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Magen-Darmschmerzen beim Entzug

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
Antworten
Markus Huefner
Beiträge: 79
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Magen-Darmschmerzen beim Entzug

Beitrag von Markus Huefner » Donnerstag, 27.09.18, 9:49

Hallo,

ich bekomme bei der geringsten Reduzierung von Paroxetin spätenstens nach 3 Tagen durchgehend anhaltende Bauchschmerzen unterhalb des Bauchnabels (Dünndarm). Die Schmerzen sind mittelstark, ein konstanter bleibender Schmerz. Ich achte extrem auf meine Nahrung, trotzdem bleiben die Schmerzen und machen mich fertig. Kennt jemand diese Schmerzen, was tut Ihr dagegen und wie lange halten sie an? Mein Psychiater sagte mir, ich sollte erst weiter reduzieren, wenn die Schmerzen weg sind. Ich habe es drei Wochen durchgehalten, die Reduzierung war von 60 auf 59mg Paroxetin. Nun bin ich wieder auf 60mg rauf und die Schmerzen halten trotzdem an. ich weiß nicht mehr, was ich essen soll, schlafe kaum, das einzige was etwas hilft sind Wärme und Buscopan Plus, davon habe ich schon so viel genommen, über Monate täglich und inzwischen hat sich wohl auch ein Schmerzgedächtnis gebildet. Daher werde ich eine Schmerztherapie auf Basis von Hypnose und EMDR bei meinem Therapeuten beginnen.

Eine Stuhluntersuchung ergab eine massiv beschädigte Darmflora durch das Paroxetin. Zur Darmsanierung nehme ich:
Synerga: Inhaltsstoffe Escherichia coli, Glukose, Laktose (Tests auf Fruktose-, Laktoseintoleranz waren negativ, allerdings weiß ich von dem Benzodiazepinentzug, dass sich solche Intoleranzen bilden können, ebenso wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die man aber nicht nachweisen kann)
Probiotik pur (weitere Stämme)
Folsäure, Vitamin B6, B12, D3

Was ich bisher probiert habe:

Wärmepflaster auf den Bauch kleben (nachts zum Schlafen), Ergebnis: Hautverbrennungen
Buscopan Plus
Fencheltee
Bewegung
Duspatal

Ich kann so nicht weiter machen. Womöglich gehen die Schmerzen nie weg, bei 1mg, ist es sinnvoll eher in größeren Schritten, also mit der 10% Regel zu reduzieren? Die Idee dahinter: Ich nehme 5-HTP und das hat mir bisher zumindest bei den Magen-Darm-Problemen geholfen und zusammen mit dem Synerga für eine normale Verdauung gesorgt, die davor gestört war von ständiger Verstopfung, Blähungen und Krämpfen. Seit dem letzten Entzugsversuch, hilft das aber auch nicht mehr. Ich kann also genauso gut weiter bei 59mg bleiben oder weiter reduzieren, ich habe das Gefühl, das ändert an den Schmerzen nichts mehr.

Heute wird meine Schilddrüse untersucht, da ich zwei kleine Knoten habe. Evtl. gibt es auch da einen Zusammenhang.

LG

Markus
Mein Name ist Markus Hüfner,

ich bin Autor, Blogger, Webdesigner und Künstler. In meinem Blog https://die-psychopharmaka-falle.de/ schreibe ich über meine Erfahrungen mit der Heilkraft der buddhistischen Psychologie beim Absetzen von Psychopharmaka . Ich gebe wertvolle Tipps und zeige einen erfolgreichen Weg aus der Psychopharmaka-Falle durch das A-B-S-Konzept. Hier erzähle ich meine Entzugsgeschichte.

Abonniere meinen Blog auf Facebook und verpasse keinen Beitrag mehr. Über ein "Gefällt mir" würde ich mich freuen. Facebook: https://www.facebook.com/psychopharmakafalle/

Bild

Achtsam sein, Beharrlich sein, Selbstmitfühlend sein
Raus aus der Psychopharmaka-Falle durch die Heilkraft der buddhistischen Psychologie

E-Mail: webautor@die-psychopharmaka-falle.de
Web: https://die-psychopharmaka-falle.de/

Psychopharmakahistorie:

seit 2009 60mg Paroxetin
2013 erster Entzugsversuch in einer Psychiatrie von 60 auf 40mg
seit dem Magen-Darm-Beschwerden, mit starken Krämpfen, Blähungen und Verdauungsproblemen
seit 2009 50mg Promethazin über Jahre reduziert auf heute 10mg
2011 traumatischer Tavorentzug in Klinik
2012 Rückfall und erneuter erfolgreicher Entzug
bis 2016 Tavor bei Beidarf
2016 zweiter Versuch Paroxetin abzusetzen mit einem Psychiater ambulant wieder von 60 auf 40mg
von einem Tag auf den anderen danach Reduzierung bis auf 20mg innerhalb 8 Wochen, dann extreme Suizidgedanken, Depressionen, Panik nur durch Tavor überlebt über Wochen langsam wieder mit dem Paroxetin hoch dadurch wieder abhängig von Benzodiazepinen
seit Sommer 2016 15mg Diazepam, weitere Versuche mit der 10% Methode Paroxetin abzusetzen
2017 neuer Psychiater der ein extremes Serotonin-Defizit im Darm nachgewiesen hat und dieses mit 5-HTP 900mg täglich behandelt, bisher erfolglos, letzte Bestimmung des Serotoninspiegels im Darm ergab keine Steigerung, weiterhin extremes Defizit.
09/2018 letzter Versuch Reduzierung um ein mg Paroxetin von 60mg auf 59mg für 3 Wochen, wegen extremer Entzugssymptome, starken Bauchschmerzen abgebrochen.
Seit dem 60mg Paroxetin, 10mg Promethazin, 15mg Diazepam, 900mg 5-HTP, Vitamin B-Komplex+Vitamin D3 (FolPlus), Synerga und probiotik pur (Darmbakterien), 10mg Pantoprazol, Buscopan Plus (Paracetamol) beinahe täglich gegen die Krämpfe und Bauchschmerzen.

Stud_psych
Beiträge: 60
Registriert: Donnerstag, 18.05.17, 16:32

Re: Magen-Darmschmerzen beim Entzug

Beitrag von Stud_psych » Donnerstag, 27.09.18, 12:26

Hallo Markus. Das tut mir leid zu hören Entzugssymptome können sehr gravierend und hartnäckig sein.

Ich selbst hatte eine Zeit lang Probleme mit der Verdauung. 3 Wochen lang ganz flüßigen Stuhlgang gehabt und nach dem Essen diese difusen Schmerzen in der Magengegend. Ich habe dagegen nichts unternommen. Ich habe nur drauf geachtet, dass ich keine belastende Nahrung zu mir nehme, sprich sehr fettreiches Essen usw.
Bei mir hat es sich nach der Zeit eingependelt.

Wie du berichtest kommt es vor, dass nach der Reduktion eine Aufdosierung keinen Erfolg mehr zeigt.

Ich hoffe, die anderen Mitglieder haben ein paar Tipps für dich. LG
Sommer 2012 20mg Citalopram
Herbst 2012 wechsel auf Escitalopram
Winter 2012 wechsel auf Duloxetin 60mg
2015 wechsel auf Venlafaxin 75mg, später aufdosiert auf 150 mg
Februar 2017 150 mg Venlafaxin
Bis Ende März auf 110mg runter
Bis April runter auf 75 mg

Mai- September jede 6-8 Wochen um 3-4 mg reduziert.
Oktober pause
Anfang November auf 42 mg (um 3 mg reduziert).
01.01 Reduzierung auf 39 mg
01.4 reduziert auf 36 mg
22.5 reduziert auf 27 (ausversehen)
23.5 aufdosiert auf 33 mg

padma
Team
Beiträge: 15385
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Re: Magen-Darmschmerzen beim Entzug

Beitrag von padma » Freitag, 28.09.18, 18:03

hallo Markus, :)

zu entzugsbedingten Magen - Darmproblemen haben wir hier einen thread https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=10875

Umgang mit körperliche Symptomen sind im Gesundheitsbereich untergebracht, ich werde deinen thread später dahin schieben.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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