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Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

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Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von MaggieSmalls » Mittwoch, 06.06.18, 11:11

Hallo,
ich habe mal ne Frage zum Thema Derealisation. Würde mich freuen von anderen Betroffenen ("geheilt" oder noch betroffen) ein paar Meinungen dazu zu erhalten.
Habe mich die letzten Tage mal intensiv damit beschäftigt, wie sich mein Entzug seit Beginn der Reduktion so entwickelt hat und dabei ist mir aufgefallen, dass ich mein größtes Problem eigentlich nie so richtig in Worte fassen kann. Das fällt mir vor allem schwer wenn ich von Freunden oder Familie dazu befragt werde. Neben dieser Palette an körperlichen Symptomen habe ich es dann immer so beschrieben, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt. Das ich mich nicht mit der Welt verbunden fühle und eigentlich ständig das Gefühl habe in meiner eigenen Welt zu leben...mal mehr mal weniger.
Das Gefühl macht mir keine Angst und löst keine Panik aus. Es ist halt einfach dauerhaft da und belastet mich sehr, da es mich in so eine Zwischenwelt versetzt aus der es gefühlt kein Entkommen gibt.

Mir fehlt völlig die Vorstellung dafür wie es sein könnte wenn alles aufklart und man diese "Käseglocke" ablegt.
Ich denke wenn dieses Gefühl nicht wäre würde eine große Last an Sorgen bezüglich meiner Zukunft abfallen.
Letztes Jahr im Mai hatte ich ein sehr schönes Fenster und für ein paar Tage das Gefühl es hört alles auf. Ich erinnere mich wie so ein Grundverständnis für das Leben zurückgekommen ist. Alles was andere machten erschien mir wieder als normal und ich wurde für ein paar Tage wieder ein Teil davon...ich denke was ich hier schreibe muss für gesunde Menschen verrückt klingen aber ich denke einige von Euch können mich verstehen.

Wie geht es euch denn mit diesem Gefühl und was macht ihr aktiv dagegen? Was ist euer Wissenstand zum Thema Derealisation?
Ich merke immer, dass es zuhause am PC beispielsweise am schlimmsten ist.

LG Maggie
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September 2015 starker Schwindel - erstmaliger Besuch beim psychologen + Aufarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse.
November 2015 - Nach anfänglicher psychischer Besserung plötzlich Talfahrt mit Beginn von Panik.
05.11.2015 1. Einnahme von Cipralex - Stimmung wurde besser allerdings nicht die Panik.Januar 2016 - völliger psychischer Zusammenbruch - kein Schlaf & nur Panik + Heulattacken, Aussichtslosigkeit, tiefe depressive Emotionen

2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

Stand 2018


Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
Rauschen im Kopf / auf den Ohren
Geringe Belastbarkeit / Kann Stresssituationen schlecht einordnen
Kann nicht zu lange am PC sitzen (verschlimmert Symptome)
Nächtliches schwitzen
Hitze triggert Symptome
Heiß / Kalt Gefühl
"Needles and Pins"
Starke Benommenheit
Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Brainzaps (sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)

Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (intensiv und viel)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Fatigue
Extrem Depressive Phasen
Kein Hunger
Depersonalisierungsgefühl
Halluzinationen (ganz selten noch Nachts)
Neuro Emotionen (stark)
Muskelkrämpfe
Heulattacken
Suizidgedanken

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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von inandout » Donnerstag, 07.06.18, 22:57

Hallo Maggie,

hatte mir bei deinem Beitrag ein Lesezeichen gesetzt, weil ich Ähnliches kenne. Interessant finde ich, dass du schreibst, am schlimmsten ist es mit der DR, wenn du zu Hause am PC bist. Mein Gedanke dazu ist, dass es sich nicht nur um Absetzsymptome handeln muss. Es gibt mittlerweile viele Leute, die unter dem ständigen Digital-unterwegs sein leiden, auch ohne Diagnosen und PP; ich selbst hatte gerade ein paar Tage ohne Internet in der Wohnung, und ich muss sagen, ich habe die Welt als "wirklicher" erfahren. Ich werde hieran arbeiten und etwas verändern, was meine Digitalnutzung angeht. Das Digitale geht einher mit einer Ent-Sinnlichung, auch wenn es für viele von uns oft ein Segen ist. Je weniger ich aber auf mein Smartphone gucke, und wenn die Internetzeiten begrenzt sind, dann bekomme ich eifnach mehr mit von meiner Umwelt. Beispielsweise bin ich fürs Internet in eine Stadtbibliothek gefahren und hatte mir vorher eine Liste gemacht, was ich alles checken und machen wollte. Da fiel mir ein, zu Hause kannst du ja auch nicht streamen, also: DVDs ausgeliehen, und gleich die erste war eine wunderschöne Doku. Viel r u h i g e r alles.

Denke also, dass wir DR nicht streng nur Medikamenten oder "Krankheiten" zuordnen müssen, sondern auch auf unsere heutige Lebensweise gucken können.

Vielleicht ist ja in meinem Beitrag etwas nützliches dabei.

Herzlich, inandout
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Ash » Freitag, 08.06.18, 5:19

Hallo inandout,

ich kenne diese Derealisationsgedanken auch. Allerdings glaube ich nicht in solch einem staken Ausmaß. Mir kommen dann normale Aussagen, Verhaltensweisen oder sogar schon die Hand am Körper eines Menschen unnormal und fremd vor. Meistens geht das mit einer Art Echo einher. Ich denke erst okay ja kennst du ist normal alles gut und anschließend Millisekunden danach kommt der Echogedanke mit dem abnormalen Gedanken. Bisher waren die in der ersten Episode sowie jetzt beim Absetzen anzutreffen. Bei mir konnte ich es bisher noch soweit abwenden, dass ich mir durch logisches Denken sagen konnte: Dieses Empfinden kommt aufgrund des Absetzens oder aber der Psychose und ist nicht Teil des reellen/gesunden Lebens.
Ich habe es auch in einem deiner anderen Threads geschrieben. Bisher konnte ich die Absetzsymptome ertragen indem ich das Empfinden und die unwirklichen Gedanken/Gefühle hinterfragt und nach alternativen Erklärungen als dem Gedanken selbst gesucht habe.

Schöne Grüße.
Ashe
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Blumenwiese » Freitag, 08.06.18, 8:38

Hallo,

Ich kenne DR und DP von meiner Grunderkrankung (es fällt mir schwer die beiden auseinander zu halten). Da ich das durchgängig hab, solange ich denken kann, ist es für mich schwer vorstellbar wie es ohne wäre. Ich hab manchmal klare Momente, wenn ich sehr scharfe Chili esse oder eiskalt dusche. Aber dann auch nur für ein paar Minuten.

Auf jeden Fall ist es so, dass die Dissoziationen stärker werden je mehr Stress ich hab. D.h. wenn ich am Computer was recherchieren will, wird es immer schlimmer. Spiele ich am Computer etwas und bin dabei entspannt, ist es wieder weniger.

Vielleicht versuchst du die Dissoziationen als Alarmsystem zu sehen, dass dir sagen will " Hör auf, mach jetzt mal was anderes". Mir hilft es sehr, wenn ich die Situation verändere.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Sonstige Medikamente:
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Bedarf: Ibulysin 684 mg

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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Ash » Freitag, 08.06.18, 15:39

Hallo inandout,

ich möchte meinen Beitrag von Heute Nacht noch etwas konkretisieren. Während meiner ersten Episode hatte ich diese Derealisationsgedanken verstärkt. Ich kann dabei leider nur sagen, dass dort logisches Denken nicht möglich war und ich auch keinen Ausweg daraus gefunden hatte. Auch obwohl ich psychoedukative Lernhilfen hatte. Ein logisches und konsequentes Denken war dabei nicht möglich. Nun war es zu dem Zeitpunkt aber auch so, dass ich mit meiner Erkrankung garnichts anfangen konnte. Ich war mitten im eingeschrenkten Erleben und konnte nicht differenzieren zwischen das ist gesund, das ist abnormal. Ich bin sehr positiv, dass mir inzwischen eine bessere Abgrenzung zwischen gesundem und abnormalem Denken gelingt. (Auch weil ich nach einer Episode bisher immer eine vollständige Remission und somit einen Vergleich hatte.) Diese Abgrenzung scheint mir hinsichtlich einer Psychose wichtig zu sein um zu merken, wann Ruhe gebraucht wird und um nicht in eine Angstspirale zu verfallen.

Das ist mein derzetiger Wissensstand. Ich kann also sehr gut verstehen wenn du/jemand meint dieses Empfinden sei nicht Steuerbar. Kann aber zu meinen Reduzierungsversuchen sagen. Logisches Denken blieb im Vergleich zur Psychose erhalten und somit wurden die Symptome kontrollierbarer empfunden.

Bei mir ist außerdem so, dass folgendes Verhalten fast alle Symptome inklusive Derealisation bessert, bis sogar komplett verschwinden lässt: Nichts tun [Da liegen/sitzen und in die Gegend gucken, Naja gib interessanteres :) ], Fernsehen, Spazieren, Unternehmungen mit Freunden, Kochen, Abwaschen (Hausarbeit allgemein), zeitbegrenztes Lesen (Zuviel geht dann doch wieder auf den Kopf). Was mir schon des öfteren sehr gut geholfen hat ist tatsächlich aktiv den Kopf auszustellen. Ich weiss nicht ob dir/euch das bekannt ist oder ihr das auch macht aber ich kann mich in gewissem Rahmen dazu bringen einfach nur vor mich hin zu starren und wirklich an nichts zu denken (Nicht zu verwechseln mit den leeren Gedanken die man vor/während einer Psychose empfindet das ist ein unangenehmes Gefühl uns sollte als Warnzeichen verstanden werden). Wenn Zwangsgedanken/abnormales Empfinden oder ähnliches vermehrt auftreten Versuche ich diesen Zustand herzustellen (Ist nicht von 0 auf 100 möglich) ich empfinde dann aber immer mehr Erleichterung und ein zunehmend inneres Gleichgewicht was zur Besserung der Gesamtsituation Beiträgt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich eine eigene Art der Meditation mache ohne es zu Wissen. Dementsprechend würde ich zu Meditation/autogenem Training raten.

So, langer Text geworden. Oha.

Ich Wünsche dir viel Erfolg bei deinem weiten Weg.
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von padma » Samstag, 09.06.18, 14:20

hallo zusammen, :)

ich habe hier ein paar links ausgegraben, die wir im Forum zu DP/DR haben:

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 80#p121980
http://diescheibe.blogspot.co.at/2010/1 ... ation.html
http://www.dissoziativ.de/skills.html

liebe Grüsse,
padma
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 09.06.18, 18:00

Hallo Maggie,

eine sehr wertvolle Seite war mir auch immer die hier: http://www.blumenwiesen.org/wohlfuehl-oase.html
mit den skills,
nicht jeder mit Derealisation ist Borderliner oder hat eine PS ( ich auch nicht) , daher e nur das Zutreffende lesen und was nicht bei einem zutrifft, überlesen .
Ich schreibe das aus einem bestimmten Grund: WEnn der Realitätsbezug unsicher ist und man dann noch etwas liest über dissoziative Persönlichkeitsstörung oder ähnliches - das verursachte mir regelrechte Panik ....
aber heute weiss ich,
dass Derealisation / Depersonalisierung bei so vielen verschiedenen Sachen vorkommen können,
auch als Nebenwirkung von Psychopharmaka.

liebe Grüße Arian
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von MaggieSmalls » Sonntag, 10.06.18, 9:11

Hallo Zusammen,

finde die Infos und Meinungen von Euch sehr interessant und es tut immer gut sich ein bisschen auszutauschen!
Wenn ich es richtig verstehe ist DR eine Schutzreaktion des Körpers auf (extremen) Stress. Meine DR fing an mit meinem Zusammenbruch ende 2015 und ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass der erste Morgen nach der Einnahme von Paroxetin dieses Gefühl extrem verstärkt hat. Das zu schnelle Absetzen hat es dann auf die Spitze getrieben und seit dem ist sie eigentlich durchgehend da. Die stärke hängt bei mir sehr stark von meiner allgemeinen Lage ab. In Fenstern ist sie schwächer und viel einfacher zu akzeptieren, in Wellen das genaue Gegenteil. Was meine DR auch extrem triggert ist Schlaflosigkeit, was ja auch nichts anderes als eine Art Stress für den Körper ist.
Ich denke "der Schlüssel zum Erfolg" ist einfach versuchen loszulassen und die Situation zu akzeptieren. Das hat mir bei Panik extrem geholfen wodurch sie auch komplett verschwunden ist bei mir. Stress so gut es geht zu reduzieren und zu akzeptieren, dass es irgendwann auch genauso wieder gehen wird wie es gekommen ist. (Vorausgesetzt man tut etwas für sich und seine Gesundheit)

Was mir übrigens immer hilft ist Sport und raus gehen. Ablenken allgemein.
Internetzeit begrenzen ist auch etwas was jeder mal machen sollte aber das ist ein riesen Thema für sich. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese ganze Überflutung an Input durch Smartphone, Youtube, Instagram, Facebook, Netflix etc einfach einen riesen Schaden auf lange Sicht bei vielen Menschen anrichten wird. Ich überlege schon ob ich wieder zu einem klassischen Handy gehe, denn jedes mal wenn ich es eine längere Zeit nicht nutze geht es mir viel besser und ich merke wie viel Zeit man mit unwichtigen Dingen verbringt. Dieses ständige aufs Handy starren und nebenbei noch TV gucken ist auf dauer einfach zu viel für den Kopf und wir verlernen uns auf eine Sache zu konzentrieren. Also einfach mal Handy zuhause lassen oder Flugmodus! :)
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05.11.2015 1. Einnahme von Cipralex - Stimmung wurde besser allerdings nicht die Panik.Januar 2016 - völliger psychischer Zusammenbruch - kein Schlaf & nur Panik + Heulattacken, Aussichtslosigkeit, tiefe depressive Emotionen

2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

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Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
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Hitze triggert Symptome
Heiß / Kalt Gefühl
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Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Brainzaps (sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)

Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (intensiv und viel)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Fatigue
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Depersonalisierungsgefühl
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Ash » Montag, 11.06.18, 3:19

Hi MaggieSmalls,

ich hatte gerade noch gesehen, dass ich ja nur auf inandout reagiert hatte im Grunde aber euch beide mit meinen Posts addressieren wollt.
Huch. :)

Die Internetzeit ist bei mir auch so ein Thema, da ich wirklich sehr viel am PC mache. Sei es Hobby oder Beruflich. Ich denke aber da kann man keine allgemeingültige Aussage zu treffen und man muss körperlich/seelisch merken was und wieviel einem gut tut.
Was ich aber gemerkt habe ist, dass während des Absetzens zuviel Computer spielen bei mir tatsächlich kontraproduktiv ist. Also +1 Punkt für dich. 8-)

Ich hoffe ihr schafft es die Symptome in den Griff zu kriegen. Im Grunde lernt man ja sein Leben lang immer mehr dazu. Auch bezogen auf das psychische Leiden. Somit denke ich unser aller Umgang damit wird positiver und wir werden stärker.

Der verlinkte Thread war übrigens sehr interessant Padma. Danke.

Schöne Grüße.
Ashe
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suisse
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von suisse » Mittwoch, 05.09.18, 15:34

Hallo,

gibt es diese Derealisierung auch im Zuge des Absetzen von Escitalopram? Kenne das nur in Verbindung mit der Erkrankung einer Psychose und das liegt bei mir nicht vor.

Ich bin seit gestern aus dem Urlaub zurück. Heute erwachte ich mit völlig wirren Gedanken: alles kam mir Unreal vor... ich fragte mich, ob ich gerade in einer realen Situation steckte oder ob die Tage im Urlaub real waren oder nur ein Traum...
Ich saß dann auf der Couch (habe glücklicherweise noch frei) und schaute das Zimmer an... mir ist alles sehr bekannt vorgekommen und doch fühlt sich alles Unreal an.

Danke und LG
Anna
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 06.09.18, 7:08

Hallo Anna,

es gibt diese Unwirklichkeitsgefühle potenziell beim Absetzen aller Psychopharmaka. Du kannst es vielleicht als Störung in der Verarbeitung von äußeren Reizen sehen, die durch das Durcheinander anders als sonst verarbeitet werden und daher nicht vertraut wirken. Das wird sich ganz bestimmt wieder regulieren.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von suisse » Donnerstag, 06.09.18, 9:30

Hallo Murmeline,

vielen Dank für deine schnelle Antwort und beruhigenden Worte. Seit gestern Nachmittag ist es auch wieder weg. Ich war nur sehr geschickt, weil ich sowas nicht kannte. Der Urlaub hat mein ZNS wohl ziemlich durcheinander gebracht und eine Welle hervorgerufen. Aber es geht wieder aufwärts!

LG Anna
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padma
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von padma » Donnerstag, 06.12.18, 11:03

ein Beitrag von Ash:


Im Umgang mit deiner Derealisation möchte ich dir gerne Sagen wie ich damit umgehen konnte.
1. Akzeptieren dass Sie da ist, Sie spüren und verstehen wie sie funktioniert.
2. Warnehmen was gerade falsch läuft und was du anders sehen würdest wärest du gerade gesund (Denk dran du hattest gesunde Zeiten wie hast/hättest du da über die Situatiuon nachgedacht. Wie kann man die Situation noch einschätzen die du gerade durchlebst. Vielleicht siehst du die Situation falsch? Hinterfragen, hinterfragen.
3. Bekämpf das ver :censored: (Sorry für den Ausdruck) Symptom. Wenn du verstehst was gerade mit dir passiert (JA du hast im Moment Derealisation), Nein das ist nicht gesund und auch nicht gewünscht, du hast schonmal den Namen Derealisation du weisst somit es ist krank und nicht die übliche Wahrnehmung denn die wäre gesunde Wahrnehmung und hat soweit ich weiss auch gar keinen anderen Namen als gesunde Wahrnehmung. Nimm den Kampf mit deinem Gehirn an. Das Gehirn versucht dich zu täuschen (Warum, wieso und weshalb ist leider noch nicht genau erforscht aber und das ist Fakt es täuscht dich) Hinterfrag die Täuschung, hinterfrage dich selbst!!!!!!!!!!!!! Und dann finde deine eigenen Lösung/Interpretationsansatz der Situation.
4. ÜBEN ÜBEN ÜBEN. Es ist wie Fahradfahren, du wirst mit der Zeit besser, schneller, stärker baust ein intuitives Verständniss für weiter folgende Situationen auf und kannst schneller gegensteuern, da du früher weisst es ist ein kranker, falscher Gedanke.
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 56#p281556

Amerkung von padma:
Ash bezieht sich in seinem Beitrag auf DR als "Krankheitssymptom". Bei einer entzugsbedingten DR sind die Einflussmöglichkeiten begrenzter. Da die Tipps aber für den einen oder anderen wertvoll sein können, habe ich es hier reinkopiert.

liebe Grüsse,
padma
Zuletzt geändert von padma am Donnerstag, 06.12.18, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kraftausdruck mit Smiley versehen
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Blumenwiese » Donnerstag, 06.12.18, 12:43

Hallo,

Ich denke Derealisation und Depersonalisierung sind nichts, was bekämpft werden muss. Es sind Schutzmechanismen. Es gilt also nicht die Symptome zu bekämpfen, sondern den Alltag so zu gestalten, dass Dissoziationen zum Schutz nicht mehr gebraucht werden.

Was die entzugsbedingten Dissoziationen angeht, kann ich nicht viel zu sagen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es auch eine Schutzfunktion hat.

Ein guter Umgang damit wäre, es anzunehmen wie es ist und es nicht weiter zu bewerten. Wenn man sich damit noch Stress macht, verstärken sich Dissoziationen nur noch mehr.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Quetiapin Retard Verlauf:
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Aktuell:
Quetiapin Retard 150 mg 0-0-1-0
Promethazin 25 mg 1-0-1-1
*********************************
Sonstige Medikamente:
Movicol 1-2 Beutel pro Tag, Grazax u. SliTONE Ultra zur Desensibilisierung geg. Pollenallergie, Cranberry Kapseln, Magnesium 450 mg
Bedarf: Ibulysin 684 mg

Arianrhod
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 06.12.18, 15:41

Blumenwiese hat geschrieben:
Donnerstag, 06.12.18, 12:43
Was die entzugsbedingten Dissoziationen angeht, kann ich nicht viel zu sagen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es auch eine Schutzfunktion hat.
Ich sehe sie dennoch ein wenig anders als Dissoziationen, die als Schutz aufgebaut wurden, wenn eine PTBS vorliegt.
Entzugs- Dissos sind rein körperlich , und kommen meiner Meinung nach eher dadurch zustande, dass das Gehirn in seiner Filterfunktion gestört ist ( durch das entzugsbedingte Ungleichgewicht von Neurotransmittern. denn die Medikamente tun ja gerade, was die Erkrankungen angeblich tun : Sie bringen das fein austarierte System der Neurotransmitter in Unordnung! )
Diese Störung führt zu Derealisation, Depersonalisierung, Reizoffenheit und auch zu Halluzinationen.
Das Positive ist: Je mehr das ZNS wieder zu seinem Gleichgewicht findet, desto mehr verschwinden diese Störungen - und zwar ohne Behandlung.
Sie gehen wieder ganz weg -


Aber :
Blumenwiese hat geschrieben:
Donnerstag, 06.12.18, 12:43
Ein guter Umgang damit wäre, es anzunehmen wie es ist und es nicht weiter zu bewerten. Wenn man sich damit noch Stress macht, verstärken sich Dissoziationen nur noch mehr.
Viele Patienten bekommen eine Angststörung, den Verstand zu verlieren/schizophren zu werden, weil sie nicht wissen, was los ist, und diese Angststörung kann hartnäckiger sein als die entzugsbedingten Dissoziationen. Daher wie du schon sagst: Es gelassen nehmen und nicht bewerten - es ist ein blödes Enzugssymptom
suisse hat geschrieben:
Mittwoch, 05.09.18, 15:34
Kenne das nur in Verbindung mit der Erkrankung einer Psychose und das liegt bei mir nicht vor.

Dissoziationen sind keine Psychosesymptome und kommen in den Leitlinien zur Diagnose einer Psychose nicht vor Sie sind eher bezeichnend für andere Probleme wie Angst, Borderline oder dissoziative Identitätsstörung ( hier eine gute Zusammenfasung /Unterscheidung:
https://www.dissoziation-forum.de/index ... &Itemid=91)
In Theorie kann jemand beides haben, eine Schizophrenie plus eine dissoziative Identitätsstörung,
doch isoliert auftretende Dissoziationen sind KEINE Psychosesymptome

Warum schreibe ich darüber?
Ich hatte durch das Absetzen von Amisulprid im Jahr 2006/7 starke Panikattacken und Dissoziationserleben.
Diese Symptome wurden von meinem Psychiater benutzt,
um mir eine Schizophrenie zu diagnostizieren und mich dazu zu bringen, wieder Neuroleptika zu nehmen,

Schon der Ansatz , Patienten zu verängstigen , um sie zu was zu bringen, ist schon fragwürdig,
aber in diesem Fall war es auch noch fachlich unrichtig und somit ein Kunstfehler!


Leider wußte ich das in diesem Moment nicht, sondern viel später.
Daher ist die Aufklärung gerade hier soo wichtig - danke euch allen.

Gruß Arianrhod
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Dietrich
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Dietrich » Donnerstag, 06.12.18, 18:45

Hallo!
Depersonalisierung kenne ich wohl. Auch in meinem momentanen Krisenjahr habe ich wieder damit zu kaempfen. Vor 13 Jahren hatte ich das schonmal.
Damals begann alles damit, dass ich morgens vor meinem Computer saß und ploetzlich überkam mich ein seltsames Gefühl. Irgend etwas stimmte mit mir nicht. Ich stand ruckartig auf und ich stand total neben mir. In den folgenden wochen wurde es immer schlimmer. Flimmern vor den augen, beim blick in den spiegel selbstentfremdungsgefuehle, kribbeln im arm und taubheitsgefuehle. Damals hatte ich total panik. War in der notaufnahme weil ich dachte ein schlaganfall waere die ursache. Nach wochen mit MRT, Nervenmessung, EEG, internistische Vollabklaerung war klar; nichts somatisches. Eine Neurologien empfahl mir AD. Ich verzichtete und bekaempfte die Symptome sehr leidlich mit viel Alkohol. Irgendwann war der Spuck einfach vorbei und 'mein ZUSTAND', wie ich es immer liebevoll nannte, wieder weg. Heute weiß ich, dass es einfach eine Lebenskrise waehrend meines Studiums war. Vielleicht war mein frueher Cannabiskonsum auch ein Stueck weit daran Schuld.

Wie auch immer. Immo bin ich auch wieder hier in diesem Forum unterwegs,weil ich offiziell eine Somatisierung habe. Lasst euch nicht unterkriegen. Irgendwann wirds wieder besser. Im uebrigen habe ich gelesen,dass jeder Mensch min. einmal in seinem Leben mit DP zu tun hat. Schon Kinder schauen ja in den Spiegel und fragen sich, ob das wirklich sie sind, was sie da sehen.
Gruesse Dietrich
Medikation von Dietrich:
Nach massiven koerperlichen Beschwerden ohne Befund am 03.08.2018 in Psychiatrie eingefahren. Wegen Angst und Panik ab.
04.08.2018 Quetiapin 100 mg (0-25-
-50-25)
20.08.2018 Reduzierung auf 75 mg
( 0-0-50-25)
27.08.2018 nur noch 0-0-50-0 und
Verlegung in Klinik fuer
Psychosomatik; im MRT
und beim Neurologen
keine Befunde.
10.09.2018 Quetiapin runter 0-0-0-25
17.09.2018 abgesetzt
28.09.-12.10. Experiment mit CBD, da der Verdacht das meine Symptome vom THC- Konsum im Fruehjahr sind und CBD als Gegenspieler zaehlt. Hier also 2-3 Kapseln je 25 mg CBD (gilt in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel und kann im Reformhaus gekauft werden).

Seit 04.10. war ich zuhause und auf das CBD haben sich meine Symptome wieder verschlechtert. Mein Therapeut meinte ich sollte doch mal Fluoxetin ausprobieren, da er denkt ich waere depressiv und haette deswegen die Körpersymptome.

17.10.2018 Einstieg 20 mg Fluoxetin

am 01.11.2018 lese ich von PSSD und die moeglichen massiven Auswirkungen auf den Genitalbereich. Ich ruf meinen Therapeuten an und sag ihm, dass ich den Dreck nicht mehr nehmen moechte und voruebergehend noch mal geringdosiert auf das Quetiapin gehen möchte. Auf Fluoxetin extreme mentale Verschlechtetung mit Selbstvorwürfen, Suizidgedanken, Minderwertigkeitskomplexe, Angst Panik etc. . Ich setze Das Flux nach 16 Tagen ab. Hatte zuletzt aber das Gefuehl einer Verbesserung der Stimmung. Will es aber nicht mehr nehmen wegen moeglicher Langzeitfolgen.

02.10.2018 wieder Quetiapin 0-25-
50-0
09.10.2018 Quetiapin 0-0-50-0 und
Laif 900 eine K./ T.
14.10.2018 Quetiapin auf 0-0-0-25
Ploetzlich krasse Nebenwirkung wie restless leg und Hirnschickungen.

17.10.2018 Quetiapin= 0,0

Joha bis heute

Dietrich
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Dietrich » Donnerstag, 06.12.18, 19:26

Nachtraeglich noch. Ich kann nicht soviel zu DP im Zusammenhang mit den oben genannten medis und ihrem absetzen sagen. Allenfalls im zusammenhang mit drogen. aber ich denke ehrlich, dass diese erscheinungen wirklich einfach ein stueck weit normal sind. Es muss nicht immer gleich was pathologisches wie borderline oder psychose sein. Ich meine was ist denn mit trance oder transzendenz oder anderen nicht alltaeglichen bewusstseinszustaenden? Nochmal beruhigende gruesse!

P.s.: das system versucht sich vielleicht auch ein stueck weit selbst zu finden oder zu erneuern in grenzwertigen bewusstseinsebenen. Wie gesagt, ich habe bis zuletzt auch taeglich koerpersymptome ohne befund.
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Nach massiven koerperlichen Beschwerden ohne Befund am 03.08.2018 in Psychiatrie eingefahren. Wegen Angst und Panik ab.
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-50-25)
20.08.2018 Reduzierung auf 75 mg
( 0-0-50-25)
27.08.2018 nur noch 0-0-50-0 und
Verlegung in Klinik fuer
Psychosomatik; im MRT
und beim Neurologen
keine Befunde.
10.09.2018 Quetiapin runter 0-0-0-25
17.09.2018 abgesetzt
28.09.-12.10. Experiment mit CBD, da der Verdacht das meine Symptome vom THC- Konsum im Fruehjahr sind und CBD als Gegenspieler zaehlt. Hier also 2-3 Kapseln je 25 mg CBD (gilt in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel und kann im Reformhaus gekauft werden).

Seit 04.10. war ich zuhause und auf das CBD haben sich meine Symptome wieder verschlechtert. Mein Therapeut meinte ich sollte doch mal Fluoxetin ausprobieren, da er denkt ich waere depressiv und haette deswegen die Körpersymptome.

17.10.2018 Einstieg 20 mg Fluoxetin

am 01.11.2018 lese ich von PSSD und die moeglichen massiven Auswirkungen auf den Genitalbereich. Ich ruf meinen Therapeuten an und sag ihm, dass ich den Dreck nicht mehr nehmen moechte und voruebergehend noch mal geringdosiert auf das Quetiapin gehen möchte. Auf Fluoxetin extreme mentale Verschlechtetung mit Selbstvorwürfen, Suizidgedanken, Minderwertigkeitskomplexe, Angst Panik etc. . Ich setze Das Flux nach 16 Tagen ab. Hatte zuletzt aber das Gefuehl einer Verbesserung der Stimmung. Will es aber nicht mehr nehmen wegen moeglicher Langzeitfolgen.

02.10.2018 wieder Quetiapin 0-25-
50-0
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Laif 900 eine K./ T.
14.10.2018 Quetiapin auf 0-0-0-25
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Re: Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation

Beitrag von Maus 66 » Freitag, 14.12.18, 11:41

Hallo Ihr,
auch ich hatte massive DP und DR, vor allem, als ich mich beim Entzug in die totale Panik reingesteigert hatte.
Und es war für mich mega bedrohlich, ich bekam noch mehr Angst und schlimme innere Unruhe, wusste nicht wohin und konnte mich kaum aushalten
Ich musste mir oft meinen Namen vorsagen, um mir klar zu machen, dass ich noch da bin und nicht verrückt werde.
Das war das Schlimmste, denn ich dachte,
ich drehe jeden Moment durch.
Dadurch bin ich auch in die Klinik gekommen, ich konnte nicht mehr einkaufen, nicht mehr arbeiten, nicht mehr Gassi gehen, nur noch rum liegen und Angst haben.
Ich war nicht mehr ich selbst, alles war wie im Film und ich Zuschauer.
Seit diesem Zustand, kann ich verstehen, dass Betroffene nicht mehr leben wollen, es ist grausam.
Erst als ich in der Klinik Lyrica bekam und Gespräche mit der Psychologin hatte, wurde es besser.
Ich beschloss die DP als Hilfe anzunehmen und versuchte sie weitgehend zu ignorieren.
Tatsächlich half das und sie wurde besser.
Jetzt im kontrollierten Entzug, ist sie hin und wieder da, aber ich kann damit umgehen.
Schön ist es nicht, aber ich sage mir, es ist der Entzug, bleib ruhig und so hatte ich bis bisher auch keine Panik mehr.
Auch wenn man es in diesem Zustand kaum glauben kann, der Körper versucht zu helfen, vertraut ihm...<3
LG Maus..
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padma
Aktuelle Medikation:
Aspirin Effect 500mg 1x wöchentlich
Bei Bedarf: Zolpidem 5mg, höchstens 1 x im Monat..zur Zeit ca 3x im Monat.....abgesetzt seit 12.5.2017!
Opipramol: seit 5.12.2016.. 0mg..seit dem 25.3. wieder 50-0-0-75... seit Ende März wieder 125mg..0-25-0-100!
Thyroxin 88mg 1-0-0-0, seit ca 3 Wochen nur noch 75mg....seit 12.5.2017 100mg!
Seit 17.1.2016 Natürliches Progesteron: 0-0-0-200mg oral, seit 3 Wochen Blähbauch und Magen Darm Probleme..
früher 100mg vaginal alle 14 Tage....seit Mai, 100mg vaginal
Transdermales Pflaster Estradot: 50mg..seit 2 Wochen 37,5mg...seit 1 Woche wieder auf 50mg!
Bei Bedarf 10mg Promethazin..abgesetzt
Seit 20.6. 2017!!
Opipramol: 0-50-0-100
Lyrica: 0-0-0-75
Seit 1.8. 2017!
Opipramol: 0-25-0-100
Lyrica:0-0-0-50mg
Seit 5.11. 2017:
Opipramol: 0-12,5-0-75
Seit 1.9.2017
Lyrica: 0-0-0-25
Thyroxin:100-0-0-0
Progesteron oral:
0-0-0-200mg
Estradiol50 transdermal
2x wöchentlich
Seit 3.12.2017
20mg Lyrica Lösung
Seit 5.12.2017
Opipramol:
6,25-0-0-75
Lyrica Lösung 20mg/1ml
Seit 26.1.18
0,4mg
Seit 3.2.2018
Opipramol
0-0-0 75mg
Seit 26.2.18
Pregabalin : 0
Seit 1.5.2018
Opipramol
0-0-0-68,75mg
Seit 1.7.2018
0-0-0-60mg
Seit 1.10.2018
Opipramol
0-0-0-54mg
Seit 15.11.2018
Opirpramol
0-0-0-50mg

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