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Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Jimbo
Beiträge: 44
Registriert: Mittwoch, 30.01.19, 4:07

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jimbo » Montag, 16.03.20, 14:07

Jamie,
ich glaube auch an Engelswesen!
Von daher hast du jetzt von meinen Engeln Rückendeckung.

Das kostet dich nichts und ist einfach ein Geschenk an dich und deine Arbeit hier im Forum. Das du dich so für viele Betroffene einsetzt und nie deinen Mut verlierst ist ein Geschenk. Und für dieses, dein Geschenk wird belohnt werden. Natürlich nicht von mir...

Unsere Engel werden uns den Weg weisen!
Tim
In 2012 bis ca. 2013 sporadisch Alprazolam genommen am Ende nach ca. 3-4 wöchiger Dauereinnahme leichtes Entzugssyndrom nach Kaltentzug gehabt... war aber nicht wirklich schlimm und nach wenigen Tagen erledigt.

Bis Jan. 2018 keine Psychopharmaka.

Januar 2018 bis ca. August 2018 in Psychotherapeutischer Behandlung wegen, Panikattacken, Schwindel/leichte Derealisation, depressive Verstimmung. Behandlung erfolgreich beendet wegen deutlicher Besserung des Befindens und der Symptomatik.

Jan. 2018 - Mitte Dez. 2018 --- 10 Stk. Alprazolam a´0,5mg pro Monat nach Bedarf
21.12.18 - 20.01.19 --- täglich ca. 0,75mg Alprazolam insgesamt also ca. 50 Stk. a`0,5mg
Seit 21.01.19 --- 0 mg Alprazolam (also Kaltentzug, war eine Woche etwas anstrengend aber ging ganz gut)
Am 27.01.19 --- einmalig 0,75mg Alprazolam (nochmal 3-4 Tage Entzugssymptomatik)

Februar - Juni 2019: Unregelmäßige Einnahme: ca. 1x pro Woche 0,5 - 0,75mg

Dann zwei mal starke Absetzsymptomatik Mitte 2019:

18.06.19 --- 1 x 0,5 mg Alprazolam
Mehrere Tage akutes Gedankenkreisen (Sinn des Lebens), stark depressiv, extremes Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, Panikattacken

13.07.19 --- 1 x 0,5mg Clonazepam

Entzugs-Verlauf Tagebuch:
14.07. - 16.07. Durchgehend akutes Gedankenkreisen zwanghaft, stark depressiv, extremes Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, Panikattacken
17.07. + 18.07. Alkohol getrunken zur Deckelung der Symptomatik (ganz schlechte Idee!!!)
19.07. Durchgehend schwerstes Gedankenkreisen zwanghaft, stark depressiv, extremes Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, evtl. sogar leicht suizidal
20.07. Minimale Verbesserung, sehr starke Symptome durchgehend
21.07. Leichte Verbesserung, sehr starke Symptome wellenartig
22.07. Verschlechterung, sehr starke Symptome fast durchgehend + Sorge das es nicht besser wird
>>> 23.07. Extreme Verbesserung über Nacht nach fast 11 Std. Schlaf, wahrscheinlich Alk. Nachwirkungen ausgeschlafen (große Erleichterung) <<<
24.07. Gleichbleibend, leichte Symptome wellenartig, schlecht Geschlafen
25.07. Verbesserung, nur noch unterschwellig Symptome, keine Wellen mehr, leicht reizbar, schlecht Geschlafen
26.07. Gleichbleibend, unterschwellige Symptome, Stimmung gedämpft, nicht mehr so reizbar, mittelmäßig geschlafen ca. 5 Std., von Benzoentzug geträumt
27.07. Verbesserung der allgemeinen Stimmung, manchmal noch leichtes Gefühl der Distanziertheit, Kopf läuft noch nicht ganz rund, netter Grillabend mit Freunden, alle be/angetrunken außer mir, ganz gut geschlafen 6 Std., von Benzoentzug geträumt
28.07. Leichte Verschlechterung Innere Unruhe, Grübeln (leicht) 13:30 - 15:00 Uhr 0,7 L Bier getrunken, war nicht so toll, 19:30 Uhr Alk. Wirkung vorbei >>> Befinden wieder besser, sogar richtig gut, ganz gut geschlafen 5,5 Std.
29.07. Gleichbleibend Noch leicht kreisende Gedanken. Stimmung über den Tag noch leicht schwankend, gut geschlafen 6 Std.
30.07. Verbesserung Nahezu Symptomfrei, Feststellung: Rauchen bekommt mir nicht gut... unangenehmer Schwindel nach Zigarette, muss aufhören! Entzug scheint nahezu abgeschlossen zu sein, ebenso so mein Entzugs-Tagebuch... hoffe ich!
31.07. Keine spürbaren Symptome mehr, Stimmung und allgemeines Befinden normal/gut, Schlaf: Gut aber etwas kurz (ca. 6 Std.)
01.08. Alles stabil und gut. Tagebuch Ende. Restliche Benzotabletten im Keller eingelagert.
09.12.19 Keine weitere Benzoeinnahme, alles OK

simonb
Beiträge: 116
Registriert: Donnerstag, 12.04.18, 21:40

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von simonb » Mittwoch, 18.03.20, 13:36

Hallo Jamie ,

Dein ganzer Text hat mich sehr berührt.
Auch weil du mir damals ja sehr viel Mut gemacht hast,
es muss einfach einen Sinn haben was du durchleidest,
und es muss sich wieder verbessern.

Meine Mutter hatte längere Zeit sehr starken Trigeminus,
er ist fast weg, ich weiss nicht ob durch Medikamente oder von alleine- ich könnte sie fragen?
Ich kenne einen Pharma Referenten der bis vor kurzem noch intensiv in der Branche gearbeitet hat insbesondere bei Ärzten geworben hat und sich auch mit den nötigen Voraussetzungen (Diagnosen) auskennt. Wenn du möchtest kannst du mir Fragen mitgeben, dann kontaktiere ich ihn?

Viele Grüße Simon
Seit: 2008 Einnahme PP. aufgrund von Depressionen. Venlafaxin 75 mg.
2012 Wechsel auf Citalopram 20 mg,
2015-2018 sehr stabil mit Citalopram 10mg.

Juli 2018 Tinnitus durch Zahnextraktion aufgetreten,
PIA:
Einstellung auf 30 mg Mirtazapin
Nov.2018:In der Psychiatrie gelandet:
Quilonium retard 450-0-450 eindosiert
Citalopram 10 mg weiterhin.
Mirtazapin 30 mg weiterhin

Absetzen von Citalopram 10mg, da dieses den Tinnitus "unterhielt"
Nach ca. 5- 7 Tagen:
Schwindel , DP, DR, Herzrasen, starke Unruhe, Angstzustände.
Wieder 10 mg Citalopram eindosiert
Quilonium retard abdosiert: 450- 0- 225
Nach ca. 2 Wochen Verbesserung DP u. DR. weg.
Aber plötzlich Suizidgedanken.

Ca. Mitte Januar 2019:
Psychiaterin ordnete an Citalopram auf 20 mg zu erhöhen.
Erst Verbesserung.
Dann plötzlich morgens Schmerzen im Brustbereich.
Nach 2 weiteren Tagen:
Starke Schlaflosigkeit,Unruhe, Angstzustände, Muskeln in höchster Anspannung, Akathasie, DP, DR, Aufkratzen.

Hausarzt ordnete an Paroxetin überlappend zu nehmen: ängstlich, DP, DR, Kratzen durch innere Unruhe zugenommen, Angstzustände vor allem morgens.
Dann plötzlich 2 Tage Verbesserung.
Tinnitus wieder aufgetreten, massive Angstzustände.

Ca. Anfang Februar 2019:
Erneut in der Psychiatrie gelandet,
Versuch mit Risperdal 0,5 mg :
Nachts wach geworden ganzen Körper aufgekratzt, fast suizidiert wegen Angstzuständen DP, DR.

Verlegung auf die geschlossenen Station :
Dort Tavor 0,5-0,5-0,5

Ca. Ende Februar 2019:
Als 4.!!!Medikament Seroquel 0-0-100mg
(Ruhiger).
Paroxetin nach ca. 3 Wochen Einnahmedauer wieder ausgeschlichen.
Mirtazapin auf 15 mg reduziert.
Citalopram blieb bei 20mg
Tavor raus nach ca 2- 3 Wochen, unrmg.Einnahme.

Mitte März 2019:
Ambulant:
Behandlung mit Magnet -Stimulation wg. anhaltenden Depressionen und Tinnitus.
Nach ca. 7 Tagen wg. Schmerzen im Kopf/ Unruhe abgebrochen. Schmerzen nach einigen Tagen besser.

Ende März 2019:
Paracetamol mehrmals genommen: Wirkte gegen Tinnitus. Dadurch aber massive Schmerzen Rücken, Brustbereich.

Anfang April 2019:
Gegen die Schmerzen und Tinnitus,
Fischöl probiert (überdosiert).
Unruhe und Panikattacken ,Herzrasen.

Passionsblume gut vertragen, seit Mitte März ausgiebig genutzt.

Ende April 2019:
Wieder Fischöl ausVerzweiflung genommen
starke Panik bekommen. Passionsblume eingenommen (überdosiert) plötzlich paradoxe
Wirkung Angstzustände, Suizidgedanken ( 4 Tage im Bett verbracht).
Als die "Welle" abflaute ausversehen das Lithium 4 Stunden zu früh eingenommen.

Seitdem:
Schmerzen im ganzen Körper vor allem brennende Schmerzen unter der Schädeldecke,"neben sich stehen" Schlafstörungen.. immer wieder stunden/tageweise Angstzustände, mit Muskelanspannung, Suizidgedanken.

Anfang Mai 2019:
Aktuelle Medikation:
Citalopram 20 mg
Mirtazapin 15 mg
Seroquel 100mg
Quilonium retard: 450-0-225

Ab ca. 7.August 2019 Reduktion auf 19mg Citalopram
Verstärkt Schmerzen, schlechter Schlaf, Unruhe, Agression, Freudlosigkeit...

Ab ca. 4. September 2019 Reduktion auf ca 17,4 mg
Citalopram. Symptome ähnlich wie oben

September - Ende November Absetzpause wg Reha

17.12.2019 - Reduktion auf 15, 8 mg Citalopram
14.1.2020 -Reduktion auf 14,3 mg C.
12.2.2020 - Reduktion auf 12,9 mg Citalopram
14.3.2020 -Reduktion auf 11,7 mg Citalopram

simonb
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Registriert: Donnerstag, 12.04.18, 21:40

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von simonb » Mittwoch, 18.03.20, 13:37

Pharma Referent zum Thema medizinisches Cannabis meinte ich
Seit: 2008 Einnahme PP. aufgrund von Depressionen. Venlafaxin 75 mg.
2012 Wechsel auf Citalopram 20 mg,
2015-2018 sehr stabil mit Citalopram 10mg.

Juli 2018 Tinnitus durch Zahnextraktion aufgetreten,
PIA:
Einstellung auf 30 mg Mirtazapin
Nov.2018:In der Psychiatrie gelandet:
Quilonium retard 450-0-450 eindosiert
Citalopram 10 mg weiterhin.
Mirtazapin 30 mg weiterhin

Absetzen von Citalopram 10mg, da dieses den Tinnitus "unterhielt"
Nach ca. 5- 7 Tagen:
Schwindel , DP, DR, Herzrasen, starke Unruhe, Angstzustände.
Wieder 10 mg Citalopram eindosiert
Quilonium retard abdosiert: 450- 0- 225
Nach ca. 2 Wochen Verbesserung DP u. DR. weg.
Aber plötzlich Suizidgedanken.

Ca. Mitte Januar 2019:
Psychiaterin ordnete an Citalopram auf 20 mg zu erhöhen.
Erst Verbesserung.
Dann plötzlich morgens Schmerzen im Brustbereich.
Nach 2 weiteren Tagen:
Starke Schlaflosigkeit,Unruhe, Angstzustände, Muskeln in höchster Anspannung, Akathasie, DP, DR, Aufkratzen.

Hausarzt ordnete an Paroxetin überlappend zu nehmen: ängstlich, DP, DR, Kratzen durch innere Unruhe zugenommen, Angstzustände vor allem morgens.
Dann plötzlich 2 Tage Verbesserung.
Tinnitus wieder aufgetreten, massive Angstzustände.

Ca. Anfang Februar 2019:
Erneut in der Psychiatrie gelandet,
Versuch mit Risperdal 0,5 mg :
Nachts wach geworden ganzen Körper aufgekratzt, fast suizidiert wegen Angstzuständen DP, DR.

Verlegung auf die geschlossenen Station :
Dort Tavor 0,5-0,5-0,5

Ca. Ende Februar 2019:
Als 4.!!!Medikament Seroquel 0-0-100mg
(Ruhiger).
Paroxetin nach ca. 3 Wochen Einnahmedauer wieder ausgeschlichen.
Mirtazapin auf 15 mg reduziert.
Citalopram blieb bei 20mg
Tavor raus nach ca 2- 3 Wochen, unrmg.Einnahme.

Mitte März 2019:
Ambulant:
Behandlung mit Magnet -Stimulation wg. anhaltenden Depressionen und Tinnitus.
Nach ca. 7 Tagen wg. Schmerzen im Kopf/ Unruhe abgebrochen. Schmerzen nach einigen Tagen besser.

Ende März 2019:
Paracetamol mehrmals genommen: Wirkte gegen Tinnitus. Dadurch aber massive Schmerzen Rücken, Brustbereich.

Anfang April 2019:
Gegen die Schmerzen und Tinnitus,
Fischöl probiert (überdosiert).
Unruhe und Panikattacken ,Herzrasen.

Passionsblume gut vertragen, seit Mitte März ausgiebig genutzt.

Ende April 2019:
Wieder Fischöl ausVerzweiflung genommen
starke Panik bekommen. Passionsblume eingenommen (überdosiert) plötzlich paradoxe
Wirkung Angstzustände, Suizidgedanken ( 4 Tage im Bett verbracht).
Als die "Welle" abflaute ausversehen das Lithium 4 Stunden zu früh eingenommen.

Seitdem:
Schmerzen im ganzen Körper vor allem brennende Schmerzen unter der Schädeldecke,"neben sich stehen" Schlafstörungen.. immer wieder stunden/tageweise Angstzustände, mit Muskelanspannung, Suizidgedanken.

Anfang Mai 2019:
Aktuelle Medikation:
Citalopram 20 mg
Mirtazapin 15 mg
Seroquel 100mg
Quilonium retard: 450-0-225

Ab ca. 7.August 2019 Reduktion auf 19mg Citalopram
Verstärkt Schmerzen, schlechter Schlaf, Unruhe, Agression, Freudlosigkeit...

Ab ca. 4. September 2019 Reduktion auf ca 17,4 mg
Citalopram. Symptome ähnlich wie oben

September - Ende November Absetzpause wg Reha

17.12.2019 - Reduktion auf 15, 8 mg Citalopram
14.1.2020 -Reduktion auf 14,3 mg C.
12.2.2020 - Reduktion auf 12,9 mg Citalopram
14.3.2020 -Reduktion auf 11,7 mg Citalopram

Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 18.03.20, 16:47

Hallo simon, :)

vielen Dank für dein Angebot, auf den Pharmareferenten komme ich vielleicht noch zurück.
Aber die Erfahrungen deiner Mutter würden mich interessieren. Mir wurde gesagt es besteht eine gewisse Chance, dass die Nerven sich von selber noch mal beruhigen werden, über die Zeit sozusagen. Mich würde es interessieren, wie es bei deiner Mutter war? War bei ihr auch der Mund betroffen wie bei mir?

Vielen Dank für deine Bemühungen :hug:
Jamie

----
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padma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von padma » Mittwoch, 18.03.20, 17:50

liebe Jamie, :)

ich denke viel an dich und wünsche dir so sehr, dass du bald Erleichterung erfährst.

alle Liebe, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Jodie13
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Registriert: Freitag, 21.09.18, 17:59

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jodie13 » Mittwoch, 18.03.20, 18:55

Liebe Jamie,

es tut mir sehr leid, dass du so grosses Leid und Schmerzen erfahren musst. Ich denke an dich und wünsche dir, dass Erleichterung kommt.

Lg Jodie
Mein Thread

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simonb
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von simonb » Mittwoch, 18.03.20, 21:13

Hallo Jamie,

Habe leider nichts weltbewegendes erfahren, trotzdem teile ich dir gerne die Aussagen meiner Mutter mit:

Sie hatte es 3 Jahre stark , aber nicht permanent, aber dann , wenn der Nerv entzündet war....
Antiepileptika sollen wohl helfen, haben meiner Mutter aber nichts geholfen. Bei ihr ist es jetzt sehr erträglich und sie hat selten Probleme. Sie habe in den schlimmsten Phasen stundenlang unter Rotlicht gesessen. Im Sommer und Frühling sei es viel besser gewesen als im Winter. Kälte als Trigger. Je wärmer es draußen sei je besser. Warm /Kalt trinken als Trigger/Zugluft. Hilfreich: immer Schal tragen.

Laut meiner Mutter kann es Jahre dauern bis die Nerven nachwachsen, aber es ist möglich. Meine Mutter ist Krankenschwester (keine Wissenschaftlerin oder so)
Du hattest ja auch einige Zahngeschichten, vielleicht kann sich da über die Zeit noch was regenerieren. Mir wurde 2018 ein Zahn gezogen und bis sich allein das beruhigte hat es 5 Monate gedauert ( dauernde Schmerzen/Entzündungen/Tinnitus/Antibiotika.
Ich weiss das man das nicht vergleichen kann....

Was meine Mutter noch empfahl hochdosierte B Vitamine (alle!) dies habe ihr wohl auch geholfen.
Kann man ja zb auch ganz einfach subcutan sprItzen.
Ich habe das schon mal mit B12 gemacht.

Ich wünsche dir einen erträglichen abend und etwas Linderung.

Simon
Seit: 2008 Einnahme PP. aufgrund von Depressionen. Venlafaxin 75 mg.
2012 Wechsel auf Citalopram 20 mg,
2015-2018 sehr stabil mit Citalopram 10mg.

Juli 2018 Tinnitus durch Zahnextraktion aufgetreten,
PIA:
Einstellung auf 30 mg Mirtazapin
Nov.2018:In der Psychiatrie gelandet:
Quilonium retard 450-0-450 eindosiert
Citalopram 10 mg weiterhin.
Mirtazapin 30 mg weiterhin

Absetzen von Citalopram 10mg, da dieses den Tinnitus "unterhielt"
Nach ca. 5- 7 Tagen:
Schwindel , DP, DR, Herzrasen, starke Unruhe, Angstzustände.
Wieder 10 mg Citalopram eindosiert
Quilonium retard abdosiert: 450- 0- 225
Nach ca. 2 Wochen Verbesserung DP u. DR. weg.
Aber plötzlich Suizidgedanken.

Ca. Mitte Januar 2019:
Psychiaterin ordnete an Citalopram auf 20 mg zu erhöhen.
Erst Verbesserung.
Dann plötzlich morgens Schmerzen im Brustbereich.
Nach 2 weiteren Tagen:
Starke Schlaflosigkeit,Unruhe, Angstzustände, Muskeln in höchster Anspannung, Akathasie, DP, DR, Aufkratzen.

Hausarzt ordnete an Paroxetin überlappend zu nehmen: ängstlich, DP, DR, Kratzen durch innere Unruhe zugenommen, Angstzustände vor allem morgens.
Dann plötzlich 2 Tage Verbesserung.
Tinnitus wieder aufgetreten, massive Angstzustände.

Ca. Anfang Februar 2019:
Erneut in der Psychiatrie gelandet,
Versuch mit Risperdal 0,5 mg :
Nachts wach geworden ganzen Körper aufgekratzt, fast suizidiert wegen Angstzuständen DP, DR.

Verlegung auf die geschlossenen Station :
Dort Tavor 0,5-0,5-0,5

Ca. Ende Februar 2019:
Als 4.!!!Medikament Seroquel 0-0-100mg
(Ruhiger).
Paroxetin nach ca. 3 Wochen Einnahmedauer wieder ausgeschlichen.
Mirtazapin auf 15 mg reduziert.
Citalopram blieb bei 20mg
Tavor raus nach ca 2- 3 Wochen, unrmg.Einnahme.

Mitte März 2019:
Ambulant:
Behandlung mit Magnet -Stimulation wg. anhaltenden Depressionen und Tinnitus.
Nach ca. 7 Tagen wg. Schmerzen im Kopf/ Unruhe abgebrochen. Schmerzen nach einigen Tagen besser.

Ende März 2019:
Paracetamol mehrmals genommen: Wirkte gegen Tinnitus. Dadurch aber massive Schmerzen Rücken, Brustbereich.

Anfang April 2019:
Gegen die Schmerzen und Tinnitus,
Fischöl probiert (überdosiert).
Unruhe und Panikattacken ,Herzrasen.

Passionsblume gut vertragen, seit Mitte März ausgiebig genutzt.

Ende April 2019:
Wieder Fischöl ausVerzweiflung genommen
starke Panik bekommen. Passionsblume eingenommen (überdosiert) plötzlich paradoxe
Wirkung Angstzustände, Suizidgedanken ( 4 Tage im Bett verbracht).
Als die "Welle" abflaute ausversehen das Lithium 4 Stunden zu früh eingenommen.

Seitdem:
Schmerzen im ganzen Körper vor allem brennende Schmerzen unter der Schädeldecke,"neben sich stehen" Schlafstörungen.. immer wieder stunden/tageweise Angstzustände, mit Muskelanspannung, Suizidgedanken.

Anfang Mai 2019:
Aktuelle Medikation:
Citalopram 20 mg
Mirtazapin 15 mg
Seroquel 100mg
Quilonium retard: 450-0-225

Ab ca. 7.August 2019 Reduktion auf 19mg Citalopram
Verstärkt Schmerzen, schlechter Schlaf, Unruhe, Agression, Freudlosigkeit...

Ab ca. 4. September 2019 Reduktion auf ca 17,4 mg
Citalopram. Symptome ähnlich wie oben

September - Ende November Absetzpause wg Reha

17.12.2019 - Reduktion auf 15, 8 mg Citalopram
14.1.2020 -Reduktion auf 14,3 mg C.
12.2.2020 - Reduktion auf 12,9 mg Citalopram
14.3.2020 -Reduktion auf 11,7 mg Citalopram

simonb
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Registriert: Donnerstag, 12.04.18, 21:40

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von simonb » Mittwoch, 18.03.20, 21:33

Ach sorry und es war nicht so ganz klar wie so Sie Trigeminus bekommen hat- vielleicht durch Krebs Medikamente
Seit: 2008 Einnahme PP. aufgrund von Depressionen. Venlafaxin 75 mg.
2012 Wechsel auf Citalopram 20 mg,
2015-2018 sehr stabil mit Citalopram 10mg.

Juli 2018 Tinnitus durch Zahnextraktion aufgetreten,
PIA:
Einstellung auf 30 mg Mirtazapin
Nov.2018:In der Psychiatrie gelandet:
Quilonium retard 450-0-450 eindosiert
Citalopram 10 mg weiterhin.
Mirtazapin 30 mg weiterhin

Absetzen von Citalopram 10mg, da dieses den Tinnitus "unterhielt"
Nach ca. 5- 7 Tagen:
Schwindel , DP, DR, Herzrasen, starke Unruhe, Angstzustände.
Wieder 10 mg Citalopram eindosiert
Quilonium retard abdosiert: 450- 0- 225
Nach ca. 2 Wochen Verbesserung DP u. DR. weg.
Aber plötzlich Suizidgedanken.

Ca. Mitte Januar 2019:
Psychiaterin ordnete an Citalopram auf 20 mg zu erhöhen.
Erst Verbesserung.
Dann plötzlich morgens Schmerzen im Brustbereich.
Nach 2 weiteren Tagen:
Starke Schlaflosigkeit,Unruhe, Angstzustände, Muskeln in höchster Anspannung, Akathasie, DP, DR, Aufkratzen.

Hausarzt ordnete an Paroxetin überlappend zu nehmen: ängstlich, DP, DR, Kratzen durch innere Unruhe zugenommen, Angstzustände vor allem morgens.
Dann plötzlich 2 Tage Verbesserung.
Tinnitus wieder aufgetreten, massive Angstzustände.

Ca. Anfang Februar 2019:
Erneut in der Psychiatrie gelandet,
Versuch mit Risperdal 0,5 mg :
Nachts wach geworden ganzen Körper aufgekratzt, fast suizidiert wegen Angstzuständen DP, DR.

Verlegung auf die geschlossenen Station :
Dort Tavor 0,5-0,5-0,5

Ca. Ende Februar 2019:
Als 4.!!!Medikament Seroquel 0-0-100mg
(Ruhiger).
Paroxetin nach ca. 3 Wochen Einnahmedauer wieder ausgeschlichen.
Mirtazapin auf 15 mg reduziert.
Citalopram blieb bei 20mg
Tavor raus nach ca 2- 3 Wochen, unrmg.Einnahme.

Mitte März 2019:
Ambulant:
Behandlung mit Magnet -Stimulation wg. anhaltenden Depressionen und Tinnitus.
Nach ca. 7 Tagen wg. Schmerzen im Kopf/ Unruhe abgebrochen. Schmerzen nach einigen Tagen besser.

Ende März 2019:
Paracetamol mehrmals genommen: Wirkte gegen Tinnitus. Dadurch aber massive Schmerzen Rücken, Brustbereich.

Anfang April 2019:
Gegen die Schmerzen und Tinnitus,
Fischöl probiert (überdosiert).
Unruhe und Panikattacken ,Herzrasen.

Passionsblume gut vertragen, seit Mitte März ausgiebig genutzt.

Ende April 2019:
Wieder Fischöl ausVerzweiflung genommen
starke Panik bekommen. Passionsblume eingenommen (überdosiert) plötzlich paradoxe
Wirkung Angstzustände, Suizidgedanken ( 4 Tage im Bett verbracht).
Als die "Welle" abflaute ausversehen das Lithium 4 Stunden zu früh eingenommen.

Seitdem:
Schmerzen im ganzen Körper vor allem brennende Schmerzen unter der Schädeldecke,"neben sich stehen" Schlafstörungen.. immer wieder stunden/tageweise Angstzustände, mit Muskelanspannung, Suizidgedanken.

Anfang Mai 2019:
Aktuelle Medikation:
Citalopram 20 mg
Mirtazapin 15 mg
Seroquel 100mg
Quilonium retard: 450-0-225

Ab ca. 7.August 2019 Reduktion auf 19mg Citalopram
Verstärkt Schmerzen, schlechter Schlaf, Unruhe, Agression, Freudlosigkeit...

Ab ca. 4. September 2019 Reduktion auf ca 17,4 mg
Citalopram. Symptome ähnlich wie oben

September - Ende November Absetzpause wg Reha

17.12.2019 - Reduktion auf 15, 8 mg Citalopram
14.1.2020 -Reduktion auf 14,3 mg C.
12.2.2020 - Reduktion auf 12,9 mg Citalopram
14.3.2020 -Reduktion auf 11,7 mg Citalopram

Katharina
Beiträge: 5336
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 19.03.20, 12:18

Liebe Jamie!


Vielleicht könnte dieser Link eine hilfreiche Info sein:


https://www.shotzenkoecherle.ch/


Sehr herzlich,
Katharina

Philine
Beiträge: 1308
Registriert: Freitag, 02.08.19, 15:47

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Philine » Donnerstag, 19.03.20, 21:16

Liebe Jamie,
ich wollte dir eigentlich schon vor ein paar Tagen schreiben, und zwar zu dem Wörtchen "austherapiert". Ich denke, dass das vor allem bedeutet, dass behandelnde Ärzte in einem definierten, sehr kurzen Zeitraum mit bestimmten medikamentösen Therapien keinen Erfolg erzielen konnten.
Das heißt überhaupt nicht, dass sich deine gereizten Nerven nicht wieder beruhigen.
Gerade weil es den Auslöser Zahnbehandlung gab und du ja auch schreibst, dass es durch das erneute Zahnziehen zu einer wiederholten Reizung gekommen ist vom Trigeminusnerv. Dann war es dazwischen ein wenig abgemildert.
Also, ich will damit nur sagen, für mich liest sich das so, als sei da Bewegung drin.
Gerade wir Psychopharmaka-Geschädigten wissen, wie lange ein Nervensystem zur Heilung braucht. Das glaubt kein Arzt.
Ich bin absolut davon überzeugt, dass du starke Selbstheilungskräfte hast und wieder singen können wirst.
Ich wünsche es dir für ganz bald.
🎶🎵🎶🎵🎶🎵🎶🎵🎶🎵🎶🎵🎶🎵🎶🎵
Philine
Mitte Okt. 2018-bis Mitte Jan. 2019: 30 x Tavor 0.5
Mitte Okt. – Ende Nov. 2018 Esci. 5-10-5 mg
seit Dez. 2018 Sertr. 25, langsam runterdosiert auf 16
weitere Medikation:
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stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Freitag, 20.03.20, 8:35

Liebe Jamie, :hug:

ich fühle mich hilflos angesichts deiner Leidensgeschichte und ich Frage mich, was soll ich an jemand schreiben, der so ein Leid zutragen hat?

Ich hoffe, dass bald eine gehörige Besserung bei dir eintreten wird, doch das muss sich für wie eine Farce anhören, weil du ja schon so lange diesen steinigen Weg gehst und es ja immer schlechter wird bei dir.

Liebe Jamie ich denke an dich und wünsche dir vom
Herzen nur das Beste.

Liebe Grüße
Renate
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Fledermaus
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Fledermaus » Freitag, 27.03.20, 14:15

Liebe Jamie,

Ich wünsche dir viel Kraft, :sports: ganz schnelle Schmerzlinderung. :fly:
Fühle dich gedrückt :hug:
Liebe Grüße
Fledermaus
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