Nano Spezial:
Vorsicht Diagnose!
Ab 15:50 min. bis 19:05 min. wird darüber berichtet, dass das Diagnosehandbuch für Psychische Erkrankungen 2014 in den USA neu überarbeitet herausgegeben wurde. Anhand von drei Beispielen wird dargelegt, wie dabei die Grenze von Gesundheit zu Krankheit verschoben wird.
Beispiel 1: Diagnose der Depression
Auch z.B. bei Trauer treffen einige der Diagnosekriterien zu. In der vorigen Ausgabe des Diagnosehandbuchs war deshalb die Zeit von 2 Monaten nach dem Trauerfall ein Ausschlusskriterium. Diese Grenze wurde auf 2 Wochen reduziert. Kritiker stellen fest, dass damit eine normale Trauerphase pathologisiert wird.
Beispiel 2: Leichte neurokognitive Störung
Viele Krankheiten werden nun in schwere und leichte Formen unterschieden. Die "leichte neurokognitive Störung" entstand dabei neu. Diagnosekriterien: u.a. Vergesslichkeit, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, alles typische Alterssymptome, die meist "normal" sind.
Beispiel 3: Disruptive Stimmungsregulationsstörung
Neu aufgenommene Krankheit, diagnostizierbar bei Kindern und Jugendlichen, die mindestens 1 Jahr lang mindestens 3 mal pro Woche einen Wutausbruch haben. Dies kann aber in bestimmten Entwicklungsphasen durchaus vorkommen.
Psychiater Manfred Lütz glaubt, dass es einen gesellschaftlichen Trend gibt, leidvolle, anstrengende Situationen des Lebens zu pathologisieren.
Weitere Themen sind:
- Überdiagnose Brustkrebs
- Viele Daten, wenig Nutzen - zu sehr im Bilde
- Smarte Medizin - weniger ist mehr
Kurze persönliche Anmerkung von mir:
Ich bin ambivalent gegenüber dem Thema "Viele Daten, wenig Nutzen" eingestellt, da ich etliche Fälle kenne, die eher unterdiagnostiziert waren. Gerade kürzlich traf ich in einem Wartezimmer einen relativ jungen Mann, dem der Orthopäde gesagt hat, seine Nacken-/Schulterschmerzen "seien nicht so schlimm". Erst als er ins Krankenhaus eingeliefert wurde und man dort ein CT gemacht hat, wurde festgestellt, dass ein Halswirbel regelrecht zerbröselt war

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Viele Grüße,
Kimeta
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Doxepin zur
Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von
10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 23.12.2021:
0,70 mg
Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
Keine Wirkung. Nebenwirkungen u.a. schwer erträgliche Mundtrockenheit; nächtliches Herzrasen; Probleme mit den Augen, besonders bei Helligkeit. Aufdosierung verstärkt Nebenwirkungen, Ausschleichversuche führen zu Absetzproblemen. Typische Absetzsymptome: sehr starke Augen-/Kopf-Schmerzen, die ich sonst nicht habe/hatte; grundloses Frieren/Schwitzen; Ein- und Durchschlafprobleme, unruhiger Schlaf/heftiges Träumen, teilweise sehr frühes Aufwachen.
Missglückter, zu schneller Doxepin-Absetzversuch ab Herbst 2012, Wiedereinnahme ab Mai 2013.
Absetzverlauf:
28.12.2013: 9 mg
08.02.2014: 8 mg
31.03.2014: 7 mg
02.05.2014: 8 mg
13.07.2014: 7,5 mg
10.08.2014: 7,0 mg
22.08.2014: 7,5 mg
16.09.2014: 8,0 mg
25.12.2014: 7,5 mg
13.03.2015: 7,0 mg
30.04.2015: 6,5 mg
13.06.2015: 6,0 mg
27.06.2015: 6,5 mg
10.10.2015: 6,0 mg
19.12.2015: 5,5 mg
27.02.2016: 5,0 mg
07.05.2016: 4,5 mg
15.07.2016: 4,0 mg
22.09.2016: 3,5 mg
08.10.2016: 4,0 mg
01.12.2016: 3,6 mg (so hoffe ich - ziehe mit einer Spritze 10% raus....)
25.12.2016: 3,75 mg (davon 3,5 mg separat plus 0,25 per Spritzenmethode)
17.02.2017: 3,5 mg
14.06.2017: 3,0 mg
23.10.2017: 2,5 mg
22.10.2018: 2,25 mg
29.11.2018: 2,125 mg
28.12.2018: 2,0 mg
07.03.2019: 1,75 mg
11.03.2019: wegen Horrorschmerznacht wie seit Jahren nicht mehr zurück auf 2,0 mg
30.09.2019: 1,85 mg
24.10.2019: 2 Wochen fast jede Nacht Migräne und schlechte Verfassung, deshalb wieder 1,95 mg
17.01.2020: 1,90 mg
16.02.2020: 1,85 mg
17.03.2020: 1,80 mg
14.05.2020: 1,75 mg
13.06.2020: 1,70 mg
12.07.2020: 1,65 mg
09.08.2020: 1,60 mg
06.09.2020: 1,55 mg
04.10.2020: 1,50 mg
15.11.2020: 1,425 mg
14.12.2020: 1,35 mg
10.01.2021: 1,275 mg
09.02.2021: 1,2 mg
08.03.2021: 1,125 mg
06.04.2021: 1,065 mg
04.05.2021: 1,0 mg
28.07.2021: 0,90 mg
04.08.2021: durchgehend Symptome, deshalb leicht erhöht auf 0,95 mg
01.09.2021: 0,90 mg
29.09.2021: 0,85 mg
27.10.2021: 0,80 mg
25.11.2021: 0,75 mg
23.12.2021: 0,70 mg
- Frühjahr 2015: Einnahme von Levofloxacin wegen Infekt, verschrieben von einem fremden Arzt
- anschließend Juckreiz und Sehnenscheidenentzündung, Besserung nach ca. 15 Monaten
- 06/2018: Verdacht auf Histaminose (Histaminintoleranz) nach Blutuntersuchung.
- Im Rahmen der Auslassdiät Verdacht auf Salicylatintoleranz (Hinweise aus ADFD)
- Wegen Verschlechterung bei Migräne und Verdauung mit Diät nach 3 Monaten wieder aufgehört
- 9/2019: erneuter Versuch mit histaminarmer Ernährung
- keine durchgreifende Besserung, nicht mehr kompensierbare Erschöpfung, Krankschreibung
- 10/2019: Diagnose Nebennierenschwäche durch Cortisol-Tagesprofil
- 03/2021: Diagnose leichter Bluthochdruck,
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