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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Buch "Psychopharmaka absetzen" v. Lehman zu empf.?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Valeska
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Registriert: 11.09.2005 01:39

Buch "Psychopharmaka absetzen" v. Lehman zu empf.?

Beitrag von Valeska »

Kennt jemand das Buch "Psychopharmaka absetzen" von Peter Lehman? Ist es zu empfehlen?

Desweiteren habe ich folgende Bücher gefunden:
"Wegweiser Psychopharmaka" von Carola Burkhardt-Neumann
"Chemie für die Seele" und
"Körpereigene Drogen" von Josef Zehentbauer.

Leider alle ohne Bewertung bei amazon.
Symptome:
Depression, Panikattacken, Schlafprobleme, chronische Müdigkeit

Diagnosen:
ADHS, ASD Verdacht, Depression, Panikattacken
(chronische Schmerzen Gesicht/Kopf, Spondylarthrose/instabile HWS, Endometriose, Morbus Conn (ja, Conn, nicht Crohn ;-)) und dementsprechend auch brain fog, Schwindel, Konzentrationsprobleme, chron. Müdigkeit etc.)

Medikation:
250 mg Venlafaxin Heuman (von 300 runter durch die 12,5 mg Kugeln in Heumann oder Heunet)
100 mg Lamotrigin
(20 mg Pantropazol)

Abgesetzt:
- zweimal Pregabalin (zweites Mal wegen chronischen Schmerzen probiert, nicht gewirkt):
nach zweitem Mal dauerhaft Reflux, Dauererregung trotz niedrigsten Dosen einkapseln lassen, dadurch Magen nicht mehr richtig geschlossen
- dreimal Lorazepam 1mg/Tag nach einigen Monaten
- nicht erfolgreich: 150 mg Venlafaxin über ein Jahr (wusste damals noch nicht, wie wichtig der letzte Schritt ist)
(leider wirkte es danach nicht mehr so gut und später wurde mir in einer Klinik einfach so die Dosis verdoppelt + Pregabalin dazugegeben, was natürlich unverantwortlich war bei kleiner Größe und Gewicht)

(Amitryptilon nicht gewirkt gegen Schmerzen, Mirtrazapin zum Schlafen Albträume, Opipramol zu schwach, Ortoton Albträume, Gaba, Lithium und anderes abgelehnt, Diclophenac 2 Jahr 150 mg Wechselwirkungen (Hormone komplett druch den Wind, Manie), verschiedene Blutdruckmittel wegen Conn nicht vertragen, Antibiotika wegen Helicobakter überhaupt nicht vertragen)

Ich überlege meine Leberenzyme entschlüsseln zu lassen. Ich hab bei Einnahme und auch Absetzen immer ziemliche Nebenwirkungen und einige Ärzte glauen mir gar nicht, wie krass ich Entzugserscheinungen habe und von Jahr zu Jahr und Medikament zu Medikament dass ich neu einnehme/ absetze scheint das schlimmer zu werden.
mücke
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Beitrag von mücke »

Hallo Valeska

Ich lese gerade das Buch "Psychopharmaka absetzen". Es handelt sich hier um Erfahrungsberichte betroffener Personen. Diese Berichte sind sehr schockierend. Es geht um Aufenthalte in der Psychiatrie, teils freiwillig, teils über Zwangseinweisung, Behandlung mit Psychopharmaka mit vielen Nebenwirkungen, die meist von den Ärzten nicht als solche akzeptiert wurden oder mit Gegenmitteln behandelt wurden. Es geht darum wie Menschen es trotzdem geschafft haben von den Psychopillen wegzukommen, meist durch eigene Intiative langsam reduziert haben, teils auch gegen den Widerstand der Ärzte und Angehörigen, aber sie haben es geschafft.

Alle schreiben, daß sie froh sind diese medikamentösen Zwangsjacken los zu sein. Sie können wieder so wie früher fühlen, denken als auch handeln. Der Weg dort hin war bei einigen recht lang. 10, 20 Jahre in der psychiatrischen Tretmühle u. sie haben es überlebt.

Es ist ein Buch was man nur dann lesen sollte, wenn man selbst psychisch gesund ist, sonst zieht es zu sehr runter.

Gruss Annette
Billy Schmidt
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Beitrag von Billy Schmidt »

Hallo Valeska,
ich kann mich nur anschließen: lass die Finger davon! Ich habe es mir bei AMANZON bestellt, reingeschaut und war so entsetzt, dass ich es gleich wieder zurückgeschickt habe. Das waren wirklich sehr harte Geschichten, die einem überhaupt nicht weiterhelfen - eher im Gegeteil!
Symptome: (Magenkrämpfe, Gewichtsabnahme,konnte nicht mehr...); Diagnose: (Burn out, schwere Depressionen)
Medikation: (Remergil bzw. Mirtazapin 30mg) >> (Dosierung, Dauer) >> (seit 08-2003)
Zusätzlich: (Dosierung, Start (wofür/wogegen));
Bisherige Absetzversuche: (1. Versuch 02-2004 von 30mg auf null: nach einer Woche noch schlimmerer Zustand als zu Behandlungsbeginn).>>(2.Versuch 06-2004 von 30mg auf 15mg: nach 2 Wochen ursprüngliche Krankheitssyntome).>>(3.Versuch 11-2004 von 30mg etwas wegschaben: nach ca.6 Wochen: antriebslos, apartisch, lustlos, wieder depressiv).>>(4.Versuch 06-2005 von 30mg auf 15mg: nach 5 Tagen Katastrophe! Deshalb wieder hoch auf 22,5mg: Zusatz von Magnesium+Calcium, kein Fleisch, kein Alkohol und kein Kaffee mehr (also absoluter Entzug!!!) und Bachblüten: und jetzt funktioniert es!!! 08-2005 der nächste Schritt: 15mg, 10-2005 auf 7,5mg, seit 21.11. OHNE, seit 27.11. ABSETZSYNTOME, seit 03.12. wieder 7,5mg, seit 15.12. 5mg, seit 13.01. 3mg, seit15.02. 1,5mg
mücke
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Beitrag von mücke »

Hi, Valeska

Ich muß mich korregieren. In dem Buch gibt es zwar schlimme Erfahrungsberichte, aber auch einen Bereich, der sich mit Lösungen für psychische Erkrankung befasst. Ein Kapitel heißt: Absetzen mit Orthomolekularer Medizin (Zufuhr von Mineralien, Vitaminen).

Hierzu gibt es auch eine Buchempfehlung: Burgersteins Mikronährstoffe in der Medizin von Michael Zimmerman.
Ob es gut ist, weiß ich nicht, habe es mir bestellt. Ich finde es immer gut wenn man selbst etwas zur Gesundheit beitragen kann.

Eine andere Buchempfehlung:
Körpereigene Drogen von Zehentbauer, Josef
Trambolinhüpfen setzt vermehrt das stimmungsaufhellende Noradrenalin frei, während beim Joggen mehr Endorphine freigesetzt werden. Über Phantasiereisen u. Entspannungsübungen kann man auch ähnliches erreichen.
Habe ich noch nicht gelesen, hört sich aber interessant an.

Hi, Oliver

Wie wäre es mit einer Buchecke, mit kurzer Vorstellung der Bücher(Inhaltsangabe, Zitate)? Wenn ja, wie am besten einrichten?

Gruss Annette
Gesperrt