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Benzo - Entzug / Lorazepam

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
zett
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Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von zett » Sonntag, 02.10.16, 17:19

Hallo Ihr,
ich bin auf der Suche nach Hilfe beim Ansetzen von Tavor und in diesem Zuge auf dieses Forum gestoßen.

Ich nehme Tavor noch nicht wirklich lange, habe aber relativ schnell eine Abhängigkeit entwickelt.
Alles begann mit einem Klinikaufenthalt vor 8 Wochen. Dort sollte meine Posttraumatische Belastungsstörung behandelt werden. In die Klinik kam ich mit schlimmen Ängsten, die 24h am Tag anhilten. Es wurden einige Medikamente ausprobiert, wieder abgesetzt u.s.w..Am Ende ging es mir so schlecht, wie nie zuvor. Entlassen wurde ich mit einer schweren Depression, 0,25 Olanzapin, Sertralin und Tavor als Bedarf.

Vor 8 Wochen fing ich an, noch recht unregelmäßig und in Dosierungen von 0,5 bis 1,5 mg( 3x in der Woche ), Tavor zu nehmen.
Vor 4 Wochen wollte meine ambulante Psychiaterin das Olanzapin von heut auf morgen absetzen. Das hatte zur Folge, dass ich völlig abgestürzt bin.
Also wurde es nach 3 Tagen wieder angesetzt. ABER seit dem nehme ich nun tgl. Tavor; auch immer in sehr unterschiedlichen Dosen. Ich habe versucht es auszuschleichen und musste letztendlich immer wieder hochdosieren.
Meine Dosierungen liegen zwischen 0,25 - 0,75 wenns ganz blöd ist.
Diese Woche habe ich meine Psychiaterin gebeten, mir einen Absetzplan zu machen. Sie meint, ich könne jetzt 2 Wochen 0,5mg nehmen, dann auf 0,25 und dann wäre ich raus aus der Nummer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert.
Das Olanzapin soll ja dann auch noch irgendwann weg.

Ich wäre sehr dankbar für Euren Rat!

Grüße, zett.
Zuletzt geändert von Jamie am Sonntag, 02.10.16, 22:24, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Wirkstoff ergänzt
April 2013 traumatische Erfahrung und nicht erkannte Traumareaktion
ab Mai dann 50mg Sertralin und 2,5 Olanzapin
ab August 100mg Sertralin und Olanzapin raus

ab Januar 2014 ganz langsames Runterdosierung des Sertralins
Dezember 2014 Sertralin abgesetzt

April 2016 erstes Wiederauftreten von Symptomen, Mai kompletter Absturz
Klinikaufenthalt
Diagnose nun Posttraumatische Belastungsstörung und schwere Depression

Seit Mitte Juli 2016 2,5mg Olanzapin
seit dem 20.09. auf 1,875mg reduziert
seit dem 27.01. auf 1,25mg reduziert :zombie:
seit dem 20.02. auf 1 mg reduziert
seit dem 20.03. auf 0,625mg reduziert
seit dem 19.04. auf 0,322mg reduziert
durch vergessene Einnahme seit dem 05.05. KEIN Olanzapin mehr


Seit 11.08. 2016 wieder Sertralin
Einschleichprozedere:
6 Tage 25mg
13 Tage 50mg
11 Tage 75mg
21 Tage 100mg

seit 01.10. 125mg
seit 02.03.'17 100mg
Stand 16.10.'17 37,5mg


Lorazepam
seit 05.09. täglich , Dosis zwischen 0,25 und 0,75 - selten 1mg

seit 01.10. nun Ausschleichen
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg

seit 12.10.
morgens 0,25 und nachmittags 0,125
fürchterliche Panik, Muskelschmerzen, Übelkeit, Depression
14.10. erstmal wieder zurück
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg
bis Stabilisierung

08.11.
morgens 0,25mg und nachmittags 0,225mg (- 10% ) = 0,475mg
27.11
morgens 0,225mg ( - 10% ) und nachmittags 0,225mg = 0,45mg
( beinahe ohne Entzugssymptome )
05.12.
morgens 0,225mg und nachmittags 0,2 mg ( - 10% ) = 0,42mg

zwischendurch vergessen, einzutragen
2017
aktuell
seit 05.01.2017
morgens 0,2mg und nachmittags 0,175mg = 0,375mg
seit 12.01.
morgens 0,175mg und nachmittags 0,175mg = 0,35mg
seit 26.01.
morgens 0,175mg und nachmittags 0,15mg = 0,325mg
seit 08.02
morgens 0,15mg und nachmittags 0,15mg = 0,3mg
seit 23.02.
morgens 0,15mg und nachmittags 0,125mg =0,275mg
seit 06.03.
morgens 0,125mg und nachmittags 0,125mg = 0,25mg
HALBZEIT :fly:
seit 12.03.
morgens 0,125mg und nachmittags 0,1mg = 0,225mg
seit 22.03.
morgens 0,1mg und nachmittags 0,1mg = 0,2mg
seit 01.04.
morgens 0,1mg und nachmittags 0,075mg = 0,175mg
seit 11.04
morgens 0,075mg und nachmittags 0,075mg = 0,15mg
seit 18.04
morgens 0,075mg und nachmittags 0,05mg = 0,125mg
seit 06.05.
morgens 0,05mg und nachmittags 0,05mg = 0,1mg
Stand 16.10. '17 seit 3 Monaten kein Lorazepam mehr
:party2:

Lisamarie
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Re: Benzo - Entzug

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 02.10.16, 19:05

Hallo Zett,

Willkommen im ADFD.

Also als erstes solltest du eine feste Dosis einnehmen und nicht zwischen 0,25 und 0,75 mg pendeln. Das reizt das ZNS. Würde so an 0,5 mg pro Tag denken und das dann erstmal 14 Tage nehmen und dann mit dem langsamen Abdosieren beginnen, wir hier im Forum setzen alle zwei bis vier Wochen zwischen 5 und 10% ab.

Fraglich ist es ob dir das Abdosieren mit dem Travor gelingt, weil es eine kurze Halbwertzeit hat und du beim abdosieren immer wieder in kleine Entzüge rutschen kannst, was es dann schwieriger macht. Vielleicht wäre es besser dich auf eins mit längerer Halbwertzeit umzustellen, b.s.w. Diazepam oder Oxazepam.

Ich schick dir mal Infos zum lesen mit
http://benzo.org.uk/german/index.htm

Lg Petra
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Jamiezett
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Kevin05

Re: Benzo - Entzug

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 02.10.16, 20:38

Hallo Zett,

willkommen im Forum. Du hast leider wenig Backgroundinformation über deine Erkrankungen und deine Geschichte geschrieben, weil irgendwas hat das Ganze ja ausgelöst bzw. leidest du vielleicht schon länger drunter oder auch möglich hast auch früher schon andere Medikamente genommen.

All diese Informationen sind sehr wichtig für die Menschen hier, die dir helfen wollen. Daher bitte ich dich das ein wenig genauer zu schreiben, unter deinen persönlichen Einstellungen unter Profil gibt es den Punkt Signatur - dort könntest du das alles reinschreiben, dann kann man dich kompetent beraten, wie du weiter vorgehen kannst, was du versuchen kannst um wieder gesund zu werden.

Du bist ja bedauerlicherweise nicht viel besser aus der Klinik raus als rein - das ist leider auch eine Erfahrung, die viele Betroffene machen und dann sitzt man alleine da mit seinen Problemen und hat oft keine Enterstützung, umso wichtiger, dass du diesen Platz gefunden hast, weil der Platz ist gut.

Unabhängig von deiner Lebens- und Medikamentengeschichte solltest du natürlich auch nachdenken, dass es mit dem Absetzen der Medikamente alleine nicht getan ist, weil es hatte ja einen Grund, dass du in eine Klinik gingst bzw. die Medikamente nahmst. Diese Probleme verschwinden in der Regel nicht mit dem Absetzen alleine, man muss da Gegengewichte schaffen in dem man eben viele Dinge oder einige wichtige in seinem Leben versucht zu ändern, die einen belastet haben oder belasten, einfach nachdenken, was das sein kann, kann ich es ändern und wenn ja wie? Bzw. was kannst du neu in deinem Leben Platz geben, wo du glaubst, dass es dir bei deinen Problemen helfen kann, ganz ein zentraler und wichtiger Punkt. Mir ist das ganz wichtig, weil das Absetzen alleine ist schon nicht ganz einfach, aber es muss auch ein Gegengewicht her oder wie immer man das nennen mag, da ich schon lange hier schreibe fällt es mir schwer nicht immer die gleichen Worte zu verwenden.

Auf jeden Fall hast du denke ich erkannt, dass die Medikamente dir nicht wirklich weitergeholfen haben, also musst du andere Wege versuchen, wie diese aussehen können, das kann ich dir leider nicht sagen, da ist für jede etwas anderes hilfreich, aber ohne diese Maßnahmen wird es sehr schwer dauerhaft ohne Medikamente zu leben.

Gut, was die Medikamentenreduktion anlangt gibt es deutlich kompetentere Menschen hier und ich könne zwar, will aber nicht nachplappern, außerdem ist das Konzept so gleich es klingen mag doch für jeden individuell anzupassen.

Alles Gute und ich wünsche Dir, dass du es schaffst, Kevin

Esperanza
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von Esperanza » Sonntag, 02.10.16, 23:47

Hallo Zett,
willkommen im ADFD :group:
Von Lorazepam wird man sehr schnell abhängig, da es sehr schnell wirkt und wieder abgebaut wird, so dass
man ständig "nachlegen" muss, wie bei einer Heißhungerattacke. Selbst wenn man sich streng an die ärztliche
Dosis hält, kann man bereits innerhalb von 2 Wochen abhängig werden. Man glaubt es kaum, aber es ist so.

Ich empfehle dir, mit deinem Arzt zu besprechen, ob du vielleicht auf Diazepam umsteigen kannst. Diazepam
ist eigentlich stärker, wirkt aber langsamer und langanhaltender. Außerdem gibt es Diazepam in Tropfenform,
so dass ein langsames, schrittweises Ausschleichen einfacher wird. Lehnt dein Arzt das ab, so kannst du versuchen,
das Tavor in einer niedrigen Alkohol-Wasser-Mischung zu lösen (wegen Haltbarkeit) und dir eine Tropfflasche in der
Apotheke kaufen, so dass du individuell dosieren kannst. Der Alkohol ist natürlich nicht optimal; alternativ kannst
du versuchen, mit abgekochtem Wasser und Haushaltszucker eine möglichst gesättigte Zuckerlösung herzustellen.
Diese hält dann im Kühlschrank einige Tage.
Und das wichtigste: geh es langsam an. Der Weg ist das Ziel. :schnecke:
Alles Gute
Esperanza :)
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JamieLisamariepadmazett
*Amitriptylin seit 2009, Dosis schwankend (aktuell ca. 50 mg)
*Benzodiazepine seit 2001, Bedarfsmedikation
*Absetzversuche des Amitriptylins scheitern an schweren Schlafstörungen

zett
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von zett » Dienstag, 04.10.16, 7:59

Vielen Dank für Eure Antworten!
:)

Ja, leider musste ich die Erfahrung machen, dass Klinik keine wirkliche Hilfe ist. Das mag bei Anderen funktionieren; bei mir hat es Alles schlimmer gemacht.
Zu meiner Geschichte...
Ich habe vor 3 1/2 Jahren meinen Sohn zur Welt gebracht und wir beide wären dabei beinahe ums Leben gekommen. Zunächst habe ich 3 Wochen irgendwie funktioniert und dann von einem Tag auf den anderen begannen die Probleme. Ich hatte also eine "Anpassungsstörung" vom Feinsten ( Depersonalisierung, Depression, Angst und Panik)
Damals verschrieb man mir auch schon Sertralin und Olanzapin. Als ich damals das Olanzapin auch plötzlich absetzen sollte, wurde es richtig schlimm und ich bin mit meinem dann 3 monatigem Sohn in eine Klinik gekommen. Dort hat man das Sertralin erhöht und ich konnte mich ganz langsam stabilisieren. Das Medikament habe ich dann nach einem halben Jahr angefangen zu reduzieren und nach insgesamt 1 1/2 Jahren abgesetzt.
In diesem Mai kam es dann leider zu einem Rückfall und man hat mir eine "Posttraumatische Belastungsstörung" diagnostiziert.
Also ging ich wieder in eine Klinik und sollte eine Traumabehandlung ( EMDR ) bekommen. Mir ging es dann, wie gesagt, zunehmend schlechter....
Diagnose bei der Entlassung war dann PTBS + schwere Depression.

Ich habe jetzt vor wenigen Wochen eine ambulante Therapie begonnen. Ich möchte ja irgendwann ohne Medikamente leben können und an meinen Ängsten arbeiten. Die Therapeuten ist auf Trauma spezialisiert und ich habe große Hoffnung, dass diese Therapie erfolgreich sein wird.


Ich habe diese Woche Donnerstag wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin und werde das Diazepam ansprechen, wobei ich schön Angst vor einem Wechsel hab :( . Ich dachte man könne vielleicht in viertel oder achtel - Schritten vorgehen.....
Bis dahin versuche ich es nun erstmal mit morgens 0,25mg und nachmittags 0,25 Tavor - gestern hat das ganz gut funktioniert.
April 2013 traumatische Erfahrung und nicht erkannte Traumareaktion
ab Mai dann 50mg Sertralin und 2,5 Olanzapin
ab August 100mg Sertralin und Olanzapin raus

ab Januar 2014 ganz langsames Runterdosierung des Sertralins
Dezember 2014 Sertralin abgesetzt

April 2016 erstes Wiederauftreten von Symptomen, Mai kompletter Absturz
Klinikaufenthalt
Diagnose nun Posttraumatische Belastungsstörung und schwere Depression

Seit Mitte Juli 2016 2,5mg Olanzapin
seit dem 20.09. auf 1,875mg reduziert
seit dem 27.01. auf 1,25mg reduziert :zombie:
seit dem 20.02. auf 1 mg reduziert
seit dem 20.03. auf 0,625mg reduziert
seit dem 19.04. auf 0,322mg reduziert
durch vergessene Einnahme seit dem 05.05. KEIN Olanzapin mehr


Seit 11.08. 2016 wieder Sertralin
Einschleichprozedere:
6 Tage 25mg
13 Tage 50mg
11 Tage 75mg
21 Tage 100mg

seit 01.10. 125mg
seit 02.03.'17 100mg
Stand 16.10.'17 37,5mg


Lorazepam
seit 05.09. täglich , Dosis zwischen 0,25 und 0,75 - selten 1mg

seit 01.10. nun Ausschleichen
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg

seit 12.10.
morgens 0,25 und nachmittags 0,125
fürchterliche Panik, Muskelschmerzen, Übelkeit, Depression
14.10. erstmal wieder zurück
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg
bis Stabilisierung

08.11.
morgens 0,25mg und nachmittags 0,225mg (- 10% ) = 0,475mg
27.11
morgens 0,225mg ( - 10% ) und nachmittags 0,225mg = 0,45mg
( beinahe ohne Entzugssymptome )
05.12.
morgens 0,225mg und nachmittags 0,2 mg ( - 10% ) = 0,42mg

zwischendurch vergessen, einzutragen
2017
aktuell
seit 05.01.2017
morgens 0,2mg und nachmittags 0,175mg = 0,375mg
seit 12.01.
morgens 0,175mg und nachmittags 0,175mg = 0,35mg
seit 26.01.
morgens 0,175mg und nachmittags 0,15mg = 0,325mg
seit 08.02
morgens 0,15mg und nachmittags 0,15mg = 0,3mg
seit 23.02.
morgens 0,15mg und nachmittags 0,125mg =0,275mg
seit 06.03.
morgens 0,125mg und nachmittags 0,125mg = 0,25mg
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seit 12.03.
morgens 0,125mg und nachmittags 0,1mg = 0,225mg
seit 22.03.
morgens 0,1mg und nachmittags 0,1mg = 0,2mg
seit 01.04.
morgens 0,1mg und nachmittags 0,075mg = 0,175mg
seit 11.04
morgens 0,075mg und nachmittags 0,075mg = 0,15mg
seit 18.04
morgens 0,075mg und nachmittags 0,05mg = 0,125mg
seit 06.05.
morgens 0,05mg und nachmittags 0,05mg = 0,1mg
Stand 16.10. '17 seit 3 Monaten kein Lorazepam mehr
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Jamie
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von Jamie » Dienstag, 04.10.16, 9:45

Hallo guten Morgen zett :),

ich erwähne es noch mal kurz, damit du eine Vorstellung hast.
Ideal ist überlappendes Umstellen. Etwas Lorazepam raus, etwas Diazepam rein usw. Dann ein paar Tage später wieder etwas Tavor raus und dafür erneut etwas Diazepam rein, bis irgendwann das Tavor ganz draußen ist und stattdessen das Diazepam drinnen.
Eine Umstellung dauert - je nach Dosis - einige Wochen; bei dir würde ich sagen: ca. 2-3 Wochen (du hast Gott sei Dank nur eine niedrige Dosis). (Ich habe Monate zum Überlappen gebraucht).

So entwöhnt man sich sanft vom bekannten Stoff und gewöhnt sich gleichzeitig an den neuen mit der längeren Halbwertszeit.
Ist Diazepam bei deiner Ärztin nicht drin, geht auch ein anderen Benzo mit langer HWZ, z.B. Oxazepam, wobei es das leider nicht flüssig gibt.
Das muss man dann bröseln / abwiegen bzw. auflösen und mit der Wasserlösemethode weitermachen.

PS. Ich kopiere dir hier noch etwas rein, was ich bei jemand Anderem geschrieben habe, wie man die Kooperationsbereitschaft des Arztes erhöhen kann (durch Eigenengagement). Schaue doch, ob du dir da Anregungen rauspicken kannst.
aus einem Beitrag an hooope, Rubrik Benzodiazepine absetzen hat geschrieben: Überlappendes Umstellen und dann Ausschleichen ist schonender.
Kannst du das deine Ärztin fragen? Akzeptiere notfalls ein Privatrezept über eine 50er Tavor 1mg Packung; mehr als 20€ kostet das nicht.

Biete der Ärztin auch an, dass sie deine Tabletten verwahren darf und du wöchentlich kommst um dir die Dosis für wieder eine Woche abzuholen.
Zeige dich 100% kompromissbereit und engagiert.

Schlage ihr vor, alle 2-3 Wochen vorbei zu kommen und Bericht zu erstatten, wie es läuft, und lege ihr deine positiven Fortschritte vor (Heft führen).
Es hängt sehr viel von deinem echten Willen und Engagement ab. Sage ihr, dass du es unbedingt willst, aber das du dich nicht hetzen lassen kannst; du musst ja auch erst mal schauen, wie das Oxazepam wirkt und wie du es verträgst.

Sage ihr auch, dass du bereit bist, dir eine Suchtgruppe zu suchen und ob sie weiß, ob es Gruppentherapie in der Stadt gibt (zum Beispiel Narcotics Anonymous) - damit beweist du ebenfalls deinen guten Willen.
Solltest du keine Therapie machen, dann schlage vor, dass du dich auch nach einem Therapieplatz umsiehst.

Ambulantes Entziehen kann gelingen, wenn die Ärzte einen zeittechnisch nicht unter Druck setzen und bereit sind ausreichend lange Rezepte auszustellen.
Unserer Erfahrung nach ist es schonender und nachhaltiger als ein Entzug in einer Klinik, den wir generell nicht empfehlen würden, da man da in 3 Wochen "entwöhnt" wird, mit anderen Psychopharmaka zugeknallt wird und oft völlig destabilisiert entlassen wird, was Rückfällen Tür und Tor öffnet.

Ich hoffe sehr, dass deine Ärztin bereit ist Kompromisse zu machen und dass ihr euch einigen könnt.
Handle mit der Ärztin aus, dass der Entzug nicht in x,y,z Wochen durch sein muss, sondern dass du regelmäßig kommst um zu berichten, wie es läuft und welche Probleme auftauchen und damit sie sieht, dass du bemüht bist.
Sollte alle Form von Kommunikation scheitern, akzeptiere Rezepte von ihr und suche dir notfalls einen neuen Arzt, der bereit ist, dich angemessen zu unterstützen (und nicht zu erpressen). Das kann manchmal dauern, aber die meisten hier haben irgendwann jemanden gefunden, der bereit war, sich auf Ashton bzw. langsames kontrolliertes ambulantes Entziehen daheim einzulassen.
Grüße
Jamie
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...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

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Kevin05

Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 04.10.16, 11:29

Hallo Zett,

die Umstellung auf Diazepam hat bei vielen schon funktioniert, wie Jamie schrieb ideal wäre es das überlappend zu machen (sorry Wiederholung oder anders ausgedrückt Bestätigung).

Also viele positive Klinikberichte finde ich weder hier noch im realen Leben. Okay, ein paar wenige haben es als hilfreich beschrieben, aber deine Entlassungsdiagnose? Ich mein entlässt man jemand mit so einer Diagnose? Vermutlich ja, weil sie nicht weiter gekommen sind. So gesehen gut für dich, jetzt hast du dich Chance dir ambulant helfen zu lassen, was ja auch aufgrund deiner Familiensituation besser ist.

Du klingst auch optimistisch, dass du denkst, dass die Maßnahmen, die du gesetzt hast bzw. machst und machen wirst helfen werden, das ist wichtig, ich mein dass du da nicht zweifelst sondern dran glaubst und deine bisherigen Erfahrungen klingen ja auch gut.

So will ich nicht viel schreiben, außer dass ich dir alles Gute wünsche und hoffe und denke, dass du auf einem guten Weg bist, du klingst auf jeden Fall sehr fokussiert auf deine Ziele, LG Kevin

zett
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von zett » Mittwoch, 05.10.16, 11:53

Hallo Ihr,

Man bin ich froh, her gefunden zu haben! Vielen Dank für Eure Unterstützung.

Ich habe heute Vormittag mit meiner Psychiaterin telefoniert, um schon einmal vor zu fühlen - morgen habe ich ja einen Termin.
Sie möchte mich nicht auf ein anderes Benzo umstellen; ist der Meinung, dass das auch so funktioniert, weil ich ja noch nicht so lange und in einer geringen Dosis Tavor nehme. :?
Ich werde morgen dennoch das Thema wieder auf den Tisch bringen....

Sollte es bei dem Tavor bleiben, muss ich mich dann auf den Höllenentzug einstellen?
Ich bin nun seit dem dritten Tag bei morgens 0,25mg und am Nachmittag nochmal 0,25mg. Gestern und Vorgestern ging das richtig gut, heut habe ich allerdings schon ein wenig zu kämpfen ( mir ist, kalt, zittern, Ängste, Unwohlsein ).
Im Tavorfall würde ich im nächsten Schritt dann am Nachmittag nur noch 0,125 mg nehmen. Wäre das realistisch. Und bräuchte ich für jedes Viertel 2 Wochen? Ich weiß, dass das bei jedem anders ist, aber vielleicht habt Ihr ja Erfahrungswerte für mich....

Viele Grüße, zett.
April 2013 traumatische Erfahrung und nicht erkannte Traumareaktion
ab Mai dann 50mg Sertralin und 2,5 Olanzapin
ab August 100mg Sertralin und Olanzapin raus

ab Januar 2014 ganz langsames Runterdosierung des Sertralins
Dezember 2014 Sertralin abgesetzt

April 2016 erstes Wiederauftreten von Symptomen, Mai kompletter Absturz
Klinikaufenthalt
Diagnose nun Posttraumatische Belastungsstörung und schwere Depression

Seit Mitte Juli 2016 2,5mg Olanzapin
seit dem 20.09. auf 1,875mg reduziert
seit dem 27.01. auf 1,25mg reduziert :zombie:
seit dem 20.02. auf 1 mg reduziert
seit dem 20.03. auf 0,625mg reduziert
seit dem 19.04. auf 0,322mg reduziert
durch vergessene Einnahme seit dem 05.05. KEIN Olanzapin mehr


Seit 11.08. 2016 wieder Sertralin
Einschleichprozedere:
6 Tage 25mg
13 Tage 50mg
11 Tage 75mg
21 Tage 100mg

seit 01.10. 125mg
seit 02.03.'17 100mg
Stand 16.10.'17 37,5mg


Lorazepam
seit 05.09. täglich , Dosis zwischen 0,25 und 0,75 - selten 1mg

seit 01.10. nun Ausschleichen
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg

seit 12.10.
morgens 0,25 und nachmittags 0,125
fürchterliche Panik, Muskelschmerzen, Übelkeit, Depression
14.10. erstmal wieder zurück
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg
bis Stabilisierung

08.11.
morgens 0,25mg und nachmittags 0,225mg (- 10% ) = 0,475mg
27.11
morgens 0,225mg ( - 10% ) und nachmittags 0,225mg = 0,45mg
( beinahe ohne Entzugssymptome )
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seit 12.01.
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seit 26.01.
morgens 0,175mg und nachmittags 0,15mg = 0,325mg
seit 08.02
morgens 0,15mg und nachmittags 0,15mg = 0,3mg
seit 23.02.
morgens 0,15mg und nachmittags 0,125mg =0,275mg
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seit 18.04
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seit 06.05.
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Lisamarie
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 05.10.16, 13:14

Hallo Zett, hast du eine Ahnung auf welches Benzo du umgestellt werden sollst ? Travor ist wegen der geringen Halbwertzeit schlechter zum Abdosieren. Ich würde jetzt erstmal bei 2 x 0,25 mg bleiben und dann erstmal die Umstellung auf ein anderes Benzo ohne weiter abzudosieren. Erst wenn du dich damit stabilisiert hast kannst du ans weitere Abdosieren machen. Neues Benzo wäre Diazepam oder Oxazepam denkbar.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von padma » Mittwoch, 05.10.16, 14:13

hallo Zett, :)
Sie möchte mich nicht auf ein anderes Benzo umstellen; ist der Meinung, dass das auch so funktioniert, weil ich ja noch nicht so lange und in einer geringen Dosis Tavor nehme. :?
Es kann sein, dass das direkte Absetzen mit Tavor bei dir funktioniert. Wenn deine Ärztin dir kein anderes Benzo verordnnen will, köntest du es direkt mit Tavor versuchen.
Im Tavorfall würde ich im nächsten Schritt dann am Nachmittag nur noch 0,125 mg nehmen. Wäre das realistisch. Und bräuchte ich für jedes Viertel 2 Wochen?
0,125 mg könnte ein zu grosser Schritt sein. mit der Wasserlösemethode könntest du kleinere Dosen herstellen http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7936

Eine Reduktion alle 2 Wochen könnte klappen.

liebe Grüsse,
padma
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von zett » Mittwoch, 05.10.16, 16:39

Danke Padma!

Welche Schritte sind denn zu empfehlen? Und gehe ich dann von der gesamten Tagesdosis von 0,5mg oder von der Nachmittagsdosis von 0,25mg aus?

Ich seh' schon...das wird sich ganz schön hinziehen :cry:
Das Entziehen dauert also länger als die regelmäßige Einnahme ( 4 Wochen bei mir ).
Liebe Grüße, zett.
April 2013 traumatische Erfahrung und nicht erkannte Traumareaktion
ab Mai dann 50mg Sertralin und 2,5 Olanzapin
ab August 100mg Sertralin und Olanzapin raus

ab Januar 2014 ganz langsames Runterdosierung des Sertralins
Dezember 2014 Sertralin abgesetzt

April 2016 erstes Wiederauftreten von Symptomen, Mai kompletter Absturz
Klinikaufenthalt
Diagnose nun Posttraumatische Belastungsstörung und schwere Depression

Seit Mitte Juli 2016 2,5mg Olanzapin
seit dem 20.09. auf 1,875mg reduziert
seit dem 27.01. auf 1,25mg reduziert :zombie:
seit dem 20.02. auf 1 mg reduziert
seit dem 20.03. auf 0,625mg reduziert
seit dem 19.04. auf 0,322mg reduziert
durch vergessene Einnahme seit dem 05.05. KEIN Olanzapin mehr


Seit 11.08. 2016 wieder Sertralin
Einschleichprozedere:
6 Tage 25mg
13 Tage 50mg
11 Tage 75mg
21 Tage 100mg

seit 01.10. 125mg
seit 02.03.'17 100mg
Stand 16.10.'17 37,5mg


Lorazepam
seit 05.09. täglich , Dosis zwischen 0,25 und 0,75 - selten 1mg

seit 01.10. nun Ausschleichen
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg

seit 12.10.
morgens 0,25 und nachmittags 0,125
fürchterliche Panik, Muskelschmerzen, Übelkeit, Depression
14.10. erstmal wieder zurück
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg
bis Stabilisierung

08.11.
morgens 0,25mg und nachmittags 0,225mg (- 10% ) = 0,475mg
27.11
morgens 0,225mg ( - 10% ) und nachmittags 0,225mg = 0,45mg
( beinahe ohne Entzugssymptome )
05.12.
morgens 0,225mg und nachmittags 0,2 mg ( - 10% ) = 0,42mg

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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 05.10.16, 18:55

Hallo Zett, sorry hatte gelesen das du auf ein anderes Benzo umgestellt werden solltest.
möchte mich nicht auf ein anderes Benzo umstellen; ist der Meinung, dass das auch so funktioniert, weil ich ja noch nicht so lange und in einer geringen Dosis Tavor nehme. :?
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. :o

Lg Petra
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von zett » Donnerstag, 06.10.16, 17:09

Hallo Petra :-),

hab' mir schon gedacht, dass Du das "nicht" überlesen hast.

Liebe Grüße
April 2013 traumatische Erfahrung und nicht erkannte Traumareaktion
ab Mai dann 50mg Sertralin und 2,5 Olanzapin
ab August 100mg Sertralin und Olanzapin raus

ab Januar 2014 ganz langsames Runterdosierung des Sertralins
Dezember 2014 Sertralin abgesetzt

April 2016 erstes Wiederauftreten von Symptomen, Mai kompletter Absturz
Klinikaufenthalt
Diagnose nun Posttraumatische Belastungsstörung und schwere Depression

Seit Mitte Juli 2016 2,5mg Olanzapin
seit dem 20.09. auf 1,875mg reduziert
seit dem 27.01. auf 1,25mg reduziert :zombie:
seit dem 20.02. auf 1 mg reduziert
seit dem 20.03. auf 0,625mg reduziert
seit dem 19.04. auf 0,322mg reduziert
durch vergessene Einnahme seit dem 05.05. KEIN Olanzapin mehr


Seit 11.08. 2016 wieder Sertralin
Einschleichprozedere:
6 Tage 25mg
13 Tage 50mg
11 Tage 75mg
21 Tage 100mg

seit 01.10. 125mg
seit 02.03.'17 100mg
Stand 16.10.'17 37,5mg


Lorazepam
seit 05.09. täglich , Dosis zwischen 0,25 und 0,75 - selten 1mg

seit 01.10. nun Ausschleichen
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg

seit 12.10.
morgens 0,25 und nachmittags 0,125
fürchterliche Panik, Muskelschmerzen, Übelkeit, Depression
14.10. erstmal wieder zurück
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg
bis Stabilisierung

08.11.
morgens 0,25mg und nachmittags 0,225mg (- 10% ) = 0,475mg
27.11
morgens 0,225mg ( - 10% ) und nachmittags 0,225mg = 0,45mg
( beinahe ohne Entzugssymptome )
05.12.
morgens 0,225mg und nachmittags 0,2 mg ( - 10% ) = 0,42mg

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2017
aktuell
seit 05.01.2017
morgens 0,2mg und nachmittags 0,175mg = 0,375mg
seit 12.01.
morgens 0,175mg und nachmittags 0,175mg = 0,35mg
seit 26.01.
morgens 0,175mg und nachmittags 0,15mg = 0,325mg
seit 08.02
morgens 0,15mg und nachmittags 0,15mg = 0,3mg
seit 23.02.
morgens 0,15mg und nachmittags 0,125mg =0,275mg
seit 06.03.
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HALBZEIT :fly:
seit 12.03.
morgens 0,125mg und nachmittags 0,1mg = 0,225mg
seit 22.03.
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seit 01.04.
morgens 0,1mg und nachmittags 0,075mg = 0,175mg
seit 11.04
morgens 0,075mg und nachmittags 0,075mg = 0,15mg
seit 18.04
morgens 0,075mg und nachmittags 0,05mg = 0,125mg
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von padma » Freitag, 07.10.16, 18:39

hallo Zett, :)
Welche Schritte sind denn zu empfehlen? Und gehe ich dann von der gesamten Tagesdosis von 0,5mg oder von der Nachmittagsdosis von 0,25mg aus?
10% von der Gesamtdosis, also 0,05 mg pro Schritt. Das entspricht auch der allgemeinen Empfehlung bei Diazepam im unteren Bereich in 0,5 mg Schritten abzusetzen.

Du kannst beide Dosen um 0,025 mg reduzieren oder bei einer Dosis um 0,05 mg.

Letztlich musst du schauen, wie du damit zurecht kommst

Schau mal bei Rachel rein http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 16&t=12179, sie setzt Tavor direkt ab und ist schon fast bei 0.
Das Entziehen dauert also länger als die regelmäßige Einnahme ( 4 Wochen bei mir ).
Das kann leider so sein. :(

liebe Grüsse,
padma
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von zett » Montag, 10.10.16, 7:52

Hallo Padma :-),

ja, ich werde auch nicht drum rum kommen, Tavor direkt abzusetzen. Meine Psychiaterin lässt sich da auf nix Anderes ein. Und vielleicht ist das so auch gar nicht schlecht.... Eine Umstellung würde jetzt ja auch erstmal ne ganze Zeit in Anspruch nehmen.
Der Link zu Rachel ist sehr hilfreich! Vielen Dank!!!

Liebe Grüße, zett.
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seit dem 20.09. auf 1,875mg reduziert
seit dem 27.01. auf 1,25mg reduziert :zombie:
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seit dem 20.03. auf 0,625mg reduziert
seit dem 19.04. auf 0,322mg reduziert
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fürchterliche Panik, Muskelschmerzen, Übelkeit, Depression
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bis Stabilisierung

08.11.
morgens 0,25mg und nachmittags 0,225mg (- 10% ) = 0,475mg
27.11
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von Lisamarie » Montag, 10.10.16, 9:02

Hallo Zett, dann drück ich die Daumen das es so klappt wie du es dir vorstellst. Wie kommst du denn mit der aktuellen Dosis klar ?
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von zett » Donnerstag, 13.10.16, 14:20

Hallo Padma :-),
ich bin mit der Dosis ganz gut zurecht gekommen. Die ersten Tage waren schwieriger, aber dann hat es sich stabilisiert. Nun habe ich gestern, wie es meine Psychiaterin wollte, die Nachmittagsdosis auf 0,125 gesetzt. Wie zu erwarten, hab ich jetzt wieder Ängste, Herzrasen und bin nicht gut drauf... Es ist aber nicht so schlimm, dass ich es nicht aushalte - ich hoffe, mein Körper gewöhnt sich schnell an die neue Dosis und wird nicht etwa schlimmer! Wie lange braucht denn der Körper durchschnittlich? Meine Psychiaterin sagte nur 3- 5 Tage .

Viele Grüße, zett.
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morgens 0,25 und nachmittags 0,125
fürchterliche Panik, Muskelschmerzen, Übelkeit, Depression
14.10. erstmal wieder zurück
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg
bis Stabilisierung

08.11.
morgens 0,25mg und nachmittags 0,225mg (- 10% ) = 0,475mg
27.11
morgens 0,225mg ( - 10% ) und nachmittags 0,225mg = 0,45mg
( beinahe ohne Entzugssymptome )
05.12.
morgens 0,225mg und nachmittags 0,2 mg ( - 10% ) = 0,42mg

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morgens 0,15mg und nachmittags 0,125mg =0,275mg
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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 13.10.16, 14:26

Hallo Zett :-)

bei mir war es so, dass die Symptome bei der Lorazepam reduktion nach 3 Tagen den Höhepunkt erreichten, und nach 5-7 Tagen wieder besser wurden, aber noch nicht weg waren.

Anfangs habe ich daher wöchentlich reduziert.
Als ich mit der Dosis weiter unten war dauerten die Symptome länger und waren heftiger, so dass ich 2 Wochen Abstand zwischen den Reduktionen lassen musste.

Ich denke es ist individuell unterschiedlich.

Meine Mutter reduziert auch gerade Lorazepam, und sie merkt eine Woche lang gar nichts, erst nach 2-3 Wochen bekommt sie langsam und schleichen Symptome wie Stressgefühle und Schlafstörungen, die auch nur langsam wieder abklingen aber tendenzziell sehr lange anhalten. Sie hat das Medikament allerdings auch über viele Jahre täglich genommen.

Ein Fehler den viele Ärzte meiner Meinung nach machen, ist davon auszugehen dass alle Menschen gleich reagieren. Du solltest besser einfach schauen, was dein Körper dir sagt und danach handeln, dann klappt es bestimmt.

Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von zett » Donnerstag, 13.10.16, 15:09

Hallo Lina :-),
...und in welchen Schritten hast Du reduziert?

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13 Tage 50mg
11 Tage 75mg
21 Tage 100mg

seit 01.10. 125mg
seit 02.03.'17 100mg
Stand 16.10.'17 37,5mg


Lorazepam
seit 05.09. täglich , Dosis zwischen 0,25 und 0,75 - selten 1mg

seit 01.10. nun Ausschleichen
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg

seit 12.10.
morgens 0,25 und nachmittags 0,125
fürchterliche Panik, Muskelschmerzen, Übelkeit, Depression
14.10. erstmal wieder zurück
morgens 0,25mg und nachmittags 0,25mg
bis Stabilisierung

08.11.
morgens 0,25mg und nachmittags 0,225mg (- 10% ) = 0,475mg
27.11
morgens 0,225mg ( - 10% ) und nachmittags 0,225mg = 0,45mg
( beinahe ohne Entzugssymptome )
05.12.
morgens 0,225mg und nachmittags 0,2 mg ( - 10% ) = 0,42mg

zwischendurch vergessen, einzutragen
2017
aktuell
seit 05.01.2017
morgens 0,2mg und nachmittags 0,175mg = 0,375mg
seit 12.01.
morgens 0,175mg und nachmittags 0,175mg = 0,35mg
seit 26.01.
morgens 0,175mg und nachmittags 0,15mg = 0,325mg
seit 08.02
morgens 0,15mg und nachmittags 0,15mg = 0,3mg
seit 23.02.
morgens 0,15mg und nachmittags 0,125mg =0,275mg
seit 06.03.
morgens 0,125mg und nachmittags 0,125mg = 0,25mg
HALBZEIT :fly:
seit 12.03.
morgens 0,125mg und nachmittags 0,1mg = 0,225mg
seit 22.03.
morgens 0,1mg und nachmittags 0,1mg = 0,2mg
seit 01.04.
morgens 0,1mg und nachmittags 0,075mg = 0,175mg
seit 11.04
morgens 0,075mg und nachmittags 0,075mg = 0,15mg
seit 18.04
morgens 0,075mg und nachmittags 0,05mg = 0,125mg
seit 06.05.
morgens 0,05mg und nachmittags 0,05mg = 0,1mg
Stand 16.10. '17 seit 3 Monaten kein Lorazepam mehr
:party2:

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Re: Benzo - Entzug / Lorazepam

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 13.10.16, 16:54

Hallo Zett :-)

ich habe bei jedem Reduktionsschritt 0,125 mg weniger genommen, also eine viertel 0,5 mg Tablette. Meine Ausgangsdosis war 1,5 mg.

Damals war ich noch nicht im Forum, und der Entzug war super hart, ich war eigentlich zu schnell aber bekam Druck von meiner Ärztin - zum Glück hab ich es trotz schlimmer Symtome gut geschafft und mich relativ schnell wieder erholt nach null.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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