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Mutmachsätze

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Mutmachsätze

Beitrag von padma » Mittwoch, 27.07.16, 17:59

hallo zusammen,

ich habe gerade diesen schönen, mutmachenden Beitrag von Deria :) gelesen und dachte, es wäre schön, "Mutmachsätze/ beiträge" in einem eigenen thread zu sammeln.

Hier der Beitrag von Deria
Mir persönlich helfen meine Gedanken jedoch ganz enorm. Ich lasse, resp meine Seele lässt sich nicht unterkriegen von diesen sch :censored: Medikamenten und deren Auswirkungen. Einerseits von den Nebenwirkungen bei Einnahme nicht und auch nicht von den Symptomen beim Entzug :evil:

Dies gelingt mir jedoch erst seit ich weiss (Forum sei Dank) was eigentlich los ist.

Ich weiss, dass alles was in mir körperlich & psychisch abgeht auf das Konto der Medikamente geht.
Ich weiss, dass es eine Frage der Zeit ist.
Ich weiss, dass ich mich in Richtung der Medikamentenfreiheit befinde.
Ich weiss, dass ich heilen werde.

Es ist schwer, es ist schmerzhaft, es ist langwierig, es ist eine Grenzerfahrung. Ja. Es ist auch nicht immer einfach zuversichtlich zu sein.

Aber was spricht dagegen? Nichts. Langsam, achtsam, und vertrauensvoll gehen wir diesen Weg, zusammen.

Wir heilen. Und unser Körper ist unglaublich <3 Er ist stark. Mit unseren positiven Gedanken stehen wir ihm bei, bei seiner enormen Leistung. <3

Ich wünsche von ganzem Herzen tiefes Vertrauen und weiterhin viel Kraft.
Liebe Grüsse
Deria
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 50#p149750
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von padma » Samstag, 10.09.16, 22:07

hallo zusammen,
Raptorius schrieb:

Ich will es ja nicht verschreien, aber inzwischen ist es mir schon egal, wielange dass noch so weitergeht. Man kann es sowieso nicht ändern, aber man kann seine Denkweise ändern und wie man seine Zeit währenddessen verbringt.
Hoffentlich kommen noch ein paar heftige Wellen, damit auch wieder heftig was heilen kann, vielleicht werden sie mich wieder verrückt machen und vielleicht werden sie mich wieder in die Knie zwingen, aber sie werden mich niemals zum Erliegen bringen, den dafür bin ich zu stark. Vielleicht verliere ich ja wirklich meine Arbeit, meine Wohnung und mein Auto, aber irgendwann werde ich wieder gesund und dann bau ich mir wieder alles auf und bin stärker und erfahrener als jemals zuvor. Irgendwann bin ich durch und werde darüber nur noch müde lachen können. Die Zuversicht sprießt nur so aus mir. Was uns mit diesen Tabletten angetan wurde ist furchtbar, aber jeder in diesem Forum wird wieder gesund werden, auch wenn es das Letzte ist, woran man in diesem Zustand noch glauben will. Wer die Hoffnung und seine Träume verloren hat, hat auch sich selbst verloren.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 78#p156278
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Katharina » Samstag, 10.09.16, 22:50

Vielen Dank, Raptorius-

Gruß,
Katharina
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 11.09.16, 17:59

Mein Mutmachsatz:

Es ist Wahnsinn, wie sich das Gehirn regenerieren kann, wenn man ihm einfach mal Ruhe lässt!!! ( nennt sich Neuroplastizität) :)
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Sunnyrose » Sonntag, 13.11.16, 20:39

Von Andreas Bourani, Hey

Für mich sind diese Worte sehr sehr hilfreich zur Zeit und ein wunderschönes Lied.

Herzlich <3
Deria

https://www.youtube.com/watch?v=-F798cRUijI

Lyrics

Wenn das Leben grad zu allem schweigt
Dir noch eine Antwort schuldig bleibt
Dir nichts andres zuzurufen scheint als nein
Es geht vorbei

Wenn der Sinn von allem sich nicht zeigt
Sich tarnt bis zur Unkenntlichkeit
Wenn etwas hilft mit Sicherheit, dann Zeit
Es geht vorbei, es geht vorbei

Hey
Sei nicht so hart zu dir selbst
Es ist OK wenn du fällst
Auch wenn alles zerbricht
Geht es weiter für dich

Hey
Sei nicht so hart zu dir selbst
Auch wenn dich gar nichts mehr hält
Du brauchst nur weiter zu gehen
Komm nicht auf Scherben zum Stehen

Wo!

Wenn die Angst dich in die Enge treibt
Es fürs Gegenhalten nicht mehr reicht
Du es einfach grad nicht besser weißt
Dann sei
Es geht vorbei
Es geht vorbei

Wenn jeder Tag dem andern gleicht
Und ein Feuer der Gewohnheit weicht
Wenn lieben grade kämpfen heißt
Dann bleib
Es geht vorbei
Es geht vorbei

Hey
Sei nicht so hart zu dir selbst
Es ist OK wenn du fällst
Auch wenn alles zerbricht
Geht es weiter für dich

Hey
Sei nicht so hart zu dir selbst
Auch wenn dich gar nichts mehr hält
Du brauchst nur weiter zu gehen
Komm nicht auf Scherben zum Stehen

Hey
Sei nicht so hart zu dir selbst
Es ist OK wenn du fällst
Auch wenn alles zerbricht
Geht es weiter für dich

Sei nicht so hart zu dir selbst
Auch wenn dich gar nichts mehr hält
Du brauchst nur weiter zu gehen
Du brauchst nur weiter zu gehen

Halt nicht fest, lass dich fallen
Halt nicht fest, lass dich fallen
Halt nicht fest, lass dich fallen
Halt nicht fest, halt nicht fest
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Sunnyrose » Dienstag, 20.12.16, 14:17

Hallo ihr lieben :group:

Ich finde diese Worte von Uwe/Solist sowas von schön, dass ich sie, mit Verlaub von dir Uwe :) , hier reinsetze.

Gerade auch zur Weihnachtszeit finde ich sie symbolisch ganz ganz schön.
Danke Uwe :hug:

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 00#p171476

Herzlich
Deria
Gehe morgen in ein Tierheim und hole dir ein kleines Kätzchen, das du umsorgen und füttern musst (Katzenklo gehört natürlich auch dazu). Diese kleine Miezekatze wird dir Kraft geben, wenn sie vergnüglich schnurrt, dich mit ihren großen Kulleraugen ansieht und einfach nur "Miau" sagt. Dann spielst du mit ihr, läßt ein Wollkneuel durch die Wohnung flitzen und freust dich, wenn Mieze müde wird, zu dir kommt und in deinem Arm schlummert.

OK - Weihnachten und Sylvester sind für uns harte Zeiten. Also tue etwas Gutes, denn das kommt gut zu dir zurück. Lade in der Stadt einen Obdachlosen zu einem Kaffee ein oder schenke ihm 10 Euro. Du wirst erleben, wie dankbar er dir ist. Und auch etwas neidisch wird er sein, denn er stellt sich dein schönes Leben vor.

Pack dich in mindestens fünf warme Pullis und einen schönen Mantel und gehe in die Stadt. Und wenn du dann so durch die Straßen schlenderst, in Schaufenster blickst und all die hektischen Menschen siehst, dann freu dich, dass du dass alles erleben kannst. Du darfst dir auch Passanten suchen, die etwas traurig aussehen und ihnen eine Umarmung anbieten - einfach nur so. Und schon gehst du weiter und suchst eine andere Person. Die mit der roten Mütze oder den mit dem Schal oder das kleine Mädchen, das schon so müde ist und lieber getragen werden möchte.
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Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

Nospie

Re: Mutmachsätze

Beitrag von Nospie » Donnerstag, 05.01.17, 12:46

Hallo,
manchmal höre ich in letzter Zeit ein Lied von Milva,
die Älteren unter uns kennen es vielleicht noch,
mir ist es ein Mutmacher :wink:
https://www.youtube.com/watch?v=qLN-0DLSAik
LG
Nospie

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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Arianrhod » Montag, 09.01.17, 15:17

Ein Nein heißt weder "nie" noch "du nicht", sondern lediglich: "Jetzt nicht!"

Monika Scheddin, Managerin und Coach
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Lana19 » Montag, 09.01.17, 16:16

Hallo

muss grade heulen, nachdem ich gelesen habe was Padma oben von Deria gepostet hat....

Lana
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von padma » Montag, 13.03.17, 18:43

von Cosmea

Ich wollte allen etwas von meinen Erfahrungen dalassen, die sich mit dem gleichen Problem rumschlagen wie ich. Ihr müsst das nicht lesen oder annehmen. Es ist mein Resümee aus dem Weg hin zu einem Leben ohne Medikament.
Habt Geduld, es wird der Tag kommen, an dem ihr auf 0 seid. Sicher.
Vertraut ruhig mal eurem Körper, ihr seid die Experten und nicht ein Arzt, der in 2 Minuten meint euch besser zu kennen wie ihr selbst. Ich weiß es gibt auch andere Ärzte, die mit Geduld versuchen den Patienten zu verstehen. Sucht euch so einen.
Seid gut zu euch und versucht ein Absetzsystem zu finden, mit dem ihr gut zu Recht kommt. Und bleibt dabei. Keine unnötigen Experimente. (hab ich hinter mir)
Sollte es einen Rückschlag geben, lasst euch nicht entmutigen. Es gibt auch beim Absetzen schlechte Tage. Ihr findet den Weg, der gut zu euch passt.
Sucht euch Hilfe, die euch weiter bringt und unterstützt. Denn, es gibt immer einen Weg, immer eine Lösung, auch wenn sie nicht immer sofort zu erkennen ist. Manchmal muss man einfach suchen, ausprobieren, testen. Oder mit anderen darüber reden. Aber es gibt einen Weg, da bin ich mir sicher.
Nehmt die schlechten Tage beim Absetzen nicht überhöht ernst, es sei denn sie schränken euch massiv ein und es geht nichts mehr. Dann vielleicht doch lieber nochmal einen Schritt zurück. Das ist nicht schlimm. Eure Gesundheit geht vor.
Absetzen ist ein schwieriger, langer, nerviger Weg der viel Durchhaltevermögen fordert. Aber er lohnt sich, mehr als alles andere. Ihr seid danach wieder ihr selbst und das ist das wertvollste was ich im Leben kenne. Ganz ich selbst sein zu können.
Zuletzt wünsche ich Euch allen viel Kraft, gute Nerven, ausdauernde Geduld und Mut, euren Weg weiterzugehen. Und Humor. Der darf niemals fehlen.
Ihr schafft das! :party2:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 39#p183139
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Motivationssätze

Beitrag von Pawel1986 » Freitag, 24.03.17, 7:27

Hallo zusammen,

habe vor mal einen Thread zu starten, der voller Motivationssätze / Sprichwörter ist.

Mit persönlich hilft es immer wenn ich sowas kurz lese.

Dann fange ich mal an:

"Angst ist nicht Real.
Der einzige Ort an dem Angst existieren kann, ist in unserer Vorstellung von der Zukunft.
Sie ist ein Produkt unser eigenen Fantasie, lässt und Dinge fürchten die in der Gegenwart nicht existieren und vielleicht niemals existieren werden.
Sie grenzt an Wahnsinn.
Die Gefahr ist sehr wohl Real, aber Angst ist eine Entscheidung!"
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Diagnose: Angst- und Panikattacken, somatoforme Störung, leichte Depression
Therapie: Psychotherapie und Escitalopram 20mg
Erfolge: ca. 2 Wochen nach Tabletteneinnahme
Beginn: April 2016

Absetzten:

20mg --> 15mg 3. September 2016 (bisschen innere Unruhe, sonst ok)

15mg --> 10mg 11. Oktober 2016 (Magen- und Darmprobleme, sonst ok)

10mg --> 15mg 06. Dezember 2016 (Aufdosierung wegen erneuter Panikattacke)

15mg --> 10mg 27. Dezember 2016 (Antriebslosigkeit, sonst ok)

10mg ---> 5mg 14. Februar 2017 (Antriebslosigkeit, leichte innere Unruhe, Übelkeit)

5mg --> 7mg 08. April 2017 (Aufdosieren wegen NW, wurde nicht besser)

7mg --> 5mg 10. Oktober 2017

5mg --> 10mg (Todesfall in der Familie) 11. Februar 2018

10mg --> 5mg (Leberwerte nicht i.O.) 28.Marz 2018

5mg --> 0mg 08.Mai 2018



"Angst ist nicht Real.
Der einzige Ort an dem Angst existieren kann, ist in unserer Vorstellung von der Zukunft.
Sie ist ein Produkt unser eigenen Fantasie, lässt uns Dinge fürchten die in der Gegenwart nicht existieren und vielleicht niemals existieren werden.
Sie grenzt an Wahnsinn.
Die Gefahr ist sehr wohl Real, aber Angst ist eine Entscheidung!"

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Re: Mutmachsätze

Beitrag von padma » Donnerstag, 25.05.17, 16:33

ein Mutmachbeitrag von Curlytitus
Ich habe monatelang auf der Couch gelegen oder gesessen, weil ich null Kraft hatte mich zu bewegen, auch das ist besser geworden. Dafür bin ich jetzt meistens aufgedreht und nervös. Ich konnte mit keinen normalen Gefühlen vor die Türe gehen und habe mich draußen so gefürchtet, hatte Angst und bekam über Wochen immer Atemnot, wenn ich raus musste.

Ich will euch nicht sagen, das alles weg ist....um Gottes willen. Aber wenn es so mal eine Zeit bleiben würde, hätte ich ein erträglicheres Leben.

Seit Wochen habe ich solche Schmerzen in meinen Armen, jetzt auch am linken Ellenbogen. Leider hat sich mein Tick, den ich vorher nie hatte, noch nicht verabschiedet. Ich muss mir krampfhaft die Hand (entweder links oder rechts) auf die Brust oder den Hals legen. Von den Schmerzen in den Armen habe ich auch schon bei jemand anderes von gelesen, ich hoffe es wird bald besser. Zudem befinde ich mich weiterhin in einer Wolke und fühle mich bedüdelt in der Birne. Ab und zu habe ich noch Taubheitsgefühle an den Beinen oder an der Nasenspitze, das hatte ich über Monate.

Wichtig ist vielleicht noch zu sagen, das Symptome definitiv über eine lange Zeit (Monate oder auch länger) bleiben können. Aber es wird mit der Zeit besser. Es wird hier einige geben, die durch Medikamenteneinnahme einen Totalabsturz erleiden oder erlitten haben. Laßt euch Mut machen...ich habe in der tiefsten Hoffnungslosigkeit meines Lebens gesteckt, ich hatte vor allem Angst und habe mich in alles reingesteigert. Es ging wirklich nichts mehr. Mein Leben war ein absoluter Scherbenhaufen. Es wird besser werden. Es geht halt nicht von jetzt auf gleich. Stein für Stein wird neu aufgebaut. Ich hatte am Anfang (Feb. 2015) keinen einzigen Tag, wo es mir besser ging. Über Monate hing ich da drin. Ihr müsst nicht denken, nur weil ihr für lange Zeit keine Fenster habt, das sich nichts tut.

Ich weiß, wie gesagt, das es das noch nicht war. Aber ich bin froh, das ich bis hierher gekommen bin. Ich habe so oft gedacht, ich drehe gleich durch, ich halte diesen Zustand keine Minute länger aus....aber ich habe ausgehalten.

Seit einfach vorsichtig mit den Medikamenten, die ihr im Entzug nehmt. Denn es kann eine lange Zeit dauern, bis ihr euch davon erholt habe. Ich hätte nie im Leben damit gerechnet, das es so lange dauern wird. Ich habe gedacht vielleicht 6 Monate. Aber so ist es jetzt. Und ich kann die Uhr nicht zurück drehen, es ist eine Erfahrung die ich nie mehr in meinem Leben machen möchte.
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von padma » Freitag, 01.09.17, 17:50

was Ermutigendes von Ana :)
Ich merke wie langsam sich eine Besserung zeigt und kann sagen es findet Heilung statt!
Das kann man wirklich nur beurteilen wenn man das selbst erlebt ...
Ich hänge zwar immer noch zu hause rum und kann noch nicht das haus verlassen aber die Tage zu hause sind erträglicher und ich werde immer selbstständiger !

Als ihr mir immer gesagt habt das es mir besser gehen wird konnte ich mir das nicht vorstellen .. aber nun spüre ich es!!

Es ist so hart sas anzunehmen aber man kann es und ich werde immer besser darin...
Ich weine deutlich weniger ! Und hab das gefühl ich werde emotional stärker und lasse mich nicht so schnell umpusten wie am anfang !!

Trotzdem bleibt das gefühl das es alles unreal ist und man kann sich nicht vorstellen in welch eine situation man gekommen ist ... da hilft mir nur zu sagen : da musst du durch! Das leben wartet auf dich!

Ich wollte mal die positiven dinge schreiben weil ich mittlerweile denke das es nicht nur negativ ist ..!

Ich denke nix in der welt hätte mich so abhärten können wie der entzug es jetzt tut !

Falls jemand meine Sachen ließt dem will ich sagen , das ich ganz fest an meine Heilung glaube ! Der Glaube hält mich jeden Tag am Leben und gibt mir die Kraft nach jedem schwachen moment stärker auf zu stehen !

Ich drücke euch! Wir heilen !
Liebe grüße
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von padma » Sonntag, 10.09.17, 22:07

von Tumbler :)
Und ich wollte euch das aufschreiben, damit ihr wisst, egal, wie dunkel es aussieht oder wie lange es sich hinzieht, Geduld lohnt sich und Achtsamkeit sich selbst gegenüber. Und allen, die den Fehler (weiß halt kein besseres Wort) noch nicht gemacht haben, möchte ich sagen, dass es nicht unbedingt schneller vorbei ist, wenn man die Dosis schneller reduziert. Das habe ich gelernt. Aber auch, dass man niemals aufhören darf zu glauben, dass es irgendwann gut wird, denn schließlich sind wir dem nicht hilflos ausgeliefert, wir können etwas tun. Und wenn es dann gut ist, dann, ja, dann sollten wir einfach dankbar sein. Das tue ich hiermit.
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von padma » Freitag, 06.10.17, 18:23

von Timeout :)
Hallo ihr lieben, tapferen, geplagten,

es tut mir so leid, zu lesen, wie elend schlecht es Euch geht! Beim lesen kommt mein eigenes Elend und diese unglaubliche Horrorzeit wieder hoch und mir wird regelrecht schlecht.

Bitte haltet irgendwie durch. Es hilft wirklich nur die Zeit. Ich wollte es damals auch nicht glauben, aber irgendwann war es tatsächlich vorbei. ES WAR VORBEI!!! Die Panik, die Ängste, die unaushaltbaren, nicht zu benennenden Zustände, die Schmerzen, die Schlaflosigkeit, das Hochschrecken etc.

Ich habe mehrere Jahre diverse Psychopharmaka verabreicht bekommen und in der Rückschau habe ich wohl kein einziges davon vertragen. Am längsten habe ich Venlafaxin und Quetiapin genommen. Venla hatte ich praktisch kalt abgesetzt und die Hölle brach nach ?? Wochen los. Ich war immer wieder kurz davor wieder einzudosieren, mich einweisen zu lassen, stand mit gepackter Kliniktasche in der Tür!

Wenn ihr es irgendwie schaffen könnt, aufstehen, kleine Strecken laufen....Schritt für Schritt (wie oft stand ich im Acker und dachte, jetzt...kipp ich einfach um! Um nicht zu denken, habe ich immer wieder von 100 /1000 rückwärts gezählt, bei Fehler wieder von vorne :o ) Zeit überbrücken, aushalten, ablenken....mal geht es besser, mal scheint Garnichts zu gehen!

Ich wünsche Euch ganz, ganz, ganz viel Kraft! Gebt nicht auf! ES GEHT VORBEI!!!

Ich komme gerade aus dem Urlaub. Es gibt ein LEBEN danach!!!

Ganz liebe Grüße
TIME
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 13.10.17, 12:44

Ein Zitat , das eigentlich über Essstörungen war, aber eigentlich für alle psychischen Probleme zutrifft:

"Anstatt verzweifelt zu versuchen, bestimmte Erwartungen zu erfüllen und Normen zu entsprechen, muss man sich bei der Überwindung der Krankheit ernsthaft mit seinen eigenen Bedürfnissen und Gefühlen auseinandersetzen. Und das ist etwas sehr Gutes."

Mafalda Rakos
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 19.01.18, 14:34

"Um Ihren inneren Heiler zu aktivieren, sollten Sie ihrer Intuition und Ihren Instinkten trauen. Wenn Ihnen nicht ganz einleuchtet, was der Arzt Ihnen rät , dann achten Sie auf Ihren Widerstand und gehen Sie ihm nach. Manchmal meinen wir zu wissen, dass etwas nicht gut für uns ist, auch wenn wir nicht genau sagen können, warum. Dann wieder kann ein wenig Nachforschen und logisches Denken uns in instinktiven Ahnungen bestärken. Man hat uns zwar beigebracht, uns selbst zu misstrauen und nur den Ärzten Glauben zu schenken , aber unsere Körper lügen nicht. Vielleicht haben Sie auch einen bedeutungsvollen Traum , der ihnen Ihre Situation verdeutlicht , oder Sie fühlen eine Art Schwere oder haben einen Widerstand, der nichts mit Angst zu tun hat, sondern mit einer inneren Gewissheit. Wenn das der Fall ist, ignorieren Sie es nicht."

Dr. Christiane Northrup, Göttinnen altern nicht, Seite 114 - 115
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 30.01.18, 11:29

" Nehmen Sie nicht blind etwas an,nur weil es ein vermeintlicher Experte sagt. Hinterfragen sie sich und die Äußerungen, Tipps und Anregungen, die Sie bekommen. das ist legitim, und wenn das jemand nicht aushält, ist er/sie wohl nicht die richtige Hilfe für Sie. Wenn jemand glaubt, Ihnen nur helfen zu können, wenn Sie ihm/ihr bedingungslos folgen, hat er/sie nicht verstanden, worum es Ihnen geht. Sie haben sich lange nicht als die Person wahrgenommen und akzeptiert, die Sie sind. Sie haben sich abgewertet, abgelehnt und kritisiert. Sie haben auf andere gehört und versucht, es Ihnen gleichzutun. Doch jetzt sind Sie dran, Sie lernen, endlich auf sich zu hören. Ersetzen Sie Ihre alten Diktatoren nicht durch neue. "

Manon Garcia: Hochbegabt oder hochsensibel -Lebe dein Andersein mit Selbstbewusstsein und Selbstliebe,
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Eva
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Re: Mutmachsätze

Beitrag von Eva » Dienstag, 30.01.18, 13:28

Hallo,

mein Mutmachsatz ist ein ganz einfacher und schlichter.
Sobald mir ein "Ich halte das nicht aus" durch den Sinn geht, ersetze ich es durch:
Ich halte das aus!
Und es ist für mich wahrer als der erste Satz.

LG Eva
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Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.
Erst kürzlich Rückfall mit beidem (zum Schlafen :cry: gehabt) glücklicherweise wieder losgeworden.

Neu: Trimipramin 25 mg,
verordnet als regelmäßige Einname am Abend zum Schlafen.

Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 mg spürte ich nach 2 Stunden (!) Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das Durchschlafen klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

19.08.2018 - 12,5 mg Trimi. abgesetzt

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Re: Mutmachsätze

Beitrag von padma » Donnerstag, 08.02.18, 19:09

von LakeSonne:
hallo :) ;
Hab mir einen grossen Zettel geschrieben und aufgehängt "die Verzweiflungsanfälle gehen vorbei ".
das finde ich eine sehr gute Idee!
Da man ja oft innerhalb eines Anfalls (bei mir war es Angst/Panik/Brainfog) schlecht denken kann, hab ich mir auch ein paar Merksätze in mein Smartphone gespeichert.
Bei mir ist auch ein wichtiger Satz darin :"- Es geht immer vorbei!" .
Ganz gut finde ich auch folgenden Satz: "- Entscheidungen treffen (egal welcher Art) erst wieder wenn der Anfall vorbei ist", da ich gemerkt habe, daß Gedanken die man in einem Anfall hat oft einfach blödsinnig sind und man in einem Anfall doch zu einem gewissen Aktionismus neigt (vielleicht durch zu viel Adrenalin und rasende Gedanken).
Und einer meiner all-time-favorites: "- Reinsteigern gilt nicht!"

gruß,
lake
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OliverArianrhodDawi54

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