Hallo,
ich bin 46 Jahre alt, männlich, und seit 1976 in psychiatrischer Behandlung. Diagnose lautet: schizoaffektive Psychiose. Insgesamt 5 stationäre Aufenthalte, zuletzt im Jahr 1986. Seitdem ausschließlich ambulante Behandlung. Seit ca. drei Jahren Dauermedikation mit geringen Dosen Doxepin und Risperdal, davor andere Präparate, je nach Verlauf und Schwere der Erkrankung.
Da ich seit 7 Jahren arbeitslos bin und alleine wohne, ist mein Alltag nicht besonders aufregend. Zur Zeit macht mir eine mittelschwere Depression zu schaffen, mit Morgentief.
Ich habe die Hoffnung fast verloren, einen halbwegs gescheiten Job zu finden, nach 300 erfolglosen Bewerbungen. Mit gelegentlichen Nebentätigkeiten kann ich die finanzielle Not etwas lindern.
Probleme mit der Krankheit gibt es bei größerem Stress, besonders im Berufsleben. Trotz Qualifikation und guter Noten habe ich mehrfach den Job verloren, auch wenn weitere Faktoren dabei eine Rolle spielten.
Meine Eltern leben nicht mehr, meine zwei Geschwister sind ebenfalls in psychiatrischer Behandlung, meine Mutter war es auch, also vier von fünf Personen.
Ich interessiere mich für viele Dinge, surfe viele Stunden im Internet, doch oft macht mir der mangelnde Antrieb zu schaffen.
Wahrscheinlich geht es den meisten Langzeitarbeitslosen ähnlich, auch wenn keine psychische Grunderkrankung vorliegt.
Wenn ich es recht verstanden habe, kann ich erst nach meiner Vorstellung das weitere Forum nutzen, bin mal gespannt.
Viele Grüße
ct21
Vorstellung ct21
-
Ulrich
Re: Vorstellung ct21
Hallo ct21 willkommen im Forum!
Ja die schizoaffektive Psychiose hatt eine 70% tige genetische
Veranlagung genau wie bei mir die bipolare Störung. Daher ist eine Vollbeschäftigung im normalen Berufsleben sehr schwierig. Ich kenne viele Betroffene die immer und immer wieder in die Psychose zurückgefallen sind, weil einfach die Belastungen ( Stressfaktoren) zu groß waren. Um dies vorzubeugen haben haben auch viele die Rente beantragt und dann eine Tätigkeit aufgenommen, um dann halt auch finanziell einigemaßen zu überleben. Das Problem bei sich selbst, war bei mir auch so, ist daß sehr viele Betroffene ein Potential an Wissen,Fähigkeiten haben die sie nicht einsetzen können ohne wieder in diese
Sch... Krankheit hineinzufallen!
Nach meinen Erfahrungen muß man unbedingt versuchen loszulassen ( eigener Druck abzubauen ) das ist natürlich ein Lernprozess der etwas länger dauert.
Zu Deiner Dauermedikation Risperdal ( mittelpotentes Neuroleptikum und Doxepin ( Aponal ) denke ich, daß Du mit Deinem Arzt mal reden solltest, inwieweit man das Risperdal etwas runterfahren könnte. Denn das Neuroleptikum drückt schon
etwas runter, ist aber unerläßlich gegen die Psychose gerade weil Du die Krankheit schon lange hast. Gerade der Antrieb ist da enorm betroffen. Man kommt nicht richtig in die Gänge wie man so schön sagt.
Schreib doch mal, wenn es Dir zuletzt mal richtig gut gegangen ist, und mit welcher Medikation!
Wann kamen die Abstürze?
Ging es Dir in den drei Jahren mit dieser Medikation mal wesentlich besser?
Lg Uli
Ja die schizoaffektive Psychiose hatt eine 70% tige genetische
Veranlagung genau wie bei mir die bipolare Störung. Daher ist eine Vollbeschäftigung im normalen Berufsleben sehr schwierig. Ich kenne viele Betroffene die immer und immer wieder in die Psychose zurückgefallen sind, weil einfach die Belastungen ( Stressfaktoren) zu groß waren. Um dies vorzubeugen haben haben auch viele die Rente beantragt und dann eine Tätigkeit aufgenommen, um dann halt auch finanziell einigemaßen zu überleben. Das Problem bei sich selbst, war bei mir auch so, ist daß sehr viele Betroffene ein Potential an Wissen,Fähigkeiten haben die sie nicht einsetzen können ohne wieder in diese
Sch... Krankheit hineinzufallen!
Nach meinen Erfahrungen muß man unbedingt versuchen loszulassen ( eigener Druck abzubauen ) das ist natürlich ein Lernprozess der etwas länger dauert.
Zu Deiner Dauermedikation Risperdal ( mittelpotentes Neuroleptikum und Doxepin ( Aponal ) denke ich, daß Du mit Deinem Arzt mal reden solltest, inwieweit man das Risperdal etwas runterfahren könnte. Denn das Neuroleptikum drückt schon
etwas runter, ist aber unerläßlich gegen die Psychose gerade weil Du die Krankheit schon lange hast. Gerade der Antrieb ist da enorm betroffen. Man kommt nicht richtig in die Gänge wie man so schön sagt.
Schreib doch mal, wenn es Dir zuletzt mal richtig gut gegangen ist, und mit welcher Medikation!
Wann kamen die Abstürze?
Ging es Dir in den drei Jahren mit dieser Medikation mal wesentlich besser?
Lg Uli
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mücke
- Beiträge: 2922
- Registriert: 30.12.2004 09:24
- Hat sich bedankt: 156 Mal
- Danksagung erhalten: 19 Mal
Re: Vorstellung ct21
Hallo ct21
Gruss Mücke
Ja, so ist es. Viel Spaß beim Lesen, Zeit hast du ja genug.Wenn ich es recht verstanden habe, kann ich erst nach meiner Vorstellung das weitere Forum nutzen, bin mal gespannt.
Gruss Mücke
Erfahrung mit Bespar, Zoloft, Mirtazapin, Thombran
Benzodiazepinentzug (Lexotanil)
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 71#p184371
viewtopic.php?f=35&t=16516
viewtopic.php?f=66&t=16653
viewtopic.php?f=18&t=15490
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