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Entzug verarbeiten

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Quietscheentchen
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Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 22.11.18, 14:11

Hallo,

es tummeln sich hier nicht gerade viele, denen es wieder gut geht. Aber ich frag trotzdem mal:

Sowohl an die, die es hinter sich haben, als auch an die, die nach Eindosieren stabil sind:

Habt ihr das Gefühl, den Entzugshorror erstmal verarbeiten zu müssen? Verursacht das nun ein neues psychisches Problem?

Oder lässt man alle psychischen Symptome mit Stabilität einfach hinter sich und denkt nicht mehr daran? Oder gibt es Trigger?

Ich dosiere noch ein, quäle mich sehr und kann mir derzeit nicht vorstellen, dass es wieder gut wird.
Angst gehörte nicht zu meiner Grunderkrankung, aber nun hab ich Angst, dass ich das Lauern auf Symptome nicht mehr loswerde...

Liebe Grüße
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Li-la022
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Li-la022 » Donnerstag, 22.11.18, 17:53

Hallo ☺,

Ich habe im Feb 2018 einen kalten Entzug ( ohne das ich es besser wusste siehe anhang) hingelegt.
Ich hatte viele symptome... einige sind weg... eine nicht mehr so stark und einige kommen wellenförmig. Das schlimmste von allen war/ist diese Angst und das innere zittern.

Angst zählte zu meiner Grunderkrankung. Jedoch hatte ich eher körperliche Angst ( krankheiten, schlaganfall) seit dem Entzug ist die Angst sehr viel anders... mal diffuse Angst, oft Angst verrückt zu werden oder eine Psychose zu bekommen. Die Angst fühlt sich ganz anders an!

Ich finde definitiv das man den Entzug verarbeiten muss. Denn das was man durchmacht ist alles andere als normal.. diese vielen up und downs... der Wechsel der Symptome... immer wieder die Angst ob das wirklich Entzug ist... ob es jemals wieder vorbei geht... das alles brennt sich so ein... das traumatisiert zumindest mich sehr...

Klar wenn es Fenster gibt ... denkt man weniger daran und versucht mehr zu genießen... aber irgendwo im Kopf ist es immer was man durchgemacht hat oder noch macht.

Gerade wenn schon Wie bei mir soviel zeit (10monate) vergangen ist, wird man immer verzweifelter... immer hilfloser... und fragt sich immer ob das alles noch normal ist. Ich habe so oft Angst das mein leben so bleibt... ich verrückt oder schizophren werde... irgendwann in der klinik ende.... man fühlt sich so hilflos!

Liebe Grüße
Lila
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25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
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MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!


Heute : 40 Wochen opipramol 0 , 39 Wochen ohne Escitalopram


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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Sonntag, 25.11.18, 23:51

Hallo Lila,

kann ich gut verstehen. Angst und Verzweiflung fühle ich auch. Allerdings halte ich den Entzug nicht aus und dosiere wieder ein. So hoch wie eben nötig.

Mir kommt das sehr bekannt vor. Obwohl ich eindosiere, habe ich Angst, dass es so bleibt und habe nicht die Vorstellungskraft, dass einfach mal alles wieder gut sein könnte.
Und aktuell denke ich, selbst wenn, vielleicht werde ich immer mit Angst daran denken? Warten, ob noch was im Hintergrund lauert...

Ich habe schon sehr zu Beginn des Entzugs meinem damaligen Therapeuten bescheid gesagt, dass ich zum Gespräch komme, wenn ich wieder kann.

Liebe Grüße
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Li-la022 » Montag, 26.11.18, 6:56

Hallo quietscheentchen,

Ich habe das Forum erst gefunden da war ich schon an die 6 Wochen im kalten Entzug. Damals hat ein Arzt zu mir gesagt das es nach 6 Wochen vorbei sein sollte... und ich habe mir das wieder einsortieren nicht mehr getraut.

Nun bin ich 10 Monate nach 0
Vieles hat sich verbessert aber die Angst ist geblieben.

Und ich denke auch, selbst wenn das irgendwann mal aufhört, vergessen wird man das alles nicht. Für mich ist es wie ein Trauma. Und ich habe keine Ahnung wie ich das Aufarbeitung soll.

Ich wünsche dir bei deinem wiedereindosieren Viel Erfolg und hoffe das du dich stabilisieren kannst.

Kannst du deine Angst im Entzug beschreiben oder sagen vor was du angst hast?

Alles liebe Lila
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 26.11.18, 11:35

Hallo Lila,

irgendwie macht im Grunde alles Angst.
Mir macht derzeit sehr zu schaffen, dass ich so wortwörtlich abhängig bin.

Was ist, wenn ich mir die Verbesserung beim Eindosieren nur einbilde? Oder es später gegenteilig oder gar nicht mehr wirkt.

Mein schlimmster Horror wäre eben dann ein Kaltentzug. Oder Ausschleichen müssen, obwohl ich mich grässlich fühle.

Ich habe Angst, mich auch bei Stabilität nicht mehr wohl und unbeschwert fühlen zu können.
Ich weiß, dass hier immer gesagt wird, dass auch das alles vorbei geht, wenn man komplett durch ist mit dem Entzug. Aber es ist meine Horrorvorstellung.
Lange Zeit einfach weg vom Fenster sein...

Ich hoffe, das ist für dich kein Schlag ins Gesicht, denn du machst es ja durch.
Aber ich verstehe nicht, wie Leute das aushalten können.

Es hat mich so, so unvorbereitet getroffen. Mir ging es sehr gut, bis der Entzug verzögert kam.

Zeit soll der Faktor sein zum Heilen. Mir macht das Angst und löst Verzweiflung aus. Weil mit einem Schlag alles anders ist. Ich bin anders, mein Körper, meine Gefühle, mein ganzes Leben.

Und ich will es nur zurück. Ich habe das Gefühl, nie mehr angstfrei sein zu können...
Dazu bin ich ja auch körperlich so eingeschränkt. Kein Alltag mehr. Leben in einer Blase...

Liebe Grüße
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Li-la022 » Montag, 26.11.18, 12:08

Liebe Quietscheente,

Ich habe in dem Wellen auch die selben Ängste wie du... teilweise noch schlimmer ( Angst verrückt zu werden, Psychose zu bekommen usw)
In den Fenstern hatte ich schon gute Zeiten und War komplett angstfrei. Allerdings ist man immer auf Alarm wann es wieder los geht.

Du wirst sehen das die Zeit wirklich einiges heilt.

Wenn meine Angst weg wäre, wäre ich komplett ohne Symptome.
Es ist schwer mit dem Wellen klar zu kommen, denn die kommen immer aus dem nichts. Und meist mit voller wucht. Dann bin ich immer weinerlich, hoffnungslos, usw.

Liebe Grüße
Lila
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03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
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Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Melina 17 » Montag, 26.11.18, 13:39

Hallo Quietscheentchen,

also bei mir war das so, daß ich anch einem Jahr Einnahme von Citalopram das sehr schnell abgesetzt hab (ich weiß jetzt nicht mehr genau wieviel ich nahm), hab unmittelbar eine schwere depri gekriegt, bin sofort wieder auf die alte Dosis hoch und war auch sofort wieder stabil.

Etwas später hab ich dann etwas langsamer über paar Wochen reduziert, da kam nach 3 Monaten wieder extreme Depri (es kippte wirklich immer sehr schnell von jetzt auf gleich), nach sofortiger Einnahme der alten Dosis wieder Stabi innerhalb einer Woche.

Dann hab ich im Frühling dieses Jahr von 10 auf 9, auf 8, auf 7 jedes mal nach 4 Wochen reduziert; bei 7 kippte es wieder (aber schleichender diesmal), bin wieder hoch auf 10, alles wieder okay.

Bei mir hat also immer sofortiges wiederhochgehen für Stabi gesorgt, auch keinerlei Symptome dabei gehabt. Ich hab`s allerdings immer in sehr kurzfristigem Zusammenahng gemacht, bei dir ist die Situation ja völlig anders, weil du ja so lange auf 0 warst. Bei meiner Schwester war das allerdings auch so, daß sie mal problemlos von 10 auf 0 kam, dann zwei Jahre ohne war, es dann aber wieder nahm, also volle 10 mg, weil sich Freund über Reizbarkeit beschwerte. Alles ohne Probleme.

Ist aufdosieren auch so schwierig wie ausschleichen? Also bei mir war jedes nehmen der alten Dosis immer wie eine "Erlösung", aber wie gesagt im engen zeitlichen Zusammenhang.

Hm, ich kann mir das schon vorstellen, daß es schwieriger für`s ZNS ist, wenn man schon lange auf 0 ist, man rennt ja dannnoch quasi mit den "Altlasten" rum, die gar nicht erledigt wurden. Aber mit solchen Fragen bin ich überfordert, da weiß ich zu wenig drüber.

Ich wünsch dir jedenfalls erstmal alles Gute

Melina
1994 erste Einnahme Doxepin ca 5mg zum Schlafen
1996-1997 Doxepin 20mg, Absetzen problemlos, jedoch ein Jahr gedauert, bis ich mich wieder wie "ich selbst" fühlte
Herbst 2004 erneute Einnahme von Doxepin wegen schwerer depri, raufdosiert auf 100mg
Frühling 2005 Abdosieren von Doxepin, Einschleichen von Citalopram ca 30mg
Frühling 2006 abruptes Absetzen von Citalopram, nach 4 Wochen extreme Depri, wieder Einnnahme; paar Wochen später Ausschleichen über ca 4 Wochen, nach drei Monaten schwere Depri
immer mal wieder Reduktion versucht, kam auch mal bis ca 7,5 mg, aber immer wieder depri, im Lauf der jahre Einnahme zwischen 10 und 40 mg (auch zwischendurch escitalopram)
ca Mai 2018 nach wasserlösmethode in 10% über 4 Wochen von 15 auf 7 mg reduziert, dann instabil geworden, wieder auf 10 mg hochgegangen
09.09.18 auf 9 mg Citalopram reduziert
17.09. zusätzlich 6 bzw 12 mg Doxepin abends zum schlafen (brauch ich oft im Herbst)
ca Anfang Oktober 2018 gleichmäßige Einnahme Doxepin 12,5 mg
24.10.18 8mg Citalopram
24.11.18 ca 7,5 mg

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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 26.11.18, 14:07

Hallo Melina,

ja, leider ist die sofortige Wiedereinnahme etwas ganz anderes als nach vielen Wochen oder Monaten.

Ich würde "gern" wieder etwas hoch, um Stabilität und (bitte!) Wohlbefinden wieder zu haben. Muss aber langsam machen, weil man sich da auch sehr ins Aus schießen kann. Sehr einengend das ganze...
Diese Erlösung hätte ich nämlich auch gern. Danke!

Lila,

wie ist das so, wenn richtig gute Fenster kommen? Ist das nicht merkwürdig von schlecht auf gut?
Und die Alarmbereitschaft kann ich mir vorstellen. Ist das in einem Fenster dann sehr belastend oder geht es?

Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, ohne Angst vor Wellen zu leben. Mal wieder unbeschwert zu lachen.

Guckst du zurück darauf, wie schlimm es anfangs war?
Mir wird schlecht, wenn ich daran denke. Kann man das hinter sich lassen?
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Li-la022 » Montag, 26.11.18, 17:10

Liebes Entchen☺

Es ist wirklich so eine Welle aber auch ein Fenster können von jetzt auf gleich kommen... von Fenster auf Welle ist schlimm... von jetzt auf gleich wieder angst, panik, ohne Hoffnung, depri... wenn dann ein Fenster kommt, kommt das genauso schnell. Und es ist wie eine Erlösung. Keine gedanken, keine Angst, kein Grübeln... trotzdem traut man es sich kaum zu genießen weil man nie weiß wie schnell es wieder vorbei ist.


Ich denke oft an die letzten 10Monate zurück. Es ist wie ein Trauma. Soviel Elend und leid... es ist / war furchtbar.

Liebe grüße lila
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 29.11.18, 12:41

Huhu,

puh, Wellen und Fenster. Ich wär froh, wenn ich da bald nie mehr dran denken muss.
Weiß nicht mal, wo ich gerade stehe. Welle? Fenster? Dazwischen?

Ich bin sooo müde, so unfähig zu schlafen und irgendwie lässt diese Müdigkeit grad alles durch. Die letzten zwei Monate. Ich bin so fertig.
Jep, muss jetzt erstmal weinen.

LG
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Li-la022 » Donnerstag, 29.11.18, 14:55

Quietscheentchen hat geschrieben:
Donnerstag, 29.11.18, 12:41
Huhu,

puh, Wellen und Fenster. Ich wär froh, wenn ich da bald nie mehr dran denken muss.
Weiß nicht mal, wo ich gerade stehe. Welle? Fenster? Dazwischen?

Ich bin sooo müde, so unfähig zu schlafen und irgendwie lässt diese Müdigkeit grad alles durch. Die letzten zwei Monate. Ich bin so fertig.
Jep, muss jetzt erstmal weinen.

LG
Liebes Quietscheentchen,

Weine ruhig, manchmal geht es einen danach ein kleines Stückchen besser!

Alles Liebe Lila
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Sonntag, 02.12.18, 16:16

Hallo,

ich habe große Probleme, im Hier und Jetzt zu bleiben. Wie kann ich aufhören, an sehr schlimme Tage und Momente zu denken?
Ebenso darf ich auch nicht vorausdenken...
Keine Ablenkung und weiter im Bett...

LG
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