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Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

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Filzblume
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 17.01.18, 23:51

Liebes Forum,

auch ich habe ein geregeltes Problem mit dem Schlafen. Vor allem mit dem Einschlafen. Ich persönlich halte von Baldrian & Co ebenso wenig, wie von Benzo-Schlafmitteln oder Schlafschubser in Form von AD. Denn so blöd wie es sich anhört - auch von Baldrian und Co kann man süchtig werden - zwar nur psychisch, aber das reicht vollkommen aus, um neben der Spur zu sein.

ich handhabe es wie folgt:

Mein Schlafzimmer ist nur mein Schlafzimmer und wird für nichts anderes genutzt. Da ist auch kein Fernseher drin. Ich gehe jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett. 1 Stunde vorher reiße ich das Fenster auf. Kurz vorm Schlafen gehen, packe ich heiße Körnerkissen unters Oberbett. Es läuft jeden Abend das gleiche Ritual ab.

Ob das hilft - keine Ahnung. Aber was mir richtig gut tut sind Hörbücher. Ich hatte am Schluss so richtig Angst, ins Bett zu gehen. Mein Bett wurde zu einem Feind. Diese ewige Wälzerei über Stunden, war grausam. Da ich die Hörbücher aber nur im Bett höre, fing ich an, mich aufs Bett zu freuen. Ich wollte ja wissen, wie es weiter geht. Und wenn das Hirn mal wieder nicht die Klappe hält, wenn man schlafen will, lenken mich die Hörbücher echt ab. Denn da sollte man keinen Satz verpassen.

Irgendwann kommt dann ein Punkt, dass man nicht mehr so ganz checkt, was da gesabbelt wird. Dann ziehe ich die Knöppe aus den Ohren, drehe mich um und schlafe innerhalb von Sekunden ein.

Manchmal höre ich 5 Minuten und bin weg, manchmal aber auch zwei Stunden. Zwischendurch stehe ich auch auf und trinke was oder gehe zur Toilette. Alles nicht schlimm. Aber der Körper ruht und gerade mal ein Sinn ist aktiviert. Die Augen haben dann auch schon Pause. Besser als vor der Flimmerkiste zu hocken. Betonung liegt hier ja auch auf Flimmer!

Mir haben die Hörbücher echt den Schrecken vor den Abend bzw. die Nacht genommen. Für mich ist das schon die halbe Miete, wenn ich mit einem guten Gefühl und mit Freude ins Bett geht. Ist einfach stressfreier.

Aber wie bei allem "probieren geht über studieren" und das sagt die, die vor gut 5 Jahren Hörbücher vollkomrn albern fand. Ja ja, so ist das eben.

Liebe Grüße

Eure Filzblume
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2000 - 2016 Fluspirilen 1x pro Woche 1,2 ml - immer wieder mit Unterbrechungen, Krankheitsbild somatoforme Störungen
2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Bisher immer noch kein Endergebnis. Derzeit in Behandlung bei einem Endokrinologen. Warten wir es ab!

Eva

Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Eva » Donnerstag, 18.01.18, 13:09

Hallo,

Zustimmung: Es ist sicherlich am besten, ÜBERHAUPT nichts zum Schlafen zu nehmen. Ich kenne sie sehr gut: die Angst vor dem Herumwälzen, die aus Angst vor der Leere und damit verbundenem Gedankenwälzen bzw. -bildern besteht, allerdings vielleicht auch aus der Angst vor der "Langeweile", die sich nach Stunden und Stunden des Wachseins, egal, womit man sich beschäftigt, einstellt.

Das sind für mich jetzt zwei getrennte Elemente geworden. Der Angst vor der Leere begegnete ich auch am liebsten mit Hörbüchern oder geführten Hörmeditationen. Die Angst vor dem Herumwälzen und der Langeweile bekam ich damit aber nicht in den Griff, denn irgendwann waren auch die schönsten Hörbücher eben nur noch eines: langweilig und "lästig" - weil ich total überreizt und dadurch auch des Hörens sowas von überdrüssig war!

Inzwischen zählen für mich auch die Hörbücher zu den Dingen, die ich zum Einschlafen ausklammere; ich mache es nun so, dass nur noch das Lesen eine Option ist, solange bis ich müde werde; dann mach ich das Licht aus, schließe ich die Augen, und entweder ich schlafe ein oder liege nur da und lasse Augen und Geist ruhen. Ich durfte feststellen, dass es auch Übungssache war, das wieder zu können, und die Hörbücher stören nun diesen Mechanismus eher. Ich schaffe es immer besser, belastetende Gedanken und -bilder vorbeiziehen zu lassen; die Angst vor ihnen wird sukzessive weniger (früher schoss ich in Panik hoch und war hellwach).

Bei mir war also einer der Schlüssel zum besseren Einschlafen, meine nächtlichen Aktivitäten rigoros herunterzufahren und anders mit den inneren Bildern und Gedanken umzugehen. Sicher, das muss man auch erst einmal können ... Aber so unterschiedlich ist es, auch da.

Liebe Grüße,
Eva

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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Filzblume » Donnerstag, 18.01.18, 17:19

Eva, und ich krieg vom Lesen im Bett Nackenprobleme. :cry: Also dann von Entspannung weit weg. Aber wie Du schon sagst, das ist bei jedem anders. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Man kann es nur ausprobieren. :bettzeit:

Es kommt auch immer darauf an, was man hört und auch liest. Ich denke so ein Horror-Ding sollte man besser lassen. Auch wenn der Sprecher beim Hörbuch einem nicht genehm ist, sollte man es lassen. Hörspiele mit Nebengeräüschen halte ich auch für kontraproduktiv. Ich habe auch immer nur einen Stöpsel im Ohr. Beide Ohren geht gar nicht, das macht mich bekloppt.

Gruß Filzblume
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September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 19.01.18, 14:25

Pueraria mirifica , eine Pflanze aus Thailand, bei Schlafstörungen in den Wechseljahren.
Da die Pflanze Pytohormone enthält, sollte man allerdings mit der Frauenärztin abklären, ob sie geeignet ist;

http://www.superfoodwissen.org/pueraria-mirifica/

liebe Grüße Arian
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 18.02.18, 14:23

Nebenwirkungsfrei (außer eventuell Geld ausgeben) - das Schlafzimmer nach Feng Shui ausrichten.
Die Lehre des Feng Shui gibt Anregungen, wie sich Räume, Wohnungen, Häuser und Gärten so einrichten lassen, dass sich positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden ergeben. Feng Shui ist ein ganzes Paket unterschiedlicher Methoden, mit deren Hilfe sich herausfinden lässt, welche Farben, Formen und Materialien an den richtigen Stellen platziert den Fluss der Lebensenergie Chi anregen. Dabei lässt sich Feng Shui mit allen Einrichtungsstilen verbinden
https://www.schoener-wohnen.de/einricht ... -feng-shui

Hier eine Seite mit Bildern, die sich direkt aufs Schlafzimmer bezieht:
https://de.wikihow.com/Dein-Schlafzimme ... ausrichten

Einige Sachen habe ich beherzigt - ich weiss nicht, ob sich der Schlaf wirklich gebessert hat, aber ich halte mich lieber im Schlafzimmer auf , es ist entspannender. Das Schlafzimmer ist nur noch zum Schlafen da. Wenn ich was am Laptop mache, nehme ich ihn mit, stelle ihn aber, wenn ich fertig bin, ins Wohnzimmer. An meinem Bett gibt es einen Generalschalter für alle Elektrogeräte im Raum ,damit ich nicht gestört werde. Meine Farben sind Terracotta (aber nur eine Wand) und Hell; das Bett steht an der Wand . Meine Schränke haben gar keine Türen, sondern Vorhänge.
Man könnte noch mehr tun - ich bewahre immer noch zuviele Sachen unterm Bett auf.

lWie gesagt, eine Umgestaltung des Schlafzimmers ist einen Versuch wert. Wenn man nur ein Zimmer hat oder wenig Platz, kann man auch alles, was stört, mit schönen, großen Tüchern zuhängen.

liebe Grüße Arian
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Clarice
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Clarice » Sonntag, 06.05.18, 11:28

Hallo!
Ich habe aktuell wirklich starke Schlafstörungen; normalerweise sind die immer nur 1-2 Wochen nach einer Reduzierung, dann ist wieder gut.
Aber jetzt halten sie sich. Meine Schlafhygiene ist wie ich meine recht gut.

Kann Pollenallergie ein Auslöser sein?
Gefühlt ist meine Allergie ist jetzt nicht so stark, dass ich ständig was nehmen muss. Meistens langen tatsächlich Augentropfen, weil hauptsächlich die Augen jucken. Die Nase ist meistens frei.
Vielleicht sollte ich abends doch mal ne Tablette nehmen, die Antihistaminika machen ja müde, was meinst ihr?
Liebe Grüße
Clarice
Aktueller Stand:
09.11.2018 1 mg E.
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Eva

Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Eva » Sonntag, 06.05.18, 12:59

Hi Clarice,

ich würde das einfach ausprobieren.

Da Du die Wirkung der Tropfen ja prinzipiell kennst und offenbar verträgst, halte ich sie zur Nacht nicht für gefährlich.

LG Eva

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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Flummi » Dienstag, 15.05.18, 11:36

Hallo,

es ist schon etwas älter, aber es geh darum, dass es besser ist, bei Depressionen ganz im Dunkeln zu schlafen, auch zu achten auf kleine Lichtquellen, die störend sein können:
https://www.welt.de/gesundheit/article1 ... ndern.html

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 30.06.18, 21:44

Der Traum schlafloser Nächte 28. Juni 2018
Die Schlaflosigkeit vieler Menschen ließ sich bisher kaum nachweisen. Doch Schlafforscher aus Freiburg zeigen jetzt: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum der Patienten statt und sind gar nicht real. Für die Betroffenen ist der vermeintliche Schlafmangel dennoch belastend.
http://news.doccheck.com/de/newsletter/ ... e9e679a0b6

Fand ich interessant, obwohl ich aber auch denke, dass dieser Kommentar (Kommentar 1)recht hat:
Der Patient mit Schlafstörungen hat i.d.R. keinen ausreichenden Tiefschlaf. Da der “erholsame” Schlaf nicht in den REM-Phasen, sondern in den Tiefschlafphasen bzw. im Wechsel dieser Phasen stattfindet, sollten beide Schlafphasen in eine solche Untersuchung einbezogen werden.
liebe Grüße Arianrhod
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Clarissa » Samstag, 30.06.18, 22:06

Also ICH habe definitiv quälende endlose Nächte mit NULL Schlaf hinter mir, das habe ich nicht lediglich geträumt :shock: !

VG Clarissa .
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leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Blumenwiese » Samstag, 30.06.18, 23:35

Ich kenne das tatsächlich auch, dass ich dachte ich schlafe nicht und dann fiel mir ein, dass ich doch was geträumt hatte ... dann musste ich geschlafen haben.

In einer Klinik wurde ich mal über Nacht verkabelt, um meine Schlafphasen zu untersuchen. Ich hatte das Gefühl gehabt, sehr spät eingeschlafen zu sein und öfter wach gewesen zu sein.

Nach den Aufzeichnungen des Geräts war das aber gar nicht so. Und alle Schlafphasen waren sogar so wie sie sein sollten. Trotzdem war ich nicht erholt gewesen.

Ich weiß nicht, wovon die Schlafqualität wirklich abhängt.
Vielleicht hängt es davon ab, was über Nacht vom Gehirn gerade verarbeitet wird...

Liebe Grüße
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 15.08.18, 17:10

Hallo,
ein Ortswechsel zu Seeluft, Bergluft und Landluft hilft sicher auch sehr gut. Hier an der Küste bin ich immer voll müde nach dem Tag an guter Luft.

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 21.08.18, 15:02

Hallo,

habe mir erlaubt einen Beitrag von mir hier ein zu kopieren.

Thema: Entspannung statt Schlaf (wenn man nicht schlafen kann).

Im Prinzip ein Erfahrungsbericht.

Hallo liebe Iris, :)

ich hatte überlesen, dass du mich angesprochen hattest
Ich bewundere dich so, das du so super mit deiner Schlafstörung umgehen kannst und das schon jahrelang. Wie machst du das bloß? Und dazu noch deine tolle Arbeit hier im Forum, danke dir so.Ich bin dann sofort so platt den ganzen Tag und hab zu nichts mehr Lust.
Eine Bewunderung ist zu viel des Guten. ;)
Dich und mich trennen erfahrungstechnisch 18 Jahre an Umgang mit Insomnie.
Zu Beginn meiner Schlaflosigkeit ging es mir so wie dir.
Der Körper war es nicht gewöhnt und ich bin nur in der Gegend herumgefallen.
Ich schleppte mich durch den Tag, mehr liegend oder weggetreten als wach und munter.
Ich war komplett kraftlos, schlapp und lustlos.
Ich sehnte den Schlaf herbei, aber er kam nicht.
Auch tagsüber nicht.
Das Höchste der Gefühle war Dösen und nach wenigen Minuten hochschrecken mit Herzklopfen und wirrem Gefühl.

Ich wurde auch immer verzweifelter.

Das hat sich 5 Jahre gesteigert, bis ich 2006 in einer Klinik nicht mehr widerstehen konnte - am Rande meiner Kräfte und psychisch kurz davor psychotisch zu werden vor Schhlafmangel - und die mir angebotenen Schlaftabletten (Benzodiazepine) akzeptierte.

Es wurde erst besser, als ich realisierte, dass ich meinen Umgang zum Schlafthema ändern muss.
Dazu hat auch gehört zu begreifen (und zu üben!), mich - statt schlafen - aktiv und bewusst zu entspannen. Als Schlafersatz sozusagen.
Denn schlafen klappt(e) nicht, aber ich konnte Techniken der Entspannung erlernen und einüben.

Der Körper kann sich beim Meditieren, Entspannen, bewusstem Ausruhen etc. sicher nicht so toll regenerieren wie im Schlaf, aber es ist besser, als gar nichts zu tun und das ist auch mein "Clou" jetzt durch mein Leben zu kommen.
Wobei ich natürlich berentet bin, denn mit einem Schlafdefizit von 18 Jahren geht es wirklich nicht mehr zu arbeiten.
Vorher habe ich es versucht und es war grausam.
Un-aus-halt-bar.

Ich möchte trotzdem jeden ermutigen, der mit Schlafstörungen zu kämpfen hat, sich mit den vielen alternativen Angeboten zu bewusster Entspannung auseinanderzusetzen und seinen Weg zu finden.
Die meisten Sachen kosten nichts und es gibt überall Videos und Anleitungen im Internet oder günstige Bücher; wem dann etwas gefällt und wer Lust auf mehr hat, der findet vielleicht einen passenden VHS Kurs zur Vertiefung der Technik etc (zB autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobson, meditieren etc)

Mein persönliches Ruhen und Aufladen begehe ich für mich selbst bei sanfter Entspannungsmusik, mit einer Kerze, einem Edelstein (der mir lieb und teuer ist) und ich mache eine Mischung aus Meditieren und Beten und arbeite dann mit Farben, die ich in meinen Körper fließen lasse.
All das kann ich niemandem verallgemeinert als Methode empfehlen, denn es ist meine.
Deine mag völlig anders aussehen. Und die eines dritten noch mal anders.
Was mir hilft, muss keinem anderen helfen. Kann vielleicht. Aber nicht muss.
Jeder muss selbst schauen, was zu ihm passt.
Deswegen finde ich es ganz wichtig, dass man sich selbst damit beschäftigt und mal ein bisschen umhört und umsieht, was einen anspricht.

ZB ist ja aktuell ASMR in aller Munde (https://www.welt.de/gesundheit/psycholo ... elfen.html)
https://de.wikipedia.org/wiki/Autonomou ... n_Response
- ich habe mir mal zwei drei Videos angeschaut und mich kopfschüttelnd gefragt, wie das bitteschön beruhigen soll? Mich nervt es nur und ich finde es irgendwie (Verzeihung) lächerlich.

Alleine daran sieht man, wie unterschiedlich Menschen entspannen und dass es nichts für alle gibt.
Begib auch du dich auf die Suche nach Dingen, die dich entspannen.
Es lohnt sich nicht nur für jetzt, in dieser anstrengenden Zeit, sondern auch für die Zukunft.

Viele Grüße
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Eva

Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Eva » Montag, 27.08.18, 12:54

Hallo,

ebenfalls eine persönliche Äußerung zum Thema ASMR:

Ich habe mir davon ein Hörbuch zum Einschlafen - zu einem bestimmten, ganz gut passenden Thema - heruntergeladen, und zwar nicht, weil ich auf jeden Zug aufspringe, sondern weil mich das nicht Schlafen können bzw. der fehlende Schlaf mittlerweile zur Verzweiflung, inklusive Benzo-Rückfall, und zum erstmaligen Einsatz eines AD (Trimipramin) getrieben hat. Ich wollte auch der Möglichkeit einer neuen Trance eine Chance geben.

Das Hörbuch mit einer männlichen Flüsterstimme war das einzige deutschsprachige in ASMR, das ich finden konnte - ich hatte insofern auch Glück, dass es thematisch passte. Die Wirkung kann lässt sich bei mir allerdings als "ganz nett" bezeichnen (die männliche Flüsterstimme ist für mich noch gut zu ertragen, da ohne unwillkürliches Schmatzen und andere Hör-Störfaktoren) - mehr aber auch nicht. ("Kopforgasmus" als Euphemismus, wie teilweise bezeichnet, finde ich lächerlich. :roll: Dabei schließe ich für andere auch diese Wirkung gar nicht aus, wir reagieren schließlich auf alles unterschiedlich.)

Hörbücher können mich überhaupt nicht mehr zum Einschlafen bringen, seitdem ich die Benzos genommen habe; da scheint sowas wie eine andere Frequenzeinstellung geschehen zu sein. Daran ändert diese neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird, also leider auch nichts. Aber vielleicht lohnt ja ein Versuch, wenn man es für sich austesten möchte.

Jamie, Deine Methode erscheint mir zwar wunderschön und mich freut, dass sie für Dich stimmig ist, aber auch so etwas funktioniert bei mir gar nicht; ich werde bei jeder Art Meditation oder auch ansonsten bewährter Entspannungsmethode eher nervös und unruhig - oder hab ganz einfach für mich noch immer nicht das Richtige gefunden. Obwohl ich so gut wie alles ausprobiert habe.

Leider ersetzt mir den Schlaf gar nichts. Momentan bin ich ratlos, hänge ja noch auf dem Rest Trimipramin ... Ich bin jetzt schon fast ein Jahr in Therapie - der Schlaf kommt nicht zurück, auch wenn es schon mal besser war, es blieb nicht so.

Liebe Grüße
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Clarissa » Montag, 27.08.18, 17:34

Hallo Eva,

der Schlaf kommt zurück, wenn Du ihm mehr Zeit gibst dafür.

Mir scheint, Du setzt Dich mega unter Druck deswegen und beschäftigst Dich zu viel mit der Thematik. Nun klappt es erstrecht nicht.

Bei mir hat es über zwei medikamentenfreie Jahre gedauert und auch jetzt schlafe ich nicht zuverlässig jede Nacht.
Ja, auch ich finde Schlaflosigkeit ausgesprochen belastend und mein nächster Tag ist möglicherweise im Eimer.
Mit AD und NL zum Schlafen war der nächste Tag noch mehr im Eimer.
Alles, was ich an NEM und Naturheilmitteln für besseren Schlaf ausprobiert habe, war für die Katz.
Meditieren hilft mir nicht.
Hörbücher jeder Art putschen mich auf.

Jetzt halte ich "nur" die Regeln der Schlafhygiene ein - und es klappt auch nicht immer.
Zum Glück drängt mich in der Früh in der Regel nichts.
Wenn ich nicht geschlafen habe, dann ist es eben so.

Hab Geduld.

VG von Clarissa
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los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

Eva

Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Eva » Montag, 27.08.18, 19:46

Hallo Clarissa,

Du könntest Recht haben, dass es sich bei mir zu einer Art fixen Idee entwickelt hat. Auf diese Art leidet man wohl doppelt, und bessern tut es auch nichts, im Gegenteil. Ich denke gerade an den Gärtner, der das Pflänzchen aus dem Boden zieht, um nachzuschauen, ob es schon gewachsen ist ... Also weiter in Geduld üben. :zombie: :bettzeit:

Ich wollte mit meinem Beitrag an dieser Stelle mehr darauf hinaus, dass eben auch alles, was die Schlafhygiene betrifft, etwas sehr Persönliches ist. Was für den einen passt, hilft dem anderen leider nicht so und umgekehrt.

VG Eva

Domurat
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Domurat » Samstag, 13.10.18, 2:00

Hallo,
seit 3 Tagen kann ich nicht einschlafen die ganze Nacht. Ich nehme immer noch 17mg Haloperidol am Tag gegen die Entzugserscheinungen beim Risperidon-Entzug. 14 Monate habe ich jetzt herum. Seit einem Monat wird es wieder schlechter mit den Nebenwirkungen/Entzugserscheinungen. Das Letzte sind jetzt massive Schlafstörungen.
Viele Grüße
Domurat
Seit September 1974 Alkohol und Nikotin
Alkohol bis 1999 regelmäßig bis 2004 gelegentlich, ab 2004 nichts mehr.
Seit 1975 Schlafstörungen
von 1965-1977 Schulzeit. 1977 Abitur
1977-1978 Bundeswehr als Wehrpflichtiger
1979-1982 Lehramtsstudium in Hamburg, das ich dann aber abgebrochen habe.
Ab 26.10.1981 4mg Haloperidol am Tag und 200mg Perazin 3 Monate lang.
Ab Dezember 1982 1mg Pimozid am Tag
09.08.1983-16.01.1986 Kaufmännische Lehre
Von 1986-1997 Zur Arbeit gegangen, 9 Jahre Schichtarbeit dadurch verschlimmern sich meine Schlafstörungen
Ab 09.08.1983 3mg Pimozid am Tag
Im Dezember 1989 1mg Haloperidol zusätzlich einen Monat lang
Ab 1996 massive Schlafstörungen,
1-3mg Haloperidol zusätzlich bis ca. 1998 und danach
Ab 1998 selbstständig zusammen mit Bruder und Mutter. Vater stirbt im Januar 1998
Ab 2001 4mg Pimozid
Ab Dezember 2003 erst 2, dann 4, schließlich 6mg Risperidon am Tag, ab Januar 2004 80mg Chlorprothixen dazu
dadurch besserer Schlaf
Seit 2001 erst Teilerwerbsminderungsrentner, ab 2004 Vollerwerbsminderungsrentner
2006 Kurzfristige Reduktion von Risperidon auf 5mg am Tag
18.11.2006 Ich gebe das Rauchen auf,
danach bis 18.06.2010 bis zu 18 Nikotinkaugummis am Tag
bis Frühjahr 2013 erst Xylitol-Kaugummis, dann Bachblütenkaugummis.
Ich stelle fest, das ein Bachblütenkaugummi 1-2mg Haloperidol ersetzt.
6mg Risperidon bis Februar 2017
Chlorprothixen 80mg bis ca. 2010. Danach erst 90, dann 110mg am Tag, wegem schlechterem Schlaf.
Ab 2012- 07.10.2016 Reduktion von Chlorprothixen bis auf 0.
Im Sommer 2012 bis zu 5mg Haloperidol dazu wegen psychischer Krise
Danach immer Haloperidol dazu
Im Sommer 2014 zunehmende psychische Probleme, ständig 1-8mg Haloperidol dazu.
Chlorprothixen im Sommer 2014 auf 40mg heruntergefahren
Am 08.07.2014 wurde ich am Darm operiert. Eine Woche Krankenhaus, im Krankenhaus schon 4mg Haloperidol zusätzlich, danach dann 7-8mg 3 Wochen, danach Haloperidol auf 0 heruntergefahren jede Woche 1mg weniger.
In den folgenden Jahren immer wieder Haloperidol zusätztlich 1-4mg
Ab Februar 2017 Reduktion von Risperidon von 6 auf 5,5mg.
Von Juni-Juli Reduktion von Risperidon schrittweise bis auf 0 am 11.08.2017
Seitdem ausschließlich Haloperidol bis zu 19mg am Tag
Ab 26.07.2018 vor allem im Winter 2017/2018 Absetzpsychose. Mehrere Wochen 16-17mg Haloperidol. Danach klingt die Psychose wieder ab.
Ab 13.06.2018 30mg Omeprazol statt 40mg, dass ich 16 Jahre genommen habe. klappt gut.
Ab 01.09.2018 20mg Omeprozol statt 30mg, will nicht klappen (Bauchschmerzen abends). Deshalb nach 2 Wochen wieder hochgesetzt auf 30mg.
Seit September 2018 wieder in der Krise
Seit 24.10.2018 mit 15mg Haloperidol am Tag stabil
Seitdem schwere Schlafstörungen

padma
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von padma » Mittwoch, 24.10.18, 19:01

hallo,

ein interessanter Beitrag von Petra49 zum nächtlichen Aufwachen:
der natürliche Schlafrythmus des Menschen - vor dem Zeitalter der industriellen Revolution - ist der sogenannte Etappenschlaf, also einige Stunden Schlafen und dann wieder einige Stunden wach sein und dann wieder einige Stunden Schlafen.

Das "Mensch" sieben oder acht Stunden durchschlafen muß ist völlig unphysiologisch und kam erst seit dem Zeitalter der industriellen Revolution auf, wo die Menschen tagsüber fit sein und deshalb "durchschlafen" mußten, da sie 10 Stunden oder länger im Büro oder am Fließband stehen mußten.

Der Mensch wacht übrigens durchschnittlich bis zu 28 mal nachts auf, oftmals jedoch ohne es selber bewußt zu merken und daß jemand nach einigen Stunden Schlaf, dann erst wieder eine nächtliche Wachphase von einigen Stunden hat, entspricht dem normalen Biorythmus des Menschen, was viele heute jedoch nicht mehr wissen.

Ich wache seit jeher nachts zwischen 2 und 4 Uhr auf und bin dann oftmals längere Zeit wach bis ich wieder einschlafe und habe das noch nie als "krankhaft" empfunden.

Wie schon gesagt, ist die Behauptung, daß ein Mensch "durchschlafen" muß unphysiologisch und entspricht nicht dem normalen Schlafmuster des Menschen, denn erst mit dem Zeitpunkt der industriellen Revolution kam die Idee des "durchschlafen müssens" auf, da Mensch tagsüber "funktionieren und fit sein mußte".

Ich würde mir also nicht einreden lassen, daß nächtliches Aufwachen "krankhaft ist".

Auch Menschen, die noch nie Psychopharmaka genommen haben, so wie ich, wachen nachts auf und liegen auch oft nachts Stundenlang wach, ohne daß ich das jetzt als krankhaft empfinde.

Ich versuche halt meinen Biorythmus der Natur anzupassen, indem ich nachts nicht bis in die Puppen aufbleibe, was ja auch nicht dem Biorhytmus des Menschen entpsricht, sondern zeitig ins Bett gehe, was leider nicht immer klappt, gerade im Sommer.

LG, Petra
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Flummi » Dienstag, 06.11.18, 2:44

Hallo Padma und Petra,

wow, das ist superinteressant. Ich habe dazu gegoogelt und es klingt gut, was da geschrieben wird:

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ ... -1.1484692

Viele Grüße,
Claudia
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Re: Schlafhygiene / Schlafprobleme / Was hilft?

Beitrag von Moselaner » Mittwoch, 07.11.18, 8:31

Hallo Ihr lieben,
gestern kam auf sat 1 akte 2018 um 22.20 Uhr eine sehr lange Reportage über schlafprobleme u natürliche Schlafmittel. ich musste direkt an euch denken. der bericht ist sicherlich im Internet zu finden, auf der sat 1 Homepage .
ah Moment, suche es für euch

https://www.sat1.de/tv/akte wenn der schlaf nicht kommen will


lg m.
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MonalindeJamie
Hier die Krankengeschichte
I
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Seit 01.06.17: 3,75 mg zopiclon
Seit 01.07.17: 1,875 mg Zopiclon
Seit 21.07 17: 1,5 mg Zopiclon
Seit 01.08.17: 1,125 mg Zopiclon
Seit 07.08.17: 0.9375 mg Zopiclon
14.8.17: 0,7 mg Zopiclon
21.8.17: 0,5 mg Zopiclon
28.8.17: 0,25mg Zopiclon
01.09.17: 0,1 mg Zopiclon
04.09.17: 0mg Zopiclon

Hier der Verlauf meines Entzugs:
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