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Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
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Jamie
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Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Beitrag von Jamie » Dienstag, 04.09.18, 14:24

Hallo,

ich brauche eure Hilfe.

Meine Zwillingsschwester, mein Ein und Alles, hat total entgleiste Blutwerte. :cry:

Lymphozyten zu hoch, CRP zu hoch, Rheumawerte erhöht, Neutrophile zu niedrig.. irgendwie voll chaotisch..

Aber sie hat es ganz schlimm erwischt mit der Schilddrüse.
Und danach frage ich euch heute im Speziellen.
Ich weiß hier gibt es echte Profis. :fly: :fly:

Der Wert ist von vor letzter Woche TSH 7 jetzt auf 10,3 gestiegen.
Vorher war keine Unterfunktion bekannt.

Die einmalige Einnahme von 12,5µg L-Thyroxin hat zu dreitätigem Herzrasen und vierfach erhöhter Betablockermenge geführt, sodass sie sofort den Versuch mit dem L-Thyroxin abgebrochen hat.
Es geht so nicht, weil meine Schwester Asthamtikerin ist und nur als Ausnahmemedikation Betablocker niedrig dosiert nehmen darf, da Betablocker das Asthmaanfallsrisiko steigern.

Sie kann keinesfalls längerfristig hoch dosiert Betablocker nehmen, weswegen die Idee es auszusitzen, bis der Körper mit dem L-Thyroxin klarkommt und eben bis dahin mehr Betablocker zu schlucken, weg fällt.

Parallel hat sie dazu ganz seltsame Blutzuckerwerte.
Der Blutzucker ist nüchtern niedrig (um die 70) und wenn sie dann was isst, steigt er kaum an. Dann fängt sie an sich flau zu fühlen und isst zB einen Schokoriegel und statt dass der Zuckerwert steigt, fällt er sogar noch weiter. :o
Damit ist sie mehrfach schon fast ohnmächtig geworden.
Nur andere Kohlenhydrate (in dem Fall ein Käsebrot) können dann das Schlimmste abfangen, weswegen ich sie jetzt genötigt habe immer Brödlis, herzhaften Zwieback etc. mit sich zu führen, denn ein Schokoriegel verschlimmert es.
Und der Zuckerwert steigt zB trotz Haferflocken mit Hafermilch eine dreiviertel Stunde später kaum über 100 (Nüchternwert / Grenze).
Das ist doch nicht normal!

Ich hege den starken Verdacht, dass der Blutzucker mit dem hohen TSH zusammenhängt.

Wer hat Ideen, Tipps, Hinweise?
Gerne auch Links zum Einlesen.
Alles, was weiterhelfen könnte, erwünscht.

Schilddrüse ist definitiv nicht mein Spezialgebiet. DAnKe

PS. Sie muss jetzt ins Krankenhaus aufgrund der Werte. Dennoch wäre ich über Ideen froh, denn gerade bei der Schilddrüse (SD) sind Ärzte ja öfters mal ignorant...

Herzlichst,
Jamie

Arianrhod
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Re: Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 04.09.18, 17:00

Hallo Jamie ,
das richtet sich zwar an Diabetiker, aber da wird der Zusammenhang Schilddrüse - Bauchspeicheldrüse /Insulinwerte erklärt:
https://www.forum-schilddruese.de/servi ... ws-2006-06

und es ist zwar selten, aber:
Können weitere Drüsen befallen sein?
„In weniger als 5% können weitere Drüsen oder andere Organsysteme beteiligt sein. Mit der Hashimoto-Erkrankung sind in seltenen Fällen auch die Nebennierenrindenfunktion, die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse, die Nebenschilddrüsenfunktion oder auch die Haut (Weißfleckenkrankheit) als einer der möglichen Assoziationen beschrieben.“
bei einer Unterfunktion der Schilddrüse, was bei uns hierzulande meistens Hashimoto ist, können auch Insulin und Clukagen beeinflusst werden.
(Quelle http://www.endo-bochum.de/schilddruesen ... en/#befall)

Gute Besserung deiner Schwester.

Ich dachte an Hashimoto, weil ich mal Verdacht darauf hatte, was sich dann nicht bewahrheitet hat.

liebe Grüße Arian
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Diane
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Re: Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Beitrag von Diane » Dienstag, 04.09.18, 18:25

Hi..

Mein 1.Gedanke war auch Hashimoto. Kennt ihr Ihre Anfangswerte der SD? Zuerst fällt man in eine ÜF u später in die UF bei Hashi. Zudem wechseln sich die Werte extrem. Man sollte IMMER bedenken, das bei solchen Schwankungen auch die Nebennieren kontrolliert werden sollten ( hat Sie Ihre Periode unregelmäßig?) ...

Warum der Zucker zu niedrig bleibt trotz Essen, weiss ich leider nicht. Welche Medis nimmt Sie? Wenn Sie die Werte mit hochdosierten Beta bestimmt hat, können diese durch Medi verschleiert sein. Zudem gibts für Asmathiker bestimmte Präparate, die sie nehmen dürfen, da keine Rezeptoren in der Lunge blockiert werden. Das müsste der Arzt eigentl wissen.

Wurde sie Bauchspeicheldrüse untersucht? Vorallem der Lipase-Wert u Ultraschall...

Lg
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Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

Aktuelle Medikamente Januar 2018:

Nebivolol seit 1.März 0mg

Vitamin D3 mit K2 alle 2 Tage 5000ie mit 100yu K2


Link zum Absetzten.. Quelle NDR Visite/youtube
(Hier wird auch das Forum erwähnt)

https://youtu.be/KirFj2mTn48

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Re: Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Beitrag von Berlin-2013 » Mittwoch, 05.09.18, 10:09

Eine versteckte Hepatitis A bis E ??? Fruktose/Laktose Intoleranz? Autoimmunkrankheit ?toi toi toi
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viele Grüße und 2018 wird super
Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser ZEIT UND GEDULD
13. September 4 Jahre nach 0 mg :party2: Heilung des ZNS leider noch nicht 100 Prozent aber 85 %

Zur Zeit EIN helles strahlendes Licht am Ende des Tunnels :party2:


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Re: Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 05.09.18, 10:51

Hallo, Jamie.

Kam es denn aus heiterem Himmel zu diesen Veränderungen bei Deiner Schwester oder gab es in ihrem Leben irgendwelche möglichen Auslöser wie Erkrankungen und/oder Medikamenteneinnahmen z.B.?

Grübel.

VG von Clarissa
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Re: Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Beitrag von Leni » Mittwoch, 05.09.18, 12:58

Hi Jamie,

wenn deine Schwester so auf SD-Hormone reagiert, dann ist es auch möglich, dass die SD gar nicht die Ursache ist, sondern das hohe TsH nur die Folge einer anderen Stoffwechselstörung ist.

Sofern deine Schwester keine kompetente Behandlung bekommt, gebe ich gern über PN eine kompetente Adresse weiter.

LG Leni
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Hashimoto Thyreoiditis, Nebennierenschwäche, HPU und genetische Entgiftungsstörung, persistierender Virus
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Re: Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 05.09.18, 18:03

Hallo!

Als Hashimoto Patientin kenne ich das nur zu gut!

Hashimoto beeinflußt das gesamte endokrine System und damit auch die Insulinproduktion.
Bei erhöhtem TSH kann es zu verminderter erhöhter Insulin-Produktion kommen und damit zu so niedrigen BZ werten.

Auch dass der TSH in kürzester Zeit so steigt, kenne ich - bei mir innerhalb von 2 Wochen von 0,3 auf 17,8.

Mit 12,5 Mikrogramm einzusteigen ist bei empfindlichen Menschen viel zuviel!!!

Bitte die kleinsten Mengeneinheit verschreiben lassen und diese Menge dann entsprechend teilen! Also z.B auf 1. Woche 3,125Mikrogr.
und dann alle 1ß-14 Tage kleinschrittig erhöhen!

Ohne SD Hormon wird sich Hashimoto nicht erholen, deshalb sollte sie schon etwas einnehmen. Und auch so kleine Mengen brinegn schon Erleichterung.
Es sollte auch an eine SD Entzündung gedacht werden.
Bei mir wurde mein sehr schlimmes Rheuma durch Hashimoto ausgelöst.

Und unbedingt auch T3 und T4 bestimmen lassen!

Gute Besserung deiner Schwester! LG
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Re: Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 11.10.18, 18:01

Hallo,

ich möchte verspätet noch nachreichen, was sich bei meiner Schwester ergeben hat.
Sie ist schwer krank :cry: :cry: :cry: , aber das hat nichts mit der Schilddrüse zu tun.

Da passierte nämlich gar Sonderbares.
Nachdem der TSH von 10 auf 13 kletterte, kam sie 2 Tage später ins Krankenhaus, wo sie den TSH erneut bestimmten und dieser lag dann bei 3. :o

Die Ärzte sagten, das sei ein Ding der Unmöglichkeit, dass der TSH innerhalb von 48 Stunden sowas macht (sicher? :roll: ) und behaupteten, dass in unserer Hausarztpraxis das Labor einen Messfehler gemacht hat. [gleich zwei Mal? Ich habe meine Zweifel]
Dass das Labor in der Klinik sich irrt, haben sie n.a.t.ü.r.l.i.c.h völlig ausgeschlossen :frust:

Nun ist es so, dass seit der letzten TSH Messung (Wert bei 3) auch diese seltsamen Unterzuckerungs-fast-ohnmächtig-werd - Zustände nicht mehr aufgetreten sind.
Deswegen glauben meine Schwester und ich feste, dass sich kein Labor vermessen hat (weder das vom Hausarzt noch das im Krankenhaus), sondern dass der TSH tatsächlich entgleist ist und seitdem er wieder in den Normalbereich ging, sind ja auch die Beschwerden weg.

Im Nachhinein meint meine Schwester den Auslöser gefunden zu haben.
Sie nimmt seit Jahren Folio (Folsäure plus Jod) und hat im Juli aufgehört es zu nehmen, weil die Packung leer war und sie einfach keine Lust gehabt hat sich eine neue zu kaufen und weil sie gedacht hat, sie hat ihrem Körper jetzt mal genug zugeführt. (Banal, ich weiß).

Im Nachhinein vermutet sie, dass sie ihre immer latent an der Unterfunktion arbeitenden Schilddrüse mit dem Jod sozusagen am Leben gehalten hat und dass dies der SD eine halbwegs normale Funktion sicherte und mit dem Wegfall des Jods aus dem Präparat hat sich die SD-Aktivität dann reduziert und sie fiel in diese komischen Zustände und in die Hypothyreose.
Spannend irgendwie, oder?

Alle SD-Werte, die zusätzlich erhoben wurden, waren und sind in der Norm. Das noch nachgereicht.
Und das Folio nimmt sie jetzt wieder.

Viele Grüße
Jamie
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...........SIGNATUR...............


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Re: Ich brauche euer Schwarmwissen: Schilddrüse und Zuckerwerte

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 11.10.18, 19:05

Hallo!

Interessant das mit der SD... Gott sei Dank ist da wenigstens Entwarnung!

Bei der anderen schweren Erkrankung wünsche ich alles Gute!

GLG
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