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Ausschleichen mit der Kügelchen-Methode

Das Ausschleichen von Antidepressiva, Benzodiazepinen und anderen Psychopharmaka kann schwierig und langwierig sein. Hier findet ihr Artikel, die die jahrelange Erfahrung der Teilnehmer widerspiegeln.
padma
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Re: Ausschleichen mit der Kügelchen-Methode

Beitrag von padma » Dienstag, 11.04.17, 18:30

Von Fledermaus :-) aus ihrem Thread: viewtopic.php?p=187844#p187844
Hallo Ihr Lieben,

ich habe noch einen Vorschlag zur Kügelchen-Methode. Nachdem ich heute meine Kapseln weiter befüllen wollte,
ist mir aufgefallen, dass die Waage exorbitante Abweichungen hat. Dabei viel mein Blick auf die Kresseschale, Ich habe sie umgewandelt zum Kügelchen zählen. Das geht wunderbar, ist zwar ein bisschen Geduldsarbeit und eine spitze Pinzette nötig, aber ich verzähle mich nicht.
6 Kapseln habe ich schon gezählt, 4 folgen morgen. Diese Aufzuchtschale für Kresse gab es letzte Woche beim Lensmitteldiscounter A... (will keine Werbung machen)
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Wünsche Euch eine gute Nacht,
Fledermaus
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Re: Ausschleichen mit der Kügelchen-Methode

Beitrag von Jamie » Dienstag, 11.04.17, 20:50

Hallo Fledermaus! Das ist ja mal cool! :) :fly:

Grüße und danke für die Idee.

Jamie

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Re: Ausschleichen mit der Kügelchen-Methode

Beitrag von padma » Dienstag, 24.04.18, 18:32

Spueli :) hat einen "Senerinator" entwickelt. Dieser lässt sich mit einem 3 D Drucker herstellen
viewtopic.php?p=243549#p243549

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Retardkapseln lässt sich nicht... Kügelchenmethode

Beitrag von haras_86 » Montag, 23.07.18, 20:51

Es tut mir leid, dass ich dafür ein neues Thema eröffne... hab mich hier quer durch alle möglichen Themen durchgelesen und die Suchfunktion genutzt, um zu schauen, ob darüber schonmal geschrieben wurde, aber scheinbar hatte noch keiner das Problem (bin ich blöd? :? )... Und zwar wollte ich heute mit der Kügelchenmethode beginnen und bekomme die Kapseln nicht auf :shock: Ich drehe und ziehe, aber sie scheinen wie festgeklebt...
Ich habe die retardkapseln von Neuraxpharm mit 37,5 mg...
Eine hat dann beim Versuch, sie zu öffnen, nen Riss bekommen, durch den ich die Kügelchen entnehmen und auch wieder befüllen konnte... Aber das ist ja nicht Sinn der Sache, oder? Eine Kapsel mit nem Riss... Oder kann ich die irgendwie zukleben und trotzdem einnehmen?
Komm mir ein wenig blöd vor bei dieser Frage, da scheinbar keiner ein Problem mit dem Öffnen hat :-D aber ich weiß echt nicht weiter...
Zuletzt geändert von Murmeline am Montag, 23.07.18, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel angepasst
im Alter von 12 Jahren (1998): Beginn von depressivem Verhalten
im Alter von 21 Jahren (2007): 1.Neurologentermin; Verschreibung von Venlafaxin/Trevilor retard
- ersten Wochen heftige Nebenwirkungen, seitdem aber deutliche Besserung d. depr. Symptome
- nach und nach hochgesetzt bis auf 275 mg
- eine Zeitlang zusätzlich Valproinsäure zur Stabilisierung genommen
2014, nach jahrelanger Stabilität: Wunsch geäußert, absetzen zu wollen
- ausschleichend abgesetzt, wie vom Arzt vorgeschrieben
- die einzelnen Absetzschritte recht gut vertragen, lediglich Symptome wie Ameisenlaufen, komisches Kopfgefühl o.ä. für ca. 1 Woche gehabt
- nach der Reduzierung von 37,5mg auf 0:
- zunächst total sensibel geworden, ständig geweint
-dann wurd der Kopf total komisch, schwer zu erklären...
-nach ein paar Tagen kamen Ängste dazu, die immer schlimmer wurden
- ich ging zu meinem Neurologen, erklärte ihm die Situation und wollte die Medikamente zurück; wusste gar nicht, was mit mir los ist. Er meinte, dass das nur psychosomatisch wäre, ich keine Medis mehr bräuchte. Als ich darauf bestand, wollte er mir lediglich ne 20er Packung aufschreiben, damit ich "Sicherheit" bekomme. Daraufhin Neurologen gewechselt, er sprach von Absetzsyndrom, das Absetzen sei zu schnell gegangen. Ich wieder schrittweise auf 150 mg Venlafaxin hoch und in der akuten Angstphase 2 Wochen lang Tavor bekommen. Hat mehrere Wochen gedauert, bis ich wieder "die Alte" war.
- November 2016: 2. Absetzversuch. Reduktion von 150 auf 112,5 mg; bis auf leichte Absetzerscheinungen die ersten 1,5 Wochen gut vertragen
- Juli 2017: Reduktion von 112,5 auf 75 mg; Absetzerscheinungen waren weniger als im November, scheinbar gut vertragen
- ca. 3 Wochen später: nach 2 Tagen Schluckschmerzen Gefühl von Fieber und schlappe Beine; 1,5 Wochen krankgeschrieben; zwischenzeitlich kam Übelkeit hinzu, ansonsten keine weiteren Beschwerden, auch kein Fieber (nur Gefühl) --> Hausärztin sagte grippaler Infekt
- nach den 1,5 Wochen: zunächst fühlte sich Kopf wieder komisch an (wie beim Absetzen), einen Tag später Weinkrampf und Angstwellen, fühlte mich wieder fiebrig
- Neurologe im Urlaub, Vertretung sagte: Venla wieder hochsetzen + Tavor zur Beruhigung
- die nächsten Tage wurds besser, brauchte allerdings viel Schlaf
- nach ein paar Tagen wieder ein Einbruch: Übelkeit, Weinkrampf, Fiebrigkeit, Kopf fühlt sich komisch an, viel Schlaf und trotzdem müde...
- Symptome wurden mit der Zeit besser, gingen dann weg; wieder auf 112,5 mg
- August 2017: Gespräch mit Neurologen, Kügelchenmethode erklärt; er ist dafür, gemeinsam beschlossen, im Frühjahr 2018 anzufangen
- Mai 2018: ohne Absetzen plötzlich auftretende Symptome wie starke Übelkeit, Ängste, leichter Schwindel, Grippe; nach ein paar Tagen festgestellt, dass das neue Rezept nicht wie gewohnt von Neuraxpharm war, sondern von Heumann; Telefonat mit Arzt, der bestätigt diese häufige Unverträglichkeit mit Heumann; wieder auf Neuraxpharm umgestiegen, nach ca. 1,5 Wochen wieder alles in Ordnung

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Re: Retardkapseln öffnen... Kügelchenmethode

Beitrag von Murmeline » Montag, 23.07.18, 21:15

Hallo Haras,

Ich bin seit 2015 dabei und kann mich nicht erinnern, das jemand dieses Problem hatte :shock:

Was meine Lösung wäre: Du könntest vorsichtig eine Seite aufschneiden und zum befallen Leerkapseln nutzen. Die kannst du online bestellen.

Kapsel mit riss solltest du nicht nutzen und einen Kleber gibt es auch nicht :o

Grüße, murmeline

PS: wenn ich es nicht vergesse, schiebe ich deinen Beitrag dann in den Thread zur Kügelchenmethode
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padmaUlulu 69
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