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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
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Murmeline
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Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline »

Die Zeitschrift NeuroTransmitter versteht sich als Diskussionsforum und führendes berufspolitisches Medium für alle Nervenärzte, Neurologen und Psychiater.

In der aktuellen Ausgabe findet ihr ab Seite 18 (im pdf Seite 19) folgenden Artikel:


Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika
Überfällige ärztliche Hilfen
von Peter Lehmann und Markus Kaufmann

Das Absetzen von Psychopharmaka ist ein schwieriges Thema, sowohl für Ärzte als auch für Patienten. In diesem Beitrag wird dafür plädiert, vorsichtig mit der Erstverordnung zu sein, Patienten beim Absetzen zur Seite zu stehen und die Erfahrungen Psychiatriebetroffener zu berücksichtigen.

https://www.bvdn.de/images/neurotransmi ... mitter.pdf


Dank der Autoren findet auch unsere virtuelle Selbsthilfegruppe Erwähnung 😊

Vielleicht kann der ein oder andere den Artikel ausdrucken und bei Gelegenheit weitergeben. Er beschreibt unter anderem, wie schwerwiegend und lange anhaltenden Absetzsyndrome sein können.


Einen weiteren Artikel gibt es auf Seite 27 (im pdf Seite 32), in diesem allerdings werden Entzugssymptome von Antidepressiva wie gewohnt so beschrieben, Zitat:
Die Symptome bilden sich innerhalb von Wochen spontan zurück und sind überwiegend milde.

Von anderen Fällen ist im zweiten Artikel leider keine Rede.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo liebe Murmeline,
Deine Arbeit im Forum ist einfach unglaublich gut. Danke für diesen Link und die Analyse bzgl. des Textes.
3 mal habe ich das schon verbreitet. Ich warte nur auf den nächsten Termin bei meiner Psychiaterin. Ich werde es ausdrucken und zum Thema machen.
Liebe Grüße, Psychoopfer
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline »

Moin!

Vielleicht sagt sie dann, dass der Artikel nicht von Fachärzten geschrieben wurde 🙄 vielleicht sagt sie das aber auch nicht! 8-)

Immerhin ist es in einem führenden Magazin erschienen auf Initiative der Redaktion. Man sieht also, dass Einschätzungen auch von Experten aus Erfahrung oder kritischen „Aktivisten“ vermehrt gefragt sind - und das sind wir alle und gemeinsam können wir dazu beitragen, den Diskurs breiter und vielfältiger zu gestalten.

Grüße, Murmeline

PS: freundliche und sachliche „danke Mails“ an die Redaktion fürs aufgreifen des Thema, ggf. mit Schilderungen eigener Erfahrungen kann nicht schaden!
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Jarritt »

Guten Morgen Murmeline,

ich bin immer wieder erstaunt, was ihr im Team für eine Arbeit macht und das zum Wohle der Betroffenen. :hug:

Deine Empfehlung werde ich aufnehmen und der Redaktion eine Mail schicken.
Die Seiten habe ich ausgedruckt und werde diese an meine behandelnde Ärztin und meinem (neuen) Hausarzt überreichen.

Einen schönen Sonntag wünsch ich Dir. <3

Liebe Grüße
Jarritt
Link zu meinem Thread Mirtazapin nach Plan absetzen

April 2015 Schlafstörungen wegen Unruhe und Nervösität.
Diagnose meiner Internistin: Leichte Depression
Verschreibung von Flurazepam real 27,4 mg gegen Schlafstörung.
Dosis am Anfang 1/2 Tablette= 14,0 mg für 4 Wochen, danach die Dosis halbieren.
Zeitraum der Einnahme bis November 2016
Bis dahin Ahnungslos was das Medikament auslösen kann, meine Internistin auch.
► Text zeigen
[/spoil][/offtopic]
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Anjalena »

Liebe Murmeline,

Vielen Dank für Deine Arbeit und das reinstellen des so wichtigen links. <3
Habe mir gerade denn gesamten Beitrag durchgelesen und bin sehr sehr begeistert!
Ich hoffe nun endlich das sich was in den Köpfen der Ärzte endlich was bewegen tut. Ich meine seit 2016 geht die Aufklärung durch Peter Lehmann und viele anderen in der Richtung aktiven.
Wissen über die ausserordentlich schlimmen Absetzsymptome gibt es schon viel länger. Doch beharrlich haben viele der momentan tätigen Ärzte, ob ambulant oder auch in Kliniken... keine Ahnung von den Absetzerscheinungen.
Erst jetzt 12/2019 in einer Berliner Klinik erfahren! Es muss sich endlich was ändern, es ist ein Trauerspiel, was sich da immerfort abspielt!
Ich hoffe dieser Beitrag in dieser wissenschaftlichen Zeitung bringt nun einiges Vorran! Ich hoffe....
Liebe Grüsse, von Anjalena
► Text zeigen
03.03.2020. 225 mg. wieder 25 mg eindosiert, das es mir zu schlecht ging, mega Ängste
27.07.2020. 225mg. bleibe noch bei 225mg , bin in Klinik
30.09.2020. 200 mg.
13.11.2020. 175 mg.
yellohmellow

Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von yellohmellow »

Mir wird in dem Artikel leider nicht deutlich, wie zwischen Absetzproblemen und einem Rezidiv zu unterscheiden sei.Dort heißt es lediglich, die Unterscheidung sei "schwierig".
Ich finde, das sollte genauer definiert werden können. Anderenfalls, und das hab ich während meiner beruflichen Tätigkeit in der Psychiatrie leider oft genug erleben müssen, passiert es,daß Patienten ihr Medikament absetzen, aber schon bald ohne Medikament einen Rückfall erleben. Nur dass oft genug das "alte" Mittel nicht mehr wirkt wie zuvor und dann eine qualvolle Odyssee durch die Fülle des pharmazeutischen Sortiments beginnt. Das wünsche ich wirklich niemandem.
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline »

Hallo yellow,

Du hast auch den zweiten Artikel im gleichen Heft gelesen? Da findest du einige Aussagen zu Entzug, Rezidiv und Rebound, die sich auf Literatur zu beziehen scheinen (und fehlende Studien erwähnen), allerdings keine Erfahrungen von betroffenen einbeziehen.

Die Redaktion wollte offensichtlich zwei Artikel unterschiedlicher Autoren und es wäre untypisch, wenn im gleichen Heft in beiden Artikeln das gleiche ausführlicher stehen würde.

Hallo Jarritt,

Danke für deine Worte. Ich sammele gerne die Artikel zum Thema und stelle sie hier rein. Das kann ich viel regelmäßiger machen als vor vier Jahren, ein schöner Fortschritt.

Liebe Anjalena,

Ärzte wissen darüber immer noch zu wenig. Warum das so ist, dafür habe ich zwei Zitate von Psychiatern:

Dr. Dreher schreibt (Zitat)
In den etablierten Büchern zur Psychopharmakotherapie stehen Absetzsymptome erst seit wenigen Jahren drin, wenn überhaupt. Früher kannte das kein Mensch. In der Ausbildung hat mir das auch keiner erzählt. Als ich den Blogbeitrag (2014) schrieb, wusste ich auch nicht, dass es das gibt. Doch dann kamen sehr viele Kommentare von Patienten, dass es sehr wohl Absetzerscheinungen gibt. https://psychiatrietogo.de/2014/01/08/a ... epressiva/

Einen weiteren Anhaltspunkt warum es schwierig liefert eine Aussage von Dr. Ulrich Vorderholzer, zu finden bei seinem Blogbeitrag „Wieviel Antidepressiva sind zuviel“.
Er schreibt, dass Menschen die Antidepressiva – vor allem nach jahrelanger Anwendung – nur sehr schwer absetzen können oft nicht das Verständnis und die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, weil auf die Problematik bisher zu wenig Aufmerksamkeit gerichtet worden sei, aber derzeit ändere sich das ganz rapide. https://www.psychosomatik-online.de/wer ... comment-38

Quelle: http://www.antipsychiatrieverlag.de/art ... pn2018.pdf

Grüße, Murmeline
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von yellohmellow »

Murmeline hat geschrieben: 28.12.2019 17:29 Hallo yellow,

Du hast auch den zweiten Artikel im gleichen Heft gelesen? Da findest du einige Aussagen zu Entzug, Rezidiv und Rebound, die sich auf Literatur zu beziehen scheinen (und fehlende Studien erwähnen), allerdings keine Erfahrungen von betroffenen einbeziehen.
Danke für den Hinweis, wodurch ich jetzt auch den zweiten Artikel in dem Heft lesen konnte.
Ganz wichtig finde ich den dortigen Hinweis, daß Patienten vor einem eventuellen Beginn der Behandlung mit Antidepressiva vom Behandler auf die Risiken (Entzugssymptomatik, Rebound Effekte) hingewiesen werden müssen. Das ist ja leider in aller Regel nicht der Fall und eigentlich ein Skandal.

Die Entzugssymptome werden in dem Artikel ziemlich klar abgegrenzt von einem Rezidiv. Für mich auch gut zu wissen, daß bei Fluoxetin kaum Entzugssymptome bekannt sind, mein Ziel ist es ja, dieses Medikament durch eine „gesündere“ Alternative zu ersetzen.

Ebenfalls gut fand ich auch die deutliche Abgrenzung von Behauptungen, Antidepressiva würden abhängig machen:“ Ein Entzugssyndrom ist nicht gleich- bedeutend mit einer Abhängigkeitsent- wicklung. Die Entwicklung einer Ab- hängigkeit von Antidepressiva gemäß ICD-10 liegt nicht vor, da andere Sucht- kriterien nicht erfüllt sind. Antidepres- siva verursachen beispielsweise kein un- kontrolliertes Verlangen, das Medika- ment einzunehmen, es besteht keine ei- genmächtige Dosissteigerung durch die Patienten, keine Einengung von Verhal- ten oder Interessen auf die Einnahme oder Beschaffung von Antidepressiva.“
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline »

Hallo yellow,

die aktuelle Definition von Abhängigkeit im ICD 10 baut stark auf Kriterien auf, die Sucht definieren. Daher kann man nach dieser Klassifikation nicht sagen, dass Antidepressiva abhängig machen.

Eine körperliche Gewöhnung alleine wird von der Fachwelt nicht als „Abhängigkeit“ bezeichnet. Es gab auch andere Zeiten, in der ICD-9-Definition zeigten entweder Toleranzerhöhung oder ein Entzugssyndrom eine Abhängigkeit an. Nach dieser Definitionen würde man heute bei Antidepressiva von Abhängigkeit sprechen, da sie Entzugssymptomen auslösen können.

Man kann Abhängigkeit durchaus differenziert betrachten. Dazu der aktuelle DGPPN-Präsident:
Damit kann auch die eingangs gestellte Frage nochmal eingegangen werden, inwieweit Psychopharmaka abhängig machen. Versteht man unter Abhängigkeit das Entwickeln von Gewöhnungseffekten (Toleranzentwicklung) und Absetzphänomene bzw. Entzugserscheinungen, ist die Frage zu bejahen. Das gilt allerdings für alle wirksamen Medikamente, eben auch für Bluthochdruckmittel etc.

Heutzutage werden unter Abhängigkeitserkrankungen aber im Wesentlichen Suchterkrankungen verstanden. Der Begriff der „Abhängigkeitserkrankung“ ist gegenüber dem der „Suchterkrankungen“ zu bevorzugen, da unter „Suchterkrankungen“ häufig zu sehr und für die Betroffenen stigmatisierend die vermeintliche „Gier“ nach der Droge bzw. das starke Verlangen und eine angebliche Kontrollunfähigkeit der Betroffenen thematisiert wurde, wobei es bei Letzterem um eine Kontrollminderung und nicht etwa um „haltlose“ oder andere, negativ bewertete Charakterzüge geht. Um genau von solchen stigmatisierenden und abwertenden Bildern wegzukommen hat man insbesondere in der internationalen, aber auch in der deutschen Suchtdiskussion von „Abhängigkeitserkrankungen“ und nicht von Suchterkrankungen gesprochen (im Engl. „dependence“ statt „addiction“), dieser Trend ist leider derzeit rückläufig.

Wenn man also von der abhängig machenden Wirkung von Psychopharmaka spricht, sollte man dies nicht mit klassischen Suchterkrankungen verwechseln. Es handelt sich um die körpereigenen Anpassungsvorgänge an jegliche Form von Medikation.
(Quelle)

Hier im Forum verstehen sich diese körpereigenen Gewöhnungen als Abhängigkeit. Das trägt auch dem Selbsterleben von Betroffenen Rechnung, die die Einnahme aufgrund von Entzugssymptomen nicht so beenden können, wie sie es wünschen und sich daher abhängig fühlen.

Grüße, Murmeline
Zuletzt geändert von Oliver am 29.12.2019 12:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Formatierung Zitat
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Oliver »

Hallo,
yellohmellow hat geschrieben: 29.12.2019 10:25 Für mich auch gut zu wissen, daß bei Fluoxetin kaum Entzugssymptome bekannt sind, mein Ziel ist es ja, dieses Medikament durch eine „gesündere“ Alternative zu ersetzen.
Vielleicht recherchierst Du da besser noch ein wenig mehr. Im englischsprachigen Internet wirst Du Dich vor gegenteiligen Erfahrungsberichten nicht retten können, aber auch hier im Forum gibt es darüber viel zu lesen: Suche im ADFD: fluoxetin (wenn man die verschiedenen Handelsnamen noch berücksichtigen würde, würde man wohl noch viel mehr finden).
yellohmellow hat geschrieben: 29.12.2019 10:25 Ebenfalls gut fand ich auch die deutliche Abgrenzung von Behauptungen, Antidepressiva würden abhängig machen:“ Ein Entzugssyndrom ist nicht gleich- bedeutend mit einer Abhängigkeitsent- wicklung.
Ich finde das alles andere als gut. Macht ist die Macht zu definieren. Die Macht liegt in den Händen derer, die das ICD und das DSM verfassen. Die handeln nicht unbedingt im Interesse der Betroffenen. Der Begriff Abhängigkeit wurde so umgedeutet, dass man bis heute sagen darf "Antidepressiva machen nicht abhängig" ohne technisch der Lüge gestraft zu werden, obwohl man nicht die Wahrheit sagt. Denn wie schwer es sein kann, davon los zu kommen, kann man ja allein schon im ADFD tausendfach nachlesen.

Ich lehne diese Umdeutung schon lange ab, weil sie denjenigen in die Hände spielt, die die Probleme gerne herunterspielen möchten und leider sind sie damit ja bis heute erfolgreich, wie man an den weiter explodierenden Verschreibungszahlen von ADs sehen kann. Ich habe da schon im Jahre 2004 einen Artikel drüber geschrieben: Zum Thema SSRI und Abhängigkeit

Das hier könnte in diesem Zusammenhang auch noch für Dich interessant sein: Absetzprobleme gibt es laut Hegerl nicht. Wenn Du generell mehr über die problematischen Verstrickungen finanzieller Interessen im Bereich Psychopharmaka lernen willst, dann suche hier im Forum mal nach "Hegerl", "Niedermeier", "Depressionsliga" oder "Kompetenznetz Depression". Ein Journalist, der hier als PhilRs registriert ist, hat in seiner aktiven Zeit auch sehr viel zu dieser Problematik geschrieben.

Alles Gute
Oliver
yellohmellow

Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von yellohmellow »

Hallo Oliver,

Ich hab lediglich den Artikel aus "Neurotransmitter" auszugsweise zitiert, der mir von der Moderatorin Murmeline zur Lektüre empfohlen wurde.

Es scheint mir, daß Du einen anderen Background hast als ich und vielen anderen hier, weil ich bei Dir keine Signatur über Deinen Behandlungsverlauf mit Medikamenten sehe. Es deutet für mich darauf hin, daß Du kein Betroffener bist. Ich bin es, und mir ist es passiert, daß eine Ärztin, die früher meine Hausärztin war, mit der Begründung, Fluoxetin mache abhängig, mir das Mittel nicht verschrieben hat, obwohl sie wußte, daß ich es bereits jahrelang von meinem Psychiater bekam. Und es war ein Notfall, ich hatte keine Tabletten mehr und mein Psychiater war im Urlaub. Stattdessen bot sie mir an, mir Globuli zu verschreiben, das wirke viel besser und mache eben nicht abhängig.

Für Patienten, die so etwas erleben mußten, ist es definitiv schon wichtig, daß es wissenschaftliche Berichte gibt, worin Antidepressiva keine Suchtproblematik unterstellt werden.

Natürlich gibt es die Entzugsproblematik, darüber sind wir uns ja einig, aber das ist ein anderes Thema.
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Oliver »

Hallo yellohmellow,
yellohmellow hat geschrieben: 29.12.2019 16:08 Ich hab lediglich den Artikel aus "Neurotransmitter" auszugsweise zitiert, der mir von der Moderatorin Murmeline zur Lektüre empfohlen wurde.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was Du mir damit sagen willst, aber du hast Schlussfolgerungen aus diesem Artikel gezogen und hier geteilt. Ich habe zwei dieser Schlussfolgerungen kommentiert, weil ich denke, dass du da noch ein paar Wissenslücken hast und Dinge falsch verstehst. Daher wollte ich dir zumindest die Chance geben, diese Schlussfolgerungen mit Hilfe neuer Informationen und Denkanstöße nochmal neu zu überdenken.
yellohmellow hat geschrieben: 29.12.2019 16:08 Es scheint mir, daß Du einen anderen Background hast als ich und vielen anderen hier, weil ich bei Dir keine Signatur über Deinen Behandlungsverlauf mit Medikamenten sehe. Es deutet für mich darauf hin, daß Du kein Betroffener bist.
Es spielt für das was ich Dir geschrieben habe auch keine Rolle wer oder was ich bin. Du kannst was ich Dir schreibe und verlinke lesen, darüber nachdenken, die Richtigkeit oder Unrichtigkeit meiner Erkenntnisse beurteilen und dann Deine eigenen Schlüsse für Dein weiteres Vorgehen daraus ziehen. Oder auch nicht.
yellohmellow hat geschrieben: 29.12.2019 16:08 Ich bin es, und mir ist es passiert, daß eine Ärztin, die früher meine Hausärztin war, mit der Begründung, Fluoxetin mache abhängig, mir das Mittel nicht verschrieben hat, obwohl sie wußte, daß ich es bereits jahrelang von meinem Psychiater bekam. Und es war ein Notfall, ich hatte keine Tabletten mehr und mein Psychiater war im Urlaub. Stattdessen bot sie mir an, mir Globuli zu verschreiben, das wirke viel besser und mache eben nicht abhängig.
Das war natürlich unverantwortlich von der Ärztin. Wenn sie die Beipackzettel der Medikamente, die sie verschreibt mal lesen würde, hätte sie selber gesehen, dass selbst die Hersteller durch gerichtlichen Druck nun auch schon lange zugeben, dass es gefährlich sein kann, die Medikamente abrupt abzusetzen (siehe auch meinen Artikel von 2004).
yellohmellow hat geschrieben: 29.12.2019 16:08 Für Patienten, die so etwas erleben mußten, ist es definitiv schon wichtig, daß es wissenschaftliche Berichte gibt, worin Antidepressiva keine Suchtproblematik unterstellt werden.
Wenn Du Deine Geschichte meinst - also dass Dir eine Ärztin eine Folgeverschreibung für Dein langjährig eingenommenes Psychopharmakon verweigert hat, dann wird genau umgekehrt ein Schuh draus: die Gefahren durch abruptes oder zu schnelles Absetzen müssen endlich ernst genug genommen werden, damit solche Geschichten, wie sie dir passiert sind, nicht mehr passieren.

Es bringt nichts, das Abhängigkeitspotential von Substanzen zu verleugnen, weil man beim Lesen des Wortes "Sucht" das Denken aufhört. Darum verwende ich und andere die um eine rationale Diskussion bemüht sind, den Begriff "Abhängigkeit von SSRI" und versuchen ihn auch möglichst klar zu definieren, um ihn von anderen Abhängigkeitsformen abzugrenzen. Es gibt verschiedene Formen der Abhängigkeit und wie man hier auch wieder an Deiner Reaktion sehen kann, muss noch einiges passieren, bis diese Idee etabliert ist, damit der Schaden, der durch diese unzulässige Vereinfachung angerichtet wurde und immer noch wird eingegrenzt werden kann.

Was Dir passiert ist, ist allerdings auch nicht der Normalfall. Der Normalfall, ist eher dass man nach einem 10-minütigen Gespräch mit dem Hausarzt ein SSRI verschrieben bekommt, ohne vorher ausreichend über die Risiken, die durch die Einnahme und das Absetzen bestehen, aufgeklärt worden zu sein. Und warum das so ist (oder zumindest ein Teil des Puzzles), kannst Du lesen, wenn du dir mal die Links anschaust, die ich oben gepostet habe.
yellohmellow hat geschrieben: 29.12.2019 16:08 Natürlich gibt es die Entzugsproblematik, darüber sind wir uns ja einig, aber das ist ein anderes Thema.
Ich habe bisher nicht den Eindruck das wir uns einig sind und das Thema ist zu wichtig, als das man es einfach zur Seite wischen könnte. Mein Eindruck ist, dass Du aufgrund Deines speziellen Backgrounds sehr große Probleme hast, die Sichtweisen, die hier von mir und anderen vertreten werden, tatsächlich voll zu erfassen. Das braucht aber auch Zeit und Geduld, wenn man, wie du, aus einer ganz anderen Richtung kommt. Ich denke, Du wirst hier noch viel lesen und über das Gelesene nachdenken müssen, bevor wir uns über irgendwas einig sein können, aber ich freue mich, dass du dich weiterhin bemühst :)

Alles Gute
Oliver
Schniepchen
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Schniepchen »

Danke für den Artikel!

Es wurden ja folgende Kategorien von Entzugssymptomen genannt:
  • neu auftretende (un)spezifische Entzugssympome
  • pharamkodynamische Gegenreaktion (rebound)
  • Persistierende Entzugssymptome
Werden die denn alle geringer bis gar nicht da sein, wenn man nur langsam genug absetzt?
Und treffen die Aussagen auch auf Neuroleptika bzw. Opipramol zu (was ja, wie woanders geschrieben wurde, auch Aspekte von Neuroleptika hat)?

Viele Grüße
[spoil]Opipramol (wegen Schlafstörungen):
seit Juni 2010: 75mg (selten und kurz mal mehr)
erster Absetzversuch 2013: 0mg -> erste 2 Wochen gut, aber immer weniger geschlafen, nach 3-4 Wochen ca. 5Std. Schlaf, damit kam ich auf Dauer nicht mehr aus -> wieder 75mg Rest s. unten

Zolpidem:
immer wieder mal, in den letzten Wintern vor 18/19 aber längere Zeit am Stück (meist 2,5mg) und dann direkt weggelassen (1-2 schlechte Nächte im Anschluß, dann ok)
ab Winter 2018/19 s. unten

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seit		Opipramol	Zolpidem						Bemerkung
Juni 2010	 75  mg									außer 5 Wochen 2013
26.8.18		100  mg
28.8.-18.9.18			2,5-5mg (sehr variabel, auch mal 0mg)
17.11.18-4.1.19			2,5-5mg (sehr variabel, auch mal 0mg)
5.1.19				0 mg
17.1.19		 87,5mg
Mitte Feb 19			im Schnitt 5mg (unregelm. Einnahme zw. 2,5 und 10 mg)	Belastung von außen und Krankheit
				meist 2,5 mg und dann noch mal 1,25-2,5mg vormittags
22.3.19		 83,3mg
15.4.19		100  mg									keine Absetzsymptome, "sicherheitshalber" (äußere Belastung und Krankheit)
Ende Mai 19			im Schnitt 3mg (weiter unregelm. Einnahme)
27.8.19				2,5mg regelm. Einnahme
7.9.19				1,875mg
1.4.20				1,625mg
8.4.20				1,375mg
11.4.20				1,25mg
16.4.20		87,5mg
27.4.20		95,8mg
Einnahme- Hintergrund:
Schlafstörungen vor Opipramol nicht so massiv, aber wegen Zusammenhang Schlafstörungen - Infektanfälligkeit war Opipramol damals ein Versuch.
Inzwischen andere Ursachen für Infektanfälligkeit gefunden, die ich aktuell folgendermaßen behandele (länger dauernd) ->

Andere Behandlungen und Einflussfaktoren:
Schwermetallausleitung (DMPS), Darmsanierung, Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine usw.), Neuraltherapie, Pflanzentinkturen (leider viel Alkohol).

Leider durch Situation Krankheit-Arbeit(slosigkeit) insgesamt verstärkt Sorgen/Stress[/spoil]

Letztes Update 30.4.20
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline »

Guten Abend!
Werden die denn alle geringer bis gar nicht da sein, wenn man nur langsam genug absetzt?
Ob diese Reaktionen überhaupt beim Absetzen auftreten und wie stark, ist individuell von Mensch zu Mensch verschieden. Das sehr schrittweise und langfristige Reduzieren hat sich in Betroffenengruppen etabliert, um das potentielle Risiko für diese möglichen Reaktionen zu minimieren. Idealerweise treten bei einem langsamen Reduzieren die Symptome wenig auf, aber auch das ist unterschiedlich.
Und treffen die Aussagen auch auf Neuroleptika bzw. Opipramol zu (was ja, wie woanders geschrieben wurde, auch Aspekte von Neuroleptika hat)?
Bei Neuroleptika kennt man beispielsweisen den Begriff Supersensivitätspsychosen Quelle, damit sind meinem Verständnis nach substanzinduzierte Gegenreaktion gemeint. Entzugssympome findest du auch in den Fachinformationen zum jeweiligen Medikament, für das Neuroleptikum Quetiapin beispielsweise "akute Absetzsymptome wie Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Diarrhö, Erbrechen, Schwindel und Reizbarkeit". https://www.glenmark.de/files/user_uplo ... -02_01.pdf und natürlich in Betroffenenberichten. Länger anhaltende Symptome werden in den Berichten von Betroffenen auch bei Neuroleptika beschrieben. Erfahrungsberichte zu Opipramol findest Du über die Suchfunktion search.php?keywords=Opipramol

Grüße, Murmeline
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Schniepchen »

Hallo Murmeline,

vielen Dank für Deine Antwort.
Ich hab mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Ich wollte mit der ersten Frage darauf hinaus, ob diese verschiedenen Gruppen von Symptome alle gleichermaßen von einem langsamen Vorgehen beeinflusst werden oder ob sich bei irgendeiner Gruppe bevorzugt Reaktionen einstellen, wenn man doch zu schnell ist. Wenn das jemand weiß.
Die Erfahrungsberichte von Opipramol hatte ich vor einem Jahr oder so schon gesucht, aber soviel gibt es leider nicht und dementsprechend auch nicht wirklich Erfolgsgeschichten.

Viele Grüße
[spoil]Opipramol (wegen Schlafstörungen):
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erster Absetzversuch 2013: 0mg -> erste 2 Wochen gut, aber immer weniger geschlafen, nach 3-4 Wochen ca. 5Std. Schlaf, damit kam ich auf Dauer nicht mehr aus -> wieder 75mg Rest s. unten

Zolpidem:
immer wieder mal, in den letzten Wintern vor 18/19 aber längere Zeit am Stück (meist 2,5mg) und dann direkt weggelassen (1-2 schlechte Nächte im Anschluß, dann ok)
ab Winter 2018/19 s. unten

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seit		Opipramol	Zolpidem						Bemerkung
Juni 2010	 75  mg									außer 5 Wochen 2013
26.8.18		100  mg
28.8.-18.9.18			2,5-5mg (sehr variabel, auch mal 0mg)
17.11.18-4.1.19			2,5-5mg (sehr variabel, auch mal 0mg)
5.1.19				0 mg
17.1.19		 87,5mg
Mitte Feb 19			im Schnitt 5mg (unregelm. Einnahme zw. 2,5 und 10 mg)	Belastung von außen und Krankheit
				meist 2,5 mg und dann noch mal 1,25-2,5mg vormittags
22.3.19		 83,3mg
15.4.19		100  mg									keine Absetzsymptome, "sicherheitshalber" (äußere Belastung und Krankheit)
Ende Mai 19			im Schnitt 3mg (weiter unregelm. Einnahme)
27.8.19				2,5mg regelm. Einnahme
7.9.19				1,875mg
1.4.20				1,625mg
8.4.20				1,375mg
11.4.20				1,25mg
16.4.20		87,5mg
27.4.20		95,8mg
Einnahme- Hintergrund:
Schlafstörungen vor Opipramol nicht so massiv, aber wegen Zusammenhang Schlafstörungen - Infektanfälligkeit war Opipramol damals ein Versuch.
Inzwischen andere Ursachen für Infektanfälligkeit gefunden, die ich aktuell folgendermaßen behandele (länger dauernd) ->

Andere Behandlungen und Einflussfaktoren:
Schwermetallausleitung (DMPS), Darmsanierung, Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine usw.), Neuraltherapie, Pflanzentinkturen (leider viel Alkohol).

Leider durch Situation Krankheit-Arbeit(slosigkeit) insgesamt verstärkt Sorgen/Stress[/spoil]

Letztes Update 30.4.20
Matthu
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Matthu »

Hallo,

ich habe mich nun auf den Weg gemacht in die Klinik die im zweiten Artikel erwähnt wird.
Das Gespräch in der Ambulanz war okay. Absetzprobleme/Absetzsyptome/Entzugsytome sind bekannt....und sollen nicht bleibend sein, das diese Symptome allerdings so habe ich Sie verstanden so lange wie bei mir andauern bzw. das Impfungen evtl. bleibende Schäden verursachen können das wurde im Prinzip verneint. Es wurde mir eine interessante stationäre Therapie angeboten....allerdings eventuell auch die Möglichkeit von Medikamenten (eventuell pflanzlich) in Erwägung gezogen wenn ich damit einverstanden wäre.

LG
Erkrankungen:
seit 1992 Zöliakie/Glutenunverträglichkeit,
seit 2005 Lactoseunverträglichkeit, Histaminunverträglichkeit, z.T. Fructoseunverträglichkeit
seit 2006 bzw. wurde nach einer OPERATION einen Blutgerinnungsstörung festgestellt, Hämophilie

Psychopharmaka ...so genau lässt sich das nicht mehr nachvollziehen wegen leichter Ängste und Migräne

Wahrscheinlich 1993/94 Depotspritze Antidepressiva
2005-2006 verschiedene Antidepressiva - durch Neurologen ausprobiert - nicht vertragen bzw. toleriert wegen starker Benommenheit
2006-2014 mehrmals jeweils für gut ein halbes Jahr über die Wintermonate Laif 900 verschrieben

Juni 2018 Neuroplant 600 bis 28.2.2019 wurde nicht ausgeschlichen sondern sofort abgesetzt durch Neurologen
29.2.2019 Sertralin 25mg
12.3.2019 Sertralin 50mg
15.3.2019 1te FSME Impfung
30.3.2019 Serotoninsyndrom
1.4.2019 25mg Sertralin
2.4.2019 kaltentzug bzw. Sertralin abgesetzt wegen massiver Nebenwirkungen (wie z.B. Angst/Panik, Suizidgedanken, Herzrasen, hoher Blutdruck, Krampfanfälle, bzw. Serotoninsyndrom ) auf anraten der Neurologen
5.4.2019 2te FSME Impfung
seit dieser Zeit massive „Entzugssymtome“, wie: grippeähnliche Symptome, Kopfschmerzen links, Schwäche, Myalgie, Muskelverspannungen, Parästhesien, Gefühl von Stromschlägen, Sensibilitätsstörungen, Ohrgeräusche, Temperaturregulationsstörung, frösteln, Unruhe, kribbeln wie 1000 Nadeln, Konzentationsminderung, Ängstlichkeit, Impulsitität, Alpträume, Schlafstörung, :frust:

seit 4.2020 nun gesicherte Diagnose, mit Labornachweise, Chlamydia pneumonie, Yersinieninfektion beides seit mind. 2005 wahrscheinlich chronisch, Borreliose (borrelia burgdorferi) mindestens seit 2018, Toxoplasmose..... :(
carlotta
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von carlotta »

Hallo Matthu,

welche Klinik meinst Du? Die, in der Bschor praktiziert? Auch wenn er ein wenig zum Entzug publiziert hat, ist sein Kenntnisstand, mal vorsichtig formuliert, noch recht eingeschränkt.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)


[spoil]Kurzabriss Verlauf:
viewtopic.php?f=18&start=140&t=12787&si ... fb#p266609
Seitdem nur unwesentlich mit dem Reduzieren weitergekommen, da längere Absetzpause.[/spoil]
Matthu
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Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Matthu »

Hallo Carlotta,

....ja zum einen und wahrscheinlich hast Du Recht :(

Liebe Grüße
Erkrankungen:
seit 1992 Zöliakie/Glutenunverträglichkeit,
seit 2005 Lactoseunverträglichkeit, Histaminunverträglichkeit, z.T. Fructoseunverträglichkeit
seit 2006 bzw. wurde nach einer OPERATION einen Blutgerinnungsstörung festgestellt, Hämophilie

Psychopharmaka ...so genau lässt sich das nicht mehr nachvollziehen wegen leichter Ängste und Migräne

Wahrscheinlich 1993/94 Depotspritze Antidepressiva
2005-2006 verschiedene Antidepressiva - durch Neurologen ausprobiert - nicht vertragen bzw. toleriert wegen starker Benommenheit
2006-2014 mehrmals jeweils für gut ein halbes Jahr über die Wintermonate Laif 900 verschrieben

Juni 2018 Neuroplant 600 bis 28.2.2019 wurde nicht ausgeschlichen sondern sofort abgesetzt durch Neurologen
29.2.2019 Sertralin 25mg
12.3.2019 Sertralin 50mg
15.3.2019 1te FSME Impfung
30.3.2019 Serotoninsyndrom
1.4.2019 25mg Sertralin
2.4.2019 kaltentzug bzw. Sertralin abgesetzt wegen massiver Nebenwirkungen (wie z.B. Angst/Panik, Suizidgedanken, Herzrasen, hoher Blutdruck, Krampfanfälle, bzw. Serotoninsyndrom ) auf anraten der Neurologen
5.4.2019 2te FSME Impfung
seit dieser Zeit massive „Entzugssymtome“, wie: grippeähnliche Symptome, Kopfschmerzen links, Schwäche, Myalgie, Muskelverspannungen, Parästhesien, Gefühl von Stromschlägen, Sensibilitätsstörungen, Ohrgeräusche, Temperaturregulationsstörung, frösteln, Unruhe, kribbeln wie 1000 Nadeln, Konzentationsminderung, Ängstlichkeit, Impulsitität, Alpträume, Schlafstörung, :frust:

seit 4.2020 nun gesicherte Diagnose, mit Labornachweise, Chlamydia pneumonie, Yersinieninfektion beides seit mind. 2005 wahrscheinlich chronisch, Borreliose (borrelia burgdorferi) mindestens seit 2018, Toxoplasmose..... :(
Svasti

Re: Artikel in NeuroTransmitter zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Svasti »

Ich bin nach diesem Artikel spontan Mitglied in der DGSP geworden, bisher nur passiv, wegen des Entzuges, aber so etwas muss man unterstützen, wenn man das finanziell kann. :-)
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