Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Antworten
Sofia
Beiträge: 47
Registriert: Sonntag, 15.03.15, 21:11

Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Sofia » Samstag, 13.10.18, 12:41

Hallo zusammen,

ich habe nun seit gestern wieder etwas gestöbert im Forum, da ich, nachdem ich auf den Trichter kam, meine Reizdarmsymptome könnten mit dem Absetzen zusammenhängen, sehr zuversichtlich war und mich die Tatsache, möglicherweise eine Erklärung gefunden zu haben, positiv gestimmt hat.

Leider ist es so, dass einige Dinge, die ich hier gelesen habe, echte Trigger für mich sind. Ich glaube, zwei Mal habe ich jetzt von Inkontinenz gelesen, das ist seit Jahren eine meiner größten Ängste - sozusagen fast Hauptsymtpom der Angststörung. Während des Lesens schon bemerke ich, wie eine Panikwelle durch meinen Körper schwappt. Auch mein Bauch meldet sich.

Eben noch bin ich freudig in den Tag gestartet, jetzt bin ich wieder voll mit Angst, fühle mich schwer wie Blei und könnte heulen. Ich habe solche Angst. Und dann noch zu wissen, dass ein AD nicht mehr in Frage kommt, um meine Angst zu lindern, verstärkt die Angst. Und dann tröstet es mich auch nicht, dass ich ja dabei bin, das Venlafaxin auszuschleichen, weil genau das ja z. B. die Symptome, vor denen ich so Angst habe, auslösen kann.

Überall Angst, egal, aus welcher Perspektive. :(

Ich weiß nicht, was ich tun kann, damit es mir besser geht. Soll ich hier besser nicht mehr lesen? Oder das Positive, das ich hieraus ziehen kann, mitnehmen und die Trigger während des Lesens in Kauf nehmen? Ich weiß es nicht... :(
2004 erstmalig Verordnung eines Antidepressivums - Mirtazapin vom Hausarzt wg. depressiver Phase aufgrund von Liebeskummer und schwierigen Familienverhältnissen
2004 - ca. 2007: Mirtazapin 30mg
2005 Mitte des Jahres: einige Monate Sulpirid (zusätzlich zum Mirtazapin), danach entsprechend ärztlichem Rat von heute auf morgen abgesetzt;
2005 Ende des Jahres: erstmalig hypochondrische Angststörung
2007 - 2010 Venlafaxin 75 mg (zunächst zusätzlich zu Mirtazapin)
2007: Mirtazapin eigenmächtig abgesetzt, ohne Ausschleichen; Venlafaxin weitergenommen
2010: Venlafaxin abgesetzt in Begleitung einer Therapeutin/Ärztin: viel zu schnell, innerhalb weniger Wochen; starke Absetzsymptome
2011: Beginn mit Citalopram, da nervlich völlig am Ende;
2013 April: Citalopram abgesetzt mit Psychiater: viel zu schnell, innerhalb weniger Wochen; danach heftige Absetzsymptome; furchtbare Angst und Panik; Zwangsgedanken; nur noch geheult, völlig am Ende;
2013 September: Venlafaxin 37,5 mg, dann 75 mg: Heftige Erstverschlimmerung, dann langsam Besserung
2013 Oktober: Beginn Psychotherapie
2014 September: Beginn mit L-Thyroxin aufgrund Schilddrüsenunterfunktion

Ende März 2015: Venlafaxin 75 mg um 10 % reduziert,
Anfang Mai 2015: Venlafaxin weiter reduziert,
L-Thyroxin 100 - noch immer in der Einstellphase, Zieldosis noch unbekannt;
Fortlaufend Psychotherapie;

Juni 2015: Venlafaxin 50,625 mg
August 2015: Venlafaxin 45 mg
November 2015: Venlafaxin 41mg
Ende Dez. 2015: Venlafaxin 37 mg
Ende April 2016: Venlafaxin 33,75 mg
August 2016: Venlafaxin 30 mg
November 2016: Venlafaxin 28,56 mg
Februar 2017: Venlafaxin 26 mg
März 2017: Venlafaxin 23,5 mg
Mitte Mai 2017: Venlafaxin 20 mg
Anfag August 2017: Venlafaxin 18 mg

Seit September 2017 Reizdarmsymptomatik

Januar 2018: Venlafaxin 16,67 mg
März 2018: Venlafaxin 15,27 mg
Mai 2018: Venlafaxin 12,5 mg

Ende August 2018: Venlafaxin 10 mg; Reizdarmsymptomatik und damit einhergehend Ängste;

Ab 28.10.18:
8 % weniger = 9,2 mg

Mitte Dez. 2018 L-Thyroxin reduziert von 100 auf 75

AKTUELL:

ab 19.12.18:
9 % weniger = 8,3 mg

Seit Mitte Dez. 18 noch stärkere Angst; teilweise permanent angespannt; Gefühle der Sinnlosigkeit;

Ab ca. Mitte Januar 2019 Besserung des allgemeinen Befindens;

Arianrhod
Teamunterstützung
Beiträge: 1789
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16
Hat sich bedankt: 3979 Mal
Danksagung erhalten: 4456 Mal

Re: Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 13.10.18, 19:12

Hallo liebe Sofia,

es gab hier schonmal einen thread über dieses Thema , den ich dir gerne verlinkt hätte, aber ich finde ihn nicht wieder.
ich hoffe sehr, jemand weiß, wo er abgeblieben ist
Ängste machen dir zu schaffen -
ich überlege, wie du vorgehen könntest, dass du nicht mehr Beängstigendes liest , als umbedingt nötig ....
evtl. könntst du die Suchfunktion benutzen und nur das lesen, was dich wirklich angeht,
ansonsten die Threads , die mich zumindest fast immer aufbauen: Haustiere, Natur und Garten, Mutmachsätze, das gute Wort zum Sonntag, Humor....

Das mit der Inkontinenz , was dir zu schaffen macht, passiert bei einigen Neuroleptika, aber du nimmst ja keine, sondern ein Antidepressivum,
Venlafaxin , also wäre das höchst unwahrscheinlich.

Dir alles Gute
liebe Grüße Arianrhod
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Arianrhod für den Beitrag (Insgesamt 3):
Blumenwieselunettapadma
► Text zeigen

Sofia
Beiträge: 47
Registriert: Sonntag, 15.03.15, 21:11
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 23 Mal

Re: Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Sofia » Samstag, 13.10.18, 23:20

Arianrhod hat geschrieben:
Samstag, 13.10.18, 19:12
Hallo liebe Sofia,

es gab hier schonmal einen thread über dieses Thema , den ich dir gerne verlinkt hätte, aber ich finde ihn nicht wieder.
ich hoffe sehr, jemand weiß, wo er abgeblieben ist
Ängste machen dir zu schaffen -
ich überlege, wie du vorgehen könntest, dass du nicht mehr Beängstigendes liest , als umbedingt nötig ....
evtl. könntst du die Suchfunktion benutzen und nur das lesen, was dich wirklich angeht,
ansonsten die Threads , die mich zumindest fast immer aufbauen: Haustiere, Natur und Garten, Mutmachsätze, das gute Wort zum Sonntag, Humor....

Das mit der Inkontinenz , was dir zu schaffen macht, passiert bei einigen Neuroleptika, aber du nimmst ja keine, sondern ein Antidepressivum,
Venlafaxin , also wäre das höchst unwahrscheinlich.

Dir alles Gute
liebe Grüße Arianrhod
Danke dir fürs Beruhigen und die Vorschläge. Ja, ich versuche, etwas gezielter die Inhalte zu lesen, die mich aufbauen..., ich denke, das wird schon gehen... Es war einfach so ein Schockmoment als ich das gelesen habe und sofort meine Angst getriggert wurde.

Liebe Grüße, danke & auch dir alles Gute!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sofia für den Beitrag (Insgesamt 2):
BlumenwieseArianrhod
2004 erstmalig Verordnung eines Antidepressivums - Mirtazapin vom Hausarzt wg. depressiver Phase aufgrund von Liebeskummer und schwierigen Familienverhältnissen
2004 - ca. 2007: Mirtazapin 30mg
2005 Mitte des Jahres: einige Monate Sulpirid (zusätzlich zum Mirtazapin), danach entsprechend ärztlichem Rat von heute auf morgen abgesetzt;
2005 Ende des Jahres: erstmalig hypochondrische Angststörung
2007 - 2010 Venlafaxin 75 mg (zunächst zusätzlich zu Mirtazapin)
2007: Mirtazapin eigenmächtig abgesetzt, ohne Ausschleichen; Venlafaxin weitergenommen
2010: Venlafaxin abgesetzt in Begleitung einer Therapeutin/Ärztin: viel zu schnell, innerhalb weniger Wochen; starke Absetzsymptome
2011: Beginn mit Citalopram, da nervlich völlig am Ende;
2013 April: Citalopram abgesetzt mit Psychiater: viel zu schnell, innerhalb weniger Wochen; danach heftige Absetzsymptome; furchtbare Angst und Panik; Zwangsgedanken; nur noch geheult, völlig am Ende;
2013 September: Venlafaxin 37,5 mg, dann 75 mg: Heftige Erstverschlimmerung, dann langsam Besserung
2013 Oktober: Beginn Psychotherapie
2014 September: Beginn mit L-Thyroxin aufgrund Schilddrüsenunterfunktion

Ende März 2015: Venlafaxin 75 mg um 10 % reduziert,
Anfang Mai 2015: Venlafaxin weiter reduziert,
L-Thyroxin 100 - noch immer in der Einstellphase, Zieldosis noch unbekannt;
Fortlaufend Psychotherapie;

Juni 2015: Venlafaxin 50,625 mg
August 2015: Venlafaxin 45 mg
November 2015: Venlafaxin 41mg
Ende Dez. 2015: Venlafaxin 37 mg
Ende April 2016: Venlafaxin 33,75 mg
August 2016: Venlafaxin 30 mg
November 2016: Venlafaxin 28,56 mg
Februar 2017: Venlafaxin 26 mg
März 2017: Venlafaxin 23,5 mg
Mitte Mai 2017: Venlafaxin 20 mg
Anfag August 2017: Venlafaxin 18 mg

Seit September 2017 Reizdarmsymptomatik

Januar 2018: Venlafaxin 16,67 mg
März 2018: Venlafaxin 15,27 mg
Mai 2018: Venlafaxin 12,5 mg

Ende August 2018: Venlafaxin 10 mg; Reizdarmsymptomatik und damit einhergehend Ängste;

Ab 28.10.18:
8 % weniger = 9,2 mg

Mitte Dez. 2018 L-Thyroxin reduziert von 100 auf 75

AKTUELL:

ab 19.12.18:
9 % weniger = 8,3 mg

Seit Mitte Dez. 18 noch stärkere Angst; teilweise permanent angespannt; Gefühle der Sinnlosigkeit;

Ab ca. Mitte Januar 2019 Besserung des allgemeinen Befindens;

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 17919
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 22858 Mal
Danksagung erhalten: 29414 Mal

Re: Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 14.10.18, 18:44

Hallo Arian, :)
es gab hier schonmal einen thread über dieses Thema , den ich dir gerne verlinkt hätte, aber ich finde ihn nicht wieder.
ich hoffe sehr, jemand weiß, wo er abgeblieben ist
schreib doch bitte mal genauer, welchen Thread du verlinken willst.
Was ist dieses?
Was war Inhalt / Thema des Fadens?
Weil momentan weiß ich nicht genau, was du Sofia als Link zeigen wolltest.

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
Arianrhod
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Arianrhod
Teamunterstützung
Beiträge: 1789
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16
Hat sich bedankt: 3979 Mal
Danksagung erhalten: 4456 Mal

Re: Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Arianrhod » Montag, 15.10.18, 16:03

Jamie hat geschrieben:
Sonntag, 14.10.18, 18:44
Hallo Arian, :)
es gab hier schonmal einen thread über dieses Thema , den ich dir gerne verlinkt hätte, aber ich finde ihn nicht wieder.
ich hoffe sehr, jemand weiß, wo er abgeblieben ist
schreib doch bitte mal genauer, welchen Thread du verlinken willst.
Was ist dieses?
Was war Inhalt / Thema des Fadens?
Weil momentan weiß ich nicht genau, was du Sofia als Link zeigen wolltest.

Grüße
Jamie
Das Thema war, wie mit belastenden Inhalten/ Triggern im Forum umgehen.
Da waren eben eine Menge guter Tipps dabei.

Ich würde mir wünschen, man könnte die Themen mit tacs versehen, also Stichpunkten. Denn wenn man sich nicht mehr genau an den Wortlaut eines Titels erinnert, findet man nix über die Suchfunktion.

liebe Grüße Arian
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Arianrhod für den Beitrag:
Jamie
► Text zeigen

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 17919
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 22858 Mal
Danksagung erhalten: 29414 Mal

Re: Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 16.10.18, 8:23

Hallo Arian :),

danke für die Erläuterungen.
Mir ist nichts dazu bekannt, was aber nichts heißt.
Ich vermute nur, dass der Thread zumindest nicht vom Team (als ich noch Teil davon war) selbst gestartet wurde, sondern eher von einem Mitglied, sonst hätte ich es vermutlich präsenter.

Ich habe aber noch Kontakt zu den Moderatoren.
Ich werde deine Anfrage mal weiterleiten, vielleicht erinnern sie sich.

Tags - hm. Also die sind schon praktisch, klar. :)
Bedeutet aber vermutlich eine immense Mehrarbeit für die Moderatoren.
Tags müssen sinnvoll, präzise und prägnant sein.
Meine Erfahrung mit Tags ist, dass viele Menschen die nicht richtig setzen können, was mich teilweise mit einschließt.

User selber wild Tags setzen lasse sehe ich kritisch aus o.g. Gründen; da müsste man alles nachkontrollieren und könnte es dann auch gleich selber machen.
Der andere Aspekt ist die technische Umsetzung und ob das möglich ist - müsste man mal Oliver fragen.

Viele Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 2):
BlumenwieseArianrhod
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Marko92

Re: Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Marko92 » Dienstag, 16.10.18, 10:04

Liebe Sofia :)

mir ging es beim Absetzen ähnlich wie dir, dass mich manche Berichte schnell getriggert haben.

Ich habe mir dann nur die für mich wichtigen Infos rausgesucht, aus den Info-Texten, teils auch von Surviving Antidepressants (das damals klarer strukturiert war und sachliche Infos zu konkreten Vorgehen besser vom Austausch getrennt hatte, bin ja schon ne Weile dabei), und habe in den Threads anderer erst mal fast gar nicht mitgelesen.

Es gibt immer mal wieder Diskussionen, ob man sich informieren soll, auch wenn das Ängste auslöst, da muss jeder für sich entscheiden.
Ich persönlich sage STOP, wenn mich Infos oder andere Einflüsse überfordern, weil Angst und Stress für mich beim Absetzen die grössten Feinde waren.

Und ich denke ebenfalls, dass sich im Forum wenig Leute anmelden, die keine grösseren Absetzprobleme haben, die relevanten Infos sind ja alle auch für nicht registrierte Leser einsehbar.
Ich denke deswegen findet man hier im Forum auch keine statistisch repräsentative Auswahl an Erfahrungen, sondern die Betroffenen mit grossen Problemen. - Es gibt aber auch viele Menschen, die diese Probleme nicht bekommen.

Ich z.B. habe mit wenig Problemen abgesetzt und mich damals wegen einer Fage zum Absetztempo angemeldet, sonst wäre ich vielleicht nicht angemeldeter Leser geblieben.

Wenn du so beeinflussbar bist, dass du die Symptome bekommst, die du liest oder es dir insgesamt schlechter geht, dann würde ich an deiner Stelle erst mal ein Foren-Pause machen, wenn du nicht noch wichtige Fragen hast, die man aber im Info-Teil meistens auch beantwortet bekommt, wenn man stöbert.
Und dann noch zu wissen, dass ein AD nicht mehr in Frage kommt, um meine Angst zu lindern, verstärkt die Angst.
Ich kenne nicht deine ganze Geschichte, aber falls du noch mal einschleichen willst, um dann besser abzusetzen, probier einen Krümel, dann ist klar, ob du es wirklich nicht mehr verträgst, das ist nicht bei jedem so.

Alles Gute und vielleicht mal was schönes machen ohne PC :wink:

LG Markus :)
Zuletzt geändert von Marko92 am Dienstag, 16.10.18, 10:36, insgesamt 2-mal geändert.

Blumenwiese
Beiträge: 376
Registriert: Samstag, 21.04.18, 16:33
Hat sich bedankt: 541 Mal
Danksagung erhalten: 459 Mal

Re: Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 16.10.18, 10:18

Liebe Sofia,

Vielleicht bleibst du eine Weile nur bei deinem eigenen Thread und stellst dort deine Fragen. Das mach ich auch immer, wenn ich instabiler bin. Du musst nicht bei anderen mitlesen, wenn es dir dabei nicht gut geht.

Liebe Grüße
Blumenwiese
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Blumenwiese für den Beitrag (Insgesamt 3):
ArianrhodSofiaJamie
Diagnosen u. vorherige Medikation:
► Text zeigen
Aktuelle Absetzverläufe:
► Text zeigen
Aktuell:
Quetiapin Retard 0-0-50-0 (50 mg)
Promethazin 20-25-0-25 (70 mg)
*********************************
Sonstige Medikamente:
SliTONE Ultra (zur Desensibilisierung), Magnesium 300 mg, Cranberry Kapseln
Bedarf:Movicol, Ibulysin 684 mg, Solidago Steiner, Levociterizin, Salbutamol, Mometason

Arianrhod
Teamunterstützung
Beiträge: 1789
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16

Re: Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 16.10.18, 17:27

Jamie hat geschrieben:
Dienstag, 16.10.18, 8:23
Ich vermute nur, dass der Thread zumindest nicht vom Team (als ich noch Teil davon war) selbst gestartet wurde, sondern eher von einem Mitglied, sonst hätte ich es vermutlich präsenter.
Ja ,so war es, das Team hat aber viel dazu geschrieben.

liebe Grüße Arian
► Text zeigen

Sofia
Beiträge: 47
Registriert: Sonntag, 15.03.15, 21:11
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 23 Mal

Re: Das Forum als Trigger - Panik vor gelesenen Absetzsymtpomen

Beitrag von Sofia » Dienstag, 16.10.18, 18:07

Euch allen vielen Dank für die aufmunternden Worte. Es hilft mir, das zu lesen und inzwischen fühle ich mich auch schon wieder stabiler und kann die Dinge mit mehr Distanz betrachten.

Es ist wirklich häufig so ein Balanceakt: Finde ich im Web etwas, das mir gut tu (was ja meine Absicht ist) oder stolpere ich über etwas, das dann das totale Gegenteil bewirkt...
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sofia für den Beitrag (Insgesamt 2):
BlumenwieseArianrhod
2004 erstmalig Verordnung eines Antidepressivums - Mirtazapin vom Hausarzt wg. depressiver Phase aufgrund von Liebeskummer und schwierigen Familienverhältnissen
2004 - ca. 2007: Mirtazapin 30mg
2005 Mitte des Jahres: einige Monate Sulpirid (zusätzlich zum Mirtazapin), danach entsprechend ärztlichem Rat von heute auf morgen abgesetzt;
2005 Ende des Jahres: erstmalig hypochondrische Angststörung
2007 - 2010 Venlafaxin 75 mg (zunächst zusätzlich zu Mirtazapin)
2007: Mirtazapin eigenmächtig abgesetzt, ohne Ausschleichen; Venlafaxin weitergenommen
2010: Venlafaxin abgesetzt in Begleitung einer Therapeutin/Ärztin: viel zu schnell, innerhalb weniger Wochen; starke Absetzsymptome
2011: Beginn mit Citalopram, da nervlich völlig am Ende;
2013 April: Citalopram abgesetzt mit Psychiater: viel zu schnell, innerhalb weniger Wochen; danach heftige Absetzsymptome; furchtbare Angst und Panik; Zwangsgedanken; nur noch geheult, völlig am Ende;
2013 September: Venlafaxin 37,5 mg, dann 75 mg: Heftige Erstverschlimmerung, dann langsam Besserung
2013 Oktober: Beginn Psychotherapie
2014 September: Beginn mit L-Thyroxin aufgrund Schilddrüsenunterfunktion

Ende März 2015: Venlafaxin 75 mg um 10 % reduziert,
Anfang Mai 2015: Venlafaxin weiter reduziert,
L-Thyroxin 100 - noch immer in der Einstellphase, Zieldosis noch unbekannt;
Fortlaufend Psychotherapie;

Juni 2015: Venlafaxin 50,625 mg
August 2015: Venlafaxin 45 mg
November 2015: Venlafaxin 41mg
Ende Dez. 2015: Venlafaxin 37 mg
Ende April 2016: Venlafaxin 33,75 mg
August 2016: Venlafaxin 30 mg
November 2016: Venlafaxin 28,56 mg
Februar 2017: Venlafaxin 26 mg
März 2017: Venlafaxin 23,5 mg
Mitte Mai 2017: Venlafaxin 20 mg
Anfag August 2017: Venlafaxin 18 mg

Seit September 2017 Reizdarmsymptomatik

Januar 2018: Venlafaxin 16,67 mg
März 2018: Venlafaxin 15,27 mg
Mai 2018: Venlafaxin 12,5 mg

Ende August 2018: Venlafaxin 10 mg; Reizdarmsymptomatik und damit einhergehend Ängste;

Ab 28.10.18:
8 % weniger = 9,2 mg

Mitte Dez. 2018 L-Thyroxin reduziert von 100 auf 75

AKTUELL:

ab 19.12.18:
9 % weniger = 8,3 mg

Seit Mitte Dez. 18 noch stärkere Angst; teilweise permanent angespannt; Gefühle der Sinnlosigkeit;

Ab ca. Mitte Januar 2019 Besserung des allgemeinen Befindens;

Antworten