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Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Clarissa
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 25.08.19, 21:57

Hallo, Otterkopf.

Ich las:

viewtopic.php?f=16&p=320390#p320390

Kannst Du Quellen benennen?

Danke und VG. Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Otterkopf
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Otterkopf » Montag, 26.08.19, 3:32

Vor 35 Jahren Panikattacken, daraufhin Bromazepam bei Bedarf. für ca. 5 Jahre. Jahrelang dann fast keine Panickattacken mehr, dann plötzlich vor 7 Jahren in einer lebensgefährlichen Situation (nicht für mich!) Panickattacke fast bis zur Handlungsunfähigkeit. Daraufhin 1x Diazepam 10mg.

Dann immer wieder Attacken und zunehmend Ängste vor grossen Versammlungen, Öffentlichkeit, Sport usw. Immer häufiger Einnahme von Oxazepam und Diazepam, hauptsächlich zur Bewältigung des Berufes, bei dem ich oft in der Öffentlichkeit stehe (Presse, Politik, Vorträge usw). Dazu abends immer mehr Alkohol bei schweren privaten Problemem.

Im letzten Jahr dann private Trennung, jetzt Hausverkauf mit großen finanziellen Verlusten. Von Juli letzten Jahres an immmer häufiger Diazepam bis zu 6 - 8 mal täglich (Immer 20 mg als Einzeldosis). Ab Januar diesen Jahres dann Umstellung auf 20-20-40 mg Oxazepam und dann schrittweise Reduktion bis zu 5-5-10 mg Oxazepam (bis hier ohne fremde Hilfe, aber in Begleitung einer Psychotherapie). Dann 6 Wochen stationär weiterer Entzug in 5er Schritten, zuletzt 2,5 ca. alle 3 -4 Tage. Seit Anfang April wieder voll im Beruf und clean. Kein Rückfall, keine Panikattacken.
10 mg Doxepin bei Bedarf, wenn ich überhaupt nicht schlafen konnte. Nebenwirkungen:Restless Legs ähnliches Syndrom, Verstärkung der Herzrythmusprobleme, Tagesmüdigkeit. Seit 2 Wochen abgesetzt.

Kein Alkohol vom 15.2 - 1.6. diesen Jahres, seitdem manchmal abends 1 Dose Bier zum Essen.

Ich habe nie im Beruf getrunken oder hatte nie einen Pegel im Beruf. Ich habe immer durchgearbeitet, auch während der Entzüge bis auf den Klinikaufenthalt, der auch wegen BurnOut /Erschöpfungsdepression) verschrieben worden war. Der Entzug lief da während der Psychotherapie mit.

Ich habe während der ganzen Zeit viel Sport und Fitnesstraining gemacht, bin schlank und für mein Alter (>60) gut trainiert. Die Fitness hat mich wahrscheinlich gerettet. Seit dem Entzug Bluthochdruck, langsam nachlassend, sowie zu langsame Herzfrequenz. Daher keine Betablocker. Sonst bis auf Palpitationen und harmlose Rhythmusstörungen sowie Schlaflosigkeit (die hatte ich aber schon immer, das war mein grösstes Problem), sowie leichte Muskelschmerzen keine Symptomatik.

Otterkopf
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Otterkopf » Montag, 26.08.19, 3:46

Liebe Clarrissa,
Gib mal bei PubMed Perpheral GABA Receptor ein. Insbesonderee der Darm wie auch Blutdruckregelnde Funktionen sowie die Muskeln scheinen GABA Rezeptoren zu haben bzw. Reagieren auf GABA
Vor 35 Jahren Panikattacken, daraufhin Bromazepam bei Bedarf. für ca. 5 Jahre. Jahrelang dann fast keine Panickattacken mehr, dann plötzlich vor 7 Jahren in einer lebensgefährlichen Situation (nicht für mich!) Panickattacke fast bis zur Handlungsunfähigkeit. Daraufhin 1x Diazepam 10mg.

Dann immer wieder Attacken und zunehmend Ängste vor grossen Versammlungen, Öffentlichkeit, Sport usw. Immer häufiger Einnahme von Oxazepam und Diazepam, hauptsächlich zur Bewältigung des Berufes, bei dem ich oft in der Öffentlichkeit stehe (Presse, Politik, Vorträge usw). Dazu abends immer mehr Alkohol bei schweren privaten Problemem.

Im letzten Jahr dann private Trennung, jetzt Hausverkauf mit großen finanziellen Verlusten. Von Juli letzten Jahres an immmer häufiger Diazepam bis zu 6 - 8 mal täglich (Immer 20 mg als Einzeldosis). Ab Januar diesen Jahres dann Umstellung auf 20-20-40 mg Oxazepam und dann schrittweise Reduktion bis zu 5-5-10 mg Oxazepam (bis hier ohne fremde Hilfe, aber in Begleitung einer Psychotherapie). Dann 6 Wochen stationär weiterer Entzug in 5er Schritten, zuletzt 2,5 ca. alle 3 -4 Tage. Seit Anfang April wieder voll im Beruf und clean. Kein Rückfall, keine Panikattacken.
10 mg Doxepin bei Bedarf, wenn ich überhaupt nicht schlafen konnte. Nebenwirkungen:Restless Legs ähnliches Syndrom, Verstärkung der Herzrythmusprobleme, Tagesmüdigkeit. Seit 2 Wochen abgesetzt.

Kein Alkohol vom 15.2 - 1.6. diesen Jahres, seitdem manchmal abends 1 Dose Bier zum Essen.

Ich habe nie im Beruf getrunken oder hatte nie einen Pegel im Beruf. Ich habe immer durchgearbeitet, auch während der Entzüge bis auf den Klinikaufenthalt, der auch wegen BurnOut /Erschöpfungsdepression) verschrieben worden war. Der Entzug lief da während der Psychotherapie mit.

Ich habe während der ganzen Zeit viel Sport und Fitnesstraining gemacht, bin schlank und für mein Alter (>60) gut trainiert. Die Fitness hat mich wahrscheinlich gerettet. Seit dem Entzug Bluthochdruck, langsam nachlassend, sowie zu langsame Herzfrequenz. Daher keine Betablocker. Sonst bis auf Palpitationen und harmlose Rhythmusstörungen sowie Schlaflosigkeit (die hatte ich aber schon immer, das war mein grösstes Problem), sowie leichte Muskelschmerzen keine Symptomatik.

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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Otterkopf » Sonntag, 01.09.19, 17:53

Hallo, ich habe jetzt nach ca. 5 Monaten das Gefühl, das mein Schlaf langsam wiederkommt und mein Blutdruck sich langsam normalisiert. Auch die Palpitationen werden weniger.
Dafür habe ich sehr schnell Muskelkater und Muskelschmerzen nach Belastung. Das könnte aber auch an dem Blutdruckmittel (Candesartan) liegen. Ich bin jetzt bei 4 mg, ich hoffe, die werde ich auch noch los.

Liebe Grüße vom Otterkopf
Vor 35 Jahren Panikattacken, daraufhin Bromazepam bei Bedarf. für ca. 5 Jahre. Jahrelang dann fast keine Panickattacken mehr, dann plötzlich vor 7 Jahren in einer lebensgefährlichen Situation (nicht für mich!) Panickattacke fast bis zur Handlungsunfähigkeit. Daraufhin 1x Diazepam 10mg.

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10 mg Doxepin bei Bedarf, wenn ich überhaupt nicht schlafen konnte. Nebenwirkungen:Restless Legs ähnliches Syndrom, Verstärkung der Herzrythmusprobleme, Tagesmüdigkeit. Seit 2 Wochen abgesetzt.

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Otterkopf
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Otterkopf » Sonntag, 01.09.19, 18:00

Hallo,
Hier ist ein schöner Artikel, der zeigt, wie tief Gaba-Rezeptoren in die neuronale Verschaltung und Steuerung intigriert sind:

https://www.sciencedirect.com/science/a ... 0919303376

Grüsse Otterkopf
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Ich habe während der ganzen Zeit viel Sport und Fitnesstraining gemacht, bin schlank und für mein Alter (>60) gut trainiert. Die Fitness hat mich wahrscheinlich gerettet. Seit dem Entzug Bluthochdruck, langsam nachlassend, sowie zu langsame Herzfrequenz. Daher keine Betablocker. Sonst bis auf Palpitationen und harmlose Rhythmusstörungen sowie Schlaflosigkeit (die hatte ich aber schon immer, das war mein grösstes Problem), sowie leichte Muskelschmerzen keine Symptomatik.

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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Berlin-2013 » Dienstag, 03.09.19, 11:47

Hallo Otterkopf, vielen Dank für die Infos aber leider sind Fachartikel relativ schwer zu übersetzen und deshalb würde es mich sehr freuen wenn du vielleicht eine übersetzte Zusammenfassung reinstellen könntest. Ich bin zwar ziemlich über dem Berg aber leide noch immer unter:
Gleichgewichtstörung sowie Muskelsteifigkeit und Schwindel

Was mir die vermutliche Fehldiagnose parkinson eingebracht hatte, die jetzt in symtomatisches Parkinson Syndrome geändert würde!

Sie sind noch am Suchen?!

Ich verstehe das mit den GABA rezeptoren leider nicht wirklich.

Deine Erfahrungen mit rafa13/kevin05 sind vielen seit 10 Jahren bekannt, es liegt nicht an dir.

Viele Grüße aus Berlin
Off Topic
Viele Grüße und 2019 wird mein erfolgreiches Jahr der Gesundheit
😍
FAZIT: Ich war viel zu schnell unterwegs und DAS hat alles verschlimmert und den Entzug dadurch unnötig verlängert!! :schnecke: besser ist ZEIT UND GEDULD beim Absetzen. Microtappering ist die beste und schonendste Variante!

Am 13. September sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!

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Otterkopf
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Otterkopf » Dienstag, 03.09.19, 22:01

Naja, der Artikel beschrribt, wie unter bestimmten Kulturbedingungen aus neuronalen Stammzellen ein Hirnorganoid entsteht. Dieser kleine Zellhsufen aus Nervenzellen entwickelt eine neuronale Vernetzung und produziert ein einfache EEGPotentiale,, die denen einen Fetus ähneln. In diesem einfachen Neuronenverband sind lediglicj Glutamin (stimulierend) und GABA Rezeporen für die verschiedenen Erregungdzustände verantwortlich. GABA ist als sehr tieg in Entwicklung intigriert.

Grüsse vom Otterkopf
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Ich habe während der ganzen Zeit viel Sport und Fitnesstraining gemacht, bin schlank und für mein Alter (>60) gut trainiert. Die Fitness hat mich wahrscheinlich gerettet. Seit dem Entzug Bluthochdruck, langsam nachlassend, sowie zu langsame Herzfrequenz. Daher keine Betablocker. Sonst bis auf Palpitationen und harmlose Rhythmusstörungen sowie Schlaflosigkeit (die hatte ich aber schon immer, das war mein grösstes Problem), sowie leichte Muskelschmerzen keine Symptomatik.

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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Otterkopf » Samstag, 07.09.19, 7:48

Hallo
ich habe mich gestern einem Belastungstest unterzogen: 5 km Firmenlauf. Alles, was mir Angst und Stress gemacht hat, auf einmal. Viele Leute, laute Musik und auch noch eine körperliche Belastung. Ich hatte den Lauf voriges Jahr mit 20 mg Diazepam am Tag überstanden.
Ich gestern vorher so aufgeregt, dass mein Blutdruck mal wieder die 160 tochierte. Ich habe 4 mg Candesartan zusätzlich genommen. Vorher war mir am Treffpunkt mit den Leuten noch etwas schwindelig und ich hatte leichte Fremdheidsgefühle, ich fühlte moch wie ca. 1 Monat nach Punkt 0. Als der Lauf gestartet war, hatte ich keine Probleme, och merkte, dass ich gut trainiert hatte und bekam Vertrauen zu meinem Körper. Das steigerte sich während des Laufens und da ich mich sehr vorichtig gestartet war, hatte ich am Ende gute Reserven. Nach dem Lauf habe i h mich erleichtert und gut gefühlt, die Entzugssymptomatik war verschwunden. Ich bin froh, dass gemacht źu habrn, ein kleines Puzzlesteinchen auf dem Weg zurück zu meinem alten Leben.

Lirbe Grüsse und allen viel Glück auf Ihrem schweren Weg, Otterkopf
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Berlin-2013 » Samstag, 14.09.19, 13:11

Gestern waren es 5 Jahre nach 0 mg

Auch wenn es Krisen gibt und manche Situationen Symptome wieder einmal triggern, so bin ich froh noch rechtzeitig (wenn auch fehlerhaft) abgesetzt zu haben.

Mittlerweile sind Sachen möglich, die ich mir noch vor 1 Jahr nicht zugetraut hätte. Allerdings lösen sie noch immer folgende Symptome aus:

Muskelsteifigkeit mit Gangschwierigkeiten und
Gleichgewichtstörungen

Wenn das so weiter geht und das hoffe ich sehr, dann bin ich definitiv auf dem richtigen Weg.

:party2:
Off Topic
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Am 13. September sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!

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