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Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Bittchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen » Freitag, 15.05.20, 6:53

Liebe Jamie,

ich kann dich leider nicht trösten oder dir helfen.
Es ist mir aber wichtig dir zu schreiben,wie sehr mich dein momentanes Leid berührt.
Darum will ich dir auch ganz schnelle Linderung wünschen,mehr kann ich dir nicht schreiben.
Deine lange Leidensgeschichte geht mir sehr unter die Haut.

Sei virtuell gedrückt und herzlich gegrüßt
Bittchen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Muck
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muck » Freitag, 15.05.20, 8:41

Liebe Jamie

Es tut mir in der Seele weh wenn ich lese was du aushalten muß.
Zur Schmerzklinik kann ich dir keinen Rat geben.
Ich glaube es würde für dich gut sein wenn du auf allen Ebenen behandelt würdest.

Immer wieder die selbe Frage warum bekommt einer alles schlechte mit
und andere haben einfach immer nur ein gutes Leben.
Einfach nur ungerecht.

Die Reise in die Schweiz hat mich auch schon einigemale beschäftigt.
Wenn man vor Symptomen und Angst fast verrückt wird ist der Gedanke wohl verständlich.

Ich wünsche dir das du endlich Linderung bekommst.
Halt bitte weiter durch.

Danke noch für deine Tipps bezüglich meiner Mutter.

Liebe Grüße
Barbara
Symptome: (...); Diagnose: (...)


1. Symptome

Schwindel
Benommenheit
Schwitzen besonders stark nachts
Kälteschauer fast nur nachts
Blähungen
Sodbrennen
Muskel und Gelenkschmerzen überall
Zuckungen
Sehstörungen verschwommen oder Dinge bewegen sich
Einschlafen der Hände in der Nacht
Albträume
Akustische Halluzinationen Nachts
Seltsame Wellen durch den ganzen Körper Nachts
Blutdruck schwankend
Lustlosigkei
Gedankenkreisen
Übelkeit
Nesselsucht urplötzlich
Wespenstichallergie
Würgeanfälle
Kalte Hände und kalte Füße
Unruhe
Konzentrationsschwäche
Mundtrockenheit
Mundbrennen
Schwächegefühl in armen und Beinen
Vergesslichkeit
Verspannungen
Schnell Argressiv
Tinnitus
Ohrendruck
Angst mehr als früher
Juckreiz

Diagnose

Fibromylagie
Generalisierte Angststörung
Mittelschwere Depression
Somatisierungsstörungen



Medikation: (Wirkstoff XXmg, Dauer) (>>) (Wirkstoff XXmg, Dauer) >> (usw.)


2. Medikation


Bis Februar 2013 nur immer Naturheilmittel
Februar 2013 Citalopram 20 mg eingeschlichen mit 10 mg
Ca. 2 Jahre genommen dann von heute auf morgen auf10 mg runter
Symptome vor Citalopram und nun kein großer Unterschied
September 2017 oft die Einnahme vergessen dann nicht mehr genommen
Also auf 0 wie ich heute weiß Kalter Entzug
2018 für 6 Wochen Hormonpflaster keine Besserung
13.11.2018 Omep 40 mg Magnetfans 150 mg Passivligatropfen bei Bedarf
Bisoprolol 5 mg

u]Zusätzlich:[/u] (Wirkstoff XXmg, Start (wofür/wogegen));


3. Zusätzliches

Keine

Bisherige Absetzversuche: (Wirkstoff XXmg, wie abgesetzt, warum gescheitert)


4. BieherigevAbsetzversuche

Mein erster

Absetzverlauf (Startdatum, Startdosierung): (Dauer XXmg) (>>) (Dauer XXmg) (>>) (usw.)


5. Absetzverlauf

Siehe Punkt 6

lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Freitag, 15.05.20, 9:34

Liebe jamie!

Als ebenfalls chronisch Schmerzgeplagte seit vielen Jahren, kann ich dein Leid und deine Verzweiflung voll nachvollziehen!

Auch ich habe mich schon mit dem Gedanken in der Schweiz den assistierten Suizid als Lösung für mich anzusehen, aber man hält dann halt doch immer und immer wieder weiter aus.

Ich kann mir selbst nicht helfen, dir geht es ja noch schlechter, deshalb nehme ich dich nur ganz vorsichtig virtuell in den Arm und wünsche dir eine gute Klinik, und die Hilfe, die du brauchst!

GLG
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Blumenwiese
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Blumenwiese » Freitag, 15.05.20, 10:05

Liebe Jamie :hug:

Ich leide mittletweile auch schon seit etwa 17 Jahren an chronischen Schmerzen am ganzen Körper. Zum Glück hab ich nur selten solch starke Schmerzspitzen, die mich akut s*izidal machen. Und dann sind die Schmerzen eh so stark, dass ich körperlich nicht in der Lage bin, es umzusetzen.

Bei mir lösen die Schmerzen zudem immer wieder Körperflashbacks aus. Also ein Teil der Schmerzen ist dann nicht mehr körperlich, sondern seelisch bedingt. Vielleicht hast du auch vermehrt Körperflashbacks durch deine chronischen Schmerzzustände? Körperflashbacks sind bei mir zum Teil viel heftiger von der Schmerzintensität, als der eigentliche körperliche Schmerz, der das ausgelöst hat.

Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass es sich bei dir noch bessert. Zumindest, dass die Intensität noch weiter nachlassen kann.

:fly: Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen Heilungsweg.
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Diagnosen u. vorherige Medikation:
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Aktuelle Absetzverläufe:
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Aktuell:
Quetiapin 0-0-0-25 mg
Promethazin 10-0-25-10 (45 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
Artelac Complete, Chelidonium Rh D4, Movicol, Magnesiumglycinat, Cranberry, Lacto Seven
Bedarf: Salbutamol, Levociterizin, Ibulysin, MCP, Umckaloabo bei Erkältung

padma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von padma » Freitag, 15.05.20, 11:42

liebe Jamie, :)

es macht mich sehr betroffen,wie schlecht es dir geht. :hug: :hug: :hug:
Ich wünsche dir so sehr, dass du endlich Linderung erfährst.

In der Klinik Lahnhöhe war ich auch schon. Es ist ein guter Ort um zur Ruhe zu kommen. Es gibt viele entspannende Angebote z.B., Massagen, Bäder, Sauna, Heublumensäcke, anthoprosophische Medizin und Angebote und die wirklich schöne umgebende Natur. Ausserdem Gespräche.

Ich würde sie empfehlen, wenn man eine "unterstützte" Auszeit braucht und zur Ruhe kommen möchte.

Ein Aufenthalt könnte dir schon gut tun. Aber ehrlich gesagt bin ich skeptisch, dass sie über diese indirekten Maßnahmen hinaus, dir was spezifisches anbieten können.

Mir hatte der Aufenthalt geholfen den ersten Schock nach Ausbruch meiner Erkrankung zu mildern, aber gegen meine Schmerzen, die lange nicht so schlimm sind, wie deine, konnten sie nichts tun.

ganz liebe Grüsse, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Freitag, 15.05.20, 12:28

Liebe Jamie,

ich denke oft an dich und wünsche dir viel Kraft und Hoffnung das alles durchzustehen.
Dein Gedanke an die Schweiz schockiert mir sehr, doch absolut verständlich.

Liebe Jamie, ich möchte dir viele wohlwollende Gedanken senden.

Herzlichst
Renate
► Text zeigen

Bittchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen » Freitag, 15.05.20, 17:01

Liebe Jamie,

ich wollte nicht näher auf das Schweiz -Thema eingehen,du wirst ganz bestimmt auch gegen die Schmerzen noch Hilfe finden.
Mir fällt da noch medizinisches Cannabis ein,das soll doch bei so starken Nervenschmerzen gut helfen.
Hello Mary Lou schreibt in ihrem Thread doch über große Erleichterung.
Zwar auch über die Probleme ein Rezept vom behandelnden Arzt zu bekommen,
aber das kann ja bei dir ja anders sein,du kennst dich ja bei Medikamenten sehr gut aus.
Es ist nur so ein Gedanke von mir.
Alles erdenklich Gute für dich und halte durch,damit du auch merken kannst,wenn es dir wieder besser geht.
Denn das wird der Fall sein !!!
Die Schweiz ist nur als Urlaubsland zu empfehlen,zwar sehr schön,aber auch sehr teuer.

Ganz liebe Grüße
Deine Brigitte
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Fledermaus
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Fledermaus » Freitag, 15.05.20, 18:52

Liebe Jamie,

Ich bin erschüttert wie schlecht es dir geht.
Einen Rat habe ich leider nicht.

Doch ich sende dir viele liebe starke Gedanken und hoffe dass endlich große Linderung eintritt. Gebe nicht auf.

Liebe Grüße
Fledermaus
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Uma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma » Samstag, 16.05.20, 22:06

Liebe Jamie :)

du hattest mich gebeten, bei dir vorbei zu schauen, hier bin ich :wink:

Zuerst möchte ich dir sagen, das ich deinen Gedanken bezüglich "Schweiz"
verstehen kann.
Ich hatte ihn auch schon oft, weil der Schmerz auf Dauer nicht mehr auszuhalten war.

Sicher werden mich bestimmt viele dafür verurteilen aber wie ich immer betone, keiner steckt in meinen Schuhen.
Ich will Leben, unbedingt!!!!!! und versuche mit allen Mitteln einen Weg zu finden, um weniger Schmerzen aushalten zu müssen.

Mein Schmerz hat sich auch verändert.
Du schreibst, aus deinem Gehirn werden Schmerzimpulse losgefeuert und du kannst dann nur versuchen, nicht überzuschnappen.

Das kenne ich auch!

Allerdings betrifft es bei mir hauptsächlich nur den Genitalbereich und die Oberschenkel.

Ich habe dann von jetzt auf gleich brennende Schamlippen und es brennt wirklich wie Feuer.
Zusätzlich ein Gefühl, als würden mich 1000 Nadeln stechen.

Ich weiss nicht, ob sich das bei dir ähnlich anfühlt.
Ich hatte viele Jahre, wo der Schmerz zwischen 3-5 war, damit konnte ich Leben.
Seit 2016 geht es mir immer schlechter.
Seit Juli 2019 ist die Hölle ausgebrochen.
Seitdem habe ich keinen Tag mehr unter 5 gehabt, einzelne Stunden der Erleichterung aber niemals ohne Schmerzen.

Meinen Dauerschmerz liegt bei 6, nach meinem Empfinden und die Spitze bei 10.
Liebe Jamie, ich weiss nicht, ob dir meine Gedanken helfen können, diese einschiessenden Schmerzen, wie du sie beschreibst, habe ich nicht.

Bei mir sind es brennende, stechende, und schneidende Schmerzen, die mal von unerträglich bis auszuhalten wechseln.
Aber das Unerträgliche überwiegt.

Wie du, bin ich sehr erschöpft und geschwächt, die Schmerzen machen mürbe und Kosten all meine Kraft.

Für mich wäre eine psychosomatische Klinik im jetzigen Zustand nicht möglich, da die Schmerzen zu stark sind und ich ganz oft nur da sitzen und aushalten kann.
Ich kann nicht reden, keinen Menschen ertragen, ich muss nur versuchen, da durch zu kommen.

Ich kenne leider niemanden, der ähnliche Symptome hat, wie Du, leider.

Ich würde dir so gern helfen, einen Rat geben können aber ich hab ihn für mich selbst noch nicht gefunden.

Wenn du Fragen hast, jederzeit gern!!!!!

Liebe Jamie, ich wünsche dir nur Eines und das von ganzem Herzen♡ endlich dauerhaft Erleichterung!!!!!!!!!!

Sich fühlen, wie eine Feder, so leicht.

Alles Liebe wünscht dir Uma
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simonb
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von simonb » Sonntag, 17.05.20, 13:39

Hallo Jamie

diese Klinik habe ich noch gefunden, wenn du sie nicht selbst schon gefunden hast;)?
https://klinik-oeschelbronn.de/medizini ... rzmedizin/

sonst gäbe es noch Psychosomatik Sonneneck und die HavelHöhe in Berlin...
Gruß Simon
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Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Sonntag, 17.05.20, 15:50

Vorsicht grosse Triggergefahr


Guten Tag Jamie,

Um Sterbebegleitung, ich möchte den Namen Schweiz nicht für so etwas missbrauchen, zu erhalten muss Du einige Bedingungen erfüllen. Du musst voll zurechnungsfähig sein, alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft haben, Dich bei einer Organisation anmelden und einen namhaften Beitrag bezahlen, als Deutsche etwa ein 5stelliger Betrag. Es gibt zwei verschiedene Organisationen.

Gleichzeitig brauchst Du Aerzte, die Dir eine ausweglose Situation bescheinigen müssen. Auch diese Gutachten kosten Geld und ob Deine Situation anerkannt wird ist offen.

Sterbezimmer sind meistens sehr karg und klein eingerichtet und befinden sich in Fabrikgeländen oder Industriegebieten. Bewohner möchten nicht erleben, dass Särge vor ihren Häusern abtransportiert werden. Vor ein- zwei Jahren wurden Urnen illegal in einem See versenkt. Du musst Dir überlegen, wer denn Deine sterblichen Ueberreste mit nach Deutschland nimmt was auch wieder kostet.

Sterbebegleitung zu erhalten unterliegt strengen Auflagen, da der Sterbetourismus in Verruf gekommen ist, weil man nicht einfach einreist um sein Leben in der Schweiz zu beenden lassen.

Es ist so eine Redensart, dass man ganz einfach in die Schweiz reisen kann. Stehen nicht auch Deutschland und Holland zur Verfügung?

Gruss
Katharina
Zuletzt geändert von Towanda am Sonntag, 17.05.20, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Hinweis repariert
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Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Sonntag, 17.05.20, 17:05

Danke Towanda für die Aenderung.

Gruss
Katharina
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Kaenguru
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Kaenguru » Sonntag, 17.05.20, 18:20

Liebe Jamie :) ,

Erst jetzt lese ich deinen erschütternden Bericht und ich bin sehr mitgenommen :? .

Es ist unmenschlich, was du und viele andere hier erleiden und erdulden müssen.
Ich fühle sehr mit dir :hug: :hug: :hug:

Leider habe ich keine Ideen und keinen Rat für dich, mit Schmerzen habe ich wenig Erfahrung, lediglich orthopädische Schmerzen kenne ich.

Ich wünsche dir Menschen, die dich stützen, Tiere, die dich aufheitern, Natur in der deine Seele auftanken kann, Geduld und Zuversicht, den Glauben an etwas Höheres mit einem Plan und vor allem einen Tipp der dir hilft.

Ich werde an dich denken und schicke dir viel Kraft :fly:

Herzliche Grüße :hug:
Sarah
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Werde bald anfangen Lamotrigin abzusetzen
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krasiva
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von krasiva » Sonntag, 17.05.20, 22:33

Liebe Jamie, :)

die immer so hilfbereit hier ist und sich nicht immer anmerken lässt, dass es ihr nicht gut geht...
Mit Erschütterung las ich gerade deinen Bericht. Ich bin bei dir und glaube an das Gute und Stärke in dir, dass es dich weiter tragen kann.

Bezüglich Kliniken: Lahnhöhe und Sonneneck sind eher für Psychosomatik. Mir ist positiv eine anthrop. Klinik in Süddeutschland aufgefallen. Und hier die Daten:

www.paracelsus-krankenhaus.de
Tel: 07052 / 925-0 Fax: 07052 / 929-215

Und hier noch ein Gebet, der dich begleiten möge: :fly:

Gottes schützender, segnender Strahl
Erfülle meine wachsende Seele,
Daß sie ergreifen kann
Stärkende Kräfte allüberall.
Geloben will sie sich
Der Liebe Macht in sich
Lebensvoll zu erwecken,
Und sehen so Gottes Kraft
Auf ihem Lebenspfade,
Und wirken in Gottes Sinn
Mit allem, was sie hat.

(R. Steiner)

Ich bete für dich und bin für dich da. Ich hoffe, du findest bald den Ort, wo man dir hilft und wo du dich erholen und wohl fühlen mögest.

Liebe Grüße,

krasiva
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Siggi » Sonntag, 17.05.20, 22:42

Liebe Jamie, :hug:

ich bin so fassungslos, traurig und hilflos.
Ich habe gerade erst soeben deinen schweren Schmerzeidensweg gelesen.
Es macht mich sehr traurig, welch schweren Weg du hinter und auch noch vor dir hast.
Ich fühle mich sehr hilflos angesichts dieser grausigen , gesundheitlichen Misère.

Dabei hoffte ich insgeheim so sehr, dass sich dein Zustand etwas menschenwürdiger entwickelt hätte... :(

Auch ich was vor einigen Jahren in Lahnstein, und kann wie Padma und Simon nur Positives von dieser Klinik
berichten.
Angefangen bei der fantasie- geschmackvollen- und vegetarischen Ernährung, fachlicher Psy<cho Betreuung,
viele Therapie, wie, rhythmische Tänze, Klangschalen Therapie, vegeatrische Kochkurse,heilsame Natur, lange, schöne Spaziergänge in diesr helllichen Umgebung von Lahnstein, Vorträge aus der Bruckner Lehre,
wilde Kräutergärten,kein PP Zwang und total freie Hand , dgl. und alternative Medizin.

Bei Akutfällen geht die Aufnahme etwas schneller, denn sie haben für Sonderfällt meist einen reservierten Platz.

Ich wünsche dir so sehr, dass der "Schweizer Gedanke" nie mehr in deiner deinem Herzen auftauchen möge.
Es gibt immer wieder Auswege und Lösungen, auch wenn man sie im Akutfall nicht erkennen kann.

Ich bin ganz fest in Gedanken bei dir, und denke bitte immer daran, dass mit jedem neuen Tag,
neue Kraft in dir von Ihm wächst.

Lass dich ganz lieb drücken und dir Seinen Segen wünschen, immer <3
deine Siggi :hug:
Mein Absetzverlauf:
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Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 18.05.20, 13:50

Hallo, :)

ich bin gefrustet und traurig, dass bei Einigen aus meinem letzten Beitrag anscheinend nur "Schweiz" (als Synonym für Sterbehilfe) hängen blieb.

Bei sorgsamen Lesen sind keinerlei Suizidtendenzen daraus ableitbar und entsprechen auch nicht meiner Gefühlswelt. Ich bin trotz allem relativ aufgeräumt; die Phasen größter Verzweiflung sind nur dann präsent, wenn der Schmerz nicht mehr auf Opiate anspricht und ich halb am Durchdrehen bin - und darum nehmt ihr mich meist auch so wahr, wie ich immer war und bin: relativ freundlich, sortiert, hilfsbereit und zugewandt.

Ich fühle mich aber beschämt und unwohl, dass ich das Thema Sterbehilfe anscheinend nicht erwähnen durfte, weil sich zum einen eine Person extrem angetriggert fühlte (wobei das auch noch etwas Anderes betraf) und eine weitere Person ebenfalls, ggf. auch noch andere Personen im Hintergrund, die dazu aber schweigen.

Nun bin ich mir als Moderatorin meiner Rolle hier bewusst und dass ich achtgeben muss auf das, was ich schreibe, aber leider kann ich nicht ehrlich sein, wenn daraus dann so was "gedreht" wird und das wurde es.
Jetzt ist die Ratlosigkeit groß bei mir. Ich bin eh schon nicht bekannt dafür das "ganz große Jammern" anzustimmen (dies ist keine Anspielung auf irgendwen hier im Forum, nur auf meinen Charakter).
Also ich fände es nett, wenn ich künftig authentisch bleiben kann.

This said, too:
Ich werde niemals das Geld haben für eine Sterbebegleitung in der Schweiz und möchte auch gerne lange und glücklich leben.
Es muss trotzdem gestattet sein es mal zu erwähnen, weil das Thema in DEU und AUT totgeschwiegen wird und das die Leute dazu zwingt sich teilweise auf grausame und unmögliche Weise das Leben zu nehmen, wenn sie als austherapiert (ich spreche vor allem von organischen Erkrankungen) gelten und einfach nicht mehr wollen und können.
Ich empfinde das als sehr rückschrittlich, in den Niederlanden und anderen Staaten ist man weiter, aber das möchte ich hier jetzt nicht in meinem Thread diskutieren, egal mit wem!
Dazu kann ggf. der abgetrennte Thread im persönlichen Austausch genutzt werden.

Eigentlich habe ich nicht mehr viel dazu zu sagen, außer das
https://www.youtube.com/watch?v=E8pg-kkRqJA
(Die Gedanken sind frei, Psycho-Chor Uni Jena, ich höre das Lied seit knapp 1 Monat)

PS.
Die Kliniken, nach denen ich zZt näher schaue, ist die Lahnhöhe, Heiligenfeld und Adula-Klinik.
Danke für weitere Impulse von euch, ich gucke mir alles an, mit Interesse!

:group:
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Montag, 18.05.20, 14:41

Liebe jamie!

Wie ich es im anderen thread bereits geschrieben hatte:

Die Gedanken sind frei!

Gott sei Dank noch;)

Und danke nochmals für dein Vertrauen dass du dich getraut hast etwas anzusprechen, das sonst totgeschwiegen wird!

Bleib genauso wie du bist - denn du bist ein ganz wundervoller, empathischer und wertvoller Mensch! Danke auch dafür!

GLG
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Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot » Montag, 18.05.20, 18:31

Liebe Jamie, :hug:

du hast alles richtig gemacht!

Ich danke dir für deine Offenheit, mach weiter so!

Alles Liebe und baldige Linderung auf deinem Weg!

Fühl' dich herzlich umarmt von Rosenrot.
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stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Montag, 18.05.20, 19:33

Liebe Jamie,

Genauso wie du das beschreibst empfinde ich, von daher habe ich auch geschrieben, dass ich dich verstehen kann und möchte es nicht als Ermutigung verstanden haben.
Es ist verständlich dass man einfach die Schn.... :censored: voll hat und als Entlastung sowas sagt.
Ich weiß nicht, manchesmal muss ich mich schon fragen was man noch schreiben darf, denn einen jeden Recht getan ist eine Kunst die niemand.

Das musste jetzt einfach Mal raus.

Liebe Jamie ich wünsche dir vom Herzen alles Gute und hoffe, dass du endlich einmal Entlastung erfahren darfst.

Herzlichst
Renate
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Fledermaus
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Fledermaus » Montag, 18.05.20, 21:21

Liebe Jamie,

Du hast NICHTS falsch gemacht. Schreib weiter was dich bewegt.
Ich hoffe und wünsche dir, das du ganz schnelle Linderung bekommst.

Liebe Grüße
Fledermaus
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