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Wellen und Fenster im Entzug - James Heaney

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Wellen und Fenster im Entzug - James Heaney

Beitrag von LenaLena » Montag, 17.09.18, 12:31

Liebes Forum,

eine andere Betroffene hat den Artikel "Waves and windows in SSRI withdrawal" von James Heaney übersetzt. Soweit ich gesehen habe, gibt es diesen Artikel noch nicht hier als Übersetzung, daher stellen wir ihn euch zur Verfügung:

Original: https://npanth.wordpress.com/2013/01/31 ... ithdrawal/

Wellen und Fenster im Entzug

Das Absetzen eines Antidepressivums kann sehr schwierig sein. Wenn ein Arzt zb einen gebrochenen Knochen behandelt, gibt es seit langem etablierte Behandlungen in der Genesung. Beim Absetzen vom SSRI ist das anders. Jeder Fall scheint einzigartig zu sein, mit unterschiedlicher Länge und Schwere der Symptome. Einer der frustrierenden Teile des Entzugs ist die Art und Weise, wie Symptome im Laufe der Zeit schwanken. Leute nennen sie Wellen und Fenster. Das Absetzen ist Schwerstarbeit. Es scheint keine Atempause von den Symptomen zu geben. Nach einiger Zeit, die von Person zu Person variiert, beginnen sich die Symptome in Zyklen aufzulösen. Es gibt Zeiten, in denen die Symptome nicht so schlimm sind, und andere Zeiten, in denen man sie kaum aushält. Es gibt kein einheitliches Muster. Einige Patienten stellen fest, dass sie konstante Symptome haben, die langsam verschwinden. Das Wellen / Fenster-Muster scheint jedoch die Mehrheit zu betreffen.

Wellen beschreiben Zeiten, in denen die Symptome schwerer sind. Symptome können körperlich oder emotional sein. Es fühlt sich an wie krank zu werden. Wenn du dich erkältest, spürst du kleine Veränderungen, die die Krankheit ankündigen. Eine Halsentzündung oder Kopfschmerzen, dann beginnen die vollen Symptome der Erkältung in ein oder zwei Tagen. Eine Welle hat ähnliche Vorläufer. Normalerweise sind körperliche Symptome das erste Anzeichen dafür, dass eine Welle kommt. Ein steifer Nacken, Kopfschmerzen und Schwindel sind einige der Symptome. Ein oder zwei Tage später kommen die emotionalen Symptome dazu. Diese Symptome umfassen obsessive oder zwanghafte Gedanken, Depression oder Angstzustände. Es kann hilfreich sein, Wellen in verschiedene Teile zu brechen. Zu wissen, was einen erwartet und was als nächstes folgt, kann den gesamten Prozess einfacher werden lassen. Der Grund dafür, dass wir den Zyklus einer Erkältung so gut kennen, ist, dass wir sie in unserem ganzen Leben ausgehalten haben. Wir sind uns der subtilen Veränderungen in unseren Körpern bewusst, die uns sagen, dass wir krank werden. Auf die gleiche Weise braucht es einige Erfahrung, bevor du die einzelnen Teile der Welle voneinander trennen kannst. Es braucht noch mehr Zeit, um mit jedem Teil einer Welle umzugehen.

Körperliche Symptome einer Welle sind schwer zu mildern. Es gibt nicht viel, was du gegen allgemeine Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen oder Schwindel tun kannst. Du kannst Analgetika wie Aspirin oder Ibuprofen versuchen, aber diese Schmerzen sind ziemlich resistent gegen diese Art von Schmerzmitteln. Schwindel ist ebenfalls schwer zu behandeln. Schwindel vom Absetzen bekommt man nicht nur, wenn du aufstehst oder dich herumdrehst. Es ist schwer zu glauben, dass du dich schwindlig fühlen kannst, wenn du dich hinlegst, aber das passiert während des Entzuges. Versuche so ruhig wie möglich zu bleiben, bis es besser wird. Versuche die körperlichen Symptome als Zeichen dafür zu nutzen.

Leider gibt es keine Möglichkeit, die emotionalen Symptome einer Welle zu vermeiden. Es gibt keine Möglichkeit, "es aufzusaugen und darüber hinwegzukommen". Die Angst, Depression und Obsessionen einer Welle sind genauso real wie der Bildschirm vor dir. Die Tatsache, dass unser rationaler Verstand erkennen würde, dass es alles nicht real oder übertrieben ist, bedeutet nicht viel, wenn man diese Symptome erlebt. Das ist die Essenz einer Welle. Sie ist nicht rational. Obsessive Gedanken können sich auf fast alles Mögliche beziehen, von gutartig bis surreal. Im normalen Denken ist das gesamte Spektrum der Emotionen direkt unter der Oberfläche. Wenn du im Verkehr von einem anderen Auto geschnitten wirst, hast du mehrere Möglichkeiten. Du kannst es ignorieren, verbal oder visuell kommentieren, beschleunigen, verlangsamen, rammen etc.

Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, psychotische Gedanken zu unterdrücken, dass wir nicht einmal erkennen, dass die Idee, das andere Auto zu rammen, nicht in unserem bewussten Verstand aufstieg. Im Entzug gewinnen jene Gedanken, die normalerweise sofort unterdrückt werden, in unserem Bewusstsein das gleiche Gewicht wie sozial akzeptable Gedanken. Die einzige Möglichkeit, die emotionalen Symptome einer Welle abzuschwächen, besteht darin, sich des Unterschieds zwischen normalem Denken und der unnatürlichen Kraft bewusst zu sein, die das irrationale Denken in einer Welle hat. Es ist sehr schwer herauszufinden, welche Gedanken deine normalen Reaktionen sind und welche durch die Welle verursacht werden. Sie mischen sich chaotisch zusammen. Das macht aber deine Reaktionen auf ein Fenster genauso wichtig wie deine Reaktionen auf eine Welle.

Fenster sind Zeiten, in denen die Symptome nicht mehr so ausgeprägt sind wie zuvor. Zuerst fühlt es sich an, als ob es vorbei ist ... du hast den Entzug geschlagen, du bist frei. Das ist der grausame Witz des SSRI-Entzugs. Fenster und Wellen sind miteinander verflochten. Der Weg, den die meisten Menschen zurücklegen, ist, dass die Fenster länger, immer länger werden und die Wellen kürzer. Ein Fenster ist mehr als nur ein Urlaub von den Symptomen. Es ist eine große Erleichterung, dass ich mich endlich gut fühle. Genieße die guten Zeiten im Entzug, denn darauf musst du dich in der Genesung freuen. Fenster sind eine Gelegenheit, sich auf die nächste Welle vorzubereiten, besser mit ihnen umzugehen.

Versuch, darauf zu achten, wie du dich fühlst. Beobachte die Art, wie du denkst (da wären wir bei der Achtsamkeit) und wie du auf Dinge reagierst. Versuche zu erkennen, wie du automatisch Antworten und Gedanken auswählst. Emotional gesehen ist ein Fenster die Rückkehr zur normalen Art, Gedanken zu analysieren.

Anstatt zuzulassen, dass alle negativen Gedanken in deinem Bewusstsein aufsteigen, merkst du es automatisch und lässt sie nicht zu.
Wenn man während eines Fensters auf diesen Prozess achtet, wird es leichter, dies während der nächsten Welle anzuwenden.

Es ist diese Achtsamkeit, die du während der nächsten Welle brauchst. Nach einer Weile wirst du Gedanken, die nicht deinem Charakter entsprechen, bewusst ablehnen können.
Entzug ist ein Prozess des Abwechselns von guten und schlechten Zeiten. Je mehr du das Schlechte mit Achtsamkeit mildern kannst, desto kürzer werden die Wellen. Unsere Köpfe arbeiten oft in Feedback-Schleifen. Ein Gedanke führt durch Assoziation zu einem anderen und schafft das Muster unseres Geistes. Achtsamkeit erlaubt uns, das Muster bis zu einem gewissen Grad zu formen. Je mehr du erkennen kannst, dass ein schädlicher Gedanke nur Teil einer Welle ist und nicht ein normaler Teil deines normalen Geistes, desto schneller gelangst du zum nächsten Fenster. Letztendlich wird das letzte Fenster Wirklichkeit und die nächste Welle kommt nie mehr. Die Achtsamkeit, die du entwickelt hast, um dorthin zu gelangen, wird jedoch bestehen bleiben.

:)
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Re: Wellen und Fenster im Entzug - James Heaney

Beitrag von Elzoline » Sonntag, 23.09.18, 12:58

Hallo... Ich finde mich in dieser Beschreibung sehr wieder. Ich hatte offenbar meine erste Welle und das Fenster öffnet sich gerade. Jetzt kann ich damit zukünftig hoffentlich besser umgehen. Ich sorge für Ruhe und versuche nicht allein zu sein... Als Single nicht so einfach, aber die Familie fängt mich auf. Für mich am schlimmsten sind die Emotionen. Außerdem habe ich das Gefühl in meinem Kopf ist Stau.. Als wenn er vor Emotionen kurz vorm platzen ist... Ich kann das schlecht beschreiben. Es ist super unangenehm. Dann folgt Krankheitsgefühl, frieren und am nächsten Tag unendliche Müdigkeit.
Ich bin echt glücklich hier so viele, hilfreiche Einträge zu finden.
Das macht Mut und gibt Kraft!
Liebe Grüße Elzoline
Depressionen seit 2007und generalisierte Angststörung seit 2010. Escitalopram 15mg seit 2010.
Reduzierung Escitalopram auf 10mg 2017. Nebenwirkungen für ca. 5 Wochen
Weitere Reduzierung auf 7,5 mg Ende Juni 2018. Nebenwirkungen ca. 5Wochen. Weitere Reduzierung 11.8.2018 auf 5mg.... seit dem Absetzungserscheinungen. Besserung nach 6Wochen aber immernoch Probleme insbesondere mit Stimmungsschwankungen, leichte Angstzustände, Herzrasen am Morgen. Derzeit außerdem Kopfdruck, Müdigkeit, zittrig, wenig Appetit.
Seit Juni 12 Pfund abgenommen

Zur Zeit (25.9.18) weniger bis kein Herzstolpern /Herzklopfen. Nehme seit 3 Tagen 300mg Magnesium Abends... Schlafe viel besser. Immernoch Kopfdruck, wackelige Beine, Gefühl eine Erkältung zu bekommen. Kribbeln und Kälteschauer an Armen und Rücken für einige Minuten. Symptome schwächen sich ab ca 14:00 Uhr ab. Sport nicht möglich.

Stand 4.11.18
Ich will es nicht beschreien, aber ich glaube mit dem Schlimmsten bin ich durch. Derzeit habe ich Probleme mit Verspannungen... Und ich habe das Gefühl, dass meine Augen schlechter geworden sind. Der Schwindel ist weg. Psychisch bin ich stabil.

12.11.18

Seit vier Tagen morgens leichte Angstzustände gleich nach dem Aufwachen. Außerdem weinerlich und grüblerisch. Vermute PMS, da seit heute meine Regel da ist und ich die letzten Tage starke Unterleibschmerzen hatte. Deswegen jetzt auf Mönchspfeffer zurückgegriffen. Hatte Magnesium weggelassen, dann ging das Herzstolpern wieder los.

18.11.18
Rückenschmerzen gehen endlich weg. Heute wieder vermehrt Zaps und Druck auf dem Kopf. Geräuschempfindlich. Die letzten Tage zeitweilig Anflüge von Angstzuständen. Schlafen geht gut, allerdings nach dem Aufwachen sehr angespannt.
Vitamin D abgesetzt, da es mich total hibbelig gemacht hat. Mönchspfeffer auch gelassen. Versuche alles auf 5mg Cipralex und hin und wieder Magnesium zu beschränken. Gestern ein Glas Wein getrunken... Ging gar nicht

08.12.18
Seit 10 Tagen relativ stabil. Herzstolpern ist sehr viel besser, Schlaf gut. Innere Unruhe manchmal und leichte Depersonalisierung. Leichte Angstzustände besonders morgens. Zaps sind massiv zurückgegangen. PMS vor der Periode erheblich besser. :party2:

Medikation: Cipralex 5mg :party2:
Vitamin D 1600i.e
Magnesium auf Bedarf bei Herzstolpern
Omega 3/1000mg

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Re: Wellen und Fenster im Entzug - James Heaney

Beitrag von LenaLena » Sonntag, 23.09.18, 14:47

Hi Elzoline,

das kenne ich alles, was du beschreibst, ja. Wobei sich bei mir schon viel gebessert und geändert hat, ich bin ja seit über einem Jahr auf Null. Und man lernt auch, mit den Wellen und Symptomen umzugehen, was alles ein wenig leichter macht! Wie oben so schön beschrieben.
Schön, dass sich ein Fenster öffnet :) Gib nie auf!

LG Lena
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Re: Wellen und Fenster im Entzug - James Heaney

Beitrag von Snosa » Sonntag, 04.11.18, 22:04

Ja, darin finde ich mich wieder! Genau so!
Wellen und Fenster.

Mittlerweile ist es nun fast ZWEI Jahre her, als ich das AD innerhalb von ca. 3-4 Wochen abgesetzt hatte (leider wusste ich damals noch nix von diesem Forum und wusste es nicht besser). :?

Es war sehr sehr schwer und auch heftig das erste Jahr nach diesem Absetzen. Eine langsame Besserung trat erst dieses Jahr ein.
Anfangs verstand ich nicht, warum es Tage gab an denen es mir beinahe sehr gut ging und plötzlich (als wenn jemand einen Knopf drückt) wieder richtig schlecht... Bis ich hier von den sogenannten Fenster u. Wellen gelesen hatte.

Ja, die Fenster werden länger! Und ich durfte seit Jahren sogar in solch Fenster ZUVERSICHT u. HOFFNUNG u. FREUDE spüren! :roll: ...dafür waren die Wellen wie Abstürze, in denen ich wieder Angst und Hoffnungslosigkeit erlebe. Angst, dass ich nie wieder ganz gesund werde. :cry:

Aber inzwischen ist es tatsächlich so, dass ich WEIß, dass es diese FENSTER u. WELLEN gibt und ich mich etwas geduldiger und mitfühlender mir selbst gegenüber erlebe. <3

Vielen Dank für den Text!

Liebe Grüße
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Bin 43, 3 Kinder (19, 9 u. 4)
2003 erstmals mittelschwere Depression diagnostiziert
Tagesklinikaufenthalt
2004 - 2006 Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
2003 - 2008 Antidepressiva TREVILOR (v. Psychologen/Psychiater d. Tagesklinik bekommen - Dosis weiß ich nicht mehr) mit Unterbrechungen (1 Absetzversuch kalt in Eigenregie u. Absetzen wegen Schwangerschaft)
2010 Venlafaxin v. Hausärztin weil depressiv u. erneute Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
2013 Venlafaxin abgesetzt wegen Schwangerschaft
2014 nach Geburt Medikament Betablocker wegen zu hohen Blutdruck ... wurde wieder depressiv (oder waren es Entzugserscheinungen und/oder Nebenwirkungen d. Betablockers?) ...immer mehr ...Hausärztin verschrieb wieder Venlafaxin
Depressivität nahm stetig zu inclusive vieler Beschwerden. ...bis hin zur akuten Suizidgefahr 04/2015
Zum Glück hatte ich einen "lichten" Moment wo ich meine "alte" Psychotherapeutin anrief und ich sofort zu ihr konnte...Überweisung in Psychatrie...
09/2015 Tagesklinik - Dosiserhöhung Venlafaxin auf 125mg u. weiter Betablocker
Diagnose: Dysthymie mittelschwere Episode
2016 psychosomatische REHA - weiter Venlafaxin u. Betablocker
Depressivität u. Beschwerden wurden nicht besser
10/2016 eigenständiges Absetzen Betablocker
11/2016 eigenständiges Absetzen Venlafaxin innerhalb v. 3-4 Wochen
Beides ohne Rücksprache eines Arztes, weil meine Beschwerden KEINEN Arzt wirklich interesierten.
Da ich leider damals NICHTS davon gehört (lediglich geahnt) hatte, WAS Antidepressiva eigentlich anrichten können u. das sogar langfristige Entzugserscheinungen auftreten können, und man ab besten MONATELANG ausschleichen sollte...habe ich dieses AD innerhalb von ca. 3 - 4 Wochen ausgeschlichen.
Mir ging es mit absetzen des AD u. Betablocker "gut". D. h. meine Depressivität besserte sich etwas und auch einige krasse Beschwerden gingen weg. Dafür kamen andere Beschwerden - körperlich.
Bin seit 02/2017 in Psychotherapie (tiefenpsychologisch)
Beschwerden bis heute:
- leichte Depressivität (eigenes Empfinden)
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- sehr starke Leistungsminderung
- sehr geringe Belastbarkeit (körperlich u. psychisch)
Intensität dieser Beschwerden verstärken sich, je höher die körperliche u. psychische Belastung
- Schwellungen (Ödeme???) an Handgelenkaußenseiten
- Schmerzen Handgelenke mit u. ohne Belastung
- Muskelschmerzen beide Oberschenkel
- unruhige Beine in Ruhezustand (vorzugsweise Nachts)
- leichte bis starke Rückenschmerzen
- Hals-/ Nacken-/ Schulterschmerzen
- Ganzkörperschmerzen (brennen)
...
aufgeführte Schmerzen variieren von Tag zu Tag und ist immer unterschiedlich
Bin seit 06/2017 ununterbrochen AU.
Lehne seit Ende 2016 vehement AD ab!!!

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Re: Wellen und Fenster im Entzug - James Heaney

Beitrag von LenaLena » Montag, 05.11.18, 15:08

Hallo Snosa,

seeehr schöne Worte, vielen Dank <3 und es ist auch ermutigend für mich , dass es wohl irgendwann in diesem Jahr (mein 2. Jahr) aufwärts gehen wird :)

Ich zweifle auch kein bisschen daran, dass wir wieder völlig gesund werden, wenn wir nur durchhalten.

Liebe Grüße
Lena
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