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Dr. Jennifer Leigh, Psy.D - Benzodiazepin-Entzugssyndrom

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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Murmeline
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Dr. Jennifer Leigh, Psy.D - Benzodiazepin-Entzugssyndrom

Beitrag von Murmeline »

[mod=padma]Übersetzung unten[/mod]
I had panic attacks in my mid thirties. I was put on Clonazepam. I was kept on the drug for 18 years. I never abused it, and took it only as prescribed. Nine years into taking it, I started having strange health issues; my bladder, stomach, heart, bones, muscles… I didn’t feel well a lot of the time.

Not one doctor ever told me I was in tolerance withdrawal, even though I clearly stated that I was on a benzo and had been for many years. In 2010 I was having a lot of tolerance withdrawal symptoms and made the decision to taper off. My doctor (who is one of the “best” in the area”) gave me very bad advice which I followed.

I tapered for 8 months. I became bedridden and unable to sleep during the night. Another doctor gave me Phenobarbital and sent me home to cold turkey on my own. I ended up in the hospital, deathly ill and out of my mind with terror, the hallmark benzo withdrawal symptom. I had almost every symptom that one can have in withdrawal. I was lucky I never had a seizure though.

The 18 month off of the drug was exceedingly cruel. I prayed for death every day. I had intrusive thoughts, looping thoughts, severe anxiety, terror, panic, paranoia, depression, hopelessness, and an inability to feel joy or comfort. I developed bizarre fears and phobias.

My body was a mess too. I had horrific pain in my bones, joints, muscles and eyes and ears. The fatigue was crushing. I also had severe cognition problems. I couldn’t use a computer for awhile as I forgot how. I lost things, and forgot things. I went days without showering as I had developed POTS, postural orthostatic hypotension. Standing was almost impossible some days. I used a walker or a cane for awhile. I was unable to work, and unable to participate in normal life. I felt removed from everything and the only emotion my brain could create was fear or shame.

It took three years for the mental symptoms to go away, and I-ll be four years free this June, and my body still is healing from the damage. I have blogged honestly about my journey so as to give hope and comfort to others who are suffering in benzo withdrawal. It is an almost unbearable suffering. It is primal suffering. And the sad thing is is that doctors are doing this to people, all over the world.
http://prescription-drug.addictionblog. ... eigh-ph-d/

Aktueller Status: 5 Jahre nach dem Absetzen (Juni 2016)
Today marks FIVE years of being free from a benzodiazepine! Why is this such a momentous occasion? Because my journey to get free from the benzo I took as prescribed for nearly 18 years was hell on Earth. There were so many days during my taper that I thought I wouldn’t survive. I was bedridden; deathly ill. Then there was the decision to jump; to go cold-turkey and all of the unbelievable suffering that it caused. The first two years off were beyond anything I could ever have imagined. It was a very long, arduous, frightening, lonely, and utterly humbling journey.

But that’s behind me now. Thank God. Yes, I still have some lingering physical symptoms. However, I don’t let them slow me down too much! I have a full and happy life. I’m not the person I was when I started taking a benzo, or when I started tapering. I’ve changed. Remarkably. Benzo withdrawal allowed me the opportunity to become the person I always hoped and dreamed I could be. I’m strong. I’m loving. I’m compassionate and kind. I don’t get easily worked up about things anymore. Not much ruffles my feathers. I’m content in my skin, just as I am, flaws and all. You too can use this time in your life to become better (instead of bitter over what has happened to you because of a benzo).

Benzo withdrawal is an incredibly horrific thing to have to experience, I know. However, we do get to the other side of it. We do stop suffering, and we start living again. Life is SO SWEET on this side of recovery; I assure you.

If you are suffering today, know that it will come to an end. In time. Hold on. Keep going. Have faith. There were so many dark days I didn’t think I would survive. So many dark days I thought I would never heal. So many dark days I thought I was broken forever. Those thoughts and feelings were just withdrawal messing with me! They were all lies! Let my life be the proof you need to know that you will regain your ability to think, feel, and function normally again. You will be better than before. You will be brand new!
http://benzowithdrawalhelp.com/2016/06/ ... f-freedom/


Ein weiteres Interview: http://www.huffingtonpost.com/van-winkl ... 66700.html

Ihre Website: http://benzowithdrawalhelp.com/
Zuletzt geändert von padma am 04.07.2016 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Hinweis eingefügt
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
Nospie

Re: Dr. Jennifer Leigh, Psy.D - Benzodiazepin-Entzugssyndrom

Beitrag von Nospie »

Hallo,
da nicht alle so gut Englisch können (ich auch nicht :) ),
hat sich mein Mann wieder mal gedacht,er übersetzt den Text für uns.
(Im übrigen ein toller Text !)
Ist in ein/zwei Tagen fertig.
LG
Nospie
Nospie

Re: Dr. Jennifer Leigh, Psy.D - Benzodiazepin-Entzugssyndrom

Beitrag von Nospie »

Hallo,
hier ist die Übersetzung:



Dr. Jennifer Leigh, Psychologin – Benzodiazepin-Entzugssyndrom


Ich hatte Mitte meiner dreißiger Jahre Panikattacken. Mir wurde Clomazepam verordnet. Ich nahm das Medikament 18 Jahre. Ich habe es nie mißbraucht und nahm es nur, wie vorgeschrieben. Nach neun Jahren Einnahme traten bei mir sonderbare Gesundheitsprobleme auf; meine Blase, Bauch, Herz, Knochen, Muskeln.
Ich fühlte mich die meiste Zeit nicht wohl.

Nicht ein Arzt sagte mir jemals, daß ich im Toleranzentzug war, obwohl ich klar zum Ausdruck brachte, daß ich ein Benzo nahm und dies schon seit vielen Jahren. 2010 hatte ich eine Menge von Toleranzentzugssymptomen und traf die Entscheidung auszuschleichen.

Ich reduzierte 8 Monate lang. Ich wurde bettlägerig und unfähig, nachts zu schlafen. Ein anderer Arzt gab mir Phenobarbital und schickte mich nach Hause, um selbstständig den kalten Entzug einzuleiten. Ich endete im Krankenhaus, todkrank und verrückt vor panischer Angst, charakteristisch für das Benzo-Entzugssymptom. Ich hatte fast jedes Symptom, das jemand während des Entzugs haben kann. Ich hatte noch Glück, daß ich nie einen Anfall hatte.

Die (ersten) 18 Monate ohne das Medikament waren außerordentlich grausam. Ich habe jeden Tag darum gebetet zu sterben. Ich hatte intrusive Gedanken (= Wiedererleben von psychotraumatischen Ereignissen – Bilder, Flashbacks, Albträume), massive Ängste, Entsetzen, Panik, Paranoia, Depression, Hoffnungslosigkeit und die Unfähigkeit, Freude oder Behaglichkeit zu empfinden. Ich entwickelte bizarre Ängste und Phobien.

Auch mein Körper war ein (einziges) Chaos. Ich hatte entsetzliche Schmerzen in meinen Knochen, Gelenken, Muskeln sowie Augen und Ohren. Die Erschöpfung war niederschmetternd. Ich hatte auch massive Wahrnehmungsprobleme. Für eine Weile konnte ich keinen Computer benutzen, da ich vergessen hatte, wie. Ich verlor Dinge und vergaß Dinge. Ich hatte Tage ohne Duschen, da sich POTS entwickelt hatte ( = Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom). Stehen war an manchen Tagen fast unmöglich. Eine Zeit lang benutzte ich einen Laufstuhl oder einen Stock. Ich war unfähig zu arbeiten und am normalen Leben teilzunehmen. Ich fühlte mich entfernt von allem, und das einzige Gefühl, das mein Gehirn hervorbringen konnte, war Angst und Scham.

Es brauchte drei Jahre, bis die geistigen Symptome aufhörten, und ich werde diesen Juni vier Jahre frei davon sein, und mein Körper heilt noch immer die Schädigung aus. Ich habe aufrichtig über meinen Weg gebloggt, um anderen, die unter dem Benzo-Entzug leiden, Hoffnung und Trost zu spenden. Es ist ein fast unerträgliches Leiden. Es ist das ursprüngliche Leiden. Und das Traurige ist, daß Ärzte dies Menschen antun, überall auf der Welt.

Aktueller Status : 5 Jahre nach dem Absetzen (Juni 2016)
Heute sind FÜNF Jahre vergangen, seitdem ich von einem Benzodiazepin frei bin. Warum ist dies solch ein bedeutsames Ereignis ?

Weil mein Weg, mich von dem Benzo zu befreien, das ich wie verordnet fast 18 Jahre einnahm, die Hölle auf Erden war. Es gab so viele Tage während meines Absetzens, an denen ich dachte, ich würde es nicht überleben. Ich war bettlägerig; todkrank. Dann gab es die Entscheidung zu springen; den Totalentzug einzuleiten und all das unglaubliche Leiden, das er verursacht hat. Die ersten zwei Jahre ohne waren jenseits von allem, was ich mir jemals vorstellen konnte. Es war ein sehr langer, beschwerlicher, beängstigender, einsamer und äußerst demütigender Weg.

Aber das alles liegt nun hinter mir. Gott sei Dank. Ja, ich habe immer noch einige nachklingende körperlichen Symptome. Wie dem auch sei, ich lasse mich davon nicht mehr herunterziehen !
Ich habe ein erfülltes und glückliches Leben. Ich bin nicht die Person, die ich war, als ich damit begann, ein Benzo zu nehmen, oder als ich begann abzusetzen. Ich habe mich verändert. Erstaunlicherweise. Der Benzo-Entzug gab mir Gelegenheit, zu der Person zu werden, die ich mir immer erhofft und erträumt habe. Ich bin stark. Ich liebe. Ich bin mitfühlend und freundlich. Ich rege mich nicht mehr leicht über Dinge auf. Es kann mich nicht mehr viel aus der Ruhe bringen. Ich fühle mich wohl in meiner Haut, gerade so wie ich bin, mit all meinen Fehlern. Auch ihr könnt diese Zeit in Eurem Leben nutzen, um Euch zu verbessern (anstatt verbittert darüber zu sein, was Euch durch ein Benzo widerfuhr).

Mir ist bewußt, daß der Benzo-Entzug eine unglaublich schreckliche Erfahrung ist. Wir kommen jedoch wirklich auf die andere Seite. Wir hören wirklich auf zu leiden, und wir fangen wieder an zu leben. Das Leben ist so SÜSS auf dieser Seite der Wiederherstel-lung; ich versichere es Euch.

Wenn Ihr heute leidet, seid gewiß, es wird aufhören. Rechtzeitig. Haltet durch. Macht weiter. Habt Zuversicht. Es gab so viele dunkle Tage, an denen ich nicht daran dachte, daß ich überleben würde. So viele dunkle Tage, an den ich dachte, ich wäre für immer zerbrochen. Diese Gedanken und Gefühle kamen nur durch den Entzug, der mich völlig durcheinander brachte ! Sie waren alles Lügen ! Lasst mein Leben der Beweis sein, den Ihr braucht um zu wissen, daß Ihr Eure Fähigkeit zu denken, zu fühlen zurückgewinnt und wieder normal funktioniert.
Ihr werdet besser sein als zuvor. Ihr werdet brandneu sein !
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