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Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Lithium Absetzen - Schilddrüse hurra?

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
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Oxonium
Beiträge: 138
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Lithium Absetzen - Schilddrüse hurra?

Beitrag von Oxonium » Sonntag, 02.12.18, 22:15

Hallo ihr Lieben,

gibt es unter Euche welche, die unter Lithium eine manifeste Hypothyreose bekommen haben?

Mich interessiert, ob diese nach Absetzen von Lithium reversibel ist.

Ich habe mal aus Spaß Autoantikörper abnehmen lassen und eine Sono durchführen lassen und bin guter Hoffnung, keine Autoimmun-Thyreoiditis unter Lithium bekommen zu haben.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wurde Eure SD- Funktion schon während des Reduzierens besser?

Gruß, Oxi
07/2015: Diagnose Major Depression.
Klinikeinweisung u. Beginn mit
Mirtazapin 30 mg + 15 mg Diazepam.
Es folgen 8 Monate stationäre Behandlung.

Mirtazapin zeigt sich nach drei Monaten Behandlung wirkungslos. Reduktion auf 15 mg.

Im Verlauf Erfahrungen mit Quetiapin, Promethazin,
Trimipramin.
Bedarfsmedikation bei Suizidalität bis zu 4 mg Lorazepam/Tag.

11/2015: Einstellung auf Lithium, Spiegel 0,6
12/2016: Einstellung auf Escitalopram 20 mg

Schilddrüsenunterfunktion vier Wochen nach Beginn der Lithiumtherapie. Substitution mit L-Thyroxin.
Damit einhergehend deutliche Besserung des Befindens.

03/2016 darf ich nach Hause gehen.
Lorazepam wird zu Hause fertig ausgeschlichen.
03/2016: Nach 7 Monaten keine Benzos mehr :party2:

14.09.2016: Reduktion Mirtazapin um 3,75 mg auf 11,25 mg.

20.11.2016: Weiter geht's! :fly: Reduktion um 2 mg auf 9,25 mg
15.01.2017: Runter auf 9 mg
9.4. 2017: Runter auf 7,5 mg

01.05.2017 Lithium reduziert auf 900 mg/d (Letzer Spiegel davor bei 0,7)
Hurra! Ich kann wieder klar denken.

19.08.2017 Wieder weiter mit Mirtazapin. 6,5 mg
05.10.2017 Mirtazapin von 6,5 mg auf 5,8 mg reduziert.
13.08.2018 Von 5,8 mg auf 5,2 mg runter.

14.10.2018 weiter mit Lithium(carbonat). Aktuell nehme ich 450-0-450 mg. Ab heute um 10% reduziert auf
360-0-450 mg. Mit Feinwaage gemessen.

20.10. Fühle mich wie wundgerieben. Habe Kündigung
meines Jobs erhalten. Dazu eine Beziehungskrise.
Lithium wieder hochgesetzt.

Musste außerdem meine Schilddrüsenmed erhöhen.

05.11. Mirtazapin weiter reduziert. Von 5 mg auf
4,5 mg.

27.11. Lithium um 100 mg reduziert.
Wenig gemerkt. 1 Tag leichte Depri. (Mirtazapin reduzieren ist schlimmer )

24.12. Lithium weiter reduziert. Jetzt auf
225 - 0 - 450 mg.

Zwischenstand 02.01.: alles prima bis auf starke Muskelschmerzen.

04.02.2019: Wieder weiter mit Mirtazapin (immer noch mit Feinwaage): Von 4,5 auf 4,0 mg.


Aktuelle Medikation:

Quilonum retard 225 mg -0 - 450 mg
Escitalopram 20 mg 1-0-0
Mirtazapin 4,0 mg 0-0-1
L-Thyroxin 137,5 mcg 1-0-0

Zur Ergänzung: Vitamin B-Komplex mit hohem B1- und B6-Anteil, Omega-3-Kapseln, Vit D3 1000 IE und Magnesium 400 mg.

Flummi

Re: Lithium Absetzen - Schilddrüse hurra?

Beitrag von Flummi » Samstag, 08.12.18, 15:34

Hallo,

ja, es ist reversibel. War bei meinem Mann so, nahm 150 L-Thyroxin unter Lithium, und nun nur noch 50.
Schau mal unter "Flummis Mann", dort findest Du seinen Verlauf. Er nahm auch noch Citalopram 20 mg ganz am Anfang. Das hat er einfach abgesetzt und sich dann ans Lithium rangemacht.

Alles Gute!
Claudia

Oxonium
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Re: Lithium Absetzen - Schilddrüse hurra?

Beitrag von Oxonium » Donnerstag, 13.12.18, 19:29

Vielen Dank, Claudia!

Das klingt ja hoffnungsvoll. Den Verlauf werde ich mir mal durchlesen. Weißt du noch, wie schnell die SD-Funktion wieder gekommen ist bzw ob es ab einer bestimmten Schwelle wieder los ging?

Ich müsste meine L-Thyroxindosis eigentlich gerade wieder erhöhen. Da ich aber vor gut zwei Wochen begonnen habe, Lithium zu reduzieren, dachte ich, ich warte erstmal ab....

Wie hat dein Mann denn gemerkt, dass er L-Thyroxin reduzieren kann? War er plötzlich überdosiert?


Liebe Grüße, Christiane
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Oxonium für den Beitrag:
Jamie
07/2015: Diagnose Major Depression.
Klinikeinweisung u. Beginn mit
Mirtazapin 30 mg + 15 mg Diazepam.
Es folgen 8 Monate stationäre Behandlung.

Mirtazapin zeigt sich nach drei Monaten Behandlung wirkungslos. Reduktion auf 15 mg.

Im Verlauf Erfahrungen mit Quetiapin, Promethazin,
Trimipramin.
Bedarfsmedikation bei Suizidalität bis zu 4 mg Lorazepam/Tag.

11/2015: Einstellung auf Lithium, Spiegel 0,6
12/2016: Einstellung auf Escitalopram 20 mg

Schilddrüsenunterfunktion vier Wochen nach Beginn der Lithiumtherapie. Substitution mit L-Thyroxin.
Damit einhergehend deutliche Besserung des Befindens.

03/2016 darf ich nach Hause gehen.
Lorazepam wird zu Hause fertig ausgeschlichen.
03/2016: Nach 7 Monaten keine Benzos mehr :party2:

14.09.2016: Reduktion Mirtazapin um 3,75 mg auf 11,25 mg.

20.11.2016: Weiter geht's! :fly: Reduktion um 2 mg auf 9,25 mg
15.01.2017: Runter auf 9 mg
9.4. 2017: Runter auf 7,5 mg

01.05.2017 Lithium reduziert auf 900 mg/d (Letzer Spiegel davor bei 0,7)
Hurra! Ich kann wieder klar denken.

19.08.2017 Wieder weiter mit Mirtazapin. 6,5 mg
05.10.2017 Mirtazapin von 6,5 mg auf 5,8 mg reduziert.
13.08.2018 Von 5,8 mg auf 5,2 mg runter.

14.10.2018 weiter mit Lithium(carbonat). Aktuell nehme ich 450-0-450 mg. Ab heute um 10% reduziert auf
360-0-450 mg. Mit Feinwaage gemessen.

20.10. Fühle mich wie wundgerieben. Habe Kündigung
meines Jobs erhalten. Dazu eine Beziehungskrise.
Lithium wieder hochgesetzt.

Musste außerdem meine Schilddrüsenmed erhöhen.

05.11. Mirtazapin weiter reduziert. Von 5 mg auf
4,5 mg.

27.11. Lithium um 100 mg reduziert.
Wenig gemerkt. 1 Tag leichte Depri. (Mirtazapin reduzieren ist schlimmer )

24.12. Lithium weiter reduziert. Jetzt auf
225 - 0 - 450 mg.

Zwischenstand 02.01.: alles prima bis auf starke Muskelschmerzen.

04.02.2019: Wieder weiter mit Mirtazapin (immer noch mit Feinwaage): Von 4,5 auf 4,0 mg.


Aktuelle Medikation:

Quilonum retard 225 mg -0 - 450 mg
Escitalopram 20 mg 1-0-0
Mirtazapin 4,0 mg 0-0-1
L-Thyroxin 137,5 mcg 1-0-0

Zur Ergänzung: Vitamin B-Komplex mit hohem B1- und B6-Anteil, Omega-3-Kapseln, Vit D3 1000 IE und Magnesium 400 mg.

Flummi

Re: Lithium Absetzen - Schilddrüse hurra?

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 26.12.18, 17:49

Liebe Christiane,

ja, er merkte dann eine künstliche herbeigeführte Überfunktion. Das war ein paar Mal so und er hat immer weiter runterdosiert.

Viele Grüße,
Claudia

Oxonium
Beiträge: 138
Registriert: Montag, 28.03.16, 16:55

Re: Lithium Absetzen - Schilddrüse hurra?

Beitrag von Oxonium » Freitag, 01.02.19, 18:34

Liebe Claudia,

wie rasch setzte denn die Veränderung im Schilddrüsenhormonhaushalt bei Deinem Mann ein?
Um welche Zeitabstände geht es?

Und - geht’s ihm jetzt schon besser?

Liebe Grüße !
Die Mitstreiterin ; )
07/2015: Diagnose Major Depression.
Klinikeinweisung u. Beginn mit
Mirtazapin 30 mg + 15 mg Diazepam.
Es folgen 8 Monate stationäre Behandlung.

Mirtazapin zeigt sich nach drei Monaten Behandlung wirkungslos. Reduktion auf 15 mg.

Im Verlauf Erfahrungen mit Quetiapin, Promethazin,
Trimipramin.
Bedarfsmedikation bei Suizidalität bis zu 4 mg Lorazepam/Tag.

11/2015: Einstellung auf Lithium, Spiegel 0,6
12/2016: Einstellung auf Escitalopram 20 mg

Schilddrüsenunterfunktion vier Wochen nach Beginn der Lithiumtherapie. Substitution mit L-Thyroxin.
Damit einhergehend deutliche Besserung des Befindens.

03/2016 darf ich nach Hause gehen.
Lorazepam wird zu Hause fertig ausgeschlichen.
03/2016: Nach 7 Monaten keine Benzos mehr :party2:

14.09.2016: Reduktion Mirtazapin um 3,75 mg auf 11,25 mg.

20.11.2016: Weiter geht's! :fly: Reduktion um 2 mg auf 9,25 mg
15.01.2017: Runter auf 9 mg
9.4. 2017: Runter auf 7,5 mg

01.05.2017 Lithium reduziert auf 900 mg/d (Letzer Spiegel davor bei 0,7)
Hurra! Ich kann wieder klar denken.

19.08.2017 Wieder weiter mit Mirtazapin. 6,5 mg
05.10.2017 Mirtazapin von 6,5 mg auf 5,8 mg reduziert.
13.08.2018 Von 5,8 mg auf 5,2 mg runter.

14.10.2018 weiter mit Lithium(carbonat). Aktuell nehme ich 450-0-450 mg. Ab heute um 10% reduziert auf
360-0-450 mg. Mit Feinwaage gemessen.

20.10. Fühle mich wie wundgerieben. Habe Kündigung
meines Jobs erhalten. Dazu eine Beziehungskrise.
Lithium wieder hochgesetzt.

Musste außerdem meine Schilddrüsenmed erhöhen.

05.11. Mirtazapin weiter reduziert. Von 5 mg auf
4,5 mg.

27.11. Lithium um 100 mg reduziert.
Wenig gemerkt. 1 Tag leichte Depri. (Mirtazapin reduzieren ist schlimmer )

24.12. Lithium weiter reduziert. Jetzt auf
225 - 0 - 450 mg.

Zwischenstand 02.01.: alles prima bis auf starke Muskelschmerzen.

04.02.2019: Wieder weiter mit Mirtazapin (immer noch mit Feinwaage): Von 4,5 auf 4,0 mg.


Aktuelle Medikation:

Quilonum retard 225 mg -0 - 450 mg
Escitalopram 20 mg 1-0-0
Mirtazapin 4,0 mg 0-0-1
L-Thyroxin 137,5 mcg 1-0-0

Zur Ergänzung: Vitamin B-Komplex mit hohem B1- und B6-Anteil, Omega-3-Kapseln, Vit D3 1000 IE und Magnesium 400 mg.

Flummi

Re: Lithium Absetzen - Schilddrüse hurra?

Beitrag von Flummi » Samstag, 02.02.19, 11:23

Hallo Christiane,

also von der Position, das von außen zu beoachten, sah es so für mich aus: nach etwa 1-2 Wochen nach dem Reduzieren merkte ich, dass er etwas mehr redete, aber das erschien mir von der Reduktion zu kommen. Dann merkte ich aber (ca. 3-4 Wochen vielleicht), dass er unruhiger und gereizter wurde, auch waren es körperliche Symptome - so genau erinner ich mich daran aber nicht mehr (sicher nahm er stark ab)- und er ging etwas runter mit dem L-Thyroxin, so dass er sich wieder besser fühlte.

Viele Grüße,
Claudia

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