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Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen?!

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Unglaublich
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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Unglaublich » Mittwoch, 12.09.18, 21:02

Hallo Jamie, tolles Referat. :party2:

Mir wäre viel erspart geblieben, wenn die Ärzte besser aufklären und PP nicht wie Bonbons verteilen würden. :evil: :evil:

Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung und jammern hilft sehr oft. Werde erstmal wieder ganz gesund und Sorge gut für dich :hug:
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Jamie
Lieben Gruß
Unglaublich

2007: 60mg Mirtazapin in Klinik angesetzt
2009: nach Rücksprache mit Arzt innerhalb 2 Mon abgesetzt auf
30mg- 15mg-0

Absetztprobleme die ich damals nicht, als solche erkannt habe :evil: :frust:
Kopfschmerzen, Übelkeit, Wattegefühl im Kopf und Beinen, Bauchkrämpfe, Blutdruckprobleme, wie beim Ansetzten von Mirta, Tic´s, Brainzaps, Ängste, Panik.

2012: Psychatrie wegen Depression. Dort wurde Venlafaxin angesetzt. Nach 6 Wochen sofort abgesetzt, wegen Blasenlähmung, Eingestellt auf 150 mg Sertralin morgen und 7,5 mg Mirtazapin abends, wegen Schlafstörung.
Diagnose: PTBS und Depression

Sertralin nach ca 4 Monaten ohne Rücksprache mit Doc eigenmächtig reduziert und und im Sommer 2015 abgesetzt.
Mirta mit 7,5 mg beibehalten, wegen Schlafstörung

29.4. 2017 Mirtazapin 7,5 mg schlagartig abgesetzt (kannte das Forum noch nicht) wegen QT Verlängerung.

die ersten 2-3 Woche nach Absetzen: Augenschwindel, Herzrasen, zu hoher Blutdruck, heftige Oberbauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Brainzaps, Tic´s, Sabbergefühl Mundwinkel.
Im Herbst 2017 kamen Angst und Panik Attacken hinzu.
Seit Dez 2017: Sehstörungen, mittlerweile 3. Brillenglas aber nur re Auge.Punktförmige Einblutung im re Auge, die im März noch vorhanden war(nächste Kontrolle Anfang Juni) ansonsten Augen oB.
Lidzucken beide Augen, Oberbauchschmerzen, Sabbergefühl, Ohrenschmerzen, Muskelkrämpfe und Kieferbeißen ist bis heute noch vorhanden. Zwar nicht mehr tagtäglich aber kommt immer wieder durch.
Rauschen in den Ohren. Rechtes Ohr besonders. Fühlt sich an, wie Wasser im Ohr nach dem Duschen, was dann so vor sich hin gluckkert, weil man es nicht raus kriegt aber Ohren sind okay, kein Wasser drin. Dieses Geräusch macht mich kirre.
Muskelkrämpfe an den unmöglichsten Stellen, der Rücken und Nacken total verspannt.
März 2018: Schmerzen im ISG Gelenk, trotz regelmäßiger Übungen vom Osteopathen.
Seit April 2018: keine Angst und Panikattacken mehr, jedenfalls zur Zeit.
Falls mir noch was einfällt ergänze ich es noch.

Giraffe
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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Giraffe » Mittwoch, 12.09.18, 21:34

Hallo Jamie😉

Ich wünsche Dir gute Besserung,komm schnell wieder auf die Beine.

LG Giraffe☀
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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Kaenguru70 » Donnerstag, 13.09.18, 17:08

Liebe Jamie,

Ich bin tief beeindruckt, mit welchem Herzblut du dich einsetzt. 👍😘

Gute Besserung, werde ganz schnell gesund. 🍀

Liebe Grüsse
Sarah
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Jamie
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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von stubi » Donnerstag, 13.09.18, 23:04

Liebe Jamie,

Hut ab vor Dir und deiner tollen Leistung.

Vielen Dank für deinen Einsatz. <3

Gute Besserung und recht baldige Genesung.

Liebe Grüße
Renate
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Jamie

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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Anjalena » Freitag, 14.09.18, 18:45

Liebe Jamie,
das ist ein wahnsinnstoller Vortrag, den Du da gehalten hast. :party2:

Danke für Dein tollen Einsatz für und alle hier, für Deine Kraft die du gelassen hast! <3
Danke, Danke Danke <3 !!
Und nun werde schnell wieder gesund :fly:
Liebe Grüsse, von
AnjaLena
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Jamie
Schon genommene Psychopharmaka: (seit 20.Jahren)
Amitriptilin, Fluoxitin, Citalopram, Lamictal, Carbamazepin, Trevilor, Opipramol, Moclobemid, Zyprexa, Risperdal. Taxilan, Tavor, Diazepham, Duoloxitin/Cymbalta, Seroquel/Quetiapin,
Diagnosen: chron.komplexe PTBS, emotional instabile Persöhnlichkeitsstörung

In Klinik (auch Sucht) -von Febr.2017 - Juni2017 - Kaltentzug von Opipramol und Cymbalta!!!!! :frust: einfach auf Moclobemid umgestellt !!
Mir ging es hundsmiserabel :cry: sehr starke Angstzustände, Depressionen, schlimme Suizidgedanken, konnte nicht Schlafen.....
Und. Tavor innerhalb von 5 Wochen von 5,0 mg Tavor auf 0 mg abgesetzt !!!
Und: Tilidin von 150 mg auf 0 mg abgesetzt
Es war die Hölle....und ich wurde so entlassen!!! Zu Hause konnte ich nicht sein, wohnte wieder bei meinen Eltern ;-(
Moclobemid in 3 Wochen abständen und 10 % wieder abgesetzt.....


Habe einen neuen Arzt gefunden, der mir beim Absetzen hilft!
Medikamente aktuell;
(will alle Medikamente absetzen)
Quetiapin 0-0-400 mg

Escitalopram aktuell noch 3 Tropfen (von 10mg -1 Tropfen entspricht 1mg)
2 Tropfen - 01.08.2018
1 Tropfen - 22.08.2018
0 Tropfen - 27.08.2018


Tavor; von 7,5 mg
bin beim Absetzen
seit September 2017
...21.04.2018 - noch 2,5 mg
13.05.2018 -noch 2,0 mg
24.06.2018 -noch 1,75 mg
15.07.2018 -noch 1,5 mg
13.08.2018 -noch 1,25 mg
31.08.2018 -noch 1,0 mg
11.09.2018 wieder 0,25 mg angesetzt - vom Arzt empfohlen, da wieder massive Angstzustände und vermehrt Alpträume :cry: depressiv, schlapp. kraftlos, schaffe kaum mehr was
11.09.2018 -noch 1,25 mg jetzt wieder langsam......

LenaLena
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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von LenaLena » Samstag, 15.09.18, 20:44

Liebe Jamie,

ganz toller Vortrag, strukturiert und informativ, danke für deinen Einsatz!!! :)

LG Lena
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JamieGiraffe
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Zu rasches Reduzieren (5 Monate), Entzug auf Null seit August 2017

Mir hilft: Omega 3, Vitamin D, histaminarme Ernährung, Passionsblumentropfen + Gaba
Mein Thread: viewtopic.php?t=14041

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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Katzi2000 » Sonntag, 16.09.18, 20:08

Liebe Jamie,

Es ist wichtig, dass viele Menschen über die Folgen von Antidepressiva aufgeklärt werden.

Du hast dir sehr viel Mühe gegeben und hast sogar trotz Krankheit den Vortrag durchgezogen.

Du setzt dich für alle hier im Forum so sehr ein!

Vielen Dank für deinen Einsatz!

Liebe Grüße von Katzi 2000 😻
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Giraffe
ab Februar 17 bis April 17 : Mirtazapin 7,5 bzw 3,75 mg 1. Hörsturz, wegen Tinnitus sporadisch eingenommen
ab Februar 17 versch. Blutdruckmittel ausprobiert, Namen weiß ich nicht mehr alle
ab Juni 17 Enalapril, abgesetzt wegen Husten, danach Amlodipin u. Torasemid
August17 : wieder Mirtazapin 7,5 bzw. 3,75 mg wegen 2. Hörsturz sporadisch eingenommen
Sept. 17: Blutdruckkrise: Amlodipin, Moxonidin, Telmisartan mit HTC, Torasemid
15. Okt. 17: auf 7,5 mg Mirtazapin (oder Blutdruckmittel) mit Stechen, Brennen, Kribbeln auf Kopfhaut reagiert,
10 Tage vom Schiffsarzt Tavor nach Bedarf ca. 2 x 1 halbe am Tag, wusste nicht was das für schlimmes Zeug war 😣
Ende Oktober 17: Ambulanz KH, Diagnose Polyneupathie im Kopf! !!!
sollte Gabapentin 100 nehmen, hab ich aber nur 3 Kapseln genommen, sollte später erhöht werden
CT v. Kopf: alles ok, Lumbalpunktion: soweit alles ok, leichte Blut-Hirn-Schranken-Störung
Nov. 17: im KH für 3 Tage, wollte die vielen Blutdruckmittel absetzen, da ich dachte, Kopfweh käme von denen
Nov. 17: beim Neurologen: sollte Sertralin 50 nehmen, nahm 2 Abende 25mg, träumte fürchterlich, Bluthochdruck
Nov. 17: Hausarzt mahnte mich, endlich was zu nehmen, entschied mich für Mirtazapin, leider :x
Dez. 17: beim Orthopäden u. MRT der HWS, wegen Einschlafen der Hände, aber ohne Befund,
Dez. 17: beim Psycholigen: gab mir Amtriptylin 50, nahm 2 Abende eine Viertel, also 12,5 mg, bekam kribbeln in Mund, Zunge,Zähne,Zäpfchen vibrierten eine Woche lang
Jan 18: beschloss Mirtazapin von 7.5 auf 3,75 mg zu reduzieren, weil ich immer nach der Einnahme fürchterliches Kopfweh bekam. Auch nachts, wenn ich aufstand.
Absetzsymptome: Zittern der Beine, Gleichgewichtsstörung, Kribbeln in den Füßen, Zucken des linken Auges, gelegentlich Einschlafen der Hände. Geschwollenes Gesicht, alles gegeben, bis auf Kribbeln in Füßen ab und zu
Feb. 18: MRT v. Kopf: 2 kleine Menigiome, die ich schon länger habe, aber nicht gewachsen sind
ab 5.4.18: auf 0
jetzige Einnahme: morgens u. abends 80 mg Valsartan und morgens 100 mg Jod (habe Knoten in der Schilddrüse)
Ende April 18: Verdacht auf Gürtelrose am Kopf, Medikamente 7 Tage genommen u. Tillin
Heute bin ich der Meinung, es war exzem v. Absetzen
5.7.18 : Blutergebnisse alle in Ordnung
Absetzsymptome: Appetitlosigkeit, selten Einschlafen der Hände, 5 mal Durchfall in dieser Zeit, nächtliche Schweißausbrüche und Herzrasen, Benommenheit, Tränen der Augen anfangs, jetzt nicht mehr, Kribbeln im Mund, Mundtrockenheit, Schwere Arme u. Beine manchmal, Zittern der Muskeln in den Beinen im Bett, Kraftlosigkeit, pulsierendes Rasseln im Kopf, Kopfweh wieder, nächtliches Aufwachen 2-3-mal,innere Unruhe +Stromgefühl, spürbar am ganzen Körper, Kribbeln in Füßen, Rücken, Arme, Hände manchmal, momentan: erhöhter Blutdruck u. Puls, blaue Flecken am Bein, Gefühl geschwollene Beine ,Arme u. Gesicht, Kopfweh, oft nachts auf Toilette, erhöhter Stuhldrang, vermehrter Speichel, pieksen auf der Haut.
30.7.18 0,5 mg Mirtazapin direkt ruhiger, tagsüber zittrig ganzer Körper, Nervenschmerzen in den Beine
05.08.18 0,1 mg Mirtazapin, nächster Tag wieder extreme Unruhe
Danach nichts mehr eingenommen
August 18 Schilddrüse okay
Ab September 18 wieder schlimmer

Seit Mitte Juli 18 Omega 3 1000
Seit 23. Juli 18 kytta sedativum
Seit September 18 Lioran , Passionsblume ausprobiert gegen die Unruhe

Anna10
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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Anna10 » Mittwoch, 19.09.18, 5:52

Liebe Jamie!
Nun endlich komme ich auch dazu, eine Rückmeldung zur Tagung in Herford zu geben. Es ist mir längst ein Bedürfnis, leider macht mir mein gesundheitlicher Zustand einen Strich durch die Rechnung und es fällt mir unsagbar schwer, meine Gedanken hier festzuhalten. Ich würde gerne ausführlicher berichten...Kopf und Alltag lassen es leider nicht zu.

Ich bin die unbekannte ADFDlerin, die dich am Ende der Veranstaltung angesprochen hat. :)

Ich hoffe, es geht dir inzwischen deutlich besser. Ich habe mir an dem Tag noch echt Sorgen gemacht und dir ganz dolle gewünscht, daß du die Rückreise gut überstehst. Leider war es uns aus den Rahmenbedingungen heraus nur möglich smaltalk zu halten (du am gesundheitlichen Limit und ich unter Zeitdruck, da ich schleunigst zurückreisen mußte, um meine Tochter zu versorgen). Trotzdem hat es mich unheimlich gefreut, die unermüdlich aktive und hilfsbereite junge Frau hinter der sehr angenehmen Stimme, die ich aus dem Forum schon kenne, persönlich kurz kennenlernen zu dürfen!

An dieser Stelle ersteinmal meine Hochachtung für deine Kraft, trotz klar erkennbarer gesundheitlicher Angeschlagenheit dieses tolle Referat zu halten! Vielen Dank dafür!

Ich bin über den Verein Depression-Heute auf die Veranstaltung gestoßen, suche aus meiner persönlichen verzweifelten Entzugsgeschichte heraus immer wieder nach Unterstützung in alle Richtungen. Den Platz für die Teilnahme habe ich erst sehr kurzfristig bekommen, da die Veranstaltung schon ausgebucht war. Von der VHS Herford wurde mir im Vorfeld ein Internetstream angeboten, der aber wegen mangelndem Interesse nicht zustande kam...Glücklicherweise wurde mir dann einen Tag vorher noch eine Restkarte angeboten, die ich voller Vorfreude dankend angenommen habe, obwohl ich mir wegen anhaltender starker Entzugssymptomatik nicht sicher war, ob ich den für mich sehr stressigen Organisations- und Anreisestress gut vertragen würde...

Erstaunlicherweise hat sich der Tag für mich zu einem sehr intensiven und angenehmen Fenster entwickelt...habe für mich mal wieder erfahren können, wie sich das normale Leben anfühlt, inmitten von Menschen und auch getragen von diesen...ich glaube, das war das Besondere an dieser Erfahrung...Wir haben uns alle dort auf Augenhöhe begegnet, die Problematik und uns gegenseitig ernst genommen...ich habe mich durch die Referate, Beiträge und Diskussionen ernstgenommen und verstanden und in gewisserweise in eine Gemeinschaft aufgenommen gefühlt...raus aus der Isolation und dem Gefangensein im Entzug...dies alles hat wirklich ein Hochgefühl in mir ausgelöst... Hurra, es gibt ja noch Leben in mir! Ich bin sehr zufrieden nachhause gefahren und konnte von dem Erlebten noch eine Weile zehren...

Was ich besonders gut und wichtig fand, war der öffentliche Rahmen, in dem die Diskussion geführt wurde....Betroffene, Ärzte, Therapeuten, Sozialarbeiter und Interessierte, die das Thema ernst nehmen und gemeinsam Aufklärung und Abhilfe schaffen wollen....Es ist so wertvoll!

Soweit erstmal von mir.

Herzlichen Dank und alles Gute nochmal für Dich liebe Jamie und herzliche Grüße und Kraftpakete :group: an alle Foris!


Anna (Beate)
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Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit b. Einschleichen,
... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 wg Wochenbettdepression Einstellg. auf Sertralin, da bzgl. Stillen nach verschied. Abwägungen Mittel der Wahl...langer symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung des Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

2/2013 Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit div. Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guter Erfolgserfahrungen wieder Sertralin 50 mg....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme

Mitte/Ende 2016 allmähl.Reduktion auf 25 mg...Psyche gut, rückblickend verschied. Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder auf Grunderkrankung...meine Wahrnehmung anders
8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung ausschleichen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...Nach einer Woche Einnahme alle Medis weggelassen

Sept./17 Symptomverschlechterung, starke Rückenbeschwerde/Krankschreibung

Nov/17 Scharlachinfektion/Antibiotikaeinnahme...danach psychisch schwarzes Loch und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis

Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Symptomverschlechterung, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung auf 1,5 mg Sertralin
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
zurück auf 1 mg Sertralin
13.1. Verschlechterung der Symptome, Panikattacke, ganze Nacht Unruhe, stündliches Erwachen mit Herzrasen pp, starkes Gefühl von Wirbelblockaden, endzündl. Muskelschmerz
15.1. Hausarztbesuch; 1 Wo AU
16.1. Chiropraktiker...danach Beruhigung, verschied. kleine wechselnde Symptome, aushaltbar
17.1. weiterhin 1,0 mg Sertralin
20.1.Erhöhung der Dosis auf 1,2mg, Mönchspfeffer, Neurexan (Symptome Schwindel, Scharlachinfekt Nachtschweiß, Durchfälle, Kopfschmerzen, Alpträume
2/18 Stresstrigger....Krisengespräch bei der Arbeit...Symptomverschlechterung, Schlafstörung, Unruhe Konzentrationsstörungen; Panikattacken
Wellen-Fenster wechseln ab
06.03.18 1,3 mg Sertralin weiter wechselnde Symptome, zusätzlich Kurkuma, Omega 3, Mönchspfeffer
12.03.18 1,2mg Sertralin Wellen/Fenster
26.03.18 1,1mg Sertralin Symptomverstärkung, vermehrt Neuroemotionen, Schlafstörungen, Unruhe, Angst
Wellen und Fenster wechseln sich ab, weiterhin starke Neuroemotionen im Vordergrund, Schlaf und körperliche Sympmptome eher erträglich

6/18 Heilpraktiker aufgesucht, jetzt zusätzl. begleitend Mutaflor, psychoenergetische Tropfen

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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Reiner Ott » Mittwoch, 19.09.18, 14:43

Anna10 hat geschrieben:
Mittwoch, 19.09.18, 5:52
Von der VHS Herford wurde mir im Vorfeld ein Internetstream angeboten, der aber wegen mangelndem Interesse nicht zustande kam...
Hallo liebe Anne (Beate),

Danke für deine Rückmeldung zu der Tagung.

Bin jetzt gerade sehr irritiert, uns als Referenten wurde zugesagt, das ganze wird aufgezeichnet und uns später als Downloadlink zur Verfügung gestellt. Vielleicht verwechsle ich gerade auch etwas, auf jeden fall werde ich den Veranstalter jetzt gleich noch einmal anschreiben. Denn eine Videokamera hat die ganze Zeit auf der Linken Seite vom Saal gestanden und aufs Podium gezeigt.


Für alle anderen, mein Tagungsbericht ist inzwischen auch als Gastbeitrag bei Depression-Heute.de gelandet und kann hier nachgelesen werden: https://www.depression-heute.de/blog/ga ... rford-2018

lg Reiner
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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 20.09.18, 11:37

Hallo Reiner,

ich vermute es ging um einen Internet-Livestream, der nicht zustande kam.
Das schließt ja nicht aus, dass es nicht trotzdem gefilmt wurde und später als Video zur Verfügung steht.
Aber vielleicht weiß Anna10 dazu noch etwas.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Anna10 » Freitag, 21.09.18, 14:06

Hallo Reiner!

Ich denke auch, dass es der Livestream war, der nicht zustande gekommen ist, dafür war wohl für die wenigen Angemeldeten der Aufwand zu groß.

Daß gefilmt wurde, habe ich auch gesehen und auch mitbekommen, dass die Referate und Beiträge allen Teilnehmern, sofern die Referenten einverstanden sind, über die VHS Herford zur Verfügung gestellt werden sollen.

Ich werde da auch noch einmal nachfragen.

Liebe Grüße

Beate
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Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit b. Einschleichen,
... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 wg Wochenbettdepression Einstellg. auf Sertralin, da bzgl. Stillen nach verschied. Abwägungen Mittel der Wahl...langer symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung des Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

2/2013 Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit div. Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guter Erfolgserfahrungen wieder Sertralin 50 mg....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme

Mitte/Ende 2016 allmähl.Reduktion auf 25 mg...Psyche gut, rückblickend verschied. Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder auf Grunderkrankung...meine Wahrnehmung anders
8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung ausschleichen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...Nach einer Woche Einnahme alle Medis weggelassen

Sept./17 Symptomverschlechterung, starke Rückenbeschwerde/Krankschreibung

Nov/17 Scharlachinfektion/Antibiotikaeinnahme...danach psychisch schwarzes Loch und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis

Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Symptomverschlechterung, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung auf 1,5 mg Sertralin
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
zurück auf 1 mg Sertralin
13.1. Verschlechterung der Symptome, Panikattacke, ganze Nacht Unruhe, stündliches Erwachen mit Herzrasen pp, starkes Gefühl von Wirbelblockaden, endzündl. Muskelschmerz
15.1. Hausarztbesuch; 1 Wo AU
16.1. Chiropraktiker...danach Beruhigung, verschied. kleine wechselnde Symptome, aushaltbar
17.1. weiterhin 1,0 mg Sertralin
20.1.Erhöhung der Dosis auf 1,2mg, Mönchspfeffer, Neurexan (Symptome Schwindel, Scharlachinfekt Nachtschweiß, Durchfälle, Kopfschmerzen, Alpträume
2/18 Stresstrigger....Krisengespräch bei der Arbeit...Symptomverschlechterung, Schlafstörung, Unruhe Konzentrationsstörungen; Panikattacken
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12.03.18 1,2mg Sertralin Wellen/Fenster
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Reiner Ott
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Re: Das ADFD in Herford: Eine Nachlese / Tagungsbericht Herford 6.9.18 Wege aus der Depression: Antidepressiva absetzen

Beitrag von Reiner Ott » Freitag, 21.09.18, 19:12

Hi allerseits,

Habe einen Eintrag auf der Webseite der VHS Herford gefunden inkl meinen Tagungsbericht verlinkt.

https://vhsimkreisherford.de/aktuelles/ ... c4f1bd64ce

Beim Wochenblatt "Wochenblatt für Landwirtschaft & Landleben" aus Herford wo uns ja versucht hatte zu interviewen ist nichts zu finden. Die gute Frau hat sich auch nicht mehr bei mir gemeldet. :-(


Sehe, wir müssen an dem Thema dran bleiben und werde versuchen, sowas ähnliches hier in Hamburg auf die Beine zu stellen.


lg Reiner
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