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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

5-HTP Sammelthread beta - Version

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
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5-HTP Sammelthread beta - Version

Beitrag von Nils1970 » Mittwoch, 06.04.16, 5:07

Guten Morgen zusammen,

hat jemand von euch Erfahrung mit 5HTP?

Nachdem Citalopram bei mir nur die übelsten Nebenwirkungen verursacht und Johanniskraut null Wirkung gezeigt hat, bin ich auf 5HTP gestoßen. Ich nehme das jetzt seit 2 Wochen und fühle mich echt besser.

Im Internet konnte ich lesen, dass das in den 1970/80er Jahren ein gängiges Antidepressiva war, dann 1987 durch die SSRIs abgelöst wurde und quasi in der Versenkung verschwunden ist, derzeit aber wieder auflebt. Es wird auch nicht mehr als Medikament geführt, sondern als Nahrungsergänzungsmittel.

Ich habe mich auch durch einige Foren gelesen, wo meistens positiv darüber berichtet wird.

Deswegen auch meine Frage, ob hier auch jemand Erfahrung mit 5HTP gemacht hat oder gerade macht?

LG Nils
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Von 1998-1999 Lorazepam und Oxazepam wegen Angstzuständen und Schlaflosigkeit (ohne nennenswerte Verbesserung der Symptomatik).
Danach bis 2015 Bromazepam wegen derselben Symptome. Deutliche Verbesserung eingetreten. Die Dosis belief sich weitestgehend auf 6-9 mg, bei Extremsituationen wie etwa im Flugzeug bis 18 mg. 2014 Dosisreduzierung auf 3 mg.
Ab 2015 wegen massiver privater und beruflicher Probleme Depressionen bekommen. Deswegen zusätzlich Antideprssiva (hintereinander Laif 900, 5 HTP, Lasea, Citalopram, Mirtagamma). Die ersten 3 ohne Wirkung, die letzten 2 wegen starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt.
Umstieg von Bromazepam auf Diazepam 10 mg. Wegen zu starkem hang-over-Effekt wieder zurück zu Bromazepam.
2016 nach 2 epileptischen Anfällen wieder auf Diazepam gesetzt. Nach einem 3/4 Jahr ohne erneuten Anfall abermals zurück zu Bromazepam.
Bei sehr heftigen depressiven Phasen Alkohol und dabei unkontrollierte Einnahme von Bromazepam. Ansonsten derzeit 9-12 mg.

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Re: 5HTP

Beitrag von padma » Mittwoch, 06.04.16, 12:09

hallo Nils, :)

willkommen im ADFD.

hier ein paar Erfahrungen zu 5HTTP
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=5760

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=4375

Über die Suchfunktion findest du noch mehr.

Wenn du weiter positive Erfahrungen damit machst, wäre es schön, wenn du uns weiter berichten würdest (bei negativen gerne auch)

liebe Grüsse,
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Re: 5HTP

Beitrag von Nils1970 » Donnerstag, 07.04.16, 2:44

Hallo padma,

erstmal danke für die Antwort und die Links. Ich weiß aber auch nicht, was da gleich wieder welche von "Teufelszeug" reden , von dem man bloß die Finger lassen soll. Ich hatte bis jetzt überhaupt keine Nebenwirkungen. http://www.hormonzentrum-an-der-oper.de ... 5-htp.html

Interessant ist auch der obige Link zu 5HTP.

LG Nils
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Ab 2015 wegen massiver privater und beruflicher Probleme Depressionen bekommen. Deswegen zusätzlich Antideprssiva (hintereinander Laif 900, 5 HTP, Lasea, Citalopram, Mirtagamma). Die ersten 3 ohne Wirkung, die letzten 2 wegen starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt.
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Re: 5HTP

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 07.04.16, 11:44

Hallo Nils,
Ich weiß aber auch nicht, was da gleich wieder welche von "Teufelszeug" reden , von dem man bloß die Finger lassen soll.
wie meinst du das mit Teufelszeug? Findest du wir sind da zu kritisch? Oder hast du was Anderes gemeint?
Also den Begriff Teufelszeug lesen wir nicht gerne; und wir Moderatoren versuchen ihn zu vermeiden.

Wir raten meistens von 5HTP ab, weil die Leute zeitgleich oft noch AD nehmen und dann ein Serotoninsyndrom entwickeln können, was natürlich eine schwerwiegende Arzneimittelinteraktion ist. Davor muss man explizit warnen!
Dass das ADFD pauschal 5HTP ablehnt, wäre mir nicht bekannt - meistens schreiben wir dazu, dass man es eben ausprobieren soll, ob es hilft.

Also ich habe auch 5HTP genommen und es hat leider null komma null gewirkt, aber ich hatte auch keine Nebenwirkungen.
Weil du ja nach persönlichen Erfahrungen gefragt hast.
Ich habe es genommen in der Hoffnung, dass meine Schlaflosigkeit vielleicht besser wird.

Viele Grüße :)
Jamie
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Re: 5HTP

Beitrag von Nils1970 » Donnerstag, 07.04.16, 12:29

Hallo Jamie,

ja, das Wort Teufelszeug habe ich in einem anderen Thread in Bezug auf 5HTP gelesen. Dass man es nicht zusammen mit anderen AD nehmen soll, sollte eigentlich jeder wissen, und zwar alleine schon deswegen, weil man die Einnahme von Medikamenten oder auch anderer Substanzen grundsätzlich mit einem Arzt abspricht. Zumindest ich mache das so.

Auch andere AD wirken nicht bei jedem, ob das nun Citalopram ist oder sonstwas. Das ist halt von Mensch zu Mensch verschieden.

Allerdings habe ich an einigen Stellen gelesen, dass man 5HTP durchaus mit Johanniskraut kombinieren kann, was ich aber nicht mache.

LG Nils
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Ab 2015 wegen massiver privater und beruflicher Probleme Depressionen bekommen. Deswegen zusätzlich Antideprssiva (hintereinander Laif 900, 5 HTP, Lasea, Citalopram, Mirtagamma). Die ersten 3 ohne Wirkung, die letzten 2 wegen starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt.
Umstieg von Bromazepam auf Diazepam 10 mg. Wegen zu starkem hang-over-Effekt wieder zurück zu Bromazepam.
2016 nach 2 epileptischen Anfällen wieder auf Diazepam gesetzt. Nach einem 3/4 Jahr ohne erneuten Anfall abermals zurück zu Bromazepam.
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Re: 5HTP

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 05.05.16, 13:45

Hallo,

ich habe den Beitrag von odeandiefreude abgetrennt, da die Diskussion nicht mehr nur um 5-HTP geht.
odeandiefreude hat geschrieben:5-HTP als Behandlung für Depressionen, wie gesagt sehe ich eher skeptisch, das vorhandene Studienmaterial ist von der Methodik her wirklich schlecht.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=11465

lg Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: 5HTP

Beitrag von padma » Mittwoch, 27.07.16, 11:18

hallo,
Saskiasweg schrieb:

Vorsicht bei der Einnahme von 5HTP. Es wirkt sehr nachteilig auf den Darm. Erzeugt auf Dauer starke Blähungen. Deshalb abgesetzt.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 47#p149747

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Re: 5HTP

Beitrag von padma » Donnerstag, 04.08.16, 18:05

hallo,
hier noch ein Beitragvon Jamie :) zu 5HTP und AD
Es ist uns schleierhaft, dass es im Netz immer wieder Seiten gibt, wo eine Kombination von 5HTP und SSRI empfohlen wird bzw. als Entzugsbegleitung vorgeschlagen sind.
Fakt ist: SSRI sorgen dafür, dass vermehrt Serotonin im synaptischen Spalt verbleibt; kombiniert man dies mit anderen Stoffen ähnlicher Wirkung (dazu gehört 5 HTP, aber auch Migränemittel wie Triptane oder stärkere Schmerzmittel u.v.m.), dann kann die Serotoninkonzentration auf eine für den Organismus gefährliche Dosis anwachsen und ein Serotoninsyndrom entstehen.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 54#p151154
Serotoninsyndrom
Substanzen, die in Kombination mit einem SSRI ein Serotonin-Syndrom auslösen können:
Antidepressiva
MAOI Mirtazapin
Echtes Johanniskraut Venlafaxin
Trizyklika
Opioide
Tramadol Pethidin
Codein Morphin
Heroin Fentanyl
ZNS-Stimulantien
Phentermin Diethylpropion
Amphetamin (Speed) MDMA (Ecstasy)
Methylphenidat Sibutramin
Mutterkornalkaloide
LSD
Tropan-Alkaloide
Kokain
5-HT1-Agonisten
Triptane
Andere
Selegilin Tryptophan
Buspiron Lithium
Linezolid Dextromethorphan
nach Rossi, 2005

Gefährlich ist die Kombination von SSRI mit Substanzen, welche die Synthese oder den Abbau von Serotonin beeinflussen, da durch Erhöhung der Serotonin-Konzentration im ZNS das potenziell lebensbedrohliche Serotonin-Syndrom ausgelöst werden kann. Das Risiko ist besonders hoch bei der gleichzeitigen Einnahme von SSRI und MAO-Hemmstoffen. Deshalb muss zwischen beiden Medikationen ein zeitlicher Mindestabstand liegen, dessen Länge sich je nach Wirkstoff unterscheidet (meist zwei Wochen). Bei gleichzeitiger Einnahme dieser Mittel kann es auch zu sehr unangenehmen Lähmungserscheinungen kommen, bei denen der Betroffene zwar bei vollem Bewusstsein ist, sich aber weder sprachlich noch über Körperbewegungen mitteilen kann (Locked-in-Syndrom).

Gleichzeitige Einnahme von SSRI und Triptanen kann nach einem Warnhinweis der FDA ebenfalls zu einem Serotonin-Syndrom führen.[45] Die FDA weist darauf hin, dass an diese mögliche Wechselwirkung unter Umständen nicht gleich gedacht wird, da SSRI und Triptane oft von verschiedenen Ärzten verschrieben bzw. die Migränemittel nur unregelmäßig eingenommen werden.
Zusätzliche Einnahme von L-Tryptophan oder 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) kann durch Verstärkung der Serotoninsynthese ebenfalls zum Serotonin-Syndrom führen. Eine Übersicht über Substanzen, die in Kombination mit einem SSRI ein Serotoninsyndrom auslösen können, gibt die Tabelle.



Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Serotonin ... ahmehemmer
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Re: 5HTP

Beitrag von Esbri » Donnerstag, 01.09.16, 16:59

Als kurzen Erfahrungsbericht: ich hab 5HTP das letztes Jahr für 2 Monate genommen und absolut gar keine Wirkung oder Nebenwirkung bemerkt. Leider kann ich mich nicht mehr an die Dosis erinnern, aber ich hatte damals recherchiert, die Tabletten waren aus der Apotheke und die Dosis war meines Wissen ausreichend.

Liebe Grüße
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Panikstörung - seit 1997, Hypochondrie - seit dem Volksschulalter, skin picking disorder - schon immer, Dysthymie - schon immer, depressive Phasen - immer mal wieder, nicht näher definierte Persönlichkeitsstörung - vermutlich auch schon immer, Reizdarm?? - seit Dez.2015

Behandlungsversuche der Panikstörung mit diversen Antidepressiva: Citalopram (ein paar Wochen), Escitalopram (3 Monate), Sertralin (2 1/2 Monate), Fluoxetin (5 Jahre, später einmal 3 Tage), Amitriptylin (2 Wochen), Mirtazapin (4 Tage), alle abgebrochen wegen Wirkungslosigkeit und/oder schweren Nebenwirkungen, keine Abstzproblematik.
paradoxe Reaktion auf Benzodiazepine

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Re: 5HTP

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 01.09.16, 18:40

Hallo,

ich habe das 5HTP auch über ca. 3 Monate eingenommen. Weil es mir von der Psychokinesiologin (neben einem halben Dutzend anderen Sachen!) empfohlen wurde und weil ich mir, ähnlich Jamie, eine Verbesserung der Schlafstörungen davon versprach.

Bewirkt hat das 5HTP bei mir genau NICHTS, zum Glück auch keinerlei NW oder Antriggern.

VG von sleepless.
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

Karu

5-HTP

Beitrag von Karu » Mittwoch, 18.10.17, 11:50

Hi,

gestern während einer Tattoo-Session kamen wir auf Depressionen und ADs zu sprechen. Der Chef des Studios, der gerade am Stuhl nebenan werkelte erzählte, dass er auch mal ADs verschrieben bekam, genauso meine Tätowiererin. Beide haben dann (nach kurzer Zeit von ein paar Wochen) einfach abgesetzt.

Darum geht es aber eigentlich nicht - der Chef erzählte mir dann, dass er sich nach dem Absetzen mit 5-HTP eingedeckt hat und das eine Zeitlang erfolgreich gegen seine (offensichtlich drogeninduzierten) Depressionen nach Feierwochenenden genommen hat und es sehr gut gewirkt hat.

Ich hab jetzt mal ein wenig im Internet geschaut:

http://www.5-htp.nl/stimmungsaufheller/5-htp.htm
https://drugscouts.de/de/lexikon/5-htp
https://www.amazon.de/dp/B00PUPLLEE/ref

Ich hab hier im Forum nix gefunden. Gibt es Erfahrungswerte mit dem Zeugs? Hört sich für mich vielversprechend an, da ich Einschlaf- und Durchschlafprobleme habe und Serotonin bei Depressionen ja auch nicht schaden soll... :D

LG
Karsten

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Re: 5-HTP

Beitrag von micha68 » Mittwoch, 18.10.17, 12:00

Hallo Karsten,

ich habe hier im Forum schon einiges gelesen zu 5 HTP- meist Warnungen, deshalb klinke ich mich auch kurz ein, weil es einige Warnungen waren, das man damit ein Serotoninsyndrom auslösen kann.

Leider weiss ich nicht mehr genau wo und selbst wenn, ich weiss leider nicht, wie ich hier das verlinken könnte :cry:

Es wird sich bestimmt noch jemand melden, der das alles weiss und kann! Wollte Dich nur "Vorwarnen"- erstmal die Antworten abwarten!

Ganz liebe Grüße und einen schönen Tag!
Micha
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Re: 5-HTP

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 18.10.17, 12:03

Hi Karu.

Das Forum ist gut gefüllt mit Infos zu 5HTP.
Suchfunktion.
Auch mal ausschreiben, Hydroxytryptophan. Oder nur Tryptophan.
Sorry für meine knorrige Art, hab Migräne. :o
Wenn du aktuell noch AD nimmst, darfst du es sowieso nicht nehmen.
Das kann ein Serotoninsyndrom auslösen.
Mir persönlich hat 5 HTP leider nix gebracht, hatte null Wirkung.

Grüße, kriegst bestimmt noch Antworten :)
Jamie

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Zuletzt geändert von Jamie am Mittwoch, 18.10.17, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 5-HTP

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 18.10.17, 12:26

Hallo Karu :)

17 Seiten zu Suchbegriff 5HTP search.php?keywords=5HTP
22 Seiten zu Tryptophan search.php?keywords=Tryptophan

Jetzt ist stöbern und lesen angesagt!

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Karu

Re: 5-HTP

Beitrag von Karu » Mittwoch, 18.10.17, 12:29

Aaaaaaah, okay... vielen Dank. Ich hab wohl falsch gesucht!

LG
Karsten

Eva

Re: 5-HTP

Beitrag von Eva » Mittwoch, 18.10.17, 12:42

Hi!

Was ich weiß: dass 5-HTP & Co. nichts Harmloses ist, schon gar nicht für PP-Geschädigte oder Suchtanfällige. Ich für mein Teil musste feststellen, dass man z. B. auch von L-Tryptophan abhängig werden kann. 5-HTP brachte gar nichts, GABA war unheimlich ... Also sind Aminosäuren kein einfaches "Sportler-Eiweiß"! Glauben wir doch auch in dieser Hinsicht nicht alles, was uns das Web erzählen will!

Gruß, Pons

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Re: 5-HTP

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 25.10.17, 11:51

Hallo Markus,

ich spreche jedem Betroffenen zu, alles zu probieren, was er meint, das hilfreich sei, seinen Zustand zum Positiven zu bewegen.
Für mich allerdings lehne ich die Fixierung auf das Serotonin, egal welche Hypothese man verfolgt, vehement ab.
Für mich ist das so, als ob man einem Unfallopfer mit multiplen Verletzungen nur den zertrümmerten Schädel operiert, nicht aber das gebrochene Bein, die aufgeschlitzte Hüfte und die angerissene Milz.

Kennst du nicht die Studie, dass Probanden extrem niedrige Serotoninspiegel haben können und sich sehr gut fühlen / nicht depressiv fühlen und andere mit hohem Serotoninspiegel bezeichnen sich als depressiv und unglücklich? Wenn nein, muss ich mal kramen, ob ich die finde.
Für mich sagt der Serotoninspiegel nichts aus, außer im Falle eines Serotoninsyndroms oder anderer schwerer Erkrankungen (wie zB Gehirntumor).

Trotzdem finde ich es interessant, was du da planst und werde deine Versuche lesend verfolgen

Grüße
Jamie
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Re: 5-HTP

Beitrag von christophel » Sonntag, 29.10.17, 17:48

Hallo Jamie, hallo Markus,
das niedriges Serotonin oder hohes Serotonin nicht unbedingt immer mit guten Befinden oder Beschwerden müsste
sich doch entsprechend rumgesprochen haben.
Aus der Forschung weiß mann das durch nachgeschaltete Prozesse die halt durch die gabe von Neurotransmittervorstufen
gegeben werden diese Prozesse in Bewegung kommen.

Muss mal die Unterlagen raussuchen. Bei psychisch Kranken Menschen werden vermindert Nervenwachstumsfaktoren
ausgeschüttet. Es sterben ja auch Nervenzellen ab. Dies ist durch fMrts und ähnliche Bildgebung bestätigt.
Diese Faktoren können allerdings, auch durch kognitive Therapien, Joggen, Serotonin u.a. Ginkgo , Q10
etc wieder hochgefahren werden. Areale werden wieder aktiv und wachsen wie der Hyppocampus.

Gleichzeitig werden chronische hohe Cortisol-Spiegel gesenkt und die HPA-Achse wieder normalisiert.
Daneben haben auch Entzün´dungsparameter eine mitentscheidende Rolle.

Am eigenen Leib musste ich erkennen 2008 das Cipralex 10mg mich nicht vor einer depressiven Phase schütze.
9 Monate supplementierte ich unter NW Rhodiola, 200 bis 600mg. Die Wirkung stellte sich innerhalb von
Stunden ein, der Himmel öffnete sich agiertheit, Depressivität waren weg. Hinterher schlich ich es aus.
Rosenwurz, seine Wirksamkeit ist durch Studien gesichert, kommt durch die Bluthirnschranke, hat
einfluß auf die Neurotransmitterspiegel, senkt schnell Cortisol und wirkt auf weitere Rezeptoren.

Kann ich jedem der depressiv ist und nichts einnimmt nur dringend raten mal auszuprobieren.
Könnte innerhalb von stunden bis Tagen Wunder wirken. Keine Absetzungungserscheinungen bei mir.
Mann sollte nur immer wieder Pausen mit der Einnahme vornehmen.
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Oliver
Ca. Daten
Depressive Episode agierter Form aus heiterem Himmel 2000. Wohl familär etwas bedingt. Meine Mutter hatte depressive Episoden, meine Schwester und mein Neffe Zwangserkrankung.
Nach 4 Wochen des Einschleichens stetig bessere Stimmung, keine NW wieder guter Zustand.
2000 - 2003 Fluctin Abgesetzt durch Vergessen wußte nix von Absetzsymptomen.
2003 - 2010 Cipralex 10mg /2007 und mind. noch einmal wieder gleiches Spiel. Nicht mehr genommen weil es mir
so gut ging, einfach vergessen.
2008 trotz Cipralex Episode nach Infekt
bis 2009 Rosenwurz (Lentaya 200mg 6 Tage, 1-2 aussetzen immer) guter Zustand
seit 2010 immer wieder depressive Schübe nach Infekten meist. Darm ?
ab 2011 Erhöhung Cipralex 15mg seit dem keine depressiven Schübe mehr
aber beginnend mit der letzten Abklingenden Episode zum ersten mal isoliert Angststörung lt.
Beschwerdebild GAS ? (Stimmung gleichmäßig ok, keine Tief kein Hoch , jedoch Gefühl es passiert etwas
jeden Moment, Schwitzen, Unruhe, Muskelschmerzen)
Dann wieder 1 Jahr Ruhe gleiches Bild inzwischen 4 Mal oder mehr. Manchmal Zustand über ein paar Tage,
dann wie jetzt 3-5 Monate, dann wieder alles gut.

O5.11.2017 Reduktion auf ca. 14 mg Tropfen folgen Montag.
06.11.17 13 mg Cipralex > Sonntag erstmalig Zuckungen, leichte Panik, komischer Hinterkopfdruck
1 stündige Welle dann besser
19.11.17 12 mg weil ich dachte es läuft gut, großer Fehler
Seit 24.11.17 etwas schlechter, Schwindel vor allen Dingen
Seit 28.11. wieder 13mg

NEMS werden direkt genommen, teils durch Arzt verschrieben wg. Mitochondriepathie,
Vitamin C 1000mg , Omega 3 EPA/DHA 4:1 min. 2000 MG EPA
Vitamin E, Vitamin D 20.000 ie nach Labor
Runterdosiert ohne Große Probleme bis Februar 18
Gutes Befinden bis Ende September 18.
Aus heiterem Himmel wieder Unruhe altes Chema
Habe die Dummheit mit Rosenwurz zu kombinieren zum letzten Mal gemacht
Auffällig hohe Mengen Pflanzlicher Dinge führen zu Kopfdruck
Nach 2 Wochen ist es egal was ich einnehme selbst nach Cipralex verstärkt sich
Der Druck. Taubheit geht zur Nase bis zum Hals setzt Schluckreflex aus

Eva

Re: 5-HTP

Beitrag von Eva » Sonntag, 29.10.17, 18:07

Hallo,

ich weiß nicht ...
Rhodiola, 200 bis 600mg. Die Wirkung stellte sich innerhalb von
Stunden ein, der Himmel öffnete sich agiertheit, Depressivität waren weg. Hinterher schlich ich es aus.
Rosenwurz, seine Wirksamkeit ist durch Studien gesichert, kommt durch die Bluthirnschranke, hat
einfluß auf die Neurotransmitterspiegel, senkt schnell Cortisol und wirkt auf weitere Rezeptoren.

Kann ich jedem der depressiv ist und nichts einnimmt nur dringend raten mal auszuprobieren.
Könnte innerhalb von stunden bis Tagen Wunder wirken. Keine Absetzungungserscheinungen bei mir.
Wenn man selbst schon erleben musste, dass man auch von L-Tryptophan abhängig werden kann, stellt sich durchaus ein berechtigtes Misstrauen gegenüber diesen "Wunderstoffen" ein. Ich behandle all das heute mit demselben Respekt wie die PP und kann nur immer wieder zur Vorsicht raten.

Bitte bedenken, dass für die meisten zumindest die Langzeitwirkungen noch nicht erforscht sind. Rosenwurz soll z. B. auch die roten Blutkörperchen vermehren, und das ist keine Kleinigkeit.

Gruß, Pons

Korrektur: Fehler beseitigt.
Zuletzt geändert von Eva am Sonntag, 29.10.17, 18:21, insgesamt 3-mal geändert.

christophel
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Re: 5-HTP

Beitrag von christophel » Sonntag, 05.11.17, 11:55

Hallo Pons, da hast du recht alles was Wirkung hat , hat auch Nebenwirkung. Mir ist ein Leben mit Freude aber lieber als chronisch
krank meine Kinder aufwachsen zu sehen. Weißt du eigentlich was für eine Latte Nebenwirkung meine Mutter hat bei ihren
Rheumamitteln ? ohne diese so verhassten Pharmamittel wäre Sie vor Schmerzen durchgedreht und da helfen keine Retterspitzumschläge,
Weidrinde oder Weihrauch mehr. Mit den Mittel nimmt sie fröhlich am Leben wieder teil.

Würdest du lieber, ich rede von Schwerstdepressiven, ich weiß nicht wie viele davon hier wirklich in Foren umherwandern,
nicht auch na allem schauen was dir hilft.
Ketamin bspw. ich kenne 2 Leute, die lebendig begraben waren und seit Ketamin wieder lachen können. Vorher hat nichts geholfen.
Wie würdest du die Behandeln. Baldrian, Neurexan ...schiebt ihr die mit dem Bett in die Gruppentherapie...
Ca. Daten
Depressive Episode agierter Form aus heiterem Himmel 2000. Wohl familär etwas bedingt. Meine Mutter hatte depressive Episoden, meine Schwester und mein Neffe Zwangserkrankung.
Nach 4 Wochen des Einschleichens stetig bessere Stimmung, keine NW wieder guter Zustand.
2000 - 2003 Fluctin Abgesetzt durch Vergessen wußte nix von Absetzsymptomen.
2003 - 2010 Cipralex 10mg /2007 und mind. noch einmal wieder gleiches Spiel. Nicht mehr genommen weil es mir
so gut ging, einfach vergessen.
2008 trotz Cipralex Episode nach Infekt
bis 2009 Rosenwurz (Lentaya 200mg 6 Tage, 1-2 aussetzen immer) guter Zustand
seit 2010 immer wieder depressive Schübe nach Infekten meist. Darm ?
ab 2011 Erhöhung Cipralex 15mg seit dem keine depressiven Schübe mehr
aber beginnend mit der letzten Abklingenden Episode zum ersten mal isoliert Angststörung lt.
Beschwerdebild GAS ? (Stimmung gleichmäßig ok, keine Tief kein Hoch , jedoch Gefühl es passiert etwas
jeden Moment, Schwitzen, Unruhe, Muskelschmerzen)
Dann wieder 1 Jahr Ruhe gleiches Bild inzwischen 4 Mal oder mehr. Manchmal Zustand über ein paar Tage,
dann wie jetzt 3-5 Monate, dann wieder alles gut.

O5.11.2017 Reduktion auf ca. 14 mg Tropfen folgen Montag.
06.11.17 13 mg Cipralex > Sonntag erstmalig Zuckungen, leichte Panik, komischer Hinterkopfdruck
1 stündige Welle dann besser
19.11.17 12 mg weil ich dachte es läuft gut, großer Fehler
Seit 24.11.17 etwas schlechter, Schwindel vor allen Dingen
Seit 28.11. wieder 13mg

NEMS werden direkt genommen, teils durch Arzt verschrieben wg. Mitochondriepathie,
Vitamin C 1000mg , Omega 3 EPA/DHA 4:1 min. 2000 MG EPA
Vitamin E, Vitamin D 20.000 ie nach Labor
Runterdosiert ohne Große Probleme bis Februar 18
Gutes Befinden bis Ende September 18.
Aus heiterem Himmel wieder Unruhe altes Chema
Habe die Dummheit mit Rosenwurz zu kombinieren zum letzten Mal gemacht
Auffällig hohe Mengen Pflanzlicher Dinge führen zu Kopfdruck
Nach 2 Wochen ist es egal was ich einnehme selbst nach Cipralex verstärkt sich
Der Druck. Taubheit geht zur Nase bis zum Hals setzt Schluckreflex aus

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