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Histamin-Intoleranz im Entzug

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
vindi74
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von vindi74 » Montag, 26.03.18, 15:04

Histamin app gibt es habe ich auch

habe einen thread eröffnet vielleicht melden sich ja Leute und schreiben was sie so essen.

viewtopic.php?f=8&t=14726

Gruß Vindi
als Kind NMU immer mal Brechanfälle gehabt mit Flushs
2009 Herzmuskelentzündung mit Herzstillstand (mit Folgeschäden)
2013 Gutartiger Darmtumor im Enddarm OP
2013 Leisten Hodenbruch OP
2014 4facher HWS Bandscheibenvorfall OP
2014 Vasektomie OP
2016 Verkapselung im Ellenbogen OP

immer mal wieder Darm Probleme, Hackfleisch und Gegrilltes sowie scharfes Essen enden auf der Toilette
2014 und 2016 in Asien mit heftigen Durchfällen Stationär behandelt.

seit mitte 2016 bewusst Depressiv klassisch verdrängt, seit der Therapie bewusst seit der Kindheit
02.2017 In Herzklinik eingeliefert wegen verdacht auf Herzinfarkt. Stress MRT war ok. Im nachhinein war es eine Panik Attacke.

04/2017- 07/2017 Deanxit glaube 10mg war Perfekt
07/2017-09/2017 Mirtazapin 15-30mg 14 Kilo zugenommen dauern Müde. Träge nicht auf die Reihe bekommen.
09/2017 Verhaltenstherapie geht jetzt nach Psychiatrie weiter ab 29.03.18
30.12.2017-23.02.2018 Trimiparin 3-5mg zum Schlafen.
02.01-20.02 Sertralin 25mg 5 Tage 50 mg
Auf anraten 2 Neurologen sofort abgesetzt am 20.2.

bis 15.2 alles Top dann Horror
Trockener Mund Übelheit, Druckschmerz Kopf, Appetitlosigkeit, Horror Alpträume Brain Zaps, Angst, Erregtheit, Zähneknirschen, Kribbeln Zittern, Aufmerksamkeitsmangel, Sehstörungen Pfeifen im Ohr, Erbrechen, Schweissausbrüche, Brustschmerzen, Unwohlsein, Pfeifender Atem, Harninkontinenz, Schwellungen, Kalter Schweiß, Heftiger Bewegungsdrang (Blasen gelaufen) Müdikkeit, Gedankenkreisen.
In den ersten 2 Tagen ohne Sertralin mit Diazepam 5 mg behandelt, dann quetiapin 25 mg am 23.02.18 2 1/2 genommen am 9.3. 2 Stück und am 10.03= 1
28.2 Psychiatrie 36 Stunden, 2 mal Venlafaxin Juckreiz am ganzen Körper.

bis 32.3.2018 Akute Ambulanz Station,
ab 29.3.18 Verhaltenstherapie die mir sehr gut tut.

Stand der Dinge 11.03
Arme Schlafen ein wenn ich auf dem Rücken liege und die auf den Bauch lege.
Abends sehe ich schlechter linkes Auge macht ein wenig Probleme.
Kann nichts Essen, wenn ich was Esse bekomme ich einen roten Kopf und Hitzewallungen Unkonzentriertheit. Kopfschmerzen.
Mir geht es schlechter als vor dem Sertralin. bei jedem Medikament ging es mir Schlechter hinterher.
20.03. angefangen Omeprazol,Amoxicillin, Clarithromycin zu nehmen.
Habe seit 2 Tagen wieder festen Stuhlgang. Habe 12 Kilo abgenommen. Essen fällt mir schwer. Esse Histamin arm habe aber Null Appetit.
23.03.18 Symptome wieder etwas Stärker. Antibiotikum abgesetzt. Morgens Hitzewallungen kribbeln in den Armen Juckreiz.
30.03.18 mir geht es seit ein paar Tagen viel besser, Flushs sind weg das Kribbeln und Zittern auch. Schlafe besser nur habe ich jetzt nachts Heißhunger, nehme ich aber in kauf.
Bin aktiver sitze lieber am Rechner als vorm Fernseher oder gehe in die Garage Basteln, Mein Geruchstrigger ist auch weg.
seit 4.4.18 wieder arbeiten....
Jetzt Histamin Intoleranz und Laktose Intolerant

Tami25

Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Tami25 » Freitag, 13.04.18, 17:46

Hallo ihr,

ich kann unmöglich alle einträge zu diesem Thema lesen, verzeiht mir also die Frage, falls die irgendwo oben schon beantwortet wurde,

Ich bin letzte Woche von 4 auf 3mg seroquel gegangen - lass mir mit Seroquel eh monate zeit mit den Schritten - und den och arge HIT symptome, dh. "nur" schreckhaftigkeit, null stresstolerant und fast schlaflos, beim kleinsten Geräusch panik. ich weiß genau daß es Histamin ist denn nach so einer Nacht, hab ich dann richtiggehende Vergiftungssymptome,die ich schwer beschreiben kann, ich nenn es einfach so.
Nach ein paar Nächten ohne Schlaf ist dann dieses Symptome plötzlich weg, nur die furchtbare Müdigkeit bleibt und dann ist irgendwann wieder alles back to normal und ich schlafe wieder.
Um das auszulösen braucht es nur Nahrung, die eigentlich bei HIT geht,bei mir aber nicht! Also zb einen Tick zu viel am Teller oder "Süß" also Ahornsirup oder Honig. Ahornsirup geht eigentlich bei HIT. Nun, bei mir nicht. Zumindest dann nicht, wenn ich tage davor Seroquel reduziert habe.
Ich bete, daß ich heute Nacht wieder schlafe denn ich kann nicht mehr.

Meine Frage ist aber die: 2013 hab ich wieder Gewicht zu genommen und konnte auch alles essen OHNE HIT symptome. Die HIT scheint bei mir also nur dann eine Rolle zu spielen, wenn der Körper arg in Stress ist. Logisch, schütten wir doch selbst bei Stress Histamin aus.

Nun waren meine Werte, also DAO und Histamin im blut und Stuhl immer völlig unauffällig.

Jetzt zum ersten mal hab ich zu wenig DAO. also diagnose : histaminabbaustörung.

Kann das aufgrund des Ausschleichens sein? Und - und das ist eigentlich die wichtigste Frage: Wenn der Dreck (sorry) aus meinem System ist (also hoffentlich allerspätesten Ende des Jahres) pendelt sich die DAO wieder auf NOrmalwert ein und man kann wieder alles essen?
Was sind das Eure Erfahrungen?

MERCI!
Tami

Luna
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Freitag, 13.04.18, 22:17

Hallo Tami
Kann das aufgrund des Ausschleichens sein?


Ein Dao Mangel kann u.a entstehen wenn Dao...ist ein Enzym...zb blockiert wird durch zb Medikamente,Nahrungsmittel usw oder wenn zb gerade zu viel verbraucht wurde, weil dein Spiegel zu hoch.
http://www.histaminintoleranz.ch/de/his ... erung.html

Heißt...der kann in einer Woche schon wieder besser sein wenn du dich Hiarm ernährt hast und Trigger gemieden hast.
Trigger ist hier das Haupstichwort.
Histamin wird aus Mastzellen ausgeschüttet...das sind Immunzellen.

Eine hi ist selten allein. Sie entsteht eh oft durch andere Ursachen wie andere Unverträglichkeiten,Entzündungen,Schäden der Zellen usw durch Toxine, Hormonveränderungen usw.
Auch Milchprodukte,Gluten, Fruktose, Salicylsäure, Chemische Stoffe usw kann Hi bzw Mastzellen triggern wenn Stoffwechsel usw geschwächt.
Immunzellen wollen uns eigentlich schützen vor Fremdeindringlinge. Je mehr davon umso mehr Botenstoffe und umso mehr Körper belastet.
Durch Medikamente,Entzug usw wird der Körper sensibel auf alles mögliche und daher kommt es zu mehr Mastzellenaktivität. Mastzellen reagieren ja auch bei Viren usw.

Mein Dao Wert war sehr hoch nach 0...ich habe kaum was vertragen.

Ob du nach 0 wieder alles essen kannst, dass kann dir keiner sagen. Ich kämpfe mit nmu nach wie vor und bin im Juli 3 Jahre auf 0. Ich war allerdings sehr krank.
Nmu brauchen meist länger bis sie verschwinden...wenn nicht genetisch dann verschwinden sie auch irgendwann aber dafür muss der Körper heilen und sich alles wieder einpendeln.
Wie lange sowas dauert...sowas weiß man nicht. Kommt drauf an wie gut dein Körper heilen kann.

Auch brauch der Körper viel Zeit bis alle Medikamentenreste raus sind. Das kann man leider nicht beschleunigen.
Der Entzug ist Stress und bei Stress schütten Mastzellen Botenstoffe aus. Das ist eigentlich völlig normal. Wenn dein Körper noch relativ gut entgiften kann dann sinkt dieser Spiegel auch und du verträgst dann wieder etwas mehr.

Alles Gute wünsche ich dir.
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Tami25

Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Tami25 » Samstag, 14.04.18, 10:11

Liebe Luna,

jetzt hab ich fast ein schlechtes Gewissen, weil Du so viel geschrieben hast. Dennoch vielen Dank! Ich weiß über HIT fast alles, da es ja seit Jahren ein Problem ist. ABER eben noch nie so schlimm,wie jetzt! Nur die connection zwischen Runterdosieren und HIT, wie das genau läuft und ob sich nach einiger Zeit wieder bessert,das wußte ich halt nicht. Letzten Sommer konnte ich zum Teil schon wieder schokoeis essen! Nur als ich dann zum dritten mal eis aß innerhalb von 14 Tagen, hats mich wieder auf den Allerwertesten gesetzt und ich hatte viele schlaflose Nächte. Wenn es nur rinnende Nase wäre oder Juckreiz, damit kann ich leben aber mit Schlaflosigkeit nicht.

Kannst Du Dir vorstellen, daß das immer noch die Folge ist von massiv NICHT an die Diät halten letzten dezember und Jänner und zum teil sogar noch vor drei Wochen ,daß das den Spiegel so extrem hat ansteigen lassen, daß er bis jetzt noch nicht richtig gefallen ist, trotz hist. armer Diät, und deshalb die Reduzierung von 4 auf 3 mg Seroquel so extrem ist? also nur was nicht schlafen betrifft, sonst spür ich nix. Für mich ist das aber das Schlimmste,weil ich Haut und Knochen bin und ich den Schlaf so dringend brauche um wieder aufzubauen.

Was mich auch beschäftigt ich habe einen massiven Eiweißmangel. Eiweiß pusht aber Histamin. Ich frage mich jetzt auch ob die Aminosäuren, die ich nehme eventuell auch den Spiegel hochgejagt haben. Das wäre natürlich alles andere als gut. Denn ich brauche die. Den Schlaf aber auch.

Histaminarm esse ich schon seit über 2 Jahren. Nur Jänner, Februar und vor drei Wochen nicht. viel Schokokuchen gegessen und Kaffee getrunken... aber auch deshalb,w eil ich das plötzlich alles wieder vertrug! ich konnte das alles über 4 Wochen essen und hab geschlafen wie ein Kätzchen und das hat mich dann übermütig werden lassen.
Also kann es eigentlich keine richtige HIT sein, sondern eine stress induzierte vorübergehende. So wie Du ja auch geschrieben hast. Trotz meinem zu niedrigen DAO Wert. Meiner war übrigens 5 und größer als 8 sollte er sein.
Nur davor war er immer normal. Auch die hIst. WErte waren immer normal und dennoch hatte ich aber Symptome.
Nur eben noch nie so arg wie jetzt. So wie jetzt hatte ich nur nach Schoko etc. - und ich halte aber ganz brav Diät, aber eben erst wieder seit 3 Wochen.
alles Liebe
Tami

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von LinLina » Samstag, 14.04.18, 10:34

Liebe Tami :-)

soweit ich weiß, können die DAO werte sehr stark und kurzfristig schwanken. Es könnte also auch Zufall sein, dass jetzt mal ein niedrigerer Wert gemessen wurde und muss nicht in Zusammenhang mit einer veränderung die du vorgenommen hast stehen, das ist schwer zu sagen.

Liebe Grüße
Lina

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Tami25

Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Tami25 » Samstag, 14.04.18, 12:08

Liebe LIna, da muss ich jetzt halt durch. werde heute noch eingeschränkter essen.

Liebe Luna, schau mal, das hab ich grad gefunden" Wer unter Allergien leidet, kann die überschüssige Histamin-Produktion übrigens ein Stück weit senken, indem er täglich einen Liter Brennesseltee trinkt." auf dieser Seite gefunden: " https://gesund-speisen.de/183-Histamini ... hervor.htm"

Ich dachte Brenessel löst histamin aus???

Weißt Du da was drüber, daß das eventuell doch nicht so ist?

ich werde mir gleich Tulsi Tee holen,das senkt ja auch das Histamin.

liebe Grüße,
Tami

Tami25

Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Tami25 » Samstag, 14.04.18, 12:36

Liebe Luna,

noch eine Frage - weiter oben auch noch :) -
was ich nicht verstehe, ich nehme noch 0,20 Rivotril und 3 mg Seroquel. Das ist nicht nix aber es sind auch keine hohen Dosen. haben also quasi nicht mehr viel wirkung. heisst. Höhere Dosen drücken doch das DAO viel mehr, als nun die kleinen Dosen. Warum sind aber gerade jetzt die Symptome so schlimm wie nie? Wie geschrieben, kann auch mit den Ernährungsaussetzer bis noch vor 3 Wochen zu tun haben,und gar nicht so viel mit der Senkung aber ich weiß es halt. nicht
Werde heute viel draussen sein, viel meditieren, wenig essen und viel Tulsi Tee trinken.

alles Liebe
Tami

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von LinLina » Samstag, 14.04.18, 13:01

Hallo Tami :-)

wie schon geschrieben, das mit der DAO kann zufall sein. Es muss auch nicht der Grund für deine verstärkten Symptome sein, es könnte zufall sein dass gerade jetzt gleichzeitig deine Symptome stärker sind und der Laborwert niedriger. Wahrscheinlicher erscheint mir, da bei der niedrigen Dosis einfach die Histaminrezeptoren frei werden, dass du einfach deswegen verstärkt reagierst, es könnte natürlich auch eine Kombination aus beiden Faktoren sein.

wie du schreibst, reagierst du ja auch hauptsächlich mit Symptomen im Nervensystem, daher scheint mir evtl. die DAO weniger verantwortlich zu sein für deine Symptome sondern vielleicht eher eine Eingeschränkte Funktion der HNMT (intrazellulär Histaminabbauendes Enzym in der Leber, Schleimhäuten, zentrales Nervensystem)

Liebe Grüße
Lina

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Samstag, 14.04.18, 19:57

Hallo Tami
Eiweißmangel
Das habe ich auch ständig. Je mehr ich gesündigt habe umso niedriger der Wert. Vielleicht verliert der Körper zu viel Eiweiß oder verbraucht zu viel für die reparaturen. Eiweiße sind ja Bausteine für Zellen usw.

Aminosäuren bekommen wir genug über Nahrungsmittel. Zusätzlich künstliche zu nehmen kann Probleme machen. U.a: Ungleichgewicht zum einen und zum anderen mögliche Zusatzstoffe usw.
Wenn man dann auch noch zu viel hat...auch nicht so gut.

Wenn es dir derzeit schlechter geht kann es noch mit Ernährungsaussetzer zutun haben. Mastzellen sind ja langlebig. Wenn du länger nicht hiarm gegessen hast zusätzlich trigger erwischt hast oder eh schon hast wie eben der Entzug/Pillen dann produziert der Körper noch mehr Mastzellen und das dauert bis die abgebaut werden. Einen gewissen erhöhten Spiegel hast du ja eh durch die Medikamente. Da fehlt dann manchmal nicht viel um den noch weiter in die höhe zu treiben.

Tee kann triggern...je nachdem was man verträgt (Salicylsäure) und oft enthält Tee auch Koffein was ja nicht gut ist wegen der Stresshormone. Du wirst aber sicher wissen was bei dir geht und was nicht. Manchmal geht weniger wenn man sich abgeschossen hat. Kenne ich zumindest so. Dann vertrage ich mein verträgliches nicht so gut eine Weile.

Übrigens war mein Dao Wert bei 50. Mein Arzt fragte mich ob ich Schwanger wäre, weil mein Körper versucht hatte sich vor zu viel Histamin zu schützen. Ich hatte trotzdem massiv Symptome auch Hi Symptome. Histamin zu viel aber Hi ist eben nicht allein was Probleme machen kann. Da gehört noch viel viel mehr zu.
Zum Hi Abbau haben wir auch noch das Enzym Hnmt und wenn der im Mangel dann auch Symptome wie lina schon schrieb.
Werde heute viel draussen sein, viel meditieren
Gute Idee...kein Stress und vertragliche Nahrung. Ich weiß zwar nicht was bei dir wenig essen heißt aber zu wenig essen oder gar nichts essen triggert auch.

Pass auf dich auf. Das beruhigt sich schon wieder.
Ich kämpfe derweit auch, weil ich länger zu viel rumprobiert habe und auch genascht habe. Ging eine Weile gar gut bis es dann völlig kippte.

Alles Gute
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Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
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Tami25

Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Tami25 » Sonntag, 15.04.18, 10:28

Liebe Luna,

was Eiweiß betrifft gehts bei mir gar nicht um den Wert. der war immer normal (gesamteiweiß) vor jahren dann aber schon unter der Norm.Es geht eher um mein Erscheinungsbild und da ist es ganz klar, daß das von einem Eiwe8ßmangel herrührt. Tiefliegende Augen, eingefallene Wangen. Bindegewebe quasi WEG! Unterhautfett weg, und das kam alles wieder, als ich vor Jahren Eiweißpulver en masse in mich reinkippte ( Whey Pulver. Soya und Hanfpulver) und auch zusätzlich viel Eiweiß aß. Nach 6 Woche sah ich schon wieder viel gesünder aus! Haut war wieder fest und straff und ich fühlte mich sehr fit!
Nur blöderweise durch den langanhaltenden Stress reagiere ich jetzt auf vieles, was ich damals aß mit Histaminsymp. ( in meinem Fall Ameisenlaufen, wie unter Strom stehen, beschleunigter Herzschlag, kein Schlaf! )

Und ich bin mir immer sicherer, daß es von meinen totalen (wie blöd muss man sein?) Ernährungssünden vor noch genau 3 Wochen und davor lag.
Denn genau danach fing neben mir eine Generalsanieurng an mit Stemmen und Hämmern etc, das mich so sehr in stress versetzt, daß ICH dann noch zusätzlich Histamin produziere.

MIt wenig essen meine ich nicht daß ich ein Hungergefühl habe. Bei mir ist es genau umgekehrt und ich denke, das hat damit zu tun, daß mein Darm eben noch alles andere als fit ist. Esse ich "zuviel", also hol ich mir eine Portion nach, reagiert mein Körper mit den obengen. Symptomen. Also es stresst ihn und er schüttet Histamin aus. Auch nur aus Appetit darf ich - noch - nicht essen sondern nur wenn ich wirklich Hunger habe.
Das ist aber erst so geworden in der langen STressphase, die ja noch irgendwie anhält. Wenn ich mal 2 wochen ca wirklich nur so viel esse, wie der körper braucht und nicht aus Appetit weiteresse, dürfen die Portionen dann auch wieder größer sein, soweit hab ich schon rausgefunden.

Ich hab übrigens mal im Krankenhaus fasten müssen, 3 tage, ist schon länger her, und danach war ich 14 tage symptomfrei!!! Also einerseits hab ich das auch immer wieder gelesen, daß fasten , hungern, Histamin triggert, aber bei mir damals hat es geholfen den Spiegel total runterzufahren. Mein körper sah auch wieder normal aus. Denn aus irgendeinem Grund - obwohl ich immer las bei HIT lagert man Wasser EIN - sehe ich aus wie total dehydriert, also hätte ich 15 kilo verloren, defakto sinds aber nur 2. und wenn der Histaminspiegel total fällt und ich viel geschlafen habe, sieht mein Körper wieder normal aus, als hätte man über Nacht wieder das fehlende Wasser eingelassen , wie in ein Schwimmbecken. Das ist mir immer noch ein Rätsel, denn das hab ich noch auf keiner HIT Seite gelesen.

Die Nacht heut war leicht besser. Leicht aber nur. Heute werd ich lange in den wald gehen und wieder viel meditieren und baue drauf, daß die Nacht heute brauchbar wird. Nicht schlafen ist ja auch deshalb so sch... , weil im Schlaf der Körper Histamin abbaut..... Wenn man also kaum schläft... ächz...
Ich wünsch Dir einen schönen Sonntag!
TAMI
PS. Der Mist an dem ganzen - abgesehen vom nicht schlafen - ist, daß ich jetzt wieder nicht mit Clonazepam runter kann. Dazu muss der Spiegel wieder unten sein! und ich bin ja noch bei 0,20! Aber ich hoffe, daß ich in der Zukunft gescheiter sein werde, was die Ernährung betrifft und dann werd ich hoffentlich nicht nur alle 8 Wochen 10% runterdosieren können. Sondern alle 4 , wie geplant.

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von LinLina » Montag, 16.04.18, 8:18

Hallo :-)

hier gibt es einen guten Grundsatzartikel von Yasmina Ykelenstam zum Thema Entzündungen/Histamin (u.a. warum es auf dauer nicht unbedingt reicht/sinnvoll ist, nur auf Histamin zu achten) https://healinghistamine.com/the-inflammation-bucket/

Liebe Grüße
Lina

Tami25

Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Tami25 » Montag, 16.04.18, 10:18

Liebe Lina,

vielen Dank. Ich hab Yasminas Bücher und bin mit ihr in Kontakt. Sie sagt aber auch wenn das Fass wirklich voll ist ,sind die Entlastungstage schon sehr wichtig nur DANACH dann ist es gut "healing foods" zu essen. und das mach ich eh.
Nur eben dez und jänner und eben tageweise auch noch bis vor 3 Wochen hab ich echt übertrieben. Und diese Suppe muss ich jetzt auslöffeln. War mir eine Lehre.
alles Liebe!!
Tami

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Britney » Dienstag, 17.04.18, 20:05

Hallo Ihr Lieben,

wie kann man feststellen ob man Eisweismangel hat? Ich habe auch seit Jahren schon Histaminintolleranz. Ich habe im Dezember Tavor abgesetzt und habe starke Probleme mit Kribbeln und Brennen am Körper hauptsächlich in den Beinen. Ich weis nicht ob es vom Entzug kommt oder vom hohen Histaminspiegel der kann so etwas auch machen. Ich habe morgens Schaum im Urin und habe auch schon gelesen dass das mit Eiweismangel zusammenhängen könnte.
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Jamie » Dienstag, 17.04.18, 22:03

Hallo Britney, :)

ich habe in meiner Ausbildung das Gegenteil gelernt.
Schaumiger Urin --> zu viel Eiweiß.
Siehe auch hier: http://www.expertenmagazine.com/schaeum ... und-hilfe/

Ein schäumender Urin kann durch ein Nierenproblem entstehen.
Ich würde bei Gelegenheit mal beim Arzt vorsprechen und ihm schildern, dass dein Urin morgens so aussieht und um ein Blutbild bitten, bei dem die Nierenwerte erhoben werden.

Vorher würde ich auf keinen Fall eine proteinreiche Diät oder sonstwas beginnen; dein Arzt soll bitte sein OK dazu geben.

Alles Gute
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von padma » Dienstag, 24.04.18, 16:31

von Rosenrot, :)

Ich ernähre mich seit Dezember (wieder) histaminarm und es hat mir ein neues Leben geschenkt. Ich bin viele, teils gravierende Beschwerden los geworden. Das es den Entzug unterstützt, verstehe ich erst jetzt.

Noch ein paar kleine Anmerkungen:

Histaminarme Ernährung schont bei mir spürbar den Geldbeutel. Fertigprodukte sind einfach teuer. Der Verzicht darauf macht sich finanziell bemerkbar.

Heilerde soll, vor einer Mahlzeit eingenommen, Histamin binden können. Das habe ich noch nicht so ganz ausgetestet. Da muss ich mich nochmal drum kümmern...

Ich mag Eier. Aber jetzt gibt es nur noch maximal 2 Eigelb + 1 Eiweiß in einer Portion.

Möglichst kein Essen aufwärmen. Gerade in einem Single-Haushalt kommt man ja leicht in diese Situation.

Und hier noch ein Link: https://www.histamin-pir.at/2017/12/27/ ... esundheit/
viewtopic.php?p=243616#p243616

dazu von Lena :) :
Ein paar Anmerkungen zu deinen tollen Infos (danke!):

Rosenrot hat geschrieben: ↑
Dienstag, 24.04.18, 13:54
Heilerde soll, vor einer Mahlzeit eingenommen, Histamin binden können. Das habe ich noch nicht so ganz ausgetestet. Da muss ich mich nochmal drum kümmern...

Es gibt einige Sachen, die Histamin binden oder senken. Das kann man ganz leicht im Internet rausfinden. Ein Bsp wäre Vitamin C. Die billig zu bekommende Ascorbinsäure aus der Drogerie, oder das teurere Acerolakirsche-Pulver, das ich zufällig da hatte und nun jeden Tag einen TL in Saft nehme (wie immer gilt: alles vorsichtig antesten).

Rosenrot hat geschrieben: ↑
Dienstag, 24.04.18, 13:54
Möglichst kein Essen aufwärmen. Gerade in einem Single-Haushalt kommt man ja leicht in diese Situation.

Diese Annahme geistert leider seit Jahren in den Foren herum, stimmt aber nicht vollständig: Nur nicht-pflanzliches Essen darf nicht aufgewärmt werden.
Pflanzliches Essen darf man aufwärmen :)
Reis oder auch Kartoffeln oder Gemüse kann man problemlos aufwärmen (das macht das Leben nämlich sehr viel einfacher :))
Hier ein Interview mit einer Ernährungsberaterin dazu:
https://www.mein-allergie-portal.com/hi ... chtig.html

Noch ein Tipp:
Eine Histaminunverträglichkeit kommt manchmal nicht allein - sollte man feststellen, dass man was anderes auch nicht verträgt, ist es auch einen Blick über den Tellerrand wert, ob man vielleicht noch auf eine andere Gruppe reagiert.
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Dienstag, 24.04.18, 16:55

Hallo
*Reis oder auch Kartoffeln oder Gemüse kann man problemlos aufwärmen*
Nein, dass kann man leider nicht immer. Verträgt nicht jeder.

Histamin incl andere Botenstoffe der Immunzellen sind nur eine Folge des aktiven Immunsystems durch mögliche Schäden und Veränderungen im Körper. Das immunsystem reagiert auf alles wo es meint, dass es schädlich sein könnte.
Das kann z.b auch Fruktose usw sein wenn bestimmte Enzyme fehlen. Dann ist das ein Angriff auf den Körper und der reagiert mit Immunzellen...Mastzellen u.a.

Liebe grüße
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Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Kimeta
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Kimeta » Samstag, 23.06.18, 11:43

Hallo liebe Histamin-Geplagte und -Erfahrene,

es besteht der Verdacht, dass ich ebenfalls unter Histamin-Intoleranz leide. Ich habe auf Anraten meines Schmerzarztes einen "Komplementär-Arzt" aufgesucht, der verschiedene Tests gemacht hat und einige Werte deuten auf HI hin. Ich war sehr überrascht, denn die Symptome, die ich für typisch hielt, nämlich Haut- und Darmprobleme, habe ich eigentlich nicht.

Der Arzt hat mir einen Vitamin B-Komplex, Vitamin D, Selen und Kupfer zur täglichen Einnahme verschrieben (alle Werte sind niedrig), sowie Daosin bei Bedarf. Außerdem bekomme ich noch DHEA (das ist noch nicht da, ich nehme es also noch nicht), da auch im Bereich Hormone einiges nicht in Ordnung ist. Er empfahl ansonsten natürlich einen Test mit HI-armer Ernährung.

Da ich vom Thema keine Ahnung hatte, habe ich erstmal versucht, mich zu orientieren. Es hat mich an die Anfänge bei der Umstellung auf Kohlenhydratarme Ernährung erinnert: viele, viele, teilweise widersprüchliche Informationen. Ok, dachte ich, Dein Frühstück ist sowieso histaminarm, dann nimmst Du eine DAO-Kapsel vor Mittag- und Abendessen, isst keine Snacks zwischendurch, versuchst schon mal, Deinen Koffein-Konsum zu reduzieren :( :( :( und informierst Dich erstmal. Heute ist mein dritter Tag.

Beim Reduzieren von Koffein bin ich vorsichtig, ich bin Hochdosis-Koffeinistin. Ich bin auch Hochdosis-Tomatensalat mit Basamico-Esserin, nehme Metamizol und überhaupt, die Liste der HI-haltigen Lebensmittel liest sich wie mein Speiseplan. Es steht mir also wirklich eine Umstellung bevor.

Leider funktioniert mein genialer Plan nicht so, wie ich mir gedacht habe :wink: . Ich hatte gestern Durchfall und heute morgen sehr viel Luft im Darm (kommt beides so gut wie nie vor), außerdem seit gestern Hautjucken bzw. -spannen, bzw. gereizte rote Haut am ganzen Körper, das hatte ich bis jetzt nur einmal bei der Einnahme des Antibiotikums Levofloxacin. Weiterhin habe ich mehrfach niesen müssen und schnüffele ständig, aber ich glaube nicht, dass ich erkältet bin. Meine Schlussfolgerung: es passiert irgendwas, aber ist das gut?

Meine Fragen:
  • Wie habt Ihr die Auslassdiät gemacht? Reichen 3 Tage nur Reis mit Salz ohne Jod und Butter oder creme fraiche? Wie werde ich satt?? Ich hatte gedacht, ev. Mozzarella dazu zu essen?
  • Welche Rolle könnte Doxepin spielen? Der Arzt war sehr überrascht, als ich einen Zusammenhang hergestellt habe, ich hatte hier aber zumindest im Zusammenhang mit Amitriptylin schon davon gelesen. Ich habe beim Surfen widersprüchliche Quellen gefunden, die werde ich auf jeden Fall nochmal suchen und nachreichen.
  • Wie ist es mit den NEM, die mir verordnet wurden, könnten die auch eine Ursache der aktuellen Beschwerden sein?
  • Mir steht ev. eine OP bevor, muss ich das schlimmste befürchten??
  • Wie seid Ihr vorgegangen? Mein Plan ist, erstmal alles wegzulassen und dann langsam wieder dazuzunehmen.
Ich habe in diesem Thread schon vieles, aber noch nicht alles gelesen, und bin für Kommentare dankbar.

Viele Grüße
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 23.10.2017: 2,5 mg.
- 06/2018: Verdacht auf Histaminintoleranz nach Blutuntersuchung.

Hintergründe und Absetzverlauf:
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von LinLina » Samstag, 23.06.18, 13:11

Liebe Kimeta :-)

Es tut mir leid, dass du nun auch damit zu tun hast. Doxepin ist ja ein sehr starker Histaminblocker, es kann gut sein dass die Problematik dadurch jetzt verstärkt worden ist im Vergleich zu vor der Einnahme.

Migräne ist übrigens ein typisches HI-Symptom. Haut- und Darmprobleme hat nicht jeder Betroffene, ich auch sehr wenig bis gar nicht. Wenn du keine Darmprobleme hast deutet das ein bisschen darauf hin, dass ein DAO-Mangel nicht dein Haupt- oder einziges Problem ist. Es gibt noch weitere Histamin-Abbauwege die betroffen sein können, dazu kommt dass die Histaminsensibilität beim Absetzen eines HI-Blockers erhöht ist. DAO-Kapseln zu nehmen ist daher wahrscheinlich nur begrenzt hilfreich, auch weil nicht nur das schon in der Nahrung vorhandene Histamin eine ROlle spielt, sondern in den meisten Fällen (gerade wenn man ZNS Symptome hat) auch Histaminliberatoren, also Substanzen die den Körper dazu veranlassen Histamin freizusetzen.

Ich würde an deiner Stelle diese Liste hier runterladen und mich als ersten Schritt streng danach richten https://www.mastzellaktivierung.info/de ... html#lm_de

Hast du jetzt schon Nahrungsergänzungsmittel genommen? Ich würde das zumindest nicht gleichzeitig mit der Ernährungsumstellung machen, sonst weißt du nicht was von was kommt.

Deine Symptome hören sich für mich eher nach stärkerer Unverträglichkeitsreaktion an :? evtl. hast du etwas gegessen was du sonst nicht isst und reagierst darauf?
Meine Fragen:
  • Wie habt Ihr die Auslassdiät gemacht? Reichen 3 Tage nur Reis mit Salz ohne Jod und Butter oder creme fraiche? Wie werde ich satt?? Ich hatte gedacht, ev. Mozzarella dazu zu essen?
3 Tage sind zu kurz, ich denke eher 10-14 Tage müssten es mindestens sein. Ich denke du musst dich aber nicht nur auf Reis beschränken, ich würde es erstmal mit der oben verlinkten Liste versuchen und davon wirklich nur die komplett unbedenklichen Lebensmittel essen, evtl. reicht das schon.
  • Welche Rolle könnte Doxepin spielen? Der Arzt war sehr überrascht, als ich einen Zusammenhang hergestellt habe, ich hatte hier aber zumindest im Zusammenhang mit Amitriptylin schon davon gelesen. Ich habe beim Surfen widersprüchliche Quellen gefunden, die werde ich auf jeden Fall nochmal suchen und nachreichen. [/list
Doxepin ist wie oben geschrieben ein sehr starker Histaminblocker. Beim Absetzen reagiert der Körper hypersensibel auf Histamin, da er ja während der Einnahme davor abgeschirmt war bzw. evtl. sogar mehr produziert und weniger abgebaut hat um den vermeintlichen Mangel auszugleichen. Dazu kommt, dass sehr viele HI-Blocker auch DAO-Blocker sind, bei Doxepin weiß ich es nicht sicher aber es könnte gut sein.
  • Wie ist es mit den NEM, die mir verordnet wurden, könnten die auch eine Ursache der aktuellen Beschwerden sein?
ja, durchaus. Nicht umsonst schreiben wir hier immer wieder, gerade im Entzug vorsichtig mit NEM sein :wink: und bei HI können alle möglichen Stoffe triggern, z.b. auch Zusatzstoffe in den Kapseln/Tabletten
  • Mir steht ev. eine OP bevor, muss ich das schlimmste befürchten??
Nein dass denke ich eher nicht, du hast gute Chancen dass es kein Riesenproblem darstellt. Da du eine Diagnose hast, hast du schonmal Riesenglück. Es gibt Listen, welche Medikamente bei Histaminintoleranz verträglicher sind, ich würde das vorher mit den behandelnden Ärzten besprechen.
  • Wie seid Ihr vorgegangen? Mein Plan ist, erstmal alles wegzulassen und dann langsam wieder dazuzunehmen.
Da ich keine Diagnose bekommen habe, aber heftige akute Reaktionen, habe ich irgendwann selbst gemerkt dass es wohl mit Histamin zu tun haben muss. Darauf hin habe ich alle HI-kritischen Lebensmittel weg gelassen und gemerkt dass es deutlich besser geht. Aber ich wollte auch nicht alles weg lassen was ggf. nicht zwingend sein muss, ich reagiere extrem empfindlich und habe Verdaucht auf Mastzellenaktivierung. Es kann da passieren dass man erst recht nichts mehr verträgt/sich eher schadet wenn man zu viel weg lässt (für ein paar Tage bis wenige Wochen ist das aber für die meisten ok und ein guter Weg das rauszufinden, bei mir ist es wirklich extrem ich habe inzwischen auch eine Salicylatintoleranz).

Alles weg zu lassen außer 1-2 Bassislebensmittel und nach 1-2 Wochen langsam einzeln wieder hinzu zu nehmen ist sicher der genaueste Weg, um herauszufinden auf was man reagiert, braucht aber sehr viel geduld da Reaktionen 1-2 Tage verzögert auftreten können - man darf also nur alle 2-3 Tage ein neues Lebensmittel oder NEM testen.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Kimeta » Samstag, 23.06.18, 19:20

Liebe Lina,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Ich nehme die NEMs heute den 4. Tag. DAO habe ich genommen, damit ich erstmal "normal" weiteressen kann, bis ich so informiert bin, dass ich histaminarm loslegen kann. Ich habe nichts anderes gegessen als sonst, im Gegenteil, ich habe wie gesagt weniger Koffein, keine Tomaten und keine Snacks zu mir genommen. Insofern denke ich, dass meine Reaktion eigentlich nur durch ein NEM ausgelöst werden konnte. Ich hoffe, dass ich die jetzt nicht alle wieder absetzen und einzeln austesten muss.....

Heute habe ich DAO weggelassen, "normal" Mittag gegessen und sogar bei einem Radausflug ein Bananensplit genossen. Beim heutigen Radfahren ging es mir wieder besser, gestern (mit DAO) konnte ich meine Strecke kaum bewältigen. Keine Ahnung, ob das Zufall war oder DAO mir nicht bekommt, jedenfalls ändere ich jetzt meine Strategie und mache es lieber gleich richtig, ohne Tricks, d.h. konsequent histaminarm ernähren, sobald ich vorbereitet bin.

Ok, nur Reis muss also nicht sein, ich würde es ev. trotzdem versuchen, das überlege ich mir nochmal.

Zum Doxepin: bei meinen Recherchen hatte ich neben der Aussage, dass es ein Histaminblocker ist, auch die gegenteilige Aussage gelesen, aber leider nicht gleich die Fundstelle notiert. Ich werde es nochmal suchen. Das hat mich sehr verwirrt.

Interessant, dass Du darüber schreibst, man solle nicht zuviel weglassen. Die Gedanken habe ich mir auch schon gemacht. So in die Richtung, dass man sich vielleicht auch ein bisschen "abhärten" muss und dem Körper eine Chance geben sollte, mit Einflüssen selbst klar zu kommen.

Von Deinem "Mastzellenproblem" und anderen Problemen mit der Ernährung habe ich in letzter Zeit schon wiederholt gelesen. Ich wünsche Dir, dass Deine Maßnahmen Wirkung zeigen.

Und uns allen wünsche ich, dass wir die HI wieder loswerden, nach meinen ersten Recherchen weiß ich, dass das möglich ist, und deshalb gehe ich einfach mal davon aus, dass es eine vorübergehende Phase ist :) .

Viele Grüße
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von LinLina » Samstag, 23.06.18, 19:53

Hallo Kimeta :-)

wenn die HI medikamenteninduziert ist, sind die Chancen gut dass es wieder weg geht :)

bzgl. des Doxepin: Hier gibt es eine alte Publikation wo alle TZA getestet wurden.
Doxepin hydrochloride and amitriptyline hydrochloride may be the most potent antihistamines known
Doxepin und Amitryptilin könnten die stärksten bekannten Antihistaminika sein
The most potent antihistamine, doxepin hydrocholoride, was about 4 times more potent than amitriptyline hydrochloride, about 800 times more potent than diphenhydramine hydrochloride,
Das potenteste Antihistaminikum, Doxepin, war etwa 4 mal stärker als Amitryptilin und etwa 800 (!) mal stärker als Diphenhydramin (wird als altes Antihistaminikum teils noch eingesetzt und als Medikament gegen Reiseübelkeit)

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/39202

Liebe Grüße
Lina
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