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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Entzug verarbeiten

Quietscheentchen
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Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 22.11.18, 14:11

Hallo,

es tummeln sich hier nicht gerade viele, denen es wieder gut geht. Aber ich frag trotzdem mal:

Sowohl an die, die es hinter sich haben, als auch an die, die nach Eindosieren stabil sind:

Habt ihr das Gefühl, den Entzugshorror erstmal verarbeiten zu müssen? Verursacht das nun ein neues psychisches Problem?

Oder lässt man alle psychischen Symptome mit Stabilität einfach hinter sich und denkt nicht mehr daran? Oder gibt es Trigger?

Ich dosiere noch ein, quäle mich sehr und kann mir derzeit nicht vorstellen, dass es wieder gut wird.
Angst gehörte nicht zu meiner Grunderkrankung, aber nun hab ich Angst, dass ich das Lauern auf Symptome nicht mehr loswerde...

Liebe Grüße
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von li-la » Donnerstag, 22.11.18, 17:53

Hallo ☺,

Ich habe im Feb 2018 einen kalten Entzug ( ohne das ich es besser wusste siehe anhang) hingelegt.
Ich hatte viele symptome... einige sind weg... eine nicht mehr so stark und einige kommen wellenförmig. Das schlimmste von allen war/ist diese Angst und das innere zittern.

Angst zählte zu meiner Grunderkrankung. Jedoch hatte ich eher körperliche Angst ( krankheiten, schlaganfall) seit dem Entzug ist die Angst sehr viel anders... mal diffuse Angst, oft Angst verrückt zu werden oder eine Psychose zu bekommen. Die Angst fühlt sich ganz anders an!

Ich finde definitiv das man den Entzug verarbeiten muss. Denn das was man durchmacht ist alles andere als normal.. diese vielen up und downs... der Wechsel der Symptome... immer wieder die Angst ob das wirklich Entzug ist... ob es jemals wieder vorbei geht... das alles brennt sich so ein... das traumatisiert zumindest mich sehr...

Klar wenn es Fenster gibt ... denkt man weniger daran und versucht mehr zu genießen... aber irgendwo im Kopf ist es immer was man durchgemacht hat oder noch macht.

Gerade wenn schon Wie bei mir soviel zeit (10monate) vergangen ist, wird man immer verzweifelter... immer hilfloser... und fragt sich immer ob das alles noch normal ist. Ich habe so oft Angst das mein leben so bleibt... ich verrückt oder schizophren werde... irgendwann in der klinik ende.... man fühlt sich so hilflos!

Liebe Grüße
Lila
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März 2017 - Dezember 2017 100mg Opipramol

bis 23.12.2017 = 100mg Opipramol
ab 24.12.2017 = 50mg Opipramol
ab 31.12.2017 = 0mg Opipramol
Absetzplan vom Arzt bekommen!


ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

30.01.2018 mein Hausarzt geht in Rente
12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
lt Hausarzt psychisch bedingt, sollte sofort Opipramol absetzen und 5mg Escitalopram beginnen

folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
EKG ohne Befund

Vom Arzt verordnet:
Kopf MRT ohne Befund
HWS und LWS MRT ohne Befund
Blutbild ohne Befund
Stulhprobe ohne Befund
Schilddrüsenwerden i.O, kein Eisenmangel, kein Vitaminmangel

Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
- inneres Zittern /Vibrieren
- extreme Angst / Panik
- Angst verrückt zu werden oder Psychose zu bekommen
- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
- starke Verspannungen
- Appettitlosigkeit
- Abnahme Gewicht 10kg in 14 Tagen
- Durchfall
- Unruhe im Kopf / Stromgefühl im Kopf
- Herzrasen / Herzstolpern
- Ohrenrauschen
- anfällig für Infekte
- Neuroemotionen - Neuroangst
- Unruhe
- extreme Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Seit 63 Wochen auf 0mg Opipramol :party2:
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Sonntag, 25.11.18, 23:51

Hallo Lila,

kann ich gut verstehen. Angst und Verzweiflung fühle ich auch. Allerdings halte ich den Entzug nicht aus und dosiere wieder ein. So hoch wie eben nötig.

Mir kommt das sehr bekannt vor. Obwohl ich eindosiere, habe ich Angst, dass es so bleibt und habe nicht die Vorstellungskraft, dass einfach mal alles wieder gut sein könnte.
Und aktuell denke ich, selbst wenn, vielleicht werde ich immer mit Angst daran denken? Warten, ob noch was im Hintergrund lauert...

Ich habe schon sehr zu Beginn des Entzugs meinem damaligen Therapeuten bescheid gesagt, dass ich zum Gespräch komme, wenn ich wieder kann.

Liebe Grüße
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von li-la » Montag, 26.11.18, 6:56

Hallo quietscheentchen,

Ich habe das Forum erst gefunden da war ich schon an die 6 Wochen im kalten Entzug. Damals hat ein Arzt zu mir gesagt das es nach 6 Wochen vorbei sein sollte... und ich habe mir das wieder einsortieren nicht mehr getraut.

Nun bin ich 10 Monate nach 0
Vieles hat sich verbessert aber die Angst ist geblieben.

Und ich denke auch, selbst wenn das irgendwann mal aufhört, vergessen wird man das alles nicht. Für mich ist es wie ein Trauma. Und ich habe keine Ahnung wie ich das Aufarbeitung soll.

Ich wünsche dir bei deinem wiedereindosieren Viel Erfolg und hoffe das du dich stabilisieren kannst.

Kannst du deine Angst im Entzug beschreiben oder sagen vor was du angst hast?

Alles liebe Lila
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Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
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- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 26.11.18, 11:35

Hallo Lila,

irgendwie macht im Grunde alles Angst.
Mir macht derzeit sehr zu schaffen, dass ich so wortwörtlich abhängig bin.

Was ist, wenn ich mir die Verbesserung beim Eindosieren nur einbilde? Oder es später gegenteilig oder gar nicht mehr wirkt.

Mein schlimmster Horror wäre eben dann ein Kaltentzug. Oder Ausschleichen müssen, obwohl ich mich grässlich fühle.

Ich habe Angst, mich auch bei Stabilität nicht mehr wohl und unbeschwert fühlen zu können.
Ich weiß, dass hier immer gesagt wird, dass auch das alles vorbei geht, wenn man komplett durch ist mit dem Entzug. Aber es ist meine Horrorvorstellung.
Lange Zeit einfach weg vom Fenster sein...

Ich hoffe, das ist für dich kein Schlag ins Gesicht, denn du machst es ja durch.
Aber ich verstehe nicht, wie Leute das aushalten können.

Es hat mich so, so unvorbereitet getroffen. Mir ging es sehr gut, bis der Entzug verzögert kam.

Zeit soll der Faktor sein zum Heilen. Mir macht das Angst und löst Verzweiflung aus. Weil mit einem Schlag alles anders ist. Ich bin anders, mein Körper, meine Gefühle, mein ganzes Leben.

Und ich will es nur zurück. Ich habe das Gefühl, nie mehr angstfrei sein zu können...
Dazu bin ich ja auch körperlich so eingeschränkt. Kein Alltag mehr. Leben in einer Blase...

Liebe Grüße
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von li-la » Montag, 26.11.18, 12:08

Liebe Quietscheente,

Ich habe in dem Wellen auch die selben Ängste wie du... teilweise noch schlimmer ( Angst verrückt zu werden, Psychose zu bekommen usw)
In den Fenstern hatte ich schon gute Zeiten und War komplett angstfrei. Allerdings ist man immer auf Alarm wann es wieder los geht.

Du wirst sehen das die Zeit wirklich einiges heilt.

Wenn meine Angst weg wäre, wäre ich komplett ohne Symptome.
Es ist schwer mit dem Wellen klar zu kommen, denn die kommen immer aus dem nichts. Und meist mit voller wucht. Dann bin ich immer weinerlich, hoffnungslos, usw.

Liebe Grüße
Lila
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ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

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12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
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folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
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Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
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Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Melina 17 » Montag, 26.11.18, 13:39

Hallo Quietscheentchen,

also bei mir war das so, daß ich anch einem Jahr Einnahme von Citalopram das sehr schnell abgesetzt hab (ich weiß jetzt nicht mehr genau wieviel ich nahm), hab unmittelbar eine schwere depri gekriegt, bin sofort wieder auf die alte Dosis hoch und war auch sofort wieder stabil.

Etwas später hab ich dann etwas langsamer über paar Wochen reduziert, da kam nach 3 Monaten wieder extreme Depri (es kippte wirklich immer sehr schnell von jetzt auf gleich), nach sofortiger Einnahme der alten Dosis wieder Stabi innerhalb einer Woche.

Dann hab ich im Frühling dieses Jahr von 10 auf 9, auf 8, auf 7 jedes mal nach 4 Wochen reduziert; bei 7 kippte es wieder (aber schleichender diesmal), bin wieder hoch auf 10, alles wieder okay.

Bei mir hat also immer sofortiges wiederhochgehen für Stabi gesorgt, auch keinerlei Symptome dabei gehabt. Ich hab`s allerdings immer in sehr kurzfristigem Zusammenahng gemacht, bei dir ist die Situation ja völlig anders, weil du ja so lange auf 0 warst. Bei meiner Schwester war das allerdings auch so, daß sie mal problemlos von 10 auf 0 kam, dann zwei Jahre ohne war, es dann aber wieder nahm, also volle 10 mg, weil sich Freund über Reizbarkeit beschwerte. Alles ohne Probleme.

Ist aufdosieren auch so schwierig wie ausschleichen? Also bei mir war jedes nehmen der alten Dosis immer wie eine "Erlösung", aber wie gesagt im engen zeitlichen Zusammenhang.

Hm, ich kann mir das schon vorstellen, daß es schwieriger für`s ZNS ist, wenn man schon lange auf 0 ist, man rennt ja dannnoch quasi mit den "Altlasten" rum, die gar nicht erledigt wurden. Aber mit solchen Fragen bin ich überfordert, da weiß ich zu wenig drüber.

Ich wünsch dir jedenfalls erstmal alles Gute

Melina
1994 erste Einnahme Doxepin ca 5mg zum Schlafen
1996-1997 Doxepin 20mg, Absetzen problemlos, jedoch ein Jahr gedauert, bis ich mich wieder wie "ich selbst" fühlte
Herbst 2004 erneute Einnahme von Doxepin wegen schwerer depri, raufdosiert auf 100mg
Frühling 2005 Abdosieren von Doxepin, Einschleichen von Citalopram ca 30mg
Frühling 2006 abruptes Absetzen von Citalopram, nach 4 Wochen extreme Depri, wieder Einnnahme; paar Wochen später Ausschleichen über ca 4 Wochen, nach drei Monaten schwere Depri
immer mal wieder Reduktion versucht, kam auch mal bis ca 7,5 mg, aber immer wieder depri, im Lauf der jahre Einnahme zwischen 10 und 40 mg (auch zwischendurch escitalopram)
ca Mai 2018 nach wasserlösmethode in 10% über 4 Wochen von 15 auf 7 mg reduziert, dann instabil geworden, wieder auf 10 mg hochgegangen
09.09.18 auf 9 mg Citalopram reduziert
17.09. zusätzlich 6 bzw 12 mg Doxepin abends zum schlafen (brauch ich oft im Herbst)
ca Anfang Oktober 2018 gleichmäßige Einnahme Doxepin 12,5 mg
24.10.18 8mg Citalopram
24.11.18 ca 7,5 mg
22.12.18 7 mg Citalopram, Doxepin nur noch bei Bedarf (entweder 6,25 oder 12,5 mg)
18.01.19 ca 6,5 mg Citalopram
11.02. 6,4 mg Citalopram
18.02. 6,3 mg
20.02. 6,0 mg
23.03. 5,7 mg
18.04. 5,3 mg
17.05. 5,7 mg

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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 26.11.18, 14:07

Hallo Melina,

ja, leider ist die sofortige Wiedereinnahme etwas ganz anderes als nach vielen Wochen oder Monaten.

Ich würde "gern" wieder etwas hoch, um Stabilität und (bitte!) Wohlbefinden wieder zu haben. Muss aber langsam machen, weil man sich da auch sehr ins Aus schießen kann. Sehr einengend das ganze...
Diese Erlösung hätte ich nämlich auch gern. Danke!

Lila,

wie ist das so, wenn richtig gute Fenster kommen? Ist das nicht merkwürdig von schlecht auf gut?
Und die Alarmbereitschaft kann ich mir vorstellen. Ist das in einem Fenster dann sehr belastend oder geht es?

Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, ohne Angst vor Wellen zu leben. Mal wieder unbeschwert zu lachen.

Guckst du zurück darauf, wie schlimm es anfangs war?
Mir wird schlecht, wenn ich daran denke. Kann man das hinter sich lassen?
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von li-la » Montag, 26.11.18, 17:10

Liebes Entchen☺

Es ist wirklich so eine Welle aber auch ein Fenster können von jetzt auf gleich kommen... von Fenster auf Welle ist schlimm... von jetzt auf gleich wieder angst, panik, ohne Hoffnung, depri... wenn dann ein Fenster kommt, kommt das genauso schnell. Und es ist wie eine Erlösung. Keine gedanken, keine Angst, kein Grübeln... trotzdem traut man es sich kaum zu genießen weil man nie weiß wie schnell es wieder vorbei ist.


Ich denke oft an die letzten 10Monate zurück. Es ist wie ein Trauma. Soviel Elend und leid... es ist / war furchtbar.

Liebe grüße lila
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 29.11.18, 12:41

Huhu,

puh, Wellen und Fenster. Ich wär froh, wenn ich da bald nie mehr dran denken muss.
Weiß nicht mal, wo ich gerade stehe. Welle? Fenster? Dazwischen?

Ich bin sooo müde, so unfähig zu schlafen und irgendwie lässt diese Müdigkeit grad alles durch. Die letzten zwei Monate. Ich bin so fertig.
Jep, muss jetzt erstmal weinen.

LG
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von li-la » Donnerstag, 29.11.18, 14:55

Quietscheentchen hat geschrieben:
Donnerstag, 29.11.18, 12:41
Huhu,

puh, Wellen und Fenster. Ich wär froh, wenn ich da bald nie mehr dran denken muss.
Weiß nicht mal, wo ich gerade stehe. Welle? Fenster? Dazwischen?

Ich bin sooo müde, so unfähig zu schlafen und irgendwie lässt diese Müdigkeit grad alles durch. Die letzten zwei Monate. Ich bin so fertig.
Jep, muss jetzt erstmal weinen.

LG
Liebes Quietscheentchen,

Weine ruhig, manchmal geht es einen danach ein kleines Stückchen besser!

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ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

30.01.2018 mein Hausarzt geht in Rente
12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
lt Hausarzt psychisch bedingt, sollte sofort Opipramol absetzen und 5mg Escitalopram beginnen

folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
EKG ohne Befund

Vom Arzt verordnet:
Kopf MRT ohne Befund
HWS und LWS MRT ohne Befund
Blutbild ohne Befund
Stulhprobe ohne Befund
Schilddrüsenwerden i.O, kein Eisenmangel, kein Vitaminmangel

Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
- inneres Zittern /Vibrieren
- extreme Angst / Panik
- Angst verrückt zu werden oder Psychose zu bekommen
- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
- starke Verspannungen
- Appettitlosigkeit
- Abnahme Gewicht 10kg in 14 Tagen
- Durchfall
- Unruhe im Kopf / Stromgefühl im Kopf
- Herzrasen / Herzstolpern
- Ohrenrauschen
- anfällig für Infekte
- Neuroemotionen - Neuroangst
- Unruhe
- extreme Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Seit 63 Wochen auf 0mg Opipramol :party2:
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- es hat sich vieles verbessert
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Sonntag, 02.12.18, 16:16

Hallo,

ich habe große Probleme, im Hier und Jetzt zu bleiben. Wie kann ich aufhören, an sehr schlimme Tage und Momente zu denken?
Ebenso darf ich auch nicht vorausdenken...
Keine Ablenkung und weiter im Bett...

LG
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Donnerstag, 10.01.19, 13:08

Hallo,

Gedanken:

Wird die Wohnung sich wieder normal anfühlen? Wird sie der Ort des Grauens bleiben?

Ist Vermeidung im Entzug richtig oder falsch? Mache fast nichts.

Kann man sich von solchen Mustern wieder lösen?
Muss ich schon im Entzug was ändern?
Soll ich kämpfen oder abwarten?

Es gibt bei mir Verbesserungen, aber ich hab immer noch Angst, was falsch zu machen. Und das ganze nie verarbeiten zu können.

Liebe Grüße
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 11.01.19, 13:35

Hallo Quietscheentchen,

ich denke, dass Gelassenheit zumeist die größte Hilfe ist.

So lange dein Zustand noch so wechselhaft ist, solltest du nur Dinge tun, die dir gut tun.
Das hat nichts mit Vermeidung zu tun, wie man sie aus der Angststörung kennt.
Du hast im Moment ein körperliches und kein psychisches Problem.
:hug:

Gegen einen Infekt kämpfst du auch nicht, sondern schonst dich, bis es dir wieder besser geht.

Wenn du wieder Lust darauf verspürst, bestimmte Dinge zu tun, kannst du versuchen, wie es dir bekommt.

Ansonsten hilft wohl leider nur Geduld.

:wink:

LG Ute
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Mittwoch, 13.02.19, 11:21

Hallo,

ach Ute, habe mich ja damals gar nicht bedankt! Es hilft immer, wenn mich jemand daran erinnert, dass es körperlich ist.

Schade, dass zu diesem Thema kein Austausch stattfindet. Aber ich kann es auch sehr verstehen. Wer möchte schon währenddessen oder im Nachhinein über die schlimme Entzugserfahrung sprechen...

Ich denke nur manchmal, bin ich denn wirklich die Einzige, die das in der Form hat? Das Trauma? Ich habe ganz bestimmte Erinnerungen. Bestimmte Momente, die sich aufdrängen und mich die kleinen Fortschritte nicht erkennen lassen... Es fließt körperliches Grauen durch meine Adern.

Liebe Grüße
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 14.02.19, 19:53

Hallo Quietscheentchen,

ich glaube, dass hier wenig Austausch stattfindet, ist eher als gutes Zeichen zu werten.

Diejenigen, die einen Entzug überstanden haben und denen es besser geht, verschwinden naturgemäß meistens irgendwann aus dem Forum, weil sie es nicht mehr brauchen.
:)

LG Ute
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von li-la » Donnerstag, 14.02.19, 21:55

Ululu 69 hat geschrieben:
Donnerstag, 14.02.19, 19:53
Hallo Quietscheentchen,

ich glaube, dass hier wenig Austausch stattfindet, ist eher als gutes Zeichen zu werten.

Diejenigen, die einen Entzug überstanden haben und denen es besser geht, verschwinden naturgemäß meistens irgendwann aus dem Forum, weil sie es nicht mehr brauchen.
:)

LG Ute
Liebe ute, auf der einen Seite toll wenn sie uns nicht mehr brauchen auf der anderen Seite wäre es doch hilfreich auch positives zu lesen von Menschen die es überstanden haben. Ich wäre froh wenn der Entzug vorbei wäre würde aber dennoch hier diejenigen unterstützen denen es schlecht geht.

Ich wünsche dir eine gute Nacht.
Lila
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bis 23.12.2017 = 100mg Opipramol
ab 24.12.2017 = 50mg Opipramol
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folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
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Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
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- Angst vor der Angst
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Freitag, 15.02.19, 18:55

Hallo,

das müssen wir, die es noch durchmachen, wohl glauben, dass es hinterher einfach kein Trauma gibt.

Was aber ist währenddessen? Ich weiß halt nicht, wie es bei anderen Betroffenen ist. Lila, du bist da fast die einzige, von der ich es lese. Und Beate äußerte es mal.

Vielleicht bin ich da die einzige, die so durchdreht? Für mich lastet das unglaublich schwer auf mir und macht zusätzlich Angst.
Als ob die vergangene Zeit, die man nun schon durchstehen musste, einen zerquetscht.

Im Hier und Jetzt bleiben. Versuche ich sehr, weil das ja schon hart genug ist. Aber die traumatischen Erinnerungen sind viel zu heftig. Sie kommen immer wieder...

Liebe Grüße
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von li-la » Freitag, 15.02.19, 23:39

Quietscheentchen hat geschrieben:
Freitag, 15.02.19, 18:55
Hallo,

das müssen wir, die es noch durchmachen, wohl glauben, dass es hinterher einfach kein Trauma gibt.

Was aber ist währenddessen? Ich weiß halt nicht, wie es bei anderen Betroffenen ist. Lila, du bist da fast die einzige, von der ich es lese. Und Beate äußerte es mal.

Vielleicht bin ich da die einzige, die so durchdreht? Für mich lastet das unglaublich schwer auf mir und macht zusätzlich Angst.
Als ob die vergangene Zeit, die man nun schon durchstehen musste, einen zerquetscht.

Im Hier und Jetzt bleiben. Versuche ich sehr, weil das ja schon hart genug ist. Aber die traumatischen Erinnerungen sind viel zu heftig. Sie kommen immer wieder...

Liebe Grüße
Entchen, Guten abend.

Bei mir ist das Thema immer noch sehr aktuell... jetzt 1 Jahr nach 0.

In den Wellen ist es besonders schlimm aber auch in den Fenstern denke ich oft an das zurück was ich durchmachen musste... das macht mir immer wieder angst... Angst das es nochmal passiert... das ich noochmal durch die Hölle muss...

Angst vor der Angst ist ein wahnsinnig belastendes gefühl.

Ich denke dieses Trauma kannst du nur mittels einer Therapie oder durch sehr viel Zeit heilen... im Entzug wird es kaum möglich sein... denn so ist es zumindest bei mir... wirft einen jede Welle zurück... man hat das Gefühl Alles fängt von vorne an. Man vertraut sich selbst nicht mehr...

Du solltest versuchen deinen Fokus aktuell nicht so sehr auf das Trauma zu lenken. Sie zu das du dich stabilisierst...

Dund setzt dich Wie ich finde sehr unter druck... das bedeutet Stress und das triggert. Was du im Entzug definitiv lernen musst ist Geduld zu haben.

Für dich ist Ruhe wichtig, kleine Schritte zu machen... sich immer aufzurappeln zb was im.Haushalt zu machen... wenn es nur staubsaugen oder abwaschen ist... so siehst du das du trotz deiner Situation dennoch einiges schaffen kannst... ich weiß das klingt hart. Aber ich kann dir sagen mir hat das sehr geholfen.

Versuche ruhig zu bleiben.. Du hattest schon zwischendurch bessere zeiten... das wird wieder kommen... es ist ein ständiges auf und ab...

Liebe grüße
Lila
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- Durchfall
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Re: Entzug verarbeiten

Beitrag von Quietscheentchen » Samstag, 16.02.19, 11:03

Hallo Lila,

das klingt nicht hart.

Ich habe nur das Gefühl, ich bin da längst in so einer Vermeidungshaltung aus Angst.
Oder ich denke das nur und es geht wirklich nicht, weil der Entzug zu stark wütet.

Ich beneide jeden, der das so schafft mit den kleinen Schritten. Aber Haushalt war schon vorher sehr schwer. Jetzt unmöglich...

Ich verstecke mich. Weil ich nicht dran denken will, wie schlimm es war.

Hattest du denn schon komplett symptomfreie Fenster?

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