Nervensystems - vom Entzug?? - kriege ich schon ES sobald ich nur aufstehe, mich bücke, egal. Ich bin zittrig, mein Kreislauf dreht durch, ich kriege Herzrasen mit Aussetzern und schon hat mich die Panik im Griff. Was hilft? Nichts akut. Außer das was ich grade versuche abzusetzen: Benzos.

Sonst bemühe ich mich viel in der Natur zu sitzen, Hunde streicheln, lesen... mir immer sagen es ist das Nervensystem, ich bin herzgesund. Aber wenn die Symptome so ständig präsent sind klopft der Zweifel immer wieder und wieder an "was ist wenn...Kammerflimmern usw".. es ist zum heulen. :cry:

Kennt jemand so extreme Herzangst?

Ängstliche Grüße :?
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Antidepressive Historie
Fluoxetin: ca. 2003 immer wieder über Jahre mit kurzen Pausen
Diverse SSRI von 2008 bis Juni 2016:
Fluoxetin, Cipralex, Paroxetin, Sertralin, usw.
Zuletzt Venlafaxin 150 mg: April 2015 bis Juni 2016
Tianeptin 12,5 mg von Juli 2017 bis März 2018
Wegen schwerer Depression mit Suizidgedanken und absoluter Erschöpfung wurde aktuell erneut Venlafaxin angesetzt ab 01.05.2018:
erst 37,5 mg ,
ab 11.05. 75 mg,
ab 12.07. auf 37,5 mg reduziert,
am 14.08. auf 75 mg Venla. erhöht (Diazepam genau 1 Monat Null)



Benzodiazepine:
Gelegentliche Einnahme seit 2009 da sehr viel Angst vor Sucht
2015 dann wg Scheidung, Umzug und starker psychischer Krise Dauereinnahme von Tavor 1,0-2,0 mg täglich für über 8 Monate, Entzug nach Ashton mit Umstellung auf Diazepam Tropfen mit Arzt
Seitdem immer wieder Einahme bei Notfall zbw zu starker Anspannung
Sucht-Rückfall auf Lorazepam April 2017 bis August 2017 - erneut Absetzen mit Diazepam
Rückfall auf Diazepam täglich Nov 2017 - Dezember 2017,
kurze Zeit 3 Wochen ohne Diazepam,
wieder regelmäßige Einnahme täglich 2,5 - 12 mg Diazepam seit Februar 2018

Absetztversuch gescheitert totaler Zusammenbruch schwere Depression, Erschöpfung mit Angstzuständen Ende April 2018 - auf anraten hier jetzt stabile Dosis Diazepam etabliert seit 30.04.18
Morgens: 7 Tropfen = 3,5 mg Dia / Abends: 5 Tropfen = 2,5 mg Dia = 12 Tropfen / 6 mg
37,5 mg Venlafaxin
seit 14.05.18:
M: 3 mg / A: 2 mg Diapzepam = 10 Tropfen / 5 mg
75 mg Venlafaxin
seit 25.05.18:
M: 3 mg / A: 1,5 Diazepam = 9 Tropfen / 4,5 mg
112,5 mg Venalfaxin
Morgens noch sehr wackelig, Kreislaufprobleme und schnell Gefühl Überforderung. Aber deutliche Besserung im Vergleich zu Ende April!!!
Seit 25.06.18:
2 Tropfen = 1 mg Diazepam abends
75 mg Venlafaxin morgens
02.07.2018
Diazepam 1 Tropfen abends = 0,5 mg
12.07. Venlafaxin runter auf 37,5 mg
14.07. 2018: NULL mg DIAZEPAM
14.08.2018: Venalfaxin auf 75 mg erhöht wegen starken, somatisierten Depressionen und Angstzuständen

Ziel / Plan:
Schrittweise Reduzierung Diazepam Tropfen für Tropfen, Absetzen Venlafaxin wenn möglich Angstfrei einzukaufen, Sport, Spazieren etc. und körperlichen Symptome nicht ständig da sind, körperliche und emotionale Belastbarkeit steigern, Agoraphobie und Herzphobie Umgang lernen

Diagnose:
Agoraphobie mit Panikstörung
mittelschwere bis schwere, wiederkehrende depressive Episode [Trauma] - stark somatisierte Depression mit zahlreichen körperlichen Symptomen
Erschöpfungsdepression
Herzneurose, Somatisierungsstörung

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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Anerom » Samstag, 12.05.18, 9:37

Guten Morgen allerseits

Ich weiss nicht ob meine Frage in dieses Thema passt :?

In letzter Zeit bekomme ich wieder vermehrt Panikattacken und habe eine leichte bis mittelschwere Depression. Heute morgen ist es sogar ganz schlimm. Nun habe ich festgestellt, dass es mir sehr schlecht geht wenn ich genügend geschlafen habe. Normalerweise schlafe ich 5 bis max 6 Stunden fühle mich aber den ganzen Tag müde. Wenn ich aber ca 7 Stunden schlafe dann bin ich traurig, müde und habe starke Panik.

Für mich ist das nicht nachvollziehbar. Könnt ihr mir evt weiterhelfen oder habt ihr eine Erklärung dafür?

sonnige Grüsse

Anerom
2010 Cipralex täglich 10mg wegen starken Panikattacken
2013 kalter Entzug (wusste damals nicht dass man es einfach so absetzen kann)
war der Horror. Ging zum Hausarzt weil ich nicht wusste wieso es mir so schlecht geht. Sofortige Einnahme von 10mg

18.05.2016 - Beginn auszuschleichen mit 5mg (hatte das Gefühl wieder zu leben :party2: )
24.05.2016 - 4mg (fast täglich Müdigkeit)
05.06.2016 - 3mg (manchmal das Gefühl ich sei auf einem Schiff, etwas niedriger Blutdruck)
11.07.2016 - 2mg psychisch gut, physisch gelegentlich Übelkeit, sehr müde, vermutlich weil mein Blutdruck zu tief ist
25.07.2016 - 1mg und es geht mir zum Glück gut bis jetzt
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Blumenwiese » Samstag, 12.05.18, 11:53

Hallo Anerom,

Gegen Depression wird in Kliniken zur Behandlung auch Schlafentzug eingesetzt. Ich glaube das wirkt stimmungsaufhellend. Vielleicht spürst du diesen Effekt einfach sehr stark auch schon bei ein paar Stunden Unterschied in der Schlafdauer? Eine andere Erklärung fällt mir nicht dazu ein.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Anerom » Samstag, 12.05.18, 16:53

Hallo Blumrnwiese

Vielen Dank für die Antwort.

Das wäre natürlich möglich. Bin bei wenig Schlaf besserer Laune obwohl ich müde bin.

Ist das eigentlich langfristig gesundheitsschädigend jeden Nacht zu wenig zu schlafen? So wie es aussieht muss ich so weiter machen damit es mir psychisch relativ gut geht :cry:

liebe Grüsse
Anerom
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Jamie » Samstag, 12.05.18, 20:32

Hallo Anerom, :)

Schlafmangel ist auf die Dauer auf jeden Fall schädlich.
Die Frage ist, ob du zu denen gehörst, die mit 5-6 Stunden Schlaf auskommen ohne Probleme zu kriegen (?)
Es gibt ja diese Kategorie Menschen, denen wenig Schlaf reicht und die trotzdem nicht krank werden.

Problematisch wird es dann, wenn du dich mit dieser Schlafzeit nicht ausgeruht und erholt fühlst, sie aber brauchst, um das Depressive zu begrenzen.
Wobei - Depressionen sind zumeist selbstlimitierend; sprich sie kommen und sie gehen auch wieder.
Wenn es nur für diese Zeit wenig Schlaf ist, kann dein Körper das auf jeden Fall kompensieren.

Über Jahre gesehen ist Schlafmangel aber hochgradig problematisch, bringt den Hormonhaushalt durcheinander, begünstigt Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck u.v.m.

Deswegen muss man aber jetzt nicht panisch werden. Wenn die verkürzte Schlafdauer aktuell hilft das depressive Loch zu überwinden, dann solltest du vielleicht auch erst mal weniger schlafen - und ja, es ist wie Blumenwiese schrieb: Schlafentzug wirkt antidepressiv.

Grüße
Jamie
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Emilysofiella » Donnerstag, 17.05.18, 20:56

Hallo alle miteinander😊
Ich nehme nun fast zwei Wochen paroxetin-hormosan Tropfen 9 mg. Bekomme nun häufiger in der Nacht Panikattacken oder Angstzustände. Werde regelrecht aus dem Schlaf gerissen.
Dass schlimme ist aber nicht der Zustand an sich sondern dieses schlimme Gefühl in diesem Moment dass ich verrückt werde oder der Zustand so bleibt. 😢 kennt ihr das??
Sind dies absetz Symptome?
Wie reagiert ihr? Es geht dann recht schnell wieder vorbei aber in diesem Moment würde ich alles nehmen Hauptsache es hört auf. ☹ Liebe Grüße Emily.
Symptome: Schwindel antriebslosigkeit alle möglichen Symptome); Diagnose:Angst und Depression gemischt.
Depersonalisation seit März 2017 wegen zu schnellem Wechsel von Venlafaxin auf verschiedene andere Medikamente.
Starke Schmerzen im Kopf aber nicht zu vergleichen mit "normalen" Kopfschmerzen.
Medikation: (Paroxetin 30 mg, halbes Jahr oder länger) (>>) (pregabalin 75 mg, halbes Jahr oder länger) >> (usw.)
Zusätzlich: (Wirkstoff Pregabalin 75mg, Start Juni 2017
3 x täglich 75 mg.
Dann reduziert Februar 18 auf
1 x täglich 75 mg pregabalin
Bisherige Absetzversuche: (paroxetin 30mg in 2 Wochen Schritten reduziert.
Von 2008-2017 150 mg Venlafaxin
Ab März 2017 3 verschiedene Anläufe anderer tbl.
Ab September 2017 paroxetin 30mg.
Ab 13.02.18 2 Wochen lang 20 mg
Ab 28.02.18 10 mg alle zwei Tage.
Danach soll ich ganz absetzen.
Habe zum Glück nicht abgesetzt und meinem Arzt nicht vertraut!
Omega 3 ab 23.04.
Nehme nun weiterhin seit März 18 tgl. Paroxetin 10mg.
Ab 30.04.18 10 mg Paroxetin-Hormosan Tropfen
Ab 06.05.18 09 mg Paroxetin-Hormosan Tropfen
- 10.06.18 08 mg Paroxetin-hormosan Tropfen
15.07.18 07 mg Paroxetin # #

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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Anerom » Montag, 21.05.18, 8:23

Hallo Jamie

da hast du recht. Seit geraumen Zeit habe ich einen erhöhten Blutdruck. Vorallem wenn ich wach werde. Muss nun Betablocker nehmen.

Grüsse
Anerom
2010 Cipralex täglich 10mg wegen starken Panikattacken
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18.05.2016 - Beginn auszuschleichen mit 5mg (hatte das Gefühl wieder zu leben :party2: )
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von StefanKremer377 » Mittwoch, 23.05.18, 10:53

Hallo Dara!

Ich erkenne mich zu 100 % in deinen Symptomen wieder. Gerade was das Herz und die Angst dazu betrifft.
Bin im Novemver auf Null gegangen. Hatte durch Medi Einnahme extreme Herzstolperer. Bei mir war es zum Schluss jeder dritte Schlag. War dann auch 4 Tage stationär. Extrasystolen aber keine Schlimmen war die Diagnose. Im Abschlußbericht stand sogar... bitte psychiatrisch weiterbehandeln... krass.
Seid gestern ist das auch wieder zurück. Gerade bei Belastung und beim Vorbeugen.
Zwischenzeitlich immer einzelne über den Tag verteilt.
Diese Herzneurose sagte man mir auch. Sage mir auch jeden Tag das es der Entzug ist.

An manchen Tagen ist das aber schwer zu verstehen geschweigedenn zu akzeptieren.

Du siehst also das es anderen leider auch so geht.

Lg Stefan
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Ululu 69
2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

Claudi87
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Panikattacken und der Umgang damit.

Beitrag von Claudi87 » Montag, 06.08.18, 18:57

Hallo ihr lieben,

meine Frage wäre, wie ihr eure Panikattacken erlebt und was ihr dann tut?

Liebe Grüße
Claudia
Citalopram 20 mg seit 3 Jahren wegen Depressionen ( zwei Jahre davon auch leichte Hypochondrie).
Abgesetzt innerhalb ca. 4 Monaten
Seit Mai 2018 bei Psychologin.
Auf Null seit Mai 2018 ( seit dem Angststörung, Verdauungsprobleme, Nahrungsunverträgluchkeiten, Weinerlichkeit, Schmerzen im Brustkorb ).

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