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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


2. Absetzversuch Cipralex bei 16-Jähriger

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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SandraF
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Registriert: 24.05.2004 22:29

2. Absetzversuch Cipralex bei 16-Jähriger

Beitrag von SandraF »

Hallo,

meine Tochter nimmt seiner einiger Zeit wieder 10 mg Cipralex (wegen einer Zwangserkrankung).
Am Samstag hat sie leider vergessen eine Tablette zu nehmen und gestern habe ich von der Tablette eine ganz winzige Menge mit dem Messer (ich schätze ca. 1 mg) abgekratzt, da wir wieder anfangen wollen, die Cipralex auszuschleichen.

Heute hat sie, wie damals, darüber geklagt, dass sie gestern , kurz vor dem Einschlafen, wieder diese komischen Bilder gesehen hat (als die Augen geschlossen waren). Ich vermute es liegt daran, weil die eine Tablette nicht eingenommen wurde. Ich finde diese Absetzsymptome, die so schnell auftreten, schrecklich.
Jetzt hat sie wieder Angst und will wieder 10 mg nehmen. Ich habe auf sie eingeredet und hoffe, dass wir weiterhin bei ca. 9 mg bleiben können .

Beim letzten Absetzversuch (oder schon kurz vorher, das weiß ich leider nicht mehr genau) fing sie an, sich gelegentlich mit der Hand gegen die Stirn zu schlagen. Jetzt versucht sie, weil der Therapeut es ihr gesagt hat, nicht die Stirn sondern, wenn der Druck kommt, das Bein zu nehmen. Ich finde das so fürchterlich, vor der SSRI-Einnahme hat sie das nie gemacht. Jetzt habe ich gelesen, dass SSRI solche selbstverletzenden Handlungen auslösen können!?

Ich hoffe, dass wir es schaffen, die Cipralex nach und nach, ganz langsam, abzusetzen. Die Zwänge sind durch die Tabletteneinnahme nicht besser geworden.

Herzliche Grüße
Sandra
Oliver
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Beitrag von Oliver »

Hallo Sandra.

Ich hoffe für Euch, dass es gut geht. Versucht auf jeden Fall unterstützende Massnahmen ... war Deine Tochter z.B. schon mal bei einem guten klassischen Homöopathen zu einer grundlegenden Behandlung? Lindas Tochter hat das z.B. sehr gut geholfen ... und Akupunkturbehandlung bei einem TCM Therapeuten. Falls Ihr in Süddeutschland lebt, könnten wir Euch da auch jemanden empfehlen.

Alles Gute
Oliver
Ich sag jetzt auch einfach mal in meiner Signatur Hallo und Tschüss :)

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SandraF
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Beitrag von SandraF »

Hallo Oliver,

vor gut 1 Jahr war ich mit ihr bei einem TCM Therapeuten in Bremen (ein Mediziner, der schon jahrelang TCM Therapeut ist), das war noch bevor sie Sommer 2003 im Krankenhaus war, dort hat sie dann Cipralex verordnet bekommen.

Leider war dieser Therapeut ein ganz merkwürdiger Typ. Er hat viel erzählt und meinte, die Zwangerkrankung wird man nur durch bestimmte TCM-Medikamente und durch absolute Ernährungsumstellung heilen können. Sie sollte gar keine Süßigkeiten mehr essen, keine Früchte, nichts Kaltes mehr trinken usw. . Ich frage mich, wie soll eine Jugendliche das aushalten, zumal mit solchen einer Erkrankung. Gesunde Ernährung ist okay, aber das war mir einfach zu extrem. Weiterhin waren diese Tropfen, die er ihr aufschreiben wollte, sehr teuer. Eine Akupunktursitzung hat er probeweise auch durchgeführt. Aber er wollte die weitere Akupunkturbehandlung nur in Verbindung mit der TCM-Medizin machen. Anfänglich hat er mir gesagt, dass die Akupunktur von der Krankenkasse übernommmen wird, während er die ersten Nadeln setzte, hat er dann gemeint, dass wir die Behandlung doch bezahlen müssen. Meine Tochter und ich hatten zu diesem Therapeuten kein Vertrauen.

Nun ist es so, dass wir die Therapie bei dem Verhaltenstrainer privat bezahlen müssen, die Kasse übernimmt die Kosten nicht. Eine Behandlung bei einem Homöopathen oder einem anderen TCM Therapeuten wird doch bestimmt auch sehr teuer sein. Ich weiß nicht, wie wir das auch noch finanzieren sollen, so gerne ich das machen würde, denn die Psychotherapie ist noch lange nicht beendet und wird noch viel Geld kosten.


Herzliche Grüße
Sandra
Oliver
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Beitrag von Oliver »

Hallo Sandra

Hmmm ... wie gesagt habe ich schon von vielen gehört, die gute Erfahrungen mit alternativen Ansätzen gemacht haben. Wenn die erste Erfahrung gleich schlecht ist und man sowieso Zweifel an diesen Dingen hat ist es natürlcih schwer weiterzusuchen. Vielleicht findet ihr ja jemand anders, der Euch empfohlen wird ... sooo teuer ist das normalerweise auch nicht. Wieso müsst Ihr denn die Verhaltenstherapie privat bezahlen?

Oliver
Ich sag jetzt auch einfach mal in meiner Signatur Hallo und Tschüss :)

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SandraF
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Beitrag von SandraF »

Hallo Oliver,

es handelt sich um einen Verhaltenstrainer, der ein ganz spezielles Anti-Zwangstraining, speziell auf den Betroffenen zugeschnitten, macht. Er hat schon einige Zwangserkrankte geheilt, aber die Kasse zahlt die Therapie nicht.
Herzliche Grüße
Sandra
Gesperrt