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Rachael: Tavorentzug / jetzt Escitalopram absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Rachael
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Rachael: Tavorentzug / jetzt Escitalopram absetzen

Beitrag von Rachael » Donnerstag, 06.10.16, 21:40

Hallo ihr.
Ich habe eine Frage zu meinem Tavor Entzugsplan.

Zusätzlich zu tavor nehme ich:
10mg escitalopram morgens
25mg seroquel abends.

Ich nehme es seit einem Jahr. Bis vor zwei Monaten variierte die Menge täglich, zwischen 0.5-7mg, durchschnittlich 2-3mg am Tag.
Ich War in einer Klinik in der ich eine Woche lang 0.5 mg bekam, einen Tag 0.25 und danach 0.
Der Entzug war so schrecklich dass ich ihn abbrach.

Ich habe etwa vor 3 Monaten angefangen vernünftig zu reduzieren.
Mit 2mg angefangen und in 0.25 Schritten etwa alle 5-14 Tage runter.
Seit einiger Zeit löse ich die Tabletten (expidet) in Wasser auf, da ich nicht auf diazepam umstellen will.
Ich komme sehr gut damit zurecht.

Ich nehme aktuell 0.01mg gegen mittag, und habe auch am nächsten morgen bis nachmittags kaum Entzugserscheinungen.
Aus Angst, dass der Entzug wieder so schlimm wie damals wird, habe ich folgenden Plan:
Alle paar tage reduzieren, folgende Dosierungen:
0.01
0.005
0.0025
0.001
0.0005
0.00025
0.0001

Nun ist meine Frage, ob das nicht völlig überflüssig ist?
Ich möchte lieber auf Nummer sicher gehen als dass es dann zum Rückfall kommt.
Sollte ich noch langsamer reduzieren oder in größeren Zeitabständen reduzieren?

Oder anstatt zu reduzieren, jeden zweiten Tag 0.01, dann jeden 3. ?

Es würde mich freuen, eure Meinung dazu zu hören!
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 04.07.18, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
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0.5mg - 2 Tage
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von padma » Donnerstag, 06.10.16, 22:19

hallo Rachael, :)

willkommen im ADFD.

Klasse, dass du so gut heruntergekommen bist mit der Dosis. :D
Du hattest ja nicht gerade wenig genommen.

Du nimmst jetzt nur noch 1 x tgl 0,01 mg?
Ich denke, du kannst es dann jetzt einfach weglassen. Der Spiegel ist jetzt so gering, dass die Einnahme vermutlich keinen Effekt mehr hat.

Bitte nicht jeden 2. Tag einnehmen, dass ist nur Stress für das Nervensystem

liebe Grüsse,
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Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von Rachael » Donnerstag, 06.10.16, 22:30

Danke! :-)
Ja, ich nehme seit heute 0,01mg.
Danke für den Hinweis bzgl. des jeden zweiten Tag nehmens, das werde ich dann wohl lassen.
Es ist beruhigend zu hören, dass ich es nun absetzen könnte.
so ganz traue ich mich das nicht, ich habe Angst vor der Angst. Vielleicht kann ich auch jeden Tag runterdosieren, dann wäre ich in ca. einer Woche raus. Ich wäre so froh, das endlich zu schaffen.
Ich finde es befreiend, endlich wieder klar denken zu können. Dass ich das mit Tavor nicht konnte, habe ich gar nicht gemerkt.
Ich kann gerne demnächst nochmal berichten, wie es geklappt hat mit dem absetzen :)
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0.5mg - 2 Tage
0.75mg - 1 Tag
0.5mg - 1 Tag
0.67mg - 6 Tage
0.5mg - 9 Tage
0.416mg - 6 Tage
0.33mg - 12 Tage
0.25mg - 10 Tage
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von padma » Donnerstag, 06.10.16, 23:00

hallo Rachel, :)

ja, das wäre super, wenn du uns noch berichten würdest.
so ganz traue ich mich das nicht, ich habe Angst vor der Angst. Vielleicht kann ich auch jeden Tag runterdosieren, dann wäre ich in ca. einer Woche raus. Ich wäre so froh, das endlich zu schaffen.
Wenn du dich damit sicherer fühlst, dann kannst du das so machen.
Normalerweise ist tägliches Reduzieren nicht gut, bei der geringen Dosis glaube ich jedoch nicht, dass das Probleme macht.

Du schaffst das bestimmt.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 06.10.16, 23:04

Hallo Rachel,

auch von mir willkommen, und toll wie du es geschafft hast das Tavor runter zu dosieren. Kannst du uns nochmal genau aufschreiben welche Schritte du gemacht hast? auf welcher Dosis warst du vor den 0,01 mg und wie lange?

Ich denke auch, weiter runter brauchst du nicht gehen. Wenn du mit den 0,01 mg klar kommst kannst du es ruhig weg lassen.

Wenn du unterstützung brauchst um die anderen Medikamente zu reduzieren, wir helfen dir auch dabei gern.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von Rachael » Freitag, 07.10.16, 10:39

Vielen Dank für eure Antworten!

Ja, nach dem Tavorentzug muss ich das Seroquel dringend ausschleichen.

Ich habe hier mal eine Übersicht erstellt, mit den Schritten und den Absetzsymptomen.

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0.5mg - 2 Tage
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0.5mg - 9 Tage
0.416mg - 6 Tage
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0.25mg - 10 Tage
0.16mg - 7 Tage
0.125mg - 4 Tage
0.1mg - 7 Tage
0.05mg - 1 Tag
0.075mg - 1 Tag
0.05mg - 4 Tage
0.025mg - 2 Tage
0.01mg - seit gestern

Bei einigen Schritten hatte ich folgende Symptome nach der Reduktion:

Heftige Zwangsgedanken, hypochondrie, Todesängste, innere Unruhe, Aggressionen, Selbstmordgedanken, soziale Ängste, Schlafstörungen, Panikattacken, Derealisation, extreme Paranoia, ..

Die Symptome legten sich nach der Zeit. Es traten nie alle gleichzeitig auf, sondern immer nur zwei oder drei, dafür sehr intensiv. Aber im Gegensatz zu dem Entzug auf 0 in der Klinik, war das alles nichts.

Im Gegensatz zu vorher zu jetzt merke ich folgenden Unterschied, wobei ich zeitgleich zu Beginn der Reduktion mit dem Antidepressivum begann.

Positive Effekte:
Mehr Antrieb
Klares Denken
Neue Ideen und Impulse
Neue Erkenntnisse, wie ich mein Leben gestalten will
Den Impuls, ungünstige Lebenssituationen anzugehen und zu verändern
Insgesamt mehr Lebensfreude
Keine ernsthaften Suizidgedanken mehr
Keine Weinanfälle mehr
Bessere Erinnerungsfähigkeit

Negative Effekte:
Ab und an Durchschlafprobleme
Vermehrte Albträume
Morgendliche Aggressionen, die sich mittags allmählich lösen
Extrem ausgeprägte soziale Ängste
Grübelzwang
Selbstentfremdung

Diese Symptome waren allerdings schon vor der Einnahme von Tavor da.
Das schlimmste ist die Selbstentfremdung, die ich aber auch mit dem AD in Zusammenhang bringe. Ich weiß gar nicht mehr wer ich bin, wie ich spreche, wie ich gehe, was für Vorlieben ich habe oder so. Ich fühle mich wie ein niemand, ich habe mich selbst verloren. Vielleicht kennt das jemand?
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von LinLina » Freitag, 07.10.16, 13:02

Hallo Rachel,

Du kannst sehr stolz auf dich sein, dass du das ausschleichen so gut geschafft hast, wirklich. Du warst teilweise recht schnell, aber hast durchgehalten und das zeugt von viel Stärke und Mut. Dass du Symptome hattest, die auch sehr stark waren teilweise ist ja normal, das wird sich nach und nach normalisieren glaube ich. Es kann noch ein bisschen dauern, besonders weil du ja nicht lange ausgeschlichen hast. Dein Körper muss erst mal hinter her kommen.

Wenn du mit dem Tavor fertig bist, würde ich möglichst mindestens 2-3 Monate warten bis du das nächste Medikament angehst, bzw. so lange bis es dir wieder ziemlich gut geht, soweit das möglich ist unter den Medikamenten. Dadurch machst du es dir etwas leichter, sonst nimmst du die Benzo-Entzugssymptome mit in die anderen Entzüge, das wäre nicht so gut.
Diese Symptome waren allerdings schon vor der Einnahme von Tavor da.
Das schlimmste ist die Selbstentfremdung, die ich aber auch mit dem AD in Zusammenhang bringe. Ich weiß gar nicht mehr wer ich bin, wie ich spreche, wie ich gehe, was für Vorlieben ich habe oder so. Ich fühle mich wie ein niemand, ich habe mich selbst verloren. Vielleicht kennt das jemand?
Ja, ich kenne was du beschreibst von der Antiddepressiva Einnahme. Bei höherer Dosis war das sehr schlimm, und im Nachhinein noch mehr erschreckend. Umso weiter ich runter komme, umso besser wird es und umso mehr fühle ich mich wieder ich selbst.

Das Neuroleptikum kann das sicher auch verstärken.

Eins nach dem anderen wirst du es angehen und es wird nach und nach wieder besser, diese watteschicht und Entfremdung.

Liebe Grüße,
Lina
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von Rachael » Freitag, 07.10.16, 13:55

Danke dir :)
Es tut gut hier ernst genommen zu werden. Ich hatte Termine bei anderen Psychiatern, da ich mit meinem nicht mehr zufrieden bin. Die Psychiater verspotteten mich teilweise, und meinten, ich soll es einfach absetzen und ich würde mir die Symptome nur einbilden. Ich bekam atosil verschrieben als Ersatz, aber nach meinem Erfahrungen und Kenntnissen macht auch das abhängig?
Jedenfalls werde ich nichts anderes mehr nehmen.

Ja, ich war sehr schnell und ungeduldig. Doch ich wollte es unbedingt durchziehen. Es war eine Qual, aber ich habe es bewusst ausgehalten. Ich habe mir immer vor Augen gehalten dass es Symptome sind, ich also nicht in echt verfolgt werde oder todkrank bin etc, und dass die Symptome auch wieder aufhören. Der damalige Entzug in der Klinik hat zwar nur 1,5 Tage gedauert, aber das war des reinste Horrortrip. Solange es nicht so schlimm wird wie es da war, bin ich bereit vieles auszuhalten.

Das einzige was mich zur Zeit arg wurmt, ist mein Nikotinentzug.
Ich habe aufgehört zu rauchen und bin auf E Zigaretten umgestiegen. Nun bin ich davon massiv abhängig und habe mir vorgenommen, aufzuhören, wenn die Liquids verbraucht sind. Das ist in den nächsten 2 Tagen etwa der Fall. Da der Versand zu lange dauert und ich irgendwie nicht bereit bin, wieder so viel Geld für Gift auszugeben, muss ich dann zwangsläufig auch noch einen Nikotinentzug machen.

Vielleicht werde ich aus diesem Grund noch 2 Wochen Tavor nehmen, damit ich mir dann nicht einbilde, dass die Symptome vom Tavor Entzug sind.
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von Juna » Freitag, 07.10.16, 16:25

Hallo Rachel,

uiii, da hast Du Dir ja was vorgenommen. Ich wünsche Dir, dass es klappt und Du dann ganz Rauchfrei bist.
Hier im Forum wird gesagt, dass man am besten nicht 2 Sachen gleichzeitig ausschleichen sollte, was ja bei Dir jetzt zwangsläufig passiert, da können Dir die "Profis" aber mehr zu sagen :) (des Weiteren denke ich, dass es bei Deiner Dosierung jetzt auch nimmer schlimm ist).

Ich hoffe, dass Du nicht von einem zu hohen Nikotingehalt auf Null gehst.

Viel Erfolg,

LG
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von Rachael » Freitag, 07.10.16, 17:46

Hey,

ja, mir passt das mit dem Nikotinentzug auch gerade nicht. Ich steige auch erstmal nur von E Zigarette auf Inhaler um, also nehme ich eigentlich noch Nikotin zu mir nur weniger und keine Dampfe, das ist eher psychisch anstrengend.

Ich löse meine Tabletten immer einen Tag vorher auf, da sie immer ewig brauchen bis keine Stücke mehr zu sehen sind.
Diesmal hab ich zu spät dran gedacht und die Tablette ist noch immer nicht vernünftig aufgelöst..
ich habe das letzte Mal gestern um 12:35Uhr 0.01mg genommen und habe immer noch keine Veränderung festgestellt.
Ich überlege ob ich es nicht mal probieren soll die Einnahme wegzulassen. Morgen bin ich allerdings auf einer Hochzeit und ich habe Angst, dass ich dann plötzlich Symptome kriege. Vielleicht wäre es aber auch eine gute Ablenkung.
Beim letzten Entzug habe ich vorher das 25fache genommen. Und da war ich nach der gleichen Zeitspanne wie jetzt schon innerlich völlig daneben.jetzt spüre ich nichts, höchstens etwas Kopfschmerzen und Angst vor der Angst.
Ich bin hin und her gerissen. Wenn ich morgen früh Symptome habe, könnte ich es immer noch nehmen. Es ist ja eigentlich so gut wie nix mehr.
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 07.10.16, 18:58

Hallo Rachel, gib dir einen Ruck und lass es ganz weg. Was sollen da noch groß an Entzugssymthome kommen ? Freu dich das du Benzofrei bist und genieße es.
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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von Rachael » Freitag, 07.10.16, 21:18

Hey,

Ja, hast recht, wahrscheinlich wird nix passieren.
Ich hab bis jetzt auch nix genommen und mir geht's unverändert.
Ist ziemlich ungewohnt. Ich bin gespannt wie es die nächsten Tage wird.
Ich werde nochmal berichten :)
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Update Tag 19,5

Beitrag von Rachael » Dienstag, 25.10.16, 22:17

Hey ihr!

Ich bin morgen 20 Tage tavorfrei.
Es klappt gut soweit.
Allerdings habe ich ein Problem. Ich kann es nicht beschreiben, bin aber langsam ziemlich verzweifelt.
Ich bin mir sicher dass es vom absetzen kommt und nicht von dem antidepressivum, weil ich den momentan chronischen Zustand das erste mal hatte, wo ich während meiner Abhängigkeit die Einnahme zu lange hinaus gezögert habe. Da hab ich das AD noch nicht genommen.

Ich versuche es zu beschreiben.
Mich gibt es nicht mehr so, wie ich mal war. Ich hab das Gefühl das Zeug hat irgend was in meinem Kopf kaputt gemacht.
Ich bin nicht mehr ich, ich stehe völlig neben mir. So wie ich jetzt bin war ich vorher nicht. Ich habe zusätzlich extreme soziale Ängste. Und ich weiß wichtige Dinge nicht mehr. Zum Beispiel wie man mit anderen Menschen spricht. Ich fühle mich irgendwie dumm. Mir kommt alles anders vor, fremd und seltsam. -Ich- bin nicht anwesend, es ist so als fehlt in mir etwas. Und dauernd Angst und Anspannung.
Ich habe das Gefühl mein denken fühlt sich komisch an. Ich bin jede Sekunde präsent und nehme alles intensiv war. Vorher waren meine Gedanken alle eher taub. So kann ich mich jetzt nicht mehr entspannen. Die Gedanken gehören nicht zu mir. Vor der Abhängigkeit war das nicht so.
Das klingt jetzt bestimmt total verrückt aber kennt ihr das, dass man das Gefühl hat es gibt eine bestimmte stelle im Kopf in der man gerade denkt? Ich denke jetzt in einer anderen Stelle als vorher, und das ist total unangenehm.
Früher lag ich den ganzen tag im Bett, jetzt bin ich den ganzen tag unterwegs in der Hoffnung wieder normal zu werden. Aber es tut sich nichts. Habe jetzt das anti depressivum reduziert, ist auch schon 10 tage her. Hat auch nichts gebracht.
Ich hoffe dass das kein dauerhafter schaden ist. Ich weiß nicht was ich tun kann um wieder normal zu werden. Das Problem ist, dass ich noch nicht mal klar benennen kann, was los ist. Ich bin einfach nicht mehr ich. Ich habe das Gefühl ein teil in mir ist weg und ich, also die stimme die denkt, ist neu erschaffen wurden. Jemand anderes würde den unterschied gar nicht bemerken. Aber in mir drin ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Ein Arzt würde mich für psychotisch oder wahnhaft halten und mir bestenfalls Antipsychotika verschreiben. mir ist aber ja bewusst dass meine Gedanken und Gefühle nicht echt sein können weil ich ja noch der gleiche Mensch wie vorher bin. Aber in mir drin ist es anders.

So als doofer aber halbwegs passender Vergleich:
wenn der mensch ein Computer wäre, würde mein Denken sagen wir mal über Windows XP laufen. Und das ist jetzt kaputt. Damit der Computer wieder läuft wurde jetzt ersatzweise Linux installiert. Keiner sieht, ob ich die Mails über einen PC mit Linux oder Windows schreibe. Und die PDF Dateien sehen auch aus wie immer. Aber das programm ist trotzdem ein anderes. Die schaltfläche sieht anders aus und ich kann das Betriebssystem nicht gut bedienen, weil alles anders ist wie vorher. Auch wenn es letztendlich funktioniert. So fühle ich mich jetzt. In mir ist ein neues 'Betriebssystem' und das alte gelöscht.

Kennt das jemand?

LG Rachael
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Re: Update Tag 19,5

Beitrag von albertine » Mittwoch, 26.10.16, 18:27

Hallo Rachael,
Kennt das jemand?
Das nennt man Depersonalisation und Derealisation. Schau mal hier --> http://www.onmeda.de/psychische_erkrank ... 825-2.html

Du bist noch im Entzug, deshalb fühlst du dich so. Ich hatte diese Symptome auch einige Wochen lang. Und ich hatte auch Angst, dass es so bleibt. Es normalisiert sich aber alles wieder mit der Zeit. Ich bin jetzt fast 6 Jahr ohne Benzos und es geht mir besser als vor meiner Abhängigkeit. Allerdings habe ich therapiemäßig viel gemacht.

Dein AD solltest du jetzt nicht reduzieren, sonst bist du ja im Doppelentzug.

Grüße von Margot
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1977 ging es weiter mit Lexotanil und Praxiten
irgendwann gab es dann nur noch Lexotanil bis zu 7 Tabletten pro Tag
1997 - 400mg Sulpirid - es ging mir immer schlechter - bin körperlich immer schwächer geworden, konnte letztendlich nicht mehr laufen und nichts mehr essen, lag nur noch im Bett - die Aussage meines jetzigen Psychiaters: "Sulpirid wirkt so" :frust:
musste dann weil ja nichts mehr ging ins Krankenhaus, lag 8 Wochen auf der Station für innere Medizin, Sulpirid wurde sofort auf 200 mg reduziert, Lexotanil in diesen 8 Wochen von 42 mg auf 3 mg - war hart, abes es ging, die letzten 3 mg Lexotanil in 1,5 er Schritten zuhause abgesetzt, ging prima, das restliche Sulpirid nach einigen Monaten auch ausgeschlichen, ging auch gut
2002 ging es los mit Diazepam, und ziemlich schnell hing ich wieder in der Suchtfalle
2009 kam eine heftige Depression hinzu
Dez. 2010 - Apr. 2011 war ich in der Psychiatrie zum Diazepam-Entzug
entlassen mit Amitriptylinoxid 210 mg
ein neues , viiiiiel besseres Leben begann :)
es folgten 2,5 Jahre Therapie bei einer Suchtberatung, Einzelgespräche und Gruppe
das AD wurde inzwischen reduziert auf 90 mg
ab 22.3. 2014 - 82,5 mg
ab 11.5 - 75 mg
bin jetzt bei 60 mg u. werde die Dosis jetzt erstmal beibehalten solange ich in der Therapie meine traumatische Kindheit verarbeite, vertrage es gut, keinerlei Nebenwirkungen
ab 10.7.2015 - 52,5 mg Amitriptylinoxid
ab 15.2.2016 - 45 mg
10.5.2016 - 37,5 mg
19.6.2016 - 30 mg
28.9.2017 - 22,5 mg
1.1.2018 - 15 mg
27.9.2018 - 7,5 mg

2014 Traumatherapie begonnen - nach einigen Monaten abgebochen, war mit der Therapeutin nicht zufrieden

März 2015 neue Therapie begonnen bei einer sehr engagierten Therapeutin + gehe weiterhin zu einer Selbsthilfegruppe

2018 tiefenpsychologisch fundierte Therapie

mein Leben ist lebenswert :)

mein Ziel: NIE WIEDER BENZOS!!!

WER KÄMPFT, KANN VERLIEREN, WER NICHT KÄMPFT, HAT SCHON VERLOREN!

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Re: Tavorentzugsplan ok?

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 02.11.16, 22:30

Hallo,

Margot - danke für den Link. Da hätte ich mir ja die ausführliche Beschreibung sparen können ;-)

Ich hoffe, dass das weg geht. Ich habe deswegen oder zusätzlich sehr starke soziale Ängste, die waren lange nicht mehr so extrem. Ich bin oft mutistisch, ich habe Panik zu sprechen. Ich werde die Tage zu meinem Arzt gehen und ihn um Rat fragen.

Ich glaube, dass ich so eine Art Halluzinationen habe.. schon seit einigen Wochen habe ich das Gefühl, dass mein rechtes Auge tränt. Allerdings nur sobald ich mit jemandem rede oder gesehen werde, zb in der Bahn. Das hört schlagartig auf wenn die Situation vorbei ist.
In dem Moment fühlt es sich aber real an. Ich habe es einige male überprüft und es tränt nicht. Auch wenn ich weiß dass es nicht real ist, spüre ich genau die Tränen auf meiner Haut und schiebe Panik weil ich denke, alle denken ich weine oder so.
So ähnlich ist das mit meiner Nase, ich bilde mir ein, dass mir der Schnupfen bis zu den Lippen läuft, oder dass ich Nasenbluten habe oder jeden Moment kriege. Das ist aber nicht real,
ich spüre also Tränen und Schnupfen, obwohl die gar nicht da sind.
das macht mich wirklich langsam verrückt, das ist doch bescheuert!

Durchschlafen ist auch eine Seltenheit geworden.
aber es ist erträglich.

Übrigens habe ich es auch geschafft, nikotinfrei zu werden.

liebe Grüße :)
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Probleme mit und ohne Escitalopram

Beitrag von Rachael » Dienstag, 28.02.17, 15:48

Hallo ihr!

Ich habe ein Problem mit dem Absetzen von Escitalopram.

Und zwar geht es nicht mit und nicht ohne.

MIT habe ich keine Suizidgedanken und weniger Depressionen, dafür aber als Nebenwirkung ein Selbstentfremdungsgefühl. Das ist so stark, dass es kombiniert mit meinen anderen Symptomen nicht tragbar ist. Das ist schwierig zu beschreiben, Fakt ist, dass das so nicht geht.
Wenn ich es nehme, denke ich, dass ich es so schnell wie möglich absetzen muss, weil ich lieber wieder depressiver bin und dafür die Nebenwirkungen weggehen.

OHNE habe ich dauernd Suizidgedanken, bin gelähmt vor Depressionen und kann meinen Alltag nicht mehr bewältigen. Es geht mir gut weil ich ich bin, doch die Schwere der Depression ist nicht tragbar und ich bin so verzweifelt, dass ich es so schnell wie möglich wieder nehmen will, weil ich die Depression nicht ertrage…

Beides geht nicht und etwas anderes nehme ich nicht mehr.

Ich frage mich, ob das was ich erlebe, wenn ich nichts nehme, der „normale Ich-Zustand“ ist oder ob es Absetzsymptome sind.
Seitdem ich 15 bin habe ich unheimlich viele verschiedene Psychopharmaka langfristig genommen, und in der Zeit ist viel passiert (ich bin 23), so dass ich nicht weiß, was ich für Symptome habe. Ich habe Depressionen, soziale Ängste und eine PTBS als Grunderkrankung.
Es ist nun also das erste Mal seit sehr langer Zeit, dass ich wirklich „nichts“ nehme, wobei ich trotzdem noch zum Schlafen Seroquel 25mg nehme…

Mein “Rekord“ liegt bei 88 Tagen, aber in der Zeit habe ich noch Tavor genommen. In der Zeit war so depressiv, dass ich es wieder nehmen musste.

Ich würde gerne eure Meinung dazu hören. Da ich bei meiner 3monatigen Pause immer noch schwer depressiv und suizidgefährdet war, frage ich mich, ob das wirklich „nur“ Absetzsymptome waren.
Gehen die wirklich so lang? Ich dachte, dass Absetzsymptome evtl. nach ein paar Wochen weg sind.
Es würde mich ziemlich traurig machen, wenn das keine Absetzsymptome waren sondern das der Zustand war, wie ich eben aufgrund meiner Grunderkrankung in „Natur“ bin… das würde ja bedeuten, dass ich ohne Medikamente nicht lebensfähig bin und keine Wahl habe.
Ich versuche es seit 2 Tagen wieder ohne, bisher merke ich noch nichts. Noch bin ich motiviert und hoffnungsvoll. Noch. Vielleicht sollte ich es doch wieder nehmen, und in noch kleineren Schritten absetzen, also 5mg - 4,5mg - 4mg -3,5mg etc, also 0,5er Schritt mit der Wasserlösemethode?

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich seit fast 10 Jahren nicht mehr medikamentenfrei bin und mein Körper es nicht mehr gewohnt ist und ich deswegen Geduld haben sollte. Ich habe aber auch Angst, dass es sein kann, dass ich durch die lange und intensive Einnahme von Psychopharmaka Schäden habe, und das die Ursache davon ist, dass ich ohne Medikamente völlig am Rad drehe.

Ich habe jetzt keine spezielle Frage, mich würde einfach interessieren, was ihr für Erfahrungen mit dem Absetzen von Escitalopram gemacht habt oder ob ihr anhand meiner Situation und dem Verlauf eine Idee habt, warum ich so starke Absetzsymptome habe, da innerhalb 3 Monate nicht besser geworden sind?

Ein anderes Medikament kommt definitiv nicht infrage.

Danke schonmal für eure Antworten!

Liebe Grüße



Der Verlauf von Escitalopram:


Mitte 2009 bis Anfang 2012, 20 bis 40 mg.



06. Januar 2016 5mg 10 Tage
16. Januar 2016 10mg 10 Tage
26. Januar 2016 15mg 10 Tage
04. Februar 2016 20mg 36 Tage
11. März 2016 15mg 5 Tage
16. März 2016 10mg 2 Tage
18. März 2016 5mg 3 Tage
21. März 2016 //

88 Tage lang Pause (= ca. 3 Monate)

17. Juni 2016 5mg 70 Tage
26. August 2016 10mg 51 Tage
16. Oktober 2016 5mg 101 Tage
25. Januar 2017 2,5mg 7 Tage
01. Februar 2017 //

7 Tage lang Pause ( = 1 Woche)

07. Februar 2017 5mg 19 Tage
26. Februar 2017 //

Seit 2 Tagen 0mg

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2mg - 1 Tag
1.5mg - 6 Tage
1.25mg - 6 Tage
1mg - 8 Tage
0.75mg - 10 Tage
0.5mg - 2 Tage
0.75mg - 1 Tag
0.5mg - 1 Tag
0.67mg - 6 Tage
0.5mg - 9 Tage
0.416mg - 6 Tage
0.33mg - 12 Tage
0.25mg - 10 Tage
0.16mg - 7 Tage
0.125mg - 4 Tage
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Re: Tavorentzug / jetzt Escitalopram absetzen

Beitrag von LinLina » Dienstag, 28.02.17, 15:59

Hallo Rachael,

ich habe deinen Beitrag an deinen alten Thread drangehängt. Jeder hier sollte nur einen Verlaufsthread haben, damit man alles beisammen hat was wichtig ist um den Verlauf nachzuvollziehen.

Ich habe den Titel geändert und den Thread nach "Antidepressiva Absetzen" verschoben.

Ich sehe du hast das Escitalopram mehrfach schnell reduziert in den letzten Monaten und hast es dann wieder angefangen zu nehmen. Dieses Vorgehen kann starke Absetzsymptome auslösen. Ich würde dir empfehlen, es sofort wieder mit 5 mg einzunehmen und so lange bei dieser Dosis zu bleiben bis du dich stabilisiert hast, mindestens 4-6 Wochen.

Es ist wichtig, kontinuierlich und langsam vorzugehen und keine dauernden Dosissprünge zu machen.

Nach der Stabilisierungsphase könntest du mit einer 10 % Reduktion alle paar Wochen beginnen.

Nach dem hin- und her in der letzten Zeit kann man überhaupt nichts darüber sagen, was bei dir Absetzsymtome und was Grundproblematik sein könnte, das ist unmöglich. Ich vermute aber vieles von deinen derzeitigen Problemen ist dem zu schnellen Absetzen geschuldet.

Liebe Grüße
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Re: Tavorentzug / jetzt Escitalopram absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 04.03.17, 18:48

hallo Rachael, :)

hast du schon eine Entscheidung bzgl. einer Wiedereindosierung getroffen?

Ich hielte das auch für am besten.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Langzeitschaden durch Tavor?

Beitrag von Rachael » Sonntag, 24.12.17, 15:48

Hey,

ich bin mir nicht sicher, ob das hier die richtige Rubrik ist.

ich habe vor einiger Zeit mal hier in dem Forum Rat zum Tavorentzug eingeholt.

Mittlerweile verwende ich keinerlei Tabletten mehr, auch nicht bedarfsweise. Ich habe es also geschafft. (0mg seit dem 06.10.2016)

Nun ist mir aber aufgefallen, dass es eine große Veränderung im Vergleich zu vor der Abhängigkeit gibt.

Ich fühle mich chronisch benommen, betrunken, taub, dissoziiert. Ich fühle mich immer wie mit mindestens 0,5 und bis zu 3 Promille, mich erreicht nichts mehr...auch komplexe oder nicht komplexe Sachverhalte zu verstehen oder lesen fällt mir plötzlich sehr schwer. Es fühlt sich an als wäre ein Teil meines Gehirns nicht mehr zugänglich oder abgestorben...irgendwas ist plötzlich ganz anders. Ich habe auch das Gefühl unscharf zu sehen und schlecht zu hören, wobei das nur manchmal auftritt. Alles ist weit weg, ich kriege mich nicht mehr "wach", alles ist wie ein Traum. Ich habe auch teilweise das Gefühl, dass ich abdrifte, zum Beispiel beim Autofahren oder wenn ich mit jemanden spreche, dann habe ich das Gefühl, keine Kontrolle mehr über meine Muskeln zu haben, ich kann sie nicht mehr steuern bzw. spüre meine Gliedmaßen nicht mehr, es fühlt sich gelähmt an und ich habe das Gefühl, ohnmächtig zu werden und bekomme dann manchmal Angst, doch ich funktioniere dann trotzdem. Ich habe das Gefühl mein Bewusstsein ist stark getrübt und manchmal ist es kurz davor, es total zu verlieren. Es ist genauso, wie wenn man betrunken ist. Ich habe keinen Appetit mehr, mein Geschmack hat sich gänzlich verändert und ich erlebe immer wieder wochenlange rauschartige Euphorien.

So bin ich sehr stark eingeschränkt.
Es bestehen keine ernsten körperlichen Probleme, ich habe keine Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten, nehme keine Medikamente, trinke etwa einmal die Woche/alle zwei Wochen, nehme keine Drogen, habe keine Nährstoffmangel, Blutwerte sind top, Organe auch...

Ich habe die Vermutung, dass ich einen Schaden im Gehirn genommen haben könnte...oder aber das sind die Symptome (PTBS & Co.), die ich grundsätzlich hätte, aber die durch die jahrelangen Medikamente nie "heraus kamen". Ich kann mir diese Symptome nicht anders erklären.

Eine Ferndiagnose ist natürlich quatsch,
doch mich würde interessieren, ob jemand anderes ein ähnliches Problem hatte oder hat.
Ist so etwas bekannt nach Medikamentenabhängigkeiten und wenn ja, gibt es Hoffnung, dass so etwas wieder weg geht??
Gibt es Methoden mit denen man das Gehirn untersuchen kann?
Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht...

Liebe Grüße

LinLina
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Re: Langzeitschaden durch Tavor?

Beitrag von LinLina » Sonntag, 24.12.17, 16:09

Hallo Rachael :-)
ich bin mir nicht sicher, ob das hier die richtige Rubrik ist.
bitte poste Beiträge zu deinem Verlauf/deinem Befinden immer in deinem Thread. Ich habe dein neuen Beitrag jetzt dort hinverschoben.
ich habe vor einiger Zeit mal hier in dem Forum Rat zum Tavorentzug eingeholt.

Mittlerweile verwende ich keinerlei Tabletten mehr, auch nicht bedarfsweise. Ich habe es also geschafft. (0mg seit dem 06.10.2016)
Dann nochmal Herzlichen Glückwunsch zur Null :party2: bist du mit allen Medikamenten seit dem 6.10.2016 auf null? Du hattest ja Anfang des Jahres nochmal geschreiben, da hattest du glaube ich gerade Escitalopram schnell runter gesetzt?
Ich fühle mich chronisch benommen, betrunken, taub, dissoziiert. Ich fühle mich immer wie mit mindestens 0,5 und bis zu 3 Promille, mich erreicht nichts mehr...auch komplexe oder nicht komplexe Sachverhalte zu verstehen oder lesen fällt mir plötzlich sehr schwer. Es fühlt sich an als wäre ein Teil meines Gehirns nicht mehr zugänglich oder abgestorben...irgendwas ist plötzlich ganz anders. Ich habe auch das Gefühl unscharf zu sehen und schlecht zu hören, wobei das nur manchmal auftritt. Alles ist weit weg, ich kriege mich nicht mehr "wach", alles ist wie ein Traum. Ich habe auch teilweise das Gefühl, dass ich abdrifte, zum Beispiel beim Autofahren oder wenn ich mit jemanden spreche, dann habe ich das Gefühl, keine Kontrolle mehr über meine Muskeln zu haben, ich kann sie nicht mehr steuern bzw. spüre meine Gliedmaßen nicht mehr, es fühlt sich gelähmt an und ich habe das Gefühl, ohnmächtig zu werden und bekomme dann manchmal Angst, doch ich funktioniere dann trotzdem. Ich habe das Gefühl mein Bewusstsein ist stark getrübt und manchmal ist es kurz davor, es total zu verlieren. Es ist genauso, wie wenn man betrunken ist. Ich habe keinen Appetit mehr, mein Geschmack hat sich gänzlich verändert und ich erlebe immer wieder wochenlange rauschartige Euphorien.
Liebe Rachael, für mich hört sich das sehr stark nach einem protrahierten Entzugssyndrom an - das kann man durch das Absetzen bekommen, auch durch das Absetzen (besonders durch schnelles Absetzen wie du es gemacht hast) von Antidepressiva.
Ich habe die Vermutung, dass ich einen Schaden im Gehirn genommen haben könnte...oder aber das sind die Symptome (PTBS & Co.), die ich grundsätzlich hätte, aber die durch die jahrelangen Medikamente nie "heraus kamen". Ich kann mir diese Symptome nicht anders erklären.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die PTBS auch mit rein spielt, aber in diesem ausmaß und so dauerhaft wie du es beschreibst hört es sich wirklich sehr nach einem Entzugssyndrom an :-( vor allem weil du schreibst, du hattest derartige Symptome vor den Medikamenten nicht.

Viele berichten dabei über "komische" Zustände, Muskelprobleme, "Brainfog" (das Gefühl von vernebelt sein im Gehirn) und Derealisationszustände (Gefühl, als ob alles nur ein Traum oder unreal ist). Auch Konzentrationsstörungen wie du sie beschreibst sind sehr typisch und auch Hypomane Zustände.

Du kannst z.b. mal bei Yogi :-) hier im Forum reinlesen, er kämpft auch sehr damit dass er sich seit dem Absetzen oft anders fühlt und verändert wahrnimmt. Das berichten wirklich viele, auch wenn jeder ein etwas anderes Erleben hat, welche Symptome im Vordergrund stehen und welche Worte man verwendet es zu beschreiben.
Ist so etwas bekannt nach Medikamentenabhängigkeiten und wenn ja, gibt es Hoffnung, dass so etwas wieder weg geht??
Ein protrahiertes Entzugssyndrom kann von einigen Monaten bis Jahre dauern, leider weiß man nicht wie lange es individuell braucht bis es sich weitestgehend gebessert hat. Wir raten ja genau aus diesem Grund immer wieder dazu, langsam und vorsichtig abzusetzen, um die Wahrscheinlichkeit eines solchen Entzugssyndroms gering zu halten.

Aber wir gehen davon aus, dass es sich bei allen wieder bessert und in den allermeisten Fällen auch komplett wieder verschwindet, das ist die Erfahrung in Betroffenengruppen.
Gibt es Methoden mit denen man das Gehirn untersuchen kann?
Man kann das Gehirn untersuchen, aber psychische Symptome oder Symptome eines protrahierten Entzugssyndroms lassen sich mit heutigen Methoden nicht nachweisen. Man kann allerdings durch eine EEG-untersuchung und ein MRT eine Ausschlussdiagnostik machen, um sicher zu stellen dass kein organisches Problem (z.b. Tumor) oder eine andere messbare Störung der Gehirnfunktion vorliegt. Dies ist aber sehr unwahrscheinlich, wenn du diese Untersuchungen machen lässt dann ist das nur um sicher zu gehen.

Höchst wahrscheinlich kommt nichts dabei heraus, was bedeutet dass es höchstwahrscheinlich durch das Absetzen verursacht wurde und mit viel Geduld wieder besser wird.

Als du anfang des Jahres hier warst, hatte ich dir Empfohlen wieder einzudosieren und langsam abzusetzen, vor allem gibt es diese Empfehlung um länger anhaltende Symptome zu vermeiden.

Da du inzwischen schon bald 1 Jahr auf Null bist, ist es leider nicht mehr so wahrscheinlich dass dir eine Wiedereindosierung helfen würde. Wenn du dich doch dafür entscheidest, melde dich bitte nochmal, damit wir zusammen überlegen können ob es Sinn macht und welche Menge geeignet wäre (man sollte wenn überhaupt dringend nur ganz, ganz kleine Mengen wieder eindosieren, meist unter 1 mg)

Du kannst dich hier gerne regelmäßig austauschen und berichten wie es dir geht :hug: viele schöpfen viel Kraft daraus, sich gegenseitig beizustehen und Mut zu machen.

Liebe Grüße und schöne Weihnachten

Lina

Ergänzung:

Liste der möglichen Absetzsymptome viewtopic.php?f=18&t=12534

Mögliche Symptomverstärker, auf die man im Entzug achten kann viewtopic.php?f=19&t=6442
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Rachael

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