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entzugsbedingte extreme Dünnhäutigkeit

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Filzblume
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entzugsbedingte extreme Dünnhäutigkeit

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 17.01.18, 17:51

Liebes Forum,

ich habe jetzt mal fleißg gelesen. Finde jedoch nichts, was ähnlich ist zum Thema Gedankenstürme. Das meiste bezieht sich darauf, dass man einfach nicht aufhören kann zu denken. So nach dem Motto "Man liegt abends im Bett und will schlafen, nur das Gehirn hält einfach nicht die Klappe!" oder man beschäftigt sich mit irgendwas, kommt aber nichts an Ziel, weil sich das Hirn immer mit anderen Dingen gemein einmischt.

Ich möchte das anhand eines Beispiels erklären. Ein Mensch, der sich in meinem emotionalen Umfeld bewegt, kann sich nur durchsetzen indem er herum bullert, wertet, hätte wenn und wäre zum Einsatz bringt, und zudem sich ausschließlich auf dem Parkett der Vorwürfe bewegt. Solange wie man einer Meinung ist, ist alles gut. Nur wenn es dann anders läuft, geht es richtig rund. Es wird gepöbelt was das Zeug hält. Das ist fürchterlich nervig, geht mir aber für normal am A....(piiieeep) vorbei.

Ohne Fluspi gibt es aber Tage, da haut das ganz tief rein. Gedanken darüber rasen durch meinen Kopf und erzeugen eine schiere Verzweifelung. Verzweifelung, ob dieser Mensch gar nichts mehr merkt und Verzweifelung darüber, was ich mir bisher ein ganzes Leben lang anhören musste und wie logisch es ist, dass ich mich mehr oder weniger ein ganzes Leben lang mies und klein gefühlt habe. Menschen dieser Art gibt es noch mehr in meinem Umfeld. Einigen habe ich deswegen die Freundschaft gekündigt, weil es nicht mehr zum aushalten war. Doch das geht nicht bei allen Menschen, die einem emotional nah sind.

Ich habe das über Jahre nie gemerkt was da so läuft, bis ich irgendwann eine anständige Therapie gemacht habe und mir aufgefallen ist, warum es mir in Anwesenheit mancher Menschen einfach nur schlecht geht. Es ist ohnehin schon nicht einfach zu sehen, wie sehr diese Menschen einem damit schaden können. Umso unangenehmer ist es wenn ich diese Gedankenstürme bekomme, die voller Verzweifelung sind.

Das ist nicht immer. Bezieht sich auch nicht nur auf eine Person. Fällt mir aber immer mehr auf und ist wirklich ekelig und auch immer nur in der Zeit ohne Fluspi.

Gruß Filzblume
2000 - 2016 Fluspirilen 1x pro Woche 1,2 ml - immer wieder mit Unterbrechungen, Krankheitsbild somatoforme Störungen
2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Hoffentliches Endergebnis:
Amalgamüberflutung im Körper wegen nicht sachgemäßer Beseitigung der Füllungen. Entgiftungsleistung wohl stark gemindert. Warten wir den Beginn der Ausleitung ab! NL hat die Symptome aus welchen Gründen auch immer unterdrückt. Die ganze Sache kam schleichend und wurde immer schlimmer. Ich sehne den Tag herbei, wenn es endlich mit der Ausleitung los geht.

padma
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von padma » Mittwoch, 17.01.18, 18:55

liebe Filzblume, :)

für mich hört es sich so an, dass du dich weniger abgrenzen kannst, durchlässiger bist und in Verzweiflung gerätst. Die Gedankenstürme sind davon die Folge.
Meinst du das so?

Wenn das Thema etwas breiter gefasst wird, könnte ich es nach "Umgang mit dem Entzug" schieben.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 17.01.18, 19:20

Hallo Padma,

Du triffst es auf den Punkt. Ich werde dann einfach temporär dünnhäutig ohne Ende. Nicht immer, aber es kommt immerhin so oft vor, dass es mir auffällt - und zwar höchst unangenehm.

Ich hatte das auch ganz doll beim Doxepin-Entzug. Das war aber richtig heftig, Kein Vergleich zu jetzt. Da ging das über Tage am Stück, gepaart mit einer unbändigen Wut. verschwand dann aber wieder.

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Hoffentliches Endergebnis:
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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von padma » Mittwoch, 17.01.18, 19:25

hallo Filzblume, :)

wie wäre als Titel " entzugsbedingte extreme Dünnhäutigkeit" ?

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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 17.01.18, 19:38

Padma, das liest sich gut und ich denke damit werden sich viele identifizieren können.
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