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Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Kassiopeia
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Kassiopeia » Dienstag, 19.04.16, 14:55

Liebe Murmeline, danke für das Verschieben. Ich hatte eine Suche durchgeführt, aber die hat nichts ergeben. Aber ich freue mich, dass es einen Thread zum Thema gibt.

Dieses Kribbeln ist momentan wirklich wild. Vor allem die rechte Handfläche. Zuletzt habe ich meine Dosis verringert und auf abends statt morgens eingestellt. Wie schon erwähnt habe ich in letzter Zeit recht viel Alkohol konsumiert was durchaus auch eine Ursache sein kann. Ich habe den Konsum schon reduzieren können, aber noch nicht ganz eingestellt.

Ich finde es schlimm, dass die Ärzte solche Hemmungen haben, mögliche Nebenwirkungen zu melden. Immerhin gilt ja die Markteinführung der Medikamente gewissermaßen als letzte Testperiode, und wenn da keine Rückmeldungen kommen, dann ist das pure Augenauswischerei. Das ist wirklich eine Frechheit.

Die Zusammenhänge sind so komplex - ich würde mir wirklich mehr Untersuchungen auf dem Gebiet wünschen. Was ist nur los mit den ganzen Neurologen?

Alles Liebe,
Kassiopeia
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Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 21.04.16, 17:14

Hallo Kassiopeia,
Kassiopeia hat geschrieben:Wie schon erwähnt habe ich in letzter Zeit recht viel Alkohol konsumiert was durchaus auch eine Ursache sein kann. Ich habe den Konsum schon reduzieren können, aber noch nicht ganz eingestellt.
Wenn du ein Alkoholproblem hattest ( hast?) , dann werden die Ärzte das sicher als Ursache vermuten.

Kassiopeia hat geschrieben:Was ist nur los mit den ganzen Neurologen?
Bei mir war es so, dass die häufigsten Gründe Alkohol und Diabetes nicht zutrafen. Nun meinte mein Neurologe letzends , es wäre genetisch.( weil man ja keine Ursache kennt) Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Ich sagte: "Aber meine Eltern und Geschwister haben das nicht."
Doctor: "Das überspringt auch immer eine Generation."
Ich: "Meine Großeltern hatten auch nix."
:whistle:
Themenwechsel.....weil , was nicht sein darf, nicht ist: Die "wunderbaren" Psychopharmaka machen keine Polyneuropathie.... :frust:

liebe Grüße Arianrhod
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Schildkroete
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Schildkroete » Donnerstag, 21.04.16, 18:55

Bei mir hat mein Hausarzt neulich auch eine alternative Erklärung "aus dem Hut gezaubert" - es könnte ja auch die Wirbelsäule sein -, und mir ein MRT vorgeschlagen. Ich weiß noch nicht, ob ich das mache, weil es mir an den Haaren herbeigezogen vorkommt. Die Beschwerden in den Händen und in den Füßen haben zur gleichen Zeit angefangen, das heißt, ich müsste zufällig gleichzeitig sowohl in der Hals- als auch in der Lendenwirbelsäule einen Bandscheibenvorfall gehabt haben. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Dem Venlafaxin gegenüber ist mein Hausarzt schon kritisch, aber den Weg, unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu melden, hält er für nicht zielführend bzw. zu mühsam. Leider.

Gruß
Schildkröte
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Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Jamie
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.04.16, 5:26

Hallo Schildkröte,

ich halte bei dir einen pharmakologischen Zusammenhang auch eher für wahrscheinlich. Du kannst eindeutig einen Zusammenhang herstellen und vermutlich will es nur dein Arzt nicht glauben, was das Zeug alles anrichten kann :o .

Allerdings kannst du dir ja trotzdem überlegen, ob du ein MRT machen willst.
Die Methode kommt ohne schädliche Strahlung aus, nur ein starkes Magnetfeld wird erzeugt (wobei wir da warnen, dass es evtl. Symptome triggern könnte).

Für Kribbeln in den Extremitäten müssen nicht zwangsläufig Bandscheibenvorfälle verantwortlich sein; ich habe das auch und die Ursache sind Knochenausfransungen der Wirbelsäule *autsch* (sog. Osteochondrose), die in das Rückenmark drücken / abquetschen und das tut teilweise höllisch weh und versucht andererseits diese Missempfindungen (vor allem in meinen Fingern, weil die HWS betroffen ist).

Ich kann nur von mir sprechen, aber ich war froh um das MRT, weil ich endlich wusste, was mir fehlte.

Grüße
Jamie
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Schildkroete » Freitag, 22.04.16, 21:54

Hallo Jamie,

vielen Dank fürs Teilen deiner Erfahrungen! Ich werde mir überlegen, ein MRT machen zu lassen.

Gruß
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Kassiopeia » Montag, 09.05.16, 9:30

Liebe Alle,

ich habe jetzt mal mit Vitamin B begonnen, mal sehen ob das hilft. Momentan ist es schon sehr schlimm, vor allem weil das Gefühl dauerhaft da ist. Dass ihr das schon so lange habt...und wieder herrscht große Ratlosigkeit in der Ärzteschaft.

Alles Liebe
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Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
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04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Schildkroete » Montag, 09.05.16, 19:41

Liebe Kassiopeia,

ich drücke dir die Daumen, dass es etwas bringt!

Ich werde das mit den B-Vitaminen auch selbst weiterverfolgen, vielleicht ist das auch aus anderen Gründen für mich sinnvoll. Termin fürs MRT habe ich auch gemacht.

Gruß
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka? - MRT ohne Befund

Beitrag von Schildkroete » Sonntag, 13.11.16, 15:47

Hallo allerseits,

ich möchte nachtragen, dass ich das MRT (Hals- und Lendenwirbelsäule) inzwischen hatte und es - erwartungsgemäß - keinen pathologischen Befund ergeben hat.

Die Ursache der Polyneuropathie bleibt also weiter unklar. Allerdings kommt es mir so vor, dass Häufigkeit und Intensität der Schmerzen in den letzten Wochen/Monaten zurückgegangen sind.

Gruß
Schildkröte
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Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Arianrhod
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 20.10.17, 16:34

hallo Schildkröte,
auch wenn es da nichts der Verursacher war, fand ich es verantwortungsbewusst von deinem Arzt , dich ins MRT zu schicken und es nicht als "alles psychisch" abzustempeln. Ein Bandscheibenvorfall L1/L2/L3 , also ziemlich oben KANN manchmal Beine und Arme gleichzeitig betreffen.

Mir hat damals ein Neurologe empfohlen, mehr Neuroleptika (!!!!) zu nehmen, dann würden die Missempfindungen weggehen.

liebe Grüße Arian
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Schildkroete » Freitag, 20.10.17, 17:17

Hallo arian,
Arianrhod hat geschrieben: Ein Bandscheibenvorfall L1/L2/L3 , also ziemlich oben KANN manchmal Beine und Arme gleichzeitig betreffen.
das wusste ich in der Tat nicht.

Ich habe inzwischen weitere Ärzte konsultiert (in erster Linie wegen anderer Beschwerden, die zur gleichen Zeit wie die Neuropathie angefangen haben), und die plausibelste Hypothese ist jetzt, dass alles durch eine Infektion verursacht wurde.

Gruß
Schildkröte
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Hebatu » Donnerstag, 15.02.18, 19:30

Hallo Ihr Lieben,
Wie sieht es mit Diabetes Typ II aus, wer von Euch hat durch jahrelange Einnahme von NL. Diabetes, Hashimoto Thyreoiditis oder ähnliche Erkrankungen des Stoffwechsels?
Bei Vorbeugung der Diabetes Polyneuropathie wird Millgamma als Kur empfohlen.
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Einnahme von NL seit 1993 durchgängig.
1993 bis Ende 2007 nur Clozapin, ca. 12 Jahre eine Dosis von 50 mg.
Seit Februar 2008 Seroquel 100 mg bis Ende 2009. Dann psychotischer Schub.
Seit 2010 Quetiapin 300 mg und 40 mg Citalopram. Citalopram gleich nach der Entlassung aus dem KH auf 20 mg reduziert. Seither 20 mg Citalopram. 2013 schrittweise Quetiapin von 300 mg auf 150 mg reduziert. Nur kurzfristig. Auf 200 mg hochdosiert. Bis November 2017 so eingenommen.
Ich leide schnell unter Reizüberflutung. Daraus resultiert Erschöpfung und Rückzug. Mein Antrieb ist arg gestört, was ich auf die Medikation zurückführe. Ja, bei zwischenmenschlichen Konflikten kommt es zum gedanklichen Drehwurm.
100 mg Quetiapin seit Nov. 2017 von 200 mg reduziert. 0 NW. :)
Zw. Weihnachten und Neujahr 3Tage hintereinander Drehschwindelattacken auch im Liegen.
20 mg Citalopram
15 mg Citalopram seit dem 17.01. 18. 20.01 Kopfschmerzen den ganzen Tag. Zuckungen des li.
Augenlids: 21.01. und 22.01., sonst stabil.
Schmerzen im re. Knie. 23.01, 24.01,
Schmerzen beider Hüften, bzw. Rollhügel der Oberschenkel. 25.01. Joggen angefangen.
09.02.18 kurzer Anflug einer Migräne li., gehäufte Zuckungen li. Oberes Augenlid,

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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 16.02.18, 16:44

Hebatu hat geschrieben:
Donnerstag, 15.02.18, 19:30
Hallo Ihr Lieben,
Wie sieht es mit Diabetes Typ II aus, wer von Euch hat durch jahrelange Einnahme von NL. Diabetes, Hashimoto Thyreoiditis oder ähnliche Erkrankungen des Stoffwechsels?
Bei Vorbeugung der Diabetes Polyneuropathie wird Millgamma als Kur empfohlen.
Hallo Hebatu, Diabetes ist der häufigste Verursacher für Polyneuropathie.
ich wurde eine Woche in eine neurologische Klinik geschickt und dort auf den Kopf gestellt - inklusive 24-Stunden- Urin sammeln, Rückenmarkpunktion und Vitaminstatus - gefunden haben sie nix. Ein Diabetes wäre nicht übersehen worden.

; ich wollte diese Nebenwirkung bzw. es ist ja eher ein Spätschaden, melden - leider hätte ich dazu einen Arzt gebraucht, der den Zusammenhang zu den NL herstellt - und das kann eben kein Arzt belegen. Sie tappern genauso im Dunkeln wie ich selbst.

Millgamma ist ein Kombipräparat B1 und B6 ; die B- Komplexwerte waren bei mir auch in Ordnung.

liebe Grüße Arian
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Hebatu » Freitag, 16.02.18, 19:18

Hallo Arianrhod,

Ursachen medikamentös-toxischer Polyneuropathien
Arzneistoffgruppe :arrow: Wirkstoff
Antiallergika :arrow: Cromoglicinsäure
Antiarrhythmika :arrow: Amiodaron
Antibiotika/Antiinfektiva/
Chemotherapeutika :arrow:
Amphotericin B, Chloramphenicol, Chloroquin, Dapson, Ethambutol, Ethianamid, Gentamycin, halogenierte
Hydroxychinoline, INH, Metronidazol, Neosalvarsan, Nucleosid-Analoga, Nitrofurane, Nitroimidazol, Penicillin,
Salvarsan, Streptomycin, Suramin
Antidepressiva :arrow: Amitriptylin; Doxepin, Imipramin, Lithium
Antiepileptika :arrow: Sultiam
Antihypertonika :arrow: Enalapril, Hydralazin
Antirheumatika :arrow: Chloroquin, Gold, Indometacin, Methaqualon,
früher Thalidomid
Thyreostatika :arrow: Carbimazol, Methylthiouracil
Zytostatika :arrow: Cisplatin, Cytarabin, Procarbazin, Propylthiouracil, Vinblastin

Wieso sollte eine Medikamenten induzierte Polyneuropathie nicht auf Milgamma ansprechen. Benfothiamin ist der Wirkstoff. Vitamin B1 fettlöslich. B 6 ist Folsäure.
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Seit 2010 Quetiapin 300 mg und 40 mg Citalopram. Citalopram gleich nach der Entlassung aus dem KH auf 20 mg reduziert. Seither 20 mg Citalopram. 2013 schrittweise Quetiapin von 300 mg auf 150 mg reduziert. Nur kurzfristig. Auf 200 mg hochdosiert. Bis November 2017 so eingenommen.
Ich leide schnell unter Reizüberflutung. Daraus resultiert Erschöpfung und Rückzug. Mein Antrieb ist arg gestört, was ich auf die Medikation zurückführe. Ja, bei zwischenmenschlichen Konflikten kommt es zum gedanklichen Drehwurm.
100 mg Quetiapin seit Nov. 2017 von 200 mg reduziert. 0 NW. :)
Zw. Weihnachten und Neujahr 3Tage hintereinander Drehschwindelattacken auch im Liegen.
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15 mg Citalopram seit dem 17.01. 18. 20.01 Kopfschmerzen den ganzen Tag. Zuckungen des li.
Augenlids: 21.01. und 22.01., sonst stabil.
Schmerzen im re. Knie. 23.01, 24.01,
Schmerzen beider Hüften, bzw. Rollhügel der Oberschenkel. 25.01. Joggen angefangen.
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Jamie » Freitag, 16.02.18, 22:41

Hallo Hebatu, :)

du kannst das Milgamma ja nehmen, spricht nichts dagegen.
Es wäre natürlich optimal erst gar keinen Diabetes zu entwickeln, aber wenn er schon da ist, dann ist das A und O eine gute Einstellung des Diabetes und möglichst passable Zuckerwerte sowie Minimierung weiterer Risikofaktoren (Stichwort metabolisches Syndrom).

Ob eine durch Diabetes entstandene Polyneuropathie durch B Vitamine geheilt werden kann, wage ich zu bezweifeln, es sei denn sie befindet sich im absoluten Anfangsstadium, aber lindern geht möglicherweise

Ich habe früher übrigens immer Keltican forte bei Polyneuropathie empfohlen (war in der Apotheke tätig), aber eine konsequente Therapie hält fast keiner durch, weil das Präparat unglaublich teuer ist.

Schönen Abend :bettzeit:
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 17.02.18, 16:35

Hebatu hat geschrieben:
Freitag, 16.02.18, 19:18

Wieso sollte eine Medikamenten induzierte Polyneuropathie nicht auf Milgamma ansprechen. Benfothiamin ist der Wirkstoff. Vitamin B1 fettlöslich. B 6 ist Folsäure.
Es kann sein, dass sie darauf anspricht, ich wollte nur sagen, ich hatte in diesem Bereich keinen Mangel.
Die Megavitamintherapie ist auch nicht unumstritten.
ich selbst substituiere B12, weil ich mich vegetarisch ernähre.
Gerade B1 und B6 kann man wohl auch überdosieren - dann treten ähnliche Symptome auf wie bei einem Mangel.
Beispiele für Vitamin B Nebenwirkungen
Es existieren eine Reihe von wissenschaftlichen Studien beziehungsweise Beobachtungen, die über Nebenwirkungen in Verbindung mit den einzelnen B-Vitaminen berichten. Zu nennen wären unter anderem:

B1 Magenbeschwerden, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Hautreaktionen mit Juckreiz, Atemnot.
B2 keine Nebenwirkungen bekannt.
B5 Auch bei hohen Dosen sehr geringe oder keine Nebenwirkungen (außer leichte Darmstörungen)
B6 Gleichgewichtsstörungen und Komplikationen im Nervensystem vermutet.
B8 Nicotinamid nahezu ohne Nebenwirkungen. Nicotinsäure bei hohen Dosen Hautrötungen, Hitzegefühl.
B9 Bei hohen Dosen: Magen-Darm-Probleme, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Depressionen, z.T. Allergien
B12 Akne, anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktionen vermutet.
https://www.vitamine.com/vitamin-b/nebenwirkungen/

liebe Grüße Arian
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Hebatu » Montag, 19.02.18, 15:51

Einen schönen Wochenanfang wünsche ich euch,

Ich scheine wohl hier Personen nahegetreten zu sein. War nicht meine Absicht
Dass Millgamma Diabetes heilen würde, habe ich mit keinem Wort geschrieben. Vorbeugend als Kur gegen eine durch Diabetes verursachte Polyneuropathie ja. Ich mag auch niemanden etwas aufschwatzen zu wollen!
Und Romane schreibe ich auch nicht gerne.
Wollte nur informativ interagieren.

Einen lieben Gruß.

Hebatu

PS Ich bin examinierte Krankenschwester und ich habe Mal etwas Medizin studiert, wenns um Kompetenz außerhalb meiner eigenen Sache geht.
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1993 bis Ende 2007 nur Clozapin, ca. 12 Jahre eine Dosis von 50 mg.
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Seit 2010 Quetiapin 300 mg und 40 mg Citalopram. Citalopram gleich nach der Entlassung aus dem KH auf 20 mg reduziert. Seither 20 mg Citalopram. 2013 schrittweise Quetiapin von 300 mg auf 150 mg reduziert. Nur kurzfristig. Auf 200 mg hochdosiert. Bis November 2017 so eingenommen.
Ich leide schnell unter Reizüberflutung. Daraus resultiert Erschöpfung und Rückzug. Mein Antrieb ist arg gestört, was ich auf die Medikation zurückführe. Ja, bei zwischenmenschlichen Konflikten kommt es zum gedanklichen Drehwurm.
100 mg Quetiapin seit Nov. 2017 von 200 mg reduziert. 0 NW. :)
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15 mg Citalopram seit dem 17.01. 18. 20.01 Kopfschmerzen den ganzen Tag. Zuckungen des li.
Augenlids: 21.01. und 22.01., sonst stabil.
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Montag, 19.02.18, 17:03

Hallo Hebatu,
Hebatu hat geschrieben:
Montag, 19.02.18, 15:51
Ich scheine wohl hier Personen nahegetreten zu sein. War nicht meine Absicht
Dass Millgamma Diabetes heilen würde, habe ich mit keinem Wort geschrieben. Vorbeugend als Kur gegen eine durch Diabetes verursachte Polyneuropathie ja. Ich mag auch niemanden etwas aufschwatzen zu wollen!
Und Romane schreibe ich auch nicht gerne.
Wollte nur informativ interagieren.
ich habe es nicht so aufgefasst. Ich meinte nur, dass ich keinen Diabetes habe und auch nie hatte , sondern laut Ärzte eine "Polyneuropathie unbekannter Genese" , die ich aber für eine neuroleptikainduziert halte. Weisst du, ob das Millgramma bei allen Formen der Polyneuropathie vorbeugend wirkt?
Und da es als Kombiprodukt sehr teuer ist, was spricht dagegen, B1 und B6 aus anderen Quellen/ als NEM zu substituieren?
Die dritte Frage ist natürlich : Ist Millgramma auch bei der Behandlung noch zielführend, denn zur Vorbeugung ist es bei mir eindeutig zu spät.

liebe Grüße Arian
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 19.02.18, 19:46

Hallo Arian, :)

ich habe heute mal in eigener Sache eine Frage an dich, weil du dich so gut mit Polyneuropathie auskennst.

Ich habe seit einigen Wochen immer wieder hauptsächlich abends Probleme mit brennenden Fußsohlen. Sie kribbeln nicht und es ist auch nichts taub, sie Brennen nur so, als wäre ich zwölf Stunden shoppen gewesen.
Mein Mann bestätigt dass sie sich nicht heiß anfühle und sehen tut man auch nichts.
Ich mache mir jetzt ein wenig Sorgen, weil ich ja, zwar in niedriger Dosis, immer noch das Quetiapin nehme. :(

Wie hat das bei dir angefangen? Waren die Symptome gleich massiver oder kann es sein, dass das bei mir schon in die Richtung geht ?

Beim Arzt war ich übrigens noch nicht, wenn es Absetzerscheinungen sind, findet der sowieso nichts. Die Blutwerte sind soweit okay.

LG Ute
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von weg » Montag, 19.02.18, 22:27

hallo ute,

entschuldigung wenn ich mich hier auch äussere. ich habe auch polyneuropathie, wahrscheinlich auf grund der chemotherapie. wobei man ja nicht so genau weiss warum wir pn haben. bei mir hat es ganz akut begonnen. ich laufe extrem viel. im jahr so zwischen 2000 bis 3000 km. plötzlich so fall auf knall konnte ich meine füsse mit nur grosser mühe abrollen. ich konnte ein paar mal fast nicht mehr ein öffentliches verkehrsmittel erreichen.

meine neurologin hat dann die nevengleitfähigkeiten in meinen beinen gemessen und konnte so eine verzögerung derer gleitfähigkeiten feststellen. es sind bei mir die ganz kleinen äusseren nerven betroffen, die sich so langsam zurückziehen und das tut weh und gibt mir missempfindungen. zum teil heftiges brennen, zum teil wie gefühllos.

meine HA schickte mich dann noch zu einem orthopäden. der verordnete mir einlagen und einen ganz steifen schuh. der steife schuh war für mich herausgeworfenes geld. die einlagen haben mir etwas geholfen. nicht gegen die pn, sondern für den senkfuss. :)

gegen die schmerzen hat mir die neurologin lyrika verschrieben. die vertrage ich nicht. zum glück 8-)

meine HA arbeitet mit einer sehr erfahrenen feldenkraistherapeutin zusammen. diese therapeutin hat mir meine füsse behandelt und hat mich im gehirn so stimuliert, dass ich die füsse anders belaste. seither kann ich wieder normal gehen.

schmerzen und das heftige brennen habe ich immer noch. ich kann jedoch gut damit umgehen. einerseits trage ich einen ziemlich weichen schuh und laufe über steine und felsen und unebene wege. damit kann ich meine nervenenden stimulieren und das brennen und die missempfindungen bilden sich zurück.

am abend vor ins bett gehen laufe ich noch in meiner wohnung herum. es sieht so aus wie eine "gehmeditation von Tich Nathan". so ein ganz ganz langsames bewusstes genaues abrollen der füsse und mir auch ganz genau vorstellen, wie ich gehe. ich habe erst viel später mal die verbindung mit tich nathan bekommen, ich habe nicht gewusst, dass es so eine meditation gibt.

mit dem langsamen gehen und belasten der füsse, kann ich auch das brennen aushaltbar machen. vielleiccht ist es eine art schmerz mit schmerz behandeln. ich müsste mir da noch mehr gedanken darüber machen, falls es dich interessieren sollte.

ich hoffe ich habe dich nicht zu sehr gelangweilt und wünsche dir eine gute nacht.

herzlich
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Hebatu » Mittwoch, 28.02.18, 20:10

Liebe Arianrhod,
ja, ich gehe davon aus dass es auf jeden Fall ein Versuch wert ist. Unterstützende Kneippkur, wie Wechselbäder, morgendliches Tautreten, und Güsse als Reiztherapie wäre auch gut.

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