Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

die Organisation des Forums durch das Team ist weiterhin eingeschränkt.

Danke an alle die sich im Rahmen der gegenseitige Selbshilfe einbringen. Bitte schaut weiter gut auf euch und unterstützt euch aktiv untereinander mit euren Erfahrungen oder Hinweisen auf lesenswerte Threads. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Jofab
Beiträge: 1370
Registriert: Mittwoch, 16.08.17, 19:51
Hat sich bedankt: 4117 Mal
Danksagung erhalten: 3122 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab » Samstag, 10.11.18, 9:30

Ach liebe Jamie,

:hug:

Ilse
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jofab für den Beitrag (Insgesamt 2):
JamieJoshy
► Text zeigen

Siggi
Beiträge: 916
Registriert: Donnerstag, 05.07.07, 19:49
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 4795 Mal
Danksagung erhalten: 1138 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Siggi » Samstag, 10.11.18, 11:28

Meine liebe Jamie,

tief erschüttert lese ich deinen Post... :(

Deine grausige Reaktionen auf Cortison wundert mich eigentlich nicht... :frust:
Ich fand schon erstaunlich , dass du die erste Corti- Behandlung
überhaupt verkraftet hast, wobei da schon die NW einfach unmenschlich waren.

Ich habe jahrelang in der Selbsthilfe Gruppe für Hörgeschädigte mit einem betroffenem
HNO Arzt mitgearbeitet. ( Dr. H. S.)
Er hat eine eigene HNO Praxis, und ist Chefarzt der H.N.O. Abteilung des Krankenhauses in St. W.
Ferner ist er schon seit fast 20 Jahren Präsident in Deutschland für Hörgeschädigte.

Seiner Meinung nach ist's nicht mehr erforderlich mit derlei Keulen gegen Hörstürze vorzugehen....
er gab höchstens das Durchblutungsmedikament Trental, und selbst das nicht sehr oft....
Er sagte immer, dass sich normalerweise dieses System von alleine beruhigt.
Natürlich muss man versuchen Auslöser für Stresssituationen zu meiden .

Oft ist es die Unsicherheit der H N O 's, zu glauben, viel hilft viel...
Das beste Beispiel liefern doch Ärzte bei uns mit ihrer wüsten PP Verordnung,
wenn wir verzweifelt sind und Hilfe bei ihnen suchen.... :frust:

Ich wünsche dir von Herzen dass ein wenig Ruhe in deine kaum mehr zu bewältigende
schwere Situation eintreten möge.

Alles Liebe :hug: :hug:
von Siggi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Siggi für den Beitrag (Insgesamt 7):
ClarissaKaenguru70LunaJamiepadmaCourageinandout
Mein Absetzverlauf:
► Text zeigen

Courage
Beiträge: 639
Registriert: Samstag, 24.09.11, 9:56
Hat sich bedankt: 157 Mal
Danksagung erhalten: 395 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Courage » Montag, 12.11.18, 4:06

Liebe Jamie :) ,

leider auch hellwache Nachtgrüsse an dich, wobei ich hoffe, dir gelingt etwas Schlaf. Das ist ja heftig, wie es dich grade im Sturm segeln lässt, gottlob hast du die Behandlung abgebrochen.
Das sind sehr interessante Infos von Siggi (hallo liebe Siggi), die ich mir merken werden, sollte mich sowas auchmal treffen. Es reicht mir zwar, aber wer bitte sagte je, die Welt sei gerecht, das sieht man eindringlich bei dir, es bleibt nur zu sagen erstmal, es ist, wie es ist im Moment.

Wahrscheinlich ist das auch etwas, das du natürlich selbst weisst, aber ich erinnere mich sooo gut an diesen manchmal gar nicht mehr wahrgenommenen, aber doch IMMER bestehenden ALARMzustand, das Telefon könnte läuten....in diesen Zeiten lag es auch in der Nacht neben mir, klar. Man meint nur, man wäre etwas ruhiger, leider interessiert das die Psyche eher nicht.

Es gibt sooooviele Methoden, wie man entspannen kann etc., aber WIE soll das denn gehen, ist man auf der Lauer, weil eben das Telefon läuten kann.

Deine (Zwillings-?)schwester ist erkrankt, hast du hier schon irgendwo geschrieben, was ihr fehlt, oder lässt du das lieber weg, dann natürlich ok.

Dann mach ich mal wieder davon und hoffe, bald den schlaflosen Nächte entkommen zu können, shit Opioidentzug,
alles Liebe und vor allem gute Besserung, auch für deine Schwester,
Andrea :hug:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Courage für den Beitrag (Insgesamt 3):
JoshySiggiJamie
Drop the thought.

* Sorgen vom Tageslicht bestrahlt sind wortlos. Nachts brennen ihre tausend Sterne hell und groß ! *
__________________
26.09.10 - 01.08.11 Diazepam nach ASHTON abgesetzt, langjährige Einnahme ca. 10 mg/Tag, im letzten halben Jahr d. Einnahmezeit 20-30 mg/Tag.
Ab 1994 täglich eingesetzt als Muskelrelaxans/Schmerzpatientin.

Durch Toleranzentwicklung im Laufe der letzten Jahre immer mehr Probleme, Nervosität, starke Überreiztheit, innere Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen, dies alles ist durch Absetzen der Benzos verschwunden, es geht mir besser als seit Jahren.
Es sind weder physische noch psychische Folgeschäden durch die lange Einnahmezeit vorhanden.
Fragen zum Entzug beantworte ich gerne, dank des Forums und vor allem unserer Moderatorin
"Das-kleine-Runde" habe ich erst den Mut zum Absetzen gefasst, vielleicht kann ich nun auch etwas Unterstützung geben.

Auch nach LANGJÄHRIGER Einnahme ist ganz sanftes Absetzen möglich u. sehr gutes Wohlbefinden erreichbar. Man muss absolut keine Angst davor haben, die nötige GEDULD ist allerdings Voraussetzung. STRESS wirkt sich verstärkend auf Absetzbeschwerden aus, ebenso zuviel Sport.

Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
MEIN Fazit: Besteht KEINE psychische Abhängigkeit oder Kontrollverlust, kann man nach einigen Monaten ein Benzo als BEDARFSmedikament für KURZE Zeit anwenden, ohne dass erneute körperliche Abhängigkeit entsteht, 4 Wochen sind aber grenzwertig, da würde ich trotz problemlosem EIGENEM Absetzen zur Vorsicht raten, je kürzer der Bedarf, je besser.

All meine Einträge und Antworten beziehen sich immer nur auf EIGENE Erfahrungen, ich bin medizinischer Laie, kein Arzt.

Mein Verlauf ist hier zu finden : http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?f=16&t=5967

Luisa1974
Beiträge: 179
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59
Hat sich bedankt: 538 Mal
Danksagung erhalten: 241 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Luisa1974 » Montag, 12.11.18, 10:14

Liebe Jamie

es tut mir so leid... ich denke fest an dich und hoffe von Herzen, dass es bald wieder bergauf gehen wird
:hug:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luisa1974 für den Beitrag (Insgesamt 2):
JoshyJamie
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Joshy
Beiträge: 57
Registriert: Mittwoch, 22.11.17, 12:42
Hat sich bedankt: 62 Mal
Danksagung erhalten: 27 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Joshy » Montag, 12.11.18, 16:50

Hi Jamie,

auch von mir alles Liebe und das es dir bald wieder besser geht.

Fühl dich ganz fest gedrückt.

:hug:

Alles Gute
Joshy
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Joshy für den Beitrag:
Jamie
1997 bis 2008 Alkoholiker mit hochprozentigem fast täglich.
Anfang 2009 abgesetzt und starke Angststörung generalisiert entwickelt samt Depressionen.
März 2009 Psychiatrie wegen zu starken Entzugserscheinungen für 18 Tage eingestellt auf 100 mg Stangyl (Trimmipramin) über den Tag verteilt.
Ende 2009 wieder Alkoholiker geworden durch schwere Krankheit meiner Mutter. Stangyl trotzdem weiter dazu genommen.
November 2011 Stangyl ausgeschlichen. Alkohol weiter getrunken.
Dezember 2011 Mutter verstorben und ich habe einen Nervenzusammenbruch erlitten.
15. Dezember 2011 Klinik Alkohol abgesetzt und 4 Wochen auf 1,5 mg Tavor eingestellt und auf 100 mg Sertralin, 300 mg Lyrica und 100 mg Doxepin eingestellt. 1 Woche 50 mg Seroquel auch noch, aber ist mir nicht bekommen, deshalb direkt wieder weggelassen
Tavor dann ausgeschlichen als die anderen Sachen gewirkt haben. Keine Entzugserscheinungen durch die Ads.
Februar 2012 wieder raus und die nächsten Jahre so eingestellt ganz gut gelebt und stabilisiert.
2014 leider wieder zum Alkohol gegriffen erst kleine Mengen und wieder schnell gesteigert.
2016 das Lyrica ausgeschlichen.
Anfang 2017 das Sertralin ausgeschlichen.
Alkohol hochprozentig und 100 mg Doxepin weiter genommen.
Ende Mai 2017 Alkohol abgesetzt. 100 mg Doxepin weiter genommen.
Anfang Juli 2017 kam plötzlich und schnell fortschreitent die Dystonie, erst Torticollis am Hals nach links unten dann Meige Syndrome an Augen und Mund-Kiefer Zungenbereich dazu gekommen.
Tavor 1 mg einmal täglich zur Beruhigung bekommen.
November 2017 wegen Verdacht das die Dystonie von den Tabletten kommt, das Doxepin abgesetzt komplett.

Update 12.11.2018:
Derzeitige Situation und Tabletten Einnahme:
Morgens:
5 Milligramm Amlodipin (Blutdrucksenker)
75 Mikrogramm Clonidin (Blutdrucksenker)
20 Milligramm Pantoprazol (wegen Short Barrett Syndrom)

Mittags:
2 Milligramm Clonazepam
2 Milligramm Artane (schleiche es aus, war Mitte 2018 bei 10 Milligramm über den Tag, aber bekam starke Verstopfungen und Verdacht auf Darmverschluß,der sich zum Glück verneint hat)

Abends:
5 Milligramm Amlodipin
75 Mikrogramm Clonidin
47,5 Milligramm Metroprolol (Betablocker für Blutdruck)
1 Milligramm Clonazepam
0,125 Milligramm Tavor
1 Milligramm Artane

Nachts:
1 Milligramm Clonazepam
7,5 Milligramm Zopiclon

Zustand : ängstlich, sehr angespannt, unruhig, nervös, manchmal doppelt sehen, antriebslos, starke Stimmungsschwankungen.

Vor kurzem ist mein Vater gestorben und kurz darauf mein Opa ebenfalls, das alles noch schwerer macht und triggert.

0816
Beiträge: 27
Registriert: Sonntag, 02.10.16, 1:03
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 33 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von 0816 » Montag, 12.11.18, 19:41

Hallo Jamie,
ich habe ja leider selbst festgestellt, dass bei mir Benzoentzug und Cortisonnahme kaum zusammengehen. Es tut mir sehr leid, dass du ähnliche Erfahrungen machen musstest. Eine solche Dosis, wie du sie bekommen hast, würde mich momentan wohl auch komplett rausbringen.
Mehrere Hörstürze innerhalb von kurzer Zeit hatte ich leider auch schon häufig wobei ich mir dabei nie sicher bin, ob es wirklich mehrere Hörstürze sind und ob es letztlich der Selbe körperliche Vorgang ist, der durch die kurze Cortisonnahme nur beruhigt wurde. Bei mir wirkt Cortison insgesamt kaum. Aber meistens erreiche ich eine spontane Erstverbesserung, die aber leider nicht dauerhaft ist.
Ich wünsche dir, dass sich deine Ohrprobleme von selber wieder einpendeln. Leider kann man ja in diesem Bereich kaum vorhersagen machen.
Ich hatte 2014 nach einem halben Jahr kontunuoierlicher Probleme eine Verbesserung, die bis zu meinem Versuch die Zolpidem kalt zu entziehen recht konstant war. Vielleicht hast du Glück und bei dir gehen dir Probleme auch ohne Kortison bald wieder zurück.
Die Kortisonbehandlung ist ja, soviel ich weiß, sowiso ein deutscher Sonderweg, der außerhalb Deutschlands weniger eingesetzt wird, weil dort die Studienlage eher schlecht ist.

Ich drücke die beide Daumen, dass bei dir auch ohne Kortison eine vollständige Regeneration gelingt.

MFG
0816
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor 0816 für den Beitrag:
Jamie
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme

Traurige
Beiträge: 117
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 263 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Traurige » Mittwoch, 14.11.18, 20:06

Hallo Jamie,

och Mensch, bei Dir reißt es auch nicht ab... ich :hug: Dich mal ein bisschen wenn Du magst.

Tipps habe ich leider keine für Dich, mit Hörstürzen habe ich keine Erfahrungen gemacht bislang. Aber ich wünsche Dir von Herzen eine gute Besserung und dass Dein Hörvermögen sich wieder komplett erholt.

Liebe Grüße
von Maria
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Traurige für den Beitrag:
Jamie
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm
ab 23.07.2018 Erhöhung auf 37,5 Mikrogramm Eferox und Einnahme von Eisentabletten
ab 30.07.2018 Erhöhung auf 50 Mikrogramm Eferox
ab 06.08.2018 Reduzierung auf 37,5 Mikrogramm Eferox

Ab 17.08.2018 Duphaston 10 mg morgens und abends für 14 Tage

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg
17.07.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,625 mg auf 0,5 mg
22.08.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,5 auf 0,375 mg
01.10.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,375 auf 0,25 mg

Gismo26
Beiträge: 88
Registriert: Mittwoch, 25.04.18, 15:11
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 27 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Gismo26 » Mittwoch, 14.11.18, 21:31

Liebe Jamie,
ganz erschrocken lese ich gerade, das es dir so schlecht geht. Das tut mir soo leid. Fühl dich lieb gedrückt von mir und hoffe sehr, das es dir bald besser geht. Glg Iris
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Gismo26 für den Beitrag:
Jamie
Seit Anfang April 2018 Trimipramin Tropfen Anfang mit 7. Runterdosiert bis auf 3 dann hoch auf 7, 12, 15,22, und bei 25 aus lauter Verzweiflung nicht schlafen zu können. Runterdosiert alle 2 Tage bis auf 10 tropfen. Dann eine Woche auf 10 tropfen. Am 8. Mai 18, versuch auf 8 tropfen. Nach 3 Tagen raufgegangen auf 9 tropfen. Seitdem auf 9 tropfen. Seit 27.05. auf 9,5 tropfen hochgegangen. Seit 4.6. auf 9 tropfen. Seit dem 13. Juni bei 8,5 Tropfen
15. August 8 Tropfen
15. September 7,5 Tropfen
8. Oktober 7 Tropfen

wiesengelb
Beiträge: 21
Registriert: Freitag, 16.03.18, 6:17
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 22 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von wiesengelb » Mittwoch, 14.11.18, 22:13

Siggi hat geschrieben:
Samstag, 10.11.18, 11:28
Seiner Meinung nach ist's nicht mehr erforderlich mit derlei Keulen gegen Hörstürze vorzugehen....
er gab höchstens das Durchblutungsmedikament Trental, und selbst das nicht sehr oft....
Dem kann ich nur beipflichten. Ich hatte schon ca 20 Hörstürze und alle haben sich ohne Cortisontherapie wieder erholt.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor wiesengelb für den Beitrag (Insgesamt 2):
SiggiJamie
Noveber 17 akute Psychose vorwiegend wahnhaft ohne Schizophrenie (vermutlich durch Cannabis)
1.12.17 bis 23.3.18 Klinik. 2 Wochen akut, dann Reha

Medikamente
2.12.17 bis 27.12.17 30mg Olanzapin
28.12.17 bis 5.1.18 25 mg Olanzapin
6.1.18 bis 31.1.18 20mg Olanzapin
1.2.18 bis 6.2.18 15mg Olanzapin
7.2.18 bis 12.2.18 12,5mg Olanzapin
13.2.18 bis 19.2.18 10mg Olanzapin
20.2.18 bis 26.2.18 7,5mg Olanzapin

Keine Absezsymptome, Besserung der allgemeinen Befindlichkeit unter der Reduzierung
26.2.18 bis 23.3.18 wird Olanzpin ausgeschlichen und Aripiprazol eingeschlichen

23.3.18 bis 29.5.18 10mg Aripiprazol. Grosse Müdigkeit, deshalb ab
30.5.18 7,5mg Aripiprazol
Aripripazol wird ausgeschlichen

ab 5.6.18 6mg Paliperidon
ab 7.8.18 3mg Paliperidon

Aktuelle Medikation: 3mg Paliperidon

Jamie
Team
Beiträge: 15917
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 19933 Mal
Danksagung erhalten: 26296 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 19.11.18, 21:37

Guten Abend :)

Ich bin ins Team zurück gekehrt.
Mit mehr Abstand, lernend mehr nach mir zu schauen und einer gewissen Zurückhaltung, die ich in den letzten Monaten bereits einüben durfte.

Viele Grüße, freu mich zurück zu sein in der kleinen Familie <3
Jamie

----------

PS meine Rückkehr hat nichts mit LinLinas Ausscheiden zu tun.
Ich war wie erwähnt überhaupt nicht informiert, dass sie aufhört.
Ich hatte bereits davor die Teammitglieder angeschrieben, was sie davon halten würden, wenn ich zurück käme.
Nur um irgendwelchen Spekulationen Einhalt zu gebieten ;)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 15):
Towanda1lakeSonne1OliverJofabpadmaJunaRosenrotinandoutMarko92reddieCourageMonalindestubi und 2 weitere Benutzer
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Jofab
Beiträge: 1370
Registriert: Mittwoch, 16.08.17, 19:51
Hat sich bedankt: 4117 Mal
Danksagung erhalten: 3122 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab » Montag, 19.11.18, 22:20

Liebe Jamie, :)

ich freu mich sehr über deinen Entschluß !
Bitte gib trotzdem auf dich acht !

Alles Gute
Ilse
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jofab für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieRosenrotCourage
► Text zeigen

Rosenrot
Beiträge: 458
Registriert: Montag, 20.03.17, 7:30
Hat sich bedankt: 1274 Mal
Danksagung erhalten: 1294 Mal

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot » Montag, 19.11.18, 23:16

Oh, Jamie, das sind ja mal gute Nachrichten!

Willkommen zurück! :party2:

Ich wünsche dir, dass du eine gute Balance zwischen Selbstfürsorge und Engagement finden kannst.

LG Rosenrot
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Rosenrot für den Beitrag:
Courage
► Text zeigen

Antworten